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[DK][SE] Skandinavischer Winter 2011 – (1) Auf in den Norden (m25B.)

Hoi Welt,

der nächste Reisebericht von mir steht an. Nein, Chile kommt danach … ;)
Es ist schon ein paar Monate her, aber vielleicht braucht noch jemand eine Idee für den kommende Winter? Im März war ich zusammen mit David für 2 Wochen im Skandinavischen Norden unterwegs. Die angefahrenen Ziele waren vor allem die Erzbahn und die Nordlandsbahn … und das ganze ist auch beim X-ten Besuch immer wieder ein Erlebnis!




Prolog:

Die letzte Reise im Winter in den Norden lag bereits zwei Jahre zurück als wir (ich und David) uns im Dezember 2010 irgendwie wieder für Skandinavien im Winter begeistern konnten. In der 2009er Tour blieb einfach zu viel unerledigt.
Wir fixten dann noch vor dem Jahreswechsel einen 2 Wochen Urlaub im März und begannen zugleich mit den Vorbereitungen. Die zentrale Frage natürlich wieder mal nach dem „wohin“. Nach reichlicher Überlegung kamen wir zum Ergebnis, dass wir uns vor allem um Erz- und Nordlandsbahn kümmern wollten. Dann sollte auch genug Zeit bleiben um mal ein paar Tage unter den Wolken ausharren zu können .. wovon man ja ausgehen muss. Wir konzentrierten uns deswegen auf eine Buchung nach Kiruna.
Die Anreise per Flugzeug schied nachdem wir nach den Preisen geschaut haben ziemlich schnell aus, die Flugzeiten sind / waren nicht attraktiv und die Preise irgendwie auch nicht wahnsinnig gut. Ausserdem grauste es uns davor, die ganze Winterausrüstung in 20kg Gepäck zu quetschen. Also blieb die Anreise per Bahn als einzige alternative übrig. Aber das durfte sein, den an die Erzbahn reist sogar der Nil eigentlich immer mit der Bahn … es gehört dazu (und die Bahnfahrt in den Norden macht mir immer unheimlich viel Spass).
Sowohl die DB als auch die SJ waren uns gut gesinnt und hielten zum Buchungszeitpunkt Sonderangebote für uns bereit. Wir gönnten uns mal etwas höhere Kategorien als „normal“ und am Schluss waren wir dann doch bei CHF 500 pro Person hin/zurück … egal, geflogen wären wir auch nicht günstiger.
Als Gefährt vor Ort zogen wir uns bei Hertz einen Mietwagen ab Kiruna für die Dauer des Urlaubs, man will ja flexibel und Mobil sein.
Und dann rückte er immer und immer näher, der erste Urlaub der Saison!




Donnerstag / Freitag 10 + 11.03.11 Schweiz – Schweden

Ein halber Tag Arbeiten und ein halber Tag Urlaub. In etwa so begann der erste Urlaub des Jahres und es wird nicht der letzte sein ;).
Gepackt habe ich schon am Vorabend, etwas widerwillig und erst nach Mitternacht, aber es führt ja kein Weg daran vorbei wenn man nur wegen dem Packen nicht früher aufstehen will. Mit der Gewissheit etwas vergessen zu haben verliess ich am Morgen um 9 Uhr das Haus auf dem Weg zur Arbeit. Zum Glück hatte ich die ganzen Winterklamotten inkl. Schuhe, Stativ, Stöcke usw. in den Koffer gekriegt, so kann ich in meinen ganz normalen Alltagsklamotte Reisen, einzig die Schneeschuhe brachte ich deswegen nicht mehr in den Koffer, die lagen jetzt einfach oben auf.
Um 16:34 fuhr der Zug ab Zürich nach Basel wo ich mich mit David verabredete. Um 16:10 war ich in etwa fertig mit der Arbeit, wobei man das nicht fertig nennen konnte .. ich liess fast alles stehen und liegen, aber ich habe zum Glück liebe Kollegen ;). Um 16:13 fuhr das Tram, welches ich dummerweise nicht mehr erwischte da ich kurz vor dem los laufen merkte, dass ich die Tickets der Tour noch ausdrucken sollte. Als ich die dann in den Händen hatte fuhr das Tram gerade draussen vorbei, und so wurde es halt 5min später.
Amüsiert von meinem Stress schauten mir die Kollegen zu wie ich hantierte und dann zeitlich wieder knapp aus der Türe stürmte ;) Das 4-Eck-Rad-Tram vom Flughafen war natürlich etwas zu spät und der Verkehr tat sein übriges dazu, so dass ich erst um kurz vor 30 am Hauptbahnhof "einlief" und mich zum Gleis 7 begab. Ein ICN war im Fahrplan angekündigt, es stand aber ein "Ersatzzug" da, gebildet aus einer EWIV Komp. mit Packet (und WRm im Packet).
David wartete schon und kurz vor Abfahrt erreichten wir den vordersten Bt und der Urlaub konnte beginnen! Die Fahrt nach Basel dauerte etwas über eine Stunde und wir waren froh uns sicher sein zu können, dass der Nachtzug nach Kopenhagen fährt. Der Lokführerstreik in Deutschland an diesem Morgen hatte den Zug nach Basel zum Glück nicht getroffen. Wir befürchteten schon, dass der Zug irgendwo um 4 Uhr Nachts stehen gelassen wird, da verendet und für die Rückfahrt nach Kopenhagen nicht nach Basel kommt.
In Basel gab es erstmal das Abendessen ehe wir uns in den schon bereit stehenden CNL zwängten. Wir hatten 4er Liege Gebucht, Sparnight für 59 Euro pro Person - ganz schön günstig. Das Abteil wurde bezogen und irgendwie schafften wir zwei alleine es schon sämtliche Ablagefächer, abgesehen von dem Platz unter den Bänken (wo unsere Koffer eh nicht gepasst hätten) zu füllen. Und wenn da jetzt noch mal 4 mit so viel Gepäck kommen würden?

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Unser Abteil im CNL ... da wir es als erste beziehen konnten, konnten wir uns noch "breit" machen.

Mit 3min Verspätung setzte sich der Zug, gezogen von einer 101, in Bewegung, es war schon fast dunkel als wir den Rhein überquerten und am Badischen Bahnhof wieder zum stehen kamen. Da war dann auch die gute Frau Provodnik gerade bei uns und sah sich die Tickets an. Wir buchten bei ihr noch ein 6 Euro Frühstück welches wir im Schlafwagen abholen können am morgen ... nicht im Restaurant? Nein, dass habe der Zug leider nicht, das Restaurant sei im anderen Umlauf, und der zweite dafür vorgesehene Wagen leider in Revision. Hmm, was sind das den für Reserven?
Gleich schon im Bad. Bahnhof kam ein erster Mitstreiter ins Abteil, wir freuten uns auf einen geselligen Abend im 4er Abteil, wie eigentlich immer im Nachtzug nach Kopenhagen, aber es kam „leider“ anders. Der zugestiegene Kapitän Stumm brachte kein Satz raus und ein der letzte angekündigte Mitfahrer, welcher in Freiburg hätte kommen müssen, blieb unserem Abteil fern. Schade ... so war das einzige "Leben" in unserem vielleicht zu 50% ausgelasteten Wagen die Familie aus Schaffhausen direkt im Abteil neben uns. Die fuhren nach Dänemark für den 80 Geburtstag der Oma, der Zug sei besser als mit dem Auto weil es ja auch Schneestürme haben könne dann. Nein, ich habe nicht danach gefragt, aber irgendwie waren die sehr Kommunikativ untereinander und die gaaaanze Zeit am quatschen, Streit der Kinder inklusive ;).
Der CNL schlich durch die Nacht und erreichte fast Pünktlich den Frankfurter Hauptbahnhof - man hat es ja nicht eilig (warum aber das man dann z.B in Offenburg nicht anhalten kann verstehe ich nicht). Nach der Wende in Frankfurt wollte sich die Familie im Nachbarabteil langsam hinlegen und wir taten es ihnen gleich, Kapitän Stumm war auch dabei, er müsse schliesslich in Flensburg schon wieder raus. So hatten wir dann am morgen ab 6 das Abteil für uns.
Die Nacht war ruhig, ich wachte in Hannover und Hamburg je einmal auf und zwangsweise auch in Flensburg wo der freundliche Schaffner mit einem ziemlichen Lärm Kapitän Stumm geweckt hat (nein, die Tür geht auch bei 5x probieren nicht auf wenn sie abgeschlossen ist).
Der Zoll in Padborg lief zwar durch, liess uns aber sein ... und ich hätte noch schön weiter schlafen können, wären da nicht unsere Nachbarn gewesen. In Kolding mussten die raus, soviel habe ich mitgekriegt am Vorabend, warum die aber schon vor Padborg aufstehen und einen Riesen Radau machen mussten weiss ich nicht - unnötig. Da wurde über die Qualität des Frühstücks gelästert, es wurde gestritten und Diskutiert. Was waren wir froh, als Kolding endlich durch war und wir unsere Ruhe hatten.
Ab Kolding waren neben uns zwei nur noch zwei weitere Reisende im Wagen. Wir klappten die Betten hoch und holten unser Frühstück im Schlafwagen. Nun, ich weiss jetzt warum man darüber Diskutieren kann, was da für 6 Euro geboten wird darf schon als Bescheiden bezeichnet werden.. aber nein, ich tue jetzt nicht so als hätte man das nicht erwarten können.
In der Sonne rollten wir über die Insel Fyn, über den grossen Belt und Kopenhagen entgegen - wo es auf einmal leicht Regnete. Interessierte uns aber nicht, wir wollten und sollten den Bahnhof sowieso nicht verlassen. Wir waren Pünktlich auf die Minute ... nicht schlecht, wobei uns etwas Verspätung heute nicht gestört hätte.

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Morgendlicher Ausblick auf die Brücke über den grossen Belt.

Wir stapften mal in die Haupthalle und hielten nach einem SJ Automaten ausschau, unser SJ Ticket welches wir im Internet gebucht hatten mussten wir mittels Code noch aus so einem Automaten holen. Ohne langes suchen fanden wir eine silberne 2 Meter hohe Blechbüchse und entlockten ihm unser Ticket. Dabei gab es zwei Tickets bis Lund und eines von Lund bis Kiruna.
Lund, das war noch so ein Ding. Die SJ Reiseauskunft wollte uns in Lund umsteigen lassen. 11:33 ab Kopenhagen direkt mit einer Ö-Nase nach Lund und dann weiter mit X2000 nach Stockholm, so stand es auf dem Ticket - blöd. Warum in Kopenhagen Rumstehen wenn man das auch in Malmö tun kann? Wir begaben uns daher direkt wieder zum Bahnsteig und fragten eine freundliche Schaffnerin, ob wir wohl mit unserem Ticket auch einen anderen Zug als den Aufgedruckten benutzen dürften? Das sei kein Problem und wir stiegen in die nächstfolgende Gumminase nach Malmö.
Der Öresund wurde überquert und dann bogen wir links ab, die Fahrt führte bereits durch den neuen Citytunnel von Malmö - ein schmuckes Teil. Der neue Bahnhofsteil von Malmö C ist fein gemacht, sehr viel Sichtbeton .... sieht jetzt gut aus, und in 20 Jahren?
Wir gingen nach der Ankunft hoch in die Bahnhofshalle. Auch da war, bis auf die Halle nicht mehr viel so, wie vor zwei Jahren. Das Provisorium, die Ankunftshalle war noch im Umbau. Wir fanden auf Anhieb alle Dinge die wir suchten - Geldautomat und eine Lokalität für einen Mittagssnack, dann waren wir Glücklich.
Wir setzten uns und warteten ziemlich genau eine Stunde bis zur Abfahrt unseres X2000 nach Stockholm um 12:17. Ich schaute mir nach dem Essen noch mal etwas den Bahnhof an und dann schlurften wir langsam zum Bahnsteig wo der Zug bereits stand, aber natürlich noch nicht geöffnet war, wie immer. Während dem warten rollte auf dem Bahnsteig daneben der Veolia Zug nach Stockholm in den Bahnhof, rein gedrückt vom Cyborg der Hectorrail, einer ex. SBB 474. Die stand aber etwas dumm am Masten, Foto gab’s trotzdem.

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Malmö Central Nedre, mit einem Regionalzug.

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Malmö Central Nedre mit einem Öresundstog nach Kopenhagen.

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Die Bilder an den Tunnelwänden sind bewegt und man soll den Eindruck erhalten, als ziehe "vor den Fenstern" die Landschaft vorbei.

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Malmö Central, 441.001 Cyborg (eine ex SBB Re474) mit dem täglichen VEO Zug nach Stockholm.

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Und unser X2000 nach Stockholm. Die Türen werden erst immer wenige Minuten vor der Abfahrt geöffnet, was leider immer zu Gedränge am Eingang führt ...

Der Zug wurde dann geöffnet, unsere Reihe (natürlich entgegengesetzt der Fahrtrichtung) wurde bezogen und als wir den Bahnhof verliessen ging gerade ein hässlicher Graupelschauer nieder *urks*. Von der X2000 Fahrt gibt es nicht viel zu berichten, wir schliefen zeitweise, schauten raus und hörten Musik – was für ein Leben! Die 10min Verspätung welche wir uns zwischenzeitlich mal eingefahren hatten holten wir bis Stockholm C auch wieder auf.
Stockholm C zur Rush Hour am Freitagabend ist nichts was man gesehen haben muss. Gerade mit dem grossen Rollkoffer kommt man sich etwas deplatziert vor und man muss schon aufpassen niemanden anzufahren, wobei man zwangsläufig einem Haufen Leuten im Weg rum steht ;). In Stockholm hatten wir wieder eine Stunde Aufenthalt bis der letzte Zug dieser Reise losfahren würde, der Nordlandszug der SJ nach Kiruna - Narvik. Angeschrieben war er noch nicht und auch stand natürlich noch nichts bereit, so gingen wir wieder rein und nahmen ein kleines Abendessen zu uns ...
20min vor der Abfahrt standen wir wieder draussen und kamen gerade gleichzeitig mit dem Zug am Bahnsteig an. Unser Wagen 21 stand direkt hinter der Lok. Wir haben uns mal etwas gegönnt und uns ein Schlafwagenabteil besorgt, dank Sparpreis. Das Abteil mit den Liegen 22 - 24 war schnell bezogen (wobei die Koffer jetzt einfach im schmalen Gang im Abteil stehen, sonst ist da kein Platz) und ich ging noch mal schnell raus für ein paar Fotos.
Pünktlich verliess der Zug Stockholm und fährt jetzt durch die Nacht ... . Es ist natürlich nicht wahnsinnig spannend, dafür umso entspannender. I like!

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Und noch ein Schritt weiter: Stockholm C. Unser Nachtzug wird von Rc6 1324 befördert.

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Blick ins Gleisvorfeld von Stockholm .. das Wetter war gar nicht schlecht.




Samstag 12.03.11 Kiruna – Abisko

Der Abend im Zug verlief noch gemütlich, wir fuhren durch die Nacht und legten uns irgendwann gegen 23 Uhr ins Bett. Ange habe ich gerade noch mitgekriegt, dann bin ich eingeschlafen.
Am nächsten Morgen weckte mich die Sonne durchs Fenster, es war wirklich schön. Wow … die Fahrt durch diese Gegend in der Sonne hatte ich das letzte mal im Frühjahr 2005 erlebt. Und wie damals bin ich auch heute in Boden aus dem Zug raus und hab ein paar Fotos gemacht. Die Wagen nach Lulea wurden von unseren getrennt und unser Zug rangierte an die Kurswagen von Lulea nach Narvik, keine 20min später waren wir wieder auf dem Weg nach Norden …. Ich lag derweil wieder im Bett.

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Der erste Morgen, mit etwas Verspätung sind wir in Boden angekommen. Im Bahnhof wird Rangiert, es werden Wagen nach Lula weg gestellt und Wagen von Lula nach Narvik an den Zug gehängt.

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Blick mit dem Tele in den Rangierbahnhof von Boden, eine unbekannt gebliebene Rc von Green Gargo steht mit einem Holzzug bereit.

Halb wach, halb schlafend verbrachten wir die nächsten Stunden bis wir etwa 30min vor Kiruna langsam ans zusammenräumen und frischmachen dachten. Zur Planankunft in Kiruna waren wir fast schon aus dem Abteil raus. Nur der Blick nach draussen sah so nicht nach Kiruna aus. Es war noch Waldig und wir waren im nichts des Nordens , weit war es aber nicht mehr bis zum Ziel und mit knapp 15min Verspätung liefen wir auf Gleis 1 in Kiruna ein.
Ohne uns um sonst etwas zu kümmern packten wir die Koffer und liefen hoch ins Zentrum, unser Mietwagen wartete. Um 11 hatten wir ihn bei Herz reserviert, für zwei Wochen Schweden, Norwegen und vielleicht Finnland. Die Vermietungsstation entpuppte sich als Rezeption des Scandic Hotels, wo die freundliche und bemühte Dame sichtlich gestresst neben den ganzen Gästen (die Taxis vom Bahnhof kamen etwa zeitgleich mit uns im Hotel an) sich nun auch noch um uns kümmern musste. So wirklich ihr Tagesgeschäft schien es nicht zu sein und bei der ersten Frage unsererseits verwies sie uns auf die Hertz Hotline.

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Kiruna war erreicht! Blick vom Ort auf die Anlagen der LKAB.

Als wir die Details geklärt hatten gingen wir raus und bestiegen unseren Renault Laguna … irgendwie passt der nicht wirklich zu der von uns gebuchten Kategorie. Dafür sprechen auch Klimaanlage, das Navi und ausserdem ist er viel grösser als erwartet. Das scheint System zu haben hier, schon vor zwei Jahren bekamen wir ein Auto das nicht dem gebuchten entspricht … aber, meckern will ich nicht, im Gegenteil ;)
Wir richteten uns im Auto gleich häuslich ein und schauten mal auf die Uhr. Es war halb 12 Uhr, um 12 sollte sowohl ein Erzzug als auch ein P-Zug von Navik in Kiruna einlaufen, dafür galt es sich zu stellen, den geplanten Einkauf im Coop verschoben wir kurzerhand nach hinten.
Direkt an der Ausfahrt von Kiruna auf der Strassenbrücke wollten wir uns stellen, dummerweise sahen wir beim heran fahren vom Erzzug nur noch die letzten Wagen verschwinden, egal, es blieb der Personenzug nach Lulea.
Das warten in der Sonne war angenehm, ich musste weder die Winterschuhe noch die dicke Jacke raus holen, weit weg von +0°C waren es kaum, meinte auch das Auto. Der Personenzug kam ziemlich pünktlich und das erste Foto vom Urlaub war im Kasten (auch ein Satz der irgendwie in jedem Reisebericht vorkommt ;)).

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Rc6 1336 mit dem Täglichen Intercity von Narvik nach Luleå kurz vor Kiruna.

Um kurz nach 12 Uhr sollte dann ein Erzzug Kiruna verlassen. Licht? Klar, so um die Mittagszeit geht ein Westfahrer Stellenweise natürlich schon. So standen wir am Schluss am Bahnhof von Rautas und warteten. Das Signal wurde grün und die relativ saubere IORE zog mit dem Zug durch.

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Der erste Erzzug: IORE 122+12X nach Narik in der Ausweichstelle Rautas.

IORE ich rekapituliere mal … anno 2005 sind wir eigentlich extra dafür hochgefahren, 2007 haben wir sie nie verschmäht, 2009 fanden wir sie noch immer Fotogen und jetzt soll es die einzige Baureihe hier sein für die Erzzüge? Keine Dm3 mehr? Hmm, schade eigentlich. Aber irgendwie war es auch vorhersehbar, oder?. Schon 2005 hiess es, die Dm3 kommen dann bald schon weg, 2007 hiess es, letzte Dm3 Saison! Und heute, 2011 soll es im Südumlauf sogar immer noch eine geben … Von deren Einsatz zeugte der erste Blick ins BW aber nicht unbedingt, einzig hinten raus standen zwei eingeschneite Dm3, ansonsten waren nur IORE zu sehen und einige davon in einem üblen optischen Zustand, die LKAB scheint im Winter keine Waschanlage zu haben?
Wir fuhren nach dem Bild in Rombak noch weiter in Richtung Narvik, die Sonne war noch relativ hoch und es sollte in etwas über einer Stunde wieder ein Erzzug von Narvik her kommen. Vor dem Torneträsk sahen wir eine Stelle in einem vom Licht her passenden Abschnitt und wollten da hin.
Das Auto stand am gefundenen Platz schön in einer Parkbucht und die Stelle war vielleicht 100m Luftlinie vom Auto entfernt. Dazwischen nur Wald und Schnee … ;) Eigentlich wussten wir, dass es nicht klappen wird, trotzdem „stellten wir uns Dumm“ und wagten einen Versuch ohne Schneeschuhe raus ins Gelände. Zwei Schritte weiter war das Thema erledigt und wir montierten die Yetifüsse. Versuch Nummer zwei mit den Schneeschuhen durch den Wald scheiterte nach etwa 20 Schritten - auch das hätten wir wissen müssen! An geschützten Stellen (also im Wald) wo der Schnee liegt und nicht so arg dem Wind ausgesetzt ist, ist er immer weicher und ein einsinken auch mit Schneeschuhen bis kurz über den Bauchnabel ist vorprogrammiert. Ich kam mir in dem Moment vor wie ein Lemming … ;)
Die einzige Alternative zum Wald war ein vereistes Bachbett, da latschten wir dann lang. Ganz ohne einsinken kamen wir zwar nicht durch, aber es klappte erstaunlich gut. Einzig die letzten Meter wieder um ein paar Bäume herum waren anstrengend. Aber David meinte schon, dass er im Urlaub vor zwei Jahren abgenommen hat … das könnte man sich eigentlich auch dieses Jahr zum Ziel setzen, wobei Urlaub schon Urlaub sein soll.
An der Stelle warteten wir in der Sonne und erwarteten einen Erzzug nach Kiruna in etwa einer Stunde. Als dann nach nicht mal 5min weiter hinten schon eine Schlange von Wagen auszumachen war, waren wir ziemlich erquickt. Verführung schadet natürlich auch nicht, besonders dann, wenn man damit das warten in der Kälte umgehen kann. Der Zug mit der relativ sauberen IORE kam zügig und wirbelte uns das erste mal voll Schnee.

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Eine "Notstelle" für unseren ersten Ostfahrenden Erzzug. IORE 124 zwischen Krokvik und Rautas.

Zurück beim Auto, 13 Uhr war gerade erst rum, beschlossen wir den schönen Nachmittag sicher nicht mit Einkaufen zu verbringen und verschoben diesen Punkt auf den Abend, wenn es dunkel ist sollte es sich genau so gut einkaufen lassen. Da wir die Gegend um Kiruna aber doch nicht zu fest verlassen wollten fuhren wir wieder in diese Richtung zurück. Wir hofften erst an der Brücke vom Mittag Züge nach Westen schiessen zu können, von da her erwarteten wir die nächsten beiden Züge, waren uns aber nicht mehr ganz sicher ob es den auch geht. Fazit: Es geht nicht, das war die Erkenntnis nach dem Parken, das Motiv wäre nett, der Mastwald weniger.
Da wir aber nicht wieder zurück nach Westen fahren wollten liessen wir das Auto einfach mal stehen und liefen zu Fuss ein paar 100m in Richtung Narvik, in eine Kurve hinein. Da hatte man in den letzten Wochen eine neue Stelle „gebaut“, die wir ausprobieren wollten mit dem Personenzug nach Narvik.

Der Ort Kiruna und auch der Bahnhof werden in (eigentlich nicht mehr so) ferner Zukunft verlegt. Der Grund ist die Erzader welche man abbaut, die unter den Ort reicht. So wird auch für die Erzverladung eine neue Zufahrt fällig, die alte führt mitten durch die „rote Zone“. Genau an der Stelle wo wir waren wurde dafür nun gebaut, ein neues Gleis wird in Richtung der Mine geführt, bereits ausgeführt sind die Geländearbeiten. Teilweise standen auch schon die Fundamente der Fahrleitungsmasten. Für diese Arbeiten hat man einen Hügel komplett abgeholzt und etwas umgegraben … da auf dieser Fläche standen wir..

Der Personenzug um 14 Uhr und der Erzzug 10min Später wollten wir irgendwie da „verwurschten“, natürlich mit Sonne. Der Personenzug kam erstmal nicht, dafür etwa 3min nach der Planzeit des P-Zugs der Erzzug. Vorne mit einer sauberen IORE, hinten mit einer .. nicht ganz so sauberen ;)

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Eine "Stelle" die so vor einem Jahr noch nicht ging und in einem Jahr nicht mehr gehen wird. Die Fläche vor der Bahn wurde planiert weil an dieser Stelle die neue Strecke vom Bergwerk wieder auf die Hauptstrecke treffen wird. Grund für diese Verlegung ist die Umsiedlung von Kiruna wovon auch teile der Bahninfrastruktur betroffen ist. Als Zuglok kam an diesem Zug das IORE Doppel 111 + 101 - ein Doppel welches wir immer nur gerne von einer Seite sehen würden.

Dieser Zug kam gerade noch in der Sonne, kurz darauf verdunkelte sich die ganze Sach, der Schleier vom Dienst zog rein und klaute uns das Vollicht.
Da die Erzzüge doch eine ganze Ecke langsamer sind als die ICs und man den vollen Erzzug kaum irgendwo raus nimmt für einen dummen IC rechneten wir mit dem Erscheinen des Personenzugs nicht in den nächsten 30min. Oder sollte er überhaupt kommen? Da fuhr etwa zur Planzeit nämlich so ein Landstravik in Norbotten Bus vorbei in Richtung Narvik. Der Gedanke an SEV verwarfen wir aber wieder, dieser Busbetreiber hat ein Paralellverkehr zur Bahn in der Gegend (warum auch immer). Da wir aber ja genug Zeit hatten und die Hoffnung zuletzt stirbt verschoben wir uns gemütlich etwas weiter nach vorne und warteten da mal weiter.
Nach über 1h, vom Personenzug war weit und breit nichts zu sehen, war es uns dann aber zu blöd, so wie der Sonne, die war hinter dem Schleier nämlich fast komplett verschwunden. Mit ein Grund warum wir aufgaben war der nächste Bus welcher auf der Strasse nach Narvik unterwegs war. Es war ein gut gefüllter Bus von einem Betreiber welcher laut Davids Erinnerung schon SEV Verkehr gefahren hatte, noch zu Connex Zeiten. Also doch SEV?
Vom Wetter her sah es weiter in Richtung Osten sehr viel besser aus, so wollten wir mal gucken, was da so geht. Im warmen Auto zurück (es wurde ziemlich frisch so ohne Sonne) fuhren wir erstmal gleich zum Bahnhof um zu schauen was dieser Dumme Personenzug tat. Er war noch auf dem Abfahrtsdisplay, angeschrieben für 17:15 … also mit 2 1/4h Verspätung, *giggel*, und es warteten noch Leute auf dem Bahnsteig.
Wir hatten nun wieder ein Ziel (Personenzug) und fuhren mal im Osten etwas der Bahn entlang, leider ohne Erfolg. Bei der tiefstehenden Sonne war nichts mehr zu wollen, entweder waren Baumschatten im Weg oder die Sonne schlicht schon wieder verschwunden, zudem waren die Stellen wo man ran kam auch sonst nicht wirklich schön. Da gefiel mir der Gedanke im Bahnhof Kiruna mal einen Personenzug nach Westen im richtigen Licht zu Fotografieren schon besser.
Zurück am Bahnhof liess sich der Zug dann noch Zeit bis um kurz vor halb 5 kam. Er kam dann immerhin gerade noch so im Licht … gar nicht schlecht, dafür das wir den Zug eigentlich schon abgeschrieben hatten.

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Bahnhof Kiruna. Der stark Verspätete IC nach Narvik fährt im letzten Licht in den Bahnhof ein, eigentlich hätte er dies vor 2 1/2h bereits tun müssen.

Das Licht war kurz vor dem Ende, also schritten wir zum nächsten Programmpunkt. Dem Einkaufen in Kiruna. Eigentlich wussten wir gar nicht so recht was, wir wussten nur, dass das Einkaufen in Abisko (logischerweise) teurer ist als in Kiruna, also wollten wir uns etwas eindecken. So richtig Ideen hatten wir aber nicht und so verliessen wir einzig mit Getränken und ein bisschen Esswaren den Coop wieder. Ich wäre ja noch gerne in den Systembolaget gefahren, aber das der nicht mehr auf haben würde war mir leider klar.
Es war kurz vor Dunkel und der Himmel färbte sich rot, die Uhr zeigte zudem die Abfahrt des Nachtzuges nach Stockholm an .. probieren? Ja, warum nicht! Wieder stellten wir unsere weisse Zitrone (äääh Renaultone?) auf den Parkplatz am Bahnhof und trampelten auf den Mittelbahnsteig.
David hatte es beim warten schon befürchtet, der Zug würde zu lange sein und uns gehe dann irgendwann der Bahnsteig aus. So war es auch, die Lok zog zu weit vor und stand exakt mit der Front in einem dummen Elektrokasten in der Gleismitte. So gab es ausser dem nicht 100% scharfen Bild in der Einfahrt leider nichts.

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Rc6 1331 zieht den Nachtzug nach Stockholm, hat hier im Bahnhof von Kiruna aber gerade einige Minuten Pause.

Es war 17:30 und wir gingen zum letzten Teil in Kiruna über – Abendessen im Sybilla am Platz! MJAM ;) So muss das … wir waren die einzigen Gäste, der Burger und die Fritten lecker wie immer. Nein, es darf kein Kiruna Aufenthalt ohne Sybilla geben ;) Der Burger war verdrückt, draussen war es dunkel, nach 18 Uhr, und wir mussten noch bis nach Abisko. ¨
Diese Nacht im Touribunker buchten wir noch von zuhause aus, mehr um auf Nummer sicher zu gehen und überhaupt etwas zu haben – alles weitere wollten wir dann von Ort direkt schauen, so die Idee. Wir waren uns bewusst, da auch ziemlich hässlich daran vereenden zu können. Wenn alles in unserer Preisklasse voll wäre würde es teuer, und da in der Gegend kann es sehr, sehr teuer werden ;). Aber irgendwie lebten wir mit dem Risiko – uns hätte nichts mehr genervt als wenn wir in Abisko „festsitzen“ in unseren bezahlten Betten, es draussen schneit und anderswo, z.B um Mo i Rana, dafür bestes Wetter wäre.
Die Fahrt nach Abisko war nicht wahnsinnig Spannend, wir lernten unser Auto noch etwas besser kennen, z.B merkte ich irgendwann auf halber Strecke, dass da noch ein 6er Gang vorhanden ist ;). Kurz vor 20 Uhr waren wir dann bei der Abisko Touriststation, unserem Dahoam für die nächsten Tage, weil: Die Frage nach der Verlängerung von unserem Zimmer im Keron Haus wurde bejaht. Verlängert haben wir dann gleich mal bis Mittwoch früh, wobei das noch flexibel nach hinten geschoben werden könnte von uns.
Wetterbericht: Ein erfreuliches Thema; Sonne bis Mittwoch … oder Donnerstag, teilweise wird da dann aber je nach Wetterdienst der morgige Sonntag und/oder der Montag wieder ausgeklammert. Alles in allem aber positive Prognosen, sicherlich zu gut um zu verdampfen!
Wie wir das mit dem Donnerstag handeln wollen ist noch nicht ganz klar … aber es ist auch noch nicht die Zeit solche Entscheidungen zu fällen. Zur Erklärung: Am Donnerstag fährt auf dem Saltfjell in Norwegen drüben ein CargoLink Autozug nach Süden … da wir eh da rüber wollen könnte man natürlich ein bisschen „zielen“ ;).

Wir verlängerten also und holten unseren Krempel, bevor wir aber das Haus verliessen schauten wir noch im kleinen Shop vorbei und deckten uns mit Ansichtskarten ein, achja und David besorgte sich Skistöcke zum Schneeschuhwandern – seine liegen zuhause im Keller ;). Erst wollte er welche Mieten, was aber wunderschöne 120 Kronen am Tag kosten würde, dann wollte er welche Kaufen. Als wir den Betrag für ein paar ältere gebrauchte Stöcke hörten meinten wir, uns verhört zu haben. Wie? Nur 30 Kronen? „Habt ihr da nicht ein paar Nullen vergessen?“ „Neinnein, 30 … weil die sind ja alt und fast kaputt.“ Hmm .. ok, also David kaufte 3 (!) gut benutzte Stöcke für 30 Kronen, vermutlich wurden die ja letzte Woche noch für 120 Kronen pro Tag irgendeinem armen Teufel vermietet ;)
Dann räumten wir uns ein, ich konnte endlich wieder mal Duschen / Rasieren und dann waren wir schon fast fertig um den Tag am Kamin im Haupthaus ausklingen zu lassen. Ich hatte mein Bier (zwar Lättölfussel – aber besser als wie nichts) und den Laptop schon unter dem Arm und wartete nur noch auf David. Er versuchte etwa 15min lang das W-Lan vom Haupthaus welches bei uns vor (und nur vor) dem Fenster gerade so reinkam irgendwie ins Zimmer zu bekommen, aber selbst sein Router welcher er dabei hatte half nichts, geht nicht, ausser wir wollen das Fenster offen lassen – DAGEGEN! ;)
Ich ging mal vor und schon im Eingang kamen mir zwei Gestalten mit Kameras entgegen. Hm, das kann nur eines bedeuten. Ein Blick nach draussen, Bingo! Nordlichter! Der Plan mit dem Tagesausklang wurde verschoben und ich ging zurück um den Gubler und die Kameraausrüstung zu holen, das Stativ aus dem Auto folgte dann gleich hinterer. In der folgenden Stunde beobachteten wir das Schauspiel von einem dunklen Punkt auf der anderen Bahnseite … und versuchten dabei das ganze auch mit der Kamera einzufangen, was aber nur schwer gelingt. Diese Dynamik und Farbe kann man nicht auf ein Bild bringen (die Kälte zum Glück auch nicht, sonst hättet ihr jetzt nämlich kalt ;)).

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Nordlichter in Abisko (nur in einer dunklen Umgebung zu sehen ;).

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Nordlichter in Abisko

Hier am Ort gibt es ein Nordlichaussichtszentrum, ich nenne es immer ganz salpo „Schneebar“, welches per Gondelbahn zu erreichen ist. Von da aus müsse das Schauspiel noch beeindruckender sein, hörten wir. Da hoch sollte man … aber wir haben noch die ganze Woche Zeit (ich habe da ja so eine Befürchtung), heute mochten wir noch nicht mehr weil a) kalt und b) KALT! Die Dicken Klamotten lagen verstreut im Zimmer und im Auto und ausserdem war es schon fast 22 Uhr.

Jetzt sitze ich endlich bei meinem Bier am Kamin und geniesse den Abend … dieser Urlaub bisher, auch wenn er erst eine Handvoll Tage dauerte, mag bisher zu überzeugen. Sonne am Tag, Nordlichter am Abend, was will man mehr? Vor zwei Jahren hatten wir weder Sonne noch Nordlichter.




Das war der erste Teil. Im nächsten sind wir dann an der Erzbahn, ob das Wetter wie geschrieben wirklich so toll wurde ... wir werden es sehen ;)

En Gruess
Nil


Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:09:04:12:37:24.
Ganz große Klasse!

Immer wieder toll anzusehen, deine Bilder!

Grüße

Schöner Bericht, aber...

geschrieben von: 1.Bauserie

Datum: 03.09.11 22:55

Hallole!

> So standen wir am Schluss am Bahnhof von Rombak und warteten.
... Dein Bahnhof Rombak heißt bei mir Rautas ;-)

Ansonsten: Bitte mehr davon!

Gruß
1.Bauserie


Fahr lieber mit der BUNDESBAHN
2 Südlichter im Nordlicht!

Klasse Bericht, wie immer von Euch. Danke!

Supi! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 04.09.11 09:42

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
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Moin,

und baaah, mir war ja schon anfang letzten Monat an der Erzbahn kalt (zumindest Nachts bei knapp über 0 Grad) - ich hoffe, ihr musstet wenigstens nicht im Zelt schlafen auf Eurer Reise!
Und der Reisebericht wird wie immer gerne verschlungen.

Grüße,
Patrick

Re: Schöner Bericht, aber...

geschrieben von: Nil

Datum: 04.09.11 12:38

Hoi,

hoppla ... ja, auch wir können uns nicht Beamen --> darum geändert, Merci ;)
Danke auch für die anderen Kommentare.

Gruess
Nil

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