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Hallo Welt,

nächster Teil auf dem Dovrefjell. Bei teilweise sehr wechselhaftem Wetter … aber es ging ganz gut.
Und sorry für die Verspätung, die Zeit musste sein ;)

Teil 1: [www.drehscheibe-foren.de]
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Dienstag, 22.09.09, Dombås – Dombås

Es gibt Tage, da wäre man besser nicht aufgestanden! Es gibt Tage, da lohnt es sich richtig aufzustehen, und es gibt ganz normale Tage, mal klappts und mal klappts nicht. Und genau so ein Tag war heute. Wir erlebten einige Hochs und Tiefs, viel klappte, aber entscheidendes auch nicht, wie immer halt.
Jan wollte morgens um 8 Uhr mal rausgucken nach dem Frühstück und mir dann Bescheid geben was zu tun ist, weiterschlafen oder nicht. Er kam um 4tel nach 8 rein und meinte, dass nach einem starken Regenschauer nun etwas blau zu sehen wäre, dass „wir“ also gleich los wollen. Als ich dann fertig war mit aufstehen, lange dauerts ja nicht, war das blau aber schon arg dezimiert auf eine kleine Fläche.
Trotzdem fuhren wir mal los und bogen gleich mal ab zum Bahnhof von Dombås, CargoLink gucken. Der Lokführer der Lok war gerade am Einstecker der Lok als wir hoch kamen. Wieder fuhr er also heute, Zeitlich könnte es auch wieder mehr oder weniger im Plan gewesen sein ... vielleicht. Sonst war nix da, die Di8 natürlich nicht, nur eine El14 hinten abgestellt für den Åndalsneser Zug.
Da das Fjell zur Zeit die oberste Priorität hat und man das Wetter da oben immer so furchtbar schlecht einschätzen kann vom Ort aus fuhren wir halt mal hoch um die Lage zu peilen.
Bei Fokstua angekommen war wirklich ein grösseres Loch zu sehen, also warteten wir mal bei den Häusgen am rechten Strassenrand und wollten gucken was passiert. Der CargoLink Zug runter hätte eigentlich schon durch sein sollen, da bei der Einfahrt von Dombås aber noch Baugerödel im Weg stand liess mich hoffen, dass er noch kommt.
Als alles blau dann aber weg war, meinten wir zumindest, fuhren wir los mit dem Ziel Hjerkinn, denn auch da hinten kann das Wetter wieder ganz anders sein als auf der Dombåsseite des Fjells. Weit kamen wir aber nicht, noch vor dem grossen See machten wir den CargoLink Zug aus wie er gen Dombås fuhr.
Da Chance auf Sonne bestand um Fokstua herum, wie auch immer es nun wieder aufgerissen hatte, drehten wir fix und fuhren dem Zug vorweg. Auf einem Parkplatz an der Hauptstrasse stoppten wir und rannten raus um irgendwie an den Bäumen vorbei auf die Gleise zu sehen. Es war voll Licht ... und der Zug durchfuhr gerade den Bahnhof. Und es blieb voll Licht, und der Zug kam, herrlich angestrahlt im allerbesten Licht vor einer wirklich pechschwarzen Wolkenwand im spotlight! 10 Sec. Nach der Durchfahrt war dann dunkel, und wir waren froh nicht an die Stelle bei den Häusern gefahren zu sein, da war nämlich bei der durchfahrt schon Schatten WOW, dass war ein Bild!

http://bahnpics.com/nil/Urlaub%2009%20Herbst/09.09.22%20Dombas/DSC_4733k%20copy.jpg

Hecotrrail 241 mit dem CargoLink Autozug nach Drammen durchquert die Fokstumyra vor pechschwarzen Wolken.

CargoLink mag uns, zwei mal kam er jetzt nicht ganz im Plan und zwei mal gelang um wenige Sekunden ein Sonnenbild.
Für das folgende, erstmal ein Güterzug ebenfalls nach Süden, wollten wir die Taktik gleich beibehalten, da der Deutsche nicht alleine war konnte auch von einem gewissen Erfolg ausgegangen werden (wer den Wink mit dem Zaunpfal nicht erkennt ist selber Schuld, aber denkt mal nicht zu weit) ;)). So fuhren wir vorbei an Hjerkinn in den Schatten hinein, zwischen See und dem Bahnhof, an dem unfotogenen Abschnitt wo die Bahn immer im Wald am Hang verläuft war voll Sonne zu der Zeit, ab dem Bahnhof aber dann nicht mehr. Trotzdem stellten wir uns mal an den Abschnitt wo die Bahn parallel zur E6 verläuft und warteten auf den Zug, Planzeit war ja schon.
Und mit ein gaanz klein wenig Plus kam er dann mit der El14 die Steigung hoch gekrochen. Wir, wieder fix gewendet, fuhren voraus und bauten unseren Vorsprung dank guter Strassenlage und geringem Schleicheraufkommen noch ein wenig aus. Bahnhof Hjerkinn, Möglichkeit 1, war noch immer im Schatten, weiter hinten der Waldabschnitt aber noch in voll Sonne, also weiter. Der See ginge ebenfalls, dieser war aber wieder im Schatten wie man gut von der Strasse aus erkannte. Also, da muss eine Stelle her wo es eigentlich nichts gibt, oder doch? Das Navi kannte einen Weg der über die Bahn geht, ob es stimmt? Dazu zu sagen ist, das Navi kennt irgendwie jeden kleinen Feldweg in Norwegen, was sehr praktisch ist. Unser Weg führte in der Tat zu einem BÜ im Wald welcher gar nicht so Unfotogen war. Der Zug kam schon und ich stand noch etwas nach hinten während Jan auf dem Weg blieb. Ein kleiner Wolkenfetzen kam punktgenau zum Zug, bei Jan war es ein Totalschaden, bei mir welcher nur 20m dahinter stand zum Glück weniger.

http://bahnpics.com/nil/Urlaub%2009%20Herbst/09.09.22%20Dombas/DSC_4736k%20copy.jpg

El 14 2176 mit einem Güterzug von Trondheim nach Oslo kurz vor Vålåsjø auf dem Dovrefjell.

Die Ausbeute von dem Vormittag, 2 Züge, 1 ½ Bilder, eigentlich war ich damit auch recht zufrieden.
Da sich die Taktik bewährt hat, dafür dass es keine Stelle gibt können wir ja schliesslich nichts, gingen wir gleich wieder dazu über und fuhren für den kommenden roten nach Süden wieder an Hjerkinn vorbei in Richtung Trondheim. Etwas weiter unten bei Kongsvoll stellten wir unser Auto wieder hin und wollten da auf die Planzeit warten. Chance auf Sonne war zwar da, aber verschwinden klein, aber wir waren guter Dinge und warteten. Etwas Belustigung bekamen wir durch eine Gruppe Schüler welche aus einem Car aussteigen und zur Fjelltour aufbrechen musste. So richtig begeistert sahen die nicht aus ;)
Kurz vor der Planzeit dann, es war gerade sehr dunkel, fuhren wir los um ihn sicher noch zu kriegen, im Gegenteil zum Güterzug dürfte die El18 mit den 6 B7 Wagen nicht so die Mühe haben die Steigung hoch zu kommen. Vorbei an Hjerkinn, der Bahnhof war noch immer dunkel, fuhren wir wieder in das Sonnenloch von der blöden Ebene hinein, diesmal war es aber massiv grösser und wir waren am überlegen ob wir den See wagen oder an unseren BÜ fahren sollen. BÜ ist zwar nett aber doch nur im Wald, der See bietet da etwas mehr als nur Lok und Baum, so entschieden wir uns für den See obwohl der See gerade so am Rand des Wolkenlochs war.
Am Parkplatz stellten wir uns hin und mussten nach 2min feststellen, dass das Loch nicht Stationär war sondern sich sehr schnell in die falsche Richtung bewegte. Das Resultat war der erste Wolkenschaden auch bei mir, die El18 kam in der totalen Dunkelheit, gerade zwischen zwei Wolkenlöchern. Mhh, der rote mag uns soviel nicht, wie uns Cargo Link mag, der kommt immer knapp nur im Schatten.

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Der rote (Rt42) von Trondheim nach Oslo hinter dem Vålåsjøen zwischen Hjerkinn und Fokstua - nur knapp an der Sonne vorbei.

Nun hatten wir ein kleines Verkehrsproblem, keinverkehr stand an, für über 2h sollte sich keni Rad bewegen auf der Schiene und wir mussten das überbrücken. Hmmm, da die Wolkenlöcher sich zu schiessen schienen fuhren wir mal dem roten hinterher nach Dombås, um da vielleicht noch etwas zu reissen. Wetter unterwegs war unter aller Kanone, bei Fokstua kamen wir in einen kräftigen Regenschauer hinein wie wir ihn diesen Urlaub noch nie erlebt haben. Jan witzelte noch, nach dem Regen kommt die Sonne, jaja, dachte ich nur ;) In Dombås sah man dann aber wirklich blau, wenn auch nur ein gaaaanz klein wenig, trotzdem sollte er natürlich recht behalten.
Um mal abzuwarten was geschieht und um etwas Zeit tot zu schlagen blieben wir aber gleich im Dombås und statteten nach dem Tanken der Cafeteria einen kleinen Besuch ab. Jan gönnte sich ein Römegröt (eine etwas eigenartige schleimige Masse die widerlich schmeckt – er und in etwa alle Norwegen sind da anderer Meinung ;)) und ich mir Pommes mit Pölser. Wobei ich Pöler mit Bröd erwartet hab, es aber nur eine Wurscht gab. Erinnert mich an ein Erlebnis an einer Finnischen Autobahnrastsätte wo wir auch nur eine Wurst anstatt einen ganzen HotDog gekauft haben :D
Nach dem Kaffe, welcher da im Preis immer dabei ist, sah es draussen schon viel besser aus, ein riesiges blaues Loch, eher eine blaue Fläche, machte sich von Åndalsnes her auf unsere Gegend zu erobern, ein guter Plan den wir mit unseren Gedanken unterstützten ;)
Wetter, es blieb natürlich das Thema Nr1, haben wir uns im Internet noch kurz angeschaut, für Dombås hat da diese Lügiseite „yr.no“ nur schlechtes Wetter. Meteoblue war schon etwas optimistischer und sagte für die nächsten Tage viel Sonne voraus, wobei er dann dafür für Hjerkinn sogar Schnee hat. Wie immer hier oben, die wissen es auch nicht, aber Grundsätzlich wird es wohl so bleiben wie bisher, sehr wechselhaft und unberechenbar.
Das blaue Loch nutzten wir für den ersten Signatur aus Oslo welcher um kurz nach 12 da in Dombås ist. Mit Tele wollte ich den im Felsentor vor Dombås erlegen, Sonne war prächtig, die Herbstfärbung auch und dann kommt da wieder so eine blaue Kiste die sich so überhaupt nicht abhebt vom Hintergrund. Was müssen wir den tun das da mal etwas rotes kommt wenn wir es brauchen? Seit Beginn an des Urlaubs werden wir nur Verarscht ... vielleicht müsste man mal zurück @#$%&? Wie wir das anstellen wollen sind wir noch am überlegen ;))

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Rt41 wird immer mit Bm73 gefahren, in diesem Fall mit einer blauen Einheit. Hier fährt der Zug durch den kleinen Felstunnel bei Hjelle kurz vor Dombås.

Wir hatten es dann sehr eilig, der Zug war mit paar Minuten Verspätung um 10 nach 12 bei uns durch und um 15 fährt der Anschluss Talent nach Åndalsnes, den wollten wir an der Jorabru gleich ausserhalb von Dombås schiessen. Unmögliche Schleicher die bis zum Schluss im Industriegebiet vor uns waren kreuzten den Plan aber und der Talent fuhr vor unserer Nase über die Brücke. Hat uns aber nicht gestört, war eh kein Licht. Zwischenbilanz Sonnen : Mistbilder aktuell = 2 ½ : 2 ½ , ausgeglichen, es blieb spannend!
Nächster Punkt waren dann die Güterzüge, einmal El14 mit Kisten und einmal den Wöchentlichen TGAB, auf den wir am Sonntag vergebens gewartet haben. Beide schön im Licht und beide wollten wir da bei Hjerkinn irgendwo in der schönsten Herbstfärbung erlegen. Wir fuhren rüber und das blaue Loch da hinten war so gross, da konnte man gar kein Ende sehen, aber es war zu klein das wir den Signatur welchen wir zwischenzeitlich ungewollt wieder eingeholt haben noch in der Sonnen hätten schiessen können.
An der E6 stellten wir uns dann hin und warteten am Rande der Wolkenfront auf den CargoNet Zug. Der Wind war grausig und pfiff mit einer für einen Flachlandschweizer starken Geschwindigkeit an unseren Ohren vorbei ins Tal hinein. Aber wir standen immer in der Sonne eigentlich, obwohl die Wolken schnell auf die Sonne zu zogen, wir hatten also mal wieder Glück, für einmal.
Wie wir so warteten verging die errechnete Planzeit ohne Zug vorbei, die Signaturverspätung musste dem Güterzug ebenfalls geschadet haben .. und gerade als wir im Schatten standen kam der Zug hinten ums Eck. Dank schnellen Winden waren wir und die ganze Strecke aber genug schnell wieder in der Sonne, ein Punkt geht also wieder auf das Konto der Sonne.

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El14 2178 mit einem gute beladenen Containerzug nach Süden am Fjelleingang bei Svånå.

Dann, TGAB Zug, ein Projekt welches ich bisher immer (also einmal) gewonnen habe, Jan anscheinend weniger. Er sollte so in 30min Drivstua durchfahren, genug Zeit für uns da runter zu fahren, das blaue Loch war gross genug. Kurz nach Kongsvoll wurden wir aber unsicher, wenn er zu früh war gab ich ihm maximal 20min Verfrühung bei den Kreuzungen mit dem Signatur. In dem Falle müssten wir ihm in der Steigung entgegen kommen, da man aber im Tal nie 100% ausschiessen kann das man den Zug nicht sieht war uns das ein etwas zu heisses Unterfangen. Wir wendeten und stellten uns beim Bahnhof von Kongsvoll auf einen Felsen um in ihn rein zu Fotografieren. Wir waren in der Sonne und mussten nicht lange warten bis der Zug im Wald aufblitzte mit den silbernen Loks, er hatte wirklich 15min Verfrühung, phuu, zum Glück fuhren wir nicht runter!. Es war die Planbespannung dran natürlich, Ex ÖBB 1043 vor einer Nohab, mit ein paar Schiebewandwagen hinten dran. Der Zug kam nett bei uns, etwas mehr Seitenlicht hätte sein dürfen, aber es passt schon. Jan ärgerte sich über sich selber und wir gingen sehr gemächlich zum Wagen zurück.

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Einmal wöchentlich befährt ein TÅGAB-Zug die Strecke, jeweils Dienstags sehr Fotogen nach Süden. Hier durchfährt der Zug mit etwas Verfrühung durch den Bahnhof von Kongsvoll kurz vor den Hochflächen des Dovrefjells.

Auf die Idee den Zug zu Verfolgen kamen wir erst 5min nach seiner durchfahrt, aber die Idee hatte was, zudem Dombås ja eh immer irgendwie unserer Richtung war ;) Auf dem Fjell sahen wir den Zug nicht mal mehr, aber der Plan meinte irgendwie das um 14:24 etwas in Dombås sein sollte und der da sowieso nicht früher raus kann Richtung Oslo. Wir dachten da noch es sei der Talent von Lillehammer nach Åndalsnes, der wäre natürlich gefahren. Den Bahnhof von Dombås liessen wir auf der Seite, da eh keine Sonne war und wir den Zug welchen wir in der Schlaufe aufgeholt haben müssten nicht preisgeben wollten. Richtung Dovre war es aber sehr dunkel, Richtung Åndalsnes hingegen sehr hell und ich hatte Jan bald soweit das wir dem Talent vorfahren wollten um ihn auf der Raumabahn irgendwo zu schiessen. Warum auch immer schaute ich dann noch auf den Plan und merkte, dass Teil :24 an in Dombås war gar nicht der Talent sondern ein Güterzug der heute nicht fährt, Talent sollte erst in 30min kommen. Also WIEDER gewendet und doch Richtung Dovre.
Wir taten uns heute wieder schwer mit den Entscheidungen, hin und her und dann und hier und so und überhaupt ... bei dem Wetter ist das immer ein riesen Stress welchen man sich natürlich immer nur selber macht.
Wir fuhren dann runter an Dovre sogar noch vorbei, an Sonne war da eh nicht zu denken. Etwas weiter vor dem nächsten Kreuzungspunkt Brennhaug hatten wir dann ein Verwolktes blaues Loch erreicht und stellten uns an eine schöne Stelle mit Herbstbäumen hin. Die Stelle war wirklich klasse und dann wurde es wie immer spannend. TGAB sollte nämlich erst in einer Stunde kommen, wegen einer kleinen Pause in Dombås und sehr ungünstigsten Kreuzungen dauert das im Plan alles ewig. Aber er war ja so 15min vor Plan und damit könnte es wenn er durchfährt gleich soweit sein. Kreuzung vom Talent in Brennhaug sollte passen.
Es war viel Sonne, doch kleine Fetzen kamen immer mal wieder vorbei, auch in dem Moment als ich zu Jan sagte:, „das ist der Wind der da wie ein Zug klingt oder? Nein .... DOCH, es muss der Wind sein, denn der Zug würde jetzt im Schatten kommen“. BOOM, da war er, mit Sonne? Nein, aber wieder nur verdammt knapp nicht, kurze Zeit später war Volllicht. Etwas weiter vorne auch, so konnten wir uns wieder in den @#$%& beissen, den vorne hätten wir auch hingewollt. Punkt für den Miesepeter.
Kreuzung mit dem Talent Brennhaug, also kam der auch gleich, wir blieben und hofften. Sowohl der Vor als auch der Nachschuss gingen im Schatten ab, Zwischenstand mittlerweile: 4 ½ : 4 ½ , immer noch Gleichstand, was angesichts des doch sehr grossen Aufwands welcher wir uns machten nach dem Essen eher zermürbend war.
Wir schauten uns dann die Kurve weiter vorne noch an und wollten noch auf einen Güterzug aus Oslo warten, was wir aber aufgaben als die Sonne ganz weg war hinter einer Wolkenwand.
Nächster Punkt dann, Signatur auf dem Fjell zwischen Kongsvoll und Hjerkinn am Bauernhof in der Kurve, eine der schönsten Stelle auf dem Fjell überhaupt. Jan wollte da hin, ich liebäugelte aber noch mit dem etwas verspäteten Güterzug von Oslo welcher im riesigen blauen Loch von Dombås sicher in der Sonne kommen müsste.
An der Felsdurchfahrt war es dann soweit, das Ende des Schattens war erreicht und wir fuhren mal hoch, eine El14 sicher im Licht ist schliesslich besser als ein blauer Signatur vielleicht im Licht. Wir kletterten so schnell es ging den Hang hinauf zur Stelle und kamen schnaufend an. Das hätten wir uns massiv sparen können, den erst nach 5min da oben tauchte gaaaaanz weit hinten noch vor dem Bahnhof von Dovre der Zug auf. Knapp 10min später war er dann bei uns, ein schönes Foto und damit ging die Sonne wieder in Führung, JUHU!

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El 14 2164 mit dem ersten Nachmittagsgüterzug nach Norden bei Hjelle kurz vor Dombås.

Da die Zeit nun etwas knapp war für d en Signatur an der Stelle hinten am Fjell blieben wir mal in Dombås am Bahnhof und wollten da sowohl Talent als auch Signatur bei der Einfahrt aus dem Tunnel Fotografieren. An sich ein Banales Motiv, aber dank einem schwarzen Wolkenhintergrund und strahlenden Herbstbäumen über dem Portal etwas sehr schönes, zumindest gerade aktuell.
Wir knipsten im vorbei gehen noch die abgestellte El14 und die Di6 im besten Licht.

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Während die NSB Loks (Di8) den Tag in Andalsnes verbringen und eine E-Lok auf den Zug wartet steht die CargoLink Tagsüber in Dombås abgestellt.

Der Talent machte uns dann etwas sorgen, den der stand immer auf Gleis 10 und ob er auch da einfährt? Gleis 10, dass muss man dazu sagen ist ein Stumpfgleis ganz am Bahnhofsgebäude dran, und das einzige Gleis welches man nicht wirklich gebrauchen kann für ein Foto, da man auf der falschen Sonnenseite steht.
Da im Bahnhof aber noch Baneverket Jungs am Weichen ausmessen waren hofften wir, dass sich die Weichenstellung noch ändert? Tat sie leider nicht, der Talent fuhr voll auf Gleis 10 ein und war damit nur einen Bruchteil so brauchbar wie bei einer Einfahrt auf Gleis 1, wie sonst immer gehandhabt.

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Ein Talent aus Andalsnes hat Einfahrt auf Gleis 10 (links weg) in den Bahnhof von Dombås. Gleis 11 wird nur einmal im Tag angefahren, leider im falschen Moment.

Ankunft vom Talent ist 13, die vom Signatur 41, super Umsteigeverbindung also, und für uns schön etwas zu warten. Wir standen immer in der Sonne, wirklich immer und sahen die Einfahrt vom Signatur nicht gefährdet, warum auch, die Wolken waren zwar da aber recht wet weg.
Der Lokführer vom Talent hatte wohl pause, so setzte er sich in den Passagierraum und machte sein Radio an ;) Leider schloss er die Tür irgendwann, so das uns das Musikalische Unterhaltungsprogramm verwehrt blieb, vermutlich wurde es ihm zu Windig im Zug drin, es stürmte nämlich auch im Bahnhof Dombås ganz schön. Achja, schön war der Tunnel beleuchtet zur Planzeit, doch die Lautsprecherstimme sagte etwas von 5 bis 10min Verspätung. Hmmm, Blick zum Himmel, die Wolken haben die Sonne eingekesselt und liessen ihr nicht viel Spielraum ausser nach oben ;) 5min verstrichen, 7.5min, also das genau „5 bis 10min“ verstrich auch, 10min ... und dann kam der Schatten. Erst nur ganz kurz dann immer länger und in jeder Sonnenphase wünschten wir uns den Zug herbei. Es ist müssig zu sagen, es hat nicht geklappt, und zwar wieder nur wegen SEKUNDEN.

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Bm73 als Rt44 von Trondheim nach Oslo an der Einfahrt von Dombås, kurz vor Auftauchen des Zuges machte sich die Sonne auf und davon.

So ein Mist, Talent aufs falsche Gleis und der Signatur im Schatten, dafür also 45min in der Sonne gewartet und Signatur auf dem Fjell versaut. Mit den Standbildern und dem Talent der ja eigentlich in der Sonne kam geben wir Sonne und Miesepeter mal einen Punkt, somit ist immer noch die Sonne in Führung!
Dann fuhren wir rauf aufs Fjell, der zweite Signatur war ja noch fällig und wie wir so fuhren merkten wir, dass der in 10min eigentlich da ist wo wir hin wollten. Ohoh, das reichte nicht mehr und die Sonne drängte unseren Radius der Möglichkeiten sehr Eng ein, so dass uns eigentlich nur der Abschnitt an der E6 blieb.
Ein undankbarer Abschnitt, sehr undankbar. Die Sonne war drüben, und die einzige Möglichkeit höher zu stehen war auf der anderen Flussseite, Brücke aber gibts keine. So versuchten wir an der Bahnbrücke irgendetwas zu reissen, was aber irgendwie nicht so recht klappen wollte. Es stürmte übrigens so stark jetzt, dass das fortbewegen in einer Windböe drin relativ mühsam war ...
Bei der Bahnbrücke drückten wir uns am Fluss vorbei und wollten dann hoch, ging aber nur sehr schlecht. Ich Schoss dem Zug dann spitz von vorn voll auf die Nase, es war zwar Sonne, mehr aber auch nicht.

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Bm73 06 auf dem Dovrefjell bei Svånå als Rt46 von Trondheim nach Oslo

Es wäre Unfair dem Wetterpech und Miesepeter gegenüber der Sonne einen vollen Punkt zu geben, wie wär’s mit Schirifehler, Sonnenbild trotz keiner Stelle oder so? ;)
Wir regten uns aber beim zurück gehen tierisch auf, für NICHTS in Dombås haben wir das allerbeste aller besten Abendlichter hier oben versaut, mit einem Schuss auf die Nase – das fühlt sich so ein wie ein Schlag auf die (blaue)Nase :)
Zugverkehr ab diesem Zeitpunkt nur noch nach Norden und damit grundsätzlich aus dem Licht, einzige mögliche Stelle zum querballern, auf der Fläche vor Fokstua. Aber da wir es nicht eilig hatten guckten wir uns noch schnell den Eingang von einem Bezahlweg an welcher in die Berge hinein führt bei der Militärbasis. Die Basis kenne ich, dachte aber immer da sei alles Militär Sperrgebiet und so, dass da ein Bezahlweg für jedermann über deren Übungsplatz führt ist ungewöhnlich, so etwas kenne ich sonst nur aus der Schweiz, da irgendwo am San Bernardino bei Zillis oder wo. Nunja, das Ergebnis des kleinen Ausflugs, der Weg den wir im Auge hatten, parallel zur E6 auf der anderen Fluss/ und Bahnseite, ist nicht frei zugänglich trotz bezahlen ... blöd!
Dann fuhren wir voll in die Wolken rein nach Süden, und erst bei Fokstua war wieder hell am Himmel zu sehen, aber sehr weit weg noch unterhalb vom Dombås. Es Regnete am Fjelleingang stark, dahinter schien die Sonne voll durch ein Loch, was eine sehr spezielle Stimmung mit Sonnenstrahlen zur folge hatte. Nicht nur wir nutzten das Schauspiel, auch andere hielten inne und machten ihre Fotos.

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Auf dem Fjell ist es bereits dunkel während Dombås noch in einem Wolkenloch liegt und der fallende Regen von der tief stehenden Sonne angestrahlt wird.

Eigentlich haben wir mit dem Tag schon abgeschlossen, aber irgendetwas in uns drin wollte Kunst machen ;) Kunstbilder wollen ja geübt werden! Und ich kann noch weniger „Kunst“ als Jan und wollte die Gelegenheit für ein paar Feldversuche nutzen ;)
So stapften wir erst über die freie Fläche an die Strecke ran um irgendwie vielleicht das letzte Licht auf den Zug zu kriegen. Mit dem Sonnen / Regen Dings im Hintergrund hätte es sogar richtig was werden können – Silouettte vom Zug vor dem hellen Hintergrund. Der Regen stellte aber zu schnell ab und das Wolkenloch wurde zu klein damit es etwas gegeben hätte. Der Güterzug der mit einer El14 bald schon kam haben wir trotzdem da erlegt. Gab aber nichts fürs Fotoalbum. Ah doch etwas zu Erinnerung bis morgen Mittag habe ich mitgenommen aus dem Feld, nasse Schuhe! ;)
Der rote fehlte noch und ich hatte noch nicht genug Kunst gemacht für heute ... Kunst, was ist das eigentlich? Also ich, der nun ja gar keine Ahnung davon hat, definiere Kunst ähnlich wie Jan vorhin gerade sagte, Kunst ist es dann, wenn man ein Bild von einem Zug machen will welcher ohne normales Licht daher kommt. Ob das Bild dann Kunst ist oder ob es Kunst ist den Zug ansehnlich aufs Bild zu kriegen, weiss nicht? ;)
Auf jeden Fall liefen wir bei ein paar Häusern über einen trockenen Weg an die Strecke, erst wollte ich etwas mit hellen Hintergrund machen, wahre Kunst. Dann kam ich weg davon und wollte einen Mitzieher machen von weiter weg .. immer noch Kunst? Der helle Himmel welcher aufkam machte es dann aber unmöglich. Dann setzte ich mich unter die Strecke für eine Zug Silouette ... Kunst? JAA, aber nicht wenn der Zug nicht angestrahlt ist, das kam mir aber relativ spät in den Sinn – klassischer Anfängerfehler wohl? ;) So ging ich rüber zum Meister welcher geübt an der künstlerisch wertvollsten Stelle stand und wartete. Ich schaute mir ab wie man das so macht und als der Zug kam, mit 30min Verspätung (gut Kunst will weile haben), sah das Resultat ganz ansprechend aus ;)

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El18 2254 von einem Wolkenloch angestrahlt mit Rt47 auf den letzten Metern der Steigung vor Fokstua am Fjelleingang.

Dann war aber gut für heute, genug gutes, Mist und Kunst produziert für einen wechselhaften Tag, der kann jetzt nur noch mit einem leckeren Abendessen gerettet werden.
So gingen wir Einkaufen und dann noch unsere Hütte bis Freitag bezahlen bei der netten Frau von dem Platz. Der Platz sei ab Donnerstag dann nicht mehr bedient, sie fahre nach Schweden mit dem Enkelkind, aber wir sollen den Schlüssel einfach in eine Kiste werfen. ;)
Jan zauberte während ich unter der Dusche stand feines Essen, Elchfleisch an Brunsos mit Kartoffelstock, mmmmh!
Jetzt sind wir am schreiben und lassen den Abend ausklingen.
Achja, wie ging das Spiel Sonne vs. Miesepeter und Wetterpech aus?
Wir waren ja bei 5 ½ für die Sonne zu 4 ½ für den Miesepetter und das Wetterpech. Das Signaturbild will ich nicht werten, und die Kunst? Ich weiss ja nicht ... aber da wir die unter normalen Umständen gar nicht gemacht hätten muss man es wohl eher bei der Sonne zählen als beim Miesepeter? Weil anschauen kann man es sich … . Eigentlich ist diese Wertung, wo jetzt die Sonne mit 2 Punkten Vorsprung gewonnen hat nicht sonderlich aussagekräftig. Nicht beigerechnet sind die Bilder die wir verpasst haben aus Dummheit, Faulheit (ok, das war keins) oder aus Entscheidungsfehlern.
Achach, aber der Tag war nicht verkehrt, bisschen was kam dabei raus und in 1 Woche sind die Pleiten vergessen ;)

Bilder klein: [bahnpics.com]
Bilder gross: [bahnpics.com]




Mittwoch 23.09.09, Dombås – Dombås

Es gibt Tage, da wäre man .. soll ich schon wieder so beginnen? Nein heute nicht. Heute mal wieder mal konventionell, also noch mal, … bitteschön!
Der heutige morgen begann gar nicht schlecht, Jan wollte mich aus dem Bett holen um halb 8 falls das Wetter entsprechend wäre. Das es nicht schlecht ist erkannte ich aber schon von alleine, es war viel heller draussen als sonst die Tage. Als Jan dann pünktlich Bescheid gab war ich fix auf und machte mich fertig fürs losfahren.
Himmel sah nicht schlecht aus und so wollten wir unseren geplanten Morgen mal durchziehen, also erst Di6 vor Dombås und dann hoch aufs Fjell für den Hector. Da wo wir die Sonne von der Position her vermuteten war viel blau, so hofften wir wirklich auf die Di6 .. denn ob es an einem nächsten morgen noch mal so schön werden sollte?
Draussen war es recht frisch und es windete stark, von dem Sturm welcher in der Nacht über das Tal gefegt ist sah man nicht viel, ausser das einige Bäume viel an Laub eingebüsst haben und sich etwas kahler präsentierten als noch gestern. In der Hütte hab ich vom Sturm aber nicht viel mitgekriegt ...
In Dombås fuhren wir erst zum Bahnhof, um zu gucken ob die blöde Di vielleicht schon da war mit dem Zug. War sie nicht und der Zug natürlich auch nicht. Also fuhren wir raus, wir trafen natürlich prompt wieder auf einen Nädelifahrer und hingen dahinter erstmal fest. Angespannt suchte ich den Hang rechts von uns nach einer weissen Wagenschlange ab, ohne dass ich etwas gesehen hätte. Liegt aber eher daran das man im stark bebauten Gebiet von Dombås die Strecke auch nicht sieht. Wir konnten also nur unserer Intuition vertrauen dass er noch nicht durch war, Planzeit war nämlich gerade als wir am BÜ angekommen sind.
Sonne war aber nicht, die dunkelste Wolke hat sich da festgesetzt wo sie sein müsste. Den leider war sie nicht da wo wir sie vermutet haben an den Tagen zuvor und auch das blaue Loch gesehen haben.
Jänu, nur schon zu Dokuzwecken ist das Bild wertvoll, denn wie es die Spatzen von den Dächern pfeifen wird dieser Zug den nächsten Fahrplanwechsel nicht überleben.
Wie wir so standen wechselten wir mal noch auf die der Sonne Abgeneigten Seite, geht ja gut ... und dann trötete es in der Ferne. Erst vermuteten wir einen Laster dahinter, den der tröt wollte nicht aufhören, da hatte jemand ganz ofensichtlich spass am trööten ;)
Dann begann es aber zu rauschen und der Zug kam sehr schnell daher gefahren, etwas zu spät. Was uns aber natürlich nur recht war.

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DE2700 09 von CargoLink kommt unter bedecktem Himmel aus Andalsnes am Ortsrand von Dombås bei Joramo etwas verspätet an uns vorbei gefahren.

Dann fuhren wir gleich los hoch aufs Fjell, in der Hoffnung auf Hector. An der Einfahrt vom Dombås guckte hinter Tunnel noch ein Cola Container raus, da stand also noch/schon was drin, Hector aber bestimmt nicht, der hat keine Cola Container, oder doch? ;). So fuhren wir rauf, immer die Strecke im Blick um im Notfall zu reagieren. Wetter da oben war nicht übel und beim grossen See war auch das erste mal ein grösseres Wolkenloch auszumachen. Zusammen mit der tiefstehenden Sonne war aber eine unregelmässige Schleierschicht daran uns immer wieder die Sonne zu klauen. Trotzdem stellten wir uns mal am See auf, weil wir da der Sonne am meisten Chancen gaben. Als nach 10min aber wieder weniger Sonne da war begannen wir an der Richtigkeit unserer Entscheidung zu zweifeln, vielleicht sollten wir doch weiter fahren? Nach weiteren 2min dann war die Entscheidung gefallen, weiter geht’s. Wieder richtete sich der Blick natürlich zur Strecke rüber, Hector hatte schon gut Verspätung und wir waren uns sicher dass er gleich kommt (wie immer in solchen Fällen).
Hjerkinn begrüsste uns mit einem grossen Sonnenloch und im gestern immer Sonnigen Tal der eingeschränkten Möglichkeiten regnete es, also genau anders rum wie gestern immer.
Das Sonnenloch bei Hjerkinn war gerade so gross das wir es gebrauchen konnten, für unseren Snöhetta Blick bei der Militärbasis. Teilweise schien die Sonne leicht, dann nicht mehr und der Blick an den Himmel war immer mühsam, wir waren echt gerade so hinter dem Rand und irgendwie haben es die Wolken immer wieder geschafft.
Irgendwann nach 20min, wir sassen immer noch im Auto weil der Wind draussen eisig kalt und blitzschnell war, begannen wir langsam dran zu zweifeln das der noch kommt. Er könnte ja hinter dem anderen Zug in Dombås in der Einfahrt gestanden haben oder so ...
Die Gedanken wurden aber punktgenau unterbrochen von einer weisen Linie die durch die Büsche zog, er kam. Licht war aber .. eigentlich nicht, auch wen das Bild auf der Kamera etwas angestrahlt ausschaut.

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CargoLink an diesem Tag ohne Sonnenglück. Im 1/4 Licht fährt die von Hector gemietete 241 mit dem Zug aus Trondheim gen Drammen. Aufgenommen kurz vor Hjerkinn, im Hintergrund das Militärsperrgebiet.

Bilanz der ersten zwei Bilder war also schon mal sehr bescheiden..
Jan hatte schon den Schlüssel gesteckt und wollte dem Hector hinterher, ich mochte aber nicht hetzen für den Zug, kommt eh nicht im Licht. Viel eher hatte ich den Güterzug im Auge welcher in 15min Planzeit in Hjerkinn hatte. Wolkenlage war auch besser als auch schon, die Sonne hatte sich ihre Lücke frei gekämpft und wir sassen in der Sonne. So warteten wir an der für eine El14 eigentlich eher ungeeigneten Stelle weiter, und voll im Plan kam dann der CargoNet Kistenzug. Ein schönes Bild welche die Stimmung innerhalb unseres Quitschmobils gleich wieder hebte.

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Eine El14 mit dem morgentlichen Güterzug aus Trondheim voll in der Sonne am Militärkomplex kurz vor Hjerkinn.

Und jetzt? Nächster Zug in einer Stunde, der rote nach Oslo. Da uns der rote bekanntermassen ja überhaupt nicht mag rechneten wir uns nicht viele Chancen aus, auch wenn es immer mehr auftat am Himmel. Wir stellten uns so mal zwischen Hjerkinn und Kongsvol an die Strasse um an einer schööönen Stelle und warteten. Um im Auto warten zu können verliessen wir den auserwählten Fotopunkt aber kurz danach wieder und stellten uns auf einen Parkplatz in der Hoffnung einen unplanmässigen Zug der voraus fährt früh genug zu sehen.
Etwas unplanmässiges kam aber, kann man sich ja denken, nicht vorbei, hätte uns auch sehr überrascht. Wir fuhren dann nachdem ich mein Frühstück eingenommen habe zurück zu unserer Stelle an die Strasse und stellten das Auto an den Rand.
Es war voll Sonne, also so richtig, richtig Sonne, die Planzeit für den Zug rückte näher und es konnte einfach nichts schief gehen, ausser viel Verspätung, aber das hatte er noch nie die Woche. Bitte Bitte lieber Zuuuuug, bitte bitte bitte lieber Zuuuuug *sing*! DANN, Höpf? Das Dach was dann hinten angeschossen kam sah so gar nicht nach El18 aus, eher nach ... Bm73. Und da war er auch schon da, ein blauer siffiger Panzerzug, als El18 Ersatz.

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Bm73 01 anstatt eine El18 mit Wagenzug vor Hjerkinn als Rt. 42! Wir fühlten uns ein wenig verarscht, den endlich wäre der rote mal in der Sonne gekommen! Ausserdem würde dem Triebwagen eine Neulackierung nicht schaden ;)

Was soll das den? Jetzt hatten wir zwar ein sehr schönes Bild vom Bm73 01, aber wieder keins vom roten. Und wieder ein Kapitel mehr geschrieben in der unendlichen Geschichte – der rote hier mag uns nicht. Verspätung, Sonnenpech, Ersatzzug, jetzt hatten wir das volle Programm durch ;)
Der nächste Gedanken nach dem ersten „och nöö Gedanken“ kam aber schon der nächste, dann wird der wohl mit dem zweiten Zug kommen?! Nächster gedanke, warum kam er nicht? Lok defekt? Wagen im Eimer? Je nach Grund malten wir uns dann verschiedene Szenarien aus, von Ersatzbus bis zu genutzter Talent Leerfahrt war alles dabei. Sollte die Lok kaputt sein käme vielleicht eine Doppeltraktion? Oder eine Di9 oder so (ist natürlich quatsch).
Eigentlich wollten wir den roten ja verfolgen bis Dombås und darüber hinaus, aber mit einem blauen Signatur macht das nur wenig Freude, aber das grosse Loch welches die Verfolgung eigentlich hätte stopfen sollen war natürlich trotzdem da ... und einfach nur Rumstehen ist ja schon arg langweilig. So fuhren wir mal ohne eile in Richtung Dombås um da beim Bahnhof mal zu gucken was geht. Kurz nach der Abfahrt kam dann Jan mit dummen Gedanken, der rote kommt bestimmt noch, der Bm73 war sicher nur eine Sonderleistung ect. Er brachte uns aber so weit das wir einen Moment am vorhaben nach Dombås zu fahren gezweifelt haben ... also ich mindestens mal.
Doch wir fuhren weiter, um vielleicht in Dombås das ganze aufklären zu können. Zeitgleich wie der Bm73 erreichten wir Dombås Bahnhof, und als wir die Anschrift am Zug sahen, Tog 44 pa Oslo war klar, der rote kommt bestimmt nicht hinterher, hätte aber gepasst ;) Der Zug war ganz schön voll, ein Teil der einsteigenden Reisenden wurde gleich ins NBS Comfort Abteil gebeten, andere haben wir dann stehend auf den Gängen gesehen.
Als die Abfahrtszeit erreicht war beendeten die NSBler langsam ihre Gesprächsrunde beim Lokführer und begaben sich zu den Positionen, mit 2 Min. Verspätung ging’s dann los.
Wir schneiderten dann am Talent entlang und beobachteten Amüsiert eine Frau die ihren ganzen Hausrat in Tüten verpackt zum Talent geschleppt habt. Helfen? Ja gerne, aber sie hat uns nicht mal angeschaut beim vorbei gehen – Norwegisch.
Beim Auto angekommen beobachteten wir noch Lokführer und ZUB vom Talent wie sie gerade Rolli Rampe am ausfahren waren. Dann fuhr ein Elektrorolli aus dem Talent drauf und die beiden NSBler hatten sichtlich mühe die Rampe so zu bedienen wie es gedacht war. Wieder kamen solche Gedanken im Kopf auf, war der arme mim Rolli jetzt 20min seit der Ankunft vom Talent da drin? Jan meinte dann aber, dass da doch der Junge drin sitzt der vorhin am Bahnsteig Rumgelaufen sei. Aach quatsch, kann doch nicht, solche Gedanken hat man nicht! ;) Als die beiden den Kampf mit dem Lift gewonnen haben und der Rolli festen Boden unter den Rädern hatte stand der Kerl vom Rolli auf und lief davon. Wir konnten uns nicht mehr halten :D Anstatt den blöden Rolli über den Lift auszuladen hätte man den locker zu zweit runterheben können ... aber wenn der Lift schon da ist, die beiden wissen mindestens das nächste mal im Ernstfall wie er zu Bedienen ist.
Wir gingen dann runter ins Kaffe und setzten uns hin, der Wettergück war wie immer nicht zu gebrauchen, dann sagen sie Sonne, dann Regen und dann alles zusammen.
Dann klärten wir das mit dem roten ab und die NSB Seite brachte die Lösung, erstaunlich detailliert sogar.
Der Sturm war im Tal anscheinend so heftig das gegen 3 ein Güterzug um Otta rum in einen Baum gefahren ist, das blockierte auch den dahinter folgenden Nachtzug. Die NSB Seite sagte dann, dass man bemüht sein den Reisenden eine alternative Weiterreise zu Organisieren, was aber schwer sei – um die Zeit, logisch. Für die Reisenden ab Dombås werde ein Sammeltaxi gemietet.. Gegen 7;15 ging dann die Meldung ein, der Zug könne jetzt weiterfahren, mit deutlich über 3h Verspätung aber.
Hm, den hätten wir heute früh von der Hütte aus sogar noch sehen können, schön blöd.
Da die Lok und auch die Sitzwagen vom Nachtzug gleich auf den Tagzug übergehen fehlte die Komp. In Tronheim natürlich, stattdessen wurde der da übernachtende Bm73 für die Morgenleistung hin gezogen. Mit welchem Zug der rote zurück kommt wurde nicht geschrieben, aber es war klar, dass es nur einen geben kann.
Das passte uns sehr in den Kram, den genau dieser Zug kommt an einer wunderschönen Stelle am Fjellausgang zwischen Hjerkinn und Kongsvol im besten Licht ... hihi! So war das Programm für diese Zeit schon mal fest definiert.
Wir tranken unseren Kaffe aus und verliessen Dombås wieder gen Fjell, es stand an der Bm73 von hinten und ein Güterzug von vorne, der Signatur sollte pünktlich sein sagte die NSB Seite, insofern war die Zugfolge wohl fest definiert, die Güterzüge sind ja immer etwa im Plan. Plankreuzung der beiden Ziele erst unten in Drivstua.
Am Strassenabschnitt hinter Hjerkinn bezogen wir im starken und immer noch kalten Wind mitten in einem riesigen blauen Loch Position. Den Signatur wollten wir im Streiflicht schiessen, dann wechseln und den Güterzug natürlich richtig rum schiessen. Ich überlegte ein paar mal ob ich die Stelle nicht wechseln soll um den Signatur richtig im Licht nach zu schiessen ... zudem mich die Stelle für den Frontschuss nicht 100% überzeugte. Hätte ich es lieber getan!
Planzeit vom Signatur kam, wir frohren bereits im Wind, sie verstrich, 5min, 10min, 15min, irgendwann begannen wir an der NSB zu zweifeln, der war doch vor Dombås noch pünktlich! Und dann, anstatt der blöde Signatur kam der Güterzug von hinten im besten Licht, an unserer Stelle aber unfotografierbar. WARUM muss dieser Güterzug genau heute so viel zu früh sein damit er uns in den Rücken fährt? Er kreuzte und Hjerkinn dann mit dem Signatur, natürlich ein blauer, welcher dann 10min später bei uns war.

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Bm73 etwas später auf dem Weg als Rt 41 nach Trondheim hinter Hjerkinn unter dem örtlich sehr zuverlässigen Wolkenloch.

Super, besten Dank liebe NSB, heute macht ihr uns das Leben echt nicht leicht, erst das mit dem roten und dann dass ...tsts, und das im Urlaub ;)
Für einen Güterzug der Mi-Fri fahrt fuhren wir mal zum Bahnhof von Hjerkinn, er war ausnahmsweise in der Sonne und bietet mit seinem Bahnhofsgebäude ein recht nettes Motiv, aber zum Güterzug war viiel Zeit, über eine Stunde. So warteten wir artig in der Sonne auf den Zug ... 15min vor dessen Planzeit aber kamen die Wolken und sie wollten nicht weg. Das Ausfahrsignal war noch zu und so wagten wir etwas was wir sicher bereuen würden, wir verliessen den Fotostandpunt kurz vor der Planzeit. Militärbasis war ebenfalls im Schatten und so mussten wir bis fast ans ende des Strassenabschnitts fahren um wieder sicher in der Sonne zu sein.
Zug war nicht durch vor Plan und wir standen in der Sonne, wo ist der Hacken? Zug kommt am besten gar nicht ... so unser Gedanke.
Ich stellte mich zur Planzeit dann etwas oberhalb der Strasse auf und der Zug tauchte wirklich auf Im besten Licht. Die Strasse unter mir war zu diesem Zeitpunkt wo ich wartete sehr schwach befahren, ab und an mal ein LKW, aber die Chance das sich Zug und Strasse in den Weg kommen war verschwinden gering., Aber Natürlich kam Punktgenau zum Zug ein dicker Laster mit einer Autokolonne von hinten ins Bild gefahren ARGH, warum ist das IMMER so?
Das Bild ist aber trotzdem ganz klar einen fetten Punkt für die Sonne, hübsch mit dem Fluss und den weit entfernten Bergen des Nationalparks.

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El14 mit einem Kistenzug nach Süden am Fjelleingang bei Svånå. Das Schild unten kennzeichnet die Grenze zwischen der Oppdal kommune und Sør - Trøndelag fylke. Pünktlich zum Zug fuhr unten auf der Strasse natürlich ein LKW mit auffälliger Ladung vorbei.

Ich war froh wieder im Auto sitzen zu können, der Wind hat nämlich kein bisschen nachgelassen und wärmer wurde er auch nicht ;) Müssten die da auf dem Meer die Heizung ein bisschen aufdrehen ...
Oh, der nächste Zug sollte schon der rote sein, oder der hoffentlich rote ums sicherer zu Formulieren. Das blaue Loch begann sich zwar langsam in Wolken zu zersetzen, aber immer noch war viel blau da. Die Stelle für den Zug war klar definiert, Grøbakken, da zwischen Hjerkinn und Kongsvol. Wir assen da etwas zu Mittag und etwa eine Stunde vor dem Zug liefen wir zur Stelle. Viel blau war nicht mehr da und jetzt sitzen wir hier und schreiben. Die ersten 30min meist in der Sonne, die letzten 30 aber meist nicht. Es drückt zwar gerade wieder, aber sicher nicht für lange. Es ist 7 nach 4, der Zug müsste jeden Moment kommen. Ich mach mal Schluss! ;)
Hmm, keine Minute nachdem ich Schluss gemacht habe kam er, voll im Schatten, so ein Mist aber auch! Weil so kann man das Bild vom roten jeden Tag da machen wenn die Sonne nicht scheint. Schade, sehr sehr Schade, und wieder (ich komm schon wieder damit) wird klarer, der rote mag uns nicht. Der rote ist eher der dunkelrote seit wir im Dombås sind ;) Dabei ist er gerade der Zug mit dem man immer so klasse Aufnahmen machen ... konnte, machen können wird ;).

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El18 2241 als Zug 44, als Ersatz für den Bm73 welche die Leistung für den roten übernommen hat. Fotografiert bei Grøbakken mit Blick in den Fjellausgang von Bahn und Strasse.

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Sieht natürlich auch im Winter nicht schlecht aus, mit Sonne sowieso.

Wir warteten noch ein wenig weiter um das Wetter zu beobachten als Planmässig der El14 Güterzug von hinten angebraust kam. Hinter der Lok hing noch eine Di8, ob das ein Zeichen dafür ist das der Mittwochs Holzzug nicht fährt? Dieser fährt sonst mit doppel Di8 .... na, hat sicher nichts zu bedeuten.
Gerade als wir gehen wollten drückte das Licht aber wieder und wir blieben trotzdem. Es stand an, der Mittwöchliche Talent nach Dombås. Mit dieser Leistung und dem Gegenzug wenige Stunden später wird jeweils ein Andalsneser Talent mit dem Heimatwerk in Trondheim getauscht. Noch im März war das Tauschpaar, welches nicht für den Personenverkehr frei ist, nicht im Fahrplan drin und das Teil hat uns überrascht auf dem Weg nach Dombås, heute aber wussten wir Bescheid.
Der Talent hätte in Kongsvol mit dem Holzzug kreuzen müssen, tat er aber nicht und er kam auch etwas zu früh deswegen.
Ich hatte derweil etwas weiter oben Position bezogen und ärgerte mich über das Wetter, überhaupt nichts war mehr von Sonne zu sehen, im Gegenteil, es sah hinter uns dunkel und feucht aus, dazu immer noch dieser Wind.
Etwas Schauspiel wurde während der Warterei aber geboten, ein Moschus Ochse hat sich in Strassennähe zum Fressen einen Platz ausgesucht und viele Autos hielten an und guckten ihm zu. Das praktisch an der Position vom Ochsen, da wo er stand mussten wir wieder durch um zur Strasse zu gelangen, wie ging das mit den 200m Mindestabstand? Aber wir hatten ja noch was Zeit.
Ich schoss den Talent und dann liefen wir zusammen zum Wagen zurück, Jan hatte weiter entfernt noch zwei weitere Viecher erkannt die aber auf der anderen Bahnseite waren. Unser Ochse hat sich zum Fressen etwas weiter vom Weg entfernt, so dass wir gefahrlos über die Brücke gehen könnten. Wir spotteten schon als wir ihn teilweise nicht mehr sahen das er gleich eine Böschung Hochpflügen würde und uns auf die Hörner nimmt ;)
Wenn aber schon mal so ein Ochse da ist wollten wir den auch mal noch Fotografieren. Dazu mussten wir uns aber etwas umstellen auf der Strasse. Das Blöde an diesem Ochsen war, er stand immer etwas in einer Senke und war permanent am Fressen, den Kopf hob er nicht einmal richtig in den 20min wo wir ihm zugeschaut haben. Der Zufall war uns gnädig und hinten sollte noch ein Signatur durchfahren, so hat man den Ochsen gross immerhin noch mit Bahn hinten drin, um den Bezug nicht zu verlieren versteht sich ;)
Der Zug kam, ich machte noch eine Belichtungsprobe und als ich durch den Sucher guckte war der Ochse nicht mehr da. Mist, mit dem starken Tele fand ich den Ochsen nicht schnell genug, der Zug war schon durch. Hihi, so wurde das Bild zumindest bei mir gar nichts. Der Ochse an sich war natürlich immer noch am selben Ort am Fressen wie zuvor.

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Als wir los fuhren bemerkte ich noch, „Holzzug fuhr heute wohl wirklich nicht“ als, wirklich kein Scherz, 5sec. Später der Holzzug auf der parallel laufenden Bahn auftauchte. Es waren zwei Altlack Di8 dran, eine nette Geschichte in Sonne, wen auch der Zug mit der rot/gelben Lok und den Baumstämmen für die Gegend sehr gute Tarnfarben besitzt ;) Jan machte dann noch den Witz das der beim See bestimmt super im Licht gekommen wäre ... wers glaubt! ;) Den vor uns war die Wand aus Feuchtigkeit und Wolken, und es schien nicht so als ob die noch ein Ende nahm dahinter.
Als wir das Sonnige Tal der keinestellen durchfuhren wurde es aber Hell, und tatsächlich, hinten am See war Sonne. Das blaue Loch war aber ganz schön klein und so fuhren wir unverrichteter Dinge weiter. Es stand noch an ein Güterzug und der El18 Bomber, dann noch der Talent, aber der würde auch bei einem strahlend blauen Himmel nicht mehr in der Sonne kommen.
Bei Fokstua war das Loch noch immer und es wurde rasant grösser, so dass wir gewendet haben und beim Bezahlweg kurz hinter Fosktua geparkt hatten. 30 Kronen für vielleicht Sonne war’s uns nicht Wert zwei mal 500m nicht zu Fuss gehen zu müssen ;)
An der Bahn dran war ganz gut was frei, aber drüben, auf der anderen Seite des Baches. Wir kämpften uns rüber und stiegen da wieder über ein paar Wurzeln über einen kleinen Bach. Dann standen wir etwas höher und die Sonne schien noch. Fehlt nur noch der Zug für die Streiflichtaufnahme. Und nach einem kurzen Moment der Dunkelheit kam die El14 mit den Kisten. Das war wieder eine Punktladung, gleich nach dem Zug war die Sonne wieder weg. ... so wie es aussah für immer heute.

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El14 mit Güterzug nach Norden in den letzten Sonnenminuten auf dem Fjell am Fokstugumyrin.

Der rote kam und es war wieder Zeit für Kunst angesagt ;) Da der Himmel hinter uns noch vom blauen Loch erfüllt war rechnete ich mir heute Chancen für einen Mitzieher aus, ob das nun noch Kunst ist weiss ich nicht wirklich, eigentlich ja nicht? Ziel vom Foto war eine fast schwarze Landschaft mit einem dunklen Himmel wo nur die Reflektion im Zug zu sehen sein sollte, soweit die Theorie - Kunst in der Theorie kann ich nämlich ;).
Der Zug liess sich wieder gut Zeit und ich probierte etwas mit den Belichtungen rum, 1/50 möglich, oder noch weniger, oder mehr .... hmm, will ja nicht dass alles verdattert. Mit etwas Plus sah man den Zug dann hinten den Bahnhof Fosktua durcheilen und jetzt galt es ernst. Kunst kann man nicht einfach so machen, das muss geplant werden, also habe ich im Kopf nochmal alles durchgespielt und Fokussiert. Wenn der Zug kommt einfach mitziehen und draufhalten, das wird dann scharf.
Er kam, ich habe genau das gemacht was ich wollte und es wurden auch einige Bilder scharf, aber bei einer ist die Lok vorm Mast und beim zweiten ein Busch vor der Lok. Oder stört das doch nicht, ist doch Kunst? Oder ... hmmm, ich weiss nicht!

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El18 2261 mit dem Rt 45 nach Trondheim quergeballert am Fokstugumyrin

Bildausschnitt und Umsetzung haben geklappt, nur ist alles heller geworden als ich es mir vorgestellt und gewünscht habe. So ist es doch nur ein banaler Mitzieher geworden ...
Jan hatte ebenfalls etwas Versucht und ganz Stolz zeigten wir uns anschliessend unsere Resultate ;). Für den kommenden Talent wollten wir nichts mehr suchen, da war es wohl selbst für Kunst dann doch zu dunkel geworden.
So liefen wir zum Auto zurück und wurden von einem roten Lieferwagen überholt welcher vorhin weiter oben auf der Strasse im nichts stand. Zufall oder hat der Fahrer ebenfalls auf den roten gewartet? Auf jeden Fall war es ein Norweger, den auf mein freundliches Nicken als ich von der Strasse bin um Platz zu machen wurde nicht reagiert, er glotzte nur.
Zurück im Auto gings die letzten Kilometer runter nach Dombås. Hinten auf den Gegenüberliegenden Bergen muss heute der erste Schnee gefallen sein, leichter weiser Puder bedeckte die Gipfel und noch immer hingen dunkle Wolken darüber.
Die Wetterlage scheint sich etwas umgestellt zu haben, der Wind heute erinnerte eher an einen kalten Wind im Winter als an Herbst, so würde es uns nicht wundern wenn bald Schnee fallen würde, auch im Dombås. Am Talent vorbei fuhren wir dann in den Coop um uns für das Abendessen einzudecken.
Wieder mal Pölserbröd wollten wir heute machen, dazu brauchten wir Würschte, lecker Sauce, eine grosse Zwiebel und natürlich Brötchen. In de Hütte wurde das einfache aber sehr Norwegische Essen eingenommen. Jetzt sitzen wir beim schreiben und vertreiben uns die Zeit.
Wieder ein Tag vorbei, wieder hat in etwa die hälfte der Bilder geklappt, ein Teil wegen Wolkenpech, ein Teil nicht wegen der NSB die uns gleich zwei mal gewaltig verarscht hatte, und ein teil auch nicht aus eigener Dummheit oder Fehlentscheiden. Der Aufwand zu Gestern hat sich heute aber arg in Grenzen gehalten ;)

Bilder klein: [bahnpics.com]
Bilder gross: [bahnpics.com]




Das war’s schon wieder .. ganz schön viel Text ist zusammen gekommen. Aber wenn man einen Abend Zeit hat zum schreiben … ;)
Jan wird dann sicherlich bald (vmtl. Schneller als ich) weitermachen und euch bis zum vorletzten Tag begleiten bevor ich den letzten Tag des Urlaubs zeigen werde.

En Gruess aus der Schweiz
Nil

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...
Hallo Nil,

absolut fantastische Bilder, wie immer Spitze !!

Mein Lieblingsbild - "Bm73 fährt durch den kleinen Felstunnel bei Hjelle kurz vor Dombås." - da kann man nur eifersüchtig werden :-)

Schöne Grüße

René
Wow,einfach genial,wie immer geile Züge,wunderschöne Motive und Landschaften.Das 1 Bild ist besonders stark!
Macht Ihr auch endlich mal schlechte Bilder..............?

Ihr habt gute Augen für's Motiv, Gratulation! Bitte weiter so!
Einfach unglaublich! So kann man einen Kurs in "Norwegische Landschaften" belegen, ohne selbst dort gewesen zu sein.

So unterschiedlich sind die Geschmäcker ...

geschrieben von: 185 003

Datum: 27.10.09 14:34

Moin!

Beispiel: Das erste Bild finde ich komplett langweilig. Kleiner Zug in karger Landschaft, da reißt auch die Lichtstimmung nichts mehr raus.

Das Bild mit der El 14 2164 vor den dort typischen roten Häusern ist mein Favorit, das gefällt mir richtig gut.
Auch das Bild mit der Durchfahrt durch den kleinen Felsentunnel ist ein Highlight. Da ist zwar auch wenig Zug drauf, aber die Kulisse ist umso beeindruckender und das Licht ist auch perfekt.

Der Norden ist schon sehr reizvoll, sommers wie winters. Im Großen und Ganzen laden Eure Bilder zu einem Besuch da oben ein.

Grüße,
Lars

Wieder der blanke Wahnsinn! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 28.10.09 11:38

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de]
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