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Hoi Welt

In Taltal sind wir ja schon angekommen. Wir planten einen Tag an der Eisenbahn um Portrellios ein und wollten am Abend gleich weiter nach Süden fahren, bis Copiapo oder so. Da wir die Eisenbahn schon kannten rechnete ich mit einiges an Ausbeute, nur das Wetter wollte nicht … und so wurde es der zweite Tag des ganzen Urlaubs (die Quote gefällt mir) der nicht so recht wollte. Wir suchten aber wieder alternativen in Form einer schönen Route, entsprechend gibt’s wieder ein paar Landschaftsbilder mehr.
Viel Spass!

Teil 1 und Prolog: [www.drehscheibe-foren.de] >> wir erreichen Chile
Teil 2: [www.drehscheibe-foren.de] >> an der Ferronor um Vallenar und Huasco
Teil 3: [www.drehscheibe-foren.de] >> Ein Tag an der spektakulären Eisenbahn nach Potrerillos
Teil 4: [www.drehscheibe-foren.de] >> Einen zweiten Tag an der Eisenbahn nach Potrerillos
Teil 5: [www.drehscheibe-foren.de] >> bis nach Calama mit einem Besuch am Cumbrepass
Teil 6: [www.drehscheibe-foren.de] >> an die Bolivianische Grenze
Teil 7: [www.drehscheibe-foren.de] >> in der Atacama Wüste
Teil 8: [www.drehscheibe-foren.de] >> noch mal in den Anden
Teil 9: [www.drehscheibe-foren.de] >> an der SQM Tocopilla
Teil 10: [www.drehscheibe-foren.de] >> Kummerwetter in den Anden – eine Spritztour zu den Geysieren von Taito
Teil 11: [www.drehscheibe-foren.de] >> raus aus den Anden, zwei Tage an der FCAB
Teil 12: [www.drehscheibe-foren.de] >> letztens am Cumbrepass




Mittwoch 22. Juni 2011 – Taltal > Vallenar

Der erste Blick aus dem Fenster, welches in den Innenhof guckte, kündigte etwas neues ans was wir nicht erwartet hatten, blauen Himmel, oder zumindest KEIN Nebel. Das stimmte uns doch positiv und liess die Hoffnung aufkeimen den Tag unter der Sonne verbringen zu können, wenn nicht mal am Meer Nebel liegt.
Wir starteten deshalb so das wir um 8 Uhr losfahren konnten, nach dem Frühstück und dem zusammenräumen. Das Bezahlen mit Karte im Hotel ging ohne Probleme und wir sind pünktlich raus. die Copec Tankstelle liessen wir links liegen und wir fuhren direkt zur Ruta 5 in Richtung Süden.
Die Strasse war nicht wahnsinnig voll, nur ein paar Laster und Busse waren im Weg und musste überholt werden. Das Wetter war leider im Landesinnern weniger gut als an der Küste. Eine Schleierschicht die mal dichter mal lichter war hielt sich am Himmel, wobei unser Ziel noch 100km weiter Südlich und 80km weiter östlich war. Wir sagten uns, dass da sicher ganz anderes Wetter sei und wir kein Problem damit haben werden. Immer wenn die Strasse in Richtung Westen drehten meinte ich: Die Richtung gefällt mir (blauer Himmel) ... bei einer Kurve nach Osten eher das Gegenteil.
So kam es leider auch, dass wir die Ruta 5 unter Wolken verliessen und unter Wolken der Tarantulahölenstadt Diego de Almagro zusteuerten. Wir kamen aber nicht weit, auf der parallel verlaufenden Strecke fuhren wir einem Zug entgegen welcher gerade ein Anschluss mit Kesselwagen bediente und seine restlichen Wagen im Streckengleis stehen lies (war ja wohl eh der einzige Zug vom Tag).
Wir bauten uns auf und schossen die Lok beim Rangieren im Anschluss. Dabei war teilweise sogar recht gutes Licht und wir konnten das Sonnenfoto für den Tag schon mal verbuchen - den wir lassen uns unseren Schnitt (jeden Tag ein Sonnenbild) sicher nicht von einem Mittwoch versauen!

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An diesem Punkt zwischen Diego de Almagro und Chanãral bedient die Bahn einige Minen. Ein Ortsname habe ich mir nicht notiert, einzig die Bezeichnung Mineras del Salado, finde ich.

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Die Lok hat die Kesselwagen auf die Verladerampe gezogen und rollt nun auf der anderen Seite wieder runter.

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Ganz stolz steht er auf seiner Lok, während der Lokführer die schwarze, ehemals in Ferronor Farben lackierte Lok, zurück an den Zug drückt. Ganz rechts hinter der Tafel ist noch die Carrabinieros de Chile Kontrolle zu sehen welche uns auch noch raus gebeten hat.

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Der Zug nach Chanãral macht sich wieder auf den Weg.

Wie wir warteten auf das Ende der Rangieraktion da baute sich in unserem Rücken eine Polizeikontrolle am Strassenrand auf. Ich sage noch zu Daniel: Schau, wenn wir dem Zug nachfahren nehmen die uns sicher raus.
Wie der Zug losfuhr setzten auch wir uns ins Auto und fuhren behutsam los. Die Polizei hatte noch einen "in der Mangel" und kurz bevor wir da waren fuhr dieser los. Es war ja klar, dass nun wir dran waren - Tatsache. Zu schnell waren wir nicht, aber so eine allgemein Verkehrskontrolle schadet ja sicher nicht, dachten sich die Carabinieros. Die beiden tuschelten dann als ihnen Daniel den Pass zusteckten und kicherten ... hihi Suisso. Wir interpretierten das dann so, dass der eine den anderen ausgelacht hat weil er Ausländer rausgewunken hat die sowieso kein Spanisch können. Die Kontrolle war dann auch schneller beendet als sie begonnen hat und wir waren wieder "frei".
Wir verfolgten den Zug, auf dem Weg nach Chanãral im netten Talabschnitt und schossen ihn vier mal mit mehr oder weniger Licht. Etwas ärgerlich war die fehlende Sonne aber schon, es wäre nett gewesen, sehr nett.

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Unterwegs nach Westen

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Blick dem Zug hinterher. Wir liessen ihn ziehen und fuhren weiter nach Osten nach Diego de Almagro.

Auf dem Weg zurück zur Polizeikontrolle suchten wir uns im Wörterbuch schon Sätze raus die man der Polizei auf eine Frage ganz unschuldig sagen könnte, wie z.B.: „Was kostet dieser Teppich“, „Ich bin Unschuldig“, oder (mein Favorit); „können Sie mir das Fläschchen bitte aufwärmen“. Das Gesicht der Polizei hätte man sehen sollen ... die Kontrolle war aber nicht mehr da, schade eigentlich ;).
Wir fuhren dann, wie erwarteten ohne einem Zug zu begegnen, gleich durch bis zur Tarantula City, Diego de Almagro ;). Etwa 20km vor dem Ort machte es *pling* und die Tankanzeige leuchtete auf, kein Grund zur Sorge, die Tanke war nah. Wir füllten unserem weissen Auto den Tank bei der Copec im Ort und fuhren gleich weiter. Unser Ziel war mal das BW bzw. der Betriebsmittelpunkt der Ferronord Strecke. Da schauen ob alles so läuft wie letzte Woche - was eine Zugfahrt zur Mine in etwa einer Stunde bedeutet hätte.
Wir stellten uns, wieder ohne einen Zug gekreuzt zu haben, mal in die Bahnhofseinfahrt und schossen praktisch direkt nach unserer Ankunft einen Zug der mit ein paar Kesselwagen Einfuhr. Er kam wohl von der Mine Portrellios und war, im Vergleich zu letzter Woche, ziemlich spät dran. Dann wurde noch etwas rangiert und vielleicht 30min später kam wieder ein Zug mit ein paar Kesselwagen vom Berg runter in den Bahnhof ... hm.

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Llantas - leider war da das Licht auch nicht besser, im Gegenteil. Der Zug auf dem Bild kam aus Potrerillos und ist gerade an der Bahnhofseinfahrt.

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Auch heute wurde in Llantas wieder fleissig rangiert.

Ich las in meinem Buch weiter während Daniel seines beendete. Ich war auf Seite 324 als es völlig überraschend wieder tröötete. Es kam eine solofahrende Lok von der Mine runter und fuhr in Richtung BW. Das spezielle an der Lok war ganz klar der Zustand der Lackierung. Man erkannte blau unter einer schon wachsenden Dreckschicht. Die Lok kannten wir noch nicht. Begeistert von der vielen Farbe am Rahmen folgten wir ihr und schossen sie bei der Einfahrt zum BW erneut.

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Und die Lok hätten wir gerne mal auf der Strecke erwischt. Lok 81 in einem absolut aussergewöhnlichen Lack, nämlich in blau. Von welcher Bahn die Lackierung kommt?

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Die Lok stellte sich aber nur ins BW.

Wir warteten noch eben, liessen uns von einem streunenden Hund eine leere Chipspackung aus dem Auto klauen (was auch immer der damit vorhatte) und beurteilten die Lage neu - es war 13:30. Es stand wohl ein Zug im Bahnhof drin, es bewegte sich aber nichts. Ein Zug zur Mine hätte uns, so er denn noch gestartet wäre, nicht viel ausser ärger gebracht. Weil a) war keine Sonne zwischen den Schleierwolken, oder nur sehr partiell und b) wäre der sowieso an der hälfte der Stellen am späten Nachmittag im Bergschatten gefahren. So mussten wir auf einen solchen Zug sowieso nicht hoffen. Das einzige was uns hätte passieren können wäre ein Zug zur Küste runter. Erstens sah es da hinten blau aus, zweitens wäre das Licht da gut. Aber die Chance auf einen Zug nach Chanãral waren so klein das wir sie glatt übersahen - es stand schlicht nichts im Bahnhof was zum Hafen hätte gebracht werden können.
Was tun? Wie immer wenn das Wetter nicht passt war es wieder Zeit unser Auto etwas zu plagen. Ok, wie immer ... letzten Samstag war schlecht unser das Auto hat gelitten, heute wieder? Wir wussten es noch nicht. Wir nahmen aber den Plan in Angriff Copiaco auf Umwegen zu erreichen. Anstatt direkt zu fahren kann man einen schlenker nach Osten einbinden, in Richtung des San Francisco Passes. Da geht’s noch mal ordentlich rauf, selbst wenn man nicht ganz bis zur Passhöhe fährt (da wäre eh die Argentinische Grenze, und da wollten wir nicht hin).
Wir (und die Karten) waren der Meinung die Strasse von unserer Seite, also von El Salvador, wäre nicht so toll. Auf der Fahrt verstanden wir aber nicht was daran nicht toll sein soll. Wenn es nicht gerade Steil den Berg hoch ging konnte man gut fahren und den 100er Schnitt fast halten, trotz Dreckopiste. Die Fahrt in die Berge darf wieder mal als Highlight bezeichnet werden, es war wunderschön und hat die Mühen des Umwegs gelohnt. Wir sahen dabei auch einiges an Tieren, einen Fuchs, der nicht von der Strasse wollte, Lamas, Pferde, Maultiere, Esel usw.

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Da bei de Bahn irgendwie nix mehr zu holen war, das Wetter wurde immer dunkler, entschieden wir uns die Bahn zu verlassen und weiter nach Süden zu fahren. Dabei wählten wir aber nicht den normalen direkten Weg sondern einen Umweg durch die Anden.

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Aussergewöhnliche Ausblicke auf der Verbindungsstrasse von El Salvador zum Paso de San Francisco .. uns kam über Stunden kein einziges Auto entgegen.

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Ein Fuchs im nichts ...

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Vicuñas, und davon dürfte der Fuchs leben ;)

Als wir die 4300 Höhenmeter überschritten hatten (gestartet sind wir heute früh auf Meereshöhe) war es dann auch gut. Wir folgten dem grossen Salzsee und der Abzweiger nach Copiaco lag vor uns – genau so wie eine grosse Polizeikontrolle (auf einer Strasse wo NICHTS los ist). Wir wählten deshalb den Weg nach Copiaco (verzichteten damit auf den Plan noch etwas weiter in Richtung Passhöhe zu fahren) und waren etwas überrascht. Wir dachten immer die Strasse nach Copiaco sei besser ausgebaut als die nach El Salvador – das sagen auch die Karten. Die Strecke wird als Hauptstrasse gekennzeichnet und verbindet als einzige auf mehreren 100 Kilometer Grenze Argentinien mit Chile. Da hatten wir uns aber wohl getäuscht. Die Strasse wurde mal wieder zu einem besseren Karrenweg und wir holperten über einen kleinen Pass bis wir endlich wieder runter fahren konnten, auf einer nicht minder besseren Strasse.
Trotzdem, dass wir langsamer vorwärts kamen als gedacht, programmierten wir im Navi schon mal Vallenar als Ziel ein, was uns angesichts der morgigen Planes als ziemlich intelligent erschien - so sparen wir die 1h Fahrt bis zur Eisenbahn in der Ecke.
Als im Tal die ersten Minen erreicht waren wurde die Strasse immer besser und wir kreuzten das erste Auto. Es war echt verrückt, seit wir die Bahn am BW verliessen kreuzten wir kein einziges Auto. Wir waren dabei aber fast 3h unterwegs. Dieses Chilenische Hinterland hat etwas von Schweden, aber mit bomben Landschaften anstatt Wald und mit noch weniger Verkehr.
Auf dem besser ausgefahrenen Weg ging es dann sehr zügig Copiaco entgegen. In diesem Tal, welches Landschaftlich wieder mal alles bot was man haben will, muss es in der früh geregnet haben, der Dreck der Strasse war feucht .. und unser Auto sieht jetzt aus wie ... nein, der Vergleich wäre nicht appetitlich ;). Sagen wir es so: vom weissen Lack ist in der unteren hälfte des Autos nicht mehr viel zu sehen.
Copiaco selbst umfuhren wir gekonnt (Danke Navi), den Tank füllen konnten wir am Stadtrand mal wieder bei einer NICHT Copec Tankstelle - und verdammt wir wissen warum wir immer Copec bevorzugen ... weil da die Kartenzahlung immer funktioniert - bei der von heute Abend gab’s das aber mal wieder nicht und wir verschleuderten unser Bargeld für Benzin.

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Der Salar del Pedernales liegt vor uns.

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Eine Kontrollstelle noch weit vor dem Paso de San Francisco beendete unsere Fahrt in die Höhe. Da wir nur aus Spass in Richtung Pass wollten verzichteten wir auf die Aktion und fuhren runter nach Copiapo - über die miese Ruta 31.

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Eine Insel im Salzsee

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Das ist die Ruta 31, die Hauptstrasse vom Paso de San Francisco nach Chile und die einzige Verbindung zwischen Chile und Argentinien auf mehreren 100km Grenzstreifen (zwischen Calama und La Serena).

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Ein Esel im Weg ...

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Abends an einer Tankstelle vor den Toren Copiapos. Das ist mal ein breiter Schwertransport.

Zurück auf der Ruta 5 waren einzig noch etliche LKWs zwischen uns und dem Bett in Vallenar. Wieder mal zeigte sich die Regel; Überholen könnte man wenn nichts kommt und überholen müsste man wenn etwas kommt .. wir kamen um kurz vor 8 Uhr in der Innenstadt von Vallenar an. Wir hatten noch die Pension im Kopf wo wir vor 2 Wochen schon mal angeklopft haben, waren aber durchaus offen für neues. Und gleich vor dem Platz war zu unserer rechten ein Hotel und es war sogar ein Parkplatz frei.
Wir schauten uns das Zimmer an, fanden 44'000$ dafür zwar etwas viel aber wir schlugen bei der Seniorita trotzdem ein, wir waren heute Abend Fan vom Weg des geringsten widerstandes. Das Hotel ist sauber, könnte aber auch Hotel Vallenar heissen (Augusto könnte es persönlich eingeweiht haben - Anspielung auf die Hotelanlagen im Osten ;)). Das Internet tat aurch irgendwie nicht und wir vertagten das Surfen auf "nach dem Essen".
Die Stadt zeigte sich dann auf den ersten Metern nicht von seiner besten Seite. Eine Bettlerin wollte (in sauberem Englisch, kann sonst ja nie jemand) Geld von uns und die Jugend machte auch nicht gerade den freundlichsten Eindruck. Aber die Stadt ist Süss, auf dem grossen Platz lief irgendein popiger ESC Song über die Lautsprecher. Bei uns versucht man mittels Klassicher Musik diese "Klientel" zu vertreiben, hier betreibt man wohl gegenteilige Strategien ;).
Zum Essen suchten wir uns das erstbeste Lokal an der belebten Einkaufstrasse welches von aussen irgendwie geniessbar ausschaute (von den Lokalen die nicht geniessbar ausschauten gab es sinnigerweise eine Menge).Das Essen war toll, Fleischspiesse mit Beilage und Bier, zum Schluss garniert mit einem Pisco Sour, was will man mehr? Mit 30'000$ gerade inkl. Trinkgeld war das Essen auch ... bezahlbar - erklährt warum wir uns dem Schuppen irgendwie underdresd vorkamen ;). Nur mit der Kreditkarte bezahlen konnten wir es nicht, wie auch schon das (überteuerte) Hotel. So sind wir von dem Geld das ich heute rausgelassen habe schon wieder gut die Hälfte losgeworden. Was sind das auch für neue Moden?? Tanken und Hotel nicht mit Karte bezahlen zu können.. *tsts* ;).
Alles in allem bin ich vom heutigen Tag, was die Fotos anbelangt, enttäuscht ... und das ist der erste Tag in diesem Urlaub wo ich das behaupten kann. Die Bilder sind zwar nett, aber die Masse stimmt schlicht nicht. Sonst war der Tag was die Beschäftigung anbelangt wirklich nett. Die Fahrt auf noch mal über 4000 Meter über Meer war schön und hat Spass gemacht (fragt besser das Auto nicht ;)). Jaja, wir wollen nicht jammern und wenn der Tag morgen an der Vellenarpiste hier rentiert, dann sagen wir auch üüüüberhaupt nichts mehr.
Es wird schon der letzte Tag sein ... hoppla.




Und was folgt noch? Der letzte Teil fehlt und wir lassen es uns an der Ferronor um Vallenar noch mal richtig gut gehen. Sonst sind wir dann aber schon fertig *phu* ;-(

Grüess
Nil


Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...
Moin!

Bild Nr. 9 ist mein absoluter Favorit, und diese Beitragsserie ist sowieso der Hammer.
Das Salz in der Suppe des Auslandsforums ;-)

Gruß aus Köln
Lars
Herrliche Bilder sind das wieder, mit und ohne Züge toll.

Sind das noch G8 oder schon G12, die schwarze und die blaue?

Grüsse aus Magdeburg
Ich bin mit nicht 100% sicher, aber ich meine das müssten noch GM/EMD G8 sein. In Indonesien fahren übrigens auch noch ein paar wenige davon rum.

kondensierte Grüße, Stefan

https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?099,file=190387
Kondenslok.de (temporär offline) + Industrial Railways of Indonesia SIG (fc)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.

G12

geschrieben von: Don Pedro

Datum: 15.02.12 11:50

Buenos días

Es handelt sich um GM/EMD G12. Die Betriebsnummern 81 und 82 haben die Fabrik-Nr 24073/57 bzw. 24074/57. Die Nr. 83, ebenfalls eine G12, ist etwas jünger und hat die Fabrik-Nr 24754/59. Der blau-gelbe Anstrich wurde noch von Codelco angebracht und hat nichts mit dem aktuellsten Ferronor-Farbschema zu tun. Am Ende sind ohnehin alle Loks in Potrerillos schwarz...

Noch eine Anmerkung zur Tierwelt: der langhalsige Vierbeiner ist nach meiner Kenntnis ein Guanaco - nebst den Vicuñas die andere freilebende Llama-Art, während Llamas und Alpacas die domestizierten Arten sind.

Saludos,
Don Pedro

Re: G12

geschrieben von: 52 2006

Datum: 15.02.12 18:40

Ich hätte auch gerne ein komplettes Lieferverzeichnis von GM/EMD... (und eins von Alco und GE...) (Ich habe allerdings ein komplettes Verzeichnis von Baldwin, das ist der Wahnsinn, nur es sind Originalscans der Bücher, alles handschriftlich, nicht nach Stichworten durchsuchbar, etc...)

kondensierte Grüße, Stefan

https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?099,file=190387
Kondenslok.de (temporär offline) + Industrial Railways of Indonesia SIG (fc)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.

Wieder sehr schön! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 25.02.12 18:36

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
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