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Osteuropa II 2008 - Teil 9, CZ/PL . Rund um Ostrava (m22B.)

geschrieben von: Nil

Datum: 08.02.09 12:56

Hallo Welt,

weiter geht’s mit dem zweitletzten Teil! Wir waren noch mal einen Tag im Grenzgebiet und einmal etwas im CZ Landesinnern an einer Dieselpiste. Wundert euch nicht, die Fotos sind teilweise sehr langweilig …

Im letzten Teil geht’s dann um’s Ösireich und um die heimfahrt.

Viel Spass!




Tag 49: Dienstag, 09.09.2008, Karvina - Karvina, 131km

[maps.google.ch]

Nachdem es gestern Abend noch stark geregnet hat zeitweise sollte es heute schön sein, sollte … den so recht daran geglaubt haben wir nicht. Daniel bekam das schöne Wetter dann aber direkt zu spüren, da die Sonne ihn durch die Fenster um kurz nach 7 Uhr in die Birne zündete. Leider nutzte er die Gelegenheit aber nicht um aufzustehen sondern nur um sich um zudrehen, was aber halb so schlimm war, denn der Wecker rüttelte uns keine 30min später eh wieder aus dem Schlaf. So wurde es dann genau 8 Uhr bis wir rauf zum Frühstück liefen und uns da an unserem Teller verköstigen, es gab ein Ei, Birchermüesli und *mampf* …
Der Plan für heute sah vor erst an der Strecke in Tschechien nach Bohumin etwas zu machen, Daniel hat da gestern aus dem Zug noch eine stelle gesehen, und dann rüber zu wechseln nach Polen an die am Sonntag noch gefundene Stelle mit dem Schrankenposten.
Was wir noch im Kopf hatten für die Mittagszeit war ein City Elefant zu Fotografieren, diese fahren vom Tschechischen Tessin nach Ostrava und auch diese Strecke ist nicht weit entfernt.
Wir fuhren aber erstmal aus der Altstadt raus und ich wählte beim Navi mal die Stelle an, wo sie den hätte sein können. Wir fuhren direkt da hin und es eröffnete sich uns eine „Fotostelle“, eine offene Kurve, ohne wirklichen Hintergrund, aber wir wollten mal abwarten, mit dem wissen nicht zu wissen wohin wir sonst sollen, weil in Polen kannten wir keine Stelle für die Früh und auch in Tschechien gibt es kaum etwas brauchbares als alternative.
Als wir an den BÜ fuhren war er gerade geschlossen, so sputeten wir uns und stellten uns mit der Kamera auf den Weg. Es geschah nichts, nach etwa 2min ging der BÜ dann aber auf und die Trecker welche mit gehäckseltem Mais die ganze Zeit hin und her fuhren konnten durch.
Wenig später senkte sich der BÜ erneut und dann kam auch ein Zug. Erst eine S-Bahn mit einer 460er Komp. Und dann auf Parallelfahrt ein Güterzug mit einer 130er wohl auf dem Weg zur Grenze. Wir rechneten hier mit etwas Verkehr, die Strecke nach Polen war noch drin genau so wie die Strecke runter nach dem Tschechischen Tessin bzw. Cadca in der Slowakei.
30min später kam wieder ein Güterzug mit einer 130er von vorne ehe sich wieder längere Zeit nichts regte. Ausser je einer S-Bahn pro Stunde und Richtung war jetzt Sendepause … es kam einfach nichts mehr von vorne.

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130 014 mit einem Güterzug nach Polen bei Dolni Lutyne

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130 027 mit einem Güterzug nach Polen bei Dolni Lutyne

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460er S-Bahn auf dem Weg in Tschechische Tessin bei Dolni Lutyne

Der BÜ derweil senkte sich bei jedem Zug zeitig und ging dann erst etwa 5min nachdem der Zug durch war wieder auf, für die Trecker muss das extrem mühsam sein ;) Eine 363 kam dann nach einiger Zeit noch als Lokzug … und da war es schon 12 Uhr.
Wir schauten mal im Kursbuch und entschieden uns noch 45min an der Stelle zu verharren, es sollte sich gegen halb im Fernverkehr etwas tun, ein EC nach Warschau und einer nach Zilina war verzeichnet und wir rechneten mit einer Polen und einer ZSSK Lok und möglicherweise bunten Wagenkompositionen.
Der Polen EC kam dann pünktlich mit einer EP09 von PKP Cargo und einer reinen PKP IC Garnitur, der EC nach Zilina kam nicht pünktlich, und war minder interessant. Ein Neulack Knödel zog den Zug bestehend aus einer CD Komposition. Ich hatte die Stelle gesehen, es war zudem auch Sonnentechnisch höchste Eisenbahn zu verduften, der Frontschatten machte sich unangenehm bemerkbar.

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EP09 033 von PKP Cargo mit einem EC nach Warschau bei Dolni Lutyne

Unser nächstes Ziel war die City Elefant Linie im Süden. Im Navi suchten wir mal einen Bahnübergang in einem offenen Gelände und glichen es mit unserer Karte ab, es sah nicht schlecht aus … Zeitlich waren wir gut dran, 30min zum hinfahren und dann hatten wir 20min für die Stellensuche ehe je ein Zug pro Richtung kommt.
Wir fuhren dann durch die interessante Gegend runter, interessant nicht wegen extra schöner Landschaft sondern weil man eigentlich überall irgendwelchen Minen und Kraftwerken entlang fährt … und das meiste schien noch in Betrieb zu sein. Als wir dann so fuhren und um eine Kurve bogen stand ein Mann auf der Strasse mit einer Kelle und winkte uns raus, phhu, Polizei. Verkehrskontrolli, dass verstanden wir, aber er uns nicht. So knallten wir ihm wieder alles hin was wir hatten und nach einem schiefen Blick seinerseits gab er uns etwas überfordert alles zurück und winkte uns weg.
Ohne weitere Verzögerung kamen wir dann an die Strecke und suchten uns zwischen Horní Suchá und Albrechtice u Českého Těšína eine nette Stelle. Was zum Glück möglich war, und nach einer kleinen Rodungsaktion passte auch ein City Elefant perfekt rein. Komischerweise kam dann der von hinten aber auf dem „falschen“ Gleis, er fuhr rechts .. und das obwohl wir immer dachten die CZler fahren links. Kam uns aber gerade recht und wenige Minuten später rollte der Gegenzug auf dem für ihn rechten Gleis gen Ostrava. Vom Bild begeistert packten wir ein und fuhren nach Polen rüber.

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City Elefant von Cesky Tessini nach Ostrava zwischen Horní Suchá und Albrechtice u Českého Těšína

Zur Sicherheit schauten wir noch schnell am Bahnhof von Petrovice u Karviné vorbei um zu sichten was so rumsteht. Von den PCC Loks war nur mehr eine da und auch sonst wirkte der Bahnhof eher gähnen leer als voll. Wir sahen aber bis auf die PCC Lok keine einzige Polenlok, was uns in dem Gedanken bekräftigte das im laufe des Nachmittages bestimmt noch Züge aus Polen kommen müssen und uns dafür in der ersten Phase nichts in den Rücken fährt.
Mit einem kleinen verfahrer erreichten wir dann unsere Stelle wenige Kilometer hinter der Grenze in Polen, stellten unser Auto ab und erfreuten uns das wir nicht zu früh gekommen sind, weil die Sonne war gerade am reindrehen. Wir versuchten uns dann mal zu stellen auf einem „Berg“ neben der Strecke. Es sah zumindest so aus als sei es einer, mit etwas Gestrüpp drauf. Dieses Kraut war aber >2m hoch und sehr dicht … damit einerseits deutlich grösser als wir und eigentlich nicht zu durchlatschen. Wir versuchten dann von hinten noch hoch zu kommen was aber wiederum am viel zu hohen kraut scheiterte.
Wir stellten uns dann an den einzigen möglichen Platz und warteten mal, und nicht lange da senkte sich der BÜ. Wir wussten sogar was kommen müsste, ein EC aus Warschau. Es tat sich aber nichts, 10min vergingen bis dann ein Zug von hinten anstatt vorne kam, es war ebenfalls ein EC. Wieder ging der BÜ runter und wieder dauerte es schier ewig bis der EC kam, wieder mit einer PKP Cargo EP09.

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EP09 035 mit einem EC von Warschau nach Prag bei Marklowice Gorne

Das Foto entstand um ziemlich genau 15 Uhr .. so, jetzt aber Güterzüge, dallidalli. Es dauerte dann aber über 2h bis der BÜ das nächste mal runter ging und eine ET22 mit einem Fiatzug nach Westen rollte, in den 2h geschah einfach nichts! Am Sonntag rollte das aber anders …

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ET22 1118 mit einem Autozug nach Tschechien unweit der Grenze bei Marklowice Gorne

Das Licht war aber eh erst jetzt richtig gut und wir freuten uns als 15min später der BÜ wieder runter ging. Das muss wieder ein Zug nach Westen sein, ausser die Lok kommt leer zurück. Und das war dann leider auch der Fall ;(
Während wir dann im Schatten auf die nächsten Züge warteten war im BÜ Posten Schichtwechsel, und die neue kam nicht mit dem Fahrrad wie die letzte sondern mit dem Auto und das parkte die unfotogen vor dem Wärterposten.
Dann wurde es lustig, wir sassen im Auto im Schatten und da seh ich die Polizei oder der Zoll an den BÜ ranfahren .. ich sag zum Wipf scho, schau die Schmiererei, wetten die kommen zu uns. Voillat, kaum bei uns hielt der Fiat Panda mit iuiuiu Licht auf dem Dach vor unserem Wagen, ein Uniformierter und zwei in Zivil sprangen raus und begannen uns zu belästigen. Papier blabla. Wir taten in diesem Falle was wir in solchen Fällen immer tun, dumm stellen und einfach alles an Papier hingeben was wir dabei haben. Einer nahm dann alles und verschwand mit dem Handy am Ohr im Panda. Ein anderer wollte dann das ich den Kofferraum öffne und mit seinen Gesten gab er mir zu verstehen – ausräumen! Ich tat dann etwas demotiviert und nahm erstmal nur die beiden Schlafmatten gemütlich raus, dann noch das Zelt und noch Daniels Schlafsack.
Das alles eröffnete dem Zollbeamten nur ein Blick auf unser Chaos – und sein Gesichtsausdruck sagte mir in etwa: Phuu, sauerei! Er lief dann weg und ich räumte alles wieder ein. Ich ging dann zum Wipf zurück und wir werweissten was die wollen, wir unterhielten uns auf Schweizerdeutsch und lachten ab und an, was die anderen irgendwie etwas irritierte.
Unsere Papiere waren anscheinend auch in Ordnung und der Trupp verzog sich, aber nicht weit, beim BÜ gingen sie ohne zu Klopfen hoch zur Dame und blieben etwa 10min da drin. Ob wohl die freundlichen PKP Frauen oder jemand der durchgefahren ist den Zoll gerufen haben? „Hallo, ja, hier stehen Ausländer schon den ganzen Nachmittag rum und machen nichts“. Wir waren dann auf jeden Fall froh als der BÜ sich senkte und wir demonstrativ mit unseren Kameras an die Strecke stellten, so dürfte dann auch dem letzten @#$%& klar sein was wir genau machen. Wäre mehr los gewesen wäre die Chance uns beim Fotografieren zu sehen grösser gewesen als beim Rumsitzen, aber so – schon etwas verdächtig, zugegeben.
Der BÜ senkte sich übrigens für eine Gomulka (oder eben nicht ;)) nach Ostrava welche mittlerweile im Büchsenlicht an uns vorbei zog.

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EN57 1951 (die selbe wie gestern) als Regio nach Ostrava bei Marklowice Gorne

Ein Block hinter der S-Bahn räumten wir dann auch zusammen, da kommt wohl nichts mehr im Licht … wie immer mit einem letzten Blick im Grenzbahnhof fuhren wir zurück nach Karvina in die Altstadt. Wieder verbrachten wir den Abend mit einem leckeren Abendessen im gleichen Restaurant wie immer und anschliessend mit etwas Planerei für die letzten Tage und etwas TV gucken im Zimmer *gähn*.




Tag 50: Mittwoch, 10.09.2008, Karvina - Ceske Budejovice, 412km

[maps.google.ch]

Heute stand mal wieder ein grösserer Wechsel an, unser Ziel lag weit im Westen. Ausgesucht haben wir es uns gestern Abend noch nachdem wir im Internet Bilder vom Hofbauer seiner 4010 Abschiedstour gesehen haben. 4010 der ÖBB, jaja, eine Baureihe die uns eigentlich auch noch fehlt, und so war dann nach kurzer Evaluation klar, wir fahren für die letzten zwei Tage ins Ösireich. Da man dieses in einem Tag aber nicht wirklich erreicht und wir den heutigen Tag ja noch nutzen wollten suchten wir uns als Ziel Ceske Budejovice heraus, da kannten wir noch einen Campingplatz mit Cabins.
Der erste Teil vom Tag wollten wir an der Dieselpiste nach Hulin verbringen, den zweiten Teil an der Hauptstrecke nach Prerov. Es passt alles als wir um 7 Uhr motiviert aufgestanden sind, Wetter war wieder ausgezeichnet, wir waren kaum mehr müde und es konnte losgehen. Nach dem Frühstück welches sich qualitativ (und quantitativ) wieder hervor hob und dem zusammenräumen unseres Krempels bezahlten wir noch eben und verliessen dann ein letztes mal die Pension Aldo, aber nicht ohne uns mit Visitenkarten einzudecken, wer weiss .. vielleicht ja mal wieder.
Wir fuhren dann über das Tessin und Frydek Mistek zu der ersten von uns angekreuzten Stelle auf der Karte von der Bahnfahrt. Kuncice pod Ondrejnikem heisst die Ortschaft, in dessen nähe wir uns aufstellten in eine Kurve.
Wir waren da, die Stelle war noch da, die Züge waren auch da, nur jemand fehlte noch nach unserer Ankunft um kurz vor 9 – die Sonne! Unsere Kurve war noch im Schatten, da wir den ersten Brillenzug aber erst in etwa zwei Stunde erwarteten wollten wir einfach mal warten, sicherlich nur eine Frage de Zeit bis die Kurve voll im Licht ist.
Wir hatten aber kaum geparkt und uns mal eingeschossen da ging der Bahnübergang auf dem Feldweg vor uns runter, er ist etwa 2km vom Bahnhof entfernt, wird aber per Seilzug bedient ;) Und der Feldweg hat ein BÜ, die Strasse zu den paar Häusern auf welcher wir gekommen waren hingegen nicht, verkehrte Welt.
Der BÜ war unten und es dieselte von der richtigen Richtung, es kam dann der wohl tägliche Nahgüterzug, mit einer Nähmaschine im Licht .. und immer diese süssen Begleitwagen ;)

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742 377 mit einem Nahgüterzug rgt. Ostrava bei Kuncice pod Ondrejnikem

Für den folgenden Regio, ein Schneewittchensarg, liefen wir dann mal ans andere Ende der Kurve um ihn im vollen Licht erlegen zu können, was nach einer Stunde warten auf einer sonnigen Wiese um etwa 10 Uhr auch prima gelang.

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843 mit Büchsenhängern als Regio von Hulin nach Ostrava bei Kuncice pod Ondrejnikem

urück am Wagen dauerte es erneut 1h bis der nächste Zug folgen würde, diesmal aber ein Brillenexpress. Ostrava hat nicht viele bunten Brillen, trotzdem hofften wir natürlich auf eine, wurden aber enttäuscht. Bis auf den Schienenräumer war alles normal langweilig.

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754 040 mit einem Regio nach Ostrava bei Kuncice pod Ondrejnikem

An die nächste Stelle hatten wir es nicht weit, gleich schon hinter Frenstadt pod Radhostem, der nächsten Ortschaft, haben wir uns die nächsten fotogenen Meter notiert. Da der nächste Zug aber weit über eine Stunde entfernt lag mussten wir uns die Zeit irgendwie vertreiben, und dies taten wir mit einem zweiten Frühstück in der Sonne.
An den Stellen wollten wir insgesamt 4 Züge schiessen, davon ein Brillenzug und drei 843, so sagte es die Zelpage voraus, und sie sollte wieder mal recht behalten.
In der wirklich netten Landschaft zwischen Frenstadt pod Radhostem und Verocive erlegten wir erst einen Sarg nach Osten, dann einen nach Westen, dann einen nach Osten und zum schluss um nun schon 4tel vor 2 einen Brillenzug nach Ostrava. Leider war aber dieser wieder mal mit einer langweiligen braun / grünen Brille bespannt.

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843 003 nach Ostrava hinter Verocive

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843 als Regio nach Hulin in der nähe von Verocive

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843 von Ostrava mit Büchsenhängern bei Verocive

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745 hat den Ausgangsbahnhof Verocive erst vor kurzem verlassen und rollt gen Ostrava

Der sehr maue Verkehr auf der Strecke und die, seltenen und langweiligen Brillen vertrieben uns danach an die Hauptstrecke, obwohl wir noch einige Stellen offen hatten auf der Karte.
Das wechseln auf die Hauptstrecke war eine glatte Sache, da die Parallel laufende Strecke keine 20km weit von uns entfernt war. Die rausgeschriebene Stelle hatten wir dann nach bereits 30km erreicht. Die Sonne am Kirchenblick von Jesenik nad Odrou war gerade am reindrehen und die Stelle mochte uns gefallen. So parkten wir auf dem Feldweg daneben und warteten mal auf die Züge.
Beim anfahren der Stelle fuhr uns ein Post-Knödel in den Rücken und kaum waren wir an der Stelle noch ein Post-Gorilla, wir hofften natürlich, dass diese beiden Loks nach der Wende in Bohumin wieder zurückkommen werden.
In den nächsten 2h Stunden rollte es gewaltig, Knödel in allen möglichen Farben, mit Güter und Personenzügen, eine 130 schaute vorbei, die beiden Postloks, eine 460er Regiokiste und sogar eine Schlumpfine. Wir waren nicht lange da, da fuhr ein Skoda Kombi auf dem Feldweg an uns vorbei und parkte kurz dahinter. Wir stellten uns bereits auf eine kleine Diskussion ein mit einem Anwohner als der Fahrer wenig später mit Sack und Pack und Leiter daher gelaufen kam. Aha?! Da war es wieder, unsere Motivklingel hatte im richtigen Moment geklingelt, denn wenn die Einheimischen an eine Stelle kommen kann sie so schlecht nicht sein für die Strecke ;)
Er baute dann seine Ware auf und wir kamen mit ihm, in Englisch, ins Gespräch. Ein Vollzeit Fotograf war es, für den Railvolution Verlag. Und er war nur wegen der Schlumpfine gekommen ;)

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363 035 mit Güterzug nach Westen bei Jesenik nad Odrou

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363 041 in gutem Zustand mit Güterzug nach Westen bei Jesenik nad Odrou

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130 016 mit Güterzug nach Westen bei Jesenik nad Odrou

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362 172 mit einem EC von Warschau nach Prag bei Jesenik nad Odrou

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362 121 mit einem R nach Westen bei Jesenik nad Odrou

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151 014 (Post) mit einem R nach Westen bei Jesenik nad Odrou

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363 008 mit einem Güterzug nach Westen bei Jesenik nad Odrou

Er, ein Tscheche natürlich, war ein absoluter Stadler-Fan (sei auch schon in der Schweiz gewesen auf Einladung ect.) erklärte uns dann warum seiner Meinung nach die CD die schlimmste Eisenbahn auf dem Kontinent ist ;) Büchsen mochte er nicht, die RegioNova schon gar nicht, mit den neuen Loks kann er sich nicht anfreunden ect. Ich sah in ihm dann mich, wenn ich über die Schweiz rede ;)
Dann geschah wieder etwas merkwürdiges, es kam NOCH einer! Diesmal ein älterer, er konnte ein wenig Deutsch und mit ihm unterhielten wir uns dann, nachdem der andere mit dem Schlumpfinenbild im Sack zusammenräumte.
Aber auch wir räumten dann bald zusammen, es war etwa 16:30 und die Sonne hatte den idealen Winkel bereits wieder verlassen.
Nun stand der lange Weg nach Ceske Budejovice auf dem Plan, etwa 4h veranschlagte da unser Navi für. Was eine Ankunft so um 21 Uhr bedeutet, kam uns aber gerade recht.
Wir schworen uns diesmal dem Navi nicht einfach Blind zu vertrauen und kontrollierten die Route kurz vor der Abfahrt. Wir wollten nicht zu viel Autobahn fahren und dafür einen riesen Umweg für ein paar Minuten Zeitgewinn in Kauf nehmen, aber auch nicht nur über Land gondeln weil kürzer. Als es dann aber dunkel wurde irgendwo auf der Autobahn hinter Brno dachten wir nur, ääh, das steht dann schon nach Ceske auf einem Schild wenn es soweit ist, wir folgen einfach den Schildern. Als das Navi dann auf einmal von der Autobahn runter wollt folgten wir, weil in der grossen Kontrolle sah es direkt aus ;). Es ging dann aber erstmal viele Kilometer durch das CZ Hinterland auf nicht wirklich grossen Strassen … wir verfluchten das Navi und unsere Faulheit der Kontrolle wieder mal ein wenig.
Im nachhinein betrachtet fuhren wir aber den direktesten Weg, sogar google.maps schlägt die gefahrene Route als schnellsten Weg vor. Sooo falsch konnte es also nicht gewesen sein ;)
Um kurz nach 21 Uhr erreichten wir dann den bekannten Campingplatz, obwohl nirgends aufgeführt reichten unsere Erinnerungen um ihn direkt ansteuern zu können. Wir schnappten uns bei der Deutsch sprechenden Dame an der Rezeption eine Hütte und gingen anschliessend noch in die Stadt kurz etwas Essen.
Zurück im Haus schlossen wir unsere Planungen für den morgigen Tag im Ösireich ab. Nach einem 4010 am morgen wollen wir uns an der Westbahn etwas die Zeit vertreiben, masste statt Klasse, aber Wurscht!




Das war’s! Bis zum letzten Teil wird wohl noch etwas mehr Zeit vergehen, er sollte aber noch diesen Monat folgen. Muss schliesslich den Urlaub endlich mal abschliessen, dann kann ich im März mit gutem Gewissen wieder in den Urlaub ;)

En Gruess
Nil

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...
Hallo

Zitat:
http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.09.10%20Ceske%20Budejovice/DSC_0796k%20copy.jpg
Das ist kein Sarg(843) sondern ein 842 ;-).

Ansonsten wie immer tolle Bilder von dir!

grüße aus leipzig
Tony

http://abload.de/img/dd-lklein0hb8g.jpg

"Das Ziel bestimmt die Art und Weise, wie man dahin gelangt"
(Emanuel Seidelbast)
Tony Laake schrieb:
-------------------------------------------------------
> Das ist kein Sarg(843) sondern ein 842 ;-).

Wobei Ersterer nur die Weiterentwicklung von Zweiterem ist. Daher ist lt. hier der Ausdruck u.a. wohl für beide Baureihen üblich.

> Ansonsten wie immer tolle Bilder von dir!

Dem ist nichts hinzuzufügen!


Gruß André

.
Hallo,

stimmt!
Aber wie heissen die denn? Nochmal so ein ulkiger Name?
Ich habe sogar optische Unterschiede zu den 843 entdeckt ... gewaltig ;)

En Gruess

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...
> Ich habe sogar optische Unterschiede zu den 843
> entdeckt ... gewaltig ;)

Der technische Unterschied ist schon größer:
842 hat dieselhydraulischen Antrieb
843 hat dieselelektrischen Antrieb

Viele Grüße

Tobias


http://www.vt610.de/banner/bahnbilder-nordbayern.jpg