Hallo,
als Fortsetzung vom 2. Teil [
www.drehscheibe-foren.de] verlassen wir Damaskus und fahren mit Zug 125 um 15:50 nach Tartus am Mittelmeer. Dieser Zug fährt bis Latakia. Wir haben uns allerdings für Tartus entschieden, da die Stadt kleiner ist und daher mehr Ruhe verspricht. Denn, wir waren jetzt die dritte Woche unterwegs. Von Bremen mit dem Zug nach Belgrad, weiter nach Istanbul, anschließend mit dem Dogu-Express nach Kars. Es folgte eine Streckenexkursion nach Dogukapi zur armenischen Grenze. Im Anschluss ging es weiter nach Van. Hier erfolgte wieder eine Streckenbereisung nach Kapiköy an der iranischen Grenze. Weiter ging es nach Diyarbakir und Gaziantep, von wo wir mit dem mittlerweile eingestellten Mosul-Zug bis zur irakischen Grenze gefahren sind. Also kurz und gut. Erste Ermüdungserscheinungen machen sich bemerkbar und damit auch die Risikobereitschaft, was Aufnahmen betrifft.
Vorab noch einmal die Fahrpläne, da sie für den heutigen Teil des Berichts hilfreich sein können:
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www.syrische-eisenbahn.de]
Wie im letzten Teil beschrieben, hatten wir uns Fahrkarten in der Ersten Klasse in Damaskus nach Tartus besorgt. Rechtzeitig besteigen wir den Zug und befinden uns in einem Wagen der 1. Klasse. Schön und gut. Er ist klimatisiert, nur wenige Fenster lassen sich öffnen. In Zukunft werde ich in Syrien, außer im Trainset, nur noch in der 2. Klasse fahren. Die bietet zwar weniger Komfort, unklimatisiert aber mit zu öffnenden Fenstern.
Wir verlassen Damaskus Kadam und fahren Richtung Homs erst ein Stück neben den parallel verlaufenden Gleisen der Hedschasbahn. Deren Zustand ist nicht gut. Ebenso existieren noch Gleisanlagen, die die nächsten Monate nicht mehr erleben dürften. Ich beobachte nur deren Zustand, wegen der geschlossenen Scheibe habe ich auf Bilder verzichtet.
Wenig später erreichen wir schon Homs.
Bild 1:
Der Zug hält hier nur kurz, jedoch mache ich zwei Aufnahmen unseres Zuges während des kurzen Aufenthalts. Hier gibt es noch ein älteres Video zu sehen:
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www.youtube.com]
Bild 2:
Bild 3:
Bild 4:
Wir werfen einen Blick in das innere des Speisewagens. Hier gibt es allerdings außer Tee, Nescafe und einem seit kurzem eingeführtem Rauchverbot bei der CFS nichts. Also aufgepasst. Wer von euch Pläne hat, von Damaskus nach Teheran zu fahren, sollte, obwohl ein CFS-WR bis Tatvan läuft, sich mit reichlichen Vorräten eindecken.
Bild 5:
Im Speisewagen befindet sich auch wieder ein Unikat eines Rouleaus. Diesmal mit den Länderkürzeln des Irans, Iraks, Georgiens, der Türkei, Armeniens und Aserbaidschans. Ebenfalls bemerkenswert ist die 2008 eingestellte Verbindung des Toros-Expresses (Istanbul-Aleppo), auch wenn hier der Durchlauf nach Damaskus suggeriert wird.
Bild 6:
Hinter Homs zweigt die Strecke zum Mittelmeer ab. Wenig später lassen wir links bei Al Akkari, den noch zu erkennenden Damm, wo die Strecke nach Tripolis (Libanon) und Beirut abzweigte, links liegen.
Unser Zug weist noch eine Besonderheit auf. Er führt leer einen Schlafwagen mit sich, der dann auf der Rückfahrt von Latakia (ab 1:55) wieder um 6:45 Uhr in Damaskus eintrifft. Ich weiß nicht, ob es eine kürzere Schlafwagenverbindung zwischen Abfahrt- und Zielort unter 4:50 Stunden gibt? Jedenfalls wird das eine kurze Nacht.
Bild 7:
Bild 8:
Bild 9:
In Tartus angekommen will irgendwer von der Bahnpolizei am Bahnhof wieder unsere Pässe sehen. Ich mache daher keine Aufnahmen. In Tartus gibt es gute, günstige Unterkünfte. So verbringen wir einige Tage in der Stadt und machen noch einen Ausflug zur Krak des Chevaliers.
Richtig viel zu bieten hat Tartus nicht. Die Altstadt wird etappenweise saniert:
Bild 10:
Ebenfalls besitzt Syrien neben Latakia mit Tartus einen weiteren bedeutenden Seehafen, der seit 2009 eine große Bedeutung im Rahmen des „Dry Channel Projects“ einnimmt. Es kann durchaus geschehen, dass selbst irakische Lokomotiven mit Containerzügen gesichtet werden können. Jedenfalls macht die CFS Werbung für ihre Güterzüge am Hafen:
Bild 11:
Bild 12:
Bei einem Stadtrundgang besichtigen wir auch den Park, an den sich der Kulturpalast anschließt. Von drinnen hören wir laute Musik und gehen in das Gebäude, wo gerade ein Talentwettbewerb mit Kindern stattfindet.
Bild 13:
Wie überall in Syrien sieht man auch hier die Portraits von Assad sen. und jun.
Bild 14:
Da zwischen Tartus und Latakia nur zwei Züge verkehren, morgens schon um 6:25 und wie gesagt unser Zug aus Damaskus, nehmen wir für das kurze Stück den Bus. Der Busbahnhof befindet sich vom Meer aus betrachtet links neben dem Park. Von hier aus fahren Busse regelmäßig in alle Richtungen Syriens.
Bild 15:
In Latakia befindet sich der Busbahnhof nur wenige Meter neben dem Bahnhof. Auch hier gibt es wieder einen freundlichen Willkommensgruß:
Bild 16:
Vor dem Bahnhof befindet sich noch diese Denkmallok:
Bild 17:
Daraufhin kaufe ich für uns die Fahrkarten für Zug 245 nach Aleppo. Die erste Kasse war ausverkauft, aber es gab noch Plätze in der zweiten. Das hat sich auf der einzigen Gebirgsbahn Syriens auch als Glücksfall herausgestellt. Dabei läuft das Procedere des Fahrkartenkaufs immer nach dem gleichen Muster ab. Erst wird man in eine Liste mit den freien Plätzen eingetragen, dann erhält man die Fahrkarten, der nächste stempelt die Fahrkarten ab. Ebenfalls wird auch hier vor dem Betreten des Bahnsteigs das Gepäck durchleuchtet. Zwischen Latakia und Aleppo verkehren täglich vier Züge. 2 x Trainset, 2 x normale Schnellzüge.
Hier sehen wir unseren Zug vom Bahnhofsklo aus aufgenommen …
Bild 18:
… und der letzte Zug des Tages nach Aleppo, Trainset 245, Latakia ab: 17:25, Aleppo an: 20:00.
Bild 19:
Bild 20:
Auch die neuen Züge bleiben von Steinwürfen nicht verschon:
Bild 21:
Im vierten Teil fahren wir mit unserem Zug durchs Gebirge nach Aleppo.
Bild 22:
Grüße
Alex
Teil 1: [
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Teil 2: [
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Teil 4: [
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:12:30:14:11:47.