DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 08/01 - Auslandsforum "classic" 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
Bitte unbedingt vor Benutzung des Forums die Ausführungsbestimmungen durchlesen!
Ein separates Forum gibt es für die Alpenländer Österreich und Schweiz - das Alpenlandforum
Zur besseren Übersicht und für die Suche: Bitte Länderkennzeichen nach ISO 3166 Alpha-2 in [eckigen Klammern] verwenden!

Seiten: 1 2 All

Angemeldet: -

Balkan-Abenteuer Teil 19: Timisoara-Wien

Die bisherigen Teile:
Teil 1: Wien-Zagreb
Teil 2: Zagreb-Sarajevo
Teil 3: Sarajevo
Teil 4: Mostar
Teil 5: Sarajevo-Dubrovnik-Split-Zagreb
Teil 6: (Zagreb-) Beograd
Teil 7: Beograd - Podgorica
Teil 8: Podgorica – Bar (-Skopje)
Teil 9: (Bar -) Skopje
Teil 10: Skopje-Bitola-Ohrid-Kicevo-Skopje
Teil 11: Skopje-Thessaloniki-Athen
Teil 12: Athen
Teil 13: Athen (-Sofia)
Teil 14: (Athen) - Sofia
Teil 15: Rhodopenbahn
Teil 16: Sofia-Bucuresti
Teil 17: Bucuresti
Teil 18: Bucuresti-Timisoara


Tag 20: Samstag, 31. Juli 2010 – Timisoara (Fortsetzung)

Wir sind auf einem der schönsten Plätze von Temesvár: Piata Unirii:

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8033.JPG
Bild 33: Der katholische Dom von Temesvár (1736-74). Frisch renoviert. Davor ist der Trinkbrunnen zu sehen.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8038.JPG
Bild 34: Lebendige Dreisprachigkeit – zumindest im kirchlichen Bereich ist das in Temesvár normal.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8034.JPG
Bild 35: Auf der anderen Seite des Platzes ist das serbische (orthodoxe) Patriarchat (links) und die serbische Kirche.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8083.JPG
Bild 36: Der Barockpalast auf der Piata Unirii war bei meinem letzen Besuch noch eingerüstet – jetzt erstrahlt er in neuem Glanz!

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8035.JPG
Bild 37: Noch nicht alle Häuser sind renoviert.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8031.JPG
Bild 38: An der Nordseite des Platzes: (ehemalige) Domherrenhäuser.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8040.JPG
Bild 39: Die Domherrenhäuser wurden sehr schön renoviert. Die Fenster haben eine sehr interessante Gestaltung.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8043.JPG
Bild 40: So sehen die Haltestellen aus.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8053.JPG
Bild 41: In Temesvár gibt es mehrere Synagogen – und es gab auch mehrere jüdische Kulte.

Dann gehen wir weiter zur Decebal-Brücke über die Bega, die mir so gefällt mit ihrer Architektur und dem Hintergrund. Weiter geht es durch eine schöne Alle zur Piata Traian. In Milleniumskirche (Kath.) in der Nähe ist gerade eine Taufe zu Ende und wir reden mit einem Mesner, der uns erzählt, daß es schon auch viele rumänischsprechende Katholiken hier gibt. Aber es gibt auch viele Ungarischsprechende und Deutschsprechende. Die Kirche ist wegen dem Sonnenstand und den vielen Bäumen davor kaum zu fotografieren. Aber die Dreisprachigkeit im Inneren fasziniert mich natürlich mehr.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8050.JPG
Bild 42: Die Decebal-Brücke mit einem ex-Münchner Triebwagen (2034).

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8071.JPG
Bild 43: Die Milleniumskirche nahe der Piata Traian.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8060.JPG
Bild 44: Erinnerungstafel in der Milleniumskirche: 100 Jahre Neubau der Kirche (275 Jahre Pfarre – steht wo anders).

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8054.JPG
Bild 45: „Gott ruft uns immer – aber nicht übers Handy!“ (Wir bitten Sie, die Telefone auszuschalten…)

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8062.JPG
Bild 46: Die Piata Traian ist auch ein hübscher kleiner Platz, begleitet von schmalen Straßen. Hinten eine serbisch-orthodoxe Kirche. (Ja, es gibt auch Serben in Timisoara!)

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8065.JPG
Bild 47: Piata Traian ist eine wichtige Abzweigstation: vier Richtungen und fünf Linien: ein ex-Bremer (3457) in Linie 2.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8063.JPG
Bild 48: Eine Gesamtsicht der Straßenbahnkreuzung: Blick nach Westen.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8070.JPG
Bild 49: Hier ein Blick nach Osten zur Piata Traian (Hintergrund). Hier gibt es auch elektronische Zugzielanzeigen.

Mit der Linie 6 fahren wir dann durch die 1.Dezember-Straße bis Piata Sf.Maria, und von dort gehen wir zu Fuß weiter Richtung nach Hause. Die nahe Piata Alexandru Mocioni eignet sich gut für Straßenbahnbilder. In diesem Gebiet sind die Gleiserneuerungen und die Trennung vom Straßenverkehr schon fertiggestellt.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8073.JPG
Bild 50: Es kann schon mal Sitze ohne Lehne geben – für die Sportlichen! ;-)

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8074.JPG
Bild 51: Wieder ein ex-Karlsruher Triebwagen in Linie 7 auf der Piata Alexandru Mocioni.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8075.JPG
Bild 52: Dem ex-Bremer 3512 paßt das neue Farbschema meiner Meinung nach gar nicht.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8801.JPG
Bild 53: 2006 waren die Münchner Wagen noch in Gelb zu sehen. Auf dem gleichen Platz, aber mit Blick auf die orthodoxe Kirche Mariä Geburt.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8804.JPG
Bild 54: Den Karlsruher Wagen stand das Gelb auch besser. Die „Temesvárer Knöpfe“ zum Fernhalten des Invidualverkehrs sind hier gut zu erkennen. (Aufnahme von 2006)

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8803.JPG
Bild 55: Von den Frankfurter Wagen hab ich diesmal keinen mehr gesehen. Hier eine Aufnahme von 2006.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8077.JPG
Bild 56: Die Abzweigung Richtung Gara de Nord (rechts) vom Bulevardul Regele Carol I. Das Haus sieht schön aus, auch wenn es noch nicht renoviert ist.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8079.JPG
Bild 57: Und hier wohne ich: Jeder kann seinen Teil des Hauses renovieren (Wärmeschutz und Anstrich z.B.).

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8081.JPG
Bild 58: Auf der Hofseite ist die Wohnung breiter. Grün und Blau sind beliebte Farben hier!

Daheim gibt es dann ein Mittagessen: chiftele (Faschierte Laibchen), ardei umplut (gefüllte Paprika), Suppe und Brot. Es gefällt mir, so ungezwungen und einfach zu essen. In dieser Mini-Küche ist es einfach gemütlich. Nach dem Essen wird erst mal gerastet (also geschlafen). Erst nach 16 Uhr sind wir wieder munter und fit für neue Unternehmungen. Ein Nachbar fährt mit uns in seinem Dacia (wie ein Renault 12) in den Nordosten der Stadt zu einem Zoo. Die Autofahrt macht mir ziemlich Angst, denn erstens ist das Auto in einem entsetzlichen Zustand, die Sitze ebenso, zweitens ist sein Fahrstil wirklich „balkanös“ – da darf sich jeder darunter vorstellen, was er mag! Aber immerhin: ich hab überlebt. Der Zoo ist mit einer Parkanlage verbunden. Er verdient den Namen Zoo eigentlich nicht. Der Eintritt ist zwar billig (3 Lei, nicht mal ein Euro), aber die Anlage ist wirklich sehr armselig, schmutzig, und es gibt sehr wenige Tiere. Es sieht auch so aus, als ob sie schlecht gepflegt sind. Ich kann solche Dinge nicht fotografieren. Nun ja, hier hat man eben wirklich kein Geld. Mir kommt vor, Bukarest hat das Glück, Hauptstadt zu sein, und daher dürften alle EU-Gelder in erster Linie in die Hauptstadt investiert werden. Nach einem Rundgang geht es mit dem Auto wieder zurück, aber wir steigen an der Piata Unirii wieder aus. Wir wollen noch durch andere Teile der Stadt spazieren. In einen Gastgarten auf dem Platz trinke ich ein Bier, danach wandern wir zu Fuß zur Piata Operei, die mir schon bei meinem ersten TemesvárBesuch gefallen hat.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8084.JPG
Bild 59: Auf der Piata Operei gibt es viele repräsentative Gebäude.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8087.JPG
Bild 60: Die Oper gab dem Platz den Namen. Auch um 20 Uhr sind noch viele Leute unterwegs – und viele Kinder!

Die Piata Operei wird im Süden von der orthodoxen Kathedrale begrenzt, die in einem baulichen Gegensatz zu den ungarisch wirkenden Gebäuden an den Flanken des Platzes steht. Die Gartenanlage wird von vielen Leuten bevölkert, viele Eltern mit Kindern – für mich ein Zeichen der Lebendigkeit einer Stadt. Es bedrückt mich oft, daß man in unseren Städten kaum mehr Kinder sieht. 1989 gab es auf diesem Platz viele Tote. Auf der vergeblichen Flucht vor den Schergen (die Kirchentore waren geschlossen) starben auf diesem Platz auch viele Kinder!

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8088.JPG
Bild 61: Der schönste Teil des „Opernplatzes“: Gartenanlage mit Blumen, im Hintergrund die orthodoxe Kathedrale.

Ein Kaffee auf diesem Platz beschließt den Tag. Mit einem (modernern) Trolleybus fahren wir nach Hause. Bei einem Besuch von Freunden meiner Gastgeberin kommt mir wieder die große Gastfreundschaft der Leute hier zu Bewußtsein. Ein Beispiel: ein Gespräch über allgemeine Interessen, zum Beispiel daß mir klassische Musik lieber ist als die moderne – und schon wird im TV auf einen Sender umgeschaltet, der tatsächlich klassische Musik bringt. Diese Kleinigkeiten sind es, die man hier immer wieder erfahren kann. Klarerweise gibt es Angebote für ein Essen, aber wir begnügen uns mit lubenita (Wassermelone), sehr erfrischend! So klingt ein Tag in Temesvár aus, nun freue ich mich schon auf die Heimfahrt. Vier Wochen Urlaub gehen morgen zu Ende!

Tag 21: Sonntag, 1. August 2010 – Timisoara-Budapest-Wien

Fahrplan IC78:
06:54 ab Timisoara Nord
10:47 an Budapest Keleti
Fahrplan RJ66:
13:10 ab Budapest Keleti
16:08 an Wien West
(575 Kilometer)


In der Früh geht es schon zeitig zum Bahnhof. Die Straße davor ist noch so leer, daß ich das Bahnhofsgebäude gut fotografieren kann. Ich sehe Züge von RegioTrans in rot und in blau (ex SNCF), aber für Fotos bleibt zu wenig Zeit. Diese Gesellschaft betreibt schon viele Nebenbahnen in Rumänien. Siehe auch hier: [www.regiotrans.ro]

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8093.JPG
Bild 62: Das Bahnhofsgebäude Timisoara Nord.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8094.JPG
Bild 63: Ich habe zu wenig Zeit, um die ex-SNCF-Triebwagen der Reihe 57 von RegioTrans aus der Nähe zu fotografieren.

Mein Zug steht schon am Bahnsteig, er besteht aus drei MÁV-Wagen ein A und zwei B. Es sind Großraumwagen (obwohl auf meiner Reservierung Abteilwagen steht) und die Sitze sind einigermaßen bequem. Der Sitzabstand ist angenehm groß und es gibt nur vis-a-vis-Bestuhlung. Das finde ich gut!
Unsere Lok ist die 477-895, und wie alle Loks dieser Reihe ist sie sehr sauber gewaschen und sieht mit ihrer neuen Lackierung sehr gut aus. Das langsame Hinausschleichen aus dem Bahnhof ist in Temesvár offenbar Vergangenheit, denn wir fahren zügig los und das Tempo der Fahrt bis Arad ist auch recht schnell. Ab Arad geht es langsamer dahin. Das Wetter ist trüb (bedeckt), die Klimaanlage kühlt ein bißchen zu viel!

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8095.JPG
Bild 64: IC 78 vor der Abfahrt in Timisoara Nord.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8096.JPG
Bild 65: Das Innere des ungarischen Großraumwagens.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8097.JPG
Bild 66: Angenehm großer Sitzabstand! Besser als im Railjet!

Grenze Rumänien-Ungarn
In Curtici (sprich: Kurtitsch) ist Paßkontrolle und auch Lokwechsel. Einige blaue Reisepässe sowie ID-Karten werden von den Zöllnern eingesammelt und später zurückgegeben. Welche Pässe das sind, weiß ich nicht. Mein Paß wird nur kurz angeschaut und die Sache ist erledigt. Unsere Lok steht dann zufällig neben meinem Fenster und mir wird schlagartig klar, warum die aufgearbeiteten Loks in Rumänien so schön sind: sie werden liebevoll von den Lokführern mit Bürste und Putzmittel gereinigt. Auch jedes kleine Fleckchen, das Insekten verursacht haben…

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8098.JPG
Bild 67: Deshalb sind die neuen CFR-Loks immer so schön sauber!

Wir bekommen die ungarische M43 1135 vorgespannt und mit wenigen Minuten Verspätung verlassen wir nach 28 Minuten Aufenthalt Curtici und kommen mit etwas mehr Verspätung in Lökösháza an. Die ungarische Schaffnerin war bei der Abfahrt von Curtici mit ihrer Kontrolle allerdings schon fertig. Übrigens habe ich die Fahrscheine für diese Fahrt schon bei der Bahnagentur Schöneberg in Berlin bestellt: Von Temesvár zur Grenze nach Curtici habe ich ja noch den Balkan-Flexi-Paß, von Curtici Grenze bis Lökösháza einen Fahrschein für 1,20 Euro und von Lökösháza nach Wien eine Sparschiene um 29 Euro. Dazu noch eine Reservierung im Wagen 435 im „Abteilwagen“ (der ein Großraumwagen war) um 3,50 Euro.
Auch in Lökösháza gibt es Verschubbewegungen, denn wir werden weit außerhalb des Bahnhofs zurückgeschoben, dort wird die Lok wieder abgekuppelt und erst nach einer Weile kommt sie mit einem zusätzlichen Wagen (B, Lökösháza-Budapest) wieder zurück und wir fahren wieder in den Bahnhof. Während unseres Aufenthaltes stelle ich meine Uhr wieder zurück auf MEZ, außerdem kommt auch die Sonne heraus und der trübe Hochnebel ist vorbei.

Weiterfahrt nach Budapest
Die Abfahrt von Lökösháza erfolgt mit nicht weniger als 20 Minuten Verspätung. Worauf das zurückzuführen ist, kann ich nicht ergründen. Bei der Ausfahrt sehe ich die ES64 F4-159 (189 159) in Schwarz hier herumstehen und es sieht so aus, als würde sie nach Rumänien weiterfahren (wie ich später herausfinde, fährt sie auch für RCH, also RailCargoHungaria. Auch eine Floyd-Lokomotive Reihe 450 kann ich sehen sowie eine Rail-Cargo-Hungaria-1116 mit ihrer blauen Bauchbinde. Ich kann leider keine Bilder machen, ich entdecke die Loks zu spät. Wenig später noch weitere: Floyd Reihe 500 und die Eurocom 481 001.
Ich beginne mir Sorgen zu machen, ob ich meinen Railjet64 um 11.10 Uhr noch erreiche. Die Übergangszeit beträgt 23 Minuten. Allerdings gibt es alle zwei Stunden einen Zug nach Wien, das sollte also kein großes Problem sein. Das WC im Großraumwagen hat zwar eine tolle Druckknopfautomatik, aber es ist trotzdem ein Plumpsklo nach alter Bauart, außerdem gibt es weder WC-Papier noch Handtücher, also werden alle Bedürfnisse auf später verschoben.
Die Geschwindigkeit wird nun deutlich schneller als kurz zuvor in Rumänien, außerdem merkt man hier, daß die Gleislage einen viel ruhigeren Wagenlauf ermöglicht. Das Land sieht im Vergleich zu Rumänien auch schon deutlich besser entwickelt aus, was man an den Häusern und Straßen in den Dörfern, an denen wir vorbeifahren, gut erkennen kann. Ein Gegenzug mit roten Wagen, die mich an die bulgarischen Wagen erinnern, fällt mir auf. Vielleicht waren es slowakische, denn ich sehe später in Budapest einen Inlandszug nach Pécs mit slowakischen Wagen! Schön sind die zahlreichen Silberreiher und Graureiher, die man unterwegs sehen kann. Störche sowieso. Unsere Verspätung bewegt sich stets zwischen 17 und 19 Minuten, doch kurz nach Szolnok wird die Fahrt plötzlich deutlich langsamer. Wenn wir so langsam weiterschleichen, ist mein Railjet längst weg, wenn wir in Budapest ankommen. Der nächste Gegenzug, der mir auffällt, hat tschechische Wagen. Vielleicht fährt er nach Beograd und Bar? Um 10.30 Uhr werden wir endlich wieder schneller, aber es gibt unterwegs wieder mal einen Signalhalt auf freier Strecke, dann gibt es einen Gleiswechsel auf das linke Gleis. Unsere Ankunft in Budapest erfolgt um 11.13 Uhr, bei der Einfahrt sehe ich gerade meinen Raljet ausfahren! Na super! Klar, daß der nicht wartet! Wir haben also bei der Ankunft 26 Minuten Verspätung.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8099.JPG
Bild 68: IC78 nach der Ankunft in Budapest Keleti.

Pause in Budapest
Nach der Ankunft kann ich gerade noch ein Bild meines Zuges machen, bevor die Verschublok schon die Wagen wegzieht. Ein kleiner Rundgang ergibt nichts Fotografierenswertes, so schaue ich also kurz aus dem Bahnhof hinaus, aber auch hier gibt es keine Straßenbahnlinie, nur eine stumpfe Endstation in einer Seitengasse – ich verzichte also darauf, mit meinem Koffer irgendwo herumzulatschen und entdecke das hübsche Bahnhofsrestaurant, das ein wunderschönes Ambiente verströmt. Ich nütze die Wartezeit auf den nächsten Zug nach Wien also zu einem Mittagessen. Allzu viel möchte ich nicht essen, also wähle ich einen Fisch, ganz klar, was für einen: Fogas rántva, rizzsel. Also Gebackener Zander (=Fogosch) mit Reis. Naja, das Essen ist nicht so toll wie das Ambiente in diesem hübschen Saal, aber Durchschnitt allemal, ist ja egal. Als Bier wähle ich ein Arany fácán (Goldfasan) – so steht es in der Karte –, das sich dann allerdings als Zlatý Bažant, also ein slowakisches Bier, entpuppt. Auch gut. Nach dem Essen bestelle ich noch „egy fekete kávét“ und „túrós palacsintákat“. Solange ich halbwegs ein paar ungarische Sätze zusammenbringe, versuche ich es auf Ungarisch. Nur hab ich schon wieder vergessen, was „bitte zahlen“ heißt (szeretnék fizetni – jetzt weiß ich es wieder!). Jedenfalls ist die Nachspeise köstlich und wie daheim: eine wunderbare Palatschinke mit Topfen und Vanillesoße und vielen Rosinen, gerollt und nicht gefaltet wie die Clatite in Rumänien. Und der schwarze Kaffee ist auch nach längerer Entbehrung wieder ein gewohnter „Großer Schwarzer“ wie daheim (von Segafredo).
Als ich das Restaurant wieder verlasse, steht der Railjet 66 schon bereit, geschoben von der 1116 202. Ich steige auch gleich ein und finde einen der wenigen Plätze mit Vis-a-vis-Bestuhlung, der erst ab Wien West reserviert ist. Ich sitze jedenfalls auf der gewünschten Seite, sodaß ich in Wien die Hauptbahnhof-Baustelle beim Vorbeifahren beobachten kann. Die elektronischen Anzeigen der Platzreservierung gefallen mir! Auf der anderen Gangseite sitzt eine Mutter mit drei Kindern, sie reden salzburgerisch, aber die Mutter spricht auch perfekt ungarisch.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8104.JPG
Bild 69: Schönes Ambiente im Bahnhofsrestaurant.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8107.JPG
Bild 70: RailJet 66 mit 1116 202 vor der Abfahrt in Budapest Keleti.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8110.JPG
Bild 71: Die Platzreservierungsanzeige. Alle anderen Innenaufnahmen mißlingen leider.

Fahrt Budapest-Wien im Railjet
Ich war ja schon neugierig, wie meine erste Railjetfahrt verlaufen wird und welchen Eindruck ich haben werde. Nun, der Eindruck ist jedenfalls nicht so schlecht, wie ihn manche Eisenbahnfans geschildert haben, allerdings sind die Sitze schon recht eng, selbst in der Vierergruppe, in der ich sitze. Die Sitze selbst sind ähnlich denen im ungarischen IC-Wagen. Mir gefällt natürlich der Informationsbildschirm mit den Streckenbildern, allerdings frage ich mich, welchen Sinn es hat, wenn man schon in Budapest Kelenföld angibt, daß wir in Wien voraussichtlich mit 8 Minuten Verspätung ankommen werden. Denn dieser Verspätungswert ändert sich laufend und wird stets angepaßt. Auf diese Weise kann man immer mitverfolgen, wenn wir aufholen oder wieder Verspätung aufbauen. Immerhin: die Verspätung wird bald aufgeholt und pendelt sich auf etwa 3 Minuten ein, und soviel beträgt dann auch die Ankunftsverspätung in Wien West. Die Anzeige der ungarischen Bahnhöfe auf dem Info-Bildschirm ist leider fehlerhaft, weil die diakritischen Zeichen nicht oder fehlerhaft dargestellt werden (Györ statt Győr, Tatabanja statt Tatabánja). Wir würden auch nicht glücklich sein, wenn irgendwo „St. Polten“ oder „Sussenbrunn“ stehen würde. Überhaupt sollte neben deutschen und englischen Angaben auch ungarische auf dem Bildschirm zu lesen sein! Weiters fällt mir auf, daß der Railjet in St.Pölten nicht hält. Bei den Anschlüssen sind manchmal abenteuerliche Vorschläge zu lesen: zum Beispiel die Rückfahrt nach Budapest in Tatabánja (im Regionalzug), oder der nächste Railjet zwei Stunden später nach Innsbruck
Ich staune eigentlich, daß wir außer in Tatabánya und Győr auch in Kelenföld und Mosonmagyaróvár halten. Ebenso staune ich über die ungarische Ansage aus dem Bordlautsprecher. Reihenfolge der Ansage: Ungarisch-Deutsch-Englisch. Bei der deutschen Ansage (von Chris Lohner) werden die ungarischen Ortsnamen von einer anderen Stimme eingefügt, das ermöglicht eine korrekte Aussprache. Das sollte überall Standard sein, finde ich. Nur gefällt mir diese sehr kurze Form von „nächster Halt – next Stop: …“ überhaupt nicht. Klingt sehr unfreundlich. Wäre doch schöner, wenn es heißen würde: „Wir treffen in Kürze in … ein“
In diesem Wagen ist das WC übrigens in Ordnung, auch hier finden sich ungarische Aufschriften – das finde ich auch als „Dienst am Kunden“.
Seltsam erscheint mir, daß die Schaffner (auch in Rumänien!) keine Mako-Zangen haben, sondern die Fahrkarten mit einem Kugelschreiber händisch „entwerten“. Da könnte ja jeder kommen…
In Komárom muß ich wieder an meine erste Bahnfahrt nach Budapest 1980 mit dem damaligen Lehár denken (damals noch mit Schlierenwagen), als noch internationale Züge diesen Grenzübergang Komárom/Komárno befuhren. Diesmal war es wieder bemerkenswert: ich sah eine rumänische GFR-Lok Reihe 462 hier stehen, aber ich konnte nicht erkennen, ob die Nummer nicht vielleicht eine ungarische war. Fotografieren kann ich aus dem Fenster nur eine RCH-1116 und einen ungarischen Flirt Reihe 5341. Auf der Fahrt über die Strecke Budapest-Grenze ist nicht zu übersehen, daß es große Unterschiede in der Landschaft zwischen hier und dem Gebiet südlich von Budapest gibt. Und klarerweise fahren wir hier auch viel schneller, nämlich manchmal sogar bis zu 160 km/h.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8113.JPG
Bild 72: Nur eine Notschlachtung: mein erstes Bild einer blau/roten RCH-Lok: 1116 016 irgendwo in Ungarn.

In Hegyeshálom staune ich schon wieder: der ehemalige Grenzbahnhof ist zur Dorfstation rückgebaut worden. Ein kleiner Bahnsteig, kaum Fahrgastwechsel. Nichts los hier! Kaum zu glauben. Neuer Bahnsteig, kein Bahnhofsgebäude zu sehen, bzw. die Station ist irgendwo verschoben und hat nicht mehr viel mit dem Bahnhofsgebäude zu tun. Ich sehe eine schwarze Displok Reihe 189 und eine Adria-1216. Nach der Grenze wechselt die Reihenfolge der Ansagen aus dem Lautsprecher: Deutsch-Englisch-Ungarisch. Und dann kommt der österreichische Schaffner – und der hat endlich eine Mako-Zange zum Fahrschein-entwerten. Der Rest der Fahrt ist nicht mehr interessant (abgesehen von der Vorbeifahrt am ehemaligen Südbahnhof).

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s8115.JPG
Bild 73: Ein ungewohnter Blick auf das Gelände des ehemaligen Südbahnhofs – jetzt mit Durchblick zum Belvedere.

Die Ansage des Bahnhofs Wien-Meidling kommt nicht vom Sprachausgabegerät sondern vom Schaffner – und zwar in breitem Wienerisch gefärbtem Deutsch. Auf dem Westbahnhof höre ich dann im Lautsprecher erstmals auch ungarische Ansagen und ich frage mich, ob der Zug von und nach Prag wohl auch auf Tschechisch angesagt wird? In Warschau hörte ich eine Ansage auf Deutsch beim Zug nach Wien. Umgekehrt wird wohl in Wien nicht auf Polnisch angesagt… oder? Da gäbe es noch viel zu korrigieren!
Wir kommen relativ pünktlich an, also lediglich 3 Minuten verspätet. Ich begebe mich schnell zur U-Bahn, steige wenig später in mein Auto ein und fahre zurück in die Steiermark. Damit endet ein wunderschöner Urlaub, einer der schönsten und interessantesten der letzten Jahre.

ENDE des Balkan-Reiseberichtes.

Vielen Dank, daß Ihr bis zum Schluß Geduld gehabt habt! Den nächsten Reisebericht gibt es im Herbst. Vielleicht mach ich dazwischen einmal einen Bericht über die Straßenbahnen in Temesvár (1992-2010).
Hallo,

"vielen Dank, daß Ihr bis zum Schluß Geduld gehabt habt!" Wir haben Danke zu sagen für diese ausgezeichnete Reihe. War wirklich ein Vergnügen, alles zu sehen und zu lesen.

Grüße
Alex

Danke, war wunderbar! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 24.02.11 20:42

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen: [www.drehscheibe-online.de]
http://raildata.info/raildatabanner1.jpg

Genial!

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 24.02.11 20:57

Hallo!

Die Sitze im ungarischen Großraumwagen haben - so wie es aussieht - die gleiche Form wie die in den "Langen Halberstädtern". Nur die Farbe ist anders.

Temeswar ist die Stadt (neben Bukarest), wo 1989 in Rumänien die Revolution gegen das Ceaucescu-Regime ihren Anfang nahm.

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser

Re: Danke, war wunderbar! :-)

geschrieben von: Avala

Datum: 24.02.11 21:04

Super! Ich war im Sommer in Timisoara von 21:00 bis 5:30, d.h. in kompletter Dunkelheit. Ich habe mir fast alle Monumente angeschaut, die du auch hier zeigst (zwischen 1 und 4 Uhr nachts ;-)) und es ist interessant, meine Nachtaufnahmen mit deinen schönen Tagesbildern zu vergleichen.
Danke auch von hier aus für den Beitrag. Ich habe, um ehrlich zu sein, noch nicht alle Teile gelesen - aber die, die ich gelesen hab, haben mir gefallen! Ein schöner Rundumblick auf die Eisenbahnen des Balkans 2010 :-)
Zitat:

Seltsam erscheint mir, daß die Schaffner (auch in Rumänien!) keine Mako-Zangen haben, sondern die Fahrkarten mit einem Kugelschreiber händisch „entwerten“. Da könnte ja jeder kommen…
Gibt es die in Ungarn überhaupt ? - ich kann mich nicht erinnern das meine Fahrkarten jemals damit entwertet wurden
Ansonsten
DANKE !!.
Lieber Gustav,

auch von mir ganz herzlichen Dank. Mich fasziniert besonders Deine Weltsicht und Deinen Schreibstil finde ich sehr sehr ansprechend.

Herzliche Grüße


Dieter

Hallo,

>>Vielen Dank, daß Ihr bis zum Schluß Geduld gehabt habt!

Keine Frage! Du machst es einem auch einfach ...

Dankeschön für den schönen Bericht.

>>Den nächsten Reisebericht gibt es im Herbst.

Darf man fragen, auf was man sich freuen kann?

En Gruess
Nil

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum: [www.drehscheibe-foren.de]

https://bahnbilder.ch/calendar/banner.jpg

Leben und Leben lassen ...
Zitat:
Von Temesvár zur Grenze nach Curtici habe ich ja noch den Balkan-Flexi-Paß, von Curtici Grenze bis Lökösháza einen Fahrschein für 1,20 Euro und von Lökösháza nach Wien eine Sparschiene um 29 Euro. Dazu noch eine Reservierung im Wagen 435 im „Abteilwagen“ (der ein Großraumwagen war) um 3,50 Euro.

Was hat denn die MÁVia dazu gesagt?
Nur gefällt mir diese sehr kurze Form von „nächster Halt – next Stop: …“ überhaupt nicht. Klingt sehr unfreundlich. Wäre doch schöner, wenn es heißen würde: „Wir treffen in Kürze in … ein“

Für einen, der die Sprache nicht kann, ist die Telegrammform wesentlich verständlicher. Ich er lebe es häufig, dass lange Texte so gesprochen werden, dass die wesentlichen Bestandteile unverständlich bleiben.
Vielen herzlichen Dank an Dich für die Zeit, die Du Dir genommen hast, um uns Deine Reise näherzubringen. Jeder Beitrag war für mich ein Gewinn und bestärkte mich, einige der von Dir besuchten Ziele auch einmal selbst aufzusuchen.

Besten Gruß aus Wien.
Vielen Dank für diesen ausführlichen Reisebericht und die Eindrücke von deinem Balkan Abenteuer.

Jochen
Zitat (Eurocity341):
Temeswar ist die Stadt (neben Bukarest), wo 1989 in Rumänien die Revolution gegen das Ceaucescu-Regime ihren Anfang nahm.


Ja, ich weiß! Ich habe auch das Haus von Lászlo Tökés gesehen (und die Erinnerungstafel daran), von dem seinerzeit die Revolution ausgegangen war.




Zitat (Dieter_Zoubek):
Mich fasziniert besonders Deine Weltsicht und Deinen Schreibstil finde ich sehr sehr ansprechend.


Vielen Dank für die Anerkennung. Ich höre manchmal Ähnliches und weiß nicht, woran es liegt… ;-) Aber es freut mich, wenn das gut rüberkommt.



Zitat (Nil):
Du machst es einem auch einfach ... … Darf man fragen, auf was man sich freuen kann?


Du machst es uns auch einfach, Deinen Berichten mit Begeisterung zu folgen!
2011 wird nicht so außergewöhnlich sein: Berlin – Dänemark – danach ein paar Besuche in (West- und Süd-)Deutschland. Ich werde aber sicherlich einige persönliche Highlights einbauen. Für mich wesentlich werden die großen Brücken in Dänemark sein. Außerdem ist Dänemark ein Land, das ich noch nicht kenne (außer ein wenig Kopenhagen).
Über Deutschland hier im Auslandsforum zu berichten, wird eben auch nicht so sinnvoll sein…


Zitat (Radinski):
Was hat denn die MÁVia dazu gesagt?


Ich habe auch die diversen Meldungen über die MÁV-Schaffner gehört. Aber alles ging vollkommen problemlos über die Bühne. Sozusagen „nicht einmal ignoriert“.



Zitat (Arup):
Für einen, der die Sprache nicht kann, ist die Telegrammform wesentlich verständlicher. Ich er lebe es häufig, dass lange Texte so gesprochen werden, dass die wesentlichen Bestandteile unverständlich bleiben.


Da muß ich Dir auch wieder recht geben. Daran hatte ich nicht gedacht. Ich versuche ja selbst im Ausland, wo ich eine Sprache nur minimalst beherrsche, Information aus Texten „herauszusaugen“.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:02:25:08:18:50.
Hallo,

herrlich dieser Reisebericht !
Super Arbeit gemacht, sehr informativ und lesenswert und für zukünftige Touren viele
neue Ideen, Infos und Hinweise gegeben !

Beste Grüße
D461

Aufhebung Zugbindung ?

geschrieben von: pm

Datum: 25.02.11 09:13

hast Du Dich einfach in den nächsten Zug gesetzt ?

Re: Aufhebung Zugbindung ?

geschrieben von: tokkyuu

Datum: 25.02.11 09:27

pm schrieb:
-------------------------------------------------------
> hast Du Dich einfach in den nächsten Zug gesetzt ?


Meinst Du den Railjet?
Darauf hab ich nicht geacahtet. Es stand keine Uhrzeit dabei. Aber bei Zug (das sehe ich erst jetzt) stand: Zug -> 78 66.
AAH! jetzt macht es klick!
Ich habe vermutlich sowieso schon den späteren Zug gebucht bzw. bestellt. Hatte das aber vergessen und hatte wohl geglaubt, daß ich mit Glück ja auch den früheren Zug erwischen könnte.
So gesehen war es also ein Glück, daß ich den nicht erwischte, denn der Schaffner hätte mich wohl nachzahlen lassen oder was auch immer....

Danke! Ich hab das völlig vergessen gehabt! So muß es gewesen sein. Schon aus Angst wegen dem knappen Anschluß lieber den RJ66 gebucht.
Das wars!
Haha!

Erläuterung zu den Sitzen in den ungarischen Wagen

geschrieben von: Micha M

Datum: 25.02.11 09:34

Eurocity341 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo!
>
> Die Sitze im ungarischen Großraumwagen haben - so
> wie es aussieht - die gleiche Form wie die in den
> "Langen Halberstädtern". Nur die Farbe ist
> anders.

Das lässt sich ganz einfach erklären: Die Wagen wurden Anfang/Mitte der 90er Jahre in Bautzen hergestellt und da wurden deutsche Standardsitze verbaut. Die Wagen habe ich ab und zu im Raum Dresden auf Überführungsfahrten gesehen.

Grüße aus Hamm
Michael
1) Vielen Dank für den tollen Bericht!
2) Temeswar schaut toll aus, ich glaube, da werde ich bald einmal hinfahren.
3) Makrozangen verwendet in HU mWn nur die ROeEE; manchmal haben in ungarischen Schnellzügen die Schaffner Stempel mit, mit denen sie die Karten entwerten.
4) Der Halt in Kelenföld macht schon Sinn, einerseits kann man dort einsteigen, wenn man von der Ofener Seite der Stadt kommt, andererseits ist das ein wichtiger Umsteigeknoten für Fahrgäste aus dem Südwesten Ungarns (Fünfkirchen, Plattensee), deren Züge oft zum Südbahnhof (Deli) fahren.
5) Den Halt in Ungarisch Altenburg hinterfrage ich auch stets.
6) Wo gibt es am Ostbahnhof dieses tolle Restaurant; das ist mir noch nie aufgefallen?
7) Zlatý Bažant heißt auch goldener fasan.
Klosterwappen schrieb:
-------------------------------------------------------
> 4) Der Halt in Kelenföld macht schon Sinn,

Sakra, sakra! Da kennt sich ja keiner aus! Du mußt schon "Krenfeld" schreiben...

SCNR

Seiten: 1 2 All

Angemeldet: -