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Hallo Welt,

Der letzte Teil folgt jetzt. Ein Tag von mir und einer von Jan …. Und das war er schon, der Urlaub.

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26.09.09, Tangen - Wetzikon

Letzter Tag, und letztes Glück. Noch in der Nacht nach einem wunderschönen Abend am See direkt vor unserer Hütte begann ich den Urlaub etwas Revue zu passieren lassen. Schöne Sache war das ;)
Der Morgen begann wieder sehr gemütlich, wir eilten nicht und standen erst um 9 Uhr auf. Der Himmel präsentierte sich so, dass auch am letzten Tag des Urlaubs mindestens ein Sonnenfoto drin liegen sollte. Es hatte ausser ein paar kleinen Wolken zwar viel schmodder am Himmel, aber auch blau war da.
Ich räumte meinen Krams zusammen während Jan dabei war mal etwas die Grafen für unsere Gegend zu durchforsten. Das Ergebnis war leider ernüchtern, die Bahn vor der Hütte, von Oslo nach Lillehammer versprach nichts besonderes – und auch im Personenverkehr ist der Samstag der schwächste Tag der Woche, 2h statt 1h Takt z.B im IC Verkehr nach Skien.
So suchten wir uns eine alternative und fanden Sie in der Kongsvingerbahn welche von Lilleström nach Westen bis Kongsvinger und weiter nach Schweden führt.
Nach dem Einladen verabschiedete ich mich von der Hütte und es ging los, nach einem kurzen Stopp am Supermarkt zwecks Kleingeldvernichtung fuhren wir meist die Sonne ins Auto scheinend auf einer Nebenstrasse direkt nach Skarmes. Die Landschaft in der Ecke ist schon sehr schwedisch, leicht hügelig mit dichten und unendlich wirkenden Nadelwäldern.
In Skarmes suchten wir erstmal den Bahnhof auf und guckten am Abfahrtsanzeiger was so geht. S-Bahn Verkehr nach Oslo war reichlich vorhanden … aber immer mit der Bemerkung Ma-Fri oder Lö – Fri, der Samstag wird bis auf einen einzigen Zug nicht aufgeführt. Der war aber schon weg. Dafür hält der von der SJ Betriebene Fernverkehr von Stockholm nach Oslo und zurück an der Station, und ein Zug nach Oslo war noch fällig.
Ab Arnes gibt es aber mehr S-Bahn Verkehr auch am Wochenende, und so fuhren wir immer nach Stellen Ausschau haltend da runter. Es geht einiges, häufig sind Felder direkt an der Bahn dran und es ist meist offen. Kurz vor Arnes fanden wir dann auf einer Strassenbrücke eine Stelle die mir so gut gefiel dass ich sie kurzerhand zur IC Stelle aus Stockholm erhoben habe. Jan hatte nichts dagegen und so wollten wir dahin zurück wenn die Zeit kommt.
Es war etwa halb 12, Zeit für die S-Bahn bei Arnes. Ankunft um 02, Abfahrt um 30, so stand es im Fahrplan.
Am Bahnhof Arnes schauten wir uns noch kurz um, er hat richtige Bahnsteige, nicht mal aus Holz, ganz anders als die ganzen Stationen Nördlich von Arnes, die noch den originalen Norwegischen Charme versprühen und sich auch als klasse Fotomotiv anbieten würden.
Am Haltepunkt Bodung wurde es dann Zeit für den Zug, weiter Suchen wollten wir nicht mehr und so stellten wir uns auf eine Bauernhofzufahrt und warteten mal. 5min Verspätet rollte die 3 Teilige Bm69 Einheit sehr langsam vorbei und hielt am Haltepunkt an, wo sogar noch jemand einstieg für die letzten Kilometer nach Arnes.

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S-Bahn von Oslo nach Arnes kurz vor dem Haltepunkt von Bodnung.

Der Himmel war noch immer Schleierverhangen und an Vollsonne war nicht zu denken, aber es wurde langsam weniger und bestand noch Hoffnung für den Nachmittag. Dann ging es weiter und nur wenig später fanden wir Stellen mit denen man den Zug noch besser hätte umsetzen können.
Die Bahn verläuft äusserst Fotogen etwas oberhalb von einem Fluss und immer mal wieder stehen Herbstlich gefärbte Bäume und Wälder neben der Bahn. Ideale Bedingungen für den schön leuchtenden Bm69 der gleich zurück kommen müsste.
Jan setzte mich bei Haga ab, ich wollte den Triebwagen quer mit See, Bauernhof und Herbstlichem Wald schiessen, er suchte sich etwas anderes. Die Sonne war bei mir zwar schon relativ spitz, es sollte sich aber ausgehen.
Es wurde 30 … gleich kommt er! 35, 40 … nichts tat sich. Auf einmal kommt eine SMS von Jan, die NSB melde, Zug wegen Technischem Defekt unbestimmt verspätet. Na denn, ich rechnete noch mit einem Auftauchen und bewegte mich nicht von der Stelle.
Dann die nächste SMS, Zug werde mit Ausfall gemeldet, Jan komme wieder zurück. Ich lief ebenfalls wieder zur Strasse hoch und nun hatten wir es eilig. Die Brücke war doch schon wieder weiter weg als vermutet und der IC drückte langsam aber sicher.
Wir erreichten die Brücke etwa 5min vor der errechneten Planzeit und stellten uns hin. Die Strasse da hin ist auch klasse, wir wählten die kurze Variante welche über eine holprige aber grosse „Naturstrasse“ führt ;) Und da lernte Jan unser Quitschmobil das Fliegen, natürlich nur über die zahlreich vorhandenen Schlaglöcher.
Kurz nach unserem Eintreffen und noch vor der errechneten Planzeit kam etwas was wir erst für eine Regina gehalten haben – Regina könnte sein, gefiel uns aber gar nicht.
Der Zug kurvte auf uns zu und schnell war klar, das ist keine Regina, das ist ein Panzerzug … ganz in grau, ein Flytoget?

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Ein Flytog als IC von Stockholm nach Oslo? Nicht wirklich, trotzdem kam er von Kongsvinger gen Oslo gefahren – bei Arnes.

Wir haben ihn geknipst und erstmal etwas perplex. Flughafen Zug im IC Verkehr nach Stockholm? Kann doch nicht, Ersatzzug? Innlandsverkehr? Konnten wir uns alles nicht vorstellen. Jan versuchte dann im NSB System heraus zu finden ob der IC Pünktlich sei oder nicht … aber dem System war der Zug nicht zu entlocken. Ist ja SJ und nicht NSB, das zeigt mal wieder wie wenig sich die NSB für den spärlichen Internationen Verkehr interessiert ;(
Jan wollte warten, ich glaube ehrlich gesagt nicht mehr an ein auftauchen des ICs und malte mir irgendwelche Geschichten aus warum da nun ein Flytog kam.
Der Wechsel an die Gardermonsbahn, die Flughafenstrecke, stand bei uns unmittelbar bevor, pünktlich für den roten aus Trondheim wollten wir da sein. Ich lief mal zum Wagen zurück um etwa 2 Uhr um zu gucken wie lange wir brauchen und wann der Zug genau da ist. Kaum den Fahrplan aufgeschlagen schreit Jan, der IC kommt. Ich sprintete zurück und es reichte gerade noch, für die blaue RC mit der fast blauen Garnitur, nur ein schwarzer Wagen (leider gerade hinter der Lok) macht die schöne Einheit mit rotem Bio kaputt.

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Rc 1383 mit dem IC von Stockholm nach Oslo erreicht kurz vor Arnes langsam den Dunstkreis der Norwegischen Hauptstadt.

Sehr zufrieden über den erwischten Flytog, der dann doch speziell war, fuhren wir in Richtung Flughafenbahn. Ein Flytog auf einer Eingleisigen Strecke mit Holzmasten und Bauernhöfen sammt Feldern im Hintergrund, ein gewisser Seltenheitswert dürfte dem Foto doch zugestanden werden.
An die Flughafenbahn wollte vor allem ich, wegen den Bm71, also den Flytog Kisten. Weil mir da bis dahin überhaupt noch Fotos fehlten. Der rote nach Trondheim war natürlich netter Nebenverkehr, genau so wie ein paar Unzüge.
Bei Jessenheim, kurz vor dem Flughafen, suchten wir uns eine Brücke und warteten mal auf den roten von Norden. Jan Parkte relativ weit weg auf der anderen Seite beim Eingang zur Baupiste der Neubaustrecke, eine Wegeinfahrt zu einem Bauernhof welcher näher lag wollten wir nicht nehmen, die Gefahr im Weg zu stehen war grösser.
So warteten wir, Flytog kam, Bm72 als S-Bahn nach Kongsberg und so … nur der rote wollte nicht so richtig zur Planzeit.
Das der rote gerne mal zu spät ist wissen wir ja, das er uns nicht mag ebenfalls, aber als nach 20min nichts geschah warf Jan mal wieder das Handy an.
Er lachte laut als er las … Zug, Ausfall. LOL, jetzt hatten wir aber wirklich alles, der rote mag uns nicht, definitiv nicht. Ich erinnere mal wie er uns das Leben schwer gemacht hat: Zu spät, deshalb im Schatten. Pünktlich, deshalb im Schatten, Ausfall (wäre Sonne) und Ersatzzug (Sonne). Ist schon verhext mit der Kiste.
Dann, wir wollten noch auf den Unzug warten, kam aus dem Hof raus ein Mähdrescher und Jan freute sich schon, siehste, hätten wir da geparkt müsste ich jetzt rennen. Jaja .. das Gefährt fuhr bei uns vorbei und bog in die Einfahrt zur alten Baupiste ein. MUHAR, er hielt an und der andere stieg aus und lief in unsere Richtung. Unmöglich, die Zufälle sind echt für nichts. Der Bauer kam und Jan fragte, ob er im Weg stehe … der Bauer meinte nur, wenn er wegfahren würde wäre gut, er müsste jetzt aber erst etwas beim Hof holen was er anscheinend vergessen hatte.
Jan wartete erst und wollte dann als der andere wieder in Sicht war Umparken. Trotzdem lief er irgendwann los. Er war noch nicht ganz beim Auto da kommt der Unzug, lol … schon wieder Zufälle. Heute wollte es nicht, zudem sich bei uns immer noch so ein blöder Schleier hielt.
Kurz bevor wir gehen wollten fuhr auf der alten Strecke welche in unserem Rücken die NBS Quert eine altrote Bm69 Garnitur vorbei, oha, das hätte man wissen sollen!

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Flytog und IC Verkehr bei Jessenheim. An dieser Stelle kreuzt die alte Strecke die Flughafenbahn.

Wir wechselten die Stelle eine Brücke weiter und schossen die im 20min Takt verkehrenden Bm71. Für eine Streiflichtaufnahme wollten wir einen mit Fernlicht, der also übers ganze Maul strahlt (um es mal vereinfacht zu sagen). Doch auch nach 3 Zügen kam kein solcher … *mmh*. Für die nächste S-Bahn auf der Altbaustrecke wechselten wir dann kurz die Strecke. Einen Neulackierten Bm69 hatten wir bei der hochfahrt zwar gesehen, trotzdem ballerten wir ihn bei der Ortseinfahrt von Jessenehim.

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Bm69 625 als Regio nach Sköjen bei Jessenheim. Obwohl auf der Altbaustrecke hat man da ein paar von den Designermasten gesetzt. Und so sieht man hier drei Mastsorten hintereinander ;)

Wir stellten uns dann noch mal kurz an die Brücke für den nächsten Flytog, aber auch der kam wieder ohne Fernlicht.

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Flugzüge vor Jessenheim, für die Streiflichtaufnahmen haben wir uns einen Zug mit Fernlicht gewünscht, was leider nicht in Erfüllung ging.

Dann fuhren wir etwas weiter Südlich bis Klöfta, da kannte Jan wieder eine nach seiner Aussage nette Brücke. Sie war es auch, und für Bm71 und einen Unzug war es gerade recht.
Der Schleier war zu dem Zeitpunkt fast komplett weg und die Sonne strahlte so stark wie wir es uns gewohnt waren aus den letzten zwei Wochen.

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Die Sonne war schon recht tief als wir bei Klöfta noch zwei Stellen ausprobierten.

Da uns der Altlackierte Bm69 nicht aus dem Kopf gehen wollte stellten wir uns ganz am Schluss wieder bei Jessenheim noch einmal für die S-Bahn. Wir wussten nicht ob er wieder kommt, hofften aber etwas darauf, weil so nach dem Fahrplan hätte es sein können.
Und im besten Abendlicht kam er, kurz bevor ein weit entferntes Wolkenfeld die Sonne schluckte.

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Das letzte Foto von dem Urlaub, Bm69 im alten Lack als S-Bahn nach Oslo bei Jessenheim.

Das war das letzte Foto … ich packte zusammen und wir fuhren zum Flughafen. 18:35 waren wir da, Einchecken konnte ich bis 55, so blieb also genug Zeit.
Ich verabschiedete mich von Jan und liess das Quitschauto und ihn zurück. Er darf noch eine Nacht länger in Norwegen bleiben ehe er dann am Sonntag zurück fliegt.
Im Flughafen kramte ich mein E-Ticket hervor und lief selbstsicher zu einem Check-In Automaten. Dings .. hier, Deutsch … E-Ticket. Der Automat wollte aber den Code nicht Lesen. So ging ich halt das Personal am Swiss Check-In etwas belasten und gab da meinen Koffer auf.
Der Flughafen war ganz gut gefüllt, zwei Langstreckenflüge nach Djerba und Islamabad waren auf der Tafel und sollten wohl voll werden. Viele Reisenden mit den ganzen Familien waren herum und alle mussten sie durch die Sicherheitskontrolle. Etwas sehr Personaloptimiert war nur ein einziger Durchgang geöffnet, was dementsprechend lange gedauert hat, etwa 15min stand ich in der Schlange. Immer wieder kamen welche angerannt und quetschten sich an der Kolonne vorbei. Der Flug nach Djerba war ready to boarding und alle die zu knapp Kalkuliert hatten, hatten nun ein Problem. Dementsprechend lange war auch die Durchsage mit Namen von Leuten, welche sich unverzüglich zum Gate begeben sollen!
Ich kam dran und schon wieder wurde ich Opfer von den optimierten Arbeitsabläufen der Norweger ;) Die Behälter für die Scan Maschine sind ja ganz schön klein, in Zürich konnte ich Kameratasche, Jacke und den ganzen anderen Krempel auf ein solches Ding stecken, hier brauchte ich deren 3. Laptop, Kameratasche, die gerade so passte, und Jacke mit Rest. Meine gemütliche und entspannte Art bei solchen Dingen wurde von den hinter mir stehenden Leuten nicht gerade goutiert und man machte etwas druck von hinten, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber schneller ging’s deswegen sowieso nicht … weil meine Kameratasche war einige Zeit im Scanner ehe man sie als sicher befunden hat und sie auf mich zugerollt kam. Gleiche Prozedur wie vorhin beim ausräumen der Kisten und wieder meinten einige den Flieger wegen meiner Gemütlichkeit knapp zu verpassen. Wobei es für die nach Djerba eh zu spät war. So sah es mindestens aus, den ein Pärchen welches mich kurz vor der Kontrolle überholte und dann zum Gate rannte kam mit hängenden Köpfen und wild Gestikulierend wieder zurück *hmmmh* ;)
Das mein Flieger nach Zürich so leer werden würde wie beim Hinflug hoffte ich zwar, konnte ich aber ausschliessen, dafür waren zu viele Leute rum die Schweizerdeutsch miteinander sprachen.
Am Gate setzte ich mich dann hin und hörte etwas die Musik vom Urlaub mit meinem Kopfhörer. Der Swiss Flieger, eine A319, kam derweil ans Gate gerollt und Menschenmassen strömten heraus, deutlich mehr als die bei mir damals ;)
Der Junge am Gate schien etwas Mühe mit der Durchsagemaschine zu haben, jedes mal wenn er etwas durchsagen wollte brauchte er mehrere Versuche. Beim Versuch den Flug aufzurufen scheiterte es dann, sein Kollege von BA kam dann aber und übernahm kurzerhand den Aufruf, ohne Probleme.
Ich stellte mich hin und es waren ganz schön viele Leute, aber ich hatte ja meinen Platz, 34F, zweitletzte Reihe aber mit Fenster .. ist schon gemütlicher so als bei Easyjet wo man immer ums Fenster bangen muss.
Ich setzte mich in die Reihe und stellte mich auf Nachbarn ein, doch der Zufall wollte es so, dass im nahezu 100% ausgelasteten Flieger genau die zwei Plätze neben mir frei blieben. Andere freie Plätze habe ich nur einen gesehen .. und das obwohl ich so spät Einegeckt habe? Mir solls recht sein!
Ich fürchtete aber um meine Ruhe, den hinter mir Sass eine überbesorgte Mutter mit ihrem Neugeborenen, sie hielt es jedem unter die Nase und meinte so eine Sonderbehandlung zu erhalten … bekam sie meist auch ;) Aber meine Ängste bewahrheiteten sich nicht, im Gegenteil!
Als der Flieger voll war ging es langsam los, wir rollten in der Dämmerung auf die Piste und ich sah noch wie sich die Leute in den Flieger nach Islamabad quetschten während des Manövers.
Nach dem einschwenken auf die Piste drückten die Piloten ohne anzuhalten die Hebel nach vorne und es ging los. Netterweise hat man das Licht in der Kabine komplett ausgemacht in der Startphase.
Da ich artig meine Musik aus den Ohren und den Player ausgemacht habe lauschte ich nun der jungen Mutter wie sie ihrem Kind auf dem Schoss ein Lied sang … sie konnte es nicht schlecht und es war eine herrliche Stimmung, draussen wurden die Häuser kleiner und der rot gefärbte Himmel wurde immer mehr.
Auf der Reiseflughöhe angekommen steckte ich wieder meine Musik ins Ohr und sah schon mein Abendessen gefährdet, bei dieser Auslastung werden kaum doppelte Portionen verteilt. War dann auch so, ich konnte beim belegten Brötchen nicht mal mehr den Belag wünschen, war mir aber Egal.
Im gedämpften Kabinenlicht sah man gut raus und wenige Minuten nach dem Start zog Oslo unter uns vorbei … bald schon erreichten wir das offene Meer. Bis wir wieder Festland erreichten wurde war es aber komplett dunkel und erst über Deutschland wurde es wieder heller. Ort um Ort reihte sich aneinander.
30min vor der Landung sah ich rechts unter uns Frankfurt, kurz dahinter Darmstadt und dann Mannheim, eine kette von weissen und roten Lichtern markierten klar die Autobahn welche wie zwei Linien Südlich aus Frankfurt heraus führte ….
Die Landung in Zürich erfolgte fast 10min zu früh, praktische Informationen auf dem Display zeigten z.B das Gepäckband an und Anschlussflüge. Johannesburg, Bangkok, Seoul, Hong Kong, und die Leute diskutierten darüber was ich auch dachte, wohin würde ich jetzt am liebsten fliegen? Weniger Exotische Ziele gab es auch noch, Basel, Genf, Frankfurt … ;)
Der Flieger leerte sich langsam nach dem Andocken während ich noch auf meinem Platz wartete um nicht im Gedränge raus gehen zu müssen. Am Gepäckband war ich dann doch einer der ersten der verschwand, mein Koffer kam schnell und ich stand am richtigen Ort.
Neben unserem Flieger aus Oslo war auch ein Flieger von Palma auf dem Gepäckband, alleine schon in der Kleidung war auf den ersten Blick klar, da die Temperaturen an den Abgangsorten jeweils recht unterschiedlich sein mussten.
Auch Zürich bringt es also fertig bei freien Gepäckbändern zwei Flüge aufs gleiche zu legen. Die Sommerlich angezogenen Urlauber, alle sehr gut gelaunt waren ein krasser Gegensatz zur Oslo Fraktion … ;)
Als ich raus war gings mit dem IC zum Hauptbahnhof in Zürich wo ich routiniert gerade so die S-Bahn nach Hause verpasste – rennen mit dem Koffer mochte ich nicht. So setzte ich mich in die Bummel S14 um so nach Wetzikon zu kommen – noch immer mit der Urlaubsmusik im Ohr .. Rob Dougan, The Alan Parson Project, Katie Melua und wie sie alle heissen ….
Die Schattenseiten der Zivilisation, im Sinne von – „in der Norwegischen Einsamkeit ist alles etwas gemütlicher“, lernte ich auch wieder kennen. Gelangweilte Minderjährige die am Samstag Abend nichts besseres zu tun hatten als am Bahnhof und in der S-Bahn krach zu machen. Die Zugbegleiter der S-Bahn hielten sich gewohnt im Hintergrund und tauchten erst nach Oerlikon auf als die Gruppe ausgestiegen war.
Vorbei, um 22:45 erreichte ich die Heimat und meine erste Amtshandlung nach dem Abstellen de Koffer, Bier aus dem Kühlschrank ;)




Jetzt der Teil von Jan, Text und Bild. Er hängt sich rein als er mich beim Flughafen abgeladen hat.

Nun brachte ich Nil zum Flughafen, wo wir uns nach einer wirklich fotografisch erfolgreichen zweiwöchigen Tour trennten. Ich selbst fuhr nun allein mit dem Quietschimobil (heute Vormittags war es still, am Nachmittag gab es zeitweise wieder lautes Gequietsche) erst nach Jessheim rein, um im Supermarkt noch Essbares aufzutreiben, denn wir hatten den ganzen Tag nichts gehabt. Dann gab es eine recht entspannende Fahrt auf der E6 durch die Dämmerung nordwärts. Gegen 19.40 traf ich am Campingplatz zu Tangen wieder ein. Hier gab es erstmal die restlichen Nudeln und Pastasoße mit frisch erworbenem Hackfleisch (das hat gemundet!), dann einen Verdauungsspaziergang an den See.

Sonntag, 27.09.2009: Tangen - Hamburg

Morgens habe ich alles ganz ruhig angehen lassen. Um 6.30 erhob die Littig wieder ihre Stimme aus dem Handy und sang mich sanft aus dem Schlaf. Dann schön gefrühstückt, alles zusammen gesammelt, Geschirr gespühlt, die Hütte ausgefegt und den Müll weggebracht. Natürlich fand alles vor den wachsamen Augen von Kiekut statt, wo man bereits wach war. Kiekut ist eine kleine Anhöhe auf dem Platz, auf der vier Camper mitsamt großen Vorzelten und gepflegten Terrassen standen. Die ganze Anhöhe war mit einem Gartenzaun versehen und die Bewohner machten den Eindruck, dass sie bis an ihr Lebensende den Urlaub in Tangen verbringen würden. Zur Zeit war man dabei, irgendwas zurecht zu zimmern, das sah nach etwas Dauerhaftem aus.

Die E6 war schön leer und zügig quietschte ich mit Abfahrt um 8.08 Uhr zum Flughafen, wo ich gegen 9 ankam. Unterwegs kamen mir mindestens sechs Busse mit Aufschrift "Buss for Tog" entgegen. Das war wohl der Blaue nach Trondheim. Keine Ahnung, was da oben los war... (Nachtrag: Bauarbeiten, hätte man wissen können...). Auf der Fahrt konnte ich über das Quietschen lachen, das Auto würde für mich in Kürze Geschichte sein. Bei der Schlüsselrückgabe habe ich allerdings drauf hingewiesen, wobei mir weder in englisch noch in norwegisch das Wort für "quietschen" einfiel. Ich hoffe, sie hat es trotzdem verstanden und ich hoffe, dass es dann auch wirklich qietscht, wenn sie es testen. Mein Flug ging erst um 13.30, doch Sonne schien eher nicht, so dass es ganz vernünftig war, für das Auto nicht für die paar Stunden noch einen Tag zu bezahlen. Ich hatte ja noch meine NSB-Fahrkarte und stieg einfach mal in die S-Bahn in die Stadt.

Lt 513 Gardermoen 08.38 > Oslo S 10.15

Der Zug war ein Bm72. Der Schaffner fragte mich bei Betrachtung meiner Fahrkarte, was ich denn bei der Bahn machen würde und so entstand ein längeres Gespräch über die Unterschiede zwischen NSB und DB. Er wollte wissen, ob es bei uns auch noch örtlich besetzte Stellwerke gäbe. Lustig... So bin ich denn jetzt mal die alte Strecke nach Lillestøm gefahren. Unsere gestrige Motivsuche wurde bestätigt, die Strecke ist durchgehend eingebuscht, mehr als die gestrigen Motive dürften kaum zu finden sein.Der Bahnhof Frogner hatte allerdings auch noch Holzbahnsteige, wenn auch etwas neuere, die z.T. auf Rollstuhleinstiegshöhe gebracht waren.

Interessant ist ja die Linienführung zwischen alter und neuer Strecke. Vom Flughafen auf der neuen Strecke kommend, wird in Kløfta ohne Kreuzung des Gegengleises der neuen Bahn auf die alte Piste gewechselt. In der Gegenrichtung erfolgt der Wechsel von alter auf neue Strecke nicht in Kløfta, sondern in Langeland. Dort verläuft die alte Strecke nämlich auf der anderen Seite der neuen, so dass wiederum das Gegengleis nicht gekreuzt werden muss. Dumm nur, dass die Kreuzung der Eidsvoller S-Bahnlinie beider Richtungen im Bahnhof Kløfta stattfindet, so dass sich doch ein mehrminütiger Kreuzungsaufenthalt in beiden Richtungen ergibt. Besser wäre die Kreuzung zwischen Kløfta und Langeland aufgehoben...

In Lillestrøm dachte ich schon, dass wir über den Berg nach Oslo fahren, denn wir ließen den Tunneleingang zum Romeriksporten rechts von uns liegen. Doch ein Stück weiter gab es noch einen Hintereingang... Wobei die Fahrt über den Berg sicher interessanter wäre.

In Oslo habe ich nur etwas am Bahnhof rumgeschaut. Dadurch, dass man gar nicht mehr mit der Bahn an- und herumreist, bin ich dort schon länger nicht mehr gewesen. Viele S-Bahnen wurden aus Bm69 gebildet. Die gestern gesichtete altrote Garnitur war auch dabei. Selbst auf der Linie Kongsberg - Eidsvoll war ein 69er unterwegs, dafür nach Årnes ein 72er. Vielleicht war bei einer der zahlreichen Betriebsstörungen was durchgetauscht worden...

http://www.blockstelle.de/n26/090927-03.jpg
Ein S-Bahnzug nach Skøyen in Oslo S.

Lt 514 Oslo S 11.21 > Gardermoen 12.00

Zurück im Flughafen konnte ich ohne einen einzigen Piep durch die Schleuse, vor der eine lange, aber auch schnelle Schlange stand. Nichtmal meine Kameraausrüstung erregte Aufsehen bei der Durchleuchtung. Und so sitze ich jetzt bei einem Cappuccino aus dem Pappbecher am Gate und warte auf Einlass.

LH 3153 Oslo 13.30 > Hamburg 14.55 -10

Der kleine Flieger war ganz schön voll. Aber das machte nichts, ich genoss einfach den Ausblick. Unten konnte ich Kløfta mit seinem Bahnhof sehen (war gerade keine S-Bahn-Kreuzung), dann glänzte der seenartige Flusslauf der Glomma in der Sonne, bevor die schwedische Schärenküste in Sicht kam. Dann lag geradewegs unter uns die Insel Læsø mit ihren Heideflächen. Nach einem Nickerchen gab es unten die Holtenauer Hochbrücken, dann ganz viel Landschaft (meine Güte, liegt Hamburg einsam...) und irgendwann ging es schon im Tiefflug über lärmgeplagte Eigenheime, bevor der Vogel sicher im sonnigen Hamburg landete. Im Flieger gab es übrigens kein Warmwasser, also keinen Kaffee usw. Nicht, dass es mich gestört hätte, aber es soll nicht unerwähnt bleiben, dass dies nicht nur in den Zügen der DB, sondern auch mal bei der Lufthansa passieren kann.

Nachdem ich zwei Bus-Knipser an der Harburger Busplatte beobachten konnte, traf ich um kurz nach 16 Uhr zuhause ein. Und während die Waschmaschine läuft, Bilder auf den heimischen Rechner importiert werden und die gute Aldi-Hühnerfrikassee vor sich hin kocht, ist Zeit für die Schlussworte dieses Berichtes.

Eine durch und durch eindrucksvolle und ertragreiche Tour liegt hinter uns. Diese vier vollkommen sonnigen Tage (mit Ankündigung!) an der Bergenbahn waren der Hammer. So konnte man sich ohne Wettersorgen im Gebirge herumtreiben - gerade in Hallingskeid wäre ein Wetterabsturz aufgrund eingeschränkter Rückfahrmöglichkeiten nicht so schick gewesen. Aber auch beim wechselhaften Wetter an der Dovrebahn hatten wir unsere reellen Chancen und es kam einiges zustande. Und dass noch genug Motive offen bleiben, ist ja gut. So hat man was fürs nächste Mal. Die Tour war die gewünschte Mischung aus Fotografie und Entspannung - was wollten wir mehr. Und die Jahreszeit war ideal. Noch gab es die Sommersaison-Züge, aber die Unterkünfte waren leer und die Wohnmobile weitestgehend von den Straßen verschwunden. Und den Herbst haben wir wohl in allen Stadien mitgenommen, auch das war (endlich mal, nach vielen Anläufen) eine tolle neue Erfahrung für mich.

Zuletzt Dank an Nil fürs Mitmachen. Ich glaube, wir haben uns gut ergänzt. Es ist ja immer gut, wenn die Impulse und Ideen von beiden Seiten ausgehen. Und das war definitiv so. Tja - und das war's nun. Das Essen ist nämlich gleich fertig :-)




Das wars dann wirklich.
Auch ich möchte auf diesem Weg dir, Jan, danken .. klasse Urlaub war es.

Mit einem letzten Herbstlichen Bild möchte ich für die Aufmerksamkeit Danken …

http://bahnpics.com/nil/Urlaub%2009%20Herbst/09.09.25%20Transfer/DSC_5166k%20copy.jpg

En Gruess
Nil

Ps. Aaah, was ich noch anhängen kann, das Sonnenbild vom See, der Aufmerksame Leser wird wissen wo und wann es entstanden ist.

http://bahnpics.com/nil/Urlaub%2009%20Herbst/09.09.24%20Dombas/DSC_5061k%20copy.jpg

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...

Danke für die super Serie! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 03.11.09 09:03

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
https://raildata.info/raildatabanner1.jpg

Re: Danke für die super Serie! :-)

geschrieben von: Steven

Datum: 03.11.09 14:34

Danke für die Bilder und die Reportagen. Es macht Lust die Fotos an zu schauen und die Texte zu lesen und gleichzeitig über eine nächste Norwegenreise nach zu denken.

Mfg aus Belgien,
Steven

Reisebericht – Ausklang im Süden

geschrieben von: Pischek Wolfgang

Datum: 03.11.09 16:58

Hej Jan, hej Nil,


ich habe Eueren gemeinsamen Reisebericht über die Norwegen-Herbsttour von der ersten bis zur zur

letzten Zeile (und vom ersten bis zum letzten Bild) einfach nur genossen. Eine solch beeindruckende

Sammlung an erstklassigen Aufnahmen in so kurzer Zeit eingefangen zu haben - da könnt Ihre Euch echt

etwas darauf einbilden! Jedenfalls ist wieder einmal festzustellen, daß Norwegen ein Thema ist, mit

dem man in fotografischer Hinsicht wohl nie fertig werden wird.


Ha det bra!

e-lok-woife

Klasse!

geschrieben von: Heidebahnfan

Datum: 03.11.09 21:27

Moin ihr Beiden,

auch von mir einfach mal ein dickes Lob für die tolle Serie!

Besonders gefallen hat mir, neben den Bildern, vor Allem die ausführliche Berichterstattung, sowas liest man doch immer gerne! Viel schöner, als wenn man einfach einige Bilder zeigt mit einigen wenigen Worten dazu!

Es hat mir auf jeden Fall Spaß gemacht die Berichte zu lesen und mir die Bilder anzuschauen!

Gruß Sven

Re: Takk!

geschrieben von: tokkyuu

Datum: 04.11.09 18:10

Super Bericht, vielen Dank! Jetzt kenne ich Norwegen ein wenig...
Hallo!

Also erstmal vielen Dank an Euch für diesen wunderbaren Reisebericht! Die Bilder wie die Beschreibung sind erstklassig! Leider erst einmal habe ich Bergenbahn wie Dovrebahn bereist (2004) und bin auch nicht zu Streckenfotos gekommen. Aber selbst der Blick aus dem Zug war beeindruckend. Eure Bilder haben mich umgehauen, sensationelle Aufnahmen sind Euch da gelungen! Eine Frage zum eingesetzten Wagenmaterial: Bei den Bm69 gibt es Fahrzeuge mit einer bzw. zwei Türen pro Wagenseite, gibt es da einen tieferen Grund? In diesem Beitrag habt ihr in Bild 7 eine Einheit aus drei Wagen, ein Wagen mit 2, zwei Wagen mit einer Tür. In Bild 1 eine Dreier-Garnitur mit jeweils zwei Türen pro Wagen, hat das einen tieferen Sinn? Hab das auf Euren Bildern zum ersten Mal gesehen, wundere mich daher.
Besonders beeindruckend fand ich Teil 5, bei dem auch mehrere Fotos ohne Bahn, aber mit viel Landschaft zu sehen waren. Das gibt auch ein gutes Bild des Landes ohne direkten Fokus auf die Eisenbahn, sehr schön! Na eigentlich ist bei allen Bildern viel Landschaft mit bei um einen ordentlichen Eindruck zu bekommen. Das macht Lust wieder selbst in den Norden zu fahren (das machen eigentlich alle Teile!). Nochmal vielen Dank Euch beiden für die viele Schreibarbeit! Es hat sich gelohnt! ;-)

Viele Grüße aus Sachsen

Falko



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:11:08:02:07:31.

Bm69

geschrieben von: Jan vdBk

Datum: 08.11.09 10:07

Hallo Falko,

freut mich, dass Dir der Bericht Appetit gemacht hat. So soll es sein :-)

Zu den Bm69: Es dürfte kaum eine Baureihe mit so vielen Unterbauarten geben (mittlerweile ist man bei 69A-69E und 69G angekommen). Gelegentlich kam es auch schon zu Wagentauschen, so dass das Bild noch bunter wurde. Und die Unterbauart 69B gibt es sowohl zwei- als auch dreiteilig. Die 69A-C und 69D-G unterscheiden sich ja auch sehr prägnant durch unterschiedliche Fronten (was bei der neuen Lackierung aber nicht mehr ganz so stark auffällt).

Eine gute Übersicht findest Du übrigens bei Wikipedia:
[de.wikipedia.org]

Folgende Anmerkungen hätte ich allerdings zu dem Artikel:
- Dass sich Bm69 und 70 miteinander kuppeln lassen, habe ich noch nie gesehen, auch auf Fotos nicht.
- Dass die B-Reihe nur über eine je Tür pro Wagen verfügt, trifft nur auf Mittel- und Steuerwagen zu, die Motorwagen habe ich immer nur mit zwei Türen gesehen.

Bilder von jedem einzelnen Bm69 findest Du hier:
[www.jernbane.net]

Viele Grüße,
Jan

Vielen Dank!

geschrieben von: Falko

Datum: 13.11.09 00:30

Hallo Jan,

vielen Dank für die Erklärung!

Viele Grüße

Falko