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Auf Schienen vom Kapitalismus in den Sozialismus und zurück - 13.000km mit dem Zug durch Asien und ein bisschen Europa

Teil 9: Von Pyongyang nach Beijing - Teil B: Verwirrung an der Grenze


In Teil A rollten wir ja gerade aus dem Bahnhof von Pyongyang.


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Bild 17: Szene in den Vororten Pyongyangs



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Bild 18: In Nordkorea gibt es noch Personenwagen mit Speichenrädern.



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Bild 19: Ob diese Waggons noch im Betrieb sind (Foto dankenswerterweise von Francesc Pont zur Verfügung gestellt)?



"Um die Mittagszeit herum begaben wir uns in den Speisewagen, wo uns sozialistischer Charme empfing: Bedienungen mit roten Kostümen, Tischdecken aus Kunstseide und Plastikblumenschmuck. Das Essen kostete stolze fünf Euro pro Person und war dafür recht bescheiden. Matschiges Gemüse, sehniges Fleisch und alles vor Öl triefend."


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Bild 20: Im nordkoreanischen Speisewagen: Das mit Abstand Beste hier waren die Bedienungen (sehr lecker!),
im Hintergrund sieht man keine Weihnachtsdeko, sondern künstliche Blätter, Blumen, Äpfel und Trauben.




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Bild 21: Herrlich kitschiger, sozialistischer Charme im Speisewagen.



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Bild 22: Das Essen war nicht so gut, trotzdem aßen wir fast alles auf. Wir
wussten ja nicht, wann wir in China im Speisewagen etwas zum Essen bekommen.




"Nach knapp fünf Stunden Zugfahrt stieg die Nervosität, denn die Grenze nach China rückte immer näher. Am Horizont zeichneten sich bereits die Hochhäuser der chinesischen Grenzstadt Dandong ab."


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Bild 23: Ein typischer Unterwegsbahnhof.



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Bild 25: Nahaufnahme eines Güterwagens.


"Kurz darauf fuhren wir in den nordkoreanischen Grenzbahnhof Sinuiju ein und mein Herz schlug schneller. Als erstes stieg eine sozialistische Furie in Militäruniform zu, die bellend unsere Pässe einsammelte und uns die auszufüllenden Ausreiseformulare auf den Tisch knallte. Ich war als erster mit dem Ausfüllen fertig und wollte ihr die Formulare geben. Sie wies mich aber barsch zurück, denn sie wollte die Formulare in der Reihenfolge haben, wie sie die Pässe eingesammelt hatte. Als wir dann die Formulare nacheinander in der richtigen Reihenfolge abgegeben hatten, brüllte sie jeden einzeln an „Kantie!“. Gemeint war „country“, denn sie konnte die Landesbezeichnungen auf unseren Reisepässen nicht lesen. Ich sagte „Germany“, was sie aber nicht verstand. Daraufhin sagte ich „Deutschland“, was sie sofort verstand und notierte."


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Bild 25: Blick aus dem Zugabteil kurz vor Einfahrt in den Grenzbahnhof.



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Bild 26: Auf einer elektrifizierten Hauptstrecke schieben Arbeiter und Bauern
auf einer selbst gebastelten Draisine Säcke durch die Gegend (Foto von Francesc Pont).



"Als nächstes kam ein älterer Arzt in weißem Kittel, der einen total verwirrten Eindruck machte. Er sollte mit einem Infrarotmessgerät unsere Körpertemperatur messen, um zu verhindern, dass wir Schweine- oder Vogelgrippe nach China exportieren. Allerdings hielt er das Gerät falsch herum und maß jedes Mal seine eigene Temperatur. Dann bestiegen mehrere Zöllner unseren Waggon und die Spannung stieg ins Unermessliche. Um nichts zu verbergen, hatten wir alle unsere Fotoapparate sichtbar auf dem Tisch des Abteils aufgereiht. Ich hatte aber meine kleine Digitalkamera, mit der ich vorhin noch die Zugtoilette fotografiert hatte, vor lauter Aufregung in der Hosentasche vergessen."

"Jeder Beamte hatte jeweils drei Abteile zu kontrollieren und wir kamen gleich als erste dran. Ein recht junger Beamte in Militäruniform kontrollierte unser Abteil. Wir mussten alle einzeln aufstehen, unsere Taschen leeren, wurden mit einem Detektor abgetastet und mussten dann auf dem Gang vor dem Abteil warten. Ich war als letzter dran und während die anderen drei aus unserem Abteil bereits draußen warteten, piepste der Detektor bei der Kamera in meiner Hosentasche natürlich los. Daraufhin flippte der Beamte total aus und brüllte mich an. Ich drückte ihm die Kamera in die Hände. Er wollte natürlich sofort die Bilder auf der Kamera sehen und bedeutete mir, dass ich die Kamera einschalten solle. Gerne, kein Problem. Denn auf der Kamera waren nur das Bild der Zugtoilette und ein paar uralte Bilder vom Ulmer Münster, die ich vor drei Jahren gemacht hatte. Das hatte den Beamten zunächst verwirrt, aber nachdem er sich die Bilder mehrfach angeschaut hatte, konnte er zufrieden feststellen, dass ich keine verbotenen Bilder gemacht hatte (die Zugtoilette durfte ich wohl fotografieren). Für meine Spiegelreflexkamera interessierte er sich dann überhaupt nicht mehr. Als nächstes brüllte er „Luggage“, woraufhin ich ihm bereitwillig meine beiden Gepäckstücke zeigte. Mein großer Rucksack lag deutlich sichtbar auf dem oberen Bett und so interessierte er sich wohl überhaupt nicht dafür. Mein kleiner Rucksack war tief unter dem unteren Bett verstaut, was ihn natürlich sofort suspekt machte. So war es nicht weiter verwunderlich, dass er den Rucksack einer genauen Kontrolle unterzog. Ich öffnete den Rucksack und leerte ihn zur Hälfte. Er sagte dann „Stop“ und kramte noch eine Minute lustlos in meinem halbvollen Rucksack herum. Dort gab es aber auch nichts Verbotenes zu sehen. Ich hatte in der Zollerklärung erwähnt, dass ich nordkoreanisches Geld (das aber sowieso nicht echt war) und Kunstwerke (ein handgemaltes Arirang-Plakat) ausführe. Beides ist eigentlich verboten und so zeigte ich ihm noch die Ausnahmegenehmigungen, die ich beim Kauf erhalten hatte. Er reagierte aber genervt, wollte die Papiere gar nicht sehen und bedeute mir, dass ich doch gefälligst das Abteil verlassen soll. Das machte ich natürlich gerne, denn damit war die Kontrolle für mich abgeschlossen und ich wartete erleichtert draußen auf dem Gang."


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Bild 27: Das Bild der Zugtoilette, mit dem ich den Grenzbeamten verwirrt hatte.


So durften wir alle wieder zurück ins Abteil und mussten die restliche Wartezeit absitzen, denn im Fahrplan waren für die Grenzkontrolle auf nordkoreanischer Seite mehr als zwei Stunden vorgesehen. Um nicht noch Aufsehen zu erregen, verhielten wir uns still und planten unseren Aufenthalt in Peking inklusive einem gemeinsamen Peking-Enten-Essen. Als die Abfahrt Richtung China näher rückte, bereiteten wir uns auf die chinesische Grenzkontrolle vor und ließen unsere Lonely-Planet Reiseführer für China in den Koffern verschwinden. Chinesische Zollbeamte beschlagnahmen nämlich gerne Reiseführer, in denen auf der Karte Taiwan nicht als ein Teil Chinas eingezeichnet ist."


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Bild 28: Ein letztes Mal Propaganda im Grenzbahnhof Sinuiju.


Zwischenzeitlich hatte sich die nordkoreanische Lokomotive vom Zug abgekoppelt, auch alle anderen Waggons außer den beiden Kurswagen wurden abgekoppelt und eine chinesische Lokomotive setzte sich vor den Zug. Dann kam auch die sozialistische Furie vorbei und gab uns die Pässe zurück. Schließlich setzte sich der Zug dann pünktlich in Bewegung und sofort zeigten wir alle die gleiche Reaktion. Wir stürmten auf den Gang und fotografierten alles, was draußen am Fenster vorbeizog. Eigentlich gab es nichts zu sehen, aber wir verspürten eine Freiheit, die wir in den letzten Tagen schmerzlich vermisst hatten. Dabei ist unser Ziel China alles andere als ein freies Land. Erst die Erfahrung, ständig beaufsichtigt zu sein, kein Schritt ohne Begleitung zu machen und für jede Kleinigkeit um Erlaubnis zu fragen führt einem vor Augen, was Freiheit eigentlich bedeutet und wie man sie zu schätzen weiß."


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Bild 29: Wollen wir mal hoffen, dass aufgrund der akuten Stromknappheit im Land die Oberleitung gerade ausgeschaltet ist (Foto von Sveinung Vegum).



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Bild 30: Ein interessanter Kranwagen, leider habe ich den Bruchteil einer Sekunde zu spät abgedrückt.



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Bild 31: Ein Güterwagen musste auch noch daran glauben.



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Bild 32: Am Ende des Bahnhofs von Sinuiju verabschieden einen diese Tierfiguren. Soll
das der letzte Eindruck sein, den aus Nordkorea ausreisende Touristen mitnehmen sollen?.



Unser Zug fuhr fast schon im Schritttempo über den breiten Jalu-Grenzfluss, der nicht nur die Grenze zwischen zwei Ländern, sondern zwischen zwei Welten bildet. Auf der einen Seite ein verarmtes Land und Tristesse, heruntergekommene, niedrige Zweckbauten in sozialistischer Architektur, auf der anderen Seite eine aufstrebende, reiche Großmacht und eine glitzernde Silhouette von fertigen oder in Bau befindlichen Wolkenkratzern."



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Bild 33: Die letzten Meter auf festem nordkoreanischem Boden. Fast schon symbolhaft leuchtet
die Abendsonne als Zeichen der Freiheit über der chinesischen Grenzstadt Dandong




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Bild 34: Gleich haben wir es geschafft, die Flussmitte, die die Grenze bildet, ist fast schon erreicht.



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Bild 35: Nur noch wenige Meter ...



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Bild 36: ... einer kurzer Blick zurück auf Nordkorea ...



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Bild 37: ... und wir haben es geschafft. Der alte Brückenkopf ist jetzt eine Aussichtsplattform auf chinesischer Seite.



Im [url=]nächsten Teil[/url] geht es dann durch die chinesische Grenzkontrolle und weiter nach Beijing.




Zugliste


Zug		Von			Nach			Kilometer	Land	Traktion	Spurweite

S3		Niederhöchstadt		Frankfurt(Main)Hbf	  11,8		DE	Elektr.		1435mm
ICE 75		Frankfurt(Main)Hbf	Zürich HB		 449,6		DE/CH	Elektr.		1435mm
IC 585		Zürich HB		Chur			 116,1		CH	Elektr.		1435mm
R 1169		Chur			San Murezzan/St.Moritz	  89,25		CH	Elektr.		1000mm
RE 1145		Bravuogn/Bergün		Preda			  12,57		CH	Elektr.		1000mm
R 1658		Poschiavo		Ospizio Bernina		  21,294	CH	Elektr.		1000mm
R 1641		Morteratsch		Diavolezza		   4,635	CH	Elektr.		1000mm
R 1658		Poschiavo		Ospizio Bernina		  21,294	CH	Elektr.		1000mm
RE 1124		St.Moritz		Chur			  89,25		CH	Elektr.		1000mm
IC 570		Chur			Zürich			 116,1		CH	Elektr.		1435mm
S6		Zürich			Baden			  22,53		CH	Elektr.		1435mm
S6		Baden			Zürich			  22,53		CH	Elektr.		1435mm
S6		Zürich			Baden			  22,53		CH	Elektr.		1435mm
IR 1972		Baden			Basel SBB		  65,9		CH	Elektr.		1435mm
ICE 370		Basel SBB		Freiburg Hbf		  66,8		CH/DE	Elektr.		1435mm
RB31603		Freiburg Hbf		Littenweiler		   7,22		DE	Elektr.		1435mm
RB31620		Littenweiler		Freiburg Hbf		   7,22		DE	Elektr.		1435mm
ICE 270		Freiburg Hbf		Frankfurt(Main)Hbf	 294,4		DE	Elektr.		1435mm
S3		Frankfurt(Main)Hbf	Niederhöchstadt		  11,8		DE	Elektr.		1435mm
S3		Niederhöchstadt		Frankfurt(Main)Hbf	  11,8		DE	Elektr.		1435mm
S8		Frankfurt(Main)Hbf	Frankfurt-Flughafen	  11,4		DE	Elektr.		1435mm
Chollima	Pyongyang Yonggwang	Pyongyang Puhung	   1,5(ca.)	KP	Elektr.		1435mm
Zug Nr. 5	Pyongyang		Sinuiju (Grenze DPRK)	 225		KP	Elektr.		1435mm

								1702,523



Weitere Bildimpressionen aus Nordkorea


Weitere Bildimpressionen aufgeteilt in fünf Alben: Eine Best-Of Selektion, die Arirang Mass Games, Propaganda (Skulpturen, Gemälde, Denkmäler, usw.), Bilder aus Pyongyang sowie Bilder von Orten außerhalb Pyongyangs. Zum Anschauen einfach auf eines der Bilder oder den Link klicken:

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http://farm3.static.flickr.com/2732/4446006590_f5e9730b0a_t.jpghttp://farm3.static.flickr.com/2732/4446100228_78a91ea8a7_t.jpghttp://farm5.static.flickr.com/4060/4446103428_c78a0c12ac_t.jpghttp://farm3.static.flickr.com/2759/4450729765_c91c06308a_t.jpgInside Pyongyang http://farm5.static.flickr.com/4025/4451530272_e05895ff0a_t.jpghttp://farm5.static.flickr.com/4070/4451676970_3686d45d69_t.jpghttp://farm5.static.flickr.com/4071/4460828186_00e95d9cb8_t.jpghttp://farm5.static.flickr.com/4009/4460796756_73caafd698_t.jpg

http://farm3.static.flickr.com/2692/4468713965_3717f444f9_t.jpghttp://farm3.static.flickr.com/2802/4469499370_26782f9783_t.jpghttp://farm5.static.flickr.com/4054/4468732563_6e59f21095_t.jpghttp://farm3.static.flickr.com/2690/4469532410_2815961777_t.jpgOutside Pyongyang http://farm3.static.flickr.com/2799/4468775079_959914a4d8_t.jpghttp://farm5.static.flickr.com/4025/4469567158_060e54cb6e_t.jpghttp://farm5.static.flickr.com/4033/4468788607_8cc75433c8_t.jpghttp://farm5.static.flickr.com/4025/4469577748_6f4f5f4e91_t.jpg




Inhaltsverzeichnis


  • Teil 0: 13.000km mit dem Zug durch 10 Länder, aber wo? BÜ-Bilderrätsel mit 10 Bildern
  • Teil 1: Prolog - Warum ich mit dem Zug 13.000km durch die Gegend gereist bin
  • Teil 2: Ein Kurzabstecher in das kapitalistische Musterland - Bilder von der Albulabahn
  • Teil 3: Über den Bernina zurück nach Deutschland
  • Teil 4: "Willkommen im sozialistischen Paradies" - Eine Einführung zu Nordkorea (Teil A)
  • Teil 4: "Willkommen im sozialistischen Paradies" - Eine Einführung zu Nordkorea (Teil B)
  • Teil 5: Unterwegs mit der atombombensicheren Metro in Pyongyang - (Teil A)
  • Teil 5: Unterwegs mit der atombombensicheren Metro in Pyongyang - (Teil B)
  • Teil 6: Zugimpressionen aus Nordkorea und ein schweres Verbrechen
  • Teil 7: Mit O-Bussen durch den Alltag in Pyongyang
  • Teil 8: Mit der Tram durch Pyongyang - Eine Stadtrundfahrt (Teil A)
  • Teil 8: Mit der Tram durch Pyongyang - Eine Stadtrundfahrt (Teil B)
  • [li]Teil 9: Von Pyongyang nach Beijing - Teil A: Die Vertreibung aus dem "sozialistischen Paradies"

    Wieder genial, danke! :-) (o.w.T)

    geschrieben von: Roni

    Datum: 19.06.10 19:33

    (Dieser Beitrag enthält keinen Text)
    lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de] - Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de]
    http://raildata.info/raildatabanner1.jpg

    Re: Wieder genial, danke! :-) + ?

    geschrieben von: Eurocity341

    Datum: 19.06.10 20:42

    Hallo!

    Dem schließe ich mich an.

    Das Positive beim Speisewagen der nordkoreanischen Eisenbahn ist jedoch, dass hier noch mit richtigem Geschirr serviert wird.

    Insgesamt ist Nordkorea ein Land, welches leider eventuell vor einem Krieg steht. Der "Liebe Führer" will mal wieder die Säbel rasseln lassen (da war ja letztens diese Sache mit dem südkoreanischen U-Boot + diese Atomgeschichten).

    Man kann nur hoffen, dass die Menschen dort bald von diesen Führern erlöst werden und frei leben können.

    Dazu aber noch eine Frage: Beim Zug Nr. 8 (nordkoreanische Nummer) ist ein Aufenthalt auf einen Bahnhof von 14.40 Uhr bis 14.48 Uhr (Ortszeit) angegeben, welcher vom Zug 7 nicht bedient wird. Wie heißt diese Station?

    Mit freundlichen Grüßen

    Der Cottbuser




    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:06:19:20:45:54.

    Re: Wieder genial, danke! :-) + ?

    geschrieben von: lkf

    Datum: 19.06.10 21:41

    Eurocity341 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Man kann nur hoffen, dass die Menschen dort bald
    > von diesen Führern erlöst werden und frei leben
    > können.

    Wie unterschiedlich sind die beiden Koreas eigentlich? Also nicht politisch gesehen, sondern von den Menschen, der Sprache, der Kultur und eben so vielem mehr?
    Südkorea ist ein Land das sich ständig weiterentwickelt und in Nordkorea ist die Zeit stehen geblieben.
    Ich denke, wenn es jemals eine wiedervereinigtes Korea geben sollte, dann sind das doch zwei extrem verschiedene Länder, die als einzigstes die Lage auf der koreanischen Halbinsel gemeinsam haben.

    Re: Wieder genial, danke! :-) + ?

    geschrieben von: Montana

    Datum: 20.06.10 01:40

    > Dazu aber noch eine Frage: Beim Zug Nr. 8
    > (nordkoreanische Nummer) ist ein Aufenthalt auf
    > einen Bahnhof von 14.40 Uhr bis 14.48 Uhr
    > (Ortszeit) angegeben, welcher vom Zug 7 nicht
    > bedient wird. Wie heißt diese Station?

    Laut Fahrplan fährt von Pyongyang nach Sinuiju der Zug Nr. 5 und in die andere Richtung der Zug Nr. 6.

    Der Bahnhof, auf dem der Zug nur auf der Fahrt nach Pyongyang hält, heißt Ryongchon:

    (zum Bahnhof von Ryongchon siehe: [de.wikipedia.org] )



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:06:20:01:41:27.

    Re: Wieder genial, danke! :-) + ?

    geschrieben von: Eurocity341

    Datum: 20.06.10 16:30

    Hallo!

    Vielen Dank für die Antwort zur genannten Frage. Wg. der Zugnummern: da habe ich mich verguckt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Der Cottbuser

    Re: Brilliant.

    geschrieben von: RBD-S

    Datum: 17.07.10 14:08

    Ein wirklich brillianter Beitrag, Flo1979. Ich habe Deine Berichte geradezu verschlungen, Du "verdorbenes kapitalistisches Subjekt".
    :-))

    Re: Wieder genial, danke! :-) + ?

    geschrieben von: Lukul

    Datum: 17.07.10 15:33

    lkf schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wie unterschiedlich sind die beiden Koreas
    > eigentlich? Also nicht politisch gesehen, sondern
    > von den Menschen, der Sprache, der Kultur und eben
    > so vielem mehr?
    > Südkorea ist ein Land das sich ständig
    > weiterentwickelt und in Nordkorea ist die Zeit
    > stehen geblieben.
    > Ich denke, wenn es jemals eine wiedervereinigtes
    > Korea geben sollte, dann sind das doch zwei extrem
    > verschiedene Länder, die als einzigstes die Lage
    > auf der koreanischen Halbinsel gemeinsam haben.

    Hi, bezogen auf die wirtschaftliche Entwicklung hast du natürlich recht, aber soweit ich gehört habe (war selbst bisher nur im Süden und habe daher keinen direkten Vergleich) gibt es wohl doch mehr Gemeinsamkeiten, als man im ersten Moment vermutet. Die Sprache ist die gleiche, auch gegessen wird ähnliches. Und die Kultur der beiden Völker soll schon gewisse Gemeinsamkeiten haben. Natürlich gibt es ein gemeinsames kulturelles Erbe, vgl. [en.wikipedia.org]
    Gewissermaßen kann man hier denke ich schon einen Vergleich zur deutschen Wiedervereinigung ziehen, denn auch hier gab es ein kapitalistisches, stark technologisiertes Land und auf der anderen Seite ein kommunistischer Staat, in dem hauptsächlich Landwirtschaft betrieben wurde, wobei die beiden Staaten aber eine gemeinsame Sprache und Tradition haben. Natürlich sind die Gegensätze im Fall Korea noch deutlich extremer, aber ich denke eine Wiedervereinigung wäre möglich und auch sinnvoll, sobald die Kim-Dynastie abtritt/zusammenbricht.

    Noch eine Frage an Flo: Mich würds noch interessieren was der Grund dafür war warum du in den Hauptnachrichten warst. Du hattest es mal angedeutet, aber dann nicht mehr aufgegriffen (oder ich habs überlesen).

    Re: Wieder genial, danke! :-) + ?

    geschrieben von: AAW

    Datum: 17.07.10 16:44

    Lukul schrieb:

    Gewissermaßen kann man hier denke ich schon einen Vergleich zur deutschen Wiedervereinigung ziehen, denn auch hier gab es ein kapitalistisches, stark technologisiertes Land und auf der anderen Seite ein kommunistischer Staat, in dem hauptsächlich Landwirtschaft betrieben wurde, wobei die beiden Staaten aber eine gemeinsame Sprache und Tradition haben.

    Eine gewagte These stellst du da auf, verdiente doch 1989 nur noch jeder zehnte "Arbeitnehmer" in der DDR seinen Unterhalt in der Landwirtschaft (in Nordkorea ist es hingegen mehr als jeder Dritte).

    Grüße André

    .

    Re: Wieder genial, danke! :-) + ?

    geschrieben von: lkf

    Datum: 18.12.12 12:56

    Wann habt ihr eigentlich eure Mobiltelefone wieder bekommen, welche ja wohl bei der Einreise am Flughafen in Papier eingewickelt und eingezogen wurden?

    Re: Wieder genial, danke! :-) + ?

    geschrieben von: Flo1979

    Datum: 18.12.12 20:22

    Die Handys wurden uns am Bahnhof von Pyongyang wieder von den Reiseleitern ausgehändigt mit der Warnung, sie keinesfalls noch in Nordkorea zu öffnen. Wenn ich mich richtig erinnere, hatten die Grenzbeamten auch eine Liste und überprüften bei der Grenzkontrolle, dass die Handys noch verpackt waren.

    Viele Grüße

    FLorian

    Re: Wieder genial, danke! :-) + ?

    geschrieben von: lkf

    Datum: 19.12.12 15:01

    Ok, danke für die Info. Umgekehrt wird es sicher genauso sein!?

    Re: Wieder genial, danke! :-) + ?

    geschrieben von: Flo1979

    Datum: 20.12.12 21:00

    davon würde ich mal ausgehen. Wahrscheinlich werden die Handys an der Grenze verpackt, in Pyongyang musst du sie dann an die Reiseleiter abgegeben und beim Rückflug bekommst das Handy dann zurück.

    Viele Grüße

    Florian