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Auf Schienen vom Kapitalismus in den Sozialismus und zurück - 13.000km mit dem Zug durch Asien und ein bisschen Europa

Teil 43b: Zwischen verfallender kolonialer Vergangenheit und eher trister Gegenwart – Eine kurze Einführung in die Eisenbahn Malaysias (Teil 2)



So, hier folgt der zweite Teil der Einführung, nachdem ich im ersten Teil eine Übersicht Strecken und Geschichte der Eisenbahn in Malaysia gegeben habe.


Das rollende Material der malaiischen Eisenbahn


Da Malaysia bis 1957 (Westmalaysia) bzw. 1963 (Ostmalaysia) britische Kolonie war, stammte auch der Großteil des rollenden Materials aus Großbritannien. Zu Anfangszeiten vor Gründung der „Federated Malay State Railways (F.M.S.R.)“ war eine bunte Mischung britischer Dampfloks im Einsatz (u.a. Dübs, R.W. Hawthorn, Andrew Barclay, Hudswell Clarke, Dick Kerr). Im folgenden eine Übersicht aller Dampfloks, die bei den F.M.S.R. im Einsatz waren (das Baujahr entspricht nicht unbedingt dem Einsatzjahr, einige Loks gelangten erst weitaus später gebraucht nach Malaysia), in der Spalte ganz rechts sind Links zu Seiten mit vielen Infos und historischen Bildern der einzelnen Lok-Klassen angegeben:


Class Achsfolge Anzahl Hersteller Baujahr Beschreibung Link
------------
1
-----------
0-6-0T
---
1
---------------------------------------------
Ransomes and Rapier
------------------
1881
------------------------------------------------------------

------------------------------
[searail.mymalaya.com]
2 0-4-4T 1 Dübs 1874 Selangor State Railways [searail.mymalaya.com]
3 0-6-0ST 1 R W Hawthorn 1885 1893 an Selangor State Railways, ex Fleming & Wilson [searail.mymalaya.com]
4 0-4-0ST 1 Andrew Barclay 1888 Selangor State Railways, ex-Sungei Ujong Railway , 1909 verkauft [searail.mymalaya.com]
? 0-4-0Tr 1 Falcon Engine 1885 - 1887 [searail.mymalaya.com]
? 0-4-0IST 1 Bagnalls 1889 [searail.mymalaya.com]
14 4-4-0T 1 Hudswell Clarke 1890 Selangor State Railways [searail.mymalaya.com]
15 0-4-2T 1 Dick Kerr 1893 Selangor State Railways [searail.mymalaya.com]
A 4-4-0T 18 Hunslet (17), Neilson (1) 1884 - 1904 [searail.mymalaya.com]
B 4-4-0T 7 Hunslet (5), Hawthorn, Leslie (2) 1889 - 1911 [searail.mymalaya.com]
A2 0-6-0T 3 Hunslet 1928 Wiederbelegung der Klasse A 1929, wurden ursprünglich an Sembawang Naval Base geliefert und gingen 1941 an die F.M.S.R.[searail.mymalaya.com]
C1 4-4-0 7 Neilson (2), Kitson (3) and Hawthorn, Leslie (2) 1893 - 1894 [searail.mymalaya.com]
Burma E 0-4-2 10 Vulcan Foundry 1874 - 1877 Ursprünglich für die Indian State Railways in Burma bestimmt, 1912 an die F.S.M.R verkauft[searail.mymalaya.com]
Burma O 4-4-0 13 Neilson (12), Dübs (1) 1883 Ursprünglich für die Indian State Railways in Burma bestimmt, 1913 - 1914 an die F.S.M.R verkauft [searail.mymalaya.com]
C2 4-6-4T 16 Nasmyth, Wilson (5), North British (11) 1929 - 1940 Wiederbelegung der Klasse C, ursprünglich sollten 22 Exemplare geliefert werden, aufgrund er Kriegswirren kamen aber nur 16 nach Malaysia, der Rest wurde im Zweiten Weltkrieg in Ägypten eingesetzt und später nach Jordanien verkauft.[searail.mymalaya.com]
D 4-6-0 4 Kitson (2), Dübs (2) 1894 - 1895 Selangor Railways[searail.mymalaya.com]
E 4-6-0 2 Kitson (2) 1896 Perak Railways[searail.mymalaya.com]
F 4-4-0 2 Sharp Stewart 1897 Selangor Railways [searail.mymalaya.com]
G 4-6-0 34 Kitson (16), Hunslet (9), Neilson Reid (6), R. Stephenson (3) 1899 - 1905[searail.mymalaya.com]
H1 4-6-2 28 Kitson (18), Nasmyth Wilson (10) 1906 - 1908 [searail.mymalaya.com]
H2 4-6-2 17 Kitson (13), R. Stephenson (4) 1911 - 1913 im Prinzip baugleich mit H1 [searail.mymalaya.com]
H3 4-6-2 15 Kitson 1913 im Prinzip baugleich mit H1[searail.mymalaya.com]
I 0-6-4T 31 Kitson (23), North British (3), Hawthorn Leslie (5) 1907 - 1916[searail.mymalaya.com]
J 0-6-2T 3 Dubs (3) 1891 ursprünglich für Sungei Ujong Railway gebaut[searail.mymalaya.com]
K1 4-6-2 1 Dubs 1899 ursprünglich für Sungei Ujong Railway gebaut [searail.mymalaya.com]
K2 4-4-2T 11 Beyer-Peacock (7), Robert Stephenson (4) 1927 - 1929 [searail.mymalaya.com]
L 4-6-2 20 Kitson 1921 Sechs Exemplare gelangten im Zweiten Weltkrieg nach Burma und verblieben wohl dort [searail.mymalaya.com]
M 2-6-0 10 Baldwin 1920 Waren als Baulokomotiven für den Bau der Ostküstenlinie vorgesehen, später versetzten die Japaner die Lok zum Bau der Todeseisenbahn nach Burma; die Loks verblieben nach dem Krieg in Thailand, ein Exemplar ging zurück an die F.M.S.R.[searail.mymalaya.com]
O 4-6-2 66 North British 1938 - 1946 Gelangten in vier verschiedenen Lieferungen nach Malaysia (11 in 1938, 6 in 1939, 11 in 1940, Rest 1946).[searail.mymalaya.com]
P 4-6-2 26 Kitson (10), North British (16) 1917 - 1920 Entspricht der Klasse H mit Heißdampf. Durch den Ersten Weltkrieg verzögerte sich die Lieferung, einige Loks landeten auch in Indien. Im Zweiten Weltkrieg wurden alle Exemplare von den Japanern zur Todeseisenbahn verlegt, nach Kriegsende verblieben die Loks in Thailand, sofern sie nicht schon im Krieg zerstört wurden. Zwei Exemplare gelangten schließlich wieder nach Malaysia zurück.[searail.mymalaya.com]
Mallet 0-6-6-0 2 Baldwin 1918 Stammen aus einer ursprünglich für Russland bestimmten Lieferung, die von der neuen kommunistischen Regierung aber nicht mehr angenommen wurde. Die F.S.M.R erwarben 1920 zwei Exemplare für den schweren Güterverkehr zwischen Port Swettenham (Port Klang) und Kuala Lumpur, legten die beiden Loks aber nach acht Jahren schon wieder still[searail.mymalaya.com]
Q 4-6-2 12 Baldwin 1919 11 Exemplare gelangten im Zweiten Weltkrieg zur Todeseisenbahn, nach Kriegsende gelangten neun davon zurück nach Malaysia.[searail.mymalaya.com]
R 0-6-0T 10 Baldwin 1921 Wurden im schweren Rangierdienst eingesetzt.[searail.mymalaya.com]
S 4-6-2 16 North British (11), Beyer-Peacock (5) 1928 - 1931 Durch ihren Einsatz konnten Doppelbespannungen vor schweren Personenzügen entfallen.[searail.mymalaya.com]
T 0-6-2T 5 Bagnall 1928 Waren ursprünglich für Rangierdienste in den Häfen von Singapur und Port Swettenham (Port Klang) vorgesehen.[searail.mymalaya.com]
WD 2-8-2 28 Alco, Baldwin, Davenport 1943 - 1945 Es handelt sich um die legendären „Mac Arthurs“, die während des Zweiten Weltkriegs für das United States Army Transportation Corps gebaut. 96 Exemplare gelangten größtenteils in Einzelteile zerlegt nach Malaysia, wo sie zusammengebaut wurden. Der Großteil ging direkt nach Thailand weiter, 28 Lokomotiven verblieben bei den F.M.S.R., wurden aber größtenteils wenige Jahre später nach Afrika verkauft.[searail.mymalaya.com]

Dampfloks aus der japanischen Besatzungszeit
C30 2-6-2T 18 Hohenzollern (10), Borsig (8) 1929 - 1930 Wurden im Zweiten Weltkrieg von den Japanern aus Sumatra nach Malaysia gebracht als Ersatz für an Thailand und die Todeseisenbahn abgegebene Lokomotiven. Sofern sie den Krieg überlebten, wurden sie 1947 in Singapur wohl verschrottet.[searail.mymalaya.com]
C52 4-6-0 11 Werkspoor (6), Henschel (3), Beyer-Peacock (2) 1918 - 1923 Wurden im Zweiten Weltkrieg von den Japanern aus Sumatra nach Malaysia gebracht als Ersatz für an Thailand und die Todeseisenbahn abgegebene Lokomotiven. Sofern sie den Krieg überlebten, wurden sie 1947 in Singapur wohl verschrottet.[searail.mymalaya.com]
C58 2-6-2 17 Kawasaki ? Wurden im Zweiten Weltkrieg von den Japanern nach Malaysia gebracht als Ersatz für an Thailand und die Todeseisenbahn abgegebene Lokomotiven. Einige gelangten nach Thailand.[searail.mymalaya.com]
Burma F 0-6-0 2 Neilson 1901 - 1902 Gelangten im Zweiten Weltkrieg während der japanischen Besatzung aus Burma nach Malaysia.[searail.mymalaya.com]
Burma J 4-6-0 2 North British 1905 Gelangten im Zweiten Weltkrieg aus Burma nach Malaysia.[searail.mymalaya.com]
Burma K 4-6-0 2 North British (1) + ? 1905 Gelangten im Zweiten Weltkrieg während der japanischen Besatzung aus Burma nach Malaysia. Ein Exemplar stammte von North British, bei dem anderen Exemplar muss es sich ebenfalls um North British, Nasmyth Wilson oder Rheinische Metallwarenfabrik handeln.[searail.mymalaya.com]
Burma Ks 4-6-0 1 Nasmyth Wilson 1921 Gelangten im Zweiten Weltkrieg während der japanischen Besatzung aus Burma nach Malaysia.[searail.mymalaya.com]

Dampftriebwagen
Unc 4 Sentul 1915 - 1917 Zweiteiliger Dampftriebwagen, Antrieb 0-6-0.[searail.mymalaya.com]
SR1 1 Sentinel 1929 Einteiliger Dampftriebwagen, Antrieb Bo.[searail.mymalaya.com]
SR2 5 Sentinel 1932 Einteiliger Dampftriebwagen, Antrieb Bo.[searail.mymalaya.com]
SR3 6 Sentinel 1938 Einteiliger Dampftriebwagen, Antrieb Co.[searail.mymalaya.com]


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Bild 21: Dieses Bild stammt ebenso wie die folgenden drei Bilder aus dem kleinen Eisenbahnmuseum im
Hauptbahnhof von Kuala Lumpur und zeigt die erste Lokomotive Malaysias aus dem Jahre 1881, die auf
der Strecke zwischen Port Weld und Taiping im Einsatz war. Gebaut wurde sie bei Ransoms & Rapier.


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Bild 22: Laut Bildunterschrift soll es sich um ein unbekanntes Exemplar der Klasse C handeln. Dies ist aber falsch, es handelt
sich um eine Lok der Klasse G. Die Jahreszahl wiederum passt fast, die ersten Loks dieser Klasse kamen 1898 nach Malaysia.


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Bild 23: Hier passt die Bildunterschrift schon besser, es handelt sich tatsächlich um eine Lok der Klasse H, die ab 1907 nach Malaysia kamen.


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Bild 24: Eine Dampflok der Klasse P, von der es allerdings nie eine Nummer 99 gab. Es gab allerdings eine
Nummer 199 (North British 1926), die es im Krieg nach Thailand verschlug, wo sie die Nummer 814 bekam.


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Bild 25: Ein Exemplar der Klasse Q ist Lok 206, die 1919 bei Baldwin gebaut wurde und später bei den M.R. die Nummer 511.05 bekam.


http://farm6.static.flickr.com/5226/5830138176_1e439f5e88_o.jpg
Bild 26: Lok 564.25 ist ein Exemplar der Klasse O, das 1946 bei North British gebaut wurde und damit eine der letzten Dampfloks war,
die nach Malaysia geliefert wurde. Heute steht sie in einer etwas ungewohnten Farbgebung am Bahnhof von Butterworth als Denkmallokomotive.
Neben der Nummer hörte sie auch auf den Namen „Kuala Lumpur“.


http://farm6.static.flickr.com/5302/5830149322_9febc8f525_o.jpg
Bild 27: Lok 311.06 gehörte zur Klasse R, sie wurde 1921 bei Baldwin gebaut. 1962 wurde sie noch auf Ölfeuerung umgebaut, zwei Jahre später aber schon verschrottet.


http://farm6.static.flickr.com/5067/5829599711_90c9825a86_o.jpg
Bild 28: Die Lok 542.02 gehörte zur Klasse K2, sie wurde 1929 bei Robert Stephenson gebaut, um den
Betrieb auf der neuen Ostküstenlinie aufzunehmen. Im Zweiten Weltkrieg verschlug es sie nach Thailand.


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Bild 29: Eine weitere, erhalten geblieben Dampflok ist 564.36 „Temerloh“, ebenfalls ein Exemplar der Klasse 0.
Sie steht (einatzfähig?) im Bahnhof Gemas, wo die Ostküstenlinie von der Westküstenlinie abzweigt.


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Bild 30: Den Zusatztender der Lok zeige ich der Vollständigkeit halber auch noch.



Mit der Gründung der Malayan Railway (MR) im Jahre 1948 begann die Verdieselung, die bis 1972 größtenteils abgeschlossen war. Dabei kamen fast ausschließlich Dieselloks zum Zuge, vereinzelte Dieseltriebwagen sind heute alle abgestellt und verschrottet. Anbei eine Übersicht aller Dieselloks, die jemals bei der malaiischen Staatseisenbahn im Einsatz waren bzw. noch sind:

AnzahlClassNummernJahr HerstellerBeschreibung
20 15 15101 - 15120 1948 Vulcan Foundry, UK Dieselelektrische Rangierlokomotive
50 17 17101 - 17105 1964 Kisha Seizo Kaisha, Japan Dieselhydraulische Rangierlokomotive
10 18 18101 - 18110 1978 Brush HMA, UK Dieselelektrische Rangierlokomotive
10 19 19101 - 19110 1983 Hitachi, Japan Dieselelektrische Rangierlokomotive
26 20 20101 - 20126 1957/1958 Vulcan Foundry, UK Dieselelektrische Streckenlokomotive
15 21 21101 - 21115 1965 Kisha Seizo Kaisha, Japan Dieselhydraulische Streckenlokomotive
10 21 21201 - 21210 1968 Kisha Seizo Kaisha, Japan Dieselhydraulische Streckenlokomotive
40 22 22101 - 22140 1971/1972 Associated Electrical Industries (A.E.I.) und Metro-Cammell Dieselelektrische Streckenlokomotive
15 23 23101 - 23115 1983 Hitachi, Japan Dieselelektrische Streckenlokomotive
26 24 24101 - 24126 1987 [Toshiba, Japan/td] Dieselelektrische Streckenlokomotive
12 25 25101 - 25112 1990 General Motors, Kanada Dieselelektrische Streckenlokomotive Typ GT18LC-2
5 25 25201 - 25205 2002 General Motors, Kanada Dieselelektrische Streckenlokomotive Typ GT18LC-2
20 26 26101 - 26120 2003/2004 Adtranz, Deutschland Dieselelektrische Streckenlokomotive Typ „Blue Tiger“
20 29 29101 -29120 2005/2006 DLoco Dalian, China Dieselelektrische Streckenlokomotive
28 YDM4 ? Ende 90er Diesel Locomotive Works, Varanasi, India Geleast von den Indischen Staatseisenbahnen
5 YDM4 ? 2009 Southern Railway Workshop, Tiruchirappalli, Indien ehemalige Loks der Indischen Staatseisenbahnen


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Bild 31: Lok 151.01 war die erste Diesellok in Westmalaysia. Sie wurde 1949 bei Vulcan Foundry gebaut und steht heute als Denkmallok im Butterworth.


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Bild 32: Im Bahnhof von Sungai Petani begegnete mit Lok 25205. Sie wurde 2002 von General Motors an die malaiische Staatseisenbahn geliefert.


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Bild 33: Der Abendzug in Richtung Kuala Lumpur verlässt nach einem schweren Tropengewitter den Bahnhof von Ipoh. Gezogen wird er
von einer „Blue Tiger“ Lok, die 2003/2004 von Adtranz geliefert. Mit der angehängten Last wird die Lok sicher keine Probleme gehabt haben.



Mit dem Beginn der Elektrifizierung des Streckennetzes wurden elektrische Triebwagen beschafft, elektrische Loks wurden dagegen noch nicht erworben.

AnzahlClassNummernJahr HerstellerBeschreibung
18 81 EMU 01 - EMU 18 1994/1995 Jenbacher Transport, Österreich/Ungarn Elektrischer Triebwagen für 25kV Oberleitung
22 82 EMU 41 - EMU 62 1996/1997 Union Carriage and Wagon, Südafrika Elektrischer Triebwagen für 25kV Oberleitung
22 83 EMU 19 - EMU 40 1996/1997 Hyundai, Südkorea Elektrischer Triebwagen für 25kV Oberleitung
5 91 EMU ETS 01 – EMU ETS 05 2010 Hyundai Rotem, Südkorea Elektrischer Triebwagen für 25kV Oberleitung


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Bild 34: Der nicht mehr einsatzfähige elektrische Triebwagen EMU 42 ist im alten Hauptbahnhof von Kuala Lumpur abgestellt. Er kam 1996/97
aus Südafrika von Union Carriage and Wagon nach Malaysia und wurde nach gut zehn Jahren Betriebszeit schon wieder abgestellt.


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Bild 35: Im Bahnhof Serembang wartet der elektrische Triebwagen EMU 35 auf die Rückfahrt
durch Kuala Lumpur nach Rawang. Geliefert wurde er 1996/97 von Hyundai, Südkorea.



Der Wagenpark der malaiischen Staatseisenbahn ist relativ modern. Die Personenwagen sind selten älter als 20 Jahre und fast immer klimatisiert. Zum großen Teil stammen die Personenwagen von Daewoo aus Südkorea. Die Güterwagen sind ebenfalls recht modern, es gibt fast ausschließlich Container- und Kesselwagen.

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Bild 36: Diese Skizze aus dem Jahre 1939 zeigt einen Personenwagen der F.M.S.R.. Heute sind bei der Staatsbahn weitaus modernere Wagen im Einsatz.


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Bild 37: Diese geknickten Kesselwagen waren in Bukit Mertajam auf einem Gleis abgestellt.


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Bild 38: Das feuchtwarme, tropische Klima setzt dem rollenden Material erheblich zu, so wie
diesen Kesselwagen, die ein Zementwerk in der Nähe von Ipoh mit Brennstoff versorgen.


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Bild 39: Dieser abgestellte Kesselwagen bei Sembawang dient wohl weniger dem Transport, sondern fungiert wohl eher als mobil einsetzbare Tankstelle.


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Bild 40: Bei Kluang entdeckte ich aus dem Zugfenster noch diesen geschlossenen Güterwagen,
der wohl nicht mehr im regelmäßigen Einsatz steht. Der Gütertransport auf der Schiene wird heute in
Malaysia praktisch ausschließlich mit Container- oder Kesselwagen durchgeführt.



In Ostmalaysia (Sabah State Railway) kamen anfangs ausschließlich holzbefeuerte Dampflokomotiven, ebenfalls durchweg englische Fabrikate, zum Einsatz (damals gab es auf Borneo noch genügend Wald, heute gibt es dort praktisch keinen Wald mehr). Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg kamen auch viele Jeeps und LKWs, die auf die Schienen gesetzt wurden, zum Einsatz. Noch früher als in Westmalaysia endete der Dampfbetrieb, seit 1971 wurden ausschließlich japanische Dieselloks von Hitachi, Kawasaki und Nippon Sharyo sowie Dieseltriebwagen eingesetzt. Mit der Modernisierung des Streckenabschnitts Tanjung Aru – Beaufort wurden auch neue Dieselloks und Triebwagen aus China erworben.



Zugreisen in Malaysia


Malaysia möchte ja gerne so effizient und organisiert wie der sehr erfolgreiche, kleine Nachbarstaat Singapur sein, allein scheitert das Land oft kläglich an diesem Anspruch. Mit verantwortlich dafür ist auch die bereits oben erwähnte Bumiputra-Politik, die die Regierung seit der Unabhängigkeit verfolgt. Dabei wird die muslimische Mehrheit massiv gegenüber der chinesischen und indischen Minderheit bevorzugt (z.B. hatte ich während meines Aufenthalts fast keinen einzigen chinesisch- oder indisch-stämmigen Mitarbeiter bei der Staatsbahn erlebt). So breiteten sich Missmanagement, Chaos und Korruption in der Eisenbahn aus, was sich bis heute nicht geändert hat.

Schon der Fahrkartenkauf gestaltete sich zumindest 2009 schwierig. Tickets gab es nur an den Bahnhöfen, wobei dort in vielen Fällen gerade wegen eines Ausfalls des Computersystems keine Fahrkarten verkauft wurden oder der Schalter einfach geschlossen war, obwohl er laut Öffnungszeiten eigentlich hätte offen sein müssen. Im Internet gab es damals zwar eine Zugauskunft (ohne Buchungs- oder Reservierungsfunktion), am Schalter musste ich dann aber feststellen, dass es zwei von drei Zügen, die mir im Internet angezeigt wurden, gar nicht existieren. Mittlerweile kann man online Tickets erwerben, Erfahrungswerte habe ich damit allerdings nicht. Dafür sind die Fahrkarten dann äußerst günstig, billiger wie mit der Bahn kann man in Malaysia wohl nicht reisen. So kostete mich die über 700km lange Fahrt von Butterworth nach Singapur in der zweiten Klasse gerade Mal 77 Ringgit, das sind umgerechnet weniger als 20 Euro. Fahrkarten gibt es unabhängig von Klasse und Zugart immer nur gemeinsam mit einer Reservierung. Gerade an Wochenenden und Feiertagen sind viele Züge daher schon lange im Voraus ausgebucht, die internationalen Verbindungen nach Thailand sind unabhängig vom Wochentag oft schon Wochen im Voraus ausgebucht.

Bei den Zügen wird unterschieden zwischen Intercities und Komuter-Trains (Nahverkehrszügen im Großraum Kuala Lumpur). Dabei darf man die malaiischen Intercities keinesfalls mit dem deutschen IC oder ICE vergleichen. Der malaiische Intercity unterteilt sich nochmals in Expresszüge (express trains), die meist zwischen den großen Städten verkehren (z.B. Kuala Lumpur und Singapur), und Regionalzüge (aus historischen Gründen als „mail train“ bezeichnet), die aber nur noch selten auf der Westküstenlinie zu finden sind. Alle Intercity-Züge sind mit Dieselloks bespannt, auch wenn sie auf elektrifizierten Abschnitten verkehren (ein Beispiel für das Missmanagement der Staatsbahn). Verspätungen, oft mehrere Stunden, sind häufig und sollten bei der Reise mit einkalkuliert werden.

In den Expresszügen gibt es eine erste und eine zweite Klasse, die sich jedoch kaum unterscheiden. Beide sind klimatisiert, was einerseits die tropischen Temperaturen erträglich macht, andererseits den Nachteil hat, dass man die Fenster nicht öffnen kann. In den Nachtzügen gibt es sogar drei Klassen. Die zweite Klasse besteht aus offenen Schlafabteilen mit Vorhängen, die erste Klasse ist ein 2-er Abteil mit Waschbecken und in der Deluxe-Version gibt es im 2er-Abteil sogar eine Dusche. In den Mail Trains gibt es meistens nur die zweite Klasse und eine dritte Klasse, meist ohne Klimaanlage.

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Bild 41: Das Innere eines typischen Personenwagens der zweiten Klasse. Wie die meisten modernen Wagen stammt er von Daewoo aus Südkorea.
Auf den ersten Blick sieht er noch ganz gut aus, wenn aber näher hinschaut, sieht man auch die schon etwas heruntergekommenen Ecken.
Rechts oben lagert im Gepäckfach übrigens mein Reisegepäck, das immerhin 40kg auf die Waage brachte.




Quellen

Wikipedia - Malaysia
Wikipedia – KTM (Malaiische Staatseisenbahn)
Wikipedia – Sabah State Railway
Wikipedia – Rail transport in Malaysia
Statistiken zum Eisenbahntransport
Beschreibung & Fotos einiger stillgelegter Strecken in Malaysia
Übersicht & Fotos elektrische Triebwagen der KTMB
Infos zur Geschichte der Eisenbahn in Malaysia samt allen Dampflokomotiven



Nach so viel Theorie widmen wir uns im nächsten Bericht wieder der Praxis. Mit dem Zug legen wir die restliche Strecke vom thailändisch-malaiischen Grenzbahnhof Padang Besar nach Butterworth im Eastern Oriental Express für Arme zurück. Dort angekommen setzen wir dann wie die Passagiere des Eastern Oriental Express auf die Insel Penang und die dortige Kolonialstadt Georgetown über. Allerdings lassen wir uns nicht wie die Fahrgäste des Eastern&Oriental Express mit der Rikscha durch die Altstadt kutschieren, sondern widmen uns dort natürlich wieder der „schrägen“ Eisenbahn. Ich hoffe, dass ihr dann alle wieder reinklickt.




Zugliste


Zug		Von			Nach	Kilometer	Land	Traktion	Spurweite

S3		Niederhöchstadt		Frankfurt(Main)Hbf	  11,8		DE	Elektr.		1435mm
ICE 75		Frankfurt(Main)Hbf	Zürich HB		 449,6		DE/CH	Elektr.		1435mm
IC 585		Zürich HB		Chur			 116,1		CH	Elektr.		1435mm
R 1169		Chur			San Murezzan/St.Moritz	  89,25		CH	Elektr.		1000mm
RE 1145		Bravuogn/Bergün		Preda			  12,57		CH	Elektr.		1000mm
R 1658		Poschiavo		Ospizio Bernina		  21,294	CH	Elektr.		1000mm
R 1641		Morteratsch		Diavolezza		   4,635	CH	Elektr.		1000mm
R 1658		Poschiavo		Ospizio Bernina		  21,294	CH	Elektr.		1000mm
RE 1124		St.Moritz		Chur			  89,25		CH	Elektr.		1000mm
IC 570		Chur			Zürich			 116,1		CH	Elektr.		1435mm
S6		Zürich			Baden			  22,53		CH	Elektr.		1435mm
S6		Baden			Zürich			  22,53		CH	Elektr.		1435mm
S6		Zürich			Baden			  22,53		CH	Elektr.		1435mm
IR 1972		Baden			Basel SBB		  65,9		CH	Elektr.		1435mm
ICE 370		Basel SBB		Freiburg Hbf		  66,8		CH/DE	Elektr.		1435mm
RB31603		Freiburg Hbf		Littenweiler		   7,22		DE	Elektr.		1435mm
RB31620		Littenweiler		Freiburg Hbf		   7,22		DE	Elektr.		1435mm
ICE 270		Freiburg Hbf		Frankfurt(Main)Hbf	 294,4		DE	Elektr.		1435mm
S3		Frankfurt(Main)Hbf	Niederhöchstadt		  11,8		DE	Elektr.		1435mm
S3		Niederhöchstadt		Frankfurt(Main)Hbf	  11,8		DE	Elektr.		1435mm
S8		Frankfurt(Main)Hbf	Frankfurt-Flughafen	  11,4		DE	Elektr.		1435mm
Chollima	Pyongyang Yonggwang	Pyongyang Puhung	   1,5(ca.)	KP	Elektr.		1435mm
Zug Nr. 5	Pyongyang		Sinuiju-(Grenze DPRK)	 225		KP	Elektr.		1435mm
K 28		(Grenze China)-Dandong	Beijing			1132		CN	Diesel		1435mm
K 177		Beijing Xi		Datong			 368		CN	Elektr.		1435mm
2671		Datong			Xi'an			1006		CN	Elektr.		1435mm
Z94		Xi'an			Suzhou			1425		CN	Elektr.		1435mm
K8418		Suzhou			Huangshan (Tunxi)	 588		CN	Diesel		1435mm
K155		Huangshan (Tunxi)	Guilin Bei		1277		CN	Diesel		1435mm
K181		Guilin Bei		Kunming			1265		CN	Diesel		1435mm
LC4		Lao Cai			Hà Nôi			 294		VN	Diesel		1000mm
SE3		Hà Nôi			Sài Gòn			1730		VN	Diesel		1000mm
BT		Battambang		Battambang		12,54		KH	Benzin		1000mm
O280		Aranyaprathet		Bangkok			254,5		TH	Diesel		1000mm
SE35		Bangkok			Padang Besar		989,9		TH	Diesel		1000mm

								12044,463



Weitere Bildimpressionen aus Malaysia


Weitere Bildimpressionen von mir aus Malaysia auf Flickr. Zum Anschauen auf eines der Bilder oder den Link klicken:


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Inhaltsverzeichnis


Prolog
  • Teil 0: 13.000km mit dem Zug durch 10 Länder, aber wo? BÜ-Bilderrätsel mit 10 Bildern
  • Teil 1: Prolog - Warum ich mit dem Zug 13.000km durch die Gegend gereist bin

  • Schweiz
  • Teil 2: Ein Kurzabstecher in das kapitalistische Musterland - Bilder von der Albulabahn
  • Teil 3: Über den Bernina zurück nach Deutschland

  • Nordkorea
  • Teil 4: "Willkommen im sozialistischen Paradies" - Eine Einführung zu Nordkorea (Teil A)
  • Teil 4: "Willkommen im sozialistischen Paradies" - Eine Einführung zu Nordkorea (Teil B)
  • Teil 5: Unterwegs mit der atombombensicheren Metro in Pyongyang - (Teil A)
  • Teil 5: Unterwegs mit der atombombensicheren Metro in Pyongyang - (Teil B)
  • Teil 6: Zugimpressionen aus Nordkorea und ein schweres Verbrechen
  • Teil 7: Mit O-Bussen durch den Alltag in Pyongyang
  • Teil 8: Mit der Tram durch Pyongyang - Eine Stadtrundfahrt (Teil A)
  • Teil 8: Mit der Tram durch Pyongyang - Eine Stadtrundfahrt (Teil B)
  • Teil 9: Von Pyongyang nach Beijing - Teil A: Die Vertreibung aus dem "sozialistischen Paradies"
  • Teil 9: Von Pyongyang nach Beijing - Teil B: Verwirrung an der Grenze

  • China
  • Teil 9: Von Pyongyang nach Beijing - Teil C: Zurück im Kapitalismus?!
  • Teil 9: Von Pyongyang nach Beijing - Teil D: Im Morgenlicht nach Beijing
  • Teil 10: Eine kurze Einführung in die chinesische Eisenbahn
  • Teil 11: Mit dem Zug von Beijing nach Datong
  • Teil 12: Mit dem Zug von Datong nach Xi'an
  • Teil 13: Mit dem Zug von Xi'an nach Suzhou
  • Teil 14: Suzhou nach Huangshan (Tunxi)
  • Teil 15: Von Huangshan (Tunxi) nach Guilin
  • Teil 16: Von Guilin nach Kunming
  • Teil 17a: Schmalspurbahnen in Yunnan - Die Geschichte der Yunnan-Bahn
  • Teil 17b: Schmalspurbahnen in Yunnan - Weitere Schmalspurbahnen und Eisenbahnprojekte in Yunnan
  • Teil 17c: Schmalspurbahnen in Yunnan - Historische Schmalspurfahrzeuge im „Yunnan Railway Museum“
  • Teil 17d: Schmalspurbahnen in Yunnan - Historische Dampflokomotiven im „Yunnan Railway Museum“

  • Vietnam
  • Teil 18 (Rätsel): Wie hängen diese Bilder zusammen?
  • Teil 19: Viele verschiedene V-Loktypen - Eine kurze Einführung in die vietnamesische Eisenbahn
  • Teil 20: Ein Abend im „Bia Hoi“-Garten mit Bahnhofsblick in Lao Cai
  • Teil 21a: Mit Baguette und Zug, aber leider ohne Rotwein von Lao Cai nach Hanoi
  • Teil 21b: Mit Baguette und Zug, aber leider ohne Rotwein von Lao Cai nach Hanoi
  • Teil 22a: Auf Schienen durch Häuserschluchten und über Bahnübergänge in Hà Nôi – Teil A
  • Teil 22b: Auf Schienen durch Häuserschluchten und über Bahnübergänge in Hà Nôi – Teil B
  • Teil 23a: Mit Millionticket, verstopften Toiletten, Siemens-Lok und Regen im Wiedervereinigungsexpress von Hà Nôi nach Sài Gòn – Teil A
  • Teil 23b: Mit Millionticket, verstopften Toiletten, Siemens-Lok und Regen im Wiedervereinigungsexpress von Hà Nôi nach Sài Gòn – Teil B
  • Teil 24: Die Geschichte der Zahnradbahn von Thap Cham nach Da Lat
  • Teil 25: Hochzeit auf einer Dampflok in Da Lat

  • Kambodscha
  • Teil 26: Um welches Eisenbahngefährt handelt es sich hier? - Rätsel
  • Teil 27: Eine kurze Einführung in die kambodschanische Eisenbahn
  • Teil 28: (Ein)Stimmungsbilder vom Bahnhof Phnom Penh
  • Teil 29: Art-Déco und Güterwagenschlangen – Ein Rundgang im Bahnhof von Phnom Penh
  • Teil 30: Diesellokomotiven und Dampflok(reste) der kambodschanischen Eisenbahn
  • Teil 31: Deutsche Wasserkräne und Bahnidylle im verwaisten Betriebswerk von Phnom Penh
  • Teil 32: Personen- und Güterwagen der kambodschanischen Eisenbahn
  • Teil 33: Verfall, Müll und Kinderprostitution –Szenen am Bahndamm in Phnom Penh
  • Teil 34: Das (Bahn)Städtchen Battambang - Asiatische Provinz, wie ich sie liebe
  • Teil 35: Hessische Wasserkräne und Rheinländische Güterwagen – Der „deutsche“ Bahnhof von Battambang
  • Teil 36: Abenteuer auf Schienen – Eine Fahrt mit der Bambuseisenbahn von Battambang

  • Thailand
  • Teil 37: Zum 50. ein Rätsel
  • Teil 38: Eine kurze Einführung in die „deutsche“ Eisenbahn in Thailand
  • Teil 39a: Thailändische Nebenromantik par excellence – Mit dem Triebwagen von Aranyaprathet nach Bangkok
  • Teil 39b: Thailändische Nebenromantik par excellence – Mit dem Triebwagen von Aranyaprathet nach Bangkok
  • Teil 40a: Sonne, blauer Himmel und Eisenbahn – Zwischen Slums und Gleisen auf Bahntour in Bangkok
  • Teil 40b: Sonne, blauer Himmel und Eisenbahn – Zwischen Slums und Gleisen auf Bahntour in Bangkok
  • Teil 41: Eastern Oriental Express für Arme – Mit dem Zug von Bangkok in Richtung Butterworth

  • Malaysia
  • Teil 42: Filmset-Rätsel mit Eisenbahnbezug
  • [li]Teil 43a: Zwischen verfallender kolonialer Vergangenheit und eher trister Gegenwart – Eine kurze Einführung in die Eisenbahn Malaysias

    Spannend ....

    geschrieben von: 185 003

    Datum: 02.09.11 00:04

    Moin!

    Der Bericht kommt mir gerade recht, denn ich habe eine Zugfahrt durch Malaysia auf dem Zettel stehen:
    Am 1. Oktober in Kuala Lumpur los, durch den (hoffentlich noch nicht komplett abgeholzten) Urwald, Ankunft am 2. Oktober in Kota Bahru.
    Ist zwar der Nachtzug, aber das letzte Drittel wird bei Tageslicht zurückgelegt.
    Unsicher bin ich mir nur über den Rückweg. Am liebsten würde ich zurückfliegen...
    Die Frage ist nur, mit wieviel Verspätung kann man rechnen? Wäre Mist, wenn ich in KB ankomme und der Flieger ist schon lange weg ....

    Gruß aus Köln
    Lars

    http://www.lars-p.de/dsobanner.jpg

    Mir brennt eine Frage unter den Nägeln ;-)

    geschrieben von: E 44 051

    Datum: 02.09.11 00:36

    Hallo Florian,

    Deine überaus spannende und informative Serie verfolge ich schon lange und ich danke Dir dafür. Gerade im aktuellen Gebiet habe ich auch noch Reisepläne in der Schublade herum liegen, die ihrer Realisierung harren.

    Aber hier bin ich doch ins Stolpern geraten:

    "Rechts oben lagert im Gepäckfach übrigens mein Reisegepäck, das immerhin 40kg auf die Waage brachte."

    Hast Du wirklich die ganze Zeit 40 kg Gepäck mitgeschleppt? Das klingt ja überaus grausam. Auch auf größeren Backpackertouren hatte ich noch nie mehr als 20 kg Gepäck dabei, und das war schon nervig genug.

    Solltest Du für weitere Touren nach "Optimierungspotenzial" suchen (einmal Berater, immer Berater ;-) ), kannst Du mich gern ansprechen.

    Ansonsten freue ich mich auf die Fortsetzung Deines Reiseberichtes.

    Freundliche Grüße aus Leipzig von
    Ralf

    Re: Spannend ....

    geschrieben von: lkf

    Datum: 02.09.11 10:31

    185 003 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Am 1. Oktober in Kuala Lumpur los, durch den
    > (hoffentlich noch nicht komplett abgeholzten)
    > Urwald, Ankunft am 2. Oktober in Kota Bahru.
    > Ist zwar der Nachtzug, aber das letzte Drittel
    > wird bei Tageslicht zurückgelegt.
    > Unsicher bin ich mir nur über den Rückweg. Am
    > liebsten würde ich zurückfliegen...
    > Die Frage ist nur, mit wieviel Verspätung kann man
    > rechnen? Wäre Mist, wenn ich in KB ankomme und der
    > Flieger ist schon lange weg ....


    Warum drehst du die Runde dann nicht um? Fliegst erst mit AirAsia nach Kota Bharu und nimmst dann den Zug nach KL?

    2007 bin ich von Wakaf Bharu nach Singapore, mit Zug 57 Lambaian Timur gefahren.

    Hier ein paar Bilder, die zwischen Wakaf Bharu und Gemas entstanden sind

    http://img695.imageshack.us/img695/9420/pict3824.jpg

    http://img8.imageshack.us/img8/6017/pict3832y.jpg

    http://img221.imageshack.us/img221/2043/pict3836bvk.jpg

    http://img692.imageshack.us/img692/7108/pict3837.jpg

    http://img717.imageshack.us/img717/4154/pict3838b.jpg

    http://img585.imageshack.us/img585/3604/pict3840.jpg

    http://img607.imageshack.us/img607/1822/pict3844.jpg
    Ausgezeichnetet recherchiert. Diese umfassende und sorgfältige geschichtliche Aufarbeitung, all die Listen und die immer wieder enthaltenen Sonderzeichen (Hochstellungen usw. ...) zeigen, wieviel Mühe Du Dir mit diesen Berichten machst. Woher hast du all diese Infos und wie lange brauchst Du, um sie zu sammeln? Ich nehme ja an, Du machst das dann alles nach der Reise - so wie ich meistens auch.
    Aber ich kann mich ja verstecken neben Deinen Berichten...

    Freue mich auf die Fortsetzungen...

    Re: Spannend ....

    geschrieben von: Flo1979

    Datum: 02.09.11 16:29

    Hallo Lars,

    auf die Pünktlichkeit würde ich bei der malaiischen Eisenbahn nicht unbedingt zählen, so hatte z.B. mein Zug von Kuala Lumpur nach Singapur mehr als zwei Stunden Verspätung. Wie weiter unten vorgeschlagen, macht es ggf. Sinn, zuerst nach Kota Bahru zu fliegen und dann den Zug zu nehmen. Noch besser ist es natürlich, mit dem Zug hin- und zurück zu fahren, aber ich weiß nicht, ob du soviel Zeit hast.

    Viele Grüße

    Florian

    Re: Mir brennt eine Frage unter den Nägeln ;-)

    geschrieben von: Flo1979

    Datum: 02.09.11 16:46

    Hallo Ralf,

    vielen Dank für dein Beratungsangebot ;-) Die 40kg hatten mehrere Gründe, normalerweise reise ich auch mit weitaus weniger Gepäck. Da ich über drei Monate durch verschiedenste Klimazonen (von Minusgraden und Schnefall bis 38° und fast 100% Luftfeuchtigkeit war alles dabei), musste alleine schon eine entsprechende Sammlung an geeigneter Kleidung dabei sein, zumal ich nicht nur mit dem Zug unterwegs war, sondern auch ein paar (mehrtägige) Trekkingtouren während des Urlaubs unternommen hatte. Dazu kam dann noch, dass ich einige Freunde unterwegs besucht hatte, die mich mit Geschenken überhäuft hatten und das eine oder andere interessante Buch habe ich mir als Souvenir dann auch noch aufgehalst. So kam ich dann am Ende der Reise auf die 40kg, in Singapur kamen von meinen Freunden nochmals 8kg Geschenke/Bücher obendrauf. Emirates hat mit 30kg ja eine großzügige Freigepäckgrenze, die verbleibenden knapp 18kg kamen eingewickelt in Plastiktüten ins Handgepäck. Beim Umsteigen in Dubai machten die Plastiktüten dann schlapp und ich band meine Bücher notdürftig mit einer Schnur zusammen, was mir leicht ungläubige und misstrauische Blicke einiger Mitreisender und Stewardessen einbrachte. Letzten Endes ist aber alles wieder heil in Deutschland angekommen.

    Viele Grüße

    Florian
    tokkyuu schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ausgezeichnetet recherchiert. Diese umfassende und
    > sorgfältige geschichtliche Aufarbeitung, all die
    > Listen und die immer wieder enthaltenen
    > Sonderzeichen (Hochstellungen usw. ...) zeigen,
    > wieviel Mühe Du Dir mit diesen Berichten machst.

    Vielen Dank für das Lob!


    > Woher hast du all diese Infos und wie lange
    > brauchst Du, um sie zu sammeln? Ich nehme ja an,
    > Du machst das dann alles nach der Reise - so wie
    > ich meistens auch.

    Die Infos stammen größtenteils aus dem Internet (siehe auch Quellenangabe am Ende des Berichts), der Rest aus Büchern. Für diesen Bericht gingen schätzungsweise schon so 25-30 Stunden Arbeit drauf, deswegen hat es auch eine längere Pause zwischen diesem und dem vorherigen Bericht gegegeben, da es neben der Eisenbahn ja auch noch andere interessante und wichtige Dinge gibt ;-) Die Recherche erfolgt meistens erst nach der Reise, oft fahre ich relativ unvorbereitet in die Länder. Eigentlich sollte dieser Bericht auch nicht so ausführlich werden, aber bei der Recherche im Netz findet man oft tolle Infos (wie für diesen Bericht z.B. die Übersicht der Dampfloks) und die möchte man dann natürlich im Bericht mit aufnehmen.


    > Aber ich kann mich ja verstecken neben Deinen
    > Berichten...
    >

    Du brauchst dich gar nicht zu verstecken, jeder hat seinen eigenen Stil und gerade das macht das Auslandsforum für mich so interessant.


    > Freue mich auf die Fortsetzungen...

    Der nächste Bericht ist praktisch schon fertig, da er nicht so umfangreich wie dieser Bericht wird ;-)


    Viele Grüße

    Florian

    Re: ja, ich dachte mir schon sowas ;-)

    geschrieben von: E 44 051

    Datum: 02.09.11 17:42

    Hallo Florian,

    natürlich war mein "Beratungsangebot" nicht so ernst gemeint, denn ich habe Dich schon so eingeschätzt, dass Du bei Deiner Reiseplanung auch beim Gepäck die notwendige Sorgfalt walten lässt. Aber gerade im Outdoor-Sektor kann man unter Einsatz entsprechender Mittel gewaltig bei Gewicht und Volumen sparen.

    Das Phänomen des stetig steigenden Gewichtes, gerade bei längeren Touren, kenne ich auch. In Deinem Fall (40 kg) hätte ich wohl unterwegs mal gnadenlos ausgemistet (teils wegwerfen, verschenken oder veräußern, teils nach Hause schicken).

    Deinen Umstieg in Dubai hätte ich auch gern beobachtet, das war sicher ein Bild für die Götter ;-)

    Ich freue mich schon auf die Fortsetzung des Berichtes, freundliche Grüße aus Leipzig von
    Ralf
    Hallo Florian,

    ich hab schon sehnsüchtig die Fortsetzung deines Reiseberichts erwartet und sehe jetzt mit Schrecken, das nur noch ca. 1000 km offen sind :-(

    Vielen Dank für deine Mühen mit den Fotos und der Recherche. Wenn es hier sowas wie eine Hall of Fame gäbe, deine Artikel gehören definitiv rein.

    Liebe Grüße aus Düsseldorf