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[PT] - Herbst 10, Teil 4: weiter bis Porto, endlich mit Güterverkehr [m26B)

Hoi Welt,

Teil4: Wir arbeiten uns nun in Portugal langsam nach Norden und erreichen am Ende des zweiten Tages bereits Porto. Die Landschaft wird nicht unbedingt spannender, dafür beginnen wir endlich mal ein paar Güterzüge zu erwischen, aber Glück damit hatten wir leider überhaupt nicht.

Hier der Link zum Teil 0 und Teil 1: [www.drehscheibe-foren.de]
Teil 2: [www.drehscheibe-foren.de]
Teil 3: [www.drehscheibe-foren.de]

Vor dem Bericht findet ihr jeweils ein Link zu einer Karte mit eingezeichneten Route!




Dienstag 28.09.10, Coimbra – Oliveira do Bairro

[maps.google.ch]

Heute war, naja .. wie soll man das Beschreiben, bescheiden? Oder doch nicht … hm. Das grösste Malheur geschah am Morgen, an dem wir nichts wirklich unternahmen was wir eigentlich wollten.
Der Tag begann bestens am Frühstücksbuffet in unserem Comfort-In, pünktlich mit den Baurarbeitern der Baustelle vor dem Fenster standen wir auf – wir waren froh wollten wir nicht ausschlafen, denn das wäre in diesem Hotel aktuell definitiv nicht möglich ;). Das Buffet war super, wieder gab es Rührei und allerlei Köstlichkeiten, einzig der verdünnte industriell gefertigte O-Saft enttäuschte etwas.
Im Auto fuhren wir erstmal aus dem Ort heraus, was unsere beiden Navis wieder mal wie zwei Profis wollten. Anstatt auf der Hauptstrasse zu wenden und direkt raus zu fahren wollten die beiden einmal aussen rum eine Runde drehen. Wäre nicht schlecht gewesen, wäre da nicht der kleine Stau an der Auffahrt zur Brücke gewesen, der Zeitverlust war aber minimal, zudem hatten wir eh nicht so recht ein Ziel, den was wir am Vormittag genau machen wollten war überhaupt noch nicht klar, alle unsere Stellen waren für den Mittag geeignet.
So schauten wir uns erstmal eine Stelle an der Hauptstrecke für den Abend an und fuhren dann weg davon an die Strecke nach Guarda, Stellen gucken für den Nachmittag. Beide gesuchten stellen fanden wir umgehend und ohne suchen, nur leider lag die erste auf einem Privaten Weingut, ob wir da mal reinkommen waren wir uns da noch nicht so sicher. Die zweite Stelle liegt an einer Brücke beim Bahnhof von Luso, einem Kurort in der Gegend, war klar kein Problem … merkten wir uns vor.
Aber was machen wir bis die Stellen im Licht sind? Irgendwie wollten wir mal etwas Strecke gucken nach Osten und fuhren mal drauf los. Ohne wirkliches Ergebnis, bis auf eine sich wundernde Oma in einem Dörfchen die da wohl noch nie Touristen gesehen hat, einem Lokzug der pünktlich mit uns die Strecke querte und einem Renault Magnum welcher in einem Karacho durch einen Ort raste gibt es nicht viel zu berichten. Wir schauten uns die nächsten 30km Strecke an, ohne ein Resultat. Eine schöne Brücke konnte man nicht umsetzen weil man nicht heran kommt … und so weiter.
Den ersten IC des Tages nach Guarda versauten wir deswegen komplett, an einer möglichen Stelle waren wir 10min zu spät, aber irgendwie juckte uns das nicht wirklich. Wir hatten Probleme unsere Motivation auf einem gewissen Level zu halten und dachten mehrmals daran gemütlich an den nächsten Strand zu liegen und nichts zu tun. Wir versuchten uns dann, nachdem der Mittag schon fast durch war, am Weingut zu stellen bzw. mal zu fragen ob es ein Problem ist sich da ins Gelände zu stellen. Aber ausser drei giftigen Hunden war auf dem Hof niemand zu sehen … so beschlossen wir vielleicht wieder hin zu fahren, wenn wir denn an der Brücke nicht ewig stehen wollten.
Beim verlassen des Weinguts hielten wir noch ganz kurz inne um zu gucken wenn ein Regio kommt, hinter einem der dummen Hubeln, die wohl den Verkehr beruhigen sollen, stoppten wir und merkten: der kommt in weniger als einer Minute! Kaum aus dem Auto raus rauschte es auch schon und der Regio zog vorbei … immer hin mussten wir ihm so nicht zuschauen ;)

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Quinta da Valongo - ein Regio nach Guarda rollt nach Osten und erreicht in kürze den Haltepunkt.

An der Brücke beim Bahnhof Luso kam der gemütliche und nicht ganz so arg spannende Teil des Nachmittags, warten! Lange dauerte es nicht da kam ein Regio nach unten durch, sogar in Doppeltraktion. An der Brücke merkten wir dann auch, dass wir da den IC von heute früh hätten schiessen können, ärgerlich, aber janu. Das dachten sich wohl auch zwei Deutsche Backpacker die mit dick bepackten Rucksäcken nach dem Regio an uns vorbei gen Nationalpark liefen, den weiterer ÖVPNV als die Bahn scheint es nicht zu geben in der Gegend.

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Bei Luso am Viadukt kann man prima stehen den ganzen Nachmittag. Es kam ein Regio aus Guarda im Doppelpack.

Etwa 2h sollte es dauern bis der IC nach Lissabon in Luso sein sollte, dazwischen war viel Platz für Güterverkehr. Der kam auch, aber natürlich von der falschen Seite! Erst ein Zug mit Taurs, dann ein zweiter mit Franzosenlok und dann, kaum zu glauben, ein dritter, wieder mit Taurus. Was soll das bitteschön?! Der IC mit dem Eurosprinter kam dann auch pünktlich, und im allerbesten Licht. Und nun war wieder Platz für Güterverkehr. Irgend wann muss es ja klappen.

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IC aus Guarda nach Lisboa auf der Brücke von Luso.

Und dann endlich kam es, der BÜ am Bahnhof bimmelte und es rauschte endlich mal von der richtigen Richtung. Und es kam: ein Taurus mit Güterzug … und der Taurus war verschmiert an der Seite. Das war das allererste mal das wir ein versautes Fahrzeug in Portugal sahen, und natürlich kam es genau mit dem ersten Güterzug im Licht. Weiter beim warten lassen wir in unseren Büchern und es kam wieder ein Güterzug von hinten.

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Endlich mal ein Taurus, aber es muss ja ein verschmierter sein! 4714 mit einem Stahlzug auf der Brücke bei Luso.

Als der BÜ wieder bimmelte standen wir und es rauschte ganz gewaltig im Wald. Das hörte sich nach Franzose an … war es aber nicht. Aber die G4000 von Takargo war auch nicht schlecht, und endlich hatten wir mal einen Güterzug ganz ohne vorbehalte erwischt. Das nach nicht mal 30min noch mal so einer kam war dann auch egal, denn die Lok stand anders rum.

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Takargo mit einem Kistenzug aus Spanien auf dem Weg an die Portugiesische Küste bei Luso.

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20min später der nächste Takargo Zug, diesmal ist die G4000 anders herum und am Hacken hängt ein kurzer Zug aus Spanien.

Die letzte Stelle für den Tag die wir anfahren wollten war die Kurve bei Mammeleira wo wir am morgen noch geschaut haben und eine Stelle fanden. Die Fahrt da hin war kurz aber spannend, den am Abzweigebahnhof (Pampilhosa) war gut etwas los und alle Züge die wir haben fahren sehen in unsere Richtung standen da und waren irgendwie umgespannt und bereit für die Fahrt nach Norden, sollten wir gestern etwa an der falschen Strecke gestanden haben?
Aber an unserer Stelle liefen wir mal in die Weinberge und warteten. Wieder war ein BÜ da und warnte uns vor jeder Zugfahrt. Und der BÜ ging sehr häufig runter, aber immer kam nur Personenverkehr, mal ein AP, mal ein IC, mal ein Regio, aber nie ein Güterzug … bis die Sonne sich verabschiedete.

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Mammeleira liegt wieder an der Hauptstrecke von Porto nach Lisboa, hier aber erstmal nur ein Regio nach Süden.

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Gefolgt von einem IC nach Lisboa mit einem blanken Eurosprinter! Bei Mammeleira.

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Im letzten Büchsenlicht leider kein Güterzug, sondern wieder nur ein Regio.

Dann war die Hotelsuche angesagt, schon wieder .. :) Aveiro war als Ziel gesetzt, wobei uns die Stadt eigentlich ein bisschen zu gross war für die Nacht. Aber wir wollten die Augen mal offen halten auf dem Weg zu Innenstadt, wie immer. Schon über 10km vor dem Ort war die Werbung für ein Motel zu sehen und wir fuhren mal dran vorbei. Es sah ziemlich verlassen aus, aber am Schild des Eingangs stand etwas, was wir als Aperto interpretierten. Also klingelten wir mal .. und es kam wirklich einer aus dem Gebäude zu uns hin gelaufen.
40 Euro wollte er für eine Nacht, ohne Frühstück und Internet hatte er auch nicht … aber eigentlich geht’s gut so. Als er uns dann da Zimmer zeigte waren wir etwas verwirrt, einerseits hat jedes Zimmer eine eigene Garage (ist ja praktisch), und ein rundes grosses Doppelbett – dazu ein kleines Bett am Rand für eine Person. Das Zimmer ist zudem mit Spiegel an der Decke und allen Wänden „ausgestattet“. Öhm? ;) Wir einigten uns auf die Bezeichnung „Liebesnest“ und fuhren zum Abendessen …
Mit Bier aus einem Supermarkt machten wir es uns dann im Zimmer gemütlich, schauten einen Film und merkten beim Versuch zu Duschen, dass kein warmes Wasser da war … das Hotel ist also doch irgendwie eher geschlossen als geöffnet. Mühsam!
Ach und das dümmste an allem, beim daddeln um das Bett hab ich verloren, ich habe also nichts vom grossen runden Bett und muss ins kleine *grummel*




Mittwoch 29.09.10, Oliveira do Bairro – Porto

[maps.google.ch]

Und weiter geht’s mit den Güterzügen die uns nach Strich und Faden @#$%& bzw. nicht mögen. Aber alles der Reihe nach, denn der Morgen war eigentlich nicht schlecht.
Der Streckenabschnitt zwischen Aveiro und Porto lag vor uns und wir hatten ein paar Bilder im Hinterkopf welche wir im Internet gesehen haben. Aber so recht fanden wir nichts nördlich von Aveiro und die Landschaft sah sowieso ziemlich öde aus, flach und Waldig. So beschlossen wir nach zwei Versuchen alles sein zu lassen und nach Norden zu fahren. Südlich von Porto gibt es ein Küstenabschnitt wo ganz sicher etwas gehen dürfte. So sagen wir dem Navi fahr da hin, aber am liebsten ohne Mautstrasse, sollte nur 10min länger dauern und dafür 10km weniger weit sein. Nach zwei Ortschaften liessen wir aber auch diesen Versuch und sagten dem Navi: WEG VON STRASSE … man kam nicht vorwärts, überhaupt nicht.
Am Küstenabschnitt angelangt war es prima, das ganze gefiel uns richtig gut, zudem das warten am Meer sowieso immer total entspannend ist. Wir parkten an der Strasse, packten unser Zeug, und liefen an die Strecke in den Sanddünen drin. Es kam gleich mal ein AP von hinten und dann wenig später eine S-Bahn. Wieder eine neue Baureihe für uns und die Büchsen erinnern mich irgendwie an die Arlanda Express Züge aus Stockholm, darf wohl an der Lackierung liegen.
Am Strand standen wir dann erstmal für einen AP nach Lissabon und auf ein paar Regios.

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Ein AP nach Lisboa am Meer bei Solverde. Die zwei Kilometer in diesem Abschnitt sind die einzigen auf welcher die Fahrgäste das Meer von der Fahrt von Porto nach Lissabon wirklich zu Gesicht bekommen.

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S-Bahn von Porto nach Ovar bei Espinho

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Ein IC aus Lisboa nach Porto am Strandabschnitt hinter Espinho, selbiger Ort ist im Hintergrund zu erkennen.

Es kam dann erstmal ein IC von hinten mit Frontschatten, dann ein AP von hinten und der IC von vorne, gefolgt von einem Güterzug mit zwei Franzosen von hinten. Kaum war der durch folgte noch ein Güterzug, natürlich wieder von hinten, mit einer G4000.

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Ein IC nach Süden vor dem Atlantischen Ozean bei Espinho am Rande Europas - hinter dem Zug ist Europa wortwörtlich zu ende ;)

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Güterverkehr fährt am Strandabschnitt auch lang, natürlich nur in die falsche Richtung. Zwei 2600er ziehen einen langen Zementzug aus dem\"Stadttunnel" von Espinho wo auch der Bahnhof neugebaut wurde.

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S-Boan!

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Takargo betreibt mit 7 Neugebauten G4000 Loks von Vossloh Umfangreichen Güterverkehr über die Grenze von Spanien zu Portugal. Es soll aber noch mehr werden ...

Ahh, gemütlich in der Sonne warteten wir bis um punkt 12 Uhr am Strand, bis das Licht mies wurde, auf einen Güterzug der nicht kam. Am Strand haben wir ein Hotel gesehen wo wir noch bevor wir etwas anderes machen wollten nach einem Zimmer für den Abend fragen wollten. Als wir dann aber beim Auto stehend herausfanden, dass schon der nächste IC nach Süden kommen sollte verschoben wir diesen Punkt – den ICs sollte man nicht verpassen ;) Doch das Licht an der Stelle südlich von Esmoriz welche wir anfuhren war leider auch nicht besser, so gab es einen Schuss au die Nase.

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Eurosprinter mit einem IC nach Süden bei Esmoriz

Ahh, gemütlich in der Sonne warteten wir bis um punkt 12 Uhr am Strand, bis das Licht mies wurde, auf einen Güterzug der nicht kam. Am Strand haben wir ein Hotel gesehen wo wir noch bevor wir etwas anderes machen wollten nach einem Zimmer für den Abend fragen wollten. Als wir dann aber beim Auto stehend herausfanden, dass schon der nächste IC nach Süden kommen sollte verschoben wir diesen Punkt – den ICs sollte man nicht verpassen ;) Doch das Licht an der Stelle südlich von Esmoriz welche wir anfuhren war leider auch nicht besser, so gab es einen Schuss au die Nase.
2h hatten wir nun Zeit bis der naschte IC nach Süden rollte, den wollten wir dann wieder oben am Strand knipsen. Aber was tun bis dahin? Oder wollen wir diesen IC fahren lassen? Denn eigentlich wollten wir heute noch an der Dieselstrecke von Porto nach Osten etwas Stellen sichten. Als wir aber mit Hilfe des Navis merkten das die Strecke doch einiges weiter weg liegt als gedacht verwarfen wir diesen Gedanken ganz schnell wieder. So stimmten wir uns für einen Nachmittag am Strand ein, aber da war noch das 2h Loch, und wir füllten es mit einer neuen Bahn ;) Von Espinho nach Aveiro gibt es eine Schmalspurbahn durchs Hinterland und da wollten wir uns mal einen Zug anschauen.
In der Ortsdurchfahrt von Paços de Brandão fanden wir etwas nettes und stellten uns. Nach 15min warten rollte der Regio ran, ein zweiteiliger alter Triebwagen der mich schon wieder an etwas anderes erinnerte, diesmal an etwas Griechisches ;).

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Die CP Betreibt auch einige Schmalspurstrecken, eine davon ist die Linha do Vouga zwischen Espinho und Aveiro. In Paços de Brandão erwischten wir Triebwagen 1908 auf seiner Fahrt nach Süden.

Danach stand das Mittagessen auf dem Programm, wobei das angesteuerte Lokal welches auf dem Navi eigentlich eingezeichnet war nicht da war, wo es sein sollte. Trotzdem fanden wir das golgende M und gönnten uns einen Snack zu Mittag.
Pünktlich zum IC wollten wir wieder am Strand sein, doch davor war noch das Hotel aktuell … dummerweise waren 5***** an den Hoteleingang geklebt und das Hotel damit wohl zu teuer. Zeit zum fragen hatten wir eh keine mehr, der IC drückte schon wieder.
Am langen Sandstrand gibt es einen Holzsteg auf der ganzen Länge, immer wieder verbunden mit dem Strand und der Strasse -wunderschön angelegt und finanziert von der EU. Wir waren kaum am Strand da rollte ein AP im IC Plan nach Süden. Mmmh, die Kontrolle im Fahrplan auf dem Handy ergab aber, dass da ein IC kommen sollte.

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Zurück am Strandabschnitt bei Espinho, ein AP nach Süden

Wie auch immer, wir wollten eh am Strand warten, vielleicht kommt der IC ja noch? Tat er auch, aber mit 10min Verspätung, aber das störte uns natürlich überhaupt nicht. Was uns mehr störte waren die zwei Güterzüge welche uns in den nächsten 30min wieder in den Rücken fuhren. Dank einigen S-Bahnen war aber trotzdem immer mal wieder etwas los.

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Ein IC nach Süden am Strand vor Espinho, im Hintergrund ein Hotel welches uns auf Nachfrage leider etwas zu teuer war ;)

Dazwischen telefonierten wir mal ein wenig herum um ein Hotel zu finden. Das erste Telefon ging an den 5 Sterne Bunker vor unserer Nase, dass wäre Urlaub gewesen da … aber 150€ für ein Zimmer pro Nacht, war definitiv zu viel. Dann ging es weiter, dass erste Ibis in Porto war voll, aber das zweite hatte ein Zimmer für uns, juhu! Die Frage nach dem Schlafplatz war also schonmal geklärt und es hielt uns nichts davon ab bis Sonnenuntergang am Strand zu bleiben.
Ja, Wetter … war heute auch wieder gut, nur jetzt auf den Abend zog vom Meer her ein schmodder rein, der ziemlich fix zog. Na super, zu Pech kam also auch noch kein Glück dazu. Der erste Abend mit Schmodder und wir stehen endlich mal an einer Stelle die man bis zum bitteren Ende machen könnte. Wir hatten trotzdem etwas Glück mit der Sonne in den folgenden Stunden, nur Güterzug kam natürlich nicht … Wobei, doch, denn in dem Moment als wir uns verschoben um unter Wolken eine neue Stelle zu suchen kam einer, wieder von Süden und somit bereits der 5 heute von da. Bespannt war er mit einem Franzosen und die Sonne hätte sich gerade ein bisschen Mühe gegeben *arrg*. Und man glaubt es wirklich nicht, im Block dahinter kam WIEDER ein Güterzug, also die Nummer 6, alle aus einer Richtung, in Richtung Süden kam gar nichts! Sonne war nicht so richtig, immerhin gab es ein Regio im Licht an der neuen Stelle.

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AP nach Nordem

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Das Wetter kommt langsam näher ...

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Der IC sollte kommen, doch von hinten … S-Bahn mit Espinho Blick.

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Der erwartete IC nach Süden kam zwar gerade noch im Licht, dafür aber mit S-Bahn "Schaden".

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Als das Licht weg war kamen die Güterzüge, erst zwei Franzosen und dann noch ein Taurus 4709 nach Norden.

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Und noch eine S-Bahn nach Süden, am Ende der Geraden liegt der Bahnhof Granja.

So endete der gemütliche Nachmittag am Strand um kurz nach 18 Uhr, uuh, war das entspannend! Die Fahrt ins Hotel war kein Problem, der Verkehr war nicht besonders lebhaft.
Das Hotel war nett, die arme hinter der Rezeption war etwas stark beansprucht, denn sie musste Telefone annehmen und uns Bedienen und alles andere erledigen. So brauchte die 10min bis wir unser Schlüssel bekamen. Aber ömpf, wir hatten eh nix mehr vor.
Abedessen gab es in der nähe, gespickt mit einem guten Wein, etwas Bier, einem zünftigen Stück Fleisch und Beilagen .. leeecker!
Mit einem dusseligen Kopf sind wir jetzt im Zimmer und gehen gleich ins Bett.

Ein paar Bilder mehr gibt’s hier: [bahnpics.com]




Und schon wieder vorbei .. ja das waren doch gemütliche 2 Tage. Wir haben keine Berge versetzt, aber es war ein wahnsinnig entspanntes Fotografieren und warten, Urlaub halt!
Im nächsten Teil fahren wir dann weiter nach Norden und wir kommen an die angesprochene Dieselstrecke.

En Gruess
Nil


Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:10:31:12:07:27.
Wie schon die vorangegangenen Teile: wunderbar...

Freue mich schon auf die Fortsetzung!
Hallo Nil,

auch von mir einfach mal ein Dankeschön für eure Portugalserie, auch wenn ich die Fahrzeuge bis auf Eurosprinter und Franzosen optisch eigentlich ziemlich übel finde ;-)

Gruß in die Schweiz
Julian
Hallo Nil,

das mit den Güterzügen ist ja wirklich nicht nett gewesen!

Der Viadukt gefällt, und die rot/roten Euro4000 sehen ja auch schick aus. Bin gespannt, was noch alles kommt.

Viele Grüße,
Jan

Hoi zäme,

>>bis auf Eurosprinter und Franzosen

Bei den Regios stimme ich dir uneingeschränkt zu, aber die AP Kisten sind doch Nett :-)

@Jan
erwarte nicht mehr zu viel von Portugal .. ;)

@all
Danke für die netten Kommentare!

En Gruess

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Sehr schöner Bilder aus Portugal. Ich sollte jetzt direkt mal nachdenken, von welchem Land Nil noch keinen super Bericht geliefert hat... ;-)
Vielen Dank für den Bericht aus diesem Teil Europas, wieder spizte Bilder von euch.
Sehr schöne Bilder. Da bekommt man richtig Fernweh...

[Off Topic ein] Gegrüßet seist Du Maria...solche Wahlfahrtsorte sind doch eigentlich Kraftquellen und bringen einem fast mehr als alle Bahnbilder des ganzen Urlaubs [Off topic aus; duck und weg]

http://www.abload.de/img/godmakesthedifference92ebc.jpg
Hoi,

danke euch.

>>solche Wahlfahrtsorte sind doch eigentlich Kraftquellen

Hmm ... stimmt natürlich. Hab mir ja nicht ohne Grund ein bisschen Fatima nach Hause gebracht ;)

En Gruess

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Wie immer spitze!

geschrieben von: KBS635

Datum: 11.12.10 18:31

Sehr genial die Strandbilder vor allem!

Viele Grüße aus Mittelhessen
Jonathan