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Interrail 2011: EU-Mitte-Nord – Teil 15 (Køge-Aarhus)

Alle bisherigen Teile:
Teil 1: Wien-Prag
Teil 2: Prag
Teil 3: Prag-Berlin
Teil 4: Berlin
Teil 5: Berlin
Teil 6: Berlin
Teil 7: Dresden
Teil 8: Stettin
Teil 9: Berlin-Malmö
Teil 10: Malmö-Køge
Teil 11: Helsingør
Teil 12: Roskilde/København
Teil 13: Göteborg
Teil 14: Skjoldenæsjholm-Næstved



Donnerstag, 21. Juli 2011: Køge-Aarhus

Heutige Bahnkilometer: 321 km.

08:26 ab Køge Zug 2416
08:52 an Roskilde
09:20 ab Roskilde IC129
12:13 an Aarhus


Fahrt über den Großen Belt nach Aarhus
Wir haben festgestellt, daß wir über Roskilde schneller sind, auch wenn wir ab hier nur einen langsameren Zug haben. Wir ersparen uns jedenfalls die S-Bahn-Fahrt und das Umsteigen in Kopenhagen. In Roskilde ist es doch einfacher. Den IC-Lyn 27 sehen wir durchfahren, das wäre unser Zug von Kopenhagen gewesen. Unser Zug hat laut Wagenstandsanzeiger vier Wagen (11, 12, 21, 22), das betrifft aber nur die vier Türen. Denn der Zug hat natürlich zwei dreiteilige Triebwagen. Wir kommen zufällig in eine „Stillezone“ und werden dann von Fahrgästen (oder wars die Schaffnerin?) daran erinnert, nicht zu sprechen bzw. nicht zu viel. Wir bemerken dann in diesem Zug auch, daß die 1. Klasse die gleichen Sitze hat, nur daß sie eben in der Sitzteilung 1+2 aufgeteilt sind und daß es Getränke etc. gibt. Die Sitze finde ich übrigens nicht besonders bequem, ich bekomme sogar ziemlich Kreuzweh vom Sitzen.


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Das Innere des IC3. Ob die als EC eingesetzten Wagen auch so aussehen?


Bei den Halten, die angesagt werden, fällt mir manchmal auf, wie die Orte ausgesprochen werden: „Sle-else“ (für Slagelse) oder „Korsöör“ (Betonung auf öö – für Korsør). Fredericia klingt wie „Frederedsia“.
Die Überfahrt über den Großen Belt können wir nicht wirklich gut beobachten, denn das Wetter ist bedeckt bis regnerisch und vom Zugfenster aus lassen sich kaum Bilder machen, zumal wir nicht auf der richtigen Seite sitzen. Aber vom Zug ist die Autobrücke sowieso schlecht zu sehen. Die Überquerung des Storebælt (Großer Belt) für den Zug beginnt mit einem Tunnel von 8024 Metern Länge, während die Autos auf einer fast 7 km langen Brücke fahren können, deren Durchfahrtshöhe 65 Meter mißt, die Plyonen sind noch höher als beim Öresund: 254 Meter! Der Tunnel kommt auf der Insel Sprogø wieder ans Tageslicht, auf der wir 2,5 km zurücklegen, bevor wir auf der 6611 Meter langen Westbrücke, die nur eine geringe Durchfahrtshöhe von 18 Metern hat, Richtung Nyborg weiterfahren. In Summe ist die Querung für die Bahn 17.134 Meter lang. Immerhin dauerte die Fahrt z.B. von Roskilde nach Odense früher mit der Fähre insgesamt zweieinhalb Stunden, heute dauert sie etwa 1 Stunde und 10 Minuten, also weniger als die Hälfte.


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Ein Bild zur Verdeutlichung der Situation (Quelle: Wikipedia).


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Kurz vor der Einfahrt in den Tunnel gelang mehr schlecht als recht durch das verregnete Fenster dieses Bild von der Storebælt-Brücke.


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Ein zweites Bild, das gut die Wettersituation wiedergibt. Zumindest kann man sich eine Vorstellung von der Brücke machen.


Bei der Einfahrt in Aarhus sehen wir eine Unmenge von IC4-Triebwagen herumstehen, einige schon mit Graffiti verunziert – ich vermute, bevor sie überhaupt noch in den Einsatz gelangen konnten. Die endlose Geschichte dieser Ansaldo-Breda-Triebwagen ist schon Thema in verschiedenen Threads diverser Eisenbahnforen gewesen. Ich will darauf nicht mehr eingehen. Immerin werden wir noch das „Glück“ haben, später mit so einem Triebwagen zu fahren. Außer diesen Garnituren stehen auch viele andere Dieseltriebwagen hier abgestellt: Viele der Type MR, zumeist in der blauen Arriva-Lackierung, aber auch Desiros und/oder LINT41, ebenfalls teilweise in Arriva-Lackierung.

Unser Fachwerkhaus in Aarhus
Wir kommen pünktlich in Aarhus an und sogleich fallen mir die Privatbahntriebwagen auf, die es hier gibt. Damit halte ich mich aber nicht auf, denn zunächst gilt es, unser Quartier zu finden. Dank Google Street View hab ich mich schon gut vorbereitet und finde den Weg auch sofort und unser Quartier bzw. das Haus der Vermieterin ebenso schnell. Wir benötigen etwa 20-25 Minuten, unser Haus ist ein uraltes kleines Häuschen mit schiefer Türe in einer (der einzigen?) Blumengasse, die echt alt aussieht. Lissa begrüßt mich mit „You must be Gustav!“ Sie bestätigt, daß dies die einzige alte Gasse ist, wo auch wirklich noch Leute wohnen. Es ist ein Fachwerkhaus wie alle übrigen hier, das sieht man auch innen. Eine sehr steile Treppe führt in ein Obergeschoß. Wir erhalten einige Informationen, die Dusche ist winzig und unter der steilen Treppe eingebaut, mit Lüftungsklappe zum Stiegenhaus hin. Auch das WC ist im selben Raum – nein: Räumchen. Aber es genügt für ein paar Tage. Und es gibt ein winziges Gärtlein, voll mit Blumen und Grünzeug, aber irgendwie lieb. Wir werden bloß wegen der kühlen Temperaturen nicht oft die Gelegenheit nützen können, hier draußen zu sitzen.


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Die Straße Møllestien mit unserer Ferienwohnung: das weiße Haus links mit den roten Fenstern und der roten Türe.


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Das „Wohnzimmer“ unserer Ferienwohnung in Aarhus. - Blick Richtung Garten. Auch das Fachwerk ist gut zu erkennen.


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Das winzige Gärtlein. Gemütlich, aber nur bei Schönwetter.


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Die „normalen Straßen“ sehen zum Beispiel so aus.


Zunächst sollte etwas gegessen werden, bevor wir „Den Gamly By“ besichtigen wollen, das berühmte Freilichtmuseum. Das Einzige, was wir finden, ist ein 7eleven, eine Kette, die Snacks und solche Sachen anbietet und wie ein Mini-Supermarkt wirkt. Immerhin werden wir satt und gehen dann weiter zum „Gamle By“ (=alte Stadt). Bevor wir dort ankommen, ein paar Worte zur Stadt Aarhus:

Aarhus – früher Århus
Die Stadt heißt erst seit 1.1.2011 Aarhus (mit Aa anstatt wie früher mit Å, aber das wird im Dänischen sowieso gleich ausgesprochen, nämlich wie Oorhuus). Der Stadtrat hat beschlossen, daß die Schreibweise Aarhus im internationalen Wettbewerb stärker positioniert werden kann als mit der für andere Sprachen ungewöhnlichen Schreibweise Århus. Aa ist allerdings ohnedies eine frühere Schreibweise (å gibt es erst seit der Rechtschreibreform 1948 als Ersatz für aa, damals wurde auch die Großschreibung von Hauptwörtern abgeschafft). Schon 1948 weigerten sich Aalborg und Aabenraa, die neue Schreibweise für ihre Ortsnamen zu übernehmen und verwendeten sie kaum. Seit 1984 wurde ihnen die alte Form offiziell wieder erlaubt, wenngleich die Hauptformen gemäß Rechtschreibwörterbuch noch immer mit Å geschrieben werden. Aarhus hat nun also nachgezogen.
Aarhus ist mit etwa 250.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Dänemark. Neue Ausgrabungen haben ergeben, daß die Stadt schon um 770 gegründet wurde und damit eine der ältesten Städte in Nordeuropa ist. Angeblich war sie schon im Jahr 948 Bischofssitz. 1203 wurde mit dem Bau des heutigen Doms begonnen. Sehenswürdigkeiten sind außer dem berühmten Freilichtmuseum „Den Gamle By“ auch der Dom mit dem berühmten Hochaltar sowie das Rathaus von 1941 (!).

Den Gamle By
Im Gegensatz zu den meisten mir bekannten Freilichtmuseen (wie zum Beispiel in Helsinki, in Stübing (Österreich) oder auch in Rīga) hat es nicht die ländliche, sondern die städtische Kultur und Geschichte zum Gegenstand. Als solches gilt es als das älteste seiner Art. Es wurde bereits 1909 gegründet, eröffnet 1914. Ein alter Kaufmannshof war kurz zuvor der Spitzhacke entkommen und damit war der Startschuß zur Rettung diverser historischer Gebäude in ganz Dänemark gefallen. Damals war es noch ungewöhnlich, daß man Gebäude abbaute und anderer Stelle wieder aufbaute. Die meisten der 75 historischen Gebäude aus dem 17. bis 19. Jahrhundert stammen übrigens aus Aarhus und Aalborg. Das Museumsgelände wirkt wirklich wie eine alte Stadt.

Der Eintritt beträgt zwar 125 DKK (16,80 Euro), aber wir sind schon nach den ersten paar Metern ganz begeistert. Man glaubt sich wirklich inmitten einer uralten Stadt, die Aufsichtspersonen sind entsprechend altertümlich gekleidet, je nach Berufsstand und Ort, an dem sie Dienst tun. Toll ist, daß die Aufschriften an und in den Gebäuden auch auf Deutsch sind und ich verwende relativ viel Zeit, um diese Sachen auch zu lesen. Wir spazieren etwa drei Stunden herum und gehen in viele Häuser hinein, wo es zumeist Handwerksbetriebe zu sehen gibt, aber auch Wohnungen von Geschäftsleuten, reichen Bürgern oder armen Tagelöhnern.


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Man erkennt die hier angestellten Aufsichtsorgane sofort an ihrer „typischen Kleidung“.


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Nein, das sind keine Puppen, das sind ebenfalls Aufsichtsorgane!


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Spaziergang durch die „alte Stadt“.


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Viele interessante Ausblicke.


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Es gibt auch Fiaker und eine handberiebene Fähre (man muß sich selbst am Seil entlang ziehen) ...


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... wie man hier sieht.

Besonders begeistert mich die alte Bäckerei. Nicht zuletzt wegen der dort dargebotenen – frisch gebackenen – Süßigkeiten sondern auch wegen dem ganzen Ambiente: Kleidung im alten Stil und so weiter. Unter den Süßigkeiten begeistert mich vor allem eine: Hindbærsnitter! (also: Himbeerschnitten). Das hab ich danach auch in anderen Bäckereien noch probiert – und immer ausgezeichnet, ganz nach meinem Geschmack: dünner Mürbteig mit Himbeermarmelade dazwischen, darauf weiße Zuckerglasur, evtl. noch mit Streuselzucker verziert! Natürlich viel zu teuer für das kleine Stück. Aber man ist ja nur einmal im Jahr auf Urlaub! Außerdem probiere ich noch andere Köstlichkeiten.


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Objekt meiner Begierde: die Bäckerei!


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Man fühlt sich in alte Zeiten versetzt.


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Hindbærsnitte - ich muß sie einfach zeigen! - (wer bringt mir eine mit vom nächsten Dänemarkbesuch? ;-)


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Es gibt aber auch eine alte Eisenhandlung, man kann auch wirklich altertümliche Waren hier kaufen!


Etwas Außergewöhnliches gibt es im neuen Teil des Geländes zu sehen, der noch nicht ganz fertig ist: Dort sind Gebäude (Geschäfte vor allem) aus den 1960er und 1970er-Jahren!! Ein Fernsehgeschäft zum Beispiel. Da merkt man erst, wie alt man ist, weil unsereiner sich natürlich noch gut an diese Zeiten erinnern kann. Als es noch die alten Magnetophone gab (weiß heute noch überhaupt jemand, was das war?) oder die urtümlichen Plattenspieler, die freilich damals hochmodern waren, usw.
Als wir uns überall sattgesehen haben, gehen wir wieder Richtung Ausgang, das dortige Café hat aber leider schon geschlossen. So spazieren wir also langsam zu unserem Quartier zurück, in die Straße Møllestien.


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Hier sind wir aber wieder in der richtigen Stadt Aarhus - auf dem Weg zu unserer Ferienwohnung.


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Unser Heim für die letzten Tage in Dänemark.


Donnerstag, 21. Juli 2011: Aarhus-Fredericia-Struer-Aarhus

Die heutigen Bahnfahrten:
14:01 ab Aarhus IC140
15:04 an Fredericia
15:43 ab Fredericia Zug 3747
17:47 an Struer
18:09 ab Struer Lyn764
20:14 an Aarhus
(409 km )


Wir wollten heute Vormittag eigentlich die Stadt besichtigen und am Nachmittag mit einem Bus nach Ebeltoft fahren (soll angeblich ein malerischer Ort sein), aber es ist naß draußen und regnet immer wieder.
Trotzdem mache ich einen kurzen Morgenspaziergang (mit Schirm).

Bahnhof Aarhus
Nach dem Frühstück beginnen wir also bei Regen unseren Stadtspaziergang, und zwar zunächst einmal zum Bahnhof. Währed meine Reisebegleiter einige Dinge zu erledigen haben, fotografiere ich diverse Privatbahn-Fahrzeuge, also den Arriva LINT41 und einen typischen alten Lynette-Triebwagen Baureihe Ym der Midtjyske Jernbaner. Auch einen DSB-Desiro (Baureihe MQ) kann ich erspähen. Im Reisecenter (wie das hier genau heißt, weiß ich nicht mehr) nehme mir auch einige Fahrplanhefte mit. Ich habe den Eindruck, daß es sich hier um einen Kopfbahnhof handeln muß. Zumindest die meisten Gleise enden kurz hinter den Rolltreppen, also unter dem Bahnhofsgebäude. Dahinter sieht es eher nach Rangierbahnhof aus. Tatsächlich fahren auch alle Züge (ob nach Norden oder Süden) in die gleiche Richtung aus. Später werden wir draufkommen, daß eine Regionalstrecke dennoch in der Gegenrichtung aus dem Bahnhof ausfährt (jene nach Grenaa).


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Arriva-Lint41 Nr. 1006 nach Herning im hier dunklen Bereich des Bahnhofs Aarhus.


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Von einem Fußgängerübergang kann ich eine Ym-Garnitur der Midtjyske Jernbaner fotografieren.


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Nur wenig besser gelingt dann das Bild des Ym35 auf dem Bahnsteig. Der Zug fährt nach Odder.


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Hier kann man Lint41 und Desiro (Reihe MQ) gut vergleichen. Der Desiro kommt aus Grenaa oder Hornslet.


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Der Desiro hat auch schon die neue UIC-Nummer angeschrieben.


Modernes Rathaus
Die meiste Zeit wird es heute regnen, das ist zwar nicht angenehm, aber für einen Stadtrundgang geht es gerade. Es wird nicht immer regnen, aber immer wieder muß man doch den Schirm auspacken. Ein wenig kompliziert ist es mit dem Abdecken der Fototasche.

Auf dem Weg zum Dom kommen wir am „modernen“ Rathaus vorbei – es stammt von 1941, das sieht man ihm aber nicht an. Es sieht aus, als sei es in den 1960ern gebaut worden. Die vermuteten Betonplatten, die schon verwittert aussehen, sind in Wahrheit Marmorplatten, und die sollen auch so aussehen. Na gut. Das trübe Wetter paßt zum trüben Erscheinungsbild dieses Gebäudes. Ein anderes sehr modernes Gebäude sehen wir von Ferne. Wir wissen nicht, was es ist, daheim kann man bei Tante Wiki nachschlagen: das „ARoS“ (Aarhus Kunstmuseum). Aros war der alte Name der Stadt, die Großbuchstaben ARS sollen auf die (moderne) Kunst hinweisen, die es hier zu sehen gibt. 2003 wurde das neue Museum (ein Kubus-Bau von 52x52 Metern) fertiggestellt. Oben ist ein Kreis („Your Rainbow Panorama“) aufgesetzt, der in den Spektralfahren leuchtet und innen begehbar ist. Dadurch fällt das Gebäude schon von weitem auf. Recht schön ist der Fluß, der gegen das Zentrum hin Mittelpunkt von Flaniermeilen und Restaurants zu sein scheint.


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Das Rathaus von 1941 ist gewöhnungsbedürftig.


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Das ARoS Kunstmuseum in Aarhus.


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Flaniermeile mit vielen Lokalen direkt am Fluß.


Der Dom zu Aarhus
So erreichen wir schließlich unser erstes Ziel: den Dom. Die erste Bischofskirche wurde aus Holz um 900 errichtet, die dritte Kirche wurde ab 1190 errichtet, und zwar war das ein romanischer Backsteinbau, der 1330 zusammen mit der Stadt niederbrannte. Erst 1449 wurde mit der Wiedererrichtung begonnen, diesmal im gotischen Stil. Im Jahr 1500 war der Dom fertiggestellt, der 1200 Gläubige faßt. Wenige Jahrzehnte später kam es zu großen Auseinandersetzungen wegen der Reformation, der letzte katholische Bischof wurde 1536 eingekerkert. 1642 wurde der Turm durch Blitzschlag fast ganz zerstört, während der Innenraum unbeschädigt blieb. Erst 1931 wurde eine Restaurierung beendet und mit einem neuen Dach der Turm auf die heutige Höhe von 93 Metern gebracht. Damit ist der Dom die höchste (und auch längste – ebenso 93 Meter) Kirche Dänemarks. Die älteste Glocke im Turm stammt aus dem 13. Jahrhundert!

Das Innere der Kirche ist hauptsächlich in Weiß gehalten, dadurch stechen die hölzernen Epitaphe, die Kanzel und andere Einrichtugsgegenstände deutlicher in Erscheinung. Die gotischen Kreuzrippengewölbe sind jedoch mit Farben verziert. Ich finde die Kirche eigentlich sehr schön. Der Flügelaltar hat mich beeindruckt, er stammt aus dem Jahr 1479. Bemerkenswert ist auch das Modellschiff, das im Kirchenschiff aufgehängt ist, wie in vielen Seefahrernationen. Mit über 3,5 Metern Höhe und 2,6 Metern Länge ist es das größte Schiff in einer dänischen Kirche. Es gibt auch viele freigelegte Fresken, aber auch Heiligenfiguren.


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Der ohnehin im Gegenlicht schwer zu fotografierende Dom sieht bei Regen noch schlechter aus.


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Direkt neben dem Dom ist das Theater, wie aus den Aufschrift unschwer zu erkennen ist.


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Der ganze Dom läßt sich schwer aufs Bild bringen.


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Der lange Innenraum des Domes von Aarhus.


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Es gibt viele Details zu entdecken, hier nur ein Beispiel von vielen.


Nebenbahn nach Grenaa
Nach dem Besuch des Doms gehen wir Richtung Hafen, wobei wir durch einige kleinere Gassen und Plätze spazieren. Beim Hafen entdecken wir die Bahnlinie nach Grenaa, und weil auch eine Haltestelle hier ist (Skolebakken), wissen wir bald, wann ein Zug kommt und können ihn auch fotografieren: es ist ein Desiro der DSB! Der Zug hält hier nur bei Bedarf! Danach gehen wir zurück in die Stadt und kommen zur „Vor Frue Kirke“, die aber leider geschlossen ist, weil gerade ein Begräbnis stattfindet.


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Die Nebenstrecke nach Grenaa ist an dieser Stelle ganz knapp zwischen Straße und Hafengebiet eingezwängt. Desiro MQ 4127 hält auf dem Weg zum Bahnhof Aarhus in der Station Skolebakken.


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Zurück geht es wieder durch kleine Gassen.


Persisches (?) Mittagessen
Wir steuern das SB-Restaurant an, das wir gestern entdeckt haben und das uns preislich sehr günstig vorkommt. Hier gibt es von einem großen Büffet allerlei interessante Dinge zu holen, allerdings wenig mit Fleisch. Man bezahlt 59 DKK (7,90 Euro) und kann nachholen so oft man will, also essen soviel man will. Bezahlt wird beim Verlassen des Lokals. Getränke kann man sich auch neben dem Büffet holen, da wird man jedoch zum Teil bedient. Als ich mir stilles Wasser (Leitungswasser, sogar mit Zitrone) hole, weiß ich noch nicht, daß ich dafür gar nicht bezahlen werde müssen.
Die meisten Speisen erinnern mich an die persische Küche, vor allem der Reis mit Safran und Berberitzen sowie viele Pfannengerichte (aus dem Backrohr). Es gibt Fleischbällchen mit Tomatensoße, Melanzani mit Erdäpfeln (eine Art Auflauf), Kuskus und ähnliche Beilagen aus Getreide. In einer Pfanne entdecke ich kleine Hühnerstücke. Außerdem gibt es auch viele Salate. Als Nachtisch kann man unter Kuchen, Melonen, weichen Datteln (eine Art, die ich noch nicht kannte) und Joghurt mit frischen Früchten wählen. Oder man nimmt nacheinander verschiedenes davon! Es ist jedenfalls sehr gut und wirklich billig. Erst recht für Dänemark.

Da es nach dem Mittagessen noch immer regnet, haben wir absolut keine Lust, nach Ebeltoft zu fahren, noch dazu in einem Bus. Der Besuch von Ribe wäre auch eine Option (wurde uns von einer dänischen Freundin empfohlen). Die Stadt ist nur leider wegen SEV schwer erreichbar: von hier über 3 Stunden entfernt, mit mehrmaligem Umsteigen. Das lassen wir also. Ich möchte lieber Bahnfahren, weil ich ja mit Interrail sowieso gratis herumfahren kann und auf diese Weise etwas mehr von Dänemark sehen kann – zumindest vom Zugsfenster aus, und damit trocken. Meine Freunde ziehen es vor, das Quartier aufzusuchen.


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Der Bahnhof von Aarhus von der Straßenseite.


Rundfahrt durch den Regen
Kaum auf dem Bahnhof angekommen, folgt die erste Überraschung: ich sehe einen AnsaldoBreda-Triebwagen im Einsatz. Sie fahren also doch schon! Der ICE 387 hingegen erstaunt mich, denn er wird nicht mit einem ICE Reihe 605 geführt, sondern mit normalen IC3-Triebwagen - auch wenn im Fahrplan ICE steht.


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IC4 kommt in Aarhus an (vermutlich aus Kopenhagen): MG 5842.


Meine Fahrt beginnt in einem normalen IC3 nach Fredericia, dort könnte es ja interessant sein. Die Strecke ist durchgehend zweigleisig, allerdings sind die Richtungsgleise manchmal etwas weiter auseinander. Unterwegs überlege ich schon, wohin ich noch fahren könnte. Schön langsam merke ich mir den Satz, den der Schaffner sagt, wenn er den Wagen nach einem Halt betritt: „Nye Rejsender?“ – oder so ähnlich.
In Fredericia bleibe ich auf den Bahnsteigen und mache mehrere Bilder, sogut es eben im Regen geht. Immerhin sieht man hier interessante Loks und Züge: erstens DB-Loks der Reihe 185 (durch die nassen Fensterscheiben ist das Bild nicht hier herzeigbar), dänische MZ mit dem DB-Keks (ich weiß noch nicht, daß die Dänen ihren Güterverkehr voll an die DB ausgegliedert haben). Außerdem sehe ich die erste Lok der Reihe EA, seit ich in Dänemark bin. Auch die gelben Verschubloks der Reihe MK haben den DB-Keks aufgeklebt. Leider sind es allesamt Regenfotos.


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Daß die Reihe MZ zu DB Schenker-Rail gehört, habe ich vorher nicht gewußt.


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Das erste und einzige Mal in Dänemark sehe ich die Baureihe EA (hier 3004) in Fredericia.


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Denkbar schlecht ist auch das Bild von der MK 609 im strömenden Regen mit Regenschirm einhändig fotografiert.


Schließlich komme ich durch Fahrplanstudien dahinter, daß die Strecke von Struer nach Aarhus an Arriva abgetreten wurde, jedoch IC-Lyn dennoch auf dieser Strecke bis und ab Struer verkehren. Da ich unsicher bin, ob mein Interreil auch bei Arriva gelten würde, kann ich also nun sicher sein, in einem DSB-Zug auf dieser Strecke fahren zukönnen und finde eine Rundfahrtmöglichkeit heraus: mit einem Regionalzug (Baureihe MR so wie in Køge) geht es nun nach Struer, von dort soll es mit dem Lyntog (Blitz-Zug) zurück bis Aarhus gehen. Der Zug hält natürlich überall, so geht es eher langsam dahin. Es dauert mehr als 2 Stunden, bis wir in Struer ankommen. Unterwegs ist die Landschaft abwechslungsreicher als im Osten von Jütland. Es gibt viel mehr Wälder und auch wellige Gegenden. In Herning fällt mir ein großer Güterbahnhof auf, unterwegs gibt es öfter Begegnungen mit Arriva-Triebwagen, die hier viele Nebenstrecken bedienen.

In Struer ist das Wetter noch schlechter als in Aarhus. Der Wind geht und weht einem den Regen ins Gesicht und es ist schrecklich kalt. Es gibt keine Bahnsteigdächer, an das Aufspannen des Schirms ist bei dem Wind nicht zu denken. Der Bahnhof sieht recht verlassen aus, es gibt kaum Fahrgäste. Der Lyntog steht schon da, aber noch nicht zum Einsteigen. Ich muß also ein wenig warten, bis er zum Bahnsteig vorschiebt: endlich in der Wärme! Leider sieht man bei dem Sauwetter auch schlecht aus dem Fenster, an gute Fotos ist daher nicht zu denken.


http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/IR2011/U11_2724.JPG
Mein Triebwagen nach der Ankunft in Struer: MR 4023. Im Hintergrund ein Arriva-Triebwagen


http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/IR2011/U11_2727.JPG
Der Arriva-LINT41 aus der Nähe: Nr. 2048. Es gibt 1000er und 2000er-Nummernserien bei diesen Fahrzeugen.


http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/IR2011/U11_2726.JPG
Dieser Lyntog wird mich nach Aarhus zurückbringen. MFA 5096.


Der IC-Lyn macht seinem Namen (Blitz) allerdings keine Ehre. Blitzschnell wird er erst ab Fredericia sein, wenn er auf dem Weg nach Kopenhaben nur mehr in Odense und Høje Taasstrup halten wird. Bis Fredericia hingegen bleibt er in jedem Bahnhof stehen und ist daher also ein Regionalzug. Gleich nach der Abfahrt geht es am Ufer der Venø Bugt vorbei. Diese Gegend Dänemarks ist ja geprägt von sehr viel Wasser und vielen Inseln oder Halbinseln. Etwas überrascht bin ich, als in Langå ein Richtungswechsel stattfindet. Ab hier geht es auf der Hauptstrecke von Frederikshavn nach Aarhus Richtung Süden. Warum die Strecke nicht Richtung Süden eingebunden ist, wird historische Gründe haben. Es gibt jedenfalls keinen einzigen Zug, der über Langå weiter Richtung Aalborg fahren würde.

In Aarhus ist mir übrigens am Bahnhof aufgefallen, daß hier häufig die Züge verstärkt bzw. geflügelt oder zusammengefügt werden. Und die Vorgangsweise ist immer dieselbe: die Türen werden zum Ein- und Aussteigen erst freigegeben, wenn die zwei Zugsteile zusammen- oder auseinanergekuppelt worden sind. Erst dann gehen die Türen auf und die Weiterfahrt kann dann ohne weitere Wartezeit erfolgen.
Auf dem Weg vom Bahnhof zum Quartier werde ich ziemlich naß, weil es jetzt am Abend sehr stark regnet. Auch die Fototasche ist trotz Plastikschutz ziemlich naß geworden, das ist ärgerlich. Daheim erfahren wir im Fernsehen, daß es einen Terroranschlag in Oslo gegeben hat, aber wir verstehen keine Details.

Am nächsten Tag wird es noch immer regnen (hier in Aarhus). Aber wir werden Glück haben und die Sonne sehen: das Ziel für morgen heißt Skagen bzw. Grenen.

Fortsetzung folgt.
Zitat:
Das Innere des IC3. Ob die als EC eingesetzten Wagen auch so aussehen?

Meines Wissens sind alle IC3 gleich eingerichtet, d.h. auch die deutschlandtauglichen Gumminasen kommen mit dieser - äußerst komfortablen - Inneneinrichtung daher.


Gruß
Benjamin

Tänk på avståndet mellan vagn och plattform när Du stiger av!

EA und Güterzüge: Vorbei

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 14.02.12 08:51

Hej!

Mange tak!

Der Carlsberg-Zug war meines Wissens die letzte Güterzugleistung der EA, mittlerweile kommen die Railion- DB Schenker-Maschinen nur noch in Bulgarien zum Einsatz, die letzten Leistungen der EA überhaupt sind die Nachtzüge zwischen Kopenhagen und Pattburg/Padborg. DSB Gods wurde vor langer Zeit an die DB verkauft, die DSB sind offenbar gar nicht mehr beteiligt.

[www.tog-i-danmark.de]
[de.wikipedia.org]


Den gamle by kannte ich ja überhaupt noch gar nicht, wird aber vorgemerkt! Ich liebe ja Freilichtmuseen.
Hindbærsnitter würden bei mir nicht lange überleben, das dürfte nicht nur mir so gehen. ;-)

Und "eure Straße" sieht ja aus, wie aus dem Klischeebuch. ;-)

Mange hilsner, Søren



http://www.clicksmilies.com/s1106/travesmilies/flaggen1/smilie_flagge14.gif



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:02:14:09:21:55.

Re: EA und Güterzüge: Vorbei

geschrieben von: tokkyuu

Datum: 14.02.12 09:03

Sören Heise schrieb:
-------------------------------------------------------
die letzten Leistungen der
> EY überhaupt sind die Nachtzüge zwischen
> Kopenhagen und Pattburg/Padborg.

EY? Was ist das für eine Loktype? Wird die 185 so bezeichnet? Oder ist es nur ein Tippfehler?



> Den gamle by kannte ich ja überhaupt noch gar
> nicht, wird aber vorgemerkt!

Ja, das war wirklich ein Höhepunkt der Reise!


> Hindbærsnitter würden bei mir nicht lange überleben, das dürfte nicht nur mir so gehen. ;-)

:-)))


> Und "eure Straße" sieht ja aus, wie aus dem Klischeebuch. ;-)

Ja, den Eindruck hatte ich auch. Auch das Haus selbst war wie im Klischee. Einfach aber nett.

Zu den dänischen Bauarten: haben die Buchstaben eigentlich irgendwelche Bedeutungen? Wie entscheide man sich für gewisse Buchstaben?
Gut, die ersten Buchstaben sind einfach zu klären:
E = elektrisch
M = Diesel
F = Zwischenwagen
S = S-tog (neuerdings)
Aber die nachfolgenden? Zufall?

EA! (und ? Baureihenbezeichnung)

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 14.02.12 09:21

tokkyuu schrieb:
-------------------------------------------------------
> Sören Heise schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> die letzten Leistungen der
> > EY überhaupt sind die Nachtzüge zwischen
> > Kopenhagen und Pattburg/Padborg.
>
> EY? Was ist das für eine Loktype? Wird die 185 so bezeichnet? Oder ist es nur ein Tippfehler?

Danke für Deinen Hinweis. Letzteres ist der Fall. Das sollte, wie in der Betreffzeile, EA heißen. Ich korrigiere es gleich.
Der Bezug war dieses Bild: [share.bahnforum.info]


> Zu den dänischen Bauarten: haben die Buchstaben eigentlich irgendwelche Bedeutungen? Wie
> entscheide man sich für gewisse Buchstaben? Gut, die ersten Buchstaben sind einfach zu
> klären:
> E = elektrisch
> M = Diesel
> F = Zwischenwagen
> S = S-tog (neuerdings)
> Aber die nachfolgenden? Zufall?

Genau weiß ich es nicht, manchmal wirkt es rein zufällig, aber manchmal auch alphabetisch.

[jernbanen.dk] für Loks und Triebwagen.
[jernbanen.dk] für Triebzüge.

EA als erste Ellok, EG als Güterzug-Ellok (Gods).

Bei den Dieselloks gab es MY, MX (in den 30ern schon besetzt), dann MZ, dann ME als dieselelektrische Lok.


Vielleicht weiß jemand anderes das genauer.

Auf [www.sebtus.de] und [www.tog-i-danmark.de] habe ich auf die Schnelle nichts gefunden.

Viele Grüße, Sören
Als es noch die alten Magnetophone gab (weiß heute noch überhaupt jemand, was das war?) ....
Natürlich Gustav!
So was steht noch zu Hause herum - Erbstück von meinem Vater.
Der hat unmittelbar nach dem Krieg Elektrotechnik studiert und erzählt, dass sie von der Uni aus eine Exkursion zum Radio hatten, wo ihnen diese Dinger als allerneueste Errungenschaft vorgeführt wurden.

Sein Gerät war am letzten Schrei, es konnte mit dem Dia Projektor gekoppelt werden, da konnte man Präsentationen machen mit Musik und Erläuterungen und der Projektor wurde automatisch gesteuert.
Das Ding war etwas unhandlich und hatte sicher 50 kg.

Re: EA und Güterzüge: Vorbei

geschrieben von: BDK

Datum: 14.02.12 12:19

Hej!

DB Schenker setze 2011 wegen Lokmangels (Probleme mit Ersatzteilen der Reihe MZ) leihweise EA Maschinen vor dem Carlsberg-Zug ein. Daher auch die blaue Farbgebung.

Gruß

BDK