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Hallo Welt,

Teil 10: Weiter geht’s … vergessen haben wir es nicht. Ich hoffe sehr, dass wir nun etwas zügiger vorwärts kommen.
In diesem Teil fahren wir erst zu einer Eisenbahn mit Elektroloks bei Dinsaur. Dann nach Osten, Kilometer fressend bis ans Ziel im Süden Wyomings.




Hier die Links zu den älteren Beiträgen:

Prolog: [www.drehscheibe-foren.de]
Teil 1: [www.drehscheibe-foren.de] >> fahrt in den Kosovo und Sonderfahrt
Teil 2: [www.drehscheibe-foren.de] >> zwei Tage im Kosovo und Lokparade
Teil 3: [www.drehscheibe-foren.de] >> in Albanien
Teil 4: [www.drehscheibe-foren.de] >> Die letzten zwei Tage im Kosovo
Teil 5: [www.drehscheibe-foren.de] >> Fahrt der Küste nach hoch durch Montenegro bis nach Kroatien
Teil 6: [www.drehscheibe-foren.de] >> zwei Tage am Kroatischen Gleichstrom um Rijeka und Fahrt nach Hause

Teil 7: [www.drehscheibe-foren.de] >> Flug und Ankunft in den USA, die ersten Eindrücke
Teil 8: [www.drehscheibe-foren.de] >> Zwei Tage in der Wüste um Greenriver
Teil 9: [www.drehscheibe-foren.de] >> am Soldier Summit

Direktlink zu den Berichten auf meiner Seite: [bahnpics.com]
Oder bei Pascal: [www.bahnbilder.ch]




Tag 20: Donnerstag, 17.06.2010, Vernal - Vernal
Text: Neel

[maps.google.ch]

Deseret Railways, oder Bonanza PowerPlant Railway ... irgendwie so heisst die Eisenbahn wo wir uns heute drum gekümmert haben. Sie betreibt eine, weit ab von jedem anderen Eisenbahngleis, 35 Meilen lange elektrifizierte Eisenbahn von einer Kohlemine bei bei Dinosaur zum Kraftwerk bei Bonanza. Im Internet haben wir uns über die Eisenbahn so gut es geht informiert und dabei sind wir auch auf einen hilfsbereiten Einheimischen (er heisst Dick, ein richtiger Ami) gestossen welcher uns mit einigen Informationen ausgestattet hat. Nach seinen Infos verkehren pro Woche 4-6 Zugpaare, jeweils Montag - Donnerstag sicher eins täglich und evtl. ein zweites am Nachmittag / Abend.
Der "tägliche Zug" soll etwa 9 die Mine bei Dinosaur verlassen und dann um kurz nach 10 am Kraftwerk sein. Um Eventualitäten auszuschliessen fuhren wir im Hotel so los, dass wir um 8 an den Stellen standen welche etwa in der Mitte der Strecke gelegen sind. Im einzigen Abschnitt wo das Licht am morgen passt, stellten wir uns in den eisigen Wind (wirklich verdammt kalt) und warteten auf den Zug. Das Frühstück fiel aus, da es keins gab in unserem Motel, und so begnügten wir uns mit nicht mehr als nichts ;) Aber wir sollten ja nicht lange warten müssen und anschliessend massig Zeit bis zur Rückfahrt haben. Laut Dick dauert ein loop (also Abfahrt Mine bis Ankunft Mine etwa 4:30 Stunden, wir standen etwa in der Streckenmitte (am Milepost 17) und so hätten wir etwa 3.5h Zeit bis der Zug wieder kommt. Das war das Resultat des einfachen Kopfrechnens als der Hunger stetig mehr wurde ;)
Wir warteten und warteten, bei meinem Buch bin ich mittlerweile bei Seite 250 angelangt, aber es tat sich nichts. Die Sonne wurde immer besser, sehr gut, und ab einem gewissen Zeitpunkt wieder schlechter bis schliesslich ein stehen an der Stelle nicht mehr möglich war. Es war Mittag, kurz nach 12 Uhr als ich mit David die Stelle verliess.
Das wir den Zug m morgen verpasst hatten konnten wir fast ausschliessen, denn dann wäre er uns in um 11:30 theoretisch in en Rücken gefahren, was er (zum Glück) nicht tat. Mit David suchte ich eine neue Stelle etwas weiter draussen. Ich lud ihn ab und fuhr zu Pascal zurück. Er wollte aber in die andere Richtung und so liessen wir Daivd erstmal stehen, Getränke und eine Packung Kekse hatte er eingepackt, hoffentlich für ihn in ausreichenden Mengen ;) Pascal und ich wir probierten dann etwas in Richtung Mine, ein langer und schlechter Pfad führte entlang der Bahn und wir fuhren einfach mal so weit wie möglich. Bis uns kurz vor einer möglichen Stelle ein Privat Property Schild (mit zahlreichen Einschusslöchern) zum Anhalten zwang. Egal, wir fuhren mal rein und parkten dann nur wenige Meter hinter dem Schild vor einer unüberwindbaren Bachdurchfahrt, wir haben zwar 4 WD, aber ausreizen muss man es ja nicht. Wir liefen zur Stelle und die wurde als sehr gut eingestuft. Also lief ich zurück und parkte das Auto noch auf die andere Seite des Schildes ;)
Pascal wartete, ich lief zurück und dann warteten wir gemeinsam auf nichts ... noch immer war keine Wolke zu sehen, dafür wurde es richtig warm. Es war kurz vor 16 Uhr als wir die Stelle verlassen mussten weil die Sonne auch hier wieder in die Gleisachse zu drehen drohte. Gerade als wir weg liefen fuhr noch ein Pick-Up über dien Weg, zum Glück haben wir umgeparkt und zum Glück lag unsere Stelle und der Weg zurück zum Auto ausserhalb des Viehzauns welcher das private Gelände begrenzte.
Zurück am Auto wählten wir nun den direkten Weg über die Hauptstrass um zu David zurückzukehren und um zu besprechen was wir machen wollten. Kurz bevor wir am Punkt angekommen sind wo ich ihn rausgeschmissen habe, kam uns ein Auto entgegen das auf einmal zu Hupen begann. Hmm? Erst dachten wir, dass das vielleicht Dick ist, der hatte nämlich geschrieben das er auch unterwegs sei. Ich fuhr zurück und als dann auf einmal der Gubler aus dem Kofferraum kroch war klar, was das für eine Aktion war.
Er war das Warten anscheinend leid und wollte irgendwie zu uns ... er hätte uns zwar nie gefunden, aber ein Versuch war es ihm wohl Wert.
Wir berieten dann was wir machen wollten und einigten uns darauf, dass ich an der Strecke warte (man weiss ja nie) und die anderen beiden mal zur Mine fahren um zu gucken ob man etwas heraus finden kann, ob vielleicht dafür morgen ein Zug fährt .. oder so. Das noch etwas geht, daran glaubten wir alle drei aber schon länger nicht mehr. Und da am Freitag, Samstag und Sonntag kein Betrieb sein soll freundeten wir uns langsam mit dem Gedanken an, einen Tag lang an einer Eisenbahn zu gestanden zu sein ohne ein Foto gemacht zu haben und ohne Möglichkeit es noch mal versuchen zu können
David und Pascal fuhren dann los und ich las wieder mal etwas in meinem Buch weiter ...
Nach etwa einer Stunde rollte dann ein silberner Jeep ran und Hupte. Eine gestalt Hüpfte heraus und das Auto fuhr weiter ... es war David. Was den Los? Der Zug komme, er sei gerade aus der Mine raus als sie angefahren kamen. Durch war er noch nicht und es dauerte auch noch 10min bis dann ENDLICH das kam worauf wir seit verdammten 10 Stunden gewartet haben (8 bis 18 Uhr). Die drei Loks kamen dafür im allerbesten Abendlicht, was deutlich besser war als wenn er um die Mittagszeit gekommen wäre.

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Südlich von Dinaur kurz vor der Staatengrenze zwischen Colorado und Utah rollt der einzige Zug des Tages der Deseret Railways voll beladen gen Kraftwerk bei Bonanza.

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Die ab 1972 bei General Electric gebauten Loks der Reihe E60 waren unter anderem auch bei Amtrak im Dienst. Die bei der Deseret Railway eingesetzten Loks (total 7 Stück) stammen alle aus aus dem Jahr 1983 und einige davon wurden aus Mexiko \"re-Importiert\", so auch die hinterste Lok dieser 3er Sets.

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Die Bahn verläuft zwischen der Mine bei Dinsaur und dem Kartwerk bei Bonanza durch die Wüste und nur sehr selten der Strasse entlang. Ein solcher Abschnitt ist direkt südlich des Ortes Dinasaur, wo nach knapp 10h warten endlich ein Zug kam!

Wir waren also etwas zufriedener als auch schon, und es stand ja noch die Rückfahrt an. Wir rechneten mal, 2:30 bis Sonnenuntergang. Wenn die ganz schnell arbeiten beim entladen reicht es vielleicht? Wir fuhren aus Langeweile mal zum Kraftwerk bei Bonanza (vorbei an little Bonanza ;)) und schauten in den Loop beim Kraftwerk hinein.
Bonanza ist ein sehr schöner Ort, er besteht aus einem Container und zwei Industriebetrieben, kaum vorzustellen was Little Bonanza erst ist ;)
Der Zug stand natürlich schon drin im Loop und die Entladung lief, aber nicht wahnsinnig schnell. Trotzdem fuhren wir, nach dem studieren eines Ameisenhaufens, zurück an den Stellen in der Streckenmitte und warten und hofften. Ausgehend von den 3:30 die er nach der Rechung vom morgen braucht wäre er um halb 10 bei uns gewesen. Wir warteten gemütlich bis zum Sonnenuntergang um 20:30, es kam kein Zug. "Kunst" wäre zwar möglich gewesen, aber eine Stunde darauf warten dann doch etwas lange. Erschöpft fuhren wir zurück nach Vernal und quartierten uns für die Nacht ein. Das Super8 hatte kein Platz mehr und so landeten wir im Motel 6 ...
Abendessen gab es mit freundlicher Unterstützung der NBA, im 7 Finalspiel putzten die LA Lakers in den letzten 20 Sekunden den Gegner noch weg. Das war Zufall, dass wir das gerade gesehen haben, spannend war es auch nicht wirklich, aber wie im Film was die Spannung im TV und den anderen Leuten um uns herum anbelangt ;).




Tag 21: Freitag, 17.06.2010, Vernal - Laramie
Text: Pascal

[maps.google.ch]

Nach dem am Donnerstag der Kohlezug doch noch gekommen war, konnten wir am Freitag die Deseret Western Railway beruhigt wieder verlassen. Unsere Reise ging weiter in den Norden in Richtung Rock Springs. Der Weg führte uns dabei über eine Passstrasse. Einmal mehr sahen wir eine sehr schöne Landschaft. Immer wieder sahen wir auch Erdmännchen, die vor dem Auto über die Strasse rannten. Neben Ameisen und störenden Mücken scheint also auch die Population der Erdmännchen sehr hoch zu sein.
Kurz vor Rock Springs trafen wir auf den Interstate Highway 80. Den Interstate Highway sah ich, die Bahn jedoch nicht. Ich bat David deshalb anzuhalten, damit ich abchecken konnte, wie wir nun zur Bahn kamen. David meinte er müsse eh Wasser lassen und verliess das Auto. Nil entdeckte unterdessen die Bahn genau vor dem Highway. Als David wieder da war, sah Nil auch einen Zug kommen. Leider reichte es uns nicht mehr auf die Brücke, die uns über die Bahn zum Highway führte. Auf dem Highway drauf merkten wir, dass der Zug doch ziemlich flott unterwegs war. Trotzdem nahmen wir ihm auf der Interstate einige Meter ab. Auf der Verfolgung kreuzten wir ausserdem einen Westfahrer.
Hinter Rock Springs hatten wir den Zug schliesslich wieder eingeholt. Die Brücke am Orts Ausgang erwies sich aber als Fehlschuss. Die zum Flughafen wäre besser gewesen, doch war es uns nun nicht möglich diese vor dem Zug zu erreichen und wir schauten aus dem Auto heraus zu ;). Beim Ort Point of Rocks entdeckten wir schliesslich einen Einschnitt, wo wir den Zug erlegen konnten.

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Ein UP Güterzug in der nähe des Exits 122 der Interstate 30/80 östlich von Rock Springs.

Da das Licht an der Stelle nur besser wurde entschieden wir uns mal denn grösseren Einschnitt einige Meter weiter hinten zu besteigen. Auf dem Weg nach hinten kreuzte uns dabei ein Kistenbomber. Spätestens jetzt war uns klar, dass wir an dieser Linie den erhofften Mehrverkehr antreffen würden. Auf dem Einschnitt angekommen dauerte es dann aber doch noch rund 45 Minuten ehe der erste Zug nach Osten kam. Kurz nach ihm kam auch einer in Richtung Westen. Nun wollten wir eigentlich gehen, doch kam gerade dann ein UP-Auto auf den Geleisen gefahren. Kaum war dieses weg kam der nächste Zug ums Eck gefahren.

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Dem ersten folgte zugleich ein zweiter Zug. Wieder UP und diesmal mit Kisten und drei Autotransportwagen. Beim Exit 122 der Interstate 30/80 östlich von Rock Springs.

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Ein Kistenzug auf dem Weg in den Wilden Westen. Beim Exit 122 der Interstate 30/80 östlich von Rock Springs. Die Wagenschlange hinter dem Zug ist eine Abstellanlage für Wagen, Lok oder Inudstrie war keine zu sehen.

Nach diesem Zug war es nun aber definitiv Zeit um zu gehen. Auf den rund 300 Metern zum Auto wurden wir wieder von zwei Zügen überholt. Beachtlich Motivierend dieser Verkehr hier! Auf dem Weg nach Osten kauften wir uns eine Karte von Wyoming und fuhren weiter, das Navi ist zwar nicht schlecht, aber eine Karte ist für die grobe Navigation unerlässlich. Immer wieder sahen wir Züge. Die Versuche diese Züge zu erlegen scheiterten aber immer wieder am Licht, dass immer in der Achse zur Strecke stand. So mussten wir uns vorerst mit dem Anblick der Züge in der platten Landschaft Wyomings begnügen. Neben den Zügen gab es auch immer wieder Gabelböcke zu sehen, auch von diesen scheint es nicht wenige zu geben, wir sahen sie Herdenweise. Erstmals sahen wir auch Weibchen mit ihren Jungen.
Mit Bildern wurde es aber bis zur Stadt Rawlings nichts mehr. Zwar hatte es an der Einfahrt des Ortes eine Brücke, doch taugte diese nicht viel. So begnügten wir uns mit einer Tankfüllung und fuhren weiter in Richtung Osten. In Walcott verliessen wir schliesslich die Interstate und nahmen eine Strasse, die der Bahn entlang führte. Schnell ploppte ein Ostfahrer auf. „Den müssten wir eigentlich schon mal gesehen haben“, dachten wir uns. Da der Zug aber mittlerweile nicht mehr im Licht war, interessierten uns die Züge in die andere Richtung sowieso mehr. Leider ploppte kurz später auch ein solcher auf, natürlich ohne, dass wir eine Stelle hatten. Mittels einem Feldweg fanden wir dann aber doch noch einen passenden Abschnitt. Hier harten wir nun der Dinge, die da kommen mögen. Als erstes kam dabei der Zug von hinten, es war der gemischte Güterzug den wir an diesem Tag als erstes geschossen hatten. Da der Zug aber keine Schlusslok hatte, war er für uns nur mässig interessant. So mussten wir uns rund 30 Minuten gedulden bis ein Zug in die Gegenrichtung kam.

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Zwischen Hanna und Walcott rollt dieser UP Kistenzug nach Westen.

Nach diesem Zug verschoben wir uns einige Meter zurück und wollten von dort einen zweiten Westfahrer machen, wie er in den Einschnitt einfuhr. Leider schien der Strom der Westfahrer nun aber zu versiegen in rund einer Stunde kam kein Zug. Dann dröhnte es von hinten. Der nächste Kistenbomber nach Osten kündigte sich an. Der Zug hatte nur zwei Zugloks, was Hoffnung auf Schlussloks machte. Unsere Hoffnungen wurden dabei erfüllt, immerhin eine Schlusslok war am Zug und diese sogar richtig rum.

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Auch wenn es komisch wirkt, es gibt praktisch kein Schild in dieser Gegend welches nicht Einschusslöcher aufweist. Die Ansage ist aber klar …

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Schlussloks sind auf der Strecke nichts aussergewöhnliches und jedes mal wieder praktisch wenn man eigentlich für Züge in die andere Richtung steht. Verräterisch ist das jeweils wenn ein Zug nur eine Schlusslok hat.

Einige mögen nun denken, dass man anhand der Anzahl der Loks sieht, dass es sich um einen Nachschuss handelt. Ihnen sei aber gesagt, wir konnten auch Kistenbomber mit einer Vorspann und zwei Schlussloks beobachten - trotzdem ist es natürlich Verräterisch ;). Dank der Schlusslok waren wir nun auch mit dieser Stelle zufrieden und wechselten ins Dorf Hanna. Am Ortsausgang sahen wir erst eine Brücke die wir probieren wollten und fast zeitgleich sahen wir eine alte Schneeschleuder der UP. Diese Schleuder musste natürlich fotografiert werden. Was nun kommt kann man sich vorstellen. Wir waren gerade ausgestiegen, da kam der nächste Zug im Licht. „Super! Hätte der sich nicht noch fünf Minuten gedulden können“, fragten wir uns.

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In Hanna steht neben einer Sportanlage eine alte UP Schneeschleuder als Denkmal. Just als wir das Denkmal fotografieren wollten fuhr auf der Strecke hinten ein UP Güterzug nach Westen.

Auf der Brücke angekommen ging es somit von neuem los mit dem Warten. Nach rund einer Stunde warten schenkte man uns immerhin einen Kistenzug gegen Osten. Dieser hatte zwar keine Schlusslok, taugte aber für einen Bild im Streiflicht. Es vergingen nun 30 Minuten, da kam der nächste Zug. Leider kam auch dieser von hinten. Nach diesem Zug war das Licht dann schon sehr büchsig und wir regten uns darüber auf, dass wir keinen Zug nach Westen machen konnten. In letzter Sekunde wurden unsere Stossgebete schliesslich doch noch erhört und im letzten Büchsenlicht kam ein Mischgüterzug um die Ecke geschlichen.

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Zeitvertreib mit unserem Auto auf der Brücke …

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Auf einer neuen Strassenbrücke bei Hanna rollt dieser UP Zug im Streiflicht nach Osten.

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Hanna - ein UP Zug im letzten Büchsenlicht nach Westen.

Nun war es definitiv Zeit und zu verduften. Wir fuhren der Hauptstrasse entlang bis Laramie. Unterwegs versuchten Nil und David noch auf einer Brücke Kunst zu machen. Sprich sie knipsten einen Zug, als es eigentlich gar kein Licht mehr hatte.

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Rock River, ungewollt hatten wir den UP Zug nach Osten wieder eingeholt, und nun rollte er im allerletzten Licht des Tages durch Rock River.

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Blick nach Westen im letzten Dämmerungslicht

In Laramie begaben wir uns in das bekannte Motel8 und nach einem kleinen Abendessen beim Wendy's war der Tag auch schon gelaufen.




So, da wären wir wieder.
Der nächste Teil dann vom Sherman Hill, eine nette Ecke!

Grüsse
Nil


Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...

Re: [US] Generäle und mehr – Teil 10, Von E-Dinosauriern und Generälen (m16B.)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 06.01.11 16:39

Schöne Fotos :-)

Rock Springs selber hat einige Industriebetriebe mit aktiven Gleisanschlüssen und nördlich bei Reliance gibts noch die Stansbury Mine, welche von der UP bedient wird und an der Reliance Jct (mit doppel Why) von der einstigen USSX (Unired States SteelCorporation) Strecke zur Atlantic City Ore Mine abzweigt.
Weiter östlich zweigt bei Chevron eine Strecke zu SF Phosphates ab und südwestlich von Rock Springs, bei Blairtown ist noch die Solutia Coal Cleaning Facility.

Ist alles im SPV Railroad Atlas "Mountain Plains" zu finden und auf google-earth zu sehen.

Mit freundlichen Grüssen
SPANDAUER

Das Internet ist die offene Form der geschlossenen Anstalt. (Matthias Deutschmann )

***Kommen auch Sie nach Scheiden und probiern'se unser neues Pils***
Spitzen Bilder! Da freue ich mich schon auf die anderen Teile.


Bastian

http://abload.de/img/bannerneuneuurjn1.jpg

Deseret Western Railway...

geschrieben von: Acela

Datum: 06.01.11 21:41

...heisst die Bahn, bzw hiess sie. Seit 2001, als der Mutterkonzern restrukturiert wurde, änderte sich der Name in Deseret Power Railway. Die Loks haben aber mit den Amtrak E60 nur den Namen gemein. Technisch sind das verschiedene Loks, daher auch E60C-2.... Aber schöne Bilder. Danke fürs lange warten!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:01:06:21:41:52.
Hallo!

Wieder genial! :-)

Das Schneeschleuderbild ist doch super, ich hätte eher gedacht, dass ihr da extra auf einen Zug gewartet habt... ;-)

lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
https://raildata.info/raildatabanner1.jpg