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Hoi zäme,

Und jetzt kommt er schon, der letzte Teil USA. Es folgen dann noch zwei Teile aus Italien. Und sobald ich damit fertig bin gibt es Skandinavien oder Chile, hm, das weiss ich noch nicht ;)




Hier die Links zu den älteren Beiträgen:

Prolog: [www.drehscheibe-foren.de]
Teil 1: [www.drehscheibe-foren.de] >> fahrt in den Kosovo und Sonderfahrt
Teil 2: [www.drehscheibe-foren.de] >> zwei Tage im Kosovo und Lokparade
Teil 3: [www.drehscheibe-foren.de] >> in Albanien
Teil 4: [www.drehscheibe-foren.de] >> Die letzten zwei Tage im Kosovo
Teil 5: [www.drehscheibe-foren.de] >> Fahrt der Küste nach hoch durch Montenegro bis nach Kroatien
Teil 6: [www.drehscheibe-foren.de] >> zwei Tage am Kroatischen Gleichstrom um Rijeka und Fahrt nach Hause

Teil 7: [www.drehscheibe-foren.de] >> Flug und Ankunft in den USA, die ersten Eindrücke
Teil 8: [www.drehscheibe-foren.de] >> Zwei Tage in der Wüste um Greenriver
Teil 9: [www.drehscheibe-foren.de] >> am Soldier Summit
Teil 10: [www.drehscheibe-foren.de] >> an einer Elektroeisenbahn und von der Fahrt bis nach Wyoming.
Teil 11: [www.drehscheibe-foren.de] >> am Sherman Hill
Teil 12: [www.drehscheibe-foren.de] >> auf dem Weg nach Westen, mit Besuch im Echo Canyon
Teil 13: [www.drehscheibe-foren.de] >> noch mal im Echo Canyon und Fahrt nach Reno
Teil 14: [www.drehscheibe-foren.de] >> am Donnerpass
Teil 15: [www.drehscheibe-foren.de] >> ein Tag in der SF Bay Area
Teil 16: [www.drehscheibe-foren.de] >> Um SF und dem ACE Train hinterher.
Teil 17: [www.drehscheibe-foren.de] >> In SF und nach Süden bis Tehachapi
Teil 18: [www.drehscheibe-foren.de] >> am Tehachapi Pass und über Las Vegas bis in die Mojave Desert
Teil 19: [www.drehscheibe-foren.de] >> Von der Wüste zur Küste
Teil 20: [www.drehscheibe-foren.de] >> Südlich von LA und am Cajon Pass




Tag 41: Donnerstag, 08.07.2010, Tehachapi – Tehachapi
Text: Pascal

[maps.google.ch]

Nachdem wir uns gegen die Küste und für den Tehachapi-Pass entschieden hatten, gab es heute den zweiten Teil des „Tehachapi-Dramas“. Wieder standen wir kurz nach acht am Loop. Wieder konnten wir beim runterfahren Baufahrzeuge beobachten, wieder kam NICHTS! Um 13:45 war die Sonne schließlich rum und wir zogen etwas entnervt ab Das warten war zwar schön gemütlich, im Schatten im nichts, aber es hätte auch mal etwas kommen dürfen.
Auf dem Weg nach Caliente kreuzten wir dann auch schon den ersten Güterzug, immerhin beginnt es nun zu rollen, dachten wir uns. Wir stellten uns deshalb bei Caliente in die „mittlere Ebene“. Von dort konnten wir einerseits Züge nach Bakersfield im Bahnhof (unterste Ebene) oder Züge nach Mojave (mittlere Stufe) schiessen. Wir brauchten auch nicht lange zu warten, da kam ein UP-Zug von unten. Nil meinte man könnte den Zug eventuell etwas weiter vorne als wir standen in eine Kurve schiessen. Wir rannten deshalb nach vorne und schossen den Zug erst einmal im Bahnhof von Caliente nach. Danach zeigte sich in der Kurve ein Leitungsproblem. Ich rannte deshalb wieder zurück zur Ursprungsposition.

http://bahnpics.com/nil/2010%20Balkan/10.07.07%20Tehachapi/DSC_2644kgr.jpg

Ein Südfahrender UP Zug durchfährt den Bahnhof von Caliente am Fusse des Tehachapi Passes gelegen. Die Bahn durchfährt dabei eine 180° Kehre und verläuft zu unseren Füssen den Berg hinauf

http://bahnpics.com/nil/2010%20Balkan/10.07.07%20Tehachapi/DSC_2654kgr.jpg

Derselbe Zug nochmal direkt am Fotostandpunkt

Anschliessend trafen wir uns unter dem nächsten Baum. Nil meinte es ginge schon, die Leitung sei einfach etwas störend. Da der nächste Zug (diesmal von der BNSF) nur Minuten später anbrauste, wollte ich mir die Stelle ebenfalls anschauen. Ich rannte also nach vorne und stellte fest, dass die Leitung sehr störend war, also musste ich noch schneller den Hügel hinter mir besteigen. Von dort oben liess sich der Zug prima umsetzen. Ausserdem hatte ich nun die ganze Kehre vom Bahnhof Caliente bis in die zweite Ebene drin.
Zufrieden mit dem Bild lief ich wieder zurück zum Baum. Wieder dauerte es nicht lange, da tauchte der nächste Zug auf. Wieder war er von der BNSF. Somit war klar, dass ich diesen von der ersten Stelle machen werde. Dann begann Nil aber zu zählen: „Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun!“ Ein Zug mit neun Loks musste daher oben Fotografiert werde. Wieder nahm ich die Füsse in die Hände, wobei mir Nil diesmal folgte. Es entstand eines meiner Lieblingsbilder der Tour. Der Zug überzeugte mit Motivepower und Länge und passte daher ideal zur Stelle.

http://bahnpics.com/nil/2010%20Balkan/10.07.07%20Tehachapi/DSC_2670kgr.jpg

Nach einem weiteren BNSF Südfahrer kam dieser mit 9 Loks vorne dran!

Nun hatte ich die Stelle eigentlich gesehen. Nil wollte aber noch einen Zug von oben haben um ihn im Bahnhof von Caliente zu schiessen. Was als nächstes kam, war jedoch wieder ein BNSF-Zug von unten. Wir schossen den Zug nochmals an der ersten Stelle.

http://bahnpics.com/nil/2010%20Balkan/10.07.07%20Tehachapi/DSC_2676kgr.jpg

Kaum vorrei kam der nächste Südfahrer. Wegen der Streckensperrung am morgen war am Mittag wieder der Bär los

Als die Lok bei uns durchfuhr, grüssten wir den Lokführer, wobei dieser einen „Telefon-Gruss“ machte. Was auch immer er damit meinte. Wir zogen es aber vor mal die Stelle zu wechseln. Kaum beim Auto kam auch schon ein UP-Zug angeschlichen. Er hielt in Caliente an und wartete offensichtlich auf eine Kreuzung. Wir hatten deshalb Zeit eine Stelle in der Nähe der zweiten Kehre zu machen.
Wir parkten unser Auto an der Strasse und schon kam der Gegenzug, nun mussten wir noch die Stelle laufen, wo wir kurz vor dem Zug ankamen.

http://bahnpics.com/nil/2010%20Balkan/10.07.07%20Tehachapi/DSC_2683kgr.jpg

Etwas weiter oben dieselt diesel UP Südfahrer Bergauf.

Gleich nach dem Zug gings zurück ins Auto. Die Hitze hatte uns mittlerweile ziemlich zugesetzt. Wir sassen deshalb im Auto und liessen uns 5 Minuten lang die kalte Luft der Klimaanlage um die Ohren blasen. Als wir da sassen kam auch schon der nächste BNSF-Zug von unten. Wir schossen ihn an einer Stelle, die wir am Freitag schon gemacht hatten. Ein Blick hinter die Kehre ergab ausserdem, dass der Zug in die Kreuzung ging. Wir stellten uns deshalb über dem Tunnel der zweiten Kehre auf und warteten auf den Gegenzug.

http://bahnpics.com/nil/2010%20Balkan/10.07.07%20Tehachapi/DSC_2692kgr.jpg

BNSF Südfahrer

http://bahnpics.com/nil/2010%20Balkan/10.07.07%20Tehachapi/DSC_2699kgr.jpg

Und noch ein BNSF Nordfahrer. Er stand in der Kreuzung und oben ist noch der Südfahrer zu sehen

Kaum hatten wir diesen geknipste ging es auf die „Zulaufstrecke“ von Bakersfield her. Nil wollte den Zug von einem Aussichtshügel schiessen den er am Freitag entdeckt hat. Mir hatte es dort oben jedoch zu viel Grünzeug. Schliesslich hatte der Zug eine Lok der Central Oregon & Pacific drin, diese wollte ich auf meinem Foto haben. Ich stellte mich deshalb an die gleiche Stelle wie schon am Freitag davor..

http://bahnpics.com/nil/2010%20Balkan/10.07.07%20Tehachapi/DSC_2705kgr.jpg

Hinter Caliente im Tal drin dann nochmal der Nordfahrer von gerade eben

Weiter ging es wieder auf der Nebenstrasse von Caliente in Richtung Bakersfield. Es dauerte nun nicht mehr lange und wir kamen aus den Bergen heraus. Kaum draussen stand da ein Kistenzug in der Ausweiche. Da musste also noch was kommen. Wir stellten uns deshalb ans Ende der Ausweiche. Bald kam auch schon ein weiterer BNSF-Zug vom Pass runter.

http://bahnpics.com/nil/2010%20Balkan/10.07.07%20Tehachapi/DSC_2719kgr.jpg

Bereits am Stadtrand von Bakersfield noch dieser Nordfahrer.

Für uns ging es nun zurück hoch zum Pass. Das Licht bei den Brücken in Tehachapi, welche wir eigentlich ins Auge gefasst hatten, war aber leider achsig. Wir stellten uns deshalb etwas hinter Tehachapi nach einer kleinen Kurve auf. Leider kam aber kein Zug mehr im Licht.
Wir packten als die Sonne weg war unsere Sachen und checkten im Best Western in Tehachapi ein. Die nette Dame an der Rezeption empfahl uns auf Nachfrage fürs Abendessen das City Slickers am Ortsrand – das sei genau das richtige für uns ;). Das wollten wir natürlich ausprobieren.
In dem Szenelokal der Stadt war gerade Karaokeabend. Wir assen erst etwas und sassen dann an die Bar. Dabei konnten wir uns über die ulkigen Gestalten dieser kalifornischen Kleinstadt amüsieren. Plötzlich, 22 Uhr war wohl vorüber und die Jugend musste raus, stand ein Security vor mir und fragte nach meinem Alter. Ich war etwas überrascht ab der Frage und stammelte ein Twentyseven zusammen. Logischerweise wollte er nun einen Ausweise sehen. Dies war insofern witzig, weil Nil ohne Ausweis ein Bier bekam (und jünger ist ;)).




Tag 42: Freitag, 09.07.2010, Tehachapi – Las Vegas
Text: Neel

[maps.google.ch]

Und ein neuer Tag am Loop ... juchu, warten macht Freude. Nun habe auch ich mal das Vergnügen von einem schönen Morgen am Tehachapiloop zu berichten ;)
Wobei, es begann gar nicht schlecht, ich wurde schon früh wach da ich das Bier von gestern Abend im Bett dann doch ein wenig merkte, so bekam ich immer mal wieder die Zugfahrten vor dem Fenster mit. Um halb 7 rollte dann fast wie gestern schon ein Zug nach Osten. Danach geschah nichts mehr ... bis beim Frühstück auf einmal ein UP Gemischtwarenladen nach Süden zog. Es war kurz vor 8 als das geschah ... sollte heute etwa keine Baupause sein? Wir eilten ein wenig und kreuzten um dreiviertel 9 auf dem Weg zum Loop noch einen BNSF Kistenbomber, ebenfalls nach Süden. AAAH!
Die Bauheinis der UP waren aber irgendwie wie jeden Morgen an der selben Stelle zu Gange, trotzdem hofften wir auf Verkehr, von vorne oder hinten, egal, Hauptsache mit Lok am richtigen Ende. Ziemlich Routiniert liefen wir zur Stelle und setzten uns wie jeden Morgen in den Schatten. Auch wie jeden morgen wechselten wir immer wieder den Platz um nicht in der Sonne zu sitzen. Daraus kann man lesen, dass wir wieder eine ganze weile da sassen ehe .... nichts geschah.
Es war verdammt noch mal wieder fast 1 Uhr bis weeeit hinten ein Zug auftauchte, aber anstatt das er stracks zu uns kam stellte er sich hin und bewegte sich nicht. Muharm, bestens! Aber so hatten wir immerhin wieder mal genug Zeit um zu merken, dass das Licht schon wieder nicht passte und uns alternativen zu suchen. Wir suchten diesmal aber mit System und rannten nicht wie letzten Freitag etwas Planlos über die Storrenkrautfelder. Pascal lief auf einen etwas weiter entfernten Hügel und ich stellte mich hinter den Tunnel.

http://bahnpics.com/nil/2010%20Balkan/10.07.08%20Tehachapi/DSC_2720kgr.jpg

Unterhaltung beim warten: Tiere und Hubschrauber

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Heute kam der erste Zug früher als sonst, deshalb war diesel Querschuss möglich

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Hinter dem Loop dieses Bild, leider mit suboptimalem Lichtstand

Der BNSF Zug kam guuuut, war aber etwas arg kurz (ja, wir haben Ansprüche). Die Stelle von Pascal war zudem so gut, dass wir da gleich noch einen Zug schiessen wollten. Wenn es läuft wie die letzten bekannten Tage sollte es ja nicht lange dauern, bis der nächste kommt.
So stellten wir uns mal zu den Infotafeln und warteten im Schatten im Auto, immer mit der Uhr im Nacken die uns daran erinnerte, dass wir um 20 Uhr in Las Vegas sein mussten. Mit uns warteten am Loop etwas weiter weg in der Sonne auch zwei Deutsche, wie wir das heraus gekriegt haben? Kurz bevor wir wegen eines heran nahenden Zuges (leider von hinten) abgebraust sind fragte sie ein Ami irgendetwas ... und der Akzent ist dann doch unverkennbar. Der Zug von Tehachapi gen Bakersfield schossen wir mehr schlecht als recht in den Loop rein, wobei man da den Zug so unglücklich unschön absäbelt.

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Und als wir losfahren wollten kam nochmal ein Zug, geschossen direkt von der Strasse aus

Leider rollte der Zug durch die Kreuzungsstelle unter dem Loop, was hiess, das da so schnell kein Zug hoch fährt. Dumm, denn wir mussten langsam ... wobei das Wetter sowieso abschlurfte (das wir so etwas noch erleben durften ;)). Hohe Schleier die aber ziemlich dicht waren mischten sich vermehrt ins blau.
Oben in Tehachapi tankten wir, kauften einen Snack beim BK und warteten Burger Essend im Auto noch 15min auf einen Zug nach Norden. Und ohne ernsthaft daran geglaubt zu haben kam einer, ein UP Zug. Wir sind fix raus an unserer Brückenstelle und merkten leider etwas spät , dass der „Babyzaun“ der Brücke länger ist als erwartet. So ging das ganze dann doch sehr quer ab.

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Die Autobahnzufahrt am Westlichen Ortsausgang von Tehachapi biette dieses Motiv für einen UP Nordfahrer

Janu, solls gewesen sein, 19:05 sagte das Navi als Ankunft beim Hotel in Las Vegas voraus, was für uns Grund genug war zu gehen. Natürlich kam dem einen Nordfahrer mit etwa 10min Abstand gleich ein zweiter hinterher.
Das Navi kriegte ich zwischenzeitlich auf 19:00 ehe wir hinter Mojave in einen kleinen Stau vor einer Ampel gerieten, und schon war es wieder auf 09. Im weiteren Verlauf über Barstow sagte der Verkehrsfunk im Highway Radio zwar einen Stau vorher, welcher zum Glück aber keiner war. Dafür war der Verkehr von Barstow bis Las Vegas sehr sehr lebhaft, etwas anstrengend zu fahren. Die Landschaft der hohen Mojave Wüste ist schon sehr beeindruckend, wir genossen es ein letztes Mal.
Begleitet wurde die Fahrt von Cadilac Jack, welcher beim Country Radio das Ruder übernommen und durch die Sendung geführt hat. So darf doch auch am letzten Urlaubstag noch ein Klischee erfüllt werden. Das Wetter unterwegs hat sich zum negativen entwickelt, mehrheitlich bedeckt war es, erst dachten wir; zum Glück müssen wir heute nicht Fotografieren, als wir dann aber einen UP Zug überholten dachten wir; @#$%& Wetter! ;)
Draussen war es richtig warm, 114° Fahrenheit zeigte das Auto an, aus Spass haben wir mal die Fenster runter gelassen und er war sofort wieder, dieser Umluftbackofen Gedanke. Etwa 30 Meilen vor Vegas ging die Tanklampe an ... und es war genau geplant! Wir stoppten und leerten unseren 2 Gal. Kanister rein und fuhren bis zum Hotel in Las Vegas durch ... wobei die Tanklampe irgendwann wieder kam – wie gesagt, geplant.

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Wie auch immer man das ausspricht …

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Blick in die Wüste vom Highway

Wir räumten das Auto aus, müllten noch mal etwas aus und fuhren dann zum Car Rental Center. Um 19:52 standen wir dann vor dem Rental Terminal und bestiegen einen der Shuttelbusse zum Terminal 1.
Die Autorückgabe ist ja mal wieder einfach, man fährt auf eine Spur, da wartet einer, scannt das Auto, fragt ob alles ok war, druckt eine Quittung aus auf seinem Terminal, schmeisst den Schlüssel auf den Sitz und „thats it?“ Jop ....
Mit dem Shuttelbus fuhren wir zum Terminal 1 und suchten uns da mal etwas zu Essen, was nicht gelang. In der „öffentlichen“ Zone gab es zwei Lokale die schon zu hatten und sonst nur noch Starbucks, wie uns die Information versicherte. Dumm ... aber wir hatten noch etwas Hunger. Lust in die Stadt zu fahren war aber nicht wirklich da, um 4 müssen wir raus morgen und das Hotel sollte sich schon lohnen. Eigentlich hätten wir das Hotelshuttel rufen können, aber der Aufwand war uns irgendwie zu dumm, so enterten wir ein Taxi und liessen uns Chauffieren. Sogar das Taxifahren ist streng organisiert in Amiland, da gibt’s Anweiser und Einweiser. Nur der Taxifahrer war etwas unglücklich als wir unser nur wenige Meilen entfernte Ziel nannten, da hätte er mit den Leuten vor und hinter uns wohl mehr Geld verdient ;)
Im Hotel besogrten wir uns an der Tanke nebenan noch einen Snack und wollten eigenltich bald ins Bett ... jetzt ist es zwar schon wieder 23:12, aber man muss ja nicht ausgeschlafen sein für einen Tag im Flieger, oder?
Raus müssen wir morgen um 3:30 ... um 4 mit dem Taxi zum Airport ... das nächste mal buche ich sicher einen Direktflug ohne dummes umsteigen!




Tag 43: Samstag, 10.07.2010, Las Vegas – Las Vegas
Text: Pascal

Es war gerade mal halb vier durch, als unser Wecker schellte. Ich zog mich an und bestellte an der Rezeption ein Taxi auf vier Uhr. Anschliessend ging es zurück ins Zimmer. Ein letztes Mal packten wir unsere sieben Sachen zusammen. Nun galt es ein weiteres mal darauf zu achten, liquide Sachen wie Sonnencreme im Koffer zu verstauen. Schliesslich war es 3:50 und wir standen an der Rezeption zum Auschecken. Die nette Empfangsdame meinte, dass das Taxi demnächst kommen müsste. Pünktlich um 4 Uhr war dies auch der Fall.
Nach nur ca. 5 Minuten Fahrt erreichten wir den Flughafen. Die Schlange vor dem Deltaschalter war schon ziemlich lang. Allerdings hatte er noch nicht geöffnet. Es dauerte bis 4:30 Uhr, ehe er besetzt wurde. Nun folgte das Check-In, wobei wir unsere Boardingcards bei einem Selfcheckin ausdrucken mussten. Mit den Karten ging es zur Gepäckaufgabe, wo wir unser Gepäck aufgeben durften. Zum Glück hatten wir kein Übergepäck ;). Bei den alten Damen vor uns war dies anders, sie mussten nochmals umpacken.
Der nächste Schritt war nun der Zoll. Relativ routiniert packte ich meine sieben Sachen in die Kästen und lief dann durch den Metall detektor. „Pieeeeeeep“, ups hatte ich da was vergessen? Nach einer kurzen Leibesvisitation war die Kontrolle auch für mich vorbei, da war irgendwie nichts. So ging es weiter zur Skymetro und damit zum Gate.
Es war unglaublich, obwohl es erst morgen um fünf Uhr war, sassen schon die ersten an den Slotmachines und waren am spielen. Nil machte noch schnell einen Abstecher im Starbucks, ehe wir den Flieger bestiegen. Leider hatten wir nicht wie gebucht einen Fensterplatz. Mir blieb so der undankbare Mittelplatz. Nach dem Start klappte ich deshalb mein Tisch runter und legte mich darauf schlafen, bequem war es nicht. Ich wachte irgendwann auf und bemerkte einige Turbulenzen. Just in diesem Augenblick erzählte die Stewardess etwas von Medical Accident. Ich verstand nicht so richtig, doch begann das Flugzeug dann nun zu sinken. Wir setzten zu einer Zwischenlandung in Albuquerque an. Dort angekommen wurde jemand von der Ambulanz in Empfang genommen. Da derjenige, jedoch selber laufen konnte, gingen wir davon aus, dass es wohl nicht so schlimm gewesen sein kann.
Da wir in Atlanta sowieso genug Aufenthalt hatten, war uns auch die Verspätung von rund einer Stunde egal. Wieder in der Luft gab jeder sein bestes nochmals eine Mütze Schlaf zu kriegen. Der zweite Teil des Fluges verging nun ohne Probleme und so erreichten wir mit der bereits erwähnten Stunde Verspätung den Flughafen von Atlanta. Dort blieb genug Zeit um etwas zu essen und noch ein bisschen Fussball zu schauen. Gross war die Freude, als die Urus das 0:1 in 2:1 drehten. Dann kam leider das 2:2. Beim 2:3 der Deutschen sassen wir dann schon wieder im Flieger.
Noch einmal gab es etwas zu essen, dann versuchten wir wieder zu schlafen. Da ich diesmal einen Fensterplatz hatte, ging das einiges besser. Nach 2-3 Wachphasen und einem WC-Stopp war ich schliesslich friedlich am schlafen, als mich Nil weckte und meinte es gäbe Frühstück. Leider war das Frühstück für mich unbrauchbar, es gab irgend so ein Egg-McMuffin-Dings. Sowas bringe ich am Morgenfrüh einfach nicht runter. Glücklicherweise hatte Nil seinen Dessert vom Vorabend (ein Brownie) aufgespart. So konnte ich das Brownie gegen den Burger verdealen ;).
Kaum hatten wir gegessen, kam wir auch schon in bekannte Landschaften. Wir sahen ein KKW und meinten von der Szenerie her könnte dies Gösgen sein. Schnell identifizierten wir andere Orte in der Landschaft. Als wir Zug überflogen wurde uns klar, dass es einen Südanflug gibt. Zwei Käffer vor meinem Wohnort Freienbach flogen wir schliesslich über den Zürichsee und drehten in Richtung Flughafen ein. So kamen wir pünktlich um halb acht zu Boden. Nun galt es ein letztes Mal die Passkontrolle hinter sich zu bringen und das Gepäck abzuholen. Schliesslich musste ich noch kurz am SBB-Schalter für mein Ticket anstehen, ehe ich es gerade noch auf meine S2 nach Pfäffikon SZ schaffte.




Das war der USA Bericht … es wird nicht der letzte bleiben. Die nächste Tour in die USA ist schon gebucht, ein tolles Land!

En Gruess
Nil



Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...

Da kommt Fernweh auf...

geschrieben von: redrockrail

Datum: 27.06.11 20:02

Ich habe alle Teile schwer genossen, vielen Dank für die Bilder und Berichte von Gegenden, die ich so noch nicht zu sehen bekommen habe.

Ich freue mich schon auf euren nächsten Trip.

Highball

Kurt

[www.redrockrail.com]
Hi ihr Zwei!

Super Bericht mit schönen Bildern!

Aber das ihr bei 2:1 Zwischenstand der Urus gegen die Deutschen begeistert wart, darüber müssen wir spätestens im August noch persönlich reden!!! :-(

Grüße in die Schweiz!
Chris

Tehachapi... immer wieder klasse

geschrieben von: Rolf Stumpf

Datum: 28.06.11 12:33

Erstmal Kompliment für diese Hardcore-Tour. Da wär mir's wohl zu heiss gewesen. Auch ist das verbrannte Gras nicht so mein Ding, was aber den fabelhaften Fotostellen keinen Abbruch tut.

Im April hatte ich ja richtig Dusel (wenn auch ein wenig zu viel Wind), ich konnte mich vor Zügen kaum retten... v.a. des nächtens, selbst im Holiday Inn Express war man vor dem Getute nicht sicher ;-)
Die Temperaturen waren mehr als angenehm (für Mädels fast schon kalt :-D, leider war die Grasblüte schon so weit fortgeschritten, dass das saftige Frühlingsgrün schon leicht ermattet war.

Chile? Das läßt mich gespannt aufhorchen. Da hab ich es noch nie hingeschafft.

Wie sagen die Amis? Keep up the great work - and keep posting :-)

Grüße

Rolf
Hallo!

Wunderbarer Abschluss! :-)

Das einzige, was noch fehlt, wäre ein klassisches Nachtbild vom Loop! ;-)

lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
https://raildata.info/raildatabanner1.jpg
Genau, Roni,

das Nachtbild habe ich diesmal auch nicht geschafft, es war schlicht zu windig fürs Stativ... Das nächste Mal - nachts sind alle Züge gleich :-)

Grüße

Rolf
Danke für diesen Bericht, einfach tolle Einblicke in die USA und die unendlichen Weiten.
So und nun weiter zum Mongolei Bericht lesen.