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[SE] Weitere IORE-loks

geschrieben von: ChrD

Datum: 28.04.11 11:50

Hej !

Im Zusammenhang mit den geplanten Kapazitätserweiterungen hat LKAB weitere 4 IORE-Doppelloks bei Bombardier bestellt.
Die Sektionen 127-134 werden ab 2013 ausgeliefert.

LKAB-Pressemeldung (schwedisch): [www.lkab.com]

LKAB-Pressmeldung (englisch): [www.lkab.com]

Gruss aus Kiruna,
Christoph

Re: [SE] Weitere IORE-loks

geschrieben von: 1570er

Datum: 29.04.11 11:37

Läuft das schon auf die neuen Erztransporte hinaus, welche sich aus den Aktivitäten in Pajala ergeben sollen?

Und: Wie steht's um die Streckenverlängerung über Svappavaara nach Pajala? Mittelfristig soll das Erz ja mit schweren LKWs zwischen den beiden Orten transportiert werden und erst in Svappavaara auf die Bahn verladen werden...

Grüße & Danke für etwaige Antworten

1570er

Re: [SE] Weitere IORE-loks

geschrieben von: ChrD

Datum: 29.04.11 12:56

Nein, die Loks haben nichts mit Transporten für Northland Resources zu tun, sondern sind für eigenen Verkehr der LKAB/MTAB bestimmt, der sich aus den geplanten Produktionsteigerungen in den kommenden Jahren ergibt.
Meines Wissens laufen noch keine konkreten Planungen für eine Bahnverbindung Pajala-Svappavaara. Zunächst bemüht sich Northland um eine Ausnahmegenehmigung für den Erztransport mit bis zu 170t LKW sowie um den Bau eines Umladeterminals in Svappavaara.

Re: [SE] Dm3 Sichtung Narvik

geschrieben von: Martin Hahmann

Datum: 29.04.11 22:33

Hej !
Heute Freitag ist endlich mal wieder eine Dm3 in Narvik aufgetaucht - Kollege sah sie auf einer Webcam.
Machs` gut
Martin

Noch eine neue Erzgrube?

geschrieben von: 1.Bauserie

Datum: 30.04.11 00:12

Hallole!

Der Lok-Report schrieb dazu:
> Die Erztransporte gehen von den Gruben in Ore Hill, Svappavaara und Kiruna zu den Häfen Narvik und Luleå...

Wo ist denn bitte "Ore Hill"?

Vielleicht sollte man den Text doch nicht einfach nur wörtlich übersetzen ;-)

Gruß
1.Bauserie


Fahr lieber mit der BUNDESBAHN

Re: Noch eine neue Erzgrube?

geschrieben von: frank58

Datum: 30.04.11 08:43

Hallo zusammen,

ich denke, mit "Ore Hill" ist Malmberget/Gällivare gemeint.

Gruß
Frank

Re: Noch eine neue Erzgrube?

geschrieben von: bengt

Datum: 30.04.11 10:43

1.Bauserie schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallole!
>
> Der Lok-Report schrieb dazu:
> > Die Erztransporte gehen von den Gruben in Ore
> Hill, Svappavaara und Kiruna zu den Häfen Narvik
> und Luleå...
>
> Wo ist denn bitte "Ore Hill"?
>
> Vielleicht sollte man den Text doch nicht einfach
> nur wörtlich übersetzen ;-)
>
> Gruß
> 1.Bauserie

Google übersetzt immer mit englich als Zwischensprasche, deshalb statt Malmberget "Ore Hill" oder auf deutsch Erzberg.
Moin,
Bengt Dahlberg hatte vor ca. 2 Jahren hier mal eine Gegenüberstellung der Skizzen einer IORE-Hälfte und einer Version mit 2 Führerständen als Einzellok für die Volkseisenbahn China eingestellt.
(Edit: Links gestrichen, weil Originale vom Autor hier dankenswerterweise nochmals eingestellt)
Na jut, die war halt für 25kV 50Hz. Ansonsten eigentlich die gleiche Grundkonstruktion.

Zugleich sind die Zugsmassen und pro Zug transportierten Frachten bei LKAB immer noch eher unteres Mittelmass, wenn man mit Erzbahnen bei CVDR in Brazil oder denen im Pilbara bzw. Nordwestaustralien vergleicht. Die Kosten dieser Erzlieferanten liegen damit günstiger als für LKAB. Man fängt unter 10000 t pro Zug bei Erztransporten eigentlich gar nicht an, weiter zu machen. Daher vermutlich auch erstemal die LKW-Piste. Wenn's denn wenigstens Elektro-SLKW wie bei ISCOR oder Anaconda wären ...

Anyway, Frage: Wäre es im Sinne einer weiteren Verlängerung der Züge nicht sinnvoll, mit 3 Einheiten, also 1,5 IORE, zu fahren und eine Einzellok mit 2 Führerständen ("halbe IORE") mit einer IORE-Doppellok in Vielfachsteuerung zu betreiben? Hört sich jetzt ein wenig an wie das frühere "Tresektionslok"-Konzept der NSB, aber warum denn nicht - extra Ersatzteilbevorratung und der ganze teure Kladderadatsch drumrum würden entfallen, weil die Einzellok aus dem gleichen Baukasten (derselben "Plattform") hergestellt würde wie die bisherige Doppellok. Oder liegen dafür keine Pläne vor?
Grusz -

Der Unglaeubige Thomas




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:05:08:16:02:53.
Dann müßten - wenn das den überhaupt im Hinblick auf Fahrdynamik, Energieversorgung usw. möglich ist - auch z.B. die ganzen für den dichten Verkehr benötigten Kreuzungsbahnhöfe nochmals um ihre halbe Länge ausgebaut werden, ebenso die Be- und Entladeanlagen

Re: ? Chinesiche IORE

geschrieben von: Martin Hahmann

Datum: 01.05.11 10:43

Ist denn mittlerweile die chinesiche IORE schon im Bau oder gar ausgeliefert ?
Bestimmt werden nur die Prototypen in Kassel gebaut, die Masse dann in China selber wie
auch in anderen Branchen üblich...).
Martin
Zur HXD3B in China:
die Unterschiede zur IORE sind deutlich umfangreicher als die andere Speisespannung. Sicher, die Konstruktion beruht auf derjenigen der IORE und die Loks sehen sich sehr ähnlich. Was die "Innereien" angeht, dürften sich dagegen mehr Unterschiede finden als Gemeinsamkeiten. Die Gültigkeit der Aussage "Ansonsten eigentlich die gleiche Konstruktion" hängt also stark von der Definition von "gleiche" ab. Gleiches Aussehen ist nicht alles ..

Was die Zugmassen angeht, ist klar, dass die der LKAB zwar europaweit im Spitzenfeld liegen, weltweit betrachtet aber nicht herausragend sind. Neben den Zugmassen muss man jedoch auch die Topographie der jeweiligen Strecke im Auge haben. Und die ist im Norden Schwedens und Norwegens nicht unbedingt einfach. Dafür ist die Streckenlänge vergleichsweise kurz. Und da gibt es noch die von Carsten schon angesprochenen Problem, z.B. der Länge der Kreuzungsbahnhöfe. Noch sind nicht einmal alle für die heutigen 68-Wagen-Züge ausgebaut. In einer Studie in den 90er Jahren vor der Beschaffung des neuen Rollmaterials hatte man jedenfalls die dann umgesetzte Variante als die optimale ermittelt. Was natürlich nicht heisst, dass dies auch für alle Zeiten so bleiben muss. Auf kürzere Sicht dürfte sich aber erst mal nichts ändern. Und, warum sollte man Einzelloks mit 2 Führerständen verwenden um Lokverbände aus 3 Sektionen zu bilden ? Das ginge schon heute mit einer zusätzlichen IORE-Hälfte. Von der Vielfachsteuerung her kein Problem. Wenn schon abweichende Ergänzungsteile, dann ganz ohne Führerstand, damit man durch den ganzen Verband durchgehen kann ...
Der von Northland vorgesehene Strassentransport von Pajala nach Svappavaara hat übrigens sicher nichts damit zu tun, dass keine Zugmassen über 10000t gefahren werden. Northland plant mit deutlich leichteren Zügen als MTAB. Die Ursache ist vielmehr, dass eine Strassenverbindung vorhanden ist (von deren Eignung für eine Armada überschwerer LKW einmal abgesehen), eine Bahnstrecke aber erst gebaut werden müsste. Und das dauert länger als man warten will. Mittlefristig ist diese Bahnverbindung durchaus angedacht / vorgesehen.

Re: ? Chinesiche IORE

geschrieben von: ChrD

Datum: 01.05.11 10:49

Da sind schon einige fertig.
Und in Kassel wurde davon gar nichts gebaut, auch kein Prototyp. Die Fertigung erfolgte von Anfang an in China
Nein, ich war auch nicht vom Aussehen her gekommen. Eher vom Betriebskonzept, aber da war ich (meinen) falschen Annahmen aufgesessen. Oder zu früh dran ...

Die chinesischen Loks haben anscheinend die soliden 4000 kN Rahmenprüfkraft, die IORE nicht. Aber Deine aufgezeigte Alternative einer elektrischen "B-unit" ohne Führerstände bzw. lediglich Rangierbedienstand hätte auch was, wie weiland bei Virginian's "E75"-Triplex-Loks ("EL-3A", korrekterweise).

>>warum sollte man Einzelloks mit 2 Führerständen verwenden um Lokverbände aus 3 Sektionen zu bilden ? Das ginge schon heute mit einer zusätzlichen IORE-Hälfte.<<
OK, letzteres wusste ich nicht - ich nahm an, dass dem Einzel-Fahrzeug dann irgendwelche Hilfsbetriebe, die aber nur für 2 units ausgelegt sind, also fehlen, vergesse ich besser gleich mal. Hielt die Lokversion mit 2 Endführerständen als Ergänzungseinheiten für betrieblich flexibler handhabbar. Wenn eine "übrige" unit einer IORE verfügbar ist, aber "falschrum" (Faltenbalg voran ... nein, ich geh' ganz sicher jetzt NICHT nach dem Aussehen ...! ;-)) steht, muss die 2-tlg. Zuglok erst aussetzen, die Ergänzungslok hinten (zugseitig) ankuppeln; offenen Übergang abdichten, dann damit wieder an den Zug setzen - zu viel Aufwand. Und irgendwann stehen dann mehr Teile in eine Richtung als in die andere, die überzähligen müsste man dann mangels Drehscheibe oder Gleisdreieck mit dem Kran drehen?

Jedenfalls Dank an B.Dahlberg für das nochmalige Einstellen der Bilder. Mal schaun, wie ich aus der HX3b jetzt eine "IORE B-unit" mache ...
(Ooops-Edit: Bitte jetzt nicht hauen ;-) - soll max. Postkarten- grosse "layman artist's impression" sein:)
IORE_B-unit_and _Slug.jpg
Zu faul für Faltenbälge usw. war ich halt; wer an seinem Modell rumsägen will, bitte be8en. Nein, Dachleitungsverbinder ala Dm3 sehe ich dagegen wirklich nicht vor, und auch nur einen Stromabnehmer auf der B-unit. Nur Steuer- und im Falle des "Slug" eben Zwischenkreis- Verbindungskabel, der hat keinen Traktionstrafo; prinzipielle Unterschiede B-unit vs. Slug sind hier allgemein bekannt, nehme ich an. Und, nein, ich postuliere für den "Slug" jetzt nicht als Basis die Rheinbraun- "EL-2000", pardon, RWE-Power's, musses ja heissen, aber 180 t und sechsachsig wäre sogar für mich ;-) zuviel tote Masse bei Streckenfahrten gewesen, auf denen weniger Zugkraft benötigt wird - dafür wäre dann ein Satz motorisierter "hopper cars" (Bodenselbstentlader) als "payload-slugs" evtl. nützlicher).
Also, derartige "slugs" für schwierige Anfahrten (Drehmoment und Adhäsion sind eh genug da) mit 2+1 Treibdrehgestellen / 8 Motoren pro Loksammelschiene (der "slug" wäre quasi in der Mitte elektrisch geteilt) braucht's wohl sicherlich nicht. Ausser vllt. bei Kriechfahrt.
Und, nein, ich halte mich bei "ABC-units" an die US-Nomenklatur, und auch, weil, wie von ChrD erläutert, die IORE aus 2 A-units besteht. Ich bleibe daher bei B-unit für die obere Skizze. Bei Gelenk- Strassenbahnen und mehrteiligen Triebwagen wäre es eine C-unit. Allenfalls liesse ich mich hier für den "Slug" zum "C" breitschlagen.
Lass' gut sein, war nur eine Outsider-Frage eines Exil-Kasseläners.
Der, um darauf einzugehen, überhaupt nicht der Meinung ist, dass die Chinesen da irgendwas "nachbauen" oder "legitimiert plagiieren". Diesen politischen Hype um "Plagiieren" mache ich eingedenk der Geschichte der Industrialisierung Deutschlands (dem Glashaus, in dem wir alle so komfortabel mit diesen Steinen werfen) sowieso nicht mit. Die Chinesen haben über die kommerziellen Engagements (JV-s) von Bombardier das Recht dazu, und nutzen das best mögliche Produkt modifiziert für ihre Zwecke. Finde ich optimal. Kassel könnte die Stückzahlen gar nicht mehr allein bewältigen, aber wenn dann auch noch immer mehr Europäer wieder auf den 6-achser-Geschmack kommen sollten ... warum dann nicht auch mit Rohbau- Kästen aus China?
Grüsse

Der Unglaeubige Thomas




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:05:08:16:09:34.