Zu schreiben
Ende eines Klassikers wäre reißerisch und würde jeder Grundlage entbehren. Der massive Einbruch der Beförderungszahlen im Personenverkehr der Albanischen Staatsbahn HSH hat ein erstes Opfer gefordert. Der durchgehende Zug Tirana – Vlorë existiert nicht mehr. Die zeitlich kurz versetzte Abfahrt der Züge Tirana – Elbasan und Tirana – Vlorë ließ den zweiten Zug obsolet werden, sodass der Zuglauf auf Rroghozinë – Vlora begrenzt werden konnte. Wer also heute von der albanischen Hauptstadt mit der Eisenbahn nach Vlora in Südalbanien fahren will, muss in Rroghozinë umsteigen. Und eine Veränderung gibt es auch noch: Die Züge fahren nur noch mit zwei anstatt mit drei Wagen.
Vorab eine Skizze für die Ortsunkundigen. Blau der Zuglauf Tirana – Elbasan, grün der Anschluss Rroghozine – Vlora (Vlore).
Tirana (ab 11.45) Zug 18:
Vorë
Sukth
Shkozet (Depot Durrës)
Durrës (ab 13.10)
Plazh (Durrës Strand)
Golem
Kavajë
Lekaj
Rrogozhinë (an 14.18)
(Weiterer Zuglauf nach Elbasan gepunktet:)
Peqin
Bishqem
Papërr
Elbasan
Ab Rrogozhinë Anschlusszug (in Klammern stillgelegte Bahnhöfe) Zug 19:
Rrogozhinë (ab 14.28)
Dushq (an 14.49, ab 14.50)
Lushnje (an 15.04, ab 14.05)
Gradisht (an 15.44, ab 15.45)
Libofsh (an 15.44, ab 15.45)
Fier (an 16.11, ab 16.12)
(Levan)
(Novoselë)
(Sale) (Salinen)
(Nartë)
Vlorë (an 17.50)
Im Bahnhof Tirana habe ich in der Biletaria die Fahrkarte nach Vlora gekauft. Die gute Frau am Schalter weist mich darauf hin, dass ich in Rrogozhinë umsteigen muss. Sie war ganz erstaunt, dass ich das wusste.
In Tirana kommt der Zug aus Elbasan eingefahren, gezogen von T 669.1053. Die Zeiten sind in Albanien vorbei, dass für jeden Zug zwei Maschinen zugeteilt sind. Jede Lok fährt mit ihrem Zug die Strecke komplett durch.
Bild 1:
Im Inneren eines alten ex FS des Zuges.
Bild 2:
Auf der Fahrt nach Durres befinden sich ca. 20 Fahrgäste im Zug:
Bild 3:
Ein riesiges Problem ist immer noch der Volkssport in Albanien, Züge mit Steinen zu bewerfen. Zusätzlich bietet dieser Film interessante Einblicke in das System Eisenbahn aus albanischer Sicht (SPECIALE HEKURUDHAT FREDI) 10:50 min.
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www.youtube.com]
Bild 4:
Kurz vor dem Depot Shkozet befindet sich eine Verbindungskurve zum Streckenast nach Rroghozine, welche ein Kopfmachen im Sackbahnhof in Durres überflüssig macht. Das Gleis ist immer noch außer Betrieb.
Vergleiche dazu könnt ihr hier von einer Fahrt genau zwei Jahre zuvor im April 2009 ziehen:
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www.drehscheibe-foren.de]
Bild 5:
Es folgen Bilder von der Vorbeifahrt am Depot Shkozet:
Bild 6:
Bild 7:
Nicht mehr identifizierbare T669
Bild 8:
Bild 9:
In der Mitte T669.1059
Bild 10:
Bild 11:
Links T 669.1044
Bild 12:
T669.1060
Bild 13:
Letzte an die HSH gelieferte T669.1061
Kurz nach dem Depot in Shkozet zweigt links das Gleis zum Hafen ab. Zustand weiterhin zweifelhaft. Allerdings befand sich hier vor zwei Jahren die Barriere noch nicht.
Bild 14:
In Durres macht unsere Maschine Kopf und fährt dann weiter in Richtung Süden.
Bild 15:
Hier entlang der Autobahn in Richtung Golem. Jede Menge Hotels säumen die Autobahn und auf der anderen Seite den Strand. Von sanftem Tourismus in diesem wunderbaren Land keine Spur. So ist das: (Schwarz)Geld regiert die Welt!
Bild 16:
Der Zug ist ab Durres gut gefüllt. Die meisten fahren weiter nach Elbasan. Rroghozine erreichen wir pünktlich. Im Hintergrund steht schon der Zug aus Fier, der jetzt die komplette Strecke bis nach Vlora durchfahren wird. Über die Hintergründe habe ich bereits berichtet. Zum Vertaktungssystem hier im Bahnhof siehe auch
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www.drehscheibe-foren.de]. Dieses System funktioniert nun nicht mehr.
Bild 17:
Bild 18:
Bild 19:
Der Zug nach Elbasan fährt pünktlich weiter. Die Lok des Anschlusszuges hat mittlerweile umgesetzt.
Bild 20:
T669.1057
Diese Maschine ist momentan die einzig betriebsbereite auf der Strecke Rroghozine – Vlora. Auf ein Einstellen eines Videos über das Umsetzten habe ich verzichtet.
Das Wetter ist mittlerweile besser geworden und wir fahren über eine lange Kurve nach rechts um die Stadt herum in Richtung Süden.
Bild 21:
Den zweiten Teil [
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Der Teil über die Stichstrecke nach Fushe-Kruje folgt im August. Und dann bleibt noch der Bericht über die Königin der Strecken (nein, nicht nach Pogradec), der mich unheimlich viel Mühe gekostet hat.
Und immer daran denken: neuste nach oben aus ist öde. Man kann auch gut und gerne auf ältere Beiträge antworten und auf Neuerungen und Veränderungen hinweisen. Darin liegt die Würze: das Frühere und das Jetzige.
Macht was draus.
Grüße
Alex
Bisherige Beiträge über die Eisenbahn in Albanien, April 2011:
Prolog, Fahrpläne, Pilgerzüge: [
www.drehscheibe-foren.de]
Strecke Podgorica – Hani i Hotit – Shkodër (20. April 2011):
Teil 1: Podgorica – Tuzi [
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Teil 2: Hani i Hotit [
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Teil 3: Hani i Hotit bis nach Bajzë [
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Teil 4: Bahnhof Bajzë [
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Teil 5: Koplik bis Shkodër und Züge: [
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Nebenbahn Kashar – Yzberish, Durres-Pendel: [
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Strecke Fier – Ballsh (25. April 2011):
Teil 1: [
www.drehscheibe-foren.de]
Teil 2: [
www.drehscheibe-foren.de]
Teil 3: [
www.drehscheibe-foren.de]
Betriebsalltag in den Bahnhöfen Tirana und Vorë: [
www.drehscheibe-foren.de]
Industriebahn Papërr – Cërrik, Stahl der Partei (Elbasan): [
www.drehscheibe-foren.de]
Bahnhof Prrënjas und der Lokfriedhof: [
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Züge Nr. 18 und 19: Von Tirana nach Vlorë (24. April 2011):
Teil 2: [
www.drehscheibe-foren.de]
Strecke Milot – Rreshen – Burrel – Klos (April und Juli 2011) Teil 1: [
www.drehscheibe-foren.de]
Strecke Milot – Rreshen – Burrel – Klos (April und Juli 2011) Teil 2: [
www.drehscheibe-foren.de]
Dalje: Epilog mit Güterzügen und Informationen [
www.drehscheibe-foren.de]
Mehr von der HSH: [
www.drehscheibe-foren.de]
3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:10:04:10:28:22.