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Hallo Welt

Danke Jan für den ersten Teil. Ich mache weiter mit dem zweiten.
Das „Abenteuer“ liegt hinter uns und was folgt waren vier ganz gewöhnliche entspannte Urlaubstage in der Region um Koper.
In diesem Teil sind wir sowohl an der Rampe „von und zu Koper“ als auch im benachbarten Kroatien auf der Halbinsel Istrien und der Rijeka Rampe zugegen.

Speziell Gegrüsst an dieser Stelle seien all die netten Menschen von der Fahrt am Wochenende – es war echt toll und ich freue mich auf eine nächste Runde nächstes Jahr ;). Achja und bevor ich’s vergesse, ebenfalls herzlich grüssen will ich natürlich den User Schwandorfer, Danke für den Tipp mit dem Hotel – BOMBIG!

Teil 1 von Jan: [www.drehscheibe-foren.de]




Sonntag 13.11.11, Ljubliana – Pazin

Die Nacht endete sehr früh heute, also eigentlich begann sie gar nie wirklich. Das Bett im Serbischen Schlafwagen war, es wurde von Jan bereits beschrieben, nicht so wirklich toll und ähnlich schlief es sich in meinem Bett ganz oben – welches gerade mal etwa 1.5m lang war ehe die Gepäckablage folgte (zum Glück bin ich keine 2 Meter gross).
Das erste mal ging im Abteil das Licht am Kroatisch - Slowenischen Grenzbahnhof an, der Zoll wollte schon wieder einen Blick über die Personalausweise werfen und trampelte bei uns rein. Das Prozedere war zum Glück deutlich einfacher und schneller fertig als beim letzten Grenzübertritt, zu einem ruhigen Schlaf hat die Aktion aber trotzdem nicht wahnsinnig viel beigetragen.
Richtig aufgestanden bin ich um etwa 7:15 Uhr, und ich war richtig froh aufstehen zu können. Nicht weil ich nicht mehr Müde war oder keine Lust mehr hatte zu liegen (ok, die hatte ich in diesem Schlafwagen eigentlich wirklich nicht) sondern weil ich dringend auf die Toilette musste. Jan störte mich beim Dösen mit der Nachricht das wir etwa in 10min in Ljubljana ankommen werden, also nutzte ich die Chance und bin ich gleich raus.
Die Landschaft die vor den (dreckigen) Fenstern vorbei zog war grau, dichter Nebel lag im Savatal und versperrte uns den Blick auf die Landschaft. Es sah saumässig kalt aus und etwas davon bekamen wir im Wagen ja auch ab ;). Ich räumte mein Zeug zusammen und dann standen Jan und ich bis zur Ankunft in Ljubel (mit "nur" 15min Verspätung) im Gang vor dem Abteil. Derweil räumten einige aus unserer Gruppe die Abteile und zogen samt Gepäck in einen der Sitzwagen um, recht hatten die!
Bevor wir den Zug verliessen holten wir beim Schlafwagenbetreuer (das Wort wirkt in dem Zusammenhang irgendwie etwas deplatziert) noch unsere Fahrkarten zurück, die brauchten wir beide noch. Der Schritt aus dem Wagen auf den Bahnsteig des Bahnhofs der Slowenischen Hauptstadt führte weit nach unten, aber das Gefühl als wir draussen waren war irgendwie befreiend. Dieses Gefühl wich sehr schnell der Kälte die mit dem Wind durch die Klamotten zog. Brrr. Wir eilten schnell durch die Unterführung zum Bahnhofsgebäude und mir gingen die letzten Worte die ich im Schlafwagen noch gehört hatte durch den Kopf: "So ein mieser Schlafwagen hatten wir noch nie" - gesagt von niemand anderem als DEM Schlafwagen Profi.
Im Bahnhof schauten wir erst ob Wipf's Zug aus Zürich pünktlich ist und dann kümmerten wir um einen ersten Kaffee, um den Kopf etwas durchzulüften.
Bis zur Ankunft vom Zug aus Zürich hatten wir die Tassen geleert und pünktlich standen wir raus in die Kälte, wenig später rollte der EN Zürisee mit seinen stolzen 4 Wagen in den Bahnhof hinein. Daniel entstieg der Büchse und kam wenig später mit Gepäck und einem müden Gesicht die Unterführung hinauf geschlichen.
Hallo, Tschau, wie läufts usw. Als das vorbei war suchten wir unser Auto, gemietet bei Sixt und "gleich im Bahnhof". Das es nicht im SZ Bahnhof war merkten wir erst als uns der Infomensch zum *trommelwirbel* Busbahnhof schickte. Zum Glück war der aber gleich vor der Türe.
Die Anmietung klappte bestens und wenig später standen wir vor unserer Macchina. Die Kategorie die wir gebucht hatten, hatte als Beispielwagen einen Opel Astra im System ... und Jan war froh, dass dem nicht so war. Er scheint gegen Opel (und deren Ableger) eine gewisse Antipathie zu hegen, mir soll’s egal sei, der Hyundai ist super.
Daniel steuerte uns gekonnt aus der Slowenischen Hauptstadt hinaus auf die Autobahn in Richtung Meer. Der Nebel lichtete sich als wir etwas Höhe gewannen von alleine und die Sonne schien uns vom strahlend blauen Himmel entgegen, so dürfte es denn bleiben die nächsten vier Tage, bitteschön. An einer Raststätte kauften wir uns belegte Brote und etwas zu Trinken für das Mittagessen und gegen 10 Uhr erreichten wir die von uns angepeilte Autobahnausfahrt – mehr zu sagen gibt es zur Fahrt nicht, Slowenischen ist ja klein.. Einzig: Immer wieder lustig in diesem Slowenien, die Kassenhäuschen auf der Autobahn und deren Ab- und Auffahrten. Die sind zwar kaum 5 Jahre alt aber bereits nicht mehr in Betrieb. Warum? Nicht weil die Autobahn etwa kostenlos geworden ist, schön wär’s (für die Autofahrer), nein. Slowenien hat von der Entfernungsabhängegen Maut auf Vignettenssystem umgestellt. Das macht die ganze (neue) Infrastruktur zum Maut kassieren ziemlich überflüssig.
Wir fuhren als erste Fotostelle des Urlaubs gleich eine für uns neue Stelle bei Zanigrad an. Wir hatten ein Foto davon in der (tollen) Drehscheibe-Galerie gesehen und waren gewillt die Stelle (ohne schlechtes Gewissen) zu klauen. Auf dem Weg nach Zanigrad sahen wir schon etwas Zugverkehr was uns etwas beruhigte, schliesslich war Sonntag – und Sonntage sind ja in der Regel nicht bekannt als Tage wo der „Bär steppt“.
Und dann kam die Strasse nach Zanigrad. Der Schwandorfer hatte in seinem Bericht vom Frühling beschrieben, dass die Strasse in einem grausligen Zustand sei - so hatten wir etwas Angst. Aber irgendwie war der Weg wie immer und unser Kombi schnurrte da hoch wie ein Kätzchen .. ;). Das Licht war perfekt auf der Strecke, nur fanden wir den Fotopunkt irgendwie nicht wirklich, ich hatte das alles anders in Erinnerung. Was schlussendlich aber ziemlich Wurscht, weil der Punkt an dem wir standen war mindestens genau so nett. Also warteten wir da, Brötchen Mampfend, in der Sonne auf Zugverkehr - herrlich.
Was dann als erstes kam war nicht ganz so herrlich, ein Desiro von unten. Erst sah Jan kein Graffiti auf unserer Seite, und dann sah Jan doch noch welches. Was stimmte am Schluss? Er war eingesaut und zwar vom Drehgestell bis zur Dachkante. Dazu ein roter ausgeblichener Grundlack, urgks. Aber immerhin hatten wir mal ein Bild von der Stelle in der Büchse drin.

http://bahnpics.com/nil/11.11%20Slowenien/11.11.13%20Koper/DSC_6491kgr.jpg

Der einzige Zug am Vormittag von Koper in Richtung Ljubljana besteht aus einem zwei/ oder dreiteiligen Desiro Triebwagen. Diese wunderschöne 3-Teilige Einheit befindet sich gerade "in" Zanigrad, dem wohl bekanntesten Ort für Eisenbahnfreunde an der Koperrampe.

Und dann kam eine ganze Stunde lang nichts mehr, und die Sonne hatte eine Stunde Zeit sich zu drehen. Wir erwarteten den IC von Maribo, den wollten wir Fotografieren vor dem verlassen der Stelle. Aber statt des IC’s kam ein Güterzug von oben mit 2x Taurus vorne dran. Das Licht ging gerade noch und trotzdem waren wir uns nach dem Bild sicher an einem Morgen in diesem Urlaub noch mal da hin fahren zu müssen. Beim runterlaufen zum Auto kam dann übrigens auch gleich noch der IC mit einem Franzosen durch, Glück muss man haben.
Wir waren kaum beim Auto da kam schon der nächste Zug runter, wobei das nur ein 4-Fach Lokzug war.

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[maps.google.com]
An der Ruine des "Hotels Zanigrad" rollt dieser Lokzug hinunter nach Koper. Die Loks dürften zuvor jeweils einzeln Züge die Rampe hoch geschoben haben, das es gleich 4 Stück sind zeigt doch eindrücklich, dass auch am Sonntag etwas los ist an der Strecke.

Mit Zanigrad waren wir dann erstmal fertig, das Licht war in der Achse und wir hatten bereits ein nächstes Motiv im Kopf. Auch dieses Motiv hatten wir alle noch nie besucht - dafür der Schwandorfer - und dem klauten wir die Stelle. An diese Stelle liefen dann sogar wir, der Weg dahin war nicht befahrbar und wir stellten unser Auto ein paar 100 Meter vor der Stelle an den Rand. An der Stelle konnten wir uns prima auf den Boden setzen und dabei bin ich eingeknickt ... zum Glück aber rechtzeitig wieder wach geworden. Fotografiert haben wir bevor wir wieder gefahren sind einen Franzosen und ein Taurus jeweils von oben. Die beiden kamen recht dicht hintereinander und wir waren sogar früher fertig als „geplant“.

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[maps.google.com]
In Dol kurz vor der 180° Kehre führt ein kleiner Feldweg über die Bahn. Von der Brücke aus bietet sich dieser Blick aus dem Talkessel hinaus. Als erstes kam die "Brigitte" 11 mit einem Zug nach Koper die Rampe hinunter gerollt.

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[maps.google.com]
Kunst (?!) mit einem Bergfahrenden Güterzug.

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[maps.google.com]
Allgegenwärtig an der Kopperrampe sind sie geworden, die Taurüssel der SZ und teilweise auch der ÖBB.

Wohin gleich? Hm, so recht wussten wir es nicht und wir entschieden uns einfach mal für Hrastovlje. Der Blick von der Felskante ins Tal sollte es sein, der Lichtstand und die Fernsicht boten sich da für an. An der Umfahrung von Hrastovlje bat in Daniel etwas langsamer zu fahren, ich wollte mir die Stelle genau anschauen ... und just in dem Moment rollte ein Zug von unten durch den Auslöseabschnitt. Den hatten wir davor irgendwie gar nicht gesehen, egal, Foto war im Kasten.

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[maps.google.com]
Die Kirche von Hrastovlje zieht auch noch den ein oder anderen normalen Touristen in das Enge Tal, sogar Mitte November. Unser Interesse galt natürlich auch der Kirche und nur sehr sekundär dem Zug der sich gerade Berg aufwärts unterwegs ist :-).

Um zum Funkmast an der Felskante zu kommen (zum Glück wussten wir wo die Stelle ist) rumpelten wir die Schotterpiste hoch, was problemlos ging. Kaum 5min später waren wir da (Hallo Schwandorfer ;)). Wir waren kaum aus dem Auto draussen da rauschte es bedächtig im Wald. Wir schauten das wir so fix wie möglich zur Stelle kamen. Das einzige was wir dann aber noch gesehen haben war ein Zug aufwärts weit hinten im Wald. Also hiess es warten, was angesichts der Stelle leicht fiel und äusserst gemütlich war. Wir erwarteten einen Zug nach Koper, der aber innerhalb von etwa 1h nicht kam. Ausser einem Lokzug (der halt dann ging) kam gar nichts mehr.

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[maps.google.com]
Wir stehen ganz oben auf der Felskante, direkt vor uns geht es tief in das Tal runter und mit dem Tele blicken wir auf die Bahnstrecke welche nach einer 180° Kehre bei Črnotiče‎ das Tal erreicht. Zu sehen sind zwei SZ 541 die vom Schubdienst zurück kehren und nach Koper rollen. An alle die die Stelle nicht kennen: Man steht direkt beim Funkmast ;)

Um 15:noch-was verlässt der IC nach Maribor die Hafenstadt Koper und rollt die Rampe hinauf. Für diese sichere Leistung wollten wir rüber zur Felsnase auf der anderen Seite des Areals. Da angekommen hielten wir unsere Nasen in den Wind und setzten uns in die Sonne. Doch wir waren nicht alleine, ganz und gar nicht. Kletterer waren dabei die Wände der Felsnase zu erklimmen. Aber nicht nur einer oder zwei, es war sicher ein gutes Dutzend Leute am Klettern und sichern usw. Der „beste“ war ein Italiener der ziemlich direkt unter uns war und nicht weiter kam, die Fluchwörter die über 30min in Richtung der Wand gingen will ich jetzt hier nicht wiedergeben, auf jeden Fall hat er sich am Schluss ins Sicherungsseil fallen lassen und ist runter geleitet.
Wir warteten mal ab an der Stelle, amüsiert und unterhalten von den Kletterern. Erst kam der IC und kurz darauf zog unten in Dol ein Güterzug über den Damm. Das Licht war herrlich und wir freuten uns auf, ach, eigentlich egal was! Der Zug zog oben in Zanigrad vorbei (was man gerade so sah) und wenig später war er … nein, anstatt das er bei uns kam geschah nichts mehr. 10min, 15min, 20min ... 30min. Es wurde schon an meiner Qualität als „Sichter“ gezweifelt als irgendwann der Zug wieder durch Zanigrad zurück ins Tal rollte. Oha, was war das jetzt genau? Der Zug stellte sich in Dol in den Bahnhof und bewegte sich nicht mehr, ausser den Kletterern in der Wand. Die Aktion war etwas unnötig, weil das Licht wurde schwächer und schwächer.

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[maps.google.com]
Wir haben die Seite gewechselt und dieser Standpunkt befindet sich direkt vor der Kehre von Črnotiče‎. Der Blick fällt auf Züge die als dem Tal hinaus kommen. Dieser Zug ist der IC nach Maribor welcher Koper gegen 15 Uhr verlässt.

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[maps.google.com]
Nochmal der IC. Als wir die Stelle erreichten hörten wir Leute plappern, sahen aber niemanden. Die Antwort sahen wir dann beim blick über die Felskante - Kletterer (sagt man dem so?). Die schroffen Felswände scheinen sich gut zu eignen und nicht weniger als ein Dutzend Kletterer war dabei die Felsen zu erklimmen oder dabei zu helfen.

Dann rumpelte es oben hinter dem Wald und ein Franzose stellte sich in die Kreuzung, an den Lüftern nicht zu überhören. Unten kam „bald“ ein Taurus mit ein paar Wagen angepfiffen und zum Glück für uns rollte er durch Dol durch. Bis er aber bei uns war, war die Sonne schon extrem matschig und wir verliessen nach dem Foto die Stelle – wir hatten fertig.

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[maps.google.com]
Das nächste Foto von der Stelle ist bereits bei üblem Büchsenlicht entstanden. Das lag daran, dass sich die SZ mit uns ein Spässchen erlaubte. Es wäre zwar kurz nach dem IC ein Zug gekommen, der fuhr aber nach 30min wieder "zurück" nach Dol anstatt bei uns durch zu fahren.

Als Ziel hatten wir ein Hotel auf Istrien im Blick welches wir unbedingt aufsuchen wollten, danke an Tobias und Martin für den Tipp. Aber bevor wir uns ums Bett kümmern wollten, oder konnten, galt es noch für den morgigen Montag etwas Vorarbeit zu leisten. Jan hatte im HZ System letzte Woche gesehen das der Güterzug auf Istrien 4 von 5mal genau um 8:00 Uhr ab Lupoglav nach Süden fuhr. So fuhren wir nach Lupoglav um zu sehen ob der Zug da steht und wenn ja, wie herum die Lok steht (der Punkt ist, auch wenn man es nicht zu laut ansprechen darf, nicht unerheblich ;)). Lupoglav erreichten wir in der absoluten Dunkelheit nach dem Überqueren der Grenze, dabei waren vor allem die Kroatischen Zöllner erstaunlich interessiert an uns, das kenne ich sonst gar nicht von den Kroaten..
In Lupoglav selber standen ziemlich viele E-Wagen rum und bei genauerer Betrachtung in der Dunkelheit sah man auch eine Lok und einen Begleitwagen. Wir latschten kurz zur Lok um die Nummer zu gucke, machten aber schleunigst wieder kehrt - zurück ins Auto! Es war kalt draussen! Die Info vom Besuch: Die Lok hing richtig rum am Zug! Und unsere Hoffnung, dass der Zug morgen um 8 Uhr in einer vernünftigen Länge den Weg nach Pula unter die Räder nimmt waren relativ hoch. Bevor das geschieht würde aber noch eine lange Nacht vor uns liegen, die ich vor allem schlafend hinter mich bringen wollte. Ich war nämlich fast am Ende und wollte vor allem noch eins, ins Bett.
Den Plan zum empfohlenen Hotel zu fahren, was gute 45min gekostet hätte pro Weg, liessen wir wegen der Müdigkeit sausen, so suchten wir uns in der Gegend etwas, genauer in Parzin. Gleich am Ortseingang war ein Hotel sehen welches wir uns genauer anschauten. Nach dem besichtigen der Zimmer war klar, das Hotel ist nicht schlecht, für einen Tag auf jeden Fall mehr als ausreichend, ausserdem war ein Restaurant daneben welches nicht schlecht ausschaute. Wir wurden also Gäste im Hotel und Restaurant. Aber erst nachdem wir uns in der Stadt noch Geld besorgt hatten, wir waren nämlich ziemlich Mittellos in diesem Kroatien ;).
Nach de Duschen (was für eine Wohltat) und dem Geld besorgen folgte das Essen im Restaurant. Ganz atypisch gab es diesmal Pizza, was vor allem daran lag das ich nach 3x Fleisch mit Beilage jetzt mal etwas anderes mochte, und da bot sich die Pizza an. Dazu gab es roten Hausweis und eine feine Suppe zur Vorspeise. Es liess sich Leben und nach dem Essen fielen wir wie Steine ins Bett, es war noch nicht mal 21 Uhr. Aber nach den zwei Nächten in den Schlafwagen hatte ich den Schlaf jetzt bitter nötig, ehrlich!




Montag 14.11.11, Pazin – Buje

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen Kroatiens. Wir wollten bekanntes und unbekanntes sehen, wobei das nicht für Jan gilt. Der Tag versprach abwechslungsreich zu werden vom Verkehr her und über das Wetter reden wir gar nicht mehr, das war sowieso einfach nur einsame Klasse (was für eine Freude).
Unser Ziel war um kurz nach 8 Uhr für den Güterzug nach Pula irgendwo hinter Lupoglav zu stehen. Wir waren in Parzin was etwa 20min Anfahrt bedeutete. So sind wir um 7 Uhr raus zum Frühstück – früher gab’s das nicht. Das Frühstück war nett, es gab leckeren Kaffe, Brote mit Zubehör und Spiegeleier mit Schinken. Die Nacht, darf man auch mal erwähnen, war herrlich und obwohl wir ja schon um 21 Uhr ins Bett sind war ich beim aufstehen um kurz vor 7 Uhr nicht wirklich ausgeschlafen (bin ich wohl nie)
Während Daniel und Jan sich im Zimmer noch reisefertig machten ging ich um halb 8 Uhr schon mal raus und befreite das Auto in mühsamer Handarbeit von der Eisschicht auf den Scheiben. Draussen war es kalt und die Eisschicht war gemein dick ... aber ich wollte es ja so *toll*. Die anderen beiden kamen bald, wir packten das Auto und fuhren in Richtung der Schnellstrasse. Zeitlich waren wir etwas knapp dran. komisch, wir hatten uns eigentlich an den Plan gehalten. In Lupoglav verliessen wir die Schnellstrasse - es war 8 Uhr.
Um nach Lupoglav zu fahren um zu schauen ob der Güterzug noch da steht hatten wir keine Zeit mehr, wir mussten an die erste Stelle. Jan lotste uns perfekt da hin, prima.
An der ersten Stelle kam die Sonne gerade so hin und ich gratulierte Jan zur Vorbereitung (hm, oder war es doch Zufall? ;)). Wir waren kaum 2min an der Stelle da orgelte ein General in der Ferne und der Zug kündigte sich an. Wir stellten uns im Schatten und hofften einfach mal darauf, dass der Zug so lange war wie gestern Abend vermutet.
Und er war es, nach der Lok und dem obligaten Begleitwagen folgte ein Gaskesselwagen und dann eine nicht näher definierte Anzahl von E-Wagen. Nach Jans Angaben kommt es höchst selten vor, dass der Zug auf Istrien derart lange ist - fein!

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[maps.google.com]
Der Morgen beginnt in Erkovčiči unweit von Lupoglav. Der Güterzug startete in Lupoglav um genau 8 Uhr und ratterte in einer beachtlichen Länge nur wenige Minuten später bei uns vorbei - sein Ziel wird er in Pula erreicht haben.

Mit etwas Eile im Nacken fuhren wir dann schleunigst zurück in Richtung Schnellstrasse. Und was stand bei der ersten Ansammlung von Bauernhöfen auf der Strasse vor uns? Klar, der Schulbus ... das Gesetz der Strasse halt. Der Busfahrer war aber weniger langsam als befürchtet unterwegs und rollte flott über die einspurige Strasse bis zur Hauptstrasse. Auf der Schnellstrasse waren wir dann deutlich schneller als der Zug und nach knapp 15km hatten wir ihn wieder überholt. Es folgte dann ein ungeplantes Foto von einem Parkplatz aus ,kurz vor Parzin. Der Zug war fast da und es bot sich halt an, ganz nach dem Prinzip: Hier oder gar nicht.

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[maps.google.com]
Unser zweiter Halt war eine Parkbucht an der Schnellstrasse. Zu sehen hinter dem Zug ist der kleine Ort Cerovlje.

Parzin liessen wir rechts liegen und erst dahinter verliessen wir die Schnellstrasse wieder auf dem Weg an den Bahnübergang von Sveti Petar u Sumi – einem malerischen kleinen Ort im Hinterland. Die Schranken waren bei unserer Ankunft noch nicht geschlossen, aber trotzdem waren wir uns sicher den Zug nicht verpasst zu haben ... es grummelte nämlich. Die Schranken gingen irgendwann runter und der General rollte gemächlich vorbei.
Im weiteren verlauf kriegten wir, schön nach Anleitung von Jan, noch zwei weitere Bilder von dem Zug hin und, als kleines suplement sogar noch ein Bild von einem völlig verkeimten Y1, mmmh!

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Der Güterzug mit der Lok 2062 049 hat gerade den kleinen Bahnhof von Sveti Petar u Sumi durchquert und rollt immer weiter Pula entgegen. Ob der Bahnhof wirklich so heisst? Google meint das ...

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[maps.google.com]
Cabrunici - ein weiteres Bild ...

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[maps.google.com]
Da unser Güterzug in Vodnjan mit diesem wunderschönen Gefährt kreuzen musste holten wir ihn ein letztes mal auf. Erst kam aber der Künstlerzug von Pula ...

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[maps.google.com]
Der Triebwagen war durch und der Zug zog ein letztes mal an uns vorbei - Pula ist nicht mehr fern und wir liessen ihn ziehen. Tschüss 2062 049, danke für den kurzweiligen Morgen.

Das letzte Bild vom Güterzug entstand in Vodnjan und danach waren wir soweit fertig mit ihm. Der nächste Ort war schon Pula und der Zug war bis dahin nicht mehr erreichbar. Also schlossen wir diesen Programmpunkt ab und wendeten uns dem nächsten zu. Wir wollten, wie eingangs kurz erwähnt, in Kroatien bleiben und uns am Nachmittag um die Gleichstromstrecke von Rijeka nach Moravice kümmern. Es war mehr ein "Lückenfüller", da wir an der Koperrampe noch genug Zeit haben würden ... und Bilder von den E-Lok Veteranen der HZ mag man natürlich auch immer gerne wieder machen. Stellen hatten wir ebenfalls schon im Kopf und alle Zeichen standen so, als ob es ein sehr gemütlicher Nachmittag werden würde.
Der Weg nach Rijeka führte uns durch den Tunnel und dann auf die Autobahn in Richtung Rampe hinter Rijeka durch. Wenn den die Autobahnauffahrt den nicht gesperrt gewesen wäre, wären wir auch schnell gewesen. Die Umleitung kostete uns gute 15min und dieser Zeitverlust brachte uns etwas in Bedrängnis. Der Mittägliche Zug nach Ogulin, den wir eigentlich über Rijeka (bei Draga) machen wollten, drückte arg auf dem Zeiteisen. Natürlich, wir gingen davon aus, dass er wie immer nicht ganz Pünktlich weg kommt in Rijeka, aber darauf verlassen wollten wir uns auch nicht. Wir erreichten den Fotoabschnitt zu einer Zeit wo wir der Meinung waren, dass der Zug eigentlich gleich kommen müsste. So liessen wir es sein den angepeilten Fotopunkt genau zu suchen und blieben einfach am erstbesten Punkt stehen. Und wir taten es genau richtig, denn kaum am Platz rollte von unten die 1061 011 mit einem zwei Wagen Zug vorbei. 2 Wagen? Das waren doch sonst immer drei, fiel uns da aber irgendwie nicht weiter auf.

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[maps.google.com]
Sprung an die Strecke von Rijeka: Hinter Draga roll der Nahverkehrszug nach (eigentlich Ogulin) die Steigung hoch. Alles schien uns normal, nur die Pünktlichkeit des Zuges war etwas überraschend.

Als nächstes wollten wir uns bei Plase in die Berge verkrümeln und da um die Mittagszeit jeweils einen Personenzug von oben und von unten schiessen. Bis dahin war aber noch gut etwas Zeit. So besorgten wir uns in einem Krämerladen erstmal ein Mittagessen und Daniel kaufte sich auf einem daneben liegenden Markt noch ein paar Boxershort – tjaa, er weiss die Zeit effizient zu nutzen ;).
Als wir in Plase, am Anfang des Wegs den man zur Stelle rein laufen muss, parkten dachte ich ganz kurz daran Jacke und Mütze mit einzupacken für alle Fälle, ich entschied mich aber dagegen. Im Vergleich zu Istrien war es an der Rampe nicht nur relativ kalt (im Schatten) sondern auch ein bisschen Windig. Ich liess das Zeug aber im Auto mit dem Gedanken "da oben wird’s schon nicht winden". Haha .... denkste! Nach den 20min Fussweg bis zur Stelle und 5min warten an selbiger war ich vom Gegenteil überzeugt. Der Wind pfiff mir um die Nase und ich war froh immerhin den dicken Faserpelz zu tragen, den trotzt voller Sonneneinstrahlung wollte es nicht angenehmer werden. Aber der erste Zug, ein Regio nach Rijeka sollte schon in 8min kommen, also bald. Nach 20min fragten wir mal bei Jan wo der Zug bleibt, er wiederum frage beim HZ System nach und am Schluss kam die Info, „mit Plus 23 ab Fuzine. Also in 8min bei uns“ Aha ;). Etwas merkwürdig erschien Jan, und das teilte er auch mit, dass bei dem Regio im System die Wagenanzahl nicht stand, die sonst immer zu sehen sei, wir dachten uns aber nichts dabei.
Die 8min waren lange 8min, denn nach gefühlten 30min war der Zug noch immer nicht da, was war da den nur los? Wir schauten auf die Uhr und Jan wieder ins System, und da stand nun plötzlich, dass der Zug in Skrljevo mit plus 30 durch sei, mit zwei Wagen. Häää? Das kann doch, wird doch, sollte nicht sein.
Nun, die Anzeichen waren Zahlreich und wir hätten es auch merken können wenn wir auf dem Bahnübergang vor dem Bahnhof Plase einfach den Kopf nach rechts gedreht hätten. Was war denn: Die Strecke war dicht und die Züge fuhren nur bis Plase und Skrad. Dazwischen war allem Anschein nach ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Woran hätten wir es merken können? 1) Der Zug nach Ogulin welchen wir Fotografiert haben hatte nur 2 normale Wagen und nicht 3 IC Wagen wie normal. 2) Hatte der Gegenregio keine Wagen im System. 3) hätten wir in Plase den Zug sehen können ... und 4) ach was weiss ich! Auf jeden Fall warteten wir im besten Licht im kalten Wind auf Verkehr der nicht kam - krmp!
Aber anstatt den Kopf in den Sand zu stecken und zurück zum Auto zu gehen blieben wir in der Kälte Sitzen und warteten auf Züge. Wie blöd muss man eigentlich sein? Aber Jan hatte da eine gewisse Vorahnung und hoffte einfach mal darauf, dass die nächsten Züge fahren. Und wir hofften mit ihm. Die Gewissheit sollten wir aber erst in 45min kriegen sobald der nächste Personenzug Rijeka verlässt - ab da war im System zu erkennen wie weit er fährt. Die Zeit nutzten wir um einen Berg hinter der Kehre zu besteigen um einen phantastischen Ausblick über die Landschaft zu bekommen.
13:45, der Zug fuhr los und bibbernd schauten wir im System nach, als dann Rijeka - Zagreb da stand waren wir erleichtert. Es hätte uns ziemlich genervt wenn wir den ganzen Aufwand für gar nichts betrieben hätten. So warteten wir frierend aber frohen Mutes auf den Zug nach Zagreb. Bevor der kam beehrte uns aber noch ein Güterzug in dieselbe Richtung, nahmen wir dankend mit und sahen wir als definitive Bestätigung, dass der Verkehr nach der Baupause wieder rollt.
Der Regionalzug hatte 3 Neulackierte Wagen im Verbund.

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[maps.google.com]
Plase, wir sind etwas geklettert und wurden erstmal mit einer Streckensperrung belohnt. Immerhin kam dann ein Güterzug Bergwärts, nachdem ein Regionalzug nach Rijeka noch ausgefallen war.

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Ein Regionalzug von Rijeka bis nach Zagreb aufgenommen bei Plase. Immerhin ist die lange Reise (so sie denn überhaupt jemand im Zug zurück legt) ziemlich bequem in dem Wagenmaterial

Während Jan weiter an der Stelle im Berg blieb setzten sich Daniel und ich in Bewegung, runter vom Berg. Wir spekulierten darauf, dass der nächste Güterzug von oben runter kommt (der nächste sichere Personenzug tat dies nämlich auch) und so suchten uns eine Stelle für Züge in Richtung Rijeka. Den Fotopunkt den wir fanden war wirklich lässig, er liegt so das man die Bahn auf zwei hintereinander liegenden Ebenen sieht, der einzige Schönheitsfehler sind die Fahrleitungsmasten welche so dicht beieinander stehen das keine ganze Lok dazwischen passt, aber auf die Details kann man nicht immer Rücksicht nehmen.
Anstatt eines Güterzugs runter kam leider noch mal einer hoch und der Punkt ging in diesem Moment definitiv an Jan, welcher nach der Durchfahrt des Zuges auch in unsere Richtung unterwegs war und ein paar Minuten später zu uns stiess.
Die nächsten zwei Personenzüge standen dann um 15:45 und um ziemlich genau 16 Uhr an, einmal runter und dann hoch. Wir waren guter Dinge dass sich das vom Licht her noch ausgeht (wie der Österreicher sagen würde).
Leider brachte aber Jan die Nachricht mit vom Berg, dass der Zug nach Rijeka schon mal 25min Verspätung auf dem Plan hat. Das war insofern ärgerlich als dass das Licht sowieso schon Knapp war und es so wohl kaum mehr reichen dürfte. So mussten wir auf einen Güterzug hoffen der noch im Licht kommt. Unsere Hoffnungen flammten um 4tel vor 4 Uhr auf als ein Hornen das Wälderrauschen durchbrach und einen Zug von oben ankündigte. Es war allerletzte Eisenbahn mit der Sonne und wir machten uns Schussbereit. Als dann die Lok aus dem Wald kam sagten drei Nasen JA und als dahinter kein Wagen zu sehen war drei Nasen NEIN. Ein Lokzug, für die Stelle denkbar schlecht.
Wir machten das Bild trotzdem und liefen dann gezwungenermassen eine Ebene weiter hinauf um überhaupt noch die Chance auf ein Sonnenbild zu kriegen, vielleicht, hoffentlich. Als wir noch nicht mal ganz an der Stelle waren rumpelte es gewaltig im Wald vor uns und wir erwarteten einen Zug von oben, oder war es doch nur das Wälderrauschen? Oder die Bora die an den Mauern entlang fegte? Es war dann tatsächlich ein Zug der im allerletzten Büchsenlicht über den Damm rollte.

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[maps.google.com]
Als wir schon wieder unten an der Strecke waren und eigentlich auf einen Zug Talwärts warteten rollte nochmal einer die Rampe hoch ...

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[maps.google.com]
Die Rampe hinunter kam an dieser Stelle nur noch ein Lokzug, schade!

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[maps.google.com]
Anstatt ein erwarteter Regionalzug kam im letzten Licht dieser Güterzug nach Rijeka gefahren - er hätte auch früher dürfen kommen!

Und dann war fertig, Es folgten zwar innert der nächsten 10min zwei Personenzüge, die wir aber nicht mal mit Kunstbildern schlau umzusetzen vermochten, es war einfach zu dunkel.
Also liefen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge die 20min zurück zum Auto und durften dabei einen wunderschönen Sonnenuntergang über Rijeka geniessen. Der Tag hätte besser, aber auch schlechter, enden können, so waren wir beim Fazit doch recht zufrieden.

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Sonnenuntergang über Rijeka

Was war ich froh als ich im Auto drin endlich wieder mal richtig warm bekam, denn je tiefer die Sonne sank desto kälter wurde es und ich vermisste vor allem die Mütze immer mehr ...
Mit dem Auto fuhren wir dann runter zur Küstenstrasse, zur Autobahn, um Rijeka herum, durch den Tunnel und schon waren wir wieder auf Istrien. Die Distanzen sind echt mal klein und fein. Für heute nahmen wir uns vor das Hotel in Buje zu suchen, welches uns empfohlen wurde und welches wir gestern ja eigentlich schon suchen wollten. Heute hatten wir aber Zeit und auch für das morgige Ziel, der Koperrampe, lag es ideal.
Wir wussten nur, dass das Hotel ausserhalb von Buja lag, wir konnten uns aber weder an den Namen noch an den genauen Ort erinnern (Vorbereitung lässt grüssen) - das konnte ja heiter werden. Buje erreichten wir natürlich schon in der totalen Dunkelheit (es war eigentlich schon seit Rijeka dunkel) und wir sahen ein paar Schilder zu Hotels. Auf einem Schild war ein Hotel mit Bus Parking ausgeschildert und ich erkannte nur so etwas wie La Parazadingsbums als Name - Jan war sich fast sicher, das muss es sein! Wir folgten also den Schildern und landeten auf einer üblen kleinen Nebenstrasse auf der viel fahren kann, aber sicher kein Reisebus. Ich war mir eigentlich sicher irgendetwas falsch gemacht zu haben. Aber irgendwann standen wir am „Hallo Schild“ vom Hotel "La Paranzena" und auf dem Parkplatz davon. Wir brauchten dann zwar 30 Sekunden um zu sehen wo das Hotel wirklich ist (viel los war nicht) und stapften dann rein. Es hatte geöffnet, das beruhigte mich schon mal ungemein.
Wir wurden gleich empfangen und man hatte auch zwei freie Zimmer für uns, sowieso schienen wir die einzigen Gäste zu sein zurzeit. Das Hotel passte aber schon mit der Empfehlung überrein, der Baustil passte und auch an die Lage konnte sich Jan erinnern.
Eine genaue Beschreibung erspare ich mir aber und verweise gerne auf den Bericht vom Schwandorfer - nur soviel, ich unterschreibe sein Fazit komplett. Das Hotel ist eine Perle. schön gemacht, und Preiswert. Ein Insidertip den man sich gerne geben lässt, einfach nur zu Empfehlen.
Wir bezogen unsere beiden Zimmer, gingen Duschen, und dann runter zum Essen. Wir waren gespannt ob wir auch bei diesem Punkt die Beschreibung von Schwandorfer übernehmen können, es deutete einiges darauf hin.
Und um es wieder kurz zu machen, in einem Wort beschrieben: Perfekt. Aufmerksames Personal welches nicht einfach die Karte bringt sondern Menüs empfiehlt (es schien Trüffelsaison zu sein). Wir nahmen am Schluss alle eine Käse / Fleischplatte zur Vorspeise und ein Beefsteak mit Gemüse zur Hauptspeise. Das Beefsteak war Medium und zerging auf der Zunge wie Eis in der Sahara, ein Träumchen. Dazu gab es erst Bier und anschliessend Wein.
Und dann kamen wir zum Dessert und ich blieb „stark“, was wurde uns angeboten: Schokoladenmusse mit Himbeercreme natürlich, ich lehnte ab. Ich bestellte stattdessen ein Apfelkuchen mit Feigencreme - was mir deutlich besser schmeckte. Schokolade mit Fruchtzeugs mag ich nämlich einfach nicht ;).
Nach dem Essen bestellten wir Wein und Rechnung und setzten uns dann mit 3 Gläsern und 1L Hauswein vor den Kamin, tratschten ein bisschen über Gott und die Welt, informierten uns mit dem Laptops über das Geschehen in der Welt, und schreiben diese Zeilen nieder.
Achja, und was kostete das perfekte Essen? Das schreib ich jetzt nicht *ätsch*, sagen wir es mal so: In der Schweiz wäre es deutlich teurer gewesen ;).
Der Abend endet für uns jetzt um 23 Uhr im Zimmer und das Bett ist genau so perfekt wie alles andere hier, weich, gemütlich .. hier will ich nicht wieder weg!




Das war dieser Teil. In kürze folgt noch mal ein Tag von mir ehe dann Jan diesen kleinen Bericht beendet.
Alles klar? ;)

Grüsse
Nil



Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...
Wieder ein sehr interessanter Bericht. Vor allem, wenn Nil in für mich bekannte Gegenden reist. Da liest sich das alles noch viel interessanter... Jeder hat ja seinen eigenen Blick.

Eine Anmerkung zu:
(Zitat:) Nicht weil die Autobahn etwa kostenlos geworden ist, schön wär’s (für die Autofahrer), nein. Slowenien hat von der Entfernungsabhängegen Maut auf Vignettenssystem umgestellt. Das macht die ganze (neue) Infrastruktur zum Maut kassieren ziemlich überflüssig.
So ganz stimmt der Eindruck nicht. Das Vignettensystem gilt nur für PKW. Busse und LKW müssen entfernungsabhängig Maut bezahlen, die müssen also an den Maustationen noch stehenbleiben - außer sie haben so ein "modernes Zeug" mit an Bord.
An vielen (allen?) Mautstationen werden übrigens auch die PKW "kontrolliert" (fotografiert, um Sünder so ausforschen zu können).

Erst wenn alles auf Automatik (Go-Box oder ähnliches?) umgestellt sein wird, werden die Mautstationen auch verschwinden können.

Ich habe Ausfahrten mit Schranken erlebt, an denen der PKW-Lenker durch Knopfdruck "bestätigen" muß, daß er eine gültige Vignette geklebt hat und den Schranken somit öffnen "darf". Echt lustig.

Re: [SI][HR] (2) Ergänzung Straße

geschrieben von: Jan vdBk

Datum: 24.11.11 12:25

In diesem Zusammenhang noch eine Ergänzung zur Istrienschnellstraße. Der Schwandorfer hatte ja in seinem Reisebericht schon geschrieben, dass Mauthäuschen aufgestellt worden seien. Jetzt im November war die Gesamtstrecke Uckatunnel bis Pula ein Mautsystem. Wenn man aber nur auf der alten Schnellstraße ohne Tunnelnutzung fährt (z.B. Lupoglav - Pazin), so bekommt man eine Rechnung von 0 Kuna. Kleinere Mautstellen nur mit Kartenzahlung!

Viele Grüße, Jan





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:11:24:13:08:27.
Hallo!

Wunderbar! :-)

Der Ort heißt übrigens Pazin... ;-)

lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
https://raildata.info/raildatabanner1.jpg
Roni schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo!
>
> Wunderbar! :-)
>
> Der Ort heißt übrigens Pazin... ;-)

Wunderbarer Reisebericht, vielen Dank!

...und das Hotel bei Buje heißt "La Parenzana", genauso wie die zwischen 1902 und 1935 daran vorbeiführende 760mm-Schmalspurbahn, die einst Triest mit Porec (ital. Parenzo) verband.
Der Hotelbetreiber kann dazu einiges erzählen und sogar zeigen.
Außerdem verleiht er Fahrräder, um damit auf der zum Radweg umgebauten Trasse der Parenzana Radtouren unternehmen zu können. Gegebenenfalls bringt oder holt er auch Radler zu einem bzw. von einem bestimmten Ein- oder Ausstiegspunkt an der Strecke.

Gruß Kalamata
Zitat:
Der Ort heißt übrigens Pazin... ;-)
Und der andere wirklich Sveti Petar u Šumi, d.h. St. Peter im Wald.
Servus Nil,

zuerste mal danke fürs Zeigen der tollen Bilder. Irgendwie weckt das gerade wieder die Erinnerungen an den diesjährigen Urlaub mit dem Schwandorfer - wobei wir ja mit der Rijeka-Rampe absolut kein Glück hatten. Mir ist nach wie vor nicht klar, wie man an die von Dir gezeigten tollen Motive kommt. ;-)

Nil schrieb:
> Der
> Schwandorfer hatte in seinem Bericht vom Frühling
> beschrieben, dass die Strasse in einem grausligen
> Zustand sei - so hatten wir etwas Angst. Aber
> irgendwie war der Weg wie immer und unser Kombi
> schnurrte da hoch wie ein Kätzchen .. ;).

Mal sehen, vielleicht kann ich Tobias im nächsten Jahr nochmal zu einem Anlauf zur Befahrung dieses Weges anregen. ;-) Ansonsten marschier ich da eben wieder zu Fuß rauf. :-D

> Um zum Funkmast an der Felskante zu kommen (zum
> Glück wussten wir wo die Stelle ist) rumpelten
> wir die Schotterpiste hoch, was problemlos ging.
> Kaum 5min später waren wir da (Hallo Schwandorfer
> ;)).

Das nächste Mal wissen wir auch, wie man ohne große Mühe zum Funkmast kommt. Einmal den Berg in der prallen Sonne raufzulatschen hat gereicht. ;-P

> Jan hatte im HZ System letzte Woche
> gesehen das der Güterzug auf Istrien 4 von 5mal
> genau um 8:00 Uhr ab Lupoglav nach Süden fuhr.

Pffft, es ist echt unglaublich... Bei uns fuhr er ja bekanntermaßen genau 1 von 5mal... Wo kann man sich denn eigentlich diese Portion Glück kaufen, die Ihr da wieder mit an Bord hattet? ;-)

> So
> fuhren wir nach Lupoglav um zu sehen ob der Zug da
> steht und wenn ja, wie herum die Lok steht (der
> Punkt ist, auch wenn man es nicht zu laut
> ansprechen darf, nicht unerheblich ;)).

Naja, wenn man keine Vorzugsrichtung für die Lok hat, steht sie eigentlich immer richtig rum. :-P

> Den Plan zum empfohlenen Hotel zu fahren, was gute
> 45min gekostet hätte pro Weg, liessen wir wegen
> der Müdigkeit sausen, so suchten wir uns in der
> Gegend etwas, genauer in Parzin. Gleich am
> Ortseingang war ein Hotel sehen welches wir uns
> genauer anschauten.

Ihr wart aber nicht im Hotel Lovac, oder? Das hatten wir im Mai als Quartier auserkoren.

> Die Nacht, darf man auch mal
> erwähnen, war herrlich und obwohl wir ja schon um
> 21 Uhr ins Bett sind war ich beim aufstehen um
> kurz vor 7 Uhr nicht wirklich ausgeschlafen (bin
> ich wohl nie)

Irgendwie kenn ich das Problem. Ich kann ins Bett gehen wann ich will - selbst nach 10 Stunden Schlaf bin ich genausowenig ausgeschlafen wie nach nur 5 Stunden... ;-)

> Und er war es, nach der Lok und dem obligaten
> Begleitwagen folgte ein Gaskesselwagen und dann
> eine nicht näher definierte Anzahl von E-Wagen.
> Nach Jans Angaben kommt es höchst selten vor, dass
> der Zug auf Istrien derart lange ist - fein!

*seufz*
Von der Länge her in etwa genau so dürfte der Güterzug gewesen sein, den wir am ersten Tag unseres Urlaubs beim Geldholen verpasst haben... :-(

> Eine genaue Beschreibung erspare ich mir aber und
> verweise gerne auf den Bericht vom Schwandorfer -
> nur soviel, ich unterschreibe sein Fazit komplett.
> Das Hotel ist eine Perle. schön gemacht, und
> Preiswert. Ein Insidertip den man sich gerne geben
> lässt, einfach nur zu Empfehlen.

Oh ja, ich denke auch immer wieder gerne an den Aufenthalt im "La Parenzana" zurück - vom Essen bis zum gesamten Ambiente einfach genial. Falls ich wieder mal in die Gegend kommen werde, muss ich da auf jeden Fall wieder hin. ;-)

> Wir nahmen am Schluss alle eine Käse /
> Fleischplatte zur Vorspeise und ein Beefsteak mit
> Gemüse zur Hauptspeise. Das Beefsteak war Medium
> und zerging auf der Zunge wie Eis in der Sahara,
> ein Träumchen.

Lecker, lecker, mir läuft bei der Beschreibung schon wieder das Wasser im Mund zusammen. :-)))
Wir hatten damals Topfenpalatschinken mit der gerade frisch angelieferten heimischen Marmelade zum Nachtisch bekommen. ;-)

Viele Grüße,
Der Weißenburger

Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
- Otto von Bismarck -
> zuerste mal danke fürs Zeigen der tollen Bilder.

Da schließe ich mich auch gleich mal an - die Gegend ist im Herbst mit den bunten Bäumen auch total genial! ;-)

> Mal sehen, vielleicht kann ich Tobias im nächsten
> Jahr nochmal zu einem Anlauf zur Befahrung dieses
> Weges anregen. ;-) Ansonsten marschier ich da eben
> wieder zu Fuß rauf. :-D

Immerhin mußtest Du von den 3500 insgesamt gefahrenen Kilometern keinen einzigen selber fahren. Da wird man ja wohl mal ein paar Meter zu Fuß gehen können. Nächstes Jahr können wir es ja umgekehrt machen. :-)

> > Den Plan zum empfohlenen Hotel zu fahren, was
> gute
> > 45min gekostet hätte pro Weg, liessen wir wegen
> > der Müdigkeit sausen, so suchten wir uns in der
> > Gegend etwas, genauer in Parzin. Gleich am
> > Ortseingang war ein Hotel sehen welches wir uns
> > genauer anschauten.
>
> Ihr wart aber nicht im Hotel Lovac, oder? Das
> hatten wir im Mai als Quartier auserkoren.

Ich habe bei meinen Internetrecherchen damals nur das Hotel Lovac in Pazin gefunden gehabt. Wäre interessant zu wissen, wenn es wirklich noch ein anderes geben sollte.

> > Und er war es, nach der Lok und dem obligaten
> > Begleitwagen folgte ein Gaskesselwagen und dann
> > eine nicht näher definierte Anzahl von E-Wagen.
> > Nach Jans Angaben kommt es höchst selten vor,
> dass
> > der Zug auf Istrien derart lange ist - fein!
>
> *seufz*
> Von der Länge her in etwa genau so dürfte der
> Güterzug gewesen sein, den wir am ersten Tag
> unseres Urlaubs beim Geldholen verpasst haben...
> :-(

Und beide Male war es ein Montag - da kommt der Gedanke auf, daß die E-Wagen montags eventl. plan- oder zumindest regelmäßig dran sein könnten?! Hat das jemand mal zufällig über das HZ-System verfolgt?

@Jan: An kleineren Mautstationen nur Kartenzahlung? Wie funktioniert denn das?

Ansonsten freue ich mich schon riesig auf den nächsten Teil des Berichts...

Viele Grüße

Tobias


http://www.vt610.de/banner/bahnbilder-nordbayern.jpg
Ciao Mr.

Hotel Lovac, ja ich glaube das hiess so.
Wir waren vom Hotel mässig begeistert und "froh", nicht eine ganze Woche da schlafen zu müssen. Wobei im Vergleich zu einem gewissen Hotel nächst Rijeka das Hotel Lovac einem Luxusbunker gleicht ... :-)

>>@Jan: An kleineren Mautstationen nur Kartenzahlung? Wie funktioniert denn das?

Karte rein - *ratter* - Karte raus. Gibts in Italien (zu Randstunden) auch ... ;) Und irgendwo sonst ist uns das auch schon begegnet, wenn ich jetzt wüsste wo, hm?

Gruess
Nil

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...
Nil schrieb:
> Hotel Lovac, ja ich glaube das hiess so.
> Wir waren vom Hotel mässig begeistert und "froh",
> nicht eine ganze Woche da schlafen zu müssen.
> Wobei im Vergleich zu einem gewissen Hotel nächst
> Rijeka das Hotel Lovac einem Luxusbunker gleicht
> ... :-)

Naja, das Hotel ist natürlich bei Weitem nicht mit dem "La Parenzana" zu vergleichen, aber so schlimm fand ich es nun auch wieder nicht. Zimmer, Frühstück und auch das Essen im Restaurant waren eigentlich okay.
Wenn ihr vom Restaurant bzw. von der Terasse aus einen Blick hinunter auf den Ortskern von Pazin hattet, dann war es ganz sicher das "Lovac".

Gruß,
Der Weißenburger

Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
- Otto von Bismarck -
Moin allerseits,

ja, das war das Hotel Lovac. Ich fand es übrigens gar nicht schlecht und würde da auch eine ganze Woche mühelos zubringen. Aber mein Anspruch ist ja manchmal etwas niedriger als bei Nil - ich sag nur "Lucija" ;-)

Dass wir im selben Hotel waren, fiel mir auf, als ich Eure Morgenaufnahmen vom Hotel aus nochmal ansah. Meine sehen ähnlich aus:

http://www.blockstelle.de/hr13/111114-01.jpg

http://www.blockstelle.de/hr13/111114-04.jpg

An den unbesetzten Mautstellen kann man wohl ganz normal per Kreditkarte zahlen. Wir hatten da nur einen "Nullbon" (Pazin - Lupoglav; in Lupoglav ist nur die Ausfahrt aus Ri Tunnel örtlich besetzt).

Viele Grüße,
Jan