Hallo zusammen,
als Fortsetzung vom dritten Teil:
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Der letzte Teil der Fahrt auf dem erst 1960 eröffneten Abschnitt Karkamis - Gaziantep ist der unspektakulärste der gesamten Fahrt.
Die Fahrt mit dem Karma 62951 findet in dem heutigen Teil des Berichts auf dem grün unterlegten Abschnitt statt.
Nusaybin: 7:00
Serçehan 7:18
Toruntepe 7:41
Senyurt 8:08
Akdogan 8:45
Gürpinar 9:13
Ceylanpinar 9:49
Sayarli 10:54
Goçar 11:28
Akçakale 12:32
Gültepe 13:04
Bekçiler 13:38
Mürsitpinar 14:12
Karkamis 15:14
Elifoglu 15:37
Yesildag 15:50
Nizip 16:26
Türkyurdu 17:03
Mustafayavuz 17:46
Gaziantep 17:55
Hinter Karkamis lassen wir schnell die syrische Grenze links liegen. Die Strecke macht einen weiten Bogen nach rechts ins türkische Kernland und folgt dabei in einem Abstand von ca. einem Kilometer dem Euphrat. Es kehrt wieder Normalität ein. Kein Soldat ist mehr zu sehen, keine Grenzsicherungen, keine Wachtürme und kaum noch Fahrgäste. Unsere kurdischen Mädchen freuen sich über ein weiteres Bild. Der Schaffner schleicht durch den leeren Wagen. Ganz hinten lehnt sich ein weiterer TCDD-Mitarbeiter aufgabenlos aus dem Fenster. Der dritte Mann des Wagens fegt derweil den Wagon aus.
Auf der ganzen Strecke haben wir ca. 120 bis 150 Bahnbedienstete gezählt und das bei sechs Zügen in der Woche.
Bild 1:
Wir fahren über lange Strecken an Feldern mit Obstbäumen und der hier berühmten Minze entlang.
Bild 2:
Die Strecke nach Gaziantep wird in den nächsten Monaten saniert. An der gesamten Strecke liegen schon neue Betonschwellen und Schienen bereit. Evtl. ist es möglich, dass die Strecke gesperrt wird.
Bild 3:
Die Landschaft bleibt flach und weitläufig.
Bild 4:
Nach recht flotter Fahrt – der Zug fährt im Gegensatz zu unserer bisherigen Reise auf dem Abschnitt ab Karkamis ausgesprochen schnell – erreichen wir den Bahnhof Nizip.
Auch hier steigt kein Fahrgast zu oder aus. Der Zug durchfährt diesen Bahnhof wie auch die weiteren Stationen im Schneckentempo, um bloß nicht die schwere Fuhre zum Halten zu bringen.
Bild 5:
Dass umfangreiche Sanierungen anstehen, ist auch hier im Bahnhof zu sehen.
Bild 6:
Langsam dämmert es, je weiter wir uns Gaziantep nähern …
Bild 7:
… sodass es auf dem unattraktiven Streckenabschnitt kaum noch etwas Interessantes zu zeigen gibt.
Bild 8 das Zuglaufschild:
Und der handschriftlich ausgestellte Fahrschein.
Bild 9:
Wir erreichen Gaziantep mit +50 Minuten. D.h. wir haben für über 400 Kilometer 12 Stunden gebraucht. Mit uns steigen ca. 8 Fahrgäste aus. Da unser Zug z.Z. der einzige mit Personenbeförderung ist, war auf dem Bahnhof alles andere an Betrieb, das Bahnhofsgebäude war sogar verschlossen.
Man kann auf bessere Zeit hoffen, falls eines Tages der Toros-Express wieder bis Gaziantep fahren sollte. Ein weiterer Hoffnungsschimmer ist natürlich der zweimal wöchentlich geplante Zug nach Aleppo, der allerdings so wie hier der Stand der Dinge ist, erst im nächsten Jahr fahren wird. Und ganz Optimistische träumen jetzt bestimmt von einer Fahrt wieder nach Bagdad in ferner Zukunft. Aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.
Als Abschied schickte uns DE 24 237 mit dem letzten Bild des Tages noch einen gellenden Abschiedspfiff zu, bevor dieser Zug am nächsten Morgen seine politische Machtdemonstration auf der Fahrt nach Nusaybin wiederholen wird.
Und der Zug ist eben auch ein politisches Symbol für die Türkei, um zu zeigen, wer im türkisch-syrischen Grenzgebiet das Sagen hat. Mit der Zerschlagung des Osmanischen Reiches wurde die Bahnstrecke zwischen Euphratbrücke bei Karkamis und Nusaybin als Grenze definiert und die alleinige Betriebserlaubnis der Türkei übertragen. Davon macht sie mit Hilfe des Zuges auch heute noch Gebrauch.
Bild 10:
Abschließend ist noch anzumerken, dass es auf der gesamten Strecke keine Signale und nur einen gesicherten Bahnübergang gibt. Die Freilandleitungen stehen noch unter Strom.
Gaziantep ist auf jeden Fall einen Aufenthalt wert. Hier ein Bild von der Festung.
Bild 11:
Als Unterkunft in Gaziantep kann ich euch das Anadolu Evleri empfehlen. Der Inhaber spricht sehr gut Englisch und das Hotel liegt außerordentlich zentral und ruhig:
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www.anadoluevleri.com]
Und wen es interessiert. Zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes kam es an der Ortsdurchfahrt von Nusaybin zu kurdischen Demonstrationen:
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images.google.de]
Grüße
Abschließend noch die übliche Linkliste und ein Dank an all die Ergänzungen, Bilder und interessanten Kommentare:
Das Ausgangsrätsel Absurdistan: [
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Nusaybin und der Bahnhof: [
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Der GmP in der Ortsdurchfahrt von Nusaybin: [
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Die Bahn als Grenze zwischen Minenfeld, Stacheldraht und Fotografierverbot: [
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:09:23:19:23:12.