Hallo zusammen,
als Fortsetzung von hier [
drehscheibe-online.ist-im-web.de] führt uns die weitere Fahrt von Ergani nach Maden.
1. Diyarbakir 11:36
2. Leylek 11:55
3. Geyik 12:15
4. Ergani 12:36
5. Sallar 12:51
6. Maden 13:21
7. Gezin 13:58
8. Sivrice 14:26
9. Kürk 14:40
10. Uluova 15:00
11. Yolcati 15:32
12. Sefkat 15:57
13. Baskil 16:13
14. Pinarli 16:32
15. Kussarayi 16:45
16. Firat 17:05
17. Battalgazi 17:20
18. Malatya 18:10
Zur Orientierung sind die mit (A) gekennzeichneten Bilder auf der Fahrt von Malatya nach Diyarbakir entstanden und (B) auf der Rückfahrt.
Es folgt eine Übersichtskarte (Quelle Trainsoftturkey.com):
Auf dem weiteren kurvenreichen Bergabschnitt hat anscheinend so mancher Lokführer die Geschwindigkeit den Streckengegebenheiten nicht entsprechend angepasst. Die Strecke ist gesäumt von umgestürzten und entgleisten Güterwagen.
(Letztes Bild vom ersten Teil)
Bild 1 (A):
Bild 2 (B):
Nächster Halt ist der Bahnhof Sallar:
Bild 3 (B):
Bild 4 (B):
Bild 5 (B):
Weiter zwischen Sallar und Maden bei Kilometer 437 das gleiche Trauerspiel:
Bild 6 (B):
Bild 7 (A):
Weiter geht es durch eine wunderschöne Bergwelt:
Bild 8 (B):
Bild 9 (B):
Ursprünglich hatten wir Fahrkarten für die 2. Klasse, nummerierte Sitze, (obwohl es die nicht mehr gibt) im zweiten Wagen hinter dem Gepäckwagen. Wie ihr sehen könnt, lassen sich die Fenster bis auf die oberen Lüftungsklappen nicht öffnen. Na prima, also das gleiche Drama wie im Dogu mit seinen TVS 2000-Wagen. Der ganze Wagen war belegt mit kurdischen Familien, sodass wir kurzer Hand vom Zugführer in die kaum belegte Pullmann-Klasse ohne Aufpreis gesetzt wurden.
Wie gespalten die türkische Gesellschaft zwischen Türken und Kurden ist, bemerkt man auch auf dieser Fahrt. Viele Kurden rufen aus den Fenstern „Freies Kurdistan“, was von den Türken abschätzig quittiert wird.
Einige jugendliche Kurden haben sich aus Neugier zu uns ins Abteil gesetzt. Einer von ihnen fährt regelmäßig von Batman nach Istanbul und verkauft während der Fahrt kleine selbstgemachte Riegel bestehend aus Nüssen in einem Honigmantel. Sind sehr schmackhaft. Er hatte eine ganze Schale mit ca. 100 Stück dabei. Ein Riegel kostet 1 Lira. Abzüglich der Fahrkarte, die 16 YTL kostet, bleibt so für die Familie ein erklecklicher Gewinn übrig, auf den so manche kurdische Großfamilie nicht verzichten kann. Allein daran wird das ökonomische Gefälle und vermasselte Bildungschancen deutlich, statt in der Schule sich in irgendwelchen Zügen rumtreiben zu müssen.
Bild 10 (B):
Solche Abhänge sind für diese Strecke nicht ungewöhnlich. Unten der Verlauf der Straße 885 von Diyarbakir nach Elazig:
Bild 11 (B):
Kurz darauf erreichen wir den Bahnhof Maden.
Bild 12 (B):
Bild 13 (B):
Den Halt nutzen viele Reisende, um ihre Vorräte aufzufüllen. An fast jedem Bahnhof gibt es kleine Buffets, wo man das Nötigste bekommt. Von kleinen Schalen mit Salat bis zu Joghurt und frischem Brot gibt es fast alles, was man auf solch einer Reise braucht. Teilweise sind die Stopps so kurz bemessen, sodass nicht alle Fahrgäste vor der Weiterfahrt ihre Einkäufe erledigt haben. In diesem Fall gibt der Bahnhofsvorsteher dem abfahrenden Lokführer per Funk Bescheid zu halten und zu warten, bis alle wieder eingestiegen sind. In Maden gab es das Problem nicht, da wir auf einen Güterzug aus Malatya warten mussten.
Auf der Hinfahrt im alten WL lässt sich die Heizung sogar dazu benutzen, um Brot zu rösten. Allerdings entwickelt sie eine solche Kraft, dass einer unserer Wecker weggeschmolzen ist. Die Verkleidung der Heizung hat noch ganz andere Tücken – man muss schon gut aufpassen, was man darauf ablegt, damit es nicht in die Verkleidung rutscht.
Bild 14 (B):
Maden ist ein größerer Betriebsbahnhof. Hier mit Güterzug gezogen von DE 24 xxx, der hier wartet, um nach dem Passieren des Güney-Express weiter nach Diyarbakir fahren zu können.
Bild 15 (B):
Im Gegensatz zu diesen Aufnahmen aus dem Jahr 1975 ist es 33 Jahr später im Bahnhof still geworden:
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www.1974.trainsofturkey.com]
[
www.1974.trainsofturkey.com]
Der Bahnhof verfügt über eine Drehscheibe. Zwischen Malatya und Diyarbakir ist Maden der einzige Bahnhof, wo Lokomotiven gedreht werden können. Anscheinend wurde davon schon seit ewigen Zeiten kein Gebrauch mehr gemacht,
Bild 16 (A):
Unser Zug bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof:
Bild 17 (B):
Und aufgenommen bei der Einfahrt von der anderen Seite kommend aus Malatya.
Bild 18 (A):
Unten noch einmal die Straße nach Elazig. Falls hier ein Zug entgleist, na dann Gute Nacht.
Bild 19 (B):
Abschließend noch eine Aufnahme vom Inneren des Wagens, bevor es weiter zum Hazar Gölü geht, durch den der Tigris fließt, Dicle Nehri (türkisch). Quellfluss des Tigris ist der Maden, der südlich von Elazığ entspringt.
Bild 20 (B):
Im dritten Teil fahren wir weiter nach Yolcati.
Und hier ein Link zu einem Video (7:41) aufgenommen an einem Bahnübergang mit DE 33 im Bahnhof Ceyhan im Osten der Türkei zwischen Adana und Osmaniye mit Szenen, die typisch für den Verkehr auf der asiatischen Seite sind. Geduld hat auch hier eben Grenzen:
[
www.youtube.com]
Grüße
Alex