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Balkan-Abenteuer Teil 2: Zagreb-Sarajevo


Die bisherigen Teile:
Teil 1: Wien-Zagreb

Tag 2: Dienstag, 13. Juli 2010 – Zagreb-Sarajevo
Fahrplan B397:
08.53 plan / 08.55 echt ab Zagreb glavni kolodvor
18.05 plan / 20.51 echt an Sarajevo
496 km.

Die Bahnfahrt Zagreb - Sarajevo

Die Straßenbahnlinie 4 bringt uns zum Hauptbahnhof von Zagreb.
Unser Zug steht bereits auf dem Kopfgleis 1 (Bahnsteig 5) westlich des Bahnhofsgebäudes bereitgestellt. Er besteht aus der Lok 1141 106 sowie dem Bl 51 78 20-00 029-0 der HŽ (graffitiverschmiert), dem Blm 51 44 21-10 013-2 der ŽRS in einer neuen Lackierungsform und dem All 51 50 19-70 003-5 der ŽFBH. Alle drei Wagen schauen ziemlich verwahrlost aus, aber alle haben Fenster zum Öffnen, was ich noch sehr schätzen werde auf der Reise. Bei den relativ geringen Geschwindigkeiten ist es sehr angenehm, aus dem Fenster schauen und Fotos schießen zu können. Die Wagen sind jedoch für 120 km/h zugelassen, ich bezweifle jedoch, daß wir jemals 100 km/h erreicht haben auf dieser Fahrt, denn die Durchschnittsgeschwindigkeit wird zwischen den einzelnen Stationen niemals über 84 km/h (zwischen Zenica und Kakanj in Bosnien) liegen. Wir nehmen im HŽ-Wagen Platz, er hat die gleiche Einrichtung (Sitze) wie der HŽ-Wagen von Wien nach Zagreb, obwohl es ein älterer Wagen ist. Die Sitze sind aber schon sehr zerschlissen. Die beiden bosnischen Wagen sehen noch erbärmlicher aus.

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HŽ 1141 106 vor dem B397 Zagreb-Sarajevo-Ploce in Zagreb.

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Wagen 20-00 029 der HŽ: Gut, daß man die Verschmierungen von innen nicht sieht.

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Wagen 21-10 013 der ŽRS: Eine interessante Lackierungsform, es gibt aber auch andere.

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Wagen 19-70 003 der ŽFBH: Ich bin nicht sicher, ob man hier auch mit 2. Klasse-Fahrkarten sitzen durfte.

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Das Zuglaufschild in der Tür des HŽ-Wagens. In den anderen Wagen hingen Kopien davon.

Da wir genügend Zeit haben, kann ich auch noch einige Bilder im Bahnhof machen. Zum Beispiel dieses:

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Triebwagen 6111 020 in „europäischer Nahverkehrslackierung“ (Graffiti) fährt ein.

Schon die Abfahrt erfolgt unpünktlich, aber da wissen wir noch nicht, wie hoch die Gesamtverspätung sein wird (2 Stunden und 46 Minuten). Die Fahrt führt zunächst Richtung Süden. Nach 15 Kilometern haben wir bereits eine Verspätung von 9 Minuten. In Velika Gorica kreuzen wir einen Zug mit der 1141 382. Die Gegend ist flach und eintönig. Man sieht viele ungenützte und brachliegende Ackerflächen, teilweise fahren wir außergewöhnlich langsam dahin, dazwischen wieder ziemlich schnell, die Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen den kleinen Stationen beträgt zwischen 35 km/h und 73 km/h – auf 92 Kilometern gibt es immerhin sechs Zwischenhalte, was eigentlich nicht nach Schnellzug aussieht. An den Stationen gibt es jedoch überall regen Fahrgastwechsel, was die vielen Halte wohl rechtfertigt.

Der erste interessante Bahnhof ist Sisak (54 km von Zagreb). Von hier führte eine Nebenstrecke über Glina nach Karlovac. Zu JŽ-Zeiten gab es hier bereits wenig Verkehr, der meist in Glina gebrochen wurde. Nur ein Zugpaar fuhr die gesamte, etwa 100 km lange Strecke, durch. Wegen der Kriegsereignisse wurde die Strecke im Juli 1991 stillgelegt und seither wurde der Verkehr nicht mehr aufgenommen. Das Fahrplanbild 51 war jahrelang weiß, in den neueren Kursbüchern ist es nicht mehr vorhanden. In Sisak haben wir nach wie vor 9 Minuten Verspätung.

Nächster Abzweigbahnhof ist Sunja (72 km von Zagreb), hier kommt die Strecke von Novska dazu, über die zu Jugoslawienzeiten die Schnellzüge von Beograd Richtung Bihac und Split verkehrten. Auch diese Strecke wurde im Juli 1991 eingestellt und erst nach 1999 wieder in Betrieb genommen. Derzeit verkehren auf dem 45 km langen Abschnitt jedoch nur vier Regionalzugpaare. In der Umgebung von Sunja sieht man mehrere zerstörte oder beschädigte sowie auch verlassene Häuser. Zwischen Sunja und Volinja müssen wir bei allen Bahnhofsdurchfahrten extrem langsam fahren (5-10 km/h ?), die Bahnhofsgebäude sehen teilweise verfallen aus. Die manchmal zahlreichen Bahnhofsgleise sind entweder abgebaut oder total verrostet und ungenützt.

Nach weiteren 20 Kilometern erreichen wir mit 12 Minuten Verspätung den kleinen kroatischen Grenzbahnhof Volinja. Die letzten Kilometer vor dem Grenzbahnhof führt die Bahnlinie bergab ins Tal der Una (Grenzfluß zu Bosnien). Man hat einige hübsche Blicke auf das weite Tal:

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Kurz vor Volinja: Blick auf den Fluß Una und hinüber nach Bosnien-Herzegowina.

In Volinja hätten wir planmäßig 20 Minuten Aufenthalt, der jedoch auf 11 Minuten gekürzt wird. Die Grenzkontrolle ist schnell erledigt. Die Zöllner führen ein beschauliches Leben hier und sitzen plaudernd vor dem Bahnhofsgebäude und trinken Kaffee. In den 11 Minuten geht sich auch der Lokwechsel aus, wir erhalten statt der 1141 die 441-529 der ŽRS, denn auf der anderen Seite der Grenze befindet sich die Republika Srpska. Unsere Lokomotive gehört also zur Željeznice Republike Srpske, UIC-Code 44. Wie bekannt, ist Bosnien-Herzegowina in zwei Teilstaaten („Entitäten“) aufgeteilt. Es gibt jeweils eine eigene Bahngesellschaft (mit Lokwechsel an den Entitätsgrenzen) und auch verschiedene Arten von Geldscheinen (mit nur kleinen Unterschieden betreffend die Anordnung der cyrillischen und lateinischen Schrift sowie andere Bilder, gültig aber im Gesamtstaat).

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Der Grenzfluß Una von der Brücke aus Richtung Westen.

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Die Strecke kurz vor dem bosnischen Grenzbahnhof Dobrljin.

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Grenzbahnhof Dobrljin mit zwei Schriften.

Die bosnischen Eisenbahnen
Die ŽFBH - Željeznice Federacije Bosne i Hercegovine - wurden 1999 (nach anderen Angaben 2001) gegründet und entstanden aus der Verschmelzung der ŽBH (Željeznice Bosne i Hercegovine, bosniakisch kontrolliert) und der ŽHB (Željeznice Herceg-Bosne, kroatisch kontrolliert). Seit 1992 wird der Ländercode 50 verwendet (zuvor offensichtlich 89, man sieht vereinzelt noch alte Güterwagen mit der Aufschrift ŽBH – Željeznice Bosne i Hercegovine). Die ŽFBH betreibt drei voneinander unabhängige Streckennetze: neben dem größeren Teil von Maglaj über Sarajevo und Mostar bis zur kroatischen Grenze bei Capljina gibt es noch kleine Teile um Bihac und Tuzla. Laut Railfaneurope besteht das Netz der ŽFBH aus 608 km, wovon 259 km elektrifiziert sind.
Die ŽRS – Žel(j)eznice Republike Srpske – wurden 1998 gegründet und erhielten den UIC-Code 44. Warum ist das „j“ in Klammern? Weil es sowohl Lokomotiven mit der Aufschrift Željeznice als auch Železnice gibt!! Allerdings (natürlich) in cyrillischer Schrift! Auf Internetseiten wird hingegen stets „Željeznice“ verwendet. Das Streckennetz verteilt sich vom Betriebsmittelpunkt Doboj aus nach vier Richtungen und ist laut Railfaneurope 416 km lang (davon 331 km elektrifiziert).


Wir erreichen nun nach der Fahrt über die Grenzbrücke, die den Fluß Una überquert, nach 6 Minuten (für 6 Kilometer) mit nur mehr 1 Minute Verspätung den bosnischen Grenzbahnhof Dobrljin. Gleich nach der Brücke fällt mir ein großes Schild in drei Sprachen auf: „Welcome in Bosnia-Hercegovina“, natürlich auch auf Serbisch (cyrillisch) und Kroatisch (lateinisch). Etwa 12 Personen sitzen in unserem Wagen und haben mit uns diese Grenze überschritten. Wieviele Leute in den beiden anderen Wagen sitzen, weiß ich nicht. Das Stellwerk von Dobrljin ist nur mit cyrillischen Buchstaben beschriftet, der Bahnhof mit beiden Schriften. Wir befinden uns hier also in der Republika Srpska, wo auf die beiden Schriften (und deren Anordnung) offensichtlich peinlich Rücksicht genommen wird. Ich betrachte das als Luxus, da ja alle Leute hier beide Schriften beherrschen. Das ist also reine Platzverschwendung, vor allem auf Hinweisschildern im Straßenverkehr. Auch bei den Autokennzeichen ist man peinlich genau: Es werden nur solche Buchstaben verwendet, die sowohl im lateinischen als auch im cyrillischen Alphabet gleich ausgesprochen werden: A, E, J, K, M, O, T. Irgendwie beschleicht mich in Bosnien immer wieder das Gefühl, daß das Zusammenleben nicht so leicht ist und ich frage mich, ob das eine dauerhafte Zukunft haben wird.
Die bosnisch-herzegowinische Paß- und Zollkontrolle geht ebenso relativ rasch und unproblematisch vor sich wie zuvor die kroatische. Aber hier sind planmäßig 18 Minuten Aufenthalt vorgesehen, sodaß wir also untätig die planmäßige Abfahrtszeit abwarten müssen. Man sieht viele Güterwagen herumstehen, ein vierachsiger offener Güterwagen neben uns wird gerade mit Baumstämmen beladen. Außer den zwei täglichen Schnellzupaaren verkehren ab Dobrljin nur 3 Lokalzüge (aber ohne Anschluß aus Kroatien) in Richtung Novi Grad (früher Bosanski Novi).

Und nun ein kleiner Rückblick in die Geschichte:

Entwicklung des Verkehrs über den Grenzübergang Volinja/Dobrljin
Im letzten gesamtjugoslawischen Jahresfahrplan der JŽ 1991/92 gab es noch 17 (!) Schnellzüge über den heutigen Grenzübergang Volinja/Dobrljin von Kroatien nach Bosnien (fast gleich wie 1986/87). Vor allem in der Sommersaison gab es früher aber auch saisosnierte Züge aus Österreich und Deutschland. Ich besitze sowohl das letzte gesamtjugoslawische Kursbuch 1991/92 als auch die ersten kroatischen Kursbücher ab 1992 bis 1994. Im ersten kroatischen Kursbuch 1992/93 waren zwar noch viele grenzüberschreitende Züge eingezeichnet, aber die Realität war bereits eine andere: Am 29. Juli 1991 wude der Verkehr auf dem Abschnitt Sunja-Bosanski Novi wegen der Kriegseinwirkungen eingestellt (Sunja liegt 20 km vor dem Grenzbahnhof Volinja) und damit der Grenzverkehr unterbrochen. Warum 1992/93 trotzdem fast so viele Züge wie noch 1991/92 aufschienen, bleibt rästelhaft. Vielleicht dachte man, daß der Verkehr bald wieder aufgenommen werden würde?
Erst im zweiten HŽ-Kursbuch (1993/94) ist das Fahrplanbild gespenstisch leer: alle Bahnhöfe sind zwar angeführt, aber die Tabellen bleiben weiß. Der Verkehr von Zagreb kommend endete schon in Sisak (54 km von Zagreb und 48 km vor der bosnischen Grenze). Spätestens im Jahresfahrplan 1998/99 gab es dann wieder dreo Regionalzugpaare bis zum kroatischen Grenzbahnhof Volinja. Seit wann wieder grenzüberschreitender Verkehr über Volinja nach Bosnien besteht, weiß ich leider nicht genau. Der erste Schnellzug von Zagreb nach Sarajevo verkehrte erst im Winter 2001/02 wieder. Heute gibt es 2 tägliche Schnellzüge, die diese Grenze überqueren. Außerdem enden vier kroatische Regionalzüge (aus Zagreb über Sisak) in Volinja.
Eine kleine Übersicht über frühere Fahrpläne (nur tägliche Schnellzüge):

Fahrplan JŽ 1986/87 (im Wesentlichen unverändert bis 1991):
BEx 141 BOSNA-EX: Zagreb-Banja Luka-Sarajevo
B 171 DIOKLECIJAN: Beograd-Bihac-Knin-Split
B 297 MOSTAR: Stutttgart-Banja Luka-Sarajevo-Ploce
B 631 SPLIT: Beograd-Bihac-Knin-Split
B 1663 Beograd-Bihac-Knin-Šibenik (nur im Sommer)
B 1721 SLAVONIJA: Osijek-Bihac-Knin-Šibenik/Split (nur im Sommer)
B 741 KOZARA: Ljubljana-Banja Luka-Sarajevo-Ploce
B 751 Zagreb-Banja Luka-Sarajevo
B 1753 Zagreb-Banja Luka-Sarajevo
B 755 Zagreb-Banja Luka-Sarajevo
B 821 MOSOR: Zagreb-Bihac-Knin-Split
B 827 DALMACIJA-EX: Stuttgart-Bihac-Knin-Split (nur im Sommer)
941 Zagreb-Banja Luka

Fahrplan HŽ 1992/93 (Es kann sich nur um eine Absicht handeln, denn die Strecke war schon unterbrochen):
P 131 MARIJAN EX: Zagreb-Bihac-Knin-Split
B 141 BOSNA-EX: Zagreb-Banja Luka-Sarajevo
B 297 MOSTAR: München-Banja Luka-Sarajevo-Ploce
B 741 KOZARA: Ljubljana/Maribor-Banja Luka-Sarajevo-Ploce
B 751 Zagreb-Banja Luka-Sarajevo
B 821 MOSOR: Zagreb-Bihac-Knin-Split
941 Zagreb-Banja Luka

Fahrplan HŽ 2001/02:
B 397 Zagreb-Banja Luka-Sarajevo

Fahrplan HŽ 2009/10:
B 397 Zagreb-Banja Luka-Sarajevo-Ploce
B 399 Zagreb-Banja Luka-Sarajevo

Ein paar Worte zur Geschichte Bosnien-Herzegowinas:
Am 2. März 1992 erklärte sich Bosnien-Herzegowina nach einem Referendum für unabhängig und trat aus dem Staatsverband Jugoslawien aus. Ein interessanter Aspekt sind die heutigen drei Volksgruppen (katholische) Kroaten, (orthodoxe) Serben und (muslimische) Bosniaken. Bei einer Volkszählung 1948 konnten sich Muslime als Muslim/Serbe (8%), als Muslim/Kroate (3%) oder als Muslim/national unbestimmt (89%) bezeichnen. In den 1960er-Jahren wurden bereits (auch in der bosnischen Verfassung) die Bezeichnungen „Serben, Muslime, Kroaten“ verwendet.
Schon einige Monate vor der Unabhängigkeitserklärung gab es sowohl serbische als auch kroatische Ansprüche auf Teile Bosniens, weil das bosnische Parlament schon am 15. Oktober 1991 ein Memorandum zur Unabhängigkeit verabschiedet hatte. 1992 kam es zum Bosnienkrieg zwischen allen drei Volksgruppen, der erst 1995 mit dem Dayton-Vertrag und der Schaffung der noch heute gültigen Aufteilung in zwei Entitäten endete. Zwischen 1993 und 1995 (de facto sogar bis 2000) gab es auch eine „Kroatische Republik Herceg-Bosna“ (mit der Hauptstadt Mostar), die jedoch international nie anerkannt wurde. Das Gebiet gehört heute zur Föderation Bosnien-Herzegowina. Noch heute fühlen sich viele Kroaten in Bosnien-Herzegowina ein wenig von Kroatien „verlassen“. Viele hätten sich einen Anschluß an Kroatien gewünscht und sehen sich heute irgendwie zwangsweise mit den Muslimen in der Föderation vereinigt, während die Serben ihre „eigene“ Republik erhalten hatten.


Weiterfahrt Richtung Osten
Unsere Reise Richtung Sarajevo geht nun weiter.

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Kurz nach Dobrljin gibt es noch einige hübsche Ausblicke auf den Grenzfluß Una.

Wir fahren pünktlich in Dobrljin ab und die nächsten 140 Kilometer werden wir auch pünktlich bleiben. Bei vielen Stationen kommen wir sogar 1 bis 3 Minuten früher an und halten daher länger, um nach Fahrplan pünktlich abfahren zu können. Der erste Abzweigbahnhof auf bosnischem Gebiet ist Novi Grad (früher Bosanski Novi, 14 km nach der Grenzstation). Hier teilt sich die Strecke: Richtung Osten fahren wir weiter, Richtung Westen geht es über die Una-Bahn Richtung Bihac, früher jedoch noch weiter über Martin Brod nach Split. Wir sehen auch einen Zug Richtung Bihac mit der ŽFBH-Diesellok 661-322 und dem Wagen Bc 50 50 59-10 405-7 in grün. Der Liegewagen wird wohl nicht mehr seinem Zweck entsprechend benötigt. Auf dem Zuglaufschild stehen beide Namen (Novi Grad und Bosanski Novi) geschrieben, was mich erstaunt. Was es mit den beiden unterschiedlichen Namen auf sich hat, weiß ich jedoch nicht genau. Vermutlich ist Novi Grad der neue serbische Name, nachdem die bosniakische Bevölkerung seit dem Bosnienkrieg von 35 auf 4 Prozent gesunken ist. Da Bihac auf dem Gebiet der „Föderation“ liegt, wo lateinisch (Kroatisch) geschrieben wird, nehme ich an, daß der frühere Name aus diesem Grund angeführt ist.

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ŽFBH-Lok 661 322 mit Bc 59-10 405 als Personenzug nach Bihac in Novi Grad.

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Das interessante Zuglaufschild mit der zweisprachigen (?) Bezeichnung von Novi Grad.

Außerdem sehen wir in Novi Grad auch zwei ŽRS-Wagen in creme/grün (A 50 44 19-10 001-2) und grün (B 50 44 20-10 007-6). Vermutlich für den nächsten Regionalzug nach Banja Luka.

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ŽRS-Wagen 19-10 001, bereitgestellt vermutlich für den nächsten Regionalzug nach Banja Luka. Ziemlich sicher deklassiert auf 2. Klasse.

Auf der Una-Bahn gibt es heute nur drei Verbindungen nach Bihac, davon eine mit Umsteigen in Blatna (bis Blatna verkehrt die ŽRS, ab Blatna die ŽFBH). Dazu kommt noch ein Regionalzug von Dobrljin nach Blatna. Richtung Osten ist aber auch nicht viel Verkehr. Außer den zwei Schnellzügen gibt es nur drei Regionalzüge nach Banja Luka, einer davon fährt schon ab Dobrljin. In einem der zwei Schnellzüge sitzen also wir. Bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof stehen unzählige ausrangierte Güterwagen herum, viele davon beschädigt (vermutlich im Bosnien-Krieg) und viele noch mit der alten JŽ-Beschriftung.
Auf der Weiterfahrt sehe ich in Blagaj die erste Moschee. Ein für mich noch exotischer Anblick. Es gibt ja noch 4% Moslems in der Republika Srpska.

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Die erste Moschee, die ich entdeckte: in Blagaj.

Viele Häuser sind unverputzt und scheinen erst in den letzten Jahren errichtet worden zu sein. Es gibt dazwischen auch andere neue Häuser (Mehrparteienhäuser zum Beispiel), die sehr modern aussehen. In Prijedor kommen wir um drei Minuten zu früh an und halten dafür auch entsprechend länger. Hier steigen sehr viele Leute ein, aber unser Abteil bleibt leer. Die meisten nehmen einen der beiden bosnischen Wagen.

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Bahnhofsgebäude von Prijedor – ausnahmsweise nur cyrillisch beschriftet!

Bis Banja Luka geht die Fahrt recht flott dahin, mit Durchschnittsgeschwindigkeiten weit über 70 km/h. Die Landschaft erinnert mich an die Steiermark: hügelig und grün.

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Typisch für die Gegend: viele unverputzte Häuser, daneben aber auch fertige...

Unterwegs kommt auch mal ein Bistro-Mann mit einem Korb mit diversen Kleinigkeiten und Getränken vorbei. Bei ihm nehme ich einen Kaffee (aus der Thermoskanne), der 1 Maraka kostet (50 Euro-Cent) und sehr gut ist!
Banja Luka ist die erste größere Stadt, die wir erreichen.

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Viel Fahrgastwechsel im Bahnhof Banja Luka.

Hier haben wir 5 Minuten Halt und es gibt einen regen Fahrgastwechsel, auch in unser Abteil setzen sich drei Fahrgäste; bisher waren wir alleine gewesen. Banja Luka ist die Hauptstadt der Republika Srpska und mit 225.000 Einwohner die zweitgrößte Stadt in Bosnien-Herzegowina. Seit dem Bosnienkrieg wird die Stadt fast aussschließlich von bosnischen Serben bewohnt. Bis 1991 waren es nur 55% Serben, der Rest etwa zu gleichen Teilen Bosniaken, Kroaten und „Jugoslawen“, das heißt, Einwohner, die sich nicht zu einer der anderen Gruppen zählen wollten. Die Änderung in der Bevölkerungsstruktur kommt von Vertreibungen und von den Flüchtlingsbewegungen in beide Richtungen. Für die 214 km seit Zagreb haben wir 4 Stunden und 17 Minuten benötigt (inklusive der Grenzaufenthalte natürlich). Banja Luka ist Ausgangspunkt von Regionalzügen Richtung West (3x nach Novi Grad) und Ost (4x nach Doboj).
In Banja Luka kann ich auch unterschiedliche Lokomotiven der Reihe 441 im Vorbeifahren fotografieren:

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ŽRS 441-531 mit neueren Scheinwerfern. Man beachte das nächste Bild.

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ŽRS 441-402 einer anderen Bauserie mit anderen Scheinwerfern.

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So wie dieser Bahnhof (Celinac) sehen mehrere Station an der Strecke aus.

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Eine hübsche Landschaft, hier kurz vor Jošavka.

2 Stunden ungeplanter Aufenthalt in Jošavka
Weiter geht die Fahrt durch die hübsche Landschaft, bis wir um 13:39 Uhr plötzlich ungeplant in Jošavka halten. Keiner steigt ein oder aus, denn laut Fahrplan müßten wir hier durchfahren. Schaffner, Zugbegleiter, Lokführer – alle steigen aus, beim Bahnhofsgebäude stehen sie dann herum und lassen uns im Ungewissen. Später trinken sie Kaffee, plaudern, es gibt einige Arbeiter, die sich dazugesellen. Schließlich steige ich auch aus, denn es ist sehr heiß hier und ohne Lokführer kann mir der Zug ohnedies nicht davonfahren. Ich frage, ob ich fotografieren darf, was völlig unbekümmert mit einem deutlichen Kopfnicken und Fingerzeigen erlaubt wird.

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Unser Zug beim unfreiwilligen Halt in Jošavka.

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Dieser Anblick blieb uns für 2 Stunden und 10 Minuten erhalten.

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661-301 mit Schotterwagen beim Verschub.

Die 661-301 mit Schotterwagen überholt uns auf dem dritten Gleis (wir stehen auf dem zweiten), und ich kann auch hier ein Bild machen. Weiter hinten stehen noch viel mehr Schotterwagen: hier wird also die Trasse offenbar neu geschottert. Erst nach einer Stunde erfahre ich etwas: Dänen, die auch der lokalen Sprache mächtig sind (Auswanderer?) erklären mir auf Englisch, daß irgendwo vor uns die Schienen durch die Hitze verbogen sind und repariert werden müssen. Immerhin besser, als wir stehen morgen in der Zeitung, meint er. Ich nehme an, daß neuverlegte Schienen die Hitze nicht ganz vertragen haben. Wann es weitergeht, können die Bahnbediensteten aber auch nicht sagen. Was mich am meisten begeistert ist die stoische Ruhe der Fahrgäste. Keiner regt sich auf, keiner ist ungeduldig – obwohl die meisten keine Ahnung haben, warum wir hier so lange stehen. Aber eigentlich ist es ja wirklich egal, ob wir um 18 oder um 20 Uhr in Sarajevo ankommen. Reichlich spät komme ich drauf, daß etwas versteckt hinter abgestellten Autobussen ein Kiosk steht, bei dem ich mir ein Bier und ein „Lisnato višnje“, eine Blätterteigrolle mit Weichselmarmelade, kaufe, außerdem noch Wasser und Bananen. Wenigstens hab ich so ein wenig Nahrung – denn auf Reiseproviant habe ich ja (bewußt) verzichtet.

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Die Bierkiste dient zum leichteren Ein- und Aussteigen der Fahrgäste. Die beschauliche Ruhe des Dorfbahnhofs übertrug sich auf die Fahrgäste. Niemand beklagte sich.

Endlich um 15:49 Uhr geht es wieder weiter, nach 2 Stunden und 10 Minuten. Der Lokführer hatte sogar den Stromabnehmer abgesenkt gehabt.
Auf den nächsten 15 Kilometern geht es jedoch recht langsam voran, in einem Tunnel bleiben wir sogar eine Weile wegen eines roten Signals stehen. Bis Ukrina erreichen wir nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 27 km/h, das heißt also, daß sich unsere Verspätung noch vergrößern wird. Man sieht die neu verlegten Schienen und den neuen Schotter am Bahndamm. Hier irgendwo muß die Stelle sein, die man reparieren mußte.

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Gut erkennbar der frische Gleisschotter, Aufnahme kurz nach Snjegotina.

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Bald darauf die (angeblich) einzige 643 der ŽRS: 643 002 zwischen Sjnegotina und Dragalovci.


Ab Ukrina wird es wieder schneller und man hat auch das subjektive Gefühl, daß wir in einem normalen Schnellzug unterwegs sind.

Wechsel auf die Nord-Süd-Strecke
In Srpska Kostajnica (früher Grapska) erreichen wir die Nord-Süd-Linie, die vom kroatischen Abzweigbahnhof Strizivojna-Vrpolje nach Sarajevo und Ploce führt. Ab hier ist die Strecke für etwa 100 Kilometer zweigleisig.

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Kurz vor Doboj noch immer das gleiche Bild: viele neue, aber unverputzte Häuser.

Bald darauf halten wir in Doboj (mit 2 Stunden 34 Minuten Verspätung), einem wichtigen Bahnknotenpunkt. Auch von hier aus gibt es Regionalverkehr: 5 Züge nach Maglaj (Süden), 4 Züge nach Banja Luka (Westen), 5 Züge nach Petrovo Novo (Osten), von denen 2 bis Tuzla weiterfahren, und schließlich ein einziger Regionalzug nach Šamac (Norden) an der kroatischen Grenze. Auch hier gibt es einen regen Fahrgastwechsel und einer unserer Abteilgenossen verläßt hier den Zug. In Doboj haben wir planmäßig 9 Minuten Aufenthalt, und die brauchen wir auch, denn hier wird die Lokomotive gewechselt. Kurz vor Maglaj ist nämlich die Grenze zwischen der Serbenrepublik (Republika Srpska) und der Bosnisch-kroatischen Föderation, der Lokwechsel dürfte betrieblich hier günstiger sein. Unsere neue Lok ist die 441-909. Die Loks mit den 900er-Nummern wurden in den letzten Jahren in Kroatien generalüberholt und erhielten einen hübschen Anstrich in weiß mit roten und blauen Feldern im Stirnfensterbereich und an der Schürze. Ich bin ausgestiegen und hab den Lokwechsel fotografiert und dazwischen auch frisches Wasser vom Brunnen geholt.

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Lokwechsel in Doboj: die ŽFBH 441-909 kommt an den Zug.

Ab Maglaj befinden wir uns nicht mehr in der Republika Srpska, sondern in der bosnisch-kroatischen Föderation. In Maglaj kann ich einen ŽRS-Zug mit der 441-304 fotografieren, das dürfte der (verspätete) 6522 sein, der bis Doboj verkehrt. Der einzige Wagen ist der AB 50 44 39-26 000-2 der ŽRS in creme/grün. Bis auf den Bahnhof Maglaj ist das ja eine ŽRS-Strecke.

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ŽRS 441-304 mit AB 39-26 000 in Maglaj, vermutlich Zug 6522 nach Doboj.

Die Landschaft wird nun ein wenig anders. Alles sieht ein wenig gepflegter aus, allerdings fallen mir an der Strecke zahlreiche Signale auf, die stillgelegt sind, es stehen nur die nackten Masten mit rostigen Blechen und Löchern, in denen die Lampen längst fehlen.

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Tote Signale säumen die Strecke zwischen Doboj und Sarajevo.

In Žepže fällt mir auf, daß es neben einigen Moscheen auch eine große zweitürmige Kirche gibt. Dieses Nebeneinander von Moscheen und Kirchen könnte es in unseren Breiten in einigen Jahrzehnten ja eigentlich auch geben, wer weiß? Noch haben die Leute Angst davor. Bis Nemila ist die Strecke noch zweigleisig, allerdings sind die zwei Richtungsgleise manchmal recht weit auseinader und etwaige Tunnels getrennt, was ein Hinweis darauf ist, daß das zweite Gleis irgendwann später zugelegt worden sein muß.

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Die zweigleisige Trasse mit teilweise weit auseinanderliegenden Gleisen.

Obwohl nun teilweise wieder recht hohe Geschwindigkeiten erreicht werden, können wir die große Verspätung nicht mehr aufholen, sondern sie wird sich bis Sarajevo noch ein wenig vergrößern. Unterwegs fallen mir immer öfter Friedhöfe auf mit reinweißen Steinen. Sie sehen aus, als wären sie provisorisch oder im Eilzugstempo angelegt worden: nämlich an irgendwelchen freien Flächen, am Hang neben der Straße oder in einem Park. Es handelt sich – wie ich später erkennen muß, um Kriegsgräber, also um Opfer des Bosnienkriegs. Ein bedrückender Anblick!

Um 19.24 Uhr erreichen wir Zenica mit 2 Stunden und 39 Minuten Verspätung. Hier steht der Zug 2104 von Zenica nach Maglaj zur Abfahrt bereit, bespannt mit der 441-302, die in einem seltsam anmutenden Anstrich aus Hellblau und Hellgrün gehalten ist (angeblich die einzige 441-300er der ŽFBH).

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441-302 in Zenica mit einem interessanten (früheren?) Anstrich der ŽFBH.

Außerdem steht auch der ziemlich verwahrlost aussehende Triebwagen 411-205 im Bahnhof, vermutlich der Zug 2159 von hier nach Sarajevo, der unseretwegen mit einigen Minuten Verspätung abfahren wird. Wie viele andere Triebwagen der gleichen Baureihe (in Kroatien) trägt er auch schon die typisch europäisch-einheitliche „Nahverkehrslackierung“ (Graffiti).

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ŽFBH 411-205 im Graffiti-Design in Zenica.

Auf den letzten etwa 100 Kilometern hinter Zenica kann ich nicht mehr fotografieren, weil es zu dunkel wird. Mir fällt aber auf, daß viele Bahnübergänge von Wärtern mit Fahnen gesichert werden und zahlreiche Schrankenanlagen ohne Schlagbaum zu sehen sind. Dementsprechend oft muß der Zug auch abbremsen – jedenfalls vermute ich das als Grund für die häufigen Abbremsungen. Die letzten paar Kilometer vor Sarajevo sind wieder zweigleisig, weil Sarajevo ein Kopfbahnhof ist und sich die Strecke von Ploce und Mostar westlich der Stadt mit unserer Strecke vereinigt. Die letzten Kilometer werden auch relativ langsam zurückgelegt. Wir kommen bei Dunkelheit in Sarajevo an: es ist 20.51 Uhr, als wir ankommen, damit haben wir eine beachtliche Verspätung von 2 Stunden und 46 Minuten aufgebaut. Bevor wir den Bahnhof verlassen, ein wenig Wissenswertes über die jüngere Geschichte:

Bahnhof Sarajevo:
Sarajevo war zu Zeiten Jugoslawiens mit vielen Städten durch tägliche Schnellzüge verbunden. Die Auszüge aus den Kursbüchern geben einen Überblick über den Verkehr im Sommer. Interessant ist, daß einige Züge früher reine 1.Klasse-Züge waren, es gab auch Triebwagenschnellzüge (Reihe 411, heute im Regionalverkehr im Einsatz bei HŽ und ŽFBH).
Kursbuch JŽ 1986/87: tägliche Abfahrten nach:
06:20 BEx 140 BOSNA-EX: Zagreb über Banja Luka
06:27 BEx 150 BOSNA-EX: Beograd
11:00 B 750 Zagreb über Banja Luka
12:05 B 296 MOSTAR: Stuttgart
14:45 B 1752 Zagreb über Strizivojna-Vrpolje
15:15 BEx 152 BOSNA-EX: Beograd
16:20 Oex 142 OLIMPIK-EX: Beograd
18:50 950 Brcko (von Ploce)
21:05 B 740 KOZARA: Ljubljana (von Ploce)
21:55 B 840 Beograd (von Ploce)
22:20 B 842 Subotica und Novi Sad (von Ploce)
22:40 B 754 Zagreb über Banja Luka
23:00 B 852 Beograd
Und 8 Schnellzüge nach Ploce


Fahrplan ŽFBH 2009/2010: tägliche Abfahrten nach:
06:55 B 258 Budapest
07:05 B 391 Ploce
10:42 B 396 Zagreb (von Ploce)
11:35 B 450 Beograd
18:18 B 397 Ploce (von Zagreb)
21:27 B 398 Zagreb


Neben diesen Schnellzügen gibt es auch einige Lokalzüge ab Sarajevo: 3x nach Konjic (79 km, Süden) und 5x nach Kakanj (58 km, Norden), davon fahren 4 weiter bis Zenica (93 km). Große Unterschiede gibt es dabei zu früher nicht. Statt der zwei früheren Regionalzüge bis Ploce halten dafür die zwei heutigen Schnellzüge nach Ploce an fast allen Haltestellen.


Zu Fuß zur Pansion Skend
Auf dem großen Bahnhofsvorplatz sehen wir die Straßenbahnhaltestelle, aber keinerlei Angaben, ob und wann welche Linie wohin fahren könnte. Es gibt zwar einen Unterstand, aber mehr, als daß hier die Straßenbahnhaltestelle ist, kann man nicht erahnen. Natürlich könnte man mit dem Taxi fahren. Die Zimmervermieter haben mir empfohlen, das günstige Taxi zu wählen, aber wir wollen das eigentlich nicht. Wir erarbeiten uns lieber alles selbst. Und da ich von meinem Studium des Stadtplans davon ausgehe, daß die Pension eigentlich nicht allzuweit entfernt sein sollte, versuchen wir es zu Fuß, denn eine Straßenbahn ist nicht in Sicht und wartende Fahrgäste gibt es auch nicht. Zunächst folgt ein Hindernislauf über Straßenbahngleise, alles sehr ungepflegt und staubig, keine Pflasterung, kein Gehsteig, bei der Dunkelheit auch nicht ganz ungefährlich. Wir gehen den Straßenbahngleisen nach und finden auch sofort die Brücke und nicht weit dahinter unsere Pension Skend, die mir ein User des Forums empfohlen hat. Der Weg hat etwa 20-25 Minuten gedauert.
In der Pension versuche ich mich zunächst einmal für die verspätete Ankunft zu entschuldigen, das Radebrechen mit meinem Minimal-Kroatisch, das hauptsächlich von Slowenisch, Russisch und Tschechisch gespeist wird, funktioniert einigermaßen. Die Gastgeber sind überaus freundlich und wir werden gleich einmal zum Niedersetzen und Ausrasten eingeladen. Wir bekommen Hausschuhe und werden informiert, daß das hier so üblich ist. Außerdem bekommen wir was zu trinken und den Hausschlüssel: „This is your house“ radebrecht die Gastgeberin auf Englisch. Wir fühlen uns auch sofort sehr wohl hier. Erst nachdem wir etwas verschnauft haben, nimmt sie unsere Pässe und zeigt uns das Zimmer im obersten Geschoß (unter dem Dach). Wir staunen nicht schlecht, als wir ein sehr großes Appartement mit Doppelbett und einem Einfachbett sowie zwei Sitzbänken (Couch) und Tisch sowie Stühlen vorfinden. Dazu Küche und Vorraum, Bad/WC in einem. Wir werden darüber informiert, daß wir uns in der Küche selbst bedienen können. Das Frühstück steht teilweise im Kühlschrank vorbereiet (Toastbrot, Joghurt, Eier, Schinken/Käse, Milch jeweils am Vorabend für uns gerichtet), alle anderen Zutaten wie Kaffee (wahlweise Nescafé oder türkischer Kaffee), Tee (mehrere Sorten), Honig, Marmelade, Zucker, Cornflakes (mehrere Sorten) und so weiter sind in der Küche vorhanden zur Selbstbedienung. Ein Wasserkocher, Mikrowelle und ein Toaster sind auch vorhanden. Auf dem Tisch im Zimmer ist das Frühstücksgeschirr schon gedeckt und mit einem Tuch zugedeckt vor Staub geschützt. Es ist einfach an alles gedacht, sogar Zahnstocher sind vorhanden, und im Bad gibt es sogar Wattestäbchen und Duschhaube, im Zimmer hängen zwei Schlafröcke/Bademäntel .
Der Raum ist groß genug, daß man sich nicht eingeengt fühlt und einen Fernseher gibt es natürlich auch, den wir aber nicht benutzen, außer daß ich mir einmal einen Überblick über die bosnischen und ausländischen Programme verschaffe. Deutschsprachig gibt es ohnedies nur einen Sender (RTL oder so was ähnliches, also sowieso nicht meine Wahl). Ich esse schon mal ein Joghurt aus dem Kühlschrank. Um halb 11 Uhr hören wir den Muezzin – auch eine völlig neue Erfahrung. Das letzte Mal hörte ich einen Muezzin in Tunesien vor 11 Jahren!
Wir fühlen uns sehr wohl und sind froh, daß wir sozusagen ohne Rücksicht auf irgendwas frühstücken können, wann wir wollen (zweimal müssen wir ja sehr früh raus). Morgen steht die Besichtigung von Sarajevo auf dem Programm, wir haben also keine Eile und genießen den Abend und die Nacht.

http://share.bahnforum.info/transfer/4b34bb10c170dda14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s2189.JPG
Das Bild vom hübschen Haus der „Pansion Skend“ entstand am nächsten Tag in der Früh.


Fortsetzung hier:
Teil 3: Sarajevo



6-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:09:14:17:26:38.
Hallo Gustav,

auch dieser Bericht ist wieder sehr schön - inklusive der Ausführungen über die schwer in Worte zu fassenden (und für uns friedensgewöhnte und friedensverwöhnte Menschen schwer erfassbaren) kriegerischen Ereignisse in den 90er Jahren, die Du mit Deinen kurzen Erwähnungen aus meiner Sicht sehr zutreffend, rein faktuell aber trotzdem einfühlsam rüberbringst. (Das Nebeneinander von Gotteshäusern verschiedener Religionen überrascht auch mich immer wieder: In der Altstadt von Sarajevo bzw in deren unmittelbarer Nachbarschaft gibt es übrigens im Umkreis von wenigen hundert Metern mehrere Moscheen, eine katholische Kathedrale, eine serbisch-orthodoxe Kirche, eine - zu einem Kunstausstellungsgebäude oder so umfunktionierte - ehemalige evangelische Kirche und zwei Synagogen.) Nachdem dies aber hier kein Politikforum, sondern ein Bahnforum ist, auch ein Feedback zum bahnbezogenen Berichtsteil:

Mir scheint, irgendwo gelesen zu haben, dass von den ZFBH 441ern einige in der Türkei überholt wurden. Vielleicht weiss jemand mehr.

Zum 411 Triebwagen auf dem vorletzten Bild: Vielleicht weiss jemand aus dem Forum, ob das einer der ehemaligen "Olimpik Expres" Triebwagen ist, die seinerzeit als Paradezüge u.a. zwischen Belgrad und Sarajevo im Einsatz waren. Die Fensteranordnung im aus der Sicht des Fotografen letzten Wagen könnte auf eine Buffetabteilung (oder ein Küchenabteil) hinweisen.

Ich bin übrigens vor 10 Tagen mit dem Zug in der Gegenrichtung gefahren. Er hatte bei der Ankunft in Sarajevo (aus Süden) ca 30 Minuten Verspätung und bekam bis Zagreb noch 30 weitere dazu. Einen Minibarverkäufer gabs auf dem ZFBH Streckenteil. Kaffee hatte der keinen, dafür aber Sarajevo-Bier und verschiedene lokale Brennprodukte, flugzeughandgepäckgerecht in 100 ml Fläschchen aber nichts Essbares. Die Fahrt zog sich ohne Verpflegungsmöglichkeit im Speisewagen (mangels eines solchen) dann doch etwas, schien mir ;-)

Gruss.

Andreas
Hallo,
auch von mir ganz herzlichen Dank für den tollen Bericht. Ich kenne einiges noch aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg und war in Kroatien und Bosnien vor gut einem Jahr.
Hast du irgendetwas zur UNA-Bahn von Bihac in Richtung Knin erfahren können? Im kroatischen Fahrplan stand letztes Jahr ein Zugpaar mit der Bemerkung "auf besondere Anordnung" oder so ähnlich, d. h. der Zug fuhr nicht. Andererseits waren die Schienen nördlich von Knin auf kroatischer Seite blank gefahren.
Deine Beobachtungen das man für uns ungewohnte Kriegsspuren sehen kann, kann ich so auch bestätigen. Gerade um Knin gibt es zerschossene Häuser, leer stehende Gebäude weil die Bewohner geflohen/vertrieben (je nach Sichtweise) worden sind. Der Bahnhof Knin selbst wird auch recht gespenstisch mit seinen verrosteten Oberleitungsauslegern ohne Oberleitung.
Ich freue mich auf die Fortsetzung.
rhein-ruhr
Hallo Gustav,

danke für den schönen Bericht.

austrobelge schrieb:
-------------------------------------------------------

>
> Mir scheint, irgendwo gelesen zu haben, dass von
> den ZFBH 441ern einige in der Türkei überholt
> wurden. Vielleicht weiss jemand mehr.
>
>

Hallo Andreas,

stimmt, diverse Maschinen sind an die TCDD gegangen. Hier sind vier zu sehen, die anscheinend zurück gekommen sind, bei der Abzweigung nach Mostar:

http://a.imageshack.us/img243/8822/img74071464172.jpg

Aufgenommen aus dem Zug Belgrad-Sarajewo am 9.8.2010.

Grüße
Alex
Hallo!

Auf der Una-Bahn fuhr bis vor nicht allzulanger Zeit noch ein Güterzug, jetzt nicht mehr. Personenzug ist aufgrund der vielen Grenzwechsel in nächster Zeit höchst unwahrscheinlich.

lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen: [www.drehscheibe-online.de]
http://raildata.info/raildatabanner1.jpg

Hallo!

Wieder ein toller Bericht! :-)

Die Häuser ohne Verputz haben schon seit Jugoslawienzeiten Tradition, über die Fertigstellung oder Bewohnbarkeit des Hauses gibt das kaum Auskunft... sobald's geht, zieht man ein, und wenn nicht anders nötig, lässt man es halt so. ;-)

Die 441-9er wurden alle von Koncar für Bosnien hergerichtet, allerdings verrichteten einige in der Zwischenzeit in der Türkei ihren Dienst, die Lackierung ist ja auch die neuere der TCDD. Habe ich hier eh schon einmal gepostet:
In Istanbul Sirkeci vor dem Freundschaftsexpress November 2008:
IMG_0214.jpg

lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen: [www.drehscheibe-online.de]
http://raildata.info/raildatabanner1.jpg





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:09:09:22:12:22.
Danke für das Lob und die netten Worte.
Es freut mich, daß meine Art des Kommentars zu schwierigen Fakten wie Krieg und so weiter gut ankommen. Ich habe versucht, es möglichst neutral zu formulieren und kann und will natürlich keinerlei Partei ergreifen. Ich bin nur manchmal traurig oder erschüttert über manches beobachtete. Andererseits staunte ich über sehr viel Positives, was mir auf der Reise begegnet ist.

WARNUNG
Photobuket hat mich gewarnt, daß

"Every free account with Photobucket is allotted 10 GB of monthly
bandwidth and our records show that you have less than 3 GB of
bandwidth left to your account."

Es ist also zu befürchten, daß meine Bilder bald nicht mehr zu sehen sein werden und man bis Oktober warten wird müssen, bis sie wieder online sein können. Ich kann mir leider keine 25 Dollar leisten, um zu "get unmetered monthly bandwidth, 10 GB
of storage, removal of advertisements for this account, and premium
support."

Ich bitte daher schon jetzt um Entschuldigung, wenn das passieren sollte....

Re: [HR][BA]Balkan-Abenteuer Teil 2: Zagreb-Sarajevo - (m36B)

geschrieben von: ehemaliger Teilnehmer

Datum: 09.09.10 23:10

austrobelge schrieb:
-------------------------------------------------------
>
> Zum 411 Triebwagen auf dem vorletzten Bild:
> Vielleicht weiss jemand aus dem Forum, ob das
> einer der ehemaligen "Olimpik Expres" Triebwagen
> ist, die seinerzeit als Paradezüge u.a. zwischen
> Belgrad und Sarajevo im Einsatz waren. Die
> Fensteranordnung im aus der Sicht des Fotografen
> letzten Wagen könnte auf eine Buffetabteilung
> (oder ein Küchenabteil) hinweisen.
>

Richtig, Andreas, alle ehemaligen 411er mit "Olimpik"-Ausstattung (gesamter Zug nur 1. Klasse, weniger Türen, Buffet-Abteil, Fernseher etc.) sind bei der früheren ZTP Sarajevo, jetzt ŽFBH, verblieben; einige ziemlich verwahrlost noch (wieder) für Nahverkehrszüge nach Zenica im Einsatz. Hier im kroatischen Forum findet man historische und auch aktuelle Aufnahmen von den Olimpiki. Der Vergleich lohnt sich ... [www.zeljeznice.net]

Zu den 441.9: diese wurden von Koncar in den letzten zwei, drei Jahren direkt für die ŽFBH umgebaut (von Dioden- auf Thyristorsteuerung), die Lackierung ist lediglich an diejenigen 441 angelehnt, die die Föderationsbahn schon viele jahrean die TCDD verliehen hatte und die dort entsprechend lackiert wurden.

Zur Una-Bahn: die HŽ hat seit 17. Mai ihren Abschnitt (Martin Brod-) Licko Dugo Polje - Knin "vorläufig" eingestellt, Begründung Oberbaumängel. Bid dahin fand noch Güterverkehr (im Transit durch Bosnien nach Sisak) statt.

Zum Bericht insgesamt: sehr, sehr schön! Freue mich auf die nächsten Teile.

Zum Hintergrund / Infos: öfter mal den LOK Report lesen ;-)


Gruß,
Joachim



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:09:09:23:11:02.

Vor allem mitten in der Olympiastadt Sarajevo

geschrieben von: MichaelM

Datum: 10.09.10 12:37

treibt mir der Anblick der riesigen Friedhofsanlagen jedes Mal einen Schauer über den Rücken.


MM
Moin,

tokkyuu schrieb:

> [share.bahnforum.info]
> Typisch für die Gegend: viele unverputzte Häuser,
> daneben aber auch fertige...

Das Haus rechts kommt ästhetisch immerhin in die Nähe von Klinkerfassaden.


> [share.bahnforum.info]
> Kurz vor Doboj noch immer das gleiche Bild: viele
> neue, aber unverputzte Häuser.

Und auch keine Nickeligkeiten mit Nutzungsverboten von der Bauaufsicht, nur weil am bereits benutzten Balkon das Geländer noch komplett fehlt. Für den Putz auf der Erdgeschoßfront hat es ja gereicht...

Gruß, ULF

Bilder für mich erstmals sichtbar

geschrieben von: Ulf Kutzner

Datum: 12.09.10 11:38

Moin,

tokkyuu schrieb:

> "Every free account with Photobucket is allotted
> 10 GB of monthly
> bandwidth and our records show that you have less
> than 3 GB of
> bandwidth left to your account."
>
> Es ist also zu befürchten, daß meine Bilder bald
> nicht mehr zu sehen sein werden und man bis
> Oktober warten wird müssen, bis sie wieder online
> sein können. Ich kann mir leider keine 25 Dollar


Die Tage waren für mich keine Bilder zu sehen, heute alle bis auf eines.

[share.bahnforum.info] geht nicht.

Gruß, ULF



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:09:12:11:39:37.

Re: Bilder für mich erstmals sichtbar

geschrieben von: tokkyuu

Datum: 12.09.10 17:20

Ulf Kutzner schrieb:
-------------------------------------------------------
> Die Tage waren für mich keine Bilder zu sehen,
> heute alle bis auf eines.
>
> [share.bahnforum.info]
> da14241baa237c7d58d12b33f68/Balkan/s2152Neuschotte
> rnachSnjegotina.jpg geht nicht.
>
> Gruß, ULF


Danke für die Aufklärung - ich hab beim Bildzeilentext einen Fehler drin gehabt. Schon verbessert!

EDIT:
hab die Bilder nun auf einem anderen Ort gespeichert. In Zukunft sind keine Probleme mehr zu erwarten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:09:12:19:59:36.
EDIT... (hat sich geklärt)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:09:12:19:29:06.

Re: [HR][BA]Balkan-Abenteuer Teil 2: Zagreb-Sarajevo - (m36B)

geschrieben von: MP

Datum: 20.09.10 13:54

Roni schrieb:
-------------------------------------------------------

> Auf der Una-Bahn fuhr bis vor nicht allzulanger
> Zeit noch ein Güterzug, jetzt nicht mehr.
> Personenzug ist aufgrund der vielen Grenzwechsel
> in nächster Zeit höchst unwahrscheinlich.


Im Bahnhof Perkovic stand der Zug nach Martin Brod auf der Fahrplantafel, allerdings mit entsprechendem Vermerk. Ansonsten hatte mir die bosnische Bahn im August per E-Mail mitgeteilt, dass die Züge Bihac - Martin Brod nicht fahren würden.