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Generäle und mehr – Teil 5, der Küste hoch

Hallo Welt,

Teil 5:
Pascal konnte ja wieder etwas Zeit frei machen und so machen wir endlich weiter. Ich habe das Vergnüngen Teil 5 zu zeigen.
Wie Pascal angekündigt hat sind wir in Montenegro eingetroffen und fahren gleich weiter nach Kroatien.

Die grossen Bilder bleiben derweil bei mir bestehen bis sich jemand Beschwert.
Unter den Titeln findet ihr jeweils einen Link zu einer detaillierten Route des Tages. Die Route wurde von einem GPS-Logger aufgezeichnet und widerspiegelt exakt den Tagesablauf.
Ein Tipp für die, bei denen die Bilder gerade so nicht mehr passen, mit gedrückter "Ctrl" Taste mal am Mausrad drehen, so wird alles kleiner bzw. grösser.




Hier die Links zu den älteren Beiträgen:

Prolog: [www.drehscheibe-foren.de]
Teil 1: [www.drehscheibe-foren.de] >> fahrt in den Kosovo und Sonderfahrt
Teil 2: [www.drehscheibe-foren.de] >> zwei Tage im Kosovo und Lokparade
Teil 3: [www.drehscheibe-foren.de] >> in Albanien
Teil 4: [www.drehscheibe-foren.de] >> Die letzten zwei Tage im Kosovo

Direktlink zu den Berichten auf meiner Seite: [bahnpics.com]
Oder bei Pascal: [www.bahnbilder.ch]




Tag 9: Sonntag, 06.06.2010, Podgorica - Kastel Stari

[maps.google.ch]

Wieder einmal begann der heutige Tag um sieben. Nach dem Frühstück im Hotel ging es durch Podgorica in Richtung Skadarska Jezro (Skodersee). Eigentlich wollten wir den Regio aus Bar am Lesandro-Damm machen. Ein Abgleich von Karte und Fahrplan ergab jedoch, dass ich den Zug etwas falsch eingeschätzt hatte. Wir waren deshalb etwas spät dran und schafften es nicht mehr ganz zum Damm.
Schliesslich musste der Zug kurz nach dem Damm erlegt werden wo wir ihn an einem Haltepunkt stehend genug früh sahen um zeitig an eine Notstelle zu kommen. Zu unserer Freude war der 412er im neuen Montenegriner Lack. Wer die Züge noch aus Serbien kennt, weiss dass sie dort meist völlig siffig und versprayt sind - solche Einheiten erwarteten wir eigentlich auch in Montenegro.

http://bahnpics.com/nil/2010%20Balkan/10.06.06%20Montenegro/gross/DSC_9786kgr.jpg

Regio von Bar nach Podgorica bei Vranjina

Zufrieden mit dem ersten Bild konsultierten wir erst einmal den Fahrplan. Wir stellten fest, dass da wohl noch ein Nachtzug kommen sollte. Seine Zeit war zwar schon einige Minuten durch, wir waren jedoch der Meinung, dass wir den hätten sehen müssen.
Das Problem war einzig, dass der Zug aus dem Licht kam. Die Strecke dreht am See jedoch immer mal wieder und so fanden wir doch noch eine Stelle für den Zug. Leider mussten wir an der genannten Stelle sehr spitz stehen. Dies war dumm, denn wir erwarteten einen bunten Zug den wir natürlich mit möglichst etwas Seite schiessen wollten.
Das die Serben die Züge sehr spät liefern sollte sich auch bei diesem Zug bewahrheiten. Wir mussten noch rund eine Stunde warten bis der Zug endlich kam. Der Zug war dafür ein echtes Highlight. Gleich hinter der Lok hing ein Wagen aus dem ehemaligen Titozug. Dahinter konnten wir 5 weitere Lackierungen ausmachen.

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Ein Nachtzug von Belgrad hinter dem Damm bei Vranjina. Es zieht 461 043 und an erster Stelle hinter der Lok läuft als Luxus Schlafwagen ein blauer Wagen aus dem Titozug.

Zufrieden mit dem Schuss suchten wir uns eine Stelle für den Regio aus Podgorica. Da es nicht sicher war, ob die Garnitur aus Bijelo Polje bis Bar durchläuft oder in Podgorica gebrochen wird, war uns nicht klar, ob nun ein Triebwagen oder eine Lok kommen würde. Wir suchten uns deshalb eine Stelle für eine Lokbespannte Garnitur. Da der Zug jedoch aus dem Licht kam mussten wir etwas in Richtung Podgorica suchen bis die Strecke passend dreht, fanden aber nur Notstellen. Schliesslich fuhren wir unerwartet früh auf den Zug auf, es war ein Triebwagen. Prima! Den konnten wir am Damm nachschiessen! Wir fuhren dem Zug also voraus bis zum Damm und schoss ihn dort.

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Der Damm von Vranjina liegt überquert einen Arm des Skutarisee\'s im gleichnamigen Nationalpark. Der Triebwagen der Reihe 412 ist Unterwegs von der Hauptstadt Podgorica an die Hafenstadt Bar.

Nun hatten wir etwas Zeit bis zum nächsten Zug. Wir setzten uns deshalb in ein Restaurant und bemerkten, dass wir unsere IDs im Hotel vergessen hatte bzw. man uns die nicht zurück gegeben hatte beim Auschecken, NA SUPER!
Eine Umkehr war deshalb nötig, aber wir hatten Zeit und so ging erstmal ein zweites Frühstück rein. Während wir noch im Restaurant sassen, kam ein weiterer Nachtzug von hinten. Somit hatte der Nachtzug den wir fotografiert hatten nicht nur zwei sondern viel mehr knapp drei Stunden Verspätung und es war der erste und nicht der zweite des Tages. Wir hatten sowas noch vermutet, konnte es aber nicht mit Sicherheit sagen, ob denn noch einer kommen würde.

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Beim zweiten Frühstück in einem Lokal direkt am Damm dann überraschend der zweite Nachtzug nach Bar - er war wie schon der erste mit einige Stunden Verspätung unterwegs. Herrlich, kein Wagen hat die selbe Lackierung!

Zuerst war nun sowieso der Weg ins Hotel angesagt. 45min hin und 45min wieder zurück, wobei es dank dem Verkehr vor allem in Podgorica etwas länger dauerte.
Dort holten wir unsere IDs und fuhren dann zurück. Der alte an der Rezeption gestikulierte irgend etwas als ich nach den Ausweisen verlangte, er fand es irgendwie überhaupt nicht lustig, dabei sollten sich wenn überhaupt wir uns darüber aufregen. Beim Weg aus dem Dorf konnten wir dann noch gekühlte Getränke einkaufen, den im Vergleich zum Kosovo war es draussen richtig heiss!
Zurück zum Fotografieren: Für den Regio hatten wir uns eine Stelle gleich hinter dem Damm ausgesucht. Bei einem kleinen Fischerdorf gibt es einen weiteren Damm, den man vom Berg dahinter, bei der Kirche stehend, prima schiessen kann. Das einzige Problem war nur noch, wie kommt man da hoch? Das Dorf hatte ein verwirrendes Wegnetz mit kleinen Treppen und Gässchen. Die ansässige Dorfjugend sprach jedoch sehr gut englisch und konnte uns den Weg zur Kirche erklären. Die junge Frau schien jedoch arg erstaunt, dass wir zu dieser kleinen Kirche wollten (aha). Oben angekommen wurden unsere Erwartungen voll und ganz erfüllt. Der Regio war übrigens wieder ein 412er.

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Der Ort Vranjina ist eine Kurve hinter dem Damm wunderschön in einer Buch gelegen. Wieder ein Triebwagen 412 mit einem Regio von Bar nach Podgorica.

Als nächstes sollte, als letzter Zug heute für uns, ein lokbespannter Zug kommen, einer der beiden ICs nach Belgrad. Diesen Zug wollten wir nochmals auf dem Damm machen. Wir hatten im Internet Bilder gesehen, auf welchen der Zug von einer erhöhten Position geschossen wurde. Gefiel uns besser als von unten und um diesen Schuss zu kopieren versuchten wir auf den Felsen hinter dem Damm zu kommen. Dieses Unterfangen war jedoch hoffnungslos. Man kommt nicht vernünftig rauf, weder von links noch von rechts - wir haben beides probiert ;). Zumindest nicht im Frühling nicht, der Felsen ist einfach zu stark verwachsen.
Bei der Rückkehr zum Damm stellten wir dann fest, dass das Gebäude beim Damm ein Besucherzentrum des Skadarska Jezro Nationalpark ist. Ein Wegweiser zeigte in den ersten Stock. Wir versuchten es einfach mal, vielleicht gibt’s ja ein Fenster zum öffnen. Das Treppenhaus brachte uns gar in den zweiten Stock. Dort stand etwas von einem Euro Eintritt, die nette Dame am Empfang meinte jedoch, dass es heute gratis sei. Das Zentrum selber ist eine kleines Naturmuseum, dass die Tiere zeigt, die man Skadarska Jezro findet. Das überraschte mich dann doch etwas. Das Land ist nicht nur sehr aufgeräumt im Vergleich zu seinem grossen Bruder Serbien, es scheint auch ein ökologisches Bewusstsein zu haben (oder wir kennen in Serbien mindestens nichts vergleichbares). Dazu hat es touristisch einiges zu bieten. Trotzdem ist es bei uns praktisch gar nicht bekannt ... "Montenegro, wo ist das?"
Im Museum gab es dann die erhofften Fenster die sogar geöffnet waren. Der IC nach Belgrad kam dann auch ziemlich fix und wir verliessen das Museum wieder nachdem wir einmal die Runde gemacht hatten.

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Am Damm noch der letzte Zug für uns, ein IC von Bar über Podgorica nach Belgrad - gebildet aus Wagen der Staatsbahn Montenegros.

Nach fünf Zügen hatten wir Montenegro nun aber abgehackt und machten uns auf in Richtung Kroatien. Immer der Küste entlang ging es hoch an die kroatische Grenze und weiter an Dubrovnik vorbei nach Ploce. Dazwischen durchquerten wir noch das kurze Stück Bosnien, wobei man bei Ein-/ und Ausfahrt nicht mal Kontrolliert wurde am Zoll, kennen wir sonst auch anders in Bosnien.
In Ploce konsultierten wir den Fahrplan welcher verriet, dass gleich ein Zug nach Sarajevo fahren würde. Leider fanden wir für den Zug aber keine Stelle bzw. wir waren etwas zu knapp dran. Dies war ärgerlich, denn der Zug war drei schwedischen Wagen gebildet. Immerhin sollte auch noch ein Regio runter kommen. Wir stellten uns deshalb für diesen, wobei wir uns fragten was wohl kommt? Etwa ein Triebwagen? Nein es war eine 1141 mit genau einem Wagen, ein riesen Zug :-)

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Unterwegs nach Norden kann man um etwas Weg sparen in der Bay of Kotor mit einer Autofähre fahren. Die Fahrt dauert kaum 10min, ist aber unterhaltsam und schön.

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Auf dem Weg nach Split kommt man zwangsläufig auch an der Südlichsten Kroatischen Eisenbahnstrecke vorbei, Ploce - Metkotic. Bei Rogotin rollt einer der wenigen Regios auf der Relation Westwärts an den Kameras vorbei. Im HZ Inselbetrieb (weiter hinten kommt gleich Bosnien) sind nur einige 1141 und ein paar Wagen Stationiert.

Kaum war das Ding im Kasten, ging es für uns auch schon weiter. Gleich hinter der Stelle schleuste man uns auf die Autobahn. Diese war nach wenigen Kilometern fertig (oder besser die Zufahrt die mal zur Autobahn führen soll). Weiter ging es rund 30 Kilometer über Landstrassen.
Dann kam die bereits fertige Autobahn nach Split und es ging verdammt flott vorwärts. Es zeigte sich, wie aufwendig die Autobahn durch den Karst ist. Eine Brücke jagt den nächsten Tunnel, auf den ein weiterer Damm folgt.
Am frühen Abend erreichten wir schliesslich Split. Wir fuhren raus nach Kastela und suchten ein Hotel fanden jedoch nichts. Zurück in Split assen wir erstmal etwas bevor wir einen zweiten Versuch zur Hotelsuche in Angriff nahmen. In Kastel Stari fanden wir das Hotel Kastel. Das war zwar etwas „abgenutzt“, wir waren jedoch froh, dass wir endlich ein Hotel hatten.

Text: Pascal




Tag 10: Montag, 07.06.2010, Kastel Stari – Rijeka

[maps.google.ch]

Was genau heute anstand war irgendwie nicht so 100% definiert, klar war nur, dass wir am Abend eine Stelle mit dem Güterzug die Rampe hoch bei Split machen wollten. Oder besser gesagt „vielleicht“, wenn es da denn Licht hat. Um das mal genau abzuklären fuhren wir gleich nach dem Frühstück, bzw. dem Kaffee welchen wir um halb 8 einnahmen da hin. Das Hotel verliessen wir mit dem Eindruck, dass Hotels mit Städenamen (obwohl das hier ja nicht zwingend sein muss) immer einen etwas modrigen Eindruck machen, wenn ich da an den etwas „alt“ wirkenden Geruch zurück denke (Hotel Tuzla, Hotel Pirot, Hotel Ormoz, um nur drei Beispiele zu nennen ;))
Den Weg zur stelle fanden wir nach einem klitzekleinen Verfahrer in den Bergen von Kastel. Die Strasse war wie von Jan beschrieben erst komisch und dann etwas besser, ehe sie richtig schlecht wurde. Aber unser Auto macht das mit, muss es einfach.
Angekommen und ausgestiegen brannte die Sonne schon wieder vom Himmel und es war schon heiss .. und das um kurz vor 9! Der Zug den wir erwartet hatten kam dann gleich auch, es war der Perkovic Pendel, mit GM und zwei Klasssen, wobei einer der beiden Wagen versaut war und die GM mit der Nase in Richtung Norden stand.

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Ein Regio von Perkovic nach Split geführt von 2062 042 rollt die Karstrampe höhe Flughafen Split bei Rudin.

Die gesuchte Stelle für den Güterzug ebenfalls beäugt, als extrem nett abgesstempelt aber mit dem grossen Fragezeichen für das Licht versehen. So richtig passt dies da erst am Abend, um 6 oder sogar noch später.
Zurück über die Holperpiste hatten wir ein kleines Loch zu stopfen, aus Interesse schauten wir uns mal an was im Kastel Starti Pendel für ein Y1 steckt. Am Bahnhof von Kastel stand er gerade drin und wir sahen nur die orange Front und die Sonne die gar nicht passte. Wir taten es dann ab als orangen TW mit Sauerei auf der Seite, sah so aus, aus dem Auto.
Trotzdem schiessen natürlich, denn in ein paar Minuten stand die Rückfahrt nach Split auf dem Fahrplan. Weit kamen wir aber nicht, in der ersten Kurve hinter dem Bahnhof kam einer mit einer alten Karre hochgeschossen und war sich seiner Spur nicht ganz so sicher. Auf jeden Fall gab es bei der Vorbeifahrt einen „chlapf“, man hörte etwas zu Bruch gehen und auf die Strasse fallen. Der Blick zu unserem Spiegel beruhigte dann, da war noch alles heile, ich klappte ihn wieder raus und es war gar nichts zu sehen, auch die Elektronik hat keinen Schaden genommen. Sein Spiegel sah übler aus, er liess den Kopf hängen und bestand nur mehr aus kaputtem Plastik. Ich stellte mich an den Rand und stellte mich auf eine Diskussion ein, wobei die Schuldfrage in meinen Augen klar war (in seinen wohl auch ;)). Er stieg nicht mal aus sondern rollte nur zurück und fluchte wie ein grosser etwas auf Kroatisch zusammen. Jaja, blabla, der alte war nicht nur mindestens so hässlich wie seine Karre sondern auch 10 mal so alt. Sorry wenn ich nicht sonderlich nett bin, aber der nervte mich, er lamentierte herum und als er merkte dass es mich nicht interessiert und ihn sowieso nicht verstehe fuhr er fluchend weiter. Komische Leute gibt's ... naja, ich war froh das er nicht mehr von mir wollte und einfach so davon fuhr.
Wir fuhren dann wie geplant eine Stelle an für den Triebwagen und er war weder orange noch eingesaut sondern im Neulack, auch nett. Wir nahmen uns vor mit dem Triebwagen unsere Mittagspaus etwas zu füllen.

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Kastel Stari Pendel war 7122 010 im Neulack eingeteilt, hier rollt er kurz hinter Kastel Stari in Richtung Split.

Aus Spass an der Freude und aus Langeweile fuhren wir dann mal hoch nach Perkovic, um vielleicht nach den Güterzügen oder so zu fragen. Irgendwie verlor ich da oben die Orientierung, es kam mir alles so unbekannt vor, zum Glück hatte Pascal mit der Karte alles im Griff.
Am Bahnhof war dann nicht viel los, nur ein Triebwagen stand drin, ebenfalls im Neulack aber schon eingesaut. Wir setzten uns mal auf die Bank am Bahnhof und warteten auf nichts, darauf das etwas passiert oder das Licht für den Triebwagen besser wird – es stand in der Gleisachse. Mit uns warteten noch zwei Fahrgäste, ja aber auch was eigentlich? Die Frage wurde beantwortet als wir kaum 5min da sassen. Eine GM mit zwei Wagen rollte rein, das war die Garnitur aus Split.
Mhm, da gab es so ein Zug, der war schon im Fahrplan drin und der sollte sogar noch weiter fahren bis nach Unesic, aber dessen Bemerkung habe ich anders gedeutet, anscheinen Falsch. Ich dachte es heisst; Nur Samstag und Sonntag in einer Periode die noch nicht gekommen ist ... dass ist dann aber wohl ganz genau anders rum, NICHT am Samstag und Sonntag und NICHT in der noch nicht angebrochenen Periode ;)
Er fuhr also und wir eilten zum Auto, vielleicht geht ja etwas? Wäre schon, dafür waren wir aber zu spät, denn als wir den BÜ an der Ausfahrt erreichten war der schon zu und die GM am anrollen. Etwas verzweifelt fuhren wir dann mal weiter um ihn vielleicht einzuholen, ein aussichtsloses unterfangen, was uns eigentlich bewusst war.
Ich glaube am exakt selben Ort wie vor zwei Jahr wendeten wir und fuhren zurück zum Bahnhof. Da hat sich dann in der Zwischenzeit ein Güterzug aus Sibenik eingefunden und stand im Bahnhof. Also wieder gewendet und noch mal raus an die Strecke. Grossartig Lust etwas zu machen hatte ich aber irgendwie nicht, die Hochlichtphase mit der erdrückenden Mittagssonne kratzte doch arg an meiner Motivation grosse Sprünge für einen Zug zu machen. So standen wir mit dem Auto an die Strasse an einer Stelle und warteten auf den Güterzug und auf die Rückfahrt des GM Zugs nach Split, wobei der Regio im Vergleich zum Güterzug kam. Der Güterzug stand dann auch nicht im Bahnhof von Perkovic, wo der wohl war?

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Der Perkovic Regio 2062 042 fährt einmal am Tag weiter bis nach Unesic, hier ist es bereits auf dem Rückweg nach Split höhe Cera.

Als dieser Programmpunkt abgehackt war trieb es uns wieder runter an die Küste, es war nun voll die Mittagszeit und wir hatten Hunger und Durst auf etwas kühles. Da wir den Regio aber locker wieder eingeholt haben schauten wir uns bei Dalmatinski Labin ein Formsignal und etwas dahinter die Strassenüberführung am Ende der Rampe an. Die Wahl fiel auf letztere und nach 10min in der Sonne brüten kam der Zug dann nach Split runter gebraust.

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2062 042 mit dem Regio erreicht in diesem Moment die Karstrampe höhe des Flughafens und beginng mit dem abstieg nach Split.

Wir fuhren dann runter zum Strand von Kastel und machten es uns in einer Bar gemütlich, Essen gabs zwar nicht aber eine kalte Cola war schon mal ein sehr guter Anfang. Direkt am Strand genossen wir noch mal etwas den Urlaub ehe die „Arbeit“ um 14 Uhr wieder nach uns schrie und Betrieb auf die Strecke zurückkehren sollte (schon anstrengend, so ein Hobby ;))
In einem Krämerladen versorgten wir uns vorsorglich mit kalten Getränken und fuhren noch mal wie schon heute früh hoch nach Sadine zur Stelle. Direkt gegenüber vom Haltepunkt war ein schön Schattiger Platz auf dem Weg und da bewegte ich dann das Auto erstmal nicht mehr weg, dass war definitiv zu gemütlich ;) Man musste sich nur drehen und da war dann die Stelle für den folgenden ICN direkt vor der Nase ... auf diesen warteten wir dann auch. Pascal suchte noch ein wenig Stellen in der Gegend während ich nicht viel bis gar nichts tat im Schatten.

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Ausserhalb der Saison gibt es nur zwei ICN Zugpaare am Tag und nur einen Zug erwischten wir an diesem Tag. 7123 014 führte den Zug 524 von Split die Karstrampe hinauf - Fotografiert am Bahnhof von Sadine.

Der ICN wackelte Planmässig durch, an den Stellen sieht man ihn bereits weit bevor er Kastel Stari überhaupt durchfahren hat, was natürlich mehr als genug Vorwarnzeit für uns bedeutete. Anschliessend war Regiozeit und endlich sollten wir die Regio GM heute mal richtig rum erwischen. Sie kam und wir nahmen jeweils etwas veränderte Positionen hinter dem Haltepunkt ein und knallten den Zug. Die Wagengarnitur wurde dabei über Mittag irgendwie ausgetauscht, den die versaute Neulackbüchse war nicht mehr mit im Zugverband – JUHU!

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2062 042 mit einem neuen Satz Wagen (zum Glück) wieder auf dem Weg nach Perkovic. Aufgenommen an der Ausfahrt aus dem HP Sadine mit Zug 5506.

Als letztes und nächstes sollte der Güterzug folgen, hoffentlich, vielleicht ... wobei der ja ziemlich zuverlässig sein soll wie man so hört. Für de Zug wollten wir eigentlich wie geschrieben an die Stelle beim Tunnel, wobei wir hofften dass der Zug so spät wie möglich kommt damit dahinten überhaupt Seitenlicht auf den Zug fällt. Es dauerte aber nicht lange da tauchte hinten vor Kastel Stari eine lange Schlange Wagen auf und rollte in Richtung Bahnhof. Wir waren sicher, dass da noch kein Licht an der Stelle ist und warteten erstmal ab. Der Zug ging dann im Bahnhof offensichtlich in die Kreuzung was uns dann doch noch dazu bewog etwas die Beine in die Hand zu nehmen und nach hinten zu gehen. Pascal lief zurück bis zur Überstelle während ich den Zug etwas weiter vorne, dafür mit 100% licht, erlegte.
Erst kam aber noch der Güterzug von hinten und dann begann das Konzert, der General sass and er Orgel und im Schritttempo wummerten die beiden GM's unter vollast den Berg hoch. Jeder der die schon mal erlebt hat weiss jetzt genau wie das klingt!

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Der Nachmittägliche Güterzug von Split nach Norden kam zum Glück auch an diesem Tag. Schon sehr lange vorher hörte man ihn die Rampe hinauf stampfen und so konnten wir uns gemütlich zu den Stellen begeben. Es führt 2062 106 - aufgenommen etwa 500m hinter dem HP Sadine (NB).

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Die schönste Fotostelle an der Rampe überhaupt befindet sich noch mal 500m weiter hinten. Leider ist zur Planzeit des Güterzugs (also auch auf dem Bild) das Licht noch nicht wirklich rum. Aber ein anderer Zug gibt es überhaupt nicht in dem Zeitfenster, geschweige den so ein langer! (PZ)

Der Zug war durch und somit eigentlich alles was da noch so kommt die nächsten Stunden im Licht. Wir vergewisserten uns noch, dass auch kein zweiter Güterzug hoch kommt und packten dann zusammen.
Ohne weiteren Halt, mal abgesehen von einer Tankstelle, den leidigen Zahlstationen und einem kleinen Stau wegen einem ausgebrannten Fahrzeug kamen wir sehr gut durch bis vor die Tore Rijekas, dem Etappenziel am heutigen Abend.
Es war kurz vor 21 Uhr als wir das Hotel Lucia, von Jan empfohlen inkl. Wegbeschreibung, erreichten. Der erste Eindruck; dass sieht eher aus wie das Hotel Rijeka, etwas alt, abgenutzt, aber nicht wirklich heruntergekommen. Vergleichbar mit dem Albanien Hotel war dies also schon mal nicht, schade! ;) Der Preis passt aber, in der Rezeption hat man W-Lan und die Zimmer sind aufgeräumt, sauber und die Betten bequem und nicht durchgelegen. Preis / Leistung passt also ...
Gleich nach dem Einchecken und noch vor dem Auto ausräumen „mussten“ wir aber ins Restaurant, den die Küche sollte um 21 schliessen und wir waren schon knapp drüber. Man nahm sich aber die Zeit für uns die nötig war und ich ass auf Empfehlung von Jans Reiseberichten Mixed Grill Meat mit einem, dass hingegen dann aus eigenem Antrieb, Carlovacko ;)

Text: von mir




Nächster Teil schon fertig .. und als nächstes kommt Pascal mit zwei Tagen aus Kroatien. Es ist dann auch schon der letzte Teil aus diesem Urlaubsteil .. ich komme dann bereits mit den ersten USA Tagen!

Fragen, Bemerkungen, hierher!

En Gruess
Neel

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...

Sehr schön, danke! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 08.10.10 16:34

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
https://raildata.info/raildatabanner1.jpg
Wieder die gewohnte Qualität mit herrlichen Bildern! Vielen Dank!
Zu Ploce-Metkovic:
Ich glaube nicht, daß die nur einen Wagen haben. Ich sah einen in der neuen Lackierungsform im Juli. Die werden schon auch Ersatz haben, wenn mal ein Schaden auftritt. Aber mich erstaunte es immerhin, daß man für etwa 21 Kilometer Loks und Wagen vorhält.... Ein Mini-Netz.
Aber darüber erzähle ich dann ja mehr im nächsten Teil meines Reiseberichts, der vielleicht nächste Woche online gehen wird.
Nach unseren Beobachtungen stehen für den Pendelzug zwei Wagen zur Verfügung. Getauscht wird immer vor dem Mittagszug. Als Nil (und wir ja auch) dort waren, war tatsächlich ein Wagen weiß und einer blau.
Getauscht werden kann jederzeit mit dem "Schnell"zug von/nach Zagreb.

Viele Grüße,
Jan