Hallo zusammen,
vorab die Linkliste zu allen Teilen, Stand August 2009, ergänzt am 1.1.2010:
Teil 1: (Istanbul – weit hinter Ankara) [
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Teil 2: (Kayseri – Yolcati – Elazig – Yurt) [
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Teil 3: (Yurt – kombinierte Bahn/Straßenbrücke (Keban Baraji)) [
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Teil 4: (Kombinierte Bahn/Straßenbrücke (Keban Baraji) – Palu [
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Teil 6: (Turna – Schluchtenfahrt – Kurt) [
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Teil 7: (Zugkreuzung Kurt – Mus und das Gleisdreieck) [
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Teil 8: (Mus – Bahnhöfe ÖZDEN, BAHÇETEPE, SICAKSU) [
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Teil 9: (Sicaksu – Rahova – Tatvan) [
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Als Fortsetzung der bisherigen Fahrt geht es heute um den grün unterlegten Abschnitt. Alle Zeiten sind die Abfahrt, nicht die Ankunft.
VANGÖLÜ EKSPRESI (11532):
1 HAYDARPASA-1560 22:55
8 IZMIT-1570 00:35
19 ESKISEHIR-2435 04:34
31 ANKARA-2503 08:39
51 KAYSERI-2579 15:54
62 SIVAS-4642 19:46
71 MALATYA-5576 01:26
80 YOLÇATI-5616 04:04
81 ELAZIG-5527 05:41
82 YURT-5617 05:56
83 ÇAGLAR-5514 06:11
Kombinierte Bahn/Straßenbrücke (Keban Baraji)
84 MURATBAGI-5570 07:17
85 PALU-5588 07:34
86 BEYHAN-5511 08:01
87 KM 120+800-5578 08:15
88 GÖKDERE120+500-D-5629 08:12
89 EKEREK(KM 123+750)-5596 08:21
90 SUVEREN-5604 08:34
91 GENÇ-5537 08:57
92 TURNA-5610 09:36
93 NURIK-D-5634 09:53
94 KALE-5551 10:25
95 MUS-5585 11:57
96 BAHÇETEPE-5618 13:09
97 SICAKSU-5622 13:30
98 RAHOVA-5621 14:02
99 TATVAN-5623 14:17
Nachdem wir Palu fast pünktlich verlassen haben, fahren wir immer weiter nach Beyhan am Murat Nehri entlang.
Bild 1:
Ankunft in Beyhan ist nicht um 8:01 sondern um 8:39. Und hier heißt es erst einmal warten. Beyhan ist Kreuzungsbahnhof. Zwar steht die Kreuzung schon zur Abfahrt bereit, jedoch ist der Grund der Check des Zuges durch Militär und Polizei. Ab hier fahren wir weiter nach Tatvan mit einer Eskorte. Die erste Reaktion war dementsprechend: No Photos.
Bild 2:
Auf der linken Seite unseres Zuges steht ein Güterzug aus Tatvan mit einem Personenwagen für begleitende Soldaten und Polizisten. Dies war unsere erste Zugkreuzung auf der Strecke seit der Kreuzung mit dem (51501) Firat Ekspresi (Elazig-Adana) kurz vor Yolcati. Die erste Reaktion der hier anwesenden Bahnbeamten war, uns auf das Fotografierverbot hinzuweisen. Die auf dem Bahnsteig stehenden Polizisten werden den Zug bis Tatvan begleiten. Allerdings lassen sie einen Wagen unbeobachtet während der Fahrt und das ist unser Schlafwagen. Die Tür zum Übergang zum restlichen Zug ist abgeschlossen.
Ebenfalls ist in Höhe der Polizisten in dem Güterzug nach Tatvan ein gepanzerter Güterzugbegleitwagen oder Gefangenentransportwagen (Heimatbahnhof Malatya) eingereiht.
Bild 3:
Und als Ausschnittvergrößerung. Links bei den Polizisten ist der Wagen zu sehen.
Bild 3a:
Hinter dem Bahnhof Beyhan hat die PKK im Jahr 2008 einen schweren Anschlag auf die Strecke verübt. Spuren davon und von weiteren werden wir in einem späteren Teil der Fahrt noch zu sehen bekommen. Falls die PKK tatsächlich der Urheber war. Man hört häufiger im Südosten der Türkei hinter vorgehaltender Hand, dass das Militär selbst für Explosionen und gefundene Bomben sorgt, um damit die eigene Existenzberechtigung in der Region zu rechtfertigen.
[
www.nethaber.com]
Das fragile Pflänzchen Entspannung und Annäherung zwischen Kurden und Türken hat aufgrund der jüngsten Entwicklung wieder einen herben Rückschlag erlitten. Somit sind wieder Anschläge in Zukunft nicht ausgeschlossen.
[
www.taz.de]
Jedenfalls verlassen wir den Bahnhof um 9:02. Rechts steht der Güterzug, der dann weiter in Richtung Elazig fahren wird.
Bild 4:
Hier der Zug von hinten mit einer DE 24 als Schublok.
Bild 5:
Wir fahren weiter nach Genç auf der sogenannten Bahn des Todes. So zumindest haben die hier reisenden Damen und auch der Lokführer den kommenden Streckenabschnitt bezeichnet. Wie auch immer, die beiden Filme geben interessante Einblicke in die Welt der abgelegenen Türkei. Die Aufnahmen sind während einer Fahrt im Transasya-Express entstanden. Obwohl sich bei den Aufnahmen im zweiten Teil einige geografische Fehler eingeschlichen haben. So befinden sich angeblich die TVS 2000 Wagen zwischen Van und Kapiköy, obwohl hier nur der iranische Teil des Zuges verkehrt. Und auf einmal sind wir in Minute 2:22 in Kayseri und kurz darauf in Mus (2:26) und nicht wie es anzunehmen wäre in beispielsweise Özalp.
Teil 1:
[
videoportal.sf.tv]
Teil 2:
[
videoportal.sf.tv]
Hinter Beyhan schwenkt die Strecke wieder zum Murat Nehri.
Bild 6:
Bild 7:
Der Merut Nehri wird häufig überbrückt und wir erreichen wir den Bahnhof Gökdere (Duragi). Naja, Bahnhof ist übertrieben. Zwar gibt es rechts noch ein Überbleibsel eines Abstellgleises. Aber selbst diese Station ist als offizieller Halt im Fahrplan als Nr. 88 aufgeführt, ab 8:12. Der Zug hält natürlich nicht und wir passieren die Brücke um 9:14. Eigentlich liegen wir mit +1 und nach über 1500 Kilometern Fahrt ganz gut in der Zeit. Sogar ausgesprochen gut für türkische Verhältnisse. Der Transasya in dem Film hatte hier schon diverse Stunden Verspätung. Es wäre schon interessant herauszufinden, ob man in Haydarpasa eine Fahrkarte bis hierher kaufen kann. Vielleicht probieren das mal unsere Buchungsprofis aus, ob das online über die TCDD geht? Auf das Ergebnis wäre ich sehr gespannt. Mietwagen und Hotel zubuchbar? Aber dafür müsste hier erst mal neben der Bahn für die nötige Infrastruktur gesorgt und eine Straße angelegt werden.
Bild 8:
Bild 9:
Bild 10:
Bild 11:
Wir passieren wieder einen dieser künstlichen Tunnel gegen Schneeverwehungen.
Bild 12:
Bild 13:
Das Tal des Murat Nehri wird bis Genç etwas weitläufiger.
Bild 14:
Bild 15:
Genç erreichen wir um 10:02. Rechts steht ein Nahgüterzug mit DE 24257 auf einem Abstellgleis. Auch hat hier unser Schlafwagenschaffner mit dem rosa Bündel in der Mitte einiges zu tun.
Bild 16:
Bild 17:
Genç ist der Endpunkt der Bahn 1947 gewesen. Hier zur Erinnerung nochmal die Eröffnungsdaten:
Yolcati-Elazig 1934;
Elazig-Palu 1946;
Palu-Genç 1947;
Genç-Mus 1955;
Mus-Tatvan 1964.
Da der Abschnitt nach Mus erst acht Jahre später fertig gestellt wurde, musste in Genc für eine Wendemöglichkeit für Lokomotiven und ganze Züge gesorgt werden. Hier entschied man sich nicht für ein Gleisdreieck, sondern für eine Wendeschleife. Diese beginnt Richtung Osten (nach Tatvan) hier.
Bild 18:
Auf dieser Abbildung seht ihr die ganze Anlage aus der Luft. Die oben zu sehende Zimmerei, Holzwerkstatt ist mit einem roten Pfeil markiert. Der weitere Streckenverlauf nach Mus und Tatvan mit dem grünen Pfeil. Blau die Wendeschleife, und die Fahrtrichtung aus Elazig (von Westen) gelb.
Bild 19:
Genç, Wendeschleife
Link: [
maps.google.de]
Und hier ist sogar der Holzstapel zu sehen:
[
maps.google.de]
Hinter Genç verläuft die Strecke wieder am Fluss entlang durch eine fast entvölkerte Gegend.
Bild 20:
Bild 21:
Weiteres markantes Merkmal dieser Strecke sind die gestutzten Brücken oder gemauerten Abläufe im Hintergrund, die als Wasserablauf von den Bergen bei Starkregen und der Schneeschmelze dienen.
Bild 22:
Wir erreichen Turna um 10:44 und nicht 9:36, eine dieser abgelegenen Stationen, von denen wahre Geisterbahnhöfe folgen werden. Auch hier gibt es keine Signale, keine Gegenzüge.
Bild 23:
Bild 24:
Im weiteren Verlauf der Fahrt fahren wir durch enge Schluchten und eine vollkommen abgelegene Gegend.
© BrakerBahn
Grüße
Alex
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:01:01:07:55:25.