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Auf Schienen vom Kapitalismus in den Sozialismus und zurück - 13.000km mit dem Zug durch Asien und ein bisschen Europa

Teil 33: Verfall, Müll und Kinderprostitution – Szenen am Bahndamm in Phnom Penh



Wie im letzten Bericht angekündigt, machen wir uns im letzten Teil aus Phnom Penh noch zu einer kleinen Streckenwanderung auf, nachdem wir uns zuvor ja schon im Bahnhof und im Betriebswerk umgesehen hatten. Daher beginnen wir unsere Wanderung auch am Betriebswerk:

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Bild 1: Links außerhalb des Bildes befindet sich das BW, in der Mitte führt das Streckengleis aus Phnom Penh heraus, während das
Gleis rechts wohl einst an das Ufer des Tonle Sap führte. Wo sich ganz rechts heute Rohre und Sand finden, lag bis vor kurzem noch der
„Boeng Kak“-See. Immobilienhaie haben die Regierung wohl solange bestochen, bis sie den See zuschütten ließ, damit diese jetzt dort
neue Hochhäuser bauen können. Der Tonle Sap hat zwei vielleicht weltweit einzigartige Besonderheiten zu bieten. Auf der Höhe Phnom
Penhs mündet er in den Mekong, nur um sich direkt danach wieder in Mekong und Bassac aufzuteilen. Zudem wechselt der Tonle Sap je
nach Jahreszeit die Fließrichtung. Nach der Regenzeit und der Schneeschmelze im Himalaya führt der Mekong soviel Wasser, dass der
Tonle Sap in den dann abflusslosen Tonle Sap-See fließt, der damit zu Spitzenzeiten mit über 10.000km2 Fläche zum größten Süßwassersee
Südostasiens wird. Wenn der Wasserstand im Mekong dann in der Trockenzeit wieder sinkt, wechselt auch der Tonle Sap wieder die
Fließrichtung und führt das Wasser aus dem Tonle Sap-See wieder in den Mekong. Der Wasserstand im Tonle Sap-See fällt dabei um mehr
als zehn Meter und seine Fläche reduziert sich auf gerade mal 2.500 km2, bis dann wieder Regenzeit und steigende Fluten des Mekong einsetzen.


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Bild 2: Nach gut 200 Metern kommen wir am ersten Bahnübergang an.
Hier kreuzt der „Preah Monivong Boulevard“ die Gleise.


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Bild 3: Direkt nach dem Bahnübergang liegt links neben der Strecke das ehemalige Ausbesserungswerk. Die Zufahrtsgleise
sind zugewuchert und vor dem AW rosten Waggons herum, die es nicht mehr bis ins AW hinein geschafft haben.


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Bild 4: Die Hallen des Ausbesserungswerks waren wie die Hallen des BW verschlossen, aber hier konnte ich
einen Blick durch die vergitterten Fenster werfen: es scheint, als hätte man einfach von heute auf morgen alles
stehen und liegen lassen. Einige Kambodschaner, die einen Schlüssel besitzen, nutzen die Halle auch als Garage
für ihre Mopeds, Tuk-Tuks und Autos. Ganz rechts steht auch noch eine Dampflok ohne Tender.


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Bild 5: Von der äußeren Empore der AW-Halle geht der Blick über das Vorfeld der AW-Halle nochmals zurück in Richtung
Betriebswerk (in Blickrichtung direkt vor dem Hochhaus) und Hauptbahnhof. Links neben der Mauer verläuft die Strecke.


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Bild 6: Wo einst das Gleisdreieck zum Wenden der Lokomotiven lag, erstreckt sich heute ein See, im Hintergrund die Hallen des AW.


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Bild 7: Auf dem Gelände plant man wohl schon seit längerem den Bau von Wohnblocks.
Dem Zustand des Plakats nach zu urteilen, wird es aber wohl eher bei den Plänen bleiben.



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Bild 8: Wir kehren zurück zur Strecke, die mehr und mehr als Müllhalde missbraucht wird. Das Müllauto hatte noch gar nicht angehalten,
da stürmten schon Einwohner aus den Slumbehausungen direkt neben den Gleisen heran und suchten im Müll noch nach Verwertbarem.


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Bild 9: Die Strecke verschwindet mehr und mehr unter dem Müll, der hier einfach abgekippt wird. Plastiktüten sind
in Asien eine wahre Plage, irgendwann werden die Asiaten daran ersticken (oder es gibt vorher kein Öl mehr).


In der unerträglich heißen Mittagssonne wanderte ich weiter der Strecke entlang. Meine Anwesenheit sorgte in den Slumbehausungen neben den Gleisen für Aufsehen. Allzu oft verirren sich Ausländer wohl nicht hierher. Plötzlich kam eine Frau dann mit einem vielleicht neun Jahre alten Mädchen an und sagte „You wan sex. Dwendy dolla.“, wobei sie mir das Mädchen entgegen schob. Schockiert schüttelte ich den Kopf, woraufhin sie sagte „You wan boy? I get you boy“. Nein, daran hatte ich auch überhaupt kein Interesse, ich wollte hier doch nur meinen „ferrophilen“ Neigungen nachgehen, was sie aber überhaupt nicht verstehen konnte. So machte ich mich leicht aufgewühlt weiter auf den Weg entlang der Bahngleise und ließ die Frau etwas verdattert zurück. Sie konnte es wohl einfach nicht verstehen, warum eine Langnase bei brütender Hitze auf einer stillgelegten Eisenbahnstrecke entlang wandert und dabei auch noch Fotos von den Gleisen macht.


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Bild 10: Weiter geht es der Strecke entlang. Links die Mauern des AW,
rechts die Slumbehausungen entlang der Schienen.



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Bild 11: Auch dieses Bild offenbart den maroden Zustand der Gleise.
Wenige Monate zuvor verkehrten auf diesen Gleisen noch Züge!


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Bild 12: Nach kurzer Zeit erreichen wir den nächsten Bahnübergang.
Hier quert der „Kim Il-Sung Boulevard“ die Gleise.


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Bild 13: Mir wurde es jetzt in der Mittagssonne zu heiß, deswegen kehrte ich um und machte
mich auf in mein kühles Zimmer über der „Kontaktbörse“ in der Innenstadt. Zum Abschluss
daher noch ein Teleschuss in Richtung weiteren Verlauf der Strecke, die mehr oder weniger
gerade durch Phnom Penh läuft, bis sie sich in den Außenbezirken in die Streckenäste
an die Küste nach Sihanoukville bzw. in den Nordwesten Richtung Battambang aufteilt.



Damit ist der eisenbahntechnische Teil des Besuchs in Phnom Penhs abgeschlossen. Aber ein Besuch Phnom Penhs ist nicht komplett ohne eine Besichtigung des „Toul Sleng Genocide Museums“. Es befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen „Toul Svay High School“. Während ihrer Schreckensherrschaft richteten die „Roten Khmer“ hier das berüchtigte Foltergefängnis „S-21“ ein. Mehr als 15.000 Gefangene wurden hier mittels Stromstößen, „Waterboarding“ (das gab es schon damals) und Schlägen solange gefoltert, bis sie ihre angeblichen Verfehlungen gestanden. Dann wurden sie zu den „killing fields“ außerhalb der Stadt gebracht, wo man die Gefangenen mit Gewehrkolben zu Tode schlug oder sie einfach lebendig begrub (Erschießungen gab es keine, schließlich musste man die wertvolle Munition für die Kampfhandlungen sparen). Als die Vietnamesen 1979 das Gefängnis befreiten, fanden sie noch genau sieben lebende Insassen vor.

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Bild 14: Von außen sehen die Gebäude der ehemaligen Schule harmlos aus, im Inneren verbirgt sich jedoch die Hölle.


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Bild 15: Auf diesen eisernen Bettgestellen wurden die Gefangenen angekettet und mit Stromstößen malträtiert.


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Bild 16: Die ehemaligen Klassenzimmer wurden in Folterzimmer umgewandelt. Zu Spitzenzeiten herrschte hier Folter-Schichtbetrieb.


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Bild 17: Folterinstrumente und Blumen auf einem eisernen Bettgestell.


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Bild 18: Die “Roten Khmer” dokumentierten ihre Gefangenen akribisch. Für die willkürlichen Verhaftungen reichte damals schon
das Tragen einer Brille oder leichtes Übergewicht, selbst vor Kindern und Babys machten die „Roten Khmer“ nicht halt. Der
damalige Leiter des Foltergefängnisses wurde vor kurzem vom Rote-Khmer-Tribunal zu einer Haftstrafe von 35 Jahren verurteilt.
Damit ist er einer der ganz wenigen „Roten Khmer“, der für seine Taten verurteilt wurden. Viele andere Führungskader dagegen
sind mittlerweile tot, seit Jahrzehnten untergetaucht oder werden von der heutigen Regierung gedeckt.


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Bild 19: Wenn die Insassen nicht gerade gefoltert wurden, wurden sie in solche Zellen eingesperrt.


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Bild 20: Unzählige Menschenleben zerbrachen in „Toul Sleng“ wie diese Fliesen in einem Gang der ehemaligen Schule.


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Bild 21: Für die Gefangenen gab es kein Licht am Ende des Tunnels.


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Bild 22: Selbst die Wände wurden mit Stacheldraht versehen, damit die Gefangenen nicht aus Verzweiflung
mit den Köpfen gegen die Wand stießen und somit vor ihrem Geständnis Selbstmord begehen würden.


Dies war der letzte Bericht aus Phnom Penh, im nächsten Bericht geht es dann in Battambang weiter. Da der Zugverkehr ja eingestellt war, musste ich leider mit dem Bus vorlieb nehmen. Statt mindestens 16-stündiger Schaukelfahrt mit dem Zug ging es also im modernen Reisebus über eine hervorragend ausgebaute Straße (besser als jede deutsche Bundesstraße) in nicht einmal fünf Stunden von Phnom Penh ins rund 300km entfernte Battambang. Dort fahren wir dann endlich mit dem Zug. Wie das geht, wenn der Zugverkehr eigentlich stillgelegt ist? Schaut in die nächsten Berichte rein und lasst euch überraschen.




Zugliste


Zug		Von			Nach			Kilometer	Land	Traktion	Spurweite

S3		Niederhöchstadt		Frankfurt(Main)Hbf	  11,8		DE	Elektr.		1435mm
ICE 75		Frankfurt(Main)Hbf	Zürich HB		 449,6		DE/CH	Elektr.		1435mm
IC 585		Zürich HB		Chur			 116,1		CH	Elektr.		1435mm
R 1169		Chur			San Murezzan/St.Moritz	  89,25		CH	Elektr.		1000mm
RE 1145		Bravuogn/Bergün		Preda			  12,57		CH	Elektr.		1000mm
R 1658		Poschiavo		Ospizio Bernina		  21,294	CH	Elektr.		1000mm
R 1641		Morteratsch		Diavolezza		   4,635	CH	Elektr.		1000mm
R 1658		Poschiavo		Ospizio Bernina		  21,294	CH	Elektr.		1000mm
RE 1124		St.Moritz		Chur			  89,25		CH	Elektr.		1000mm
IC 570		Chur			Zürich			 116,1		CH	Elektr.		1435mm
S6		Zürich			Baden			  22,53		CH	Elektr.		1435mm
S6		Baden			Zürich			  22,53		CH	Elektr.		1435mm
S6		Zürich			Baden			  22,53		CH	Elektr.		1435mm
IR 1972		Baden			Basel SBB		  65,9		CH	Elektr.		1435mm
ICE 370		Basel SBB		Freiburg Hbf		  66,8		CH/DE	Elektr.		1435mm
RB31603		Freiburg Hbf		Littenweiler		   7,22		DE	Elektr.		1435mm
RB31620		Littenweiler		Freiburg Hbf		   7,22		DE	Elektr.		1435mm
ICE 270		Freiburg Hbf		Frankfurt(Main)Hbf	 294,4		DE	Elektr.		1435mm
S3		Frankfurt(Main)Hbf	Niederhöchstadt		  11,8		DE	Elektr.		1435mm
S3		Niederhöchstadt		Frankfurt(Main)Hbf	  11,8		DE	Elektr.		1435mm
S8		Frankfurt(Main)Hbf	Frankfurt-Flughafen	  11,4		DE	Elektr.		1435mm
Chollima	Pyongyang Yonggwang	Pyongyang Puhung	   1,5(ca.)	KP	Elektr.		1435mm
Zug Nr. 5	Pyongyang		Sinuiju-(Grenze DPRK)	 225		KP	Elektr.		1435mm
K 28		(Grenze China)-Dandong	Beijing			1132		CN	Diesel		1435mm
K 177		Beijing Xi		Datong			 368		CN	Elektr.		1435mm
2671		Datong			Xi'an			1006		CN	Elektr.		1435mm
Z94		Xi'an			Suzhou			1425		CN	Elektr.		1435mm
K8418		Suzhou			Huangshan (Tunxi)	 588		CN	Diesel		1435mm
K155		Huangshan (Tunxi)	Guilin Bei		1277		CN	Diesel		1435mm
K181		Guilin Bei		Kunming			1265		CN	Diesel		1435mm
LC4		Lao Cai			Hà Nôi			 294		VN	Diesel		1000mm
SE3		Hà Nôi			Sài Gòn			1730		VN	Diesel		1000mm

								10787,523



Weitere Bildimpressionen aus Kambodscha


Weitere Bildimpressionen von mir aus Kambodscha auf Flickr. Zum Anschauen auf eines der Bilder oder den Link klicken:

http://farm5.static.flickr.com/4038/4469902389_7c88f56374_t.jpghttp://farm5.static.flickr.com/4001/4469925519_3031bf3380_t.jpghttp://farm5.static.flickr.com/4018/4470887440_e0988a208b_t.jpghttp://farm5.static.flickr.com/4005/4470411069_5ef18e57a2_t.jpg Kambodscha http://farm5.static.flickr.com/4033/4470537343_436c667361_t.jpghttp://farm3.static.flickr.com/2702/4470545013_8644d2070d_t.jpghttp://farm5.static.flickr.com/4014/4470445487_0189ef0203_t.jpghttp://farm5.static.flickr.com/4030/4470109497_b9bd5060b6_t.jpg




Inhaltsverzeichnis


Prolog
  • Teil 0: 13.000km mit dem Zug durch 10 Länder, aber wo? BÜ-Bilderrätsel mit 10 Bildern
  • Teil 1: Prolog - Warum ich mit dem Zug 13.000km durch die Gegend gereist bin

  • Schweiz
  • Teil 2: Ein Kurzabstecher in das kapitalistische Musterland - Bilder von der Albulabahn
  • Teil 3: Über den Bernina zurück nach Deutschland

  • Nordkorea
  • Teil 4: "Willkommen im sozialistischen Paradies" - Eine Einführung zu Nordkorea (Teil A)
  • Teil 4: "Willkommen im sozialistischen Paradies" - Eine Einführung zu Nordkorea (Teil B)
  • Teil 5: Unterwegs mit der atombombensicheren Metro in Pyongyang - (Teil A)
  • Teil 5: Unterwegs mit der atombombensicheren Metro in Pyongyang - (Teil B)
  • Teil 6: Zugimpressionen aus Nordkorea und ein schweres Verbrechen
  • Teil 7: Mit O-Bussen durch den Alltag in Pyongyang
  • Teil 8: Mit der Tram durch Pyongyang - Eine Stadtrundfahrt (Teil A)
  • Teil 8: Mit der Tram durch Pyongyang - Eine Stadtrundfahrt (Teil B)
  • Teil 9: Von Pyongyang nach Beijing - Teil A: Die Vertreibung aus dem "sozialistischen Paradies"
  • Teil 9: Von Pyongyang nach Beijing - Teil B: Verwirrung an der Grenze

  • China
  • Teil 9: Von Pyongyang nach Beijing - Teil C: Zurück im Kapitalismus?!
  • Teil 9: Von Pyongyang nach Beijing - Teil D: Im Morgenlicht nach Beijing
  • Teil 10: Eine kurze Einführung in die chinesische Eisenbahn
  • Teil 11: Mit dem Zug von Beijing nach Datong
  • Teil 12: Mit dem Zug von Datong nach Xi'an
  • Teil 13: Mit dem Zug von Xi'an nach Suzhou
  • Teil 14: Suzhou nach Huangshan (Tunxi)
  • Teil 15: Von Huangshan (Tunxi) nach Guilin
  • Teil 16: Von Guilin nach Kunming
  • Teil 17a: Schmalspurbahnen in Yunnan - Die Geschichte der Yunnan-Bahn
  • Teil 17b: Schmalspurbahnen in Yunnan - Weitere Schmalspurbahnen und Eisenbahnprojekte in Yunnan
  • Teil 17c: Schmalspurbahnen in Yunnan - Historische Schmalspurfahrzeuge im „Yunnan Railway Museum“
  • Teil 17d: Schmalspurbahnen in Yunnan - Historische Dampflokomotiven im „Yunnan Railway Museum“

  • Vietnam
  • Teil 18 (Rätsel): Wie hängen diese Bilder zusammen?
  • Teil 19: Viele verschiedene V-Loktypen - Eine kurze Einführung in die vietnamesische Eisenbahn
  • Teil 20: Ein Abend im „Bia Hoi“-Garten mit Bahnhofsblick in Lao Cai
  • Teil 21a: Mit Baguette und Zug, aber leider ohne Rotwein von Lao Cai nach Hanoi
  • Teil 21b: Mit Baguette und Zug, aber leider ohne Rotwein von Lao Cai nach Hanoi
  • Teil 22a: Auf Schienen durch Häuserschluchten und über Bahnübergänge in Hà Nôi – Teil A
  • Teil 22b: Auf Schienen durch Häuserschluchten und über Bahnübergänge in Hà Nôi – Teil B
  • Teil 23a: Mit Millionticket, verstopften Toiletten, Siemens-Lok und Regen im Wiedervereinigungsexpress von Hà Nôi nach Sài Gòn – Teil A
  • Teil 23b: Mit Millionticket, verstopften Toiletten, Siemens-Lok und Regen im Wiedervereinigungsexpress von Hà Nôi nach Sài Gòn – Teil B
  • Teil 24: Die Geschichte der Zahnradbahn von Thap Cham nach Da Lat
  • Teil 25: Hochzeit auf einer Dampflok in Da Lat

  • Kambodscha
  • Teil 26: Um welches Eisenbahngefährt handelt es sich hier? - Rätsel
  • Teil 27: Eine kurze Einführung in die kambodschanische Eisenbahn
  • Teil 28: (Ein)Stimmungsbilder vom Bahnhof Phnom Penh
  • Teil 29: Art-Déco und Güterwagenschlangen – Ein Rundgang im Bahnhof von Phnom Penh
  • Teil 30: Diesellokomotiven und Dampflok(reste) der kambodschanischen Eisenbahn
  • Teil 31: Deutsche Wasserkräne und Bahnidylle im verwaisten Betriebswerk von Phnom Penh
  • Teil 32: Personen- und Güterwagen der kambodschanischen Eisenbahn



  • 1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:03:10:19:50:28.
    Danke auch für diesen Teil.

    Zur weiteren "Erbauung": Paul Theroux, Ghost Train to the Eastern Star. On the Tracks of "The Great Railway Bazaar".

    Wie alle Bücher Theroux' ist auch dieses sehr, sehr lesenswert, z. Zt. gibt es das Buch nur auf Englisch, was für die meisten von uns keine Hürde ist. Lies mal den Abschnitt über Kambodscha!

    Sehr zu empfehlen natürlich auch die Bücher und SPIEGEL-Artikel (alle im SPIEGEL-Archiv nachles-/downloadbar!) von Tiziano Terzani!

    Gruß aus Wien

    P.S.: Dein Bericht ist eine (fast) unverzichtbare Quelle für meine geplante Reise nach Singapore.
    Hallo Jörg,

    vielen Dank für deine Hinweise. Die beiden Bücher von Paul Theroux hatten mich auf der gesamten Reise begleitet, wie ich in der Einleitung zu dieser Berichtsreihe geschrieben hatte. Noch interessanter als Kambodscha fand ich allerdings den Abschnitt über Myanmar, denn er beschreibt Beggenungen mit Personen, die ich dort selbst auch getroffen habe.

    Auch die Bücher von Tiziano Terzani sind im Reisegepäck immer dabei. Bei der letzten China-Reise war's die Sammlung seiner besten Spiegel-Artikel. Seine Artikel über China sind noch immer brandaktuell, obwohl sie schon mehr als 20 Jahre alt sind.

    Falls die Infos aus meinen Berichten nicht reichen, gebe ich gerne weitere Infos per PN.

    Viele Grüße

    Florian
    Danke fuer die Bilder.

    Das Bild von der Dampflok im AW ist interessant. Als ein Freund von mir im Maerz 2008 Phnom Penh besuchte (sein Bericht [www.internationalsteam.co.uk] befanden sich alle bekannten ueberlebenden Dampfloks in der Nordhalle des BWs (131-103, 141-551, 231-501 bis 505/507/508), bzw. daneben (Schrottloks 231-506/509). In das AW konnte er nicht reingucken.

    Handelt es sich jetzte bei der von dir aufgenommenen Lok um einer anderen Lok, oder wurde eine der Loks aus dem BW in der Zwischenzeit ins AW rangiert? Und wenn ja, warum?

    Thomas.
    > Handelt es sich jetzte bei der von dir
    > aufgenommenen Lok um einer anderen Lok, oder wurde
    > eine der Loks aus dem BW in der Zwischenzeit ins
    > AW rangiert? Und wenn ja, warum?
    >
    Das würde mich auch interessieren. Bei meinem Besuch war die Gleisanbindung des AW bereits abgebaut und es sah nicht so aus, als ob das erst kurz zuvor passiert wäre, was eigentlich eher gegen die Rangieraktion spricht. Wie bereits beschrieben, kam ich weder in die BW- noch die AW-Halle und kann außer dem gezeigten Foto leider keine weiteren Infos bieten.

    Viele Grüße

    Florian
    Ein toller Bericht. Schlimm wenn man sieht, wie das Land von einem Wahnsinnigen im Namen einer idiotischen Ideologie zerstört wurde.

    Da ich seit 1996 zumeist mehrmals im Jahr durch Kambodscha reise ein aktuelles update:

    Mittlerweile wurde fast die gesamte Gleisanlage im Land abgebaut. Der Bereich Phnom Penh und die Suedstrecke bis hinter Kampot wurden neu aus altbrauchbaren Teilen aufgebaut. Unterbau wurde planiert und verfestigt, Schwellen und Schotter erneuert und natuerlich ausgerichtet. Die Strecke zum Hafen wurde nur im Bahnhofsbereich erneuert, da hier bereits wieder intensiver Zementumschlag stattfindet. Hier habe ich in all den Jahren intensiven Betrieb mit Kesselwagen- und Flachwagen beobachten koennen. (Auf Flachwagen wurden mit etwas Roedeldraht ausgemusterte Container befestigt). Die gesamte Gleisharfen zum Aw und ABw sind fast fertiggestellt, Weichenstellvorrichtungen wurden alle erneuert, der Rest wurde, soweit moeglich, instand gesetzt. Auf einem riesigen Schrottberg wird das gestapelt, was wirklich nicht mehr verwendbar ist.

    Ueber die Nodstrecke Richtung Thai-Grenze kenne ich den aktuellen Zustand nicht. Der Wiederaufbau der Suedstrecke nach Kompong Som / Sihanoukville ist zu mehr als 60 Prozent abgeschlossen. Bei meinem Besuch im Maerz wurde gerade der Bahnhofsbereich Kompong Som bis zur Hafeneinfahrt abgebaut, heute morgen, sah ich, dass bereits die ersten 3 Weichen vormontiert waren, vorm Bahnhof lagerten mehrere Tausend Betonschwellen.

    Die meisten der wieder zum Einsatz kommenden Lokomotiven wurden instand gesetzt und wie auch diverse Flach-, Niederbord- und Kesselwagen gelb lackiert. Ebenso erging es einem Doppeltriebwagen. Lediglich einige Skoda-Kleindieselloks waren noch in rot-weiss und sahen noch sehr traurig aus. Zudem sind mehrere neue Rottenkraftwagen verschiedener Groesse im Einsatz.

    Da waehrend der Bauphase bereits Unmengen von Kleineisen und Weichenteilen gestohlen worden sind und es dadurch bedingt zu mehrmonatigen Bauverzoegerungen gekommen ist, wird da gesamte Bahnhofsgelaende in Phnom Penh jetzt intensiv durch security bewacht. Im Maerz war es gerade noch moeglich eine der restaurierten Dampfloks zu fotogrfieren, wenn auch unter Protest der Wachleute. Ausserdem wird derzeit an einer mehr als 2m hohen Mauer rund um das Bahnhofsgelaende gearbeitet.

    Die Planungen der Strecke nach HoChiMinh City sind auch schon recht weit fortgeschritten, angeblich werden sogar schon Flaechen aufgekauft bzw. enteignet.
    Also nur Positives aus Kambodscha!!!

    Aus Kompong Som gruesst WanTi



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:05:16:08:16:32.