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Hallo Welt,

der nächste Teil des Urlaubs.
Es sind zwei Tage Poprad, mit einem kleinen Besuch in der Polnischen Grenzregion um Plavec .. am besten anschauen!




Tag 41: Montag, 01.09.2008, Poprad - Poprad, 183km

[maps.google.ch]

Was genau wir heute machen wollten war nicht ganz klar, nur ein Ziel hatten wir auf sicher, die alten GTW's mit den Tatrabergen am Morgen mussten sein. Pünktlich um 8 Uhr standen wir auf und gingen runter zum Frühstück welches wie letztes Jahr von einer hervorragender Qualität war. Es wird hier zwar weder Rührei noch Würstchen serviert, aber diese eine Sauce mit Zwiebeln und Kräutern ... mmmmmmmmmh, ein Traum! Nach dem Frühstück machten wir uns mal auf an die Stellen von gestern zwischen Poprad und Velki Slakov. Laut Kursbuch erwarteten uns drei Züge in einem Abstand von jeweils 30min, der einzigen Stunde im Tag mit einem Halbstundenverdichter *wow*.
Wir fuhren dann erstmal den Bahnhof von Velki Slakov an und stellten da unsere schöne Karre wieder mit der kaputten Seite der Strasse abgewandt hin. Direkt an ein Gleisdreieck, was uns sämtliche fragen nach: gibts die Strecke schon länger als die GTW's beantwortete.
Denn das Gleisdreieck sah 1., überhaupt nicht mehr benutzt aus und 2. waren die "enden" viel zu kurz für einen GTW. Warum aber da in dem Bahnhof von 3-Eck steht .. man weiss es nicht so genau ;).
Für den ersten Zug nach Poprad wollten wir direkt an der Bahnhofsausfahrt stehen, wir dachten, da hat man die Tatraberge hinten drin, was aber eine Fehleinschätzung der Situation war. So sahen wir uns gezwungen weiter nach vorne in die lange gerade vor Poprad zu spazieren. Gerade als wir auf dem höchsten Punkt der geraden angelangt sind rollte auch schon der Gegenzug aus Poprad an uns vorbei. Die lange gerade eignet sich natürlich vor allem für die Züge nach Poprad dank den Tatrabergen als Motiv, aber auch die Gegenrichtung mag richtig umgesetzt zu gefallen - den in der geraden drin gibt es eine Senke wo die Züge runter und drüben wieder hochfahren, sieht ganz schön steil aus und lässt sich mit etwas Tele prima einfangen.

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GTW Doppel auf dem Weg nach Strbske Pleso bei Velki Slakov

Der Zug war im Kasten, der von hinten noch nicht zu sehen also sputeten wir uns etwas um bis ans andere Ende der Geraden zu kommen, was gerade so gelang, mit uns war auch der Zug nach Poprad an der Stelle.

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Doppel GTW nach Poprad aus Strbske Pleso vor Poprad

Für den nächsten Zug hatten wir es dann nicht mehr so weit, in einer Kurve drin schossen wir ihn, und an der Stelle hat man die ganze hohe Tatra im Bild, deshalb ist die auch nicht ganz unbekannt. Leider war der Taktverdichterzug welcher jetzt kam nur aus einer GTW Einheit gebildet und nicht aus zwei wie die ganzen normalen Züge, was an der Stelle nicht gerade von Vorteil war (da bräuchte man aber im idealfall eine GTW 4 Fachtraktion oder so ;)).

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GTW als Halbstundenzug nach Poprad vor der Kulisse der hohen Tatra

Nach dem Foto trennten wir uns, Daniel lief hoch zum nächsten BÜ wo ich auch hinwollte, aber mit dem Wagen. Damit wir nach dem nächsten und für uns letzten Zug fix verduften konnten wählten wir diese Variante, ansonsten wäre für beide ein Fussmarsch von etwa 25min angestanden, so konnten wir es jeweils halbieren. Oben am BÜ angelangt stand Daniel schon an der Stelle und ich brauchte mich nur mehr neben ihn zu stellen und den Auslöser zu betätigen als der Zug kam.

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GTW Doppel schon auf dem Stadtgebiet von Poprad vor der hohen Tatra

Nun war unser einziger geplanter Punkt für diesen Tag abgehackt, was nun? Auf die Plavecpiste, oder zurück ins Hotel, oder an die Hauptstrecke? Wir waren uns schnell einig, dass die Plavecpiste das nächste Ziel sein sollte. Und wieder Zufall es will kam just zum Zeitpunkt des Erreichens der Strecke in blauer GTW von Tatranska Lominska nach Poprad vorbei welche wir an einer Stelle nächst der Strasse nach einem Sprint prima erlegen konnten, wieder bildeten da die Tatraberge und beim Nachschuss das Städtische Klärwerk von Poprad das Hauptmotiv.

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GTW 840 005 aus Tatranska Lominska nach Poprad bei Velka Lominca

Zu den Bergen noch zu sagen das die am heutigen Tag komplett frei waren von jeglichen Wolken, warum ist nicht so klar, weil noch gestern waren die Berge so wie letztes Jahr auch dick in Wolken verpackt .. das scheint wohl normal zu sein dachten wir. Die Wetterlage war aber mit geistern auch nicht unbedingt vergleichbar, den anstatt blauem Himmel waren im Westen sehr dichte Schleier am Himmel und die bewegten sich, wenn auch langsam, in unsere Richtung. Da wir eh nach Osten fuhren rechneten wir damit diese abhängen zu können, was zum Glück gelang. Ohne weitere Halte fuhren wir dann zum Bahnhof von Plavec. Eigentlich auf der Suche nach einer Stelle für zwei GTW's, die Suche misslang aber, auch an etwas demotivation welche uns immer noch im Griff hat (danke liebe @#$%&!).
Das Studium des Kursbuches krempelte unsere Planung dann noch etwas um, von den GTW's wechselten wir zum hochwertigen Internationalen Fernverkehr rüber. Plavec liegt an der Hauptstrecke von Kosice nach Polen (Krakau / Warszawa) und bildet da den Grenzbahnhof auf der Slowakischen Seite. Es gibt nebst Regional und Güterverkehr auch ein EC Zugpaar pro Tag welches Warschau mit Budapest über die Slowakei verbindet. Diese beiden Züge sollten innert der nächsten 4h folgen, was uns bewog mal etwas in der Ecke zu bleiben. Der Bahnhof selber ist nicht fotogen aber zum Gucken gut geeignet, was einem etwas merkwürdigen Betriebsablauf der Slowaken und der Polen zu verdanken ist. Der Bahnhof liegt nicht direkt an der Hauptstrecke sondern etwas abseits, Züge die die Hauptstrecke befahren müssen ihn ihm jeweils Kopf machen - eine Verbindungskurve direkt um den Bahnhof zu umfahren besteht zwar, wird aber unserem Augenschein nach nicht mehr wirklich benutzt. Da der Bahnhof ja eh nah an der Grenze ist bietet es sich an die Loks zu wechseln da drin, was bei dem EC Zugpaar auch so praktiziert wird. Bei den Güterzügen jedoch nicht ... die Slowaken fahren die Güterzüge in den Bahnhof rein, spannen vorne eine neue Lok ran und fahren dann bis in den Polnischen Grenzbahnhof bei Muszyna um da den Zug wieder zu verlassen. Warum man nicht direkt da die Polenloks davor hängt oder einfach das Gleisdreieck ausfährt ist uns nicht so klar, aber man hat ja anscheinend Zeit genug für solche Spässchen ;). Gerade mit unserer Ankunft in diesem Bahnhof verliess ein Polen-Triebwagen die Gleise auf dem Weg rüber nach Polen, schade waren wir nicht noch früher da, denn die Kiste fährt nur etwa zwei mal am Tag rüber.
Für den EC nach Warschau fuhren wir dann etwas raus aus Plavec an die einzige Stelle wo er noch mit akzeptablem Frontschatten kommt, ansonsten verläuft die Strecke sehr in Nord / Süd Richtung, was bei einem Nordfahrer am Mittag natürlich alles andere als ideal ist.
Wir kamen an der Stelle an und warteten ... nicht sehr lange und da rollte ein Güterzug mit einer Slowaken Doppellok nach Polen rüber, leider aber im Halblicht. Nach etwa 1 Stunde kam dann die Polen Lok, eine EU 17, leer aus Polen vorbei gefahren um in Plavec den EC zu bespannen welcher dann wiederum einige Zeit später an uns vorbei rollte.

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EU07 158 nach als Lokzug Plavec bei Leluchov – das Dorf hinten liegt bereits in Polen während wir noch in der Slowakei standen.

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EU07 158 mit dem EC von Budapest nach Warschau bei Leluchov

An der Komposition wollten wir festmachen ob wir den Gegenzug in 3h noch abwarten oder nicht. Die Komp. besteht aus 4 Wagen, davon ein Ungarischer Speisewagen eingeklemmt in einen PKP IC A und zwei B - Bunte Mischung, also bleiben für den Gegenzug.
Für den Gegenzug wollten wir dann erst am anderen Ende der Kurve stehen ... verliessen die Stelle aber wieder nachdem ein Güterzug (mit der selben 131 welche vorhin raus ist) aus Polen an uns vorbei gerollt ist.

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131 038 mit einem Güterzug aus Polen bei Leluchov.

Warum wir die Stelle verliessen? Weil jetzt nichts mehr in Polen drüben war was hätte kommen können und der EC war noch fast 2h weit entfernt. Wir wollten also mal noch den Polnischen Grenzbahnhof anschauen, mit den ganzen Polenloks drin. Der Grenzübertritt gelingt natürlich dank Schengenraum ohne auch nur von einem Zöllner angegafft zu werden, für uns Schweizer immer wieder ein Erlebiss ;) Im Bahnhof von Muszyna hielten wir dann mal inne und parkten unseren Wagen um das herumstehende Material der PKP zu sichten. Es stand nebst einer Doppellok der Baureie ET41 noch eine urchig alte Lok der Baureihe ET 21 herum mit einem Schotterzug oder etwas dergleichen.
Nachdem wir alles erlegt hatten wollten wir raus an die Strecke, den beide Züge waren bemannt und sahen nach abfahrt aus. An die Strecke .. soso, nur, an welche? Es gibt zwei ab dem Ort, wir hatten aber keine Ahnung welche der zweien wohin führt geschweige den wo was läuft (jaja, wir haben uns gut vorbereitet, ich weiss, wir hatten nicht mal ne Landkarte von der Gegend ;)) Als dann am Dorf BÜ noch der Güterzug mit der ET 41 an uns vorbei rollte war klar, sein lassen, bevor wir an die falsche Strecke stehen .. was durchaus hätte gelingen können, den beide sahen sehr gut abgefahren aus (später sahen wir dann, dass die eine Strecke nur eine Stichstrecke war … da also bestimmt kein Güterzug gekommen wäre ;)).
Also zurück in Richtung Slowakei, da wissen wir wenigstens was kommt, ein EC und ein Güterzug, denn gerade mit uns traf auch wieder eine Slowakische Doppellok als Lokzug im Bahnhof ein, natürlich um einen Zug aus Polen zu holen und in die Slowakei rüber zu schleppen. Hinter diesem Muszyna fanden wir dann eine Stelle für den EC, den Güterzug mussten wir notgedrungen auch da schiessen, das Foto ist aber für die Tonne.
Beim erreichen der Stelle auf einem Hügel liefen wir an zwei arbeiteten Polen vorbei, und natürlich liessen die es sich nicht nehmen uns anzuquatschen, Daniel machte dann einen Fehler (?) ... er fragte: Deutsch? Er meinte damit natürlich die Sprache, ob die beiden das aber so verstanden haben wissen wir nicht, weil es kam zurück von beiden: niet Deutsch! Einer der beiden sprach dann relativ gut Englisch und wir erklären den Mannen mal das wir aus der Schweiz sind und was wir so treiben.
Wir hatten von den beiden aber dann das OK und warteten in der Sonne bei einem frischen Wind auf den EC. Unter uns im Dorf in den Gärten der Häuser waren die Leute damit beschäftigt mit Sensen das Gras zu mähen bzw. die Frauen damit Kartoffeln aus den Feldern zu holen. So sassen wir da und hatten etwas zum gucken während der langen Wartezeit, denn auch die Töchter des Hauses mussten in einem Feld mit anpacken und mit einer Hacke das Gemüse aus dem Feld holen ;)
Vor dem EC kam dann der Güter welcher aber wie gesagt für die Stelle nicht wirklich geeignet war. Dann folgte der EC wieder mit einer Polenlok die aussieht als ob sie bereits mehrere Kriege überlebt hat, so alt sieht die aus, und mit den Glubschaugen sowieso ;).

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EP07 410 mit dem EC von Warschau nach Budapest hinter Muszyna

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Hier noch ein Bild von unserem „unaufällig“ gefixten Auto ;)

Als der EC vorbei war fuhren wir wieder zurück in die Slowakei, das Ziel war jetzt Poprad und unterwegs wollten wir noch zwei GTW's erlegen welche von und nach Plavec fahren. Der Plan wurde dann aber von einer Stelle durchkreuzt welche wir nahe Podpilie an der Hauptstrecke nach Kosice fanden ... eine Strassenrbücke erlaubte einen Blick über die Landschaft und die Bahn, dass beste daran, der EC stand noch in Plavec im Bahnhof und musste noch an uns vorbei rollen. Daniel meinte zudem im Bahnhof einen Gorilla erkannt zu haben, was die Motivation zu warten noch mehr steigerte.
Der Zug kam zwar "nur" mit einem blauen Knödel, kam aber trotzdem sehr nett - ZSSK Lok vor PKP und MAV Wagen.

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362 014 mit dem EC aus Polen nach Budapest bei Plavec

Wir erwarteten hinter dem EC noch einen Güterzug, wann soll er Plavec verlassen wann nicht dann? sagten wir uns. Es kam aber keiner, stattdessen wurde das Signal von hinten grün und ein 460er Triebzug rollte an uns vorbei, natürlich nicht ohne erschossen zu werden von unseren Kameras.

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460 von Presov nach Plavec bei Podpilie

Nach der Einfahrt von dem kam der Güterzug, natürlich mit einer Doppellok bespannt, ob es in dem Land auch etwas anderes gibt? ;)

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Güterzug aus Polen mit 131 032 nach dem Kopfmachen in Plavec

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GTW von Poprad nach Plavec bei Plavinca kurz vor Plavec

Der GTW nach Poprad war schon lange weg, es blieb uns einzig der von Poprad übrig, welchen wir nahe Plavinca nach 5min wartezeit nett mit einer Telegrafenleitung im Vordergrund erlegen konnten.

Nach dem Foto fuhren wir ohne halt durch bis hier zur Pension Jakub in Poprad, einzig ein blauer alter Skoda meinte uns und noch viele viele andere Autos aufhalten zu müssen, die Kolonne war zeitweise recht lang ... die gute Frau die da drin sass lass sich aber von der Huperei und drängelei aller Autos nicht wirklich beeindrucken und fuhr gemächlich mit 60 übers Land. Und das auf einer Strasse praktisch ohne Überholmöglichkeit ... die Geduld will ich haben ;)
In der Pension angekommen machten wir uns kurz frisch und liefen dann in die Fussgängerzone zum Essen. Danach ging es noch kurz in den Bila in der Nachbarschaft ehe wir hier im Zimmer sitzend den restlichen Abend verbrachten ... *gähn*.
Und morgen geht’s zur Garage, gespannt wie lange es dauern wird unsere Scheibe zu ersetzen ...




Tag 42: Dienstag, 02.09.2008, Poprad - Poprad, 148km

[maps.google.ch]

Sonnenschein, schon wieder war es strahlend schön und die Tatraberge waren Wolkenfrei – verdammt, dieses schöne Wetter und wir hatten wieder nicht die grosse Lust etwas zu unternehmen heute beim aufstehen. Die Lust kam später dann zum Glück wieder, erstmal stand aber nur ein einziger Programmpunkt an: Chevygarage! Da heute Dienstag der erste Arbeitstag nach dem langen Slowakischen Wochenende ist war diese wieder geöffnet und hoffentlich bereit für unser Problem.
Wir schliefen gemütlich bis um 8 Uhr und setzten uns dann ans Frühstück, wo es heute anstatt eine Zwiebelpaste eine leckere Tartarensauce gab – auch nicht verkehrt. Nach dem Frühstück fuhren wir mal zur Garage, was gar nicht so einfach war wie gedacht. Den Unmengen an Autos wollte in die Gleiche Richtung wie wir. Was am Kreisverkehr scheiterte, dieser war gottlos überfüllt und da wir aus einer Nebenstrasse in die Hauptstrasse einbiegen wollten lies uns und alle anderen auch niemand rein. Daniel wendete dann gekonnt und wir fuhren einen kleinen / grossen Umweg um die Stadt herum. Wir @#$%&, es wäre einfacher gegangen, haben wir aber erst später bemerkt ;).
In der Garage angekommen suchten wir uns erstmal jemand mit Deutsch oder Englisch Kenntnissen (sollte in Deutschendorf wohl erwartet werden dürfen). Englisch war möglich, aber nur sehr beschränkt, so packten wir den Mitarbeiter am Arm und zeigten ihm unser „Problem“ vor Ort am Objekt. Er verstand und begann zu rechnen, zu schreiben und meinte, dass es schon so 3 – 4 Tage dauern würde. *ompf*, was bitte? So lange .. hmm, also möglicherweise am Freitag fertig, vielleicht auch erst am Montag – in einer Woche! Was wollten wir so lange hier?
Ich fragte dann wann wir kommen sollen mit dem Wagen, dann meinte er nach einer weile und nach der Nachfrage bei seinem Kollegen – am Donnerstag. Na gut, das klingt schon besser … und dann fragten wir zur Sicherheit noch nach dem Preis. Er begann zu rechnen und schrieb 9000 Kronen auf einen Zettel. 450 CHF? Wow, so viel? Aber was bleibt uns anderes übrig, dachten wir … und liefen mit ihm nochmals raus. Er schaute dann noch mal etwas nach uns korrigierte den Preis runter auf 7500 Kronen. Wir verstanden seine Notiz zwar sprachlich nicht, sahen aber dass er 5 Einheiten aufgeschrieben hat, wohl die Anzahl stunden.
7500 Kronen klangen schon besser, trotzdem baten wir ihn noch kurz um etwas Geduld – wir mussten uns zur Beratung zurückziehen. Erstmal rufte Daniel beim Ilg an, nachfragen was den so ein Fenster bei ihm kostet, weil theoretisch hätten wir ja auch so zurück fahren können mit der kaputten Scheibe, ginge schon irgendwie. Er meinte dann aber das er es (und wohl niemand) günstiger machen würde als 400 CHF, eher sogar mehr.
Nächster Gedankengang, wollen wir wirklich bis am Donnerstag hier bleiben oder sollen wir die Scheibe bei einer Garage „bestellen“ an einem neuen Ort wo wir dann hinfahren würden? Ach, alles Käse, wir gaben dem Herren dann bescheid das wir einverstanden sind und wir am Donnerstag wieder kommen würden, er bat uns um 7 Uhr zu kommen *uff* ;)
Wir sind also schon etwas erstaunt, 5h um eine Scheibe zu ersetzen? Was ist den da gross dabei? In 5h wird doch bestimmt so ein ganzer Matiz zusammen gesetzt bei Chevrolet in Japan / China oder woher die auch immer kommen ;)
Zurück im Zimmer, es war bereits etwas nach 10 Uhr suchten wir etwas Ablenkung im Internet ehe wir doch noch etwas machen wollten mit dem angefangenen Tag. Erstmal in die Stadt, Ansichtskarten kaufen und dann noch an die Strecke, wieder nach Osten, auch an den Ort des Verbrechens, mal die nähere Umgebung etwas genauer absuchen, vielleicht liegt ja irgendetwas von unserem Krempel noch rum.
Wir liefen alsbald in die Stadt, kauften uns Ansichtskarten und brauchten nur noch Briefmarken. Auf dem „Postamt“ stellten wir uns in die Reihe und warteten eeewig, 15min später kamen wir dran um fest zu stellen das dies die Postbank und nicht die Post sei, Briefmarken haben sie nicht. Toll ;) Wir liessen uns noch schnell den Weg zur Post erklären und liefen dann dahin, das Gebäude ist sehr schön unscheinbar, nur klein steht Post drauf . Da drin mussten wir dann aber immerhin nicht anstehen um unsere Marken zu erhalten. Gegenüber der Post setzten wir uns dann noch in einen Imbiss und gönnten uns einen kleinen Snack für zwischendurch.
Die Stadt ist aber wieder komisch, am Abend Menschenleer war sie um die Mittagszeit umso voller … an einem normalen Arbeitstag.
Zurück in der Pension, es war kurz nach Mittag legten wir uns wieder etwas hin, bei dem Hochlicht muss man ja nicht raus und die Stelle welche wir anfahren wollte war geschätzt erst ab ca. 14 Uhr im Licht.
Verpasst haben wir während dem entspannen nicht, es fuhren nur etwa zwei Güterzüge vor unserem Fenster vorbei. Um etwa 14 Uhr brachen wir dann auf, an die erste Stelle bei Markusovce – grossartig Lust um etwas neues zu suchen hatten wir nicht, wir suchten eigentlich nur noch einen Lückenfüller bis zur Abendstelle bei den Zigeunern.
An der Stelle angelangt parkten wir und liefen hin, es kam in der nächsten Stunde viel, aber und auch fast alles was wir wollten, ein blauer Gorilla, ein altlack und ein neulack Knödel und sogar noch eine 82er mit Güterzug. Was aber nicht kam war eine Doppellok – die wollten wir aber. Wenn schon Tatrabahn dann bitteschön auch mit Doppelknödel.

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163 111 mit einem Regio nach Poprad bei Markusovce

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183 016 mit einem Güterzug nach Westen bei Markusovce

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350 01X mit dem Fernverkehr nach Bratislava ...

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... und nochmal ein Regio nach Poprad mit 183 107 bei Markusovce

Die von uns gesetzte Deadline war dann aber erreicht und wir fuhren ohne Doppelknödel, weil der Fernverkehr aus Kosice drückte, um den an der Zigeunerstelle noch zu erwischen war etwas eile gefragt. Kaum waren wir im Wagen rollte oben natürlich ein Güterzug mit einer Doppellok vorbei, dass beste daran aber, sie wurde von einem Gegenzug zugefahren *ätsch*, so hätte es uns nur noch mehr genervt.
Zum Glück aber brachen wir auf bei unserer toten Linie, denn kaum an der Stelle bei Richnava angelangt rollte auch schon der Fernverkehr durch. Leider mit einem blauen Knödel und nicht mit einem Gorilla … Zu unserem Glück folgte nach 5min ein Güterzug mit Doppellok welchen wir noch an der Stelle erlegen konnten.

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Knödel mit dem Fernverkehr von Kosice nach Bratislava bei Richnava

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131 mit einem Güterzug nach Westen bei Richnava

An dieser Stelle war das Licht dann schon wieder weg, für den nächsten Fernverkehr hatten wir eine Stelle Spisske Vlachy im Kopf – für diesen wollten wir wieder dahin.
Erstmal begann dann aber die Suche am Rastplatz und am Strassenrand auf den nächsten paar Kilometern nach unseren Habseeligkeiten. Als beim nächsten Rastplatz auch nichts zu finden war gaben wir auf, dann haben die Buebm wohl auch gefallen an den Rücksäcken gefunden und nicht nur an unserem Zeug in ihm drin.
Wir fuhren zurück und fanden bei RIchnava noch eine andere Stelle welche eigentlich recht nett aussah. Wir parkten in einer Parkbucht oder Bushaltestelle und liefen zur Stelle direkt an der Strasse.
Beim durchfahren da sind uns schon immer die vielen Personen aufgefallen, die auch Brot und Beeren verkauften an der Strasse … dass was wir nun sahen erwarteten wir aber nicht. In einem kleinen Tal drin war eine recht grosse Romassiedlung angelegt. Primitive Hütten standen da im Tal drin, und dann nicht wenige … aus Holz und Wellbech zusammen geflickt. Überall im Dorf und auch auf dem „Platz“ davor war Betrieb, kleine Kinder, alte Männer und ganze Familien standen rum und schienen sich die Zeit zu vertreiben. Unbeirrt davon standen wir direkt auf der anderen Strassenseite hin und schauten auf die Strecke. Es dauerte nur Sekunden da hatten wir das Gefühl vom ganzen Dorf angegafft zu werden, wieder nur wenig später kamen die ersten Kinder zu uns und schauten uns ganz genau an … zogen dann aber wieder ab – sie wollten aber nichts haben, haben also nicht gebettelt. Hat man uns also akzeptiert?
Mein Fehler, dass ist mir erst da aufgefallen, ich hatte die Kamera „offen“ mitgenommen, nicht in einer Tasche drin hab ich sie mir einfach um die Schulter gehängt, vielleicht nicht das beste da mit einer Kamera vor der Siedlung zu stehen – wer weiss was die in uns für eine Bedrohung sehen? Aller Ansicht nach eine so grosse Bedrohung, dass gleich 3 Männer, etwa in unserem Alter, von einem älteren „abkommandiert“ wurden und zu uns liefen. Die drei stellten sich wortlos hinter uns an die Leitplanke, keiner sagte auch nur ein Wort, wir plapperten weiter untereinander kamen uns jetzt aber etwas bedrängt vor. Weil die 3 die standen da, taten nichts, schauten uns nur an und standen da.
Wir kramten dann im Kursbuch rum und mussten feststellen das der Fernverkehr erst in 20min hier sein sollte. Wir entzogen uns dann der Situation und traten die Flucht an, wir liefen gemächlich zum Wagen zurück. Immer in der Hoffnung das uns die anderen nicht nachlaufen, weil die ganze Sache war uns nicht mehr ganz geheuer da. Wir waren froh als wir im Wagen sassen und davon fuhren,
Nur zum klarstellen, ich habe nichts gegen die Leute (Roma oder @#$%& oder was auch immer) da, denen geht’s nicht sonderlich gut, ich will auch niemanden vorverurteilen, aber diese „Getho“ da im Tal drin mit den anscheinend unterbeschäftigten Bewohner ist mir suspekt, da würde ich mich kein zweites mal hinstellen – wer weiss was die alles machen wenn die sehen das es bei uns etwas holen gibt.
Die Siedlung da wird aber anscheinend geduldet – ich würde aber fast Wetten das irgendwo da in einer Hütte unsere Krempel lag, wir hatten schon Ausschau gehalten ob nicht jemand mit unseren Klamotten rum läuft ;) Hätten wir gewusst was da im Tal drin alles los ist hätten wir unseren Wagen letzten Samstag garantiert nicht 300m davon entfernt unbeaufsichtig geparkt – never!
Erleichtert fuhren wir dann an die letzte Stelle des Tages und waren froh, dass auf der Strasse wo wir geparkt hatten kaum etwas los war, auch war unser Wagen vom Feld aus super ein zu sehen … wichtig! ;)
An der Stelle kam dann der Fernverkehr wieder mit einem Knödel und zwei mal ein Güterzug mit einem Doppelknödel. Das Licht wurde büchsig und mit der Zeit fanden uns die Stechmücken welche da in dem Gewächs drin wohnen, was uns zu fluchtartig vertrieb.

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362 013 mit einem IC nach Bratislava bei Spisske Vlachy

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131 im letzten Licht mit einem Güterzug nach Westen bei Spisske Vlachy

Zurück in Poprad besorgten wir uns im Bila etwas kleines zu Essen, das Mittagessen war immer noch nicht voll verdaut und besetzte noch den Platz im Bauch für etwas rechtes. Jetzt sitzen wir wieder hier, wir bereiten uns mit unserem gekauften Kotzelbier auf einen Film vor … viel Spass!




Das wars schon wieder.
Am nächsten Tag fuhren wir von der Ebene aus gesehen nach Westen und am übernächsten verliessen wir nach der Reparatur des Wagens Poprad gen Polen … und auf der anderen Seite der Tatra etwas Zeit zu verbringen.

Hoffe es hat gefallen, leider nicht ganz so spektakulär wie die Bilder aus den USA (GEIL!), aber immerhin ;)




Was mich jetzt aber noch interessiert.
Ich habe es oben erwähnt, das „niet Deutsch“ eines Polen. Wir hatten schon mehrmals den Eindruck, im Osten, aber auch in Norwegen ist und das schon passiert, dass man als Deutscher nicht unbedingt bei allen beliebt ist. Spätestens wenn man fragt ob jemand Deutsch spricht wird man vermeintlich "erkannt".
Habt ihr diesbezüglich schon schlechte Erfahrungen gemacht? Oder eher im Gegenteil?

En Gruess aus der Schweiz
Nil

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...
Hallo Nil,
danke für den wieder mal tollen Reisebericht aus einer Region, die ich auch schon besucht habe, toll da!

Zu Deiner Frage nach den "Deutschen": Ich als Deutscher kenne solche Unfreundlichkeiten durchaus. Sie kommen heute (im Gegensatz zu früher, wo ich mich noch etwas anders verhalten habe) aber eher nicht mehr vor. Man braucht meines Erachtens nicht weit kramen, um zu wissen warum. Zum einen sind einige von uns ziemlich arrogant in ihrem Auftreten bei Gästen im Ausland, zum anderen haben wir eine schreckliche Geschichte zu schultern, da verwundert auch ein Nasenrümpfen in Narvik nicht.
Ich persönlich umgehe solche Situationen möglichst diplomatisch. Sie kommen aber inzwischen eher nicht mehr vor, denn ich bemühe mich zumindest mit ca. 20 Worten in der Landessprache, dass ich wenigstens generell Hallo, Guten Tag, Danke usw. in Landessprache kann. Dann spreche ich vornehmlich in englisch. Das ist insbesondere bei jungen Leuten angesagt. Oft werde ich im LAufe eines Gesprächs dann als Deutscher erkannt, wenn man mich z.B. fragt, woher ich komme. Immer wieder geschieht es dann, dass mir viele Ihre Deutschkenntnisse preisgeben wollen. Unangehmen Situationen, wie früher als ich immer fragte, ob man deutsch sprechen könne, erlebe ich nicht mehr. Ganz im Gegenteil, mir kommt viel Gastfreundlichkeit entgegen.

Grüße
Frank
Swietny!

Ihr kommt langsam in Gegenden die mich doch sehr ansprechen!
Kurzum - Ich kann die Polenteile kaum erwarten - Auch in der HOffnung vielleicht ein paar nette Fotostellen im Raum Zakopane zu bekommen. Da geht's ja jetzt demnächst richtig los!


Deutsch sein ist nicht immer ganz einfach hier in der Gegend.
Wobei generell ist es nicht (wesentlich) schlimmer als bei uns, nur dass man hier auf "der anderen Seite" steht.
Der Inder wird auch bei uns in Kleinkummerfeld erstmal kritisch beäugt, wenn er dann die Sprache nicht beherrscht ist das erstmal unangenehm. Dazu kommt die Geschichte (Gerade die Polen sind sich ihrer Geschichte SEHR bewusst) - et voila!
Schlussendlich steht und fällt es aber eh damit wie man sich im Verlauf gibt.

Und die ganz beschränkten hat es eh überall! Es gibt sogar bei uns in Oswiecim, was früher mal als Auschwitz bekannt war, eine "Bialo Front" (Weisse Front), und das sind KEINE Deutschen...

Nur wie erwähnt, im Ausland hat man den Blick von "der anderen Seite"

Merci Vielmals!

David (Dawidek, Kuba, nie wiem co...)
Der Grenzübertritt gelingt natürlich dank Schengenraum ohne auch nur von einem Zöllner angegafft zu werden, für uns Schweizer immer wieder ein Erlebiss ;)

Februar 2006, Aufenthalt von etwa 10 Minuten in Le Chatelard frontière: Ein schweizer Polizist fragt aus etwa 20 m Entfernung auf französisch nach meinem Pass. Ich halte meine Hand hinters Ohr und rufe, er möge bitte deutsch sprechen. Tut er auch. Ich sage daraufhin, daß mein österreichischer Pass im Zug ist. "Ja, dankche, alles klaar"!

Ferndiagnose auf Schwyzerdütsch.
Ein schöner Tagesabschluß, mir Euren Reisebericht reinzuziehen. Die Slowakei hat ja landschaftlich einiges zu bieten. Auch interessante Lackierungsvarianten sind zu sehen. Freue mich immer wieder auf Fortsetzungen!

Ich als Österreicher habe die Probleme mit "Deutsch" nicht (mehr), vor allem, seit ich immer versuche, in der Landessprache ein paar Sätze zu sagen, bevor ich beim Nichtweiterkönnen frage, ob jemand Englisch oder Deutsch spricht. In Frankreich hat vor 20 Jahren die Ansage "Autrichien" oder das zufällige in der Hand halten des Österreichischen Reisepasses immer alle Türen geöffnet. Auch in Holland. Ich hab mich trotzdem geschämt, weil mir klar war, daß Deutsche da etwas kritischer (und hoffentlich nicht unfreundlich) behandelt werden. Im Osten haben wir Österreicher scheinbar einen Startvorteil. Als ob die meisten Bewohner der Nachfolgestaaten der Monarchie dieselbe wohlwollend betrachten (was sicher auch ein Irrtum ist).
Hallo Nil,

wie immer sone Bildn! (<-kleiner Insider).

Zu Deiner Frage: Also in Kroatien kommt man als Deutscher immer besonders gut an, die freuen sich immer, wenn man als Deutscher enttarnt wird.

Ansonsten gilt das bereits Gesagte: Mit paar Brocken in der Landessprache oder sonst in englisch anfangen - das ist immer das beste. Außer in Kroatien natürlich, wo glaub'ich fast mehr deutsch als englisch gesprochen wird ;-)

Dass Einheimische "zugemacht" haben, habe ich bis jetzt nur zweimal in abgelegenen griechischen Bergdörfern von älteren Leuten erlebt. Kein großes Wunder...

Viele Grüße,
Jan

Zitat:
Zu Deiner Frage: Also in Kroatien kommt man als Deutscher immer besonders gut an, die freuen sich immer, wenn man als Deutscher enttarnt wird.
Jo, Dajtsche sind gut, wir immer fir Dajtsche sein, auch im Krieg! So gehört von einem Taxifahrer in Sibenik 2004. Hat also auch sehr viel mit Geschichte zu tun.

lg Ulf

Nicht nur in Kraotien....

geschrieben von: D 2027

Datum: 16.01.09 01:22

sondern noch in viel mehr Ländern auf der Welt freut man sich über Deutsche.

Unvergessen sind der Fahrstuhlführer in Riga, der uns von seiner tollen Zeit in der SS vorschwärmte, während wir betreten auf den Fussboden blickten. Ferner betrunkene Finnen im Zug nach Joensuu und auf der Fähre, die uns als "Waffenbrüder" und "Herrenmenschen" (O-Ton) herzlichst willkommen hiessen und uns baten möglichst bald gegen Russland in Ostkarelien einzumarschieren.

Sympathisch ist man oft auch heutigen Bewohnern des früheren Empire (der Feind meines Feindes ist schliesslich mein Freund) und überall trifft man wieder den guten, alten Führer: "ah, Hitlärr, good". Von arabischen Ländern wollen wir gar nicht erst sprechen.

Interessant finde ich da die Bemerkung, das in vielen "unverdächtigen" Ländern der österreichische Pass immer geholfen habe... sollte man so nicht meinen. Nichts für ungut!

And don't mention the war.
Erik

Edit: Lesbarkeit verbessert und Bemerkung über österreichischen Pass eingefügt



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:01:16:10:17:55.
Kleine Ergänzung, die TEŽ-Triebwagen der letzten Generation, gebaut Ende der Sechziger (rechtzeitig zur Ski-WM 1970 in Štrbské Pleso) sahen so aus:

http://1.1.1.3/bmi/foto.arcor-online.net/palb/alben/13/1246913/1280_3466626131343636.jpg
Bf Vyšné Hágy, Juni 1980

http://1.1.1.3/bmi/foto.arcor-online.net/palb/alben/13/1246913/1280_3865343439373735.jpg
Bf Starý Smokovec, gleiche Zeit

Die Wagen der Standseilbahn nach Hrebienok waren seinerzeit auch erst elf Jahre alt und liefen richtig gut. Vierachser sind bei Standseilbahnen ziemlich selten.
http://1.1.1.4/bmi/foto.arcor-online.net/palb/alben/13/1246913/1280_6665396436646264.jpg
unmittelbar vor dem Bf Smokovce Výstup.

http://1.1.1.2/bmi/foto.arcor-online.net/palb/alben/13/1246913/1280_3466346432613634.jpg
Abtsche Ausweiche, die »Fahrleitung« für die Energieversorgung der Wagen ist in den folgenden Jahren bis auf kurze Stücken in den Bahnhöfen abgebaut worden. Offenbar reichte die Ladung in den Bahnhöfen für die relativ kurze Fahrt von sechs Minuten. Ganz zu Anfang hingen vier Leiter, 1980 hatte man die für die Sprechverbindung schon abgebaut.

Wer in der Tatra nur auf die Eisenbahn guckt, verpasst eine ganze Menge. Nur zwei Beispiele, noch im Tal:
http://1.1.1.3/bmi/foto.arcor-online.net/palb/alben/13/1246913/1280_3662356361626532.jpg
Obrovský vodopád,

http://1.1.1.6/bmi/foto.arcor-online.net/palb/alben/13/1246913/1280_6130396165656237.jpg
chata kapitana nálepku (die heißt heute irgendwie anders, Partisanenführer wollte man wohl nicht mehr als Namensgeber).

Mit Schwarzweißdias habe ich Schwierigkeiten, die scheint mein Scanner (Nikon Coolscan V) nicht zu mögen. Es muss irgendeine versteckte Einstellung geben, die ich noch nicht gefunden habe.

Falk

PS: verdammter Mist, arcor spinnt mal wieder rum. Die Grafikadressen sollten aber funktionieren, wenn sid in der Browseradresszeile kopiert werden.



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:01:16:12:21:13.
Es funktioniert weder, wenn man die img-Kalmmerausdrücke dazugibt, noch mit url-Klammerausdrücken.
Auch das Aufrufen der Links auf dem eigenen browser geht nicht. Da sind wohl falsche Linkadressen gewählt worden... Die mit "IMG" wären die richtigen.
Sobald ich auf »Bearbeiten« gehe, sind die Bilder sichtbar. Speichere ich diesen Zustand, nicht mehr. Jetzt, nächster Versuch mit Konqueror statt Feuerfuchs, da sehe ich die Bilder gleich. Wäre schade um Arcor, die waren gerade bei Fotos eigentlich immer zuverlässig.
Nochwas, Ärger in der Slowakei wegen meiner Herkunft, das habe ich nie erlebt. Leider gab es slowakisch seinerzeit nur als VHS-Halbjahreslehrgang für Urlauber. Diese Sprache ist sehr praktisch, weil das »slawische Esperanto« mit erstaunlicher Reichweite. In dieser Beziehung deutlich besser als tschechisch (und das weiche r bleibt einem auch erspart).

Falk



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:01:16:12:48:09.
falk schrieb:

> PS: verdammter Mist, arcor spinnt mal wieder rum.
> Die Grafikadressen sollten aber funktionieren,
> wenn sid in der Browseradresszeile kopiert werden.

Hab die Links mal überarbeitet - war ja auch neugierig ;-) Der Fehler liegt wohl am Anfang der url (1.1.1.6/bmi/):

-------------------------------------------------------
> Kleine Ergänzung, die TEŽ-Triebwagen der letzten
> Generation, gebaut Ende der Sechziger (rechtzeitig
> zur Ski-WM 1970 in Štrbské Pleso) sahen so aus:
>
> http://foto.arcor-online.net/palb/alben/13/1246913/1280_3466626131343636.jpg
> Bf Vyšné Hágy, Juni 1980
>
> http://foto.arcor-online.net/palb/alben/13/1246913/1280_3865343439373735.jpg
> Bf Starý Smokovec, gleiche Zeit
>
> Die Wagen der Standseilbahn nach Hrebienok waren
> seinerzeit auch erst elf Jahre alt und liefen
> richtig gut. Vierachser sind bei Standseilbahnen
> ziemlich selten.
> http://foto.arcor-online.net/palb/alben/13/1246913/1280_6665396436646264.jpg
> unmittelbar vor dem Bf Smokovce Výstup.
>
> http://foto.arcor-online.net/palb/alben/13/1246913/1280_3466346432613634.jpg
> Abtsche Ausweiche, die »Fahrleitung« für die
> Energieversorgung der Wagen ist in den folgenden
> Jahren bis auf kurze Stücken in den Bahnhöfen
> abgebaut worden. Offenbar reichte die Ladung in
> den Bahnhöfen für die relativ kurze Fahrt von
> sechs Minuten. Ganz zu Anfang hingen vier Leiter,
> 1980 hatte man die für die Sprechverbindung schon
> abgebaut.
>
> Wer in der Tatra nur auf die Eisenbahn guckt,
> verpasst eine ganze Menge. Nur zwei Beispiele,
> noch im Tal:
> http://foto.arcor-online.net/palb/alben/13/1246913/1280_3662356361626532.jpg
> Obrovský vodopád,
>
> http://foto.arcor-online.net/palb/alben/13/1246913/1280_6130396165656237.jpg
> chata kapitana nálepku (die heißt heute irgendwie
> anders, Partisanenführer wollte man wohl nicht
> mehr als Namensgeber).
>
> Mit Schwarzweißdias habe ich Schwierigkeiten, die
> scheint mein Scanner (Nikon Coolscan V) nicht zu
> mögen. Es muss irgendeine versteckte Einstellung
> geben, die ich noch nicht gefunden habe.
>
> Falk

Gruß, Thomas
Danke, weiß der Geier, was dieser Zusatz zu den Adressen soll. Vielleicht der Schäuble-Trojaner? »bmi« klingt sehr nach Bundesministerium des Inneren. Über die 1.1.1.x-Adressen habe ich mich auch schon gewundert.
Die Bilder sind übrigens mit Glas gescannt, offenbar waren die Scheiben 1980 noch wesentlich besser als fünf Jahre später.

Falk
> Ich habe es oben erwähnt, das „niet Deutsch“ eines
> Polen. Wir hatten schon mehrmals den Eindruck, im
> Osten, aber auch in Norwegen ist und das schon
> passiert, dass man als Deutscher nicht unbedingt
> bei allen beliebt ist. Spätestens wenn man fragt
> ob jemand Deutsch spricht wird man vermeintlich
> "erkannt".

Mal versucht, in Frankreich ausschließlich auf Deutsch durchzukommen ;-)

Mal im Ernst: erstmal wirst Du doch überall, egal ob zu Hause oder in der Fremde mit solch seltsamen und scheinbar nichtsnutzigem Tun wie dem Fotografieren von ganz gewöhnlicher schmutziger Eisenbahn erstmal blöd angeguckt.

Während Du mit neuem Auto tausende von Kilometern durch Osteuropa schrubbst und dabei wahrscheinlich zwei Jahreseinkommen eines Einheimischen Durchschnittsverdieners durch den Auspuff jagst, verfutterst und für Hotelübernachtungen ausgibst, muss sich der "gewöhnliche" osteuropäische Landbewohner 6 Tage die Woche auf der Arbeit und/oder zu Hause krumm legen, vielleicht ohne jemals auf einen grünen Zweig zu kommen.

Ein respektvolles Verhalten gegenüber den Einheimischen, deren ganzer Stolz nach unseren Maßstäben vielleicht zum Schmunzeln animiert, trägt nach meinen Erfahrungen aber ungemein dazu bei, dass man Dir freundschaftlich begegnet. Allein der Satz "Sprechen Sie Deutsch oder Englisch?" in der jeweiligen Landessprache sollte eigentlich im Zuge der Reisevorbereitungen gelernt werden (in Deinem speziellen Fall würde ich mir auch mal das Wort "Schweizer" übersetzen lassen, damit Du Dich nicht ganz so sehr mit unserer "rühmlichen" Geschichte konfrontiert siehst ;-)). Oder wie würdest Du einem slowakischen @#$%& begegnen, der Dich in St. Gallen auf der Straße in seiner Sprache anspricht?

Alles in Allem können wir hier froh darüber sein, wenn wir wenigstens zu Hause nicht gegen irgend welche Vorurteile unserer Mitmenschen ankämpfen müssen, wie z. B. die @#$%& in Osteuropa (in der Slowakei übrigens in verschärftem Maße).

Tut mir ja leid, aber das Abstellen Eures offensichtlich als West-Auto erkennbaren Flitzers mit der teuren Ausrüstung im Fahrgastraum war echt absolut anfängermäßig. Das werden sich die Slowaken übrigens auch bei sich gedacht haben, denen Ihr mit Eurem Malheur daher gekommen seid.

Aber wirklich tolle Bilder von der Tatra-Magistrale habt Ihr da mitgebracht. Die 182er sind ja dort optisch in absolutem Bestzustand und die Züge in der Landschaft toll anzusehen. Entspricht genau meinem Bildergeschmack :-)

Jede Spritze zählt...
Hallo!

>>Mal versucht, in Frankreich ausschließlich auf Deutsch durchzukommen ;-)

Dafür muss man nicht mal nach Frankreich, da reicht es in die Romandie zu fahren. Da wird absichtlich nicht Deutsch gesprochen mit einem, extra, dieses Gefühl hat man zumindest teilweise :-). Aber das sind die Innerschweizer Konflikte, wie bei euch mit den Bayern ;)

>>Während Du mit neuem Auto tausende von Kilometern durch Osteuropa schrubbst und dabei wahrscheinlich zwei Jahreseinkommen eines Einheimischen Durchschnittsverdieners durch den Auspuff jagst, verfutterst und für Hotelübernachtungen ausgibst, muss sich der "gewöhnliche" osteuropäische Landbewohner 6 Tage die Woche auf der Arbeit und/oder zu Hause krumm legen, vielleicht ohne jemals auf einen grünen Zweig zu kommen.

Ich bin gerade am versuchen deine Aussage zu deuten ;) Ich kommentiere einfach mal.
Mit solchen Urlauben stützte ich aber den Tourismus und natürlich auch das Lokale Gewerbe (Schlafen, Essen, Einkaufen), und helfe damit einigen Leuten ihr Einkommen zu sichern. Gerade wir Eisenbahnfreunde nächtigen wohl häufig in Orten wo sonst kaum ein Tourist je hingehen würde ... ;). Ich glaube den meisten Leuten ist es durchaus bewusst, sicherlich auch ein Grund warum man als Tourist meist freundlich behandelt wird auf dem Land. In reichen Ländern oder in grossen Städten sieht es natürlich wieder anders aus, da ist ein Tourist häufig nur im Weg (sehe ich selber auf dem Weg zur Arbeit in Zürich wenn die Japaner wieder die ganze Tramhaltestelle blockieren ;))


>>der Dich in St. Gallen auf der Straße in seiner Sprache anspricht?

Meistens sprechen uns die Leute an, nicht umgekehrt ;)

>>Wort "Schweizer" übersetzen

Haben wir natürlich. Unser Wortschatz geht von Hallo, Tschau, Danke, Bitte über Güterzug bis zum Schweizer.

>>als West-Auto erkennbaren Flitzers mit der teuren Ausrüstung im Fahrgastraum war echt absolut anfängermäßig.

West-Auto? Warst du mal in Polen z.B? Da gibts Massenhaft von diesen "Billig Chevys", as Matiz Ding gehört zu den günstigsten Autos überhaupt, auch im Osten :)) Ein VW Golf ist ein West Auto, aber doch kein Matiz :-O
Das nächste mal besorgen wir uns aber einen 95er Fabia, damit fällt man garantiert nicht auf ;)

Anfängerfehler ... hmm, möglicherweise. Wobei wir wie auch geschrieben niemals Probleme hatten, auch genau an dieser Stelle nicht ein Jahr zuvor.
Ich glaube eher wir haben uns zu wenig Sorgen gemacht und waren zu gutgläubig. Wir denken halt nicht immer an das Böse im Menschen ;)

>>Das werden sich die Slowaken übrigens auch bei sich gedacht haben, denen Ihr mit Eurem Malheur daher gekommen seid.

Davon ist auszugehen ;) Vor allem wenn die gesehen haben WO wir Geparkt haben ...


En Gruess
Nil

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...
Nil schrieb:
-------------------------------------------------------
> wie bei euch mit den Bayern ;)

Nett von Dir, dass Du hierfür ausgerechnet die Bayern als Vergleich heranziehst, wo doch die gefühlt meisten Deutschen dort gerne leben würden... .

> Ich bin gerade am versuchen deine Aussage zu
> deuten ;)

War nicht persönlich gemeint, sieh mir meine etwas salopperre Wortwahl bitte nach.

> Mit solchen Urlauben stützte ich aber den
> Tourismus und natürlich auch das Lokale Gewerbe
> (Schlafen, Essen, Einkaufen), und helfe damit
> einigen Leuten ihr Einkommen zu sichern. Gerade
> wir Eisenbahnfreunde nächtigen wohl häufig in
> Orten wo sonst kaum ein Tourist je hingehen würde
> ... ;). Ich glaube den meisten Leuten ist es
> durchaus bewusst, sicherlich auch ein Grund warum
> man als Tourist meist freundlich behandelt wird
> auf dem Land.

Angesichts des in den EU-Beitrittsländern ausgebrochenen Kapitalismus der etwas ursprünglicheren Sorte profitieren wohl nur einige wenige Leute in der Tourismusbranche und insbesondere deren Kreditgeber von Euren Ausgaben. Insbesondere Essen bei Mc Doof und Einkaufen bei ALDI und Konsorten tragen wohl eher weniger zur Steigerung des allgemeinen Lebensstandards bei (wobei es in Polen zugegebenerweise manchmal schwer erscheint, andere Möglichkeiten zu finden ;-) ).

Das Landvolk hat dafür erstmal mit der allgemeinen Preissteigerung seine Last. Und für die seid Ihr zuallererst mal Gäste, von denen man erwartet, dass sie sich nicht wie ein Elefant im Porzellanladen aufführen (wobei da natürlich die Grenzen individuell verschieden liegen).

> West-Auto? Warst du mal in Polen z.B? Da gibts
> Massenhaft von diesen "Billig Chevys", as Matiz
> Ding gehört zu den günstigsten Autos überhaupt,
> auch im Osten :)) Ein VW Golf ist ein West Auto,
> aber doch kein Matiz :-O
> Das nächste mal besorgen wir uns aber einen 95er
> Fabia, damit fällt man garantiert nicht auf ;)

Ich denke, dass ein neues Auto und ein Schweizer Kennzeichen bei Leuten, die nach passenden Gelegenheiten Ausschau halten, so oder so auffallen.

> Anfängerfehler ... hmm, möglicherweise. Wobei wir
> wie auch geschrieben niemals Probleme hatten, auch
> genau an dieser Stelle nicht ein Jahr zuvor.
> Ich glaube eher wir haben uns zu wenig Sorgen
> gemacht und waren zu gutgläubig. Wir denken halt
> nicht immer an das Böse im Menschen ;)

Mein Tip für Euch: in ländlichen Gegenden, insbesondere in Dörfern mit entsprechender sozialer Kontrolle, werdet Ihr kaum Probleme kriegen. Nur da, wo z. B. die Schrebergärten mit Stacheldraht eingezäunt sind, würde ich mein Auto nicht aus den Augen lassen. Die Einheimischen wissen nämlich am besten, wo man auf sein Eigentum Acht haben muss. Einsame Parkplätze an Fernstrassen bieten aber gar keinen Schutz und (Gelegenheits-)Dieben schnelle Fluchtmöglichkeiten und sind deswegen zum Abstellen für längere Zeit absolut ungeeignet.

> >>Das werden sich die Slowaken übrigens auch bei
> sich gedacht haben, denen Ihr mit Eurem Malheur
> daher gekommen seid.
>
> Davon ist auszugehen ;) Vor allem wenn die gesehen
> haben WO wir Geparkt haben ...

Mal unter uns: da Ihr ja in Poprad übernachtet habt und auch am Bahnhof gewesen seid, müssten Euch die dortigen @#$%&-"Slums" doch aufgefallen sein? Und wenn ich im slowakischen Fernsehen Nachrichten gesehen habe, ging es in der Sparte Kriminalität meistens um diese Volksgruppe. Das sollte aber nur der allgemeinen Orientierung dienen und nicht persönliche Begegnungen mit diesen Menschen vorbereiten. Ich hoffe damit meine Haltung zu diesem in vielen osteuropäischen Ländern bestehenden Problem ausreichend erklärt zu haben.


Ich wünsche Euch jedenfalls weiterhin viel Erfolg beim Eisenbahnfotografieren in Osteuropa. Mein persönlicher Favorit war ja der Bericht aus Rumänien mit dem Triebwagentreffen auf dem Nebenbahnknotenpunkt irgendwo bei Arad und den schönen E-Loks auf der elektrifizierten Gebirgsbahn. Das wäre ja auch noch mal ein neues Ziel für mich :-) Aber im Moment sind erstmal die letzten 72000er der SNCF mein erstes Foto-Reiseziel.

Jede Spritze zählt...
M 262 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Nil schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > wie bei euch mit den Bayern ;)
>
> Nett von Dir, dass Du hierfür ausgerechnet die
> Bayern als Vergleich heranziehst, wo doch die
> gefühlt meisten Deutschen dort gerne leben
> würden... .


Ich glaube er hat eher die sprachlichen Probleme gemeint.

Wobei die "innerschweizer Probleme" sprachlicher Art eher darin bestehen, dass in der Romandie - wenn Deutsch - dann Hochdeutsch gelehrt, gesprochen und verstanden wird. Und daran scheitert dann halt leider der Deutschschweizer.... -;) Ich habe vor Jahren übrigens am Lac Emosson einen Zettel am Fahrkartenschalter gesehen, der darum bat ausschliesslich auf Hochdeutsch mit dem Verkäufer zu kommunizieren! Dieser schloss mit dem Hinweis: "Wir belästigen Sie ja auch nicht mit unserem (sinngemäss) Taldialekt".

Schönen Gruss aus dem Bundesland, das auch alles ausser Hochdeutsch kann.
Erik
Moin,

M 262 schrieb:

> Mein Tip für Euch: in ländlichen Gegenden,
> insbesondere in Dörfern mit entsprechender
> sozialer Kontrolle, werdet Ihr kaum Probleme
> kriegen.

Dennoch würde ich dazu raten, das Vehikel nach Absprache hinter einem Hoftor abzustellen.

> Nur da, wo z. B. die Schrebergärten mit
> Stacheldraht eingezäunt sind, würde ich mein Auto
> nicht aus den Augen lassen.

Habe in Osteuropa schon Gegenden gesehen, in denen die Schrebergärten schlicht aufgegeben wurden, weil dem Inhaber bei der Ernte immer jemand zuvorkommt...

Gruß, ULF