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Hoi Welt,

vor und hinter einem Urlaub beginnen wir mal mit dem nächsten Reisebericht. Wir, Pascal, Christof und ich, waren in der Mongolei. Damit habe ich neben Europa einen zweiten Kontinent dieses Jahr „erobert“, Asien.
Wie es dazu kam und was wir dabei erlebten, dass erfährt ihr im folgenden ein bisschen. Um euch nicht mit Text zu erschlagen wird dieser Bericht jeweils in 1-Tages Häppchen serviert. Dann hoffen wir mal, es mundet!




Prolog:

Warum Mongolei? Warum nicht müsste man sich fragen. Als regelmässiger Lokreportleser habe ich schon eine gewisse Ahnung wie es da so ausschaut, und als wir uns in diesem Winter überlegt haben was wir so machen können, kamen wir auf einmal auf die Mongolei.
Ich dachte erst eigentlich immer noch an Tadjikistan als Ziel, was aber ins Wasser fiel da meine "Connections"schon weiter gezogen sind nach Georgien (vielleicht auch mal ein Ziel? ;)). Das fiel also raus, was dann, wenn es ähnlich exotisch sein soll? Bald war klar, dass wir fahren wollen und Zeitpunkt wurde gelegt ... es fehlte der Flug und das ganze drumherum vor Ort.
Auto mieten? Ja, sicher ... aber wie? Irgend einer der grossen ist zwar vertretten in der Mongolei, aber da kostet das Auto irgendwie ziemlich viel, lustigerweise ohne Fahrer mehr als mit Fahrer. Ich weiss gar nicht mehr von wem, aber eines Abends kam ein Link per Mail von einem Deutschen / Mongolischen Reiseveranstalter welcher Privattouren in der Mongolei anbietet. Da gibt es Fahrzeuge mit Fahrer und Übersetzer / Guide, für 10 Tage zu 1500$. Zeit und ein paar andere Sachen werden gestellt ..., anderes kostet Aufpreis, das klingt doch eigentlich ziemlich interessant, für das Geld sowieso.
Und so kam es, das wir bei diesem Veranstalter, Steppenfuchs nennt er sich, am Schluss eine Tour für 3 Personen / 10 Tage in der Mongolei gebucht haben. Da drin enthalten ist eine ganze Menge. Wie gesagt natürlich das Auto (Russischer Jeep oder Russischer Kleinbus ;)), ein Fahrer, ein Guide und Übersetzer, Zelte, Essen und irgendwie alles. Das einzige was wir mitnehmen müssen ist ein Schlafsack und eine Isomatte für das Zelt - eh klar. Die Tour können wir bis auf ein paar (gewollte) Fixpunkte in Ulan Bator (etwas das Leben, die Stadt und die Kultur sollte man sich ja auf jeden Fall anschauen, wenn man schonmal da hin kommt) selber zusammenstellen bzw. stellen sie vor Ort zusammen. Wir haben dem Veranstalter gleich gesagt "was Sache ist" und er scheint in seinen Antworten irgendwie ziemlich genau zu wissen, was wir von dem Urlaub erwarten ;)
Die Flüge sollen wir selber buchen, was uns nicht wirklich störte. Direktflüge gibt es ab Berlin und gerüchteweise ab Frankfurt. Sonst ist immer ein Umstieg dabei. Umsteigen kann man in Moskau, Peking oder Seoul, da wir es aber irgendwie ziemlich bescheuert finden erst X-h in die falsche Richtung zu fliegen und dann wieder zurück zu kommen kamen die letzten beiden genannten nicht wirklich in betracht.
Nun, Berlin konnte man irgendwie nicht Buchen im Internet (geht wohl nur über das Reisebüro) und Frankfurt ... gibts irgendwie nicht. So blieb Moskau und das heisst Aeroflott (von mir bisher immer Aeroschrott genannt, aber jetzt wo ich so im Flieger sitze ist es eigentlich gar nicht so Schrottig). Gut, Moskau - UB, da gibts in der Saison 3 Flüge pro Woche, den einen gebuchten müssen wir kriegen. Von Zürich aus meinte die Aeroflott Website zwar: geht, aber mit knappen Anschlüssen, sehr knappen Anschlüssen. Kaum mehr als 1h. Das sollte zwar für die Person reichen, für das Gepäck aber ziemlich sicher nicht (da gibt es einige Erfahrungsberichte im Internet) - da wir keine 2 Tage auf das Gepäck verzichten wollten schied Zürich - Moskau direkt (leider) aus. München wäre eine nahe liegende alternative, in jeder Beziehung. Ist aber auch nicht wirklich attraktiv, vor allem wegen dem Rückflug mit fast 12h Aufenthalt in Moskau. Malpensa? NEIN, nicht umsonst sagt man eigentlich, fliegen über Malpensa sollte man nicht, aber die Verbindung sah recht gut aus, mit jeweils 2 1/2h Umsteigen in Moskau.
Gebucht! Wie kommen wir nach Milano? Zug, logisch ... klappte aber nicht, denn mit dem Zug ist man nicht um 11 Uhr in Malpensa. Auto? Idee , ist zwar schnell, aber irgendwie fehlte uns allen die Lust und ein Auto welches gross genug war. Fliegen? Hmm, zwar etwas sehr Gaga, aber warum nicht ... und die Swiss hatte gerade ziemlich günstige Preise zu ziemlich lässigen Zeiten.
So war im Januar irgendwann alles gebucht, Flug, Tour ... und es musste nur noch das Visa folgen. Merkwürdigerweise schweigt sich das Internet ziemlich aus, es gibt zwei Formulare von der Botschaft in Genf, welches man braucht war aber nicht so klar. Eine kleine Mail an die Botschaft half da natürlich wunder. Man darf es ja fast nicht sagen, aber Ende Februar hatte ich eile mit dem Visum, es könne bis zu 2 Wochen dauern meinte das Formular und 2 Wochen war ich nie mehr am Stück zuhause (was bei einem eingeschriebenen Brief aber unabdingbar ist) ;). So hab ich kurz vor meinem Urlaub nach Skandinavien den Brief mit dem Pass drin auf die Reise geschickt und gehofft, dass er vor meinem Verreisen ankommt. Die ganzen Sorgen und Ängste waren natürlich wieder mal für gar nichts, den nach 2 Tagen kam der eingeschriebene Brief schon wieder zurück mit dem Pass inkl. Visum drin - das ging ja einfach ;).
In den Wochen bis zur Reise habe ich dann etwas in meinem Reiseführer geschmökert und mich etwas über das Land und die Gepflogenheiten informiert. Ja, und dann war es schon soweit, der Bosnien Urlaub war vorbei, Ostern zogen vorüber und dann war er schon da, der Sonntag 1 Mai und somit unser Abflug in eine ziemlich spannende Gegend!
Je näher der Urlaub kam desto eher beschäftigten wir uns mal mit dem Wetter und den Prognosen. Das Resultat kurz vor dem Abflug war dan klar, die Kurzen Hosen bleiben zuhause ;) Tagestemperaturen teilweise um 0°c (teilweise auch +15) lassen mich dann doch eher das Winterzeug einpacken als das Hawaihemd und die Badelatschen. Aber ich bin ausgerüstet ...

Was gehört noch zu einem Prolog, ahja, ein Bild von der ganzen Truppe (auch wenn ihr Auto und Personen erst später kennen lernt ;))

http://bahnpics.com/nil/11.05%20Mongolei/IMG_0323k.jpg

Tja, hier sind wir … das Gruppenfoto fürs Internet. Dahinter unser Auto – eine Wucht! ;)

Achja, möchtet ihr euch einstimmen auf die Mongolei? Wir haben es getan, im Flieger .. und zwar mit: DEM LIED DER TOUR --> [youtu.be]





Sonntag 1 Mai

Wie blöd muss man sein, um am 1 Mai, dem heiligen Tag der Arbeit, über Italien verreisen zu wollen? Ziemlich dumm, wenn die Italiener Streiken, dann ja wohl am 1 Mai! Die Meldungen im Internet blieben aber zum Glück aus, hätte auch nicht sein dürfen.
Packen, ja was soll man mitnehmen, den Rollkoffer sicher nicht, aber da hatte ich noch so ein Rucksack den ich mal irgendwann gekauft habe. Bis ich den gefunden habe (im Keller ;)) war es halb 1 am Sonntag in der früh ;) Zu meinem erstaunen ist er kleiner als gedacht --> der Vorteil aber unbestritten, kleiner Rucksack --> wenig Gewicht. Und für 10 Tage brauch man ja nicht ganz arg so viel Klamotten. Um 2 Uhr hatte ich fertig gepackt, mit Hilfe meiner Mitbewohner haben wir alles in den Rucksack gekriegt, sogar Schlafsack und Matte sind drin und nicht draussen. An Winterklamotten habe ich die Skihose, eine dicke Jacke, einen dicken Pulli, Thermosunterwäsche und allerhand Plunder dabei ... man weiss ja nie, ich ziehe das schlechte Wetter in letzter Zeit ja magisch an ;).
Die Nacht war kurz, was aber ganz nach meiner Idee war, eine solche Reise soll man auch nicht ausgeschlafen antreten, sonst ist man im Flieger ja gar nicht müde. Müde war ich auch als ich um 7 aus dem Bett kam, der Ruckstand stand gepackt da, es fehlte nur noch das Handy Netzteil und der Reisepass. Die erste Kommunikation an diesem Tag geschah dann mit Zingg, er habe 30min Verspätung gegenüber dem Plan und sei erst um 20 vor 9 am Flughafen. Mir Wurscht, ich war erst um 20 nach 8 da und die 20min sollte ich auch noch so rumkriegen.
Irgendwie wurde es nachdem ich mich fertig gemacht hatte wieder verdammt Eng auf die blöde S-Bahn (gut, das wird es eigentlich immer), aber gereicht hats trotzdem. Der Anschluss in Effretikon lief wie am Schnürchen und Pünktlich war ich am Flughafen. Das gute an den Swiss Flügen ist der Check-In 3 den man nutzen kann, welches direkt am Aufgang vom Bahnhof liegt. Ausserdem ist da nie so wahnsinnig viel los bzw. immer genügend Schalter geöffnet.
Die 20min bis zur Ankunft der anderen beiden nutze ich damit, meinen Rucksack Einpacken zu lassen in Folie, das war zwar mit 12 Franken für ein bisschen Plastik und Hitze eine ziemlich teure Angelegenheit, aber wenn es etwas bringt, vielleicht? Ich kenne nur noch die Geschichten von Früher wo Rucksack immer = Sperrgut ist, und den Leuten in Milano oder Moskau einen weiteren Grund zu geben mein Gepäck zu verlieren wollte ich nicht.
Zingg und der Christof kamen dann pünktlich um 20 vor die Rolltreppen hoch und ich wunderte mich nur über die Menge an Gepäck die die dabei hatten, wandern die aus? :-) Am Check-In verteilten wir uns an 3 Schalter und machten den Morgen der netten Damen gleich etwas anspruchsvoll. Wir brachten die Frage hervor, ob das Gepäck durchgebucht werden kann ... Philippe hatte etwas angetönt und nach den grossen Augen in die wir einen Moment geblickt hatten probierte man es. Die guten 3 Damen brauchten zwar gute 10min, am Schluss hatten wir aber einen Zettel in den Finger der uns bestätigt, dass das Gepäck (hoffentlich) bis nach UB durchläuft. Wir selber müssen aber in Malpensa noch mal durch den Check-In - kein Problem. Achja, Pascal durfte mit seinem Rucksack wirklich noch zum Sperrgutschalter ;).
Es war dann schon 9, Abflug um 9:40, es eilte schon ein bisschen, das Gate A ist zwar nicht weit, aber die Distanz unterschätzt man gerne, so viel leider ein Frühstück irgendwo an einer Bude aus , obwohl ich mir das geistig schon so richtig lecker vorgestellt hatte. Aber vielleicht verteilt ja die Swiss ein Brötchen?
Bei der Sicherheitskontrolle habe ich wie immer alles aufs Band gehauen und bin dann durch. Piiip, ich meinte beim zurückschauen noch ein Q zu erkennen und ging dann mit dem Herr in die Kabine. Quote, hä, fragte ich ihn. Er liess es unkommentiert und grinste nur. Nachdem er sich vergewissert hatte, das da weder Pistole noch Messer war ging es raus und er bedankte sich mit den Worten: War nur eine Stichprobe ... super ;) Am Gate warteten wir dann kaum 10min bis das Boarding eröffnet wurde und wir den Jumbolino besteigen konnten. Eine Enge Kiste, aber für 45min durchaus aushaltbar. Christof warf den ersten Reisekaugummi ein und los gings.
Der Flug war wenig spektakulär, in Zürich war das Wetter solala, über den Alpen machte es dann etwas auf und in Italien war es mehrheitlich schön. Es gab im Flieger Kaffe, etwas Wasser und Schoggi, aber kein Brötchen oder so ..
Malpensa erreichten wir pünktlich und da durften wir gleich das erste mal Bus fahren. Unsere Anschlusszeit war reichlich, knapp 2h, aber trotzdem eilten wir ein bisschen - ist ja nicht gerade klein dieses Malpensa. Nachdem wir erfolgreich vom Arrival ins Check-In gewechselt haben sahen wir unseren Flug nach Moskau auf der Tafel. Check-In 115, also liefen wir da hin. Da war eine riesige Schlange, wie man es in Italien irgendwie auch nicht anders erwartet, nur stand am Display Marrakech mit des Königs Airline, und nicht Moskau. Hm, Marrakech ist natürlich schön, vielleicht auch schöner als Moskau, aber irgendwie gefiel uns das nicht. Irgendwann merkten wir dann, dass dieses 115 nicht Counter 15 beim Check-In 1 sondern Counter 1 beim Check In 15 bedeutet. Also einmal ganze Bande zurück und quer durch den Flughafen auf die andere Seite. Da war dann mehr Platz und weniger los. Wir checkten zusammen ein, zeigten brav unser Gepäckdings und kriegten unser Boardingcards für beide noch anstehenden Flüge. Das mit unserem Gepäck war aber anscheinend relativ schwierig, die andere Telefonierte ewig rum bis sie uns das OK gab.
Es versteht sich fast von selbst das das Gate wieder eher am anderen Ende des Komplexes war als wir gerade waren und es versteht sich ebenfalls von selbst, das wir erstmal wieder anstehen durften. Für alle Gates, und Malpensa ist nicht klein, gibt es eine einzige SIcherheitskontrollstelle ... und da waren vielleicht 4 Lines offen, etwas wenig und so standen wir vermutlich 15min bis wir durch waren. Auf dem Weg zum Gate folgte nur noch die Passkontrolle und schon standen wir da, ein Busfahrt stand uns bevor, dass war klar. 5min bis zum Boarding, am Nebengate war der Bomber nach Quatar dran und die Menschenmassen strömten zum Ausgang, deshalb setzten wir uns etwas weiter weg vom Gate in eine Ruhige Ecke. Die Boarding Time verstrich ohne das sich etwas getan hätte, auch die geplante Abflugzeit von 12:20 blieb stehen. 10min verstrichen, 20min verstrichen .... 30min verstrichen. Als kleiner Nervenkitzel für zwischendurch ging irgendwann der "Last call" für Passagiere nach Moskau am Gate X durch den Saal . Der Flug welcher eigentlich 45min nach uns starten sollte war also mit Boarden schon fertig, und die Anzeige an unserem Gate zeigte noch immer fröhlich Abflug um 12:20 ... es war 12:50!
So richtig zu wissen was läut schienen auch die am Gate zu haben, eine war immer am Telefonieren und die andere stand samt dem Busfahrer an der Scheibe und glotzte ungläubig raus. Freunde, ihr seid Spezialisten! Dann irgendwann ging es auf einmal los, der Bus wurde gefüllt ... wurde GANZ gefüllt und dann ging es ewig schleichend zum Flugzeug. Da musste noch ein LKW vorbei, hier liess man noch ein Flugzeug durch und als wir dann endlich am Flugzeug waren ging es 5min erstmal nicht raus. Dafür standen etwa 10 Kerle mit Warnweste rum, alles klar?
Wir wurden dann aber doch rein gebeten in den A321 und nahmen Platz in der verdammt hinterletzten Reihe ;). Rein ging es aber ganz vorne; Erster Gedanke nach dem Eintrete: Wow, 2+2 Bestuhlung, nette Sache. 2 Gedanke: Mist, Business ... 3 Gedanke: Warum haben wir nicht Business gebucht? 4 Gedanke; Geld, Lösung: Gelddruckmaschine Kaufen.
Unsere letzte Reihe war aber gar nicht schlecht, so konnte man immerhin die Lehne nach hinten fallen lassen ohne Angst haben zu müssen, damit jemanden unglücklich zu machen. Gestartet sind wir schlussendlich mit etwa 50min Verspätung. Der Pilot hatte es auf einmal eilig und der Start verlief flott (hoffentlich auch, bei *tata* Aeroflot(t)). Der Flug war nicht schlecht, kurz hinter Milano als wir in die Alpen flogen war es fertig mit dem Blick auf den Boden, als letzten Ort welcher ich meinte erkannt zu haben sah ich Bozen. Der Pilot machte um ein paar Gewittertürme, welche höher waren als unsere Flughöhe, einen Schlenker und dann wurde es wieder ruhiger, das nächste mal "Action" an Board war beim Servieren des Mittagessens ;)
Es gab Salat mit Putenbrust und Penne mit Hähnchen, dazu etwas Brot. War nicht schlecht, etwas wenig wohl, aber es ging runter, Flugzeugfrass. Das nächste mal als wir den Boden sahen waren wir kaum mehr 15min weg von Moskau, unsere Verspätung sollte sich auf 30min verkleinert haben, mindestens so etwas ähnliches verstanden wir. Die Durchsagen in der Maschine waren zwar immer zweisprachig, das Englisch war aber derart genuschelt, da verstand keiner von uns dreien auch nur irgend etwas. Richtig gestört hat uns das erst, als das Wort Transit und Bagage fielen. Aber wenn man’s nicht versteht, dann versteht man’s nicht.
Die Landung in Moskova Scheremetjewo war recht sanft, ob es der Grund war, dass vor uns einige klatschten (hallo, ist doch kein Ferienbomber ;))? Russischer Boden unter meinen Füssen, das erste mal überhaupt, die Grenze hab ich schon ein paar mal gesehen, aber so richtig in Russland war ich noch nie. Wobei, sollte ich auch nicht kommen, wir bleiben im Transitbereich und dafür braucht man (zum Glück) nicht mal ein Transitvisum. Die Zeit bis zum Boarding unserer Anschlusses nach UB war gut eine Stunde als wir den Flieger als die letzten Passagiere verliessen, sollte ja reichen, fürs Gepäck auch? ;)
Das Gate D an dem wir uns befanden ist ja mal klasse, das Teil ist brandneu und der Russe sagt uns damit auf eindrückliche weise: Hoi Gast, wir lassen uns nicht lumpen (wäre vielleicht auch mal etwas für Genf?). Nachdem wir einmal das ganze Gate durchquert hatten landeten wir am Ende des Gangs und vor einer Entscheidung. Da ging es zu den Domestic Flights, und zu einem Schalter mit "International Transit" --> klar, das war unser Weg. Der war uns aber versperrt von zwei ziemlich langen Schlangen vor einem Schalter mit der Anschrift "International Connecting Flights". Ähä, was wollen wir da genau? Wir stellten uns einfach mal an, wenn es nicht passt wird man es uns schon sagen, und warteten. Vor uns waren ein paar Deutsche aus Hannover, die nach Peking weiter wollten, und noch ein paar mehr Deutsche. Der Tenor von allen Leuten war, und das ist witzig: a) sind wir am richtigen Ort und b) hoffentlich bleibt unser Gepäck nicht hier in Moskau und dreht auf irgend einer Bahn einsam seine Runden ;).
Nach 20min war die Reihe abgebaut und wir waren dran. Warum man auf unser Ticket nur 5sec einen Blick warf und es dann zur Seite schob, wo man vorhin ewig brauchte, verstehen wir natürlich wieder mal nicht. Hinter diesem Ominösen Schalter kamen wir in die Zollkontrolle (warum auch immer), dahinter folgte ein Stempel auf die Boardkarte und hinter einer Ecke lauerte eine Sicherheitskontrolle. 2 kleine Bahnen waren da, mit kaum Platz für 2 Leute die sich anstellten. Und wo vorhin die Russen immer extrem gemütlich gearbeitet hatten konnte es jetzt nicht schnell genug gehen. Schuhe aus, alles aufs Band, hophop! Machte mir aber nix aus, den das Mädel welches danach noch die Kontrolle von Hand vornahm (obwohl es nicht piip gemacht hat) sah ziemlich nett aus ;).
Genau so wie vor der Kontrolle konnte es dann dahinter nicht schnell genug gehen, so ein Stress! Mit der ganzen Warterei überall war von der Stunde Anschlusszeit gerade mal noch ein 6tel übrig geblieben, die Zeit reichte gerade um aufs Klo zu gehen und dann am Gate festzustellen ... Boarding Time ist zwar schon, aber sonst passiert nichts, kennen wir doch irgendwo her. Janu, bei diesem Flieger ist mir das mit der Verspätung jetzt ziemlich egal.
Etwa 15min nach der eigentlichen Boardingtime ging das Gate dann auf uns es ging durch in den nächsten Bus. Und wenn die Aeroflott nur ein Bus bestellt, dann fährt da auch nur ein Bus, entsprechend Eng wurde es in dem blöden Bus. Am Flieger standen wir dann wieder 5min im Bus ehe über eine einzige Türe die Leute so Tröpfchenweise ins Flugzeug gelassen wurden (eigentlich gar nicht so dumm). Beim einsteigen spielte ich die Gedanken nochmal durch die ich schon in Milano hatte ... Business, das wärs!
Unsere Sitze sind auf diesem Flug leider etwas verteilt, wir alle haben Gangplätze (das ist nicht schlimm) aber über 5 Reihen verteilt. Pascal und Christof haben immerhin das Glück, dass der mittlere Platz leer ist, bei mir ist leider alles voll. Und als wir 15min standen und uns schon nach alternativen umsahen die durchaus noch vorhanden waren stürmten noch mal 20 Nasen rein in den Flieger und machten unsere lässigen Pläne kaputt.
Der längste Flug an diesem Tag stand uns noch bevor, über 6h dauert er, von 20 Uhr Ortszeit bis 6 Uhr Ortszeit. Das ist an sich ja nichts schlimmes, Schlimm ist aber das Flugzeug. Aaaaah, ein A320! So etwas macht man doch nicht .. die Aeroflot Flieger sind zwar nicht so Eng bestuhlt wie Easyjet, aber in einem Flieger welcher der Flugzeit angemessen wäre, sähe es etwas anders aus. So gibt es hier auch keine Art der Boardunterhaltung oder sonst irgend etwas ... ausser viel zu kleinen Tischen für das Dinner ;)
Der Flug startete wohl pünktlich, so genau hab ich mich nicht geachtet. Die Flugbegleiterinnen sind übrigens wie auch schon auf dem Flug nach Moskau nett anzusehen, da könnte sich die Croatian eine Scheibe von abschneiden ;). Kaum in der Luft wurden Getränke gereicht und wenig später das Abendessen. Bis etwa zwei Reihen vor mir gab es Fish oder Chicken, ab da dann only Fish ... wobei das sowieso meine Wahl gewesen wäre. Das Essen war wieder lecker für Flugzeugverhältnisse, aber einfach zu wenig für meinen leeren Bauch ;). Es gab Salat mit Lachs, dazu eine Meerretich Sauce, dann Kartoffeln mit Fisch drin (keine Ahnung was das war, Pangasius vielleicht), dazu wieder Brot und ein Dessert. --> Also das muss man der Aeroflott lassen, das Essen ist echt toll. Nur das Anschnallzeichen welches fast zeitgleich mit dem Essen bei mir "ankam" hätte nicht sein müssen ;)
Jetzt hat man gerade abgeräumt, das Licht wurde gedimmt, mein Laptop zeigt 20:38 als Zeit, in Wirklichkeit ist aber wohl schon Mitternacht durch. Es stehen vielleicht noch 3h Flug an, mal schauen ob ich das überlebe ;) Ou was bin ich auf morgen gespannt ...




Montag, 02. Mai

Die Nacht im Flieger, so man sie den als Nacht bezeichnen will, war nicht wahnsinnig. Irgendwie hab ich kaum geschlafen, mehr gedöst, dies aber nicht wirklich erholsam. So richtig geweckt wurde ich erst von der Sonne die vor der Landung auf der Nordseite des Flugzeugs durch die Fenster schien. Das Wetter schien prächtig, wie auch von der Vorhersage angekündigt. Der Landeanflug begann und verlief sehr unspektakulär, selbst als der Boden schon fast in Griffnähe war pfutterten die Stewardessen noch in der Kabine rum, den bis auf das Aufsetzen auf der Piste war überhaupt nichts dabei.
Kurz vor der Landung verteilte man an uns die Einreisezettel die wir noch Huschhusch ausfüllen mussten, bei der Frage nach dem Aufenthaltsort war ich mit meinem Latein aber am Ende und nahm das Handy mit dem Reisepgoramm drauf zu Hilfe. Eingetragen haben wir einfach mal das gebuchte Hotel von dieser Nacht, das Hotek Kahbu.
Der Flughafen Chinggis Kahn, der einzige Internationale der Mongolei überraschte mich durch seine Grösse, ich habe nicht gerade eine Graspiste erwartet, aber auch keine Fingerdocks und kein richtiges Terminal. War aber alles da und pünktlich um kurz nach 6 ging die Türe vorne auf. Wir stampften raus durch das Dock und man merkte ziemlich flott, wie frisch es draussen war. Meinen Puli welchen ich seit Zürich nur immer mitgeschleppt hatte zog ich zum ersten mal an. Das Wetter war prächtig, die Sonne schien flach vom Horizont, links vom Flughafen ist eine karge Hügellandschaft mit leichtem Schneeschaum drauf, rechts vom Flughafen sind Industriequartiere und weiter hinten dann Ulan Bator.
Gleich nach dem Gate ging es zur Passkontrolle wo dann auch das eben ausgefüllte Formular eingesackt wurde. Der Stempel auf das Visa gab es ohne weitere Verzögerung, bei mir, bei denen vor mir schon und so hatte Pascal, welcher etwas schneller vorwärts kam, meinen Rucksack am Gepäckband bereits gefunden und vom rundendrehen befreit. Als auch Christof seinen Rucksack hatte mussten wir nur noch durch den Ausgang in die Ankunftshalle. Und da stand dann das erste mal überhaupt in meinem Leben jemand mit einem Schild bereit ;) Steppenfuchs stand drauf und empfangen wurden wir von unserem Guide / Übersetzer für die nächsten 10 Tage - Nomu.
Wir liefen gleich zu seinem Auto auf dem Parkplatz, und so richtig draussen war es ja noch mal viel fieser und kälter ... uuhh! Das einzig positive was ich der Kälte abgewinnen konnte war, dass ich Wach wurde und, dass sich das Subklima welches sich in meinen Schuhen gebildet hat etwas abkühlen konnte (warum ich auch immer mit den dicken Wanderschuhen im Flieger sitzen will). Das Auto war schon mal klasse, Gurte gab es nicht und es ist ein Rechtslenker, obwohl die Mongolen rechts fahren. Der Grund sei ganz banal, es werden seit ein paar Jahren viel mehr Autos aus Japan importiert (gebrauchte), und das seien halt Rechtslenker ;). Gleich als wir die erste Kurve hinter dem Parkplatz nahmen fragte ich, ob die Asphaltstrasse welche wir jetzt befahren zu den besseren gehört in der Stadt. Die Antwort war zu aller unser erstaunen ein Ja. Schwer vorstellbar, dass es noch etwas Schlechteres gibt. Schlaglöcher so tief wie Autos, Risse, Schwellen ... kein Spass für das Material. Der Mongole an sich tut trägt seinen Teil dazu bei, anstatt normal zu fahren fährt einer mal links, mal rechts um den Löchern aufzuweichen, dann überholt mal einer links, mal rechts und auch immer gibt dies die Fussgänger welche einfach laufen. Unabdingbar aber in jeder Verkehrssituation, das benutzen der Hupe.
Al wir die ersten Städtischen Gebiete erreichten querten wir zum ersten mal die Bahn und merkten uns den Punkt gleich mal vor, vielleicht haben wir ja Zeit? Die Fahrt ging dann gleich links an der Brücke durch eine verstopfte Kreuzung und entlang der Bahn. Gleich hinter der Brücke sahen wir dann das erste mal Loks. Die Staatsbahn hat gleich da das grosse BW und davor stehen ein paar Denkmalloks, Dampfer und Dieselloks, aber vom Zustand her nicht wahnsinnig - aber schön, dass sich die Bahn so etwas überhaupt überlegt hat. Vom BW sah man nicht viel, nur Lokdächer von einer Zagal und einer Trommel waren zu erkennen. Kaum 1 Kilometer weiter vorne kam dann der Hauptbahnhof von Ulan Bator zu unserer linken und zugleich bogen wir rechts ab auf eine kleinere Strasse. Ob unser Hotel den gleich hier ist, fragten wir unserer Guide, was er bejahte. Kaum gesagt standen wir auf dem Hof vom Hotel Khabu --> praktisch weil, dann kann man auch auf eigene Faust ohne Probleme mal zum Bahnhof und in die Stadt.
Erst checkten wir aber in unsere Zimmer ein und machten mit dem Guide eine neue Zeit zum Treffen aus, um 9:30 wollte er mit dem Fahrer wieder am Hotel sein für die weitere Besprechung. Eigentlich dachten wir mal daran die Stunden etwas zum ausruhen zu nutzen, aber die Bahnhofsnähe und das Wetter sprachen irgendwie dagegen ;).

http://bahnpics.com/nil/11.05%20Mongolei/11.05.02%20Ulan%20Bator/DSC_8412kgr.jpg

Blick aus dem Zimmer nach der Ankunft morgens früh. Vom Flughafen sind wir direkt ins Hotel gefahren - es war kurz nach 7 Uhr. Zu erkennen, wenn man weiss wo schauen, der Bahnhof von Ulan Bator. Es ist das Gebäude direkt unter den beiden hohen Kaminen.

So machten wir uns bloss frisch und liefen dann um kurz vor 8 Uhr die 5min bis zum Bahnhof. Die Luft war klar, kalt und richtig erfrischend, bis der Wind die Kälte dann langsam durch die angezogenen Schichten trieb. Um etwas kaufen zu können setzte ich im Hotel noch 20$ in Tugrik um.- gab immerhin 23'000 davon ;)
Am Bahnsteig fotografierten wir erstmal den Aushangfahrplan und liefen etwas vor und zurück. Es war gerade ein Zug rein gekommen und es strömten unglaublich viele Leute raus, der Zug war auch extrem lange, bestimmt 15 Wagen hingen an der Lok, einer blauen Trommel.
Unser erstes Foto entstand dann relativ unspektakulär vom Bahnsteig aus auf eine Rangierlok welche sich dann gleich daran machte die Wagen in die Abstellanlage zu schieben. In der nächsten Stunde beobachteten wir das Geschehen von einer Fussgängerbrücke an der Westlichen Ausfahrt des Bahnhofs. Es wurden die Personenzugwagen Rangiert und einmal kam auch eine Lok solo.

http://bahnpics.com/nil/11.05%20Mongolei/11.05.02%20Ulan%20Bator/DSC_8415kgr.jpg

http://bahnpics.com/nil/11.05%20Mongolei/11.05.02%20Ulan%20Bator/DSC_8436kgr.jpg

Die ersten Eisenbahnbilder ... nichts wahnsinniges, aber eine Tamara ist auch nicht schlecht. Lok M1259 Rangiert mit Personenwagen vor der Abstellanlage.

http://bahnpics.com/nil/11.05%20Mongolei/11.05.02%20Ulan%20Bator/DSC_8424kgr.jpg

2M62MM 058 Rangierte ebenfalls auf der Ostseite des Hauptbahnhofes. Bei der blauen Mongolischen Doppeltrommel sehr gut zu sehen, den \"Mongolen Schlot\", die hohen Auspuffhutzen.

http://bahnpics.com/nil/11.05%20Mongolei/11.05.02%20Ulan%20Bator/DSC_8426kgr.jpg

Neben Zügen im Bahnhof war auch eine ganze menge Personal anwesend. Diese 3 Damen waren mit gelber und schwarzer Farbe unterwegs und malten die Laschen an. Die rote Fahne auf dem Sockel ist übrigens ein mobiles Sperrsignal - praktisch, nicht?

Um kurz nach 9 liefen wir wieder zurück zum Bahnhof, eine blaue Trommel hat sich an einen Personenzug gesetzt zur Fahrt nach Osten. Wir machten unsere Bilder und liefen noch etwas vor für eine solo stehende Lok, einer rote M62. Was natürlich nett gewesen wäre, die Ausfahrt des Zuges neben der einzelnen Trommel, nur fährt der Zug 9:35 und wir sollten um 9:30 wieder im Hotel sein. Wenn wir das gewusst hätten ... aber man triffts ja meistens.

http://bahnpics.com/nil/11.05%20Mongolei/11.05.02%20Ulan%20Bator/DSC_8439kgr.jpg

2M62MM 060 steht im nicht sehr fotogenen Bahnhof von Ulan Bator auf Gleis 1 und wartet auf die Abfahrt. Die Lok hat die Aufgabe Zug 286 nach Sainschand zu befördern. Die Fahrt des Zuges wird von 9:35 bis 20 Uhr dauern ...

http://bahnpics.com/nil/11.05%20Mongolei/11.05.02%20Ulan%20Bator/DSC_8443kgr.jpg

M62YM 002 steht abgestellt am Ostende des Bahnhofs. Die blauen Männchen mit den Gepäckkarren sind auf dem Weg zum Mittelbahnsteig wo fast zeitgleich Zug 275 aus Zamyn-Üüd einfuhr.

Um 9:25 kam noch ein Zug rein von Osten, bespannt mit einer TE116 vor einer Trommel 2Zagal – wow, der Grössenunterschied ist beachtlich! Der Zug hatte endlos viele Wagen, es passten nicht mal alle an den Bahnsteig, und der ist lange! Pascal wollte dann auf die Ausfahrt des Zuges bleiben und so liefen ich und Christof alleine zurück zum Hotel und trafen da auf unsere Guide. Da warteten wir dann gemeinsam auf den Fahrer und Pascal.
Der Fahrer kam vor Pascal und wir schlugen mal die Karte auf und erklärten was wir wollen, was unser Ziel ist, wie unsere Tage so ausschauen usw. Pascal kam zwischenzeitlich auch zurück und wir beendeten das Gespräch um vielleicht 10 Uhr. Wir verabschiedeten den Fahrer wieder, der steht uns erst ab morgen Früh zur Verfügung und liefen nach draussen. Der Guide stand uns heute den halben Tag zur Verfügung und wir wollten ihn mal "nutzen" um unsere Eisenbahngelüste zu befriedigen ;) Erst sind wir gleich zum Bahnhof mit ihm und erhofften uns die Entschlüsselung des Fahrplans. Ist natürlich alles Kyrillisch, die Ortschaften kriegen wir zwar hin, aber die Bemerkungen machten dann doch etwas mühe. So richtig Licht ins dunkle brachte er aber leider nicht.
Dann wollten wir ins BW und geübt komische Wünsche von Touristen zu erfüllen fuhr unser Guide los ;). Klappte bis zum Tor, da ging’s dann nicht weiter. Man wollte uns nicht gewähren lassen, was uns aber irgendwie angesichts des Lichtstands nicht wirklich störte. Dafür bekamen wir das erste "Streckenfoto" vom Urlaub hin, am Tor vom BW, aber leider auf der falschen Seite. Und jetzt? ;)

http://bahnpics.com/nil/11.05%20Mongolei/11.05.02%20Ulan%20Bator/DSC_8447kgr.jpg

Auf dem Weg ins BW ... das Auto ist ein rechtslenker, trotz Rechtsverkehr. Der Anteil der rechts gelenkten Fahrzeuge ist etwa 50%, was daran liegen soll, dass viele Autos aus Japan importiert werden.

http://bahnpics.com/nil/11.05%20Mongolei/11.05.02%20Ulan%20Bator/DSC_8450kgr.jpg

Beim warten auf den Einlass im BW (was dann leider nicht geklappt hat) rollte ein Zug nach Osten durch den Bahnhof. Bespannt mit einer \"Mongolen 116\", kein Jahr alt und mit dem Namen 2TE116YM 001 - der ersten Lok einer 35 Lok umfasenden Serie.

Wir hatten Hunger, wir brauchten mehr Geld und fuhren deshalb mal etwas in Stadtzentrum. Bei einer Bank lud uns der Guide aus und wir machten mit ihm eine Zeit ab fürs Abendessen welches wir irgendwo in der Stadt einnehmen wollten. Bevor er uns verlies notierten wir uns aber seine Handynummer, damit wir zur Not die Zeit noch etwas flexibel umdisponieren könnten. Mittagessen; Entweder im Brauhaus (das war gleich neben der Bank ;)) oder sonst wo .. wir entschieden uns für sonst wo und liefen gemütlich durch die Innenstadt etwas in Richtung Bahn. Beim BigBurger Imbiss gab es dann unser Mittagessen. Wir sind schon doof in der Mongolei Burger zu fressen ... aber janu, wir hatten keine Lust unser Magen schon am ersten Nachmittag zu versauen mit exotischem Essen, das wollten wir uns auf den Abend aufsparen ;).
Der Burger war praktischerweise direkt neben der grossen Strassenbrücke über die Bahn wo wir in der Früh noch drüber sind - das war natürlich ein reiner Zufall ;). Nach dem Essen versorgten wir uns mit Getränken, die Dose Cola kostet immerhin 50 Rappen, und liefen auf die Brücke hoch. Das Licht war dann langsam nah dran an der 90° Stellung, was uns aber egal war, so sind immerhin beide Seiten möglich. Beim ankommen kam zwar kein Zug, wir wurden aber gleich mit Rangierarbeiten im BW beschäftigt, welche man von der Brücke aus beobachten und Fotografieren kann.

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2M62MM 052 war die Rangierlok im BW an diesen Nachmittag. Von der Strassenbrücke runter kann man immerhin ein bisschen ins BW schauen. Schaut euch den \"Schrott\" mal an, es gibt einiges zu entdecken ;)

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BW Ulan Bator

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Ein Schienenbagger, ein mächtiges Teil, voll Funktionsfähig, wie uns später bewiesen wurde.

Was dann kam war der gemütliche Teil. Wir standen auf der Brücke und schossen als erstes ein Zug welcher aus dem Bahnhof hinaus beschleunigte. Im Hintergrund wunderschön die IKEA Werbung, aber warum soll es so etwas nicht geben in der Mongolei? ;)

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2TE116YM 012 mit einem Güterzug nach Osten. Der Zugschluss befindet sich noch immer im Bahnhofsbereich. Was uns doch sehr erstaunt hat in der Mongolei, eine Ikea!

Unsere Konzentration fiel dann in die andere Richtung, der Blick nach Osten ist deutlich interessanter und schöner. Etwas Vorwarnung war auch durch einen BÜ weiter vorne gegeben, wobei das sowieso ein ziemlich tödlicher BÜ zu sein scheint, gleich an einer Kreuzung wo die Autos mehr drauf stehen als fahren ;). Wir mussten nicht lange warten da kam der erste Zug nach UB rein, das Frontlicht lies aber zu wünschen übrig so warteten wir länger.

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Die Mongolische Jugend vertrieb sich die Zeit auf den Gleisen mit JUN Bilder :-). Man beachte, die gelben Schienenlaschen.

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Blick von unserer Position auf der Brücke. Der Blick in die Innenstadt ist doch ganz ordentlich.

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Schon wieder eine Mongolen 116er ... nicht das wir schon am ersten Tag Ansprüche stellen würden, aber die Bahn hätte eigentlich mehr zu bieten :). Es war das Exemplar 03 mit einem Zug nach Norden / Westen kurz vor dem Bahnhof.

Dann folgten zwei eher langweilige Stunden, zwei Züge von hinten, etwas Rangiererei im BW und ein sich langsam bildender Stau auf der Brücke waren die abwechselnden Punkte. Die häufig vorbei fahrenden Busse und O-Busse waren immer das "Highlight", vor allem wohl für die Fahrgäste, denn es waren immer gefühlte 50 Augenpaare am glotzen ;) Von hinten kam dann eine leer fahrende M62, 30min später kam sie genau so leer zurück.


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M62YM 012 im anschaulichen rot kam als Lokzug aus dem Bahnhof raus und kehrte wenig später, als Lokzug, wieder zurück. Ähnlich unerwartet wie die IKEA Werbung war auch die Hilti Werbung ;)

Es wurde mit dem Seitenlicht dann schon langsam knapp, aber wir harrten aus. Erfolgreich, wieder 30min später kam dann endlich wieder ein Zug nach UB rein. bespannt sehr zu unserer Freude mit einer der Dash7 der Eisenbahn.

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Oh, mal ein neues Gesicht. Erst dachten wir an eine 2Zagal, aber das was kam, war auch nicht schlecht.

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Die Lok hört auf den Namen Dash7 001. Von den Dash7 gibt es 2 Stück in der Mongolei und mehr Nummer als Dash7 001 gibts nicht. Man merke: ein Nummernsystem gibts nicht in der Mongolei.

Da das Licht nah an der Gleisachse war verschoben wir wieder zum Bahnhof. Die Distanz war ziemlich gross und der Markt wo wir durch sind war zwar spannend, aber das erste mal fühlten wir uns nicht mehr so wirklich 100% sicher. Irgendjemand hatte auch Pascal die Getränkeflasche fast aus den Händen gerissen (wegen dem "Müllwert", wie uns später der Guide sagte). Die Fussgängerbrücke am Ostende des Bahnhofs taugte nicht viel, die Lichtmasten waren zu hoch und so liefen wir noch mal 1km bis wir am anderen Bahnhofsende angelangt sind.
Da war es dann wieder so gemütlich wie in der Früh, es waren zwar mehr Leute unterwegs aber wirklich Beachtung schenkte man uns kaum. Ausser zwei Mädels die auf der Brücke ihren Schulschluss feierten und sich die ganze zeit gegenseitig Fotografiert haben (ich musste unweigerlich an JUN denken ;)).

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Auch auf dieser Bahnhofseite waren sie wieder, die Jugendlichen die sich selber Fotografieren. Für den kalten Wind de ging, waren die beiden recht leicht angezogen ... man ist sichs wohl gewohnt.

Unter uns war dann mächtig Betrieb, einerseits bei Rollenden Zügen und andererseits bei arbeitendem Personal. Wie in der Früh waren wieder mehrere Mannschaften damit beschäftigt an den Gleisen und Weichen rumzuwerkeln. Heute früh haben welche die Schienenverbunde gesäubert und gelb angemalt, jetzt am Abend waren sie dabei die Gleitflächen der Weichen zu reinigen. Ein anderes Team war am Schwellen von der einen Seite der Gleise auf die andere zu Schleppen ... sieht anstrengend aus. Arbeiten am Gleis in Betrieb, Sicherungsposten? Nöö! Aber die hatten alle ein Sperrsignal dabei, eine rote Fahne an einem Stab hängend, die dann neben das Gleis gestellt wurde - gesperrt. Aber mehrmals konnten wir beobachten das Rangier und auch Zugfahrten über eben diese "gesperrten" Gleise stattfanden und die Leute sich bei der Durchfahrt einfach zur Seite stellten ... das Sperrsignal wurde dabei natürlich sachgemäss entfernt ;).

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Wieder auf der Brücke auf der Westseite des Bahnhofs. Es Rangiert eine originale Tamara M1241 (oder?). Auch sonst ist ordentlich Verkehr ...

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Mongolen 116 013 mit einem Güterzug Westwärts durch den Bahnhof. Kurz vor der Zugdurchfahrt wuselten noch die Leute auf den Gleisen rum - kein Grund um langsam durch den Bahnhof zu fahren ... einmal aufs Horn stehen und selbst die mobilen Sperrsignale verschwinden wie von alleine.

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Treffen sich zwei Rangierloks in UB ... die linke gehört der MTZ Tochter TöChK (was für eine Abkürzung). Obwohl optisch gar nicht so unterschiedlich liegen zwischen diesen beiden Loks ein paar Jährchen.

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Die Trommel hat sich an den 17:30 Zug nach Darchan gesetzt während Lok 2TMDINGS 3004 wieder aus dem Bahnhof rangiert. Spannend die Containerwagen direkt hinter der Lok.

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Die fleisigste Tamara des Abends zog dann beladene Kohlewagen aus dem Bahnhof und entschwand in Richtung eines der Kraftwerksanschlussgleise.

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Wieder treibt eine Zugfahrt die fleissigen Eisenbahner von den Gleisen. Diesmal ist es die Ausfahrt vom Abendzug nach Darchan.

In den folgenden zwei Stunden war richtig viel Betrieb, es wurde mit mehreren Hobeln Rangiert, es fuhren zwei Züge durch und mein kleines Highlight war eine 2Zagal welche mit einem Zug ankam und dann auch etwas rangierte - die Loks sind für mich so DIE Loks hier in der Mongolei, dürft auch an der sehr gefälligen Lackierung liegen.

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Und endlich mal noch, eine 2Zagal. Es ist 2Zagal 006, welche nebst 2Zagal 007 die einzige Lok mit einer 10er Nase ist. Die anderen 5 2Zagal (001 - 005) hatten eine Trommel als Spenderlok.

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Die 2Zagal 006 rangierte dann schön vor unserer Nase hin und her.

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Es wird Rangiert und gearbeitet ... ein geschäftiges treiben in diesem Bahnhof.

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2Zagal 006. Zagal sei übrigens die von Chinggis Kahn höchst persönlich bevorzugte Pferderasse gewesen sein

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Nachdem die Rangierarbeiten abgeschlossen war verschwand die 2Zagal 006 gen BW.Aber nicht ohne von uns noch am Hausbahnsteig erwischt zu werden. Schon eine aberwitzige Konstruktion ...

Als das Licht in der Achse war, wir kennen es langsam, und die Zeit 18 Uhr überschritt liefen wir zurück zum Hotel. Schossen am Bahnhof noch die 2Zagal welche auf Gleis 1 abgestellt war und schauten einem Güterzug bei der Durchfahrt durch Gleis 2 zu. Christof meinte beim hinlaufen zu der Zagal, die stand sicher schon 15min da im Bahnhof, schau, wenn wir da sind, fährt sie weg. Bei Pascal und mir stimmte das nicht, bei ihm aber schon, er kam etwas hinterher :-)
Im Hotel machten wir uns dann frisch und bereiteten uns auf das Abendessen vor, dazu haben wir auch unseren Guide eingeladen. Er sass pünktlich in der Lobby und wir gingen raus. Ich hab nur ein Hemd und kein Puli angezogen in der Vermutung, die Strecken zwischen Türen und Auto seien kurz. Aber irgendwie stand da das Auto vom Guide nicht .. hm. War aber in dieser Phase auch nicht nötig, es war angenehm warm draussen, die Sonne hat die Stadt am Nachmittag so weit aufgeheizt, dass die Wärme jetzt von den Strassen noch abstrahlte. Und der Wind war kaum mehr vorhanden ...
Wir nahmen dann ein Taxi zum Restaurant, dabei lernten wir auch wie man Taxis in UB erkennt, nicht am Schild, nein. Es sind meist weisse etwas ältere Kleinwagen, mehr Erkennungsmerkmale gibt es nicht. Wenn man den Arm raus steckt hält einer an, vielleicht ;) Das Restaurant war ein Mongolian Barbecue Grill. Ich habe dabei noch gelacht und dem Guide gesagt, das es so was bei uns auch gibt, es aber mit der Realität vermutlich nicht viel zu tun hatte. Ich war erstaunt, das Han bei uns in Uster hat verdammt viel mit diesem Restaurant zu tun. Fast alles, bis auf den Preis und die Tatsache, dass das Personal auch wirklich Mongolisch ist ;)
Das Essen war aber super, genau so wie das Bier welches ich zusammen mit Christof und unserem Guide kredenzt habe - da dürfte auch der Grund versteckt sein, das er nicht mit dem eigenen Auto aufgekreuzt ist ;) Als wir um ein paar 10'000 Tugrik ärmer waren verliessen wir das Lokal und nahmen auf Anraten vom Guide ein Taxi, oder wir versuchten es. Irgendwie war kein Taxi frei, oder es waren keine Taxis oder so. Pascal lief dann zum Hotel, darauf hatte ich aber keine Lust, auch weil der Preis für das Taxi angekündigt keine 70 Rappen (50 Cent) gekostet hat.
Im Taxi drin erinnerte ich mich dann an eine Taxifahrt in Marokko, was nicht unbedingt positiv ist ;) Am Hotel trafen wir dann fast zeitgleich mit Pascal ein, hätte unser Fahrer nicht unterwegs nach dem Weg fragen müssen, wären wir sicher eher gewesen. Der Abend endete dann eigentlich nur damit, ins Bett zu fallen und diesen Tagesbericht zu schreiben, oder besser, damit anzufangen, fertig wurde ich nicht ... da bin ich jetzt "auf dem Feld" dabei ;).




So, das war Teil 1. So viel Text wird es kaum mehr geben .. aber vielleicht habt ihr ja durchgehalten?
Betreffend den Triebfahrzeugen, wie man merkt bin ich nicht ganz so Sattelfest was die Baureihen anbelangt – das liegt in erster Linie daran das mich die Details eher weniger interessieren, ich beschränke mich bei den Loks aufs Fotografieren ;) Möglicherweise kann sich ja Pascal, der den zweiten Teil bringt, dafür begeistern eine kleine Übersicht zu machen ....

En Gruess
Nil


Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:05:29:17:48:25.
Hammergeiler erster Teil! Spannend zu lesen und hochinteressant, die Reise in eine andere Welt. Da freut man sich auf mehr ...

schöne Grüsse Frits

Genial! Freue mich schon auf den Rest! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 29.05.11 15:01

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
https://raildata.info/raildatabanner1.jpg
Moin,

in die Mongolei hat es euch dieses Mal also verschlagen. Ja, das wäre mal ein schönes Reiseziel… leider komme ich da nicht mit Interrail hin ;-)
Ansonsten der bei dir übliche Mix aus technisch tollen Bildern, schönen Motiven und lesenswertem Text. Gespannt auf mehr bedanke mich mit der noch unfertigen Tamara, an der ich heute den halben Tag gepinselt habe:
http://img.webme.com/pic/t/taigatrommel/tamaaaaqa.jpg

Grüße und guten Wochenbeginn,
Patrick
Hallo Nil,

da wird man neidisch ! Text + Bilder: EINFACH TOLL !!!

Danke !
Und ob ich beim Text durchgehalten habe! Schade dass der Teil schon aus ist, freue mich auf die Fortsetzung...
Hallo Zusammen
Da Nil die Tfz angedeutet hat, hier eine Übersicht.
Trommeln:
Grundsätzlich gibt es drei Typen von Trommeln
M62UM, auch UM genannt = Einzeltrommeln
2M62M speziell für die Mongolei gelieferte Doppeltrommeln
2M62MM modernisierte Doppeltrommeln, die teilweise auf 2M62M, teilweise aber auch auf anderen Loks basieren.
http://www.bahnbilder.ch/pictures/medium/8136.jpg
Links sehen wir eine 2M62MM rechts eine M62UM.

Dash-7:
Die MTZ besitzt zwei Dash-7. Diese sind anscheinend second Hand und umgespurt.
http://www.bahnbilder.ch/pictures/medium/8141.jpg

2Zagal:
Hierbei handelt es sich um Russen, die von GE ausgeschlachtet und Neumotoriesiert wurden. Für die 001 - 005 wurden Trommeln benutzt, bei 006 und 007 war je eine 2TE10 der Spender.
http://www.bahnbilder.ch/pictures/medium/8146.jpg
2Zagal mit 2TE10-Kasten

1Zagal:
Eine 1Zagal befindet sich anscheinend im Bau. Der Spender soll eine Tromel sein, wobei die Lok komplett neu aufgebaut wurde. Gesehen haben wir sie nie.

GE Evolution:
Ein weiteres Unikat ist die GE Evolution. Sie ist baugleich zu den kasachischen Loks dieses Typs. Gesehen haben wir diese Lok nie, im Gegensatz zur 1Zagal gibt es aber Bilder von der Lok.

2TE116:
Die MTZ hat eine Anzahl 2TE116 von der RZD gemietet, daneben besitzen die MTZ und TöCHK jeweils zwei eigene Lokomotiven.
Neu sind die 2TE116UM. Die mongolen Version der 2TE116 hat einen doppelten Luftfilter und eine grössere Leistung. Ausserdem sieht der Lokkasten anders aus. Insgesamt sind 35 Maschinen bestellt, wir haben die Nummer 001 - 014 gesehen.
http://www.bahnbilder.ch/pictures/medium/8138.jpg
2TE116UM

TEM2:
Zum Rangieren besitzt die MTZ Loks des Typs TEM2 "Tamara"
http://www.bahnbilder.ch/pictures/medium/8143.jpg

TEM18:
Die TÖChK besitzt ausserdem noch eine TEM 18.
http://www.bahnbilder.ch/pictures/medium/8142.jpg

http://bahnbilder.ch/graphics/banner.png




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:05:30:10:55:47.
Zitat:
Dash-7:
Die MTZ besitzt zwei Dash-7. Diese sind anscheinend second Hand und umgespurt.

Die Dash-7 wurden 1996 neu von GE an die MTZ abgeliefert (Fabrik-Nr. 49637-8/12-96, Model C30-7i) und wurden auch nicht umgespurt. Sie sind meistens im Kohlenverkehr nach UB unterwegs.

Thomas.
Toller Bericht, vielen Dank.

Die bunten Loks sehen ja lustig aus, wären es Modelle so hätte ich auf eine Fantasielackierung getippt.

Sind diese Zagal-Loks aus anderen umgebaut worden?

Ich freu mich schon auf den nächsten Teil.

Die streifenführung auf den 2Zagal scheint von den Amtrak P32 inspiriert zu sein. [www.hebners.net]

Da hat GE eine haube einschließlich dieselmotor, generator und kühler auf eine entsprechend zugeschnittene lok gesetzt.
Echt super! Wo Ihr immer hinkommt. Hab aus Müdigkeitgründen erst mal kurz drübergeschaut, muß es nochmals in Ruhe durchkauen....

EDIT: Super Bericht, kurzweilig zu lesen und literarisch der angenehme gewohnte Stil von Nil. Wirklich einmalig!
Das Fotografieren war offensichtlich überhaupt kein Problem?
Die Sache mit der cyrillischen Schrift Y=U ist von einem Vorposter schon erwähnt worden (Loktypen).
Angesichts Eurer relativen Unkenntnis konntet Ihr wohl nicht erkennen, ob es auch (noch?) russische Aufschriften o.ä. dort gibt?

Bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:06:05:08:53:34.

Re: [MN] Mongolei im Mai Teil 1: Prolog und der erste Tag in Ulan Bator (m31B.)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 06.06.11 23:31

toller bericht, tolle bilder. danke
Immer wieder ein Genuß euren Urlauben (gerade war ich noch dabei den USA Tripp zu lesen) zu folgen.