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Hallo Welt,

weiter geht’s …!
Nach dem Urlaub mit Pascal im Osten, ihr könnt euch sicherlich noch erinnern?

http://bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.07%20Knin/DSC_7055k%20copy.jpg

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.12%20Timisoara/DSC_7520k%20copy.jpg

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.21%20Oradea/DSC_8074k%20copy.jpg

Es folgte ein kleiner Abstecher in die Deutsch – Tschechische Grenzregion mit Pascal und Christof … auch daran könnt ihr euch erinnern?

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.07.30%20Plsen/DSC_8617k%20copy.jpg

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.08.01%20Summerau/DSC_8775k%20copy.jpg




Könnt ihr euch noch erinnern?
GUT! Dann dürft ihr weiterleisen .. ansonsten, zurück auf Anfang ;) Bzw. folgt diesem Link und ihr werdet sehen: [www.bahnpics.com]
Nach diesen Urlauben folgte eine 3 Wöchige Urlaubspause ehe es erneut in den Urlaub ging.
Wieder in den Osten, diesmal aber mit dem Wipf, wie schon im Sommer zuvor …
Da er im Studium ist hatte er nur gegen Ende seiner Semesterferien Zeit, meine Arbeit erlaubte es aber nochmals 3 Wochen zu fehlen, so fanden wir uns an einem Sonntag morgen bei mir ein und los ging es nach Osten.
Einen genauen Plan wohin es gehen sollte hatten wir nicht nur so eine grobe Vorstellung für die ersten Tage. Auf die Richtung hatten wir uns aber erst 2 Tage vor dem Urlaubsbeginn geeinigt, klar war nur: Dahin wo es Sonnig ist. Es stand der Westen (Frankreich) genau so zur Debatte wie der Norden (Skandinavien) oder der Osten … wobei wir im Osten die Möglichkeiten natürlich schier unbegrenzt sind.

Die Antwort auf die Frage vor dem Urlaub „wohin geht ihr denn“ brachte meist Kopfschütteln hervor … weil sie war. Keine Ahnung, sehen wir dann!
Am Samstag in der früh vor meinem letzten Arbeitstag war aber klar, wir fahren mal in Richtung Osten, ein stabiles Hoch hat sich da breit gemacht und sollte laut Wetterlügner noch eine weilte halten.
So lag unser erster Zielpunkt im Slowenisch / Kroatischen Grenzgebiet bei Varazdin / Ormoz … also genau da wo ich den Urlaub mit Pascal beendet habe.
Der weitere Verlauf da war dann nicht klar, wir waren wieder komplett offen, je nach Wetterlage entschieden wir uns spontan – das wird dann im Urlaubsbericht auch gut zu merken sein. Rumänien, Kroatien, Polen, das Baltikum oder Skandinavien, uns standen alle Türen offen ….
Leider hat uns ein Ereignis am ersten Wochenende einen Strich durch die Rechnung gemacht, dazu aber ebenfalls später mehr.
Und nun wünsche ich euch viel Spass zum Start meines letzten grossen Berichts für dieses Jahr ;)




Tag 33: Sonntag, 24.08.2008, Marthalen / Hinwil - Gorisnica, 833km

[maps.google.ch]

Endlich Ferien! Nachdem ich bereits am letzten Freitag unser Auto, ein Ferrariroter Chevrolet Matiz beim Vermieter abgeholt hatte, hieß es heute die Kiste zu beladen. Leider bisher noch nichts gepackt, hiess es heute morgen relativ früh aufstehen, da ich bereits um 10 bei Nil abgemacht hatte.
So suchte ich mein Zeugs zusammen und schmiß alles in Kisten verpackt ins Auto, ein System welches sich letzten Sommer bestens bewährt hat.
Mit dem Wissen, so oder so etwas vergessen zu haben, verabschiedete ich mich zuhause und fuhr nach Hinwil um den 2.Mann im Team abzuholen. Philippe war leider nicht zu überreden mitzukommen und so ging es auf der Autobahn an Winterthur vorbei.
Pünklich um 10:00 parkierte ich in Hinwil. Logischerweise war dieser noch nicht ganz fertig und ich stresste ihn, beim Frühstück ein klein wen vorwärts zu machen ;) . Bevor es jedoch losgehen sollte, mussten wir noch zum Bhf Hinwil, Nil's GA hinterlegen. Dann endlich konnte unsere Osteuropatour starten. Nils Kisten schmissen wir flux in die Karre und fuhren auf der Autobahn immer gegen Osten. Dir erste Grenze war schnell erreicht, wir waren nun im Fürstentum Lichtenstein, wo es aufgrund niedriger Treibstoffpreise noch einmal voll tanken hieß. Ein Pickerl brauchten wir auch noch...und so statteten wir dem etwas verkaufsgeilen Tankwart noch einen Besuch ab...aber nein Danke, wir brauchen kein CH-Kleber fürs Auto!
Irgendwie hat der gute Herr diese wohl im Überangebot und versucht diese nun an den Mann zu bringen ;)
Nach dem Überqueren der Österreichischen Grenze ging es rasant vorwärts. Wir durchquerten den Arlbergtunnel ohne Probleme und quälten unser Matiz den Brenner hoch, wo wir die Autobahn verliessen und in das schöne Pustertal einlenkten.
Leider etwas ungeschickt mit der Zeit stellten wir fest, dass am Nachmittag keine Korridorzüge fuhren. und so ging es nonstop bis nach Lienz.
Kurz vor Lienz begegneten wir noch der grauen Railjet Taurus, welche aber beim Rückweg nirgends mehr mit dem Licht kommen sollte. So hielten wir in Lienz um uns zu stärken und die Frage „wohin heute“ würde in den Raum geworfen.
Hmm, gute Frage, den bis anhin wären wir Ziellos ;) . Die Idee vom Ormoz im 4-Ländeteck Österreich-Kroatin-Ungarn-Slowenien kam auf und wurde gutgeheissen. So ging es an Villach und Klagenfurt vorbei und wir erreichten schnell dir Grenze zu Slowenien. Hier änderte sich auch der Strassenzustand. Leider nicht mehr so schnell fuhren wir um Maribor herum und erreichten dann über kleine Pässe und über kleinere Straßen gegen 9 Uhr das kleine Stättchen Ormoz.
Nun, wo wir übernachten wollten war schon klar, natürlich im Hotel Ormoz, welches Nil schon bekannt war. Der Parkplatz davor war beinnahe, leer und in keinem Zimmer brannte Licht, ein gutes Zeichen dass es noch genügend Platz hatte...meinten wir zu wissen. Umso größer war dann die Enttäuschung, als wir bei der Rezeption einfach nur ein "Nein" zur Antwort bekamen auf die Frage nach einem Raum. Hmm, komisch, sieht gar nicht voll aus! Ob wir nun einfach nicht zur gewünschten Gesellschaft gehörten oder der Herr einfach zu faul war den ganzen Krams für nur 2 Gäste zu erledigen erfuhren wir nicht ;) .
Nach einer weiteren negativen Anfrage bei einer voll wirkenden Pension fuhren wir wieder einige Kilometer zurück in ein von der Straße aus erblickten Hotel, wo man uns gerne ein Zimmer geben wollte. Glück gehabt, schien die Hotelsuche doch schön wieder negative Erinnerungen vom letzten Jahr aus dem Baltikum zu wecken ;) . Kurz darauf sassen wir bei einem Bier im Hotelrestaurant und besprachen die nächsten Tage, wo wir hier residieren wollten...




Tag 34: Montag, 25.08.2008, Gorisnica - Gorisnica, 216km

[maps.google.ch]

Der Reisebericht von gestern und auch die folgenden Reiseberichte bis und mit dem Freitag sind mit einer Woche Verspätung nachgeschrieben. Dank netter Slowaken müssen wir die bereits geschriebenen Texte nochmals schreiben, deshalb werden die Berichte nicht in der gewohnten Länge verfasst, auch fehlen die ganzen lustigen Details, an welche wir uns einfach nicht mehr erinnern können jetzt vor dem Laptop. Ebenso fehlen die "GPS-getrackten" Daten der ersten Tage ...

Nach unserer Ankunft in Ormoz gestern Abend spät war noch nicht ganz klar was wir wann machen wollten. Ormoz liegt, wie jeder auf der Karte erkennen kann, gemütlich in einem Länder Eck, Kroatien im Süden, Ungarn im Osten und natürlich Slowenien selber liegen in der unmittelbaren Umgebung.
In jedem der Länder kann man mindestens ein Tag verträdeln, in Kroatien gibt es um Varazdin intensiven GM Verkehr, in Ungarn gibt es Trommeln ab Hodos und hier in Slowenien ist eh klar, GMs bis Hodos und Cakovec. Das gibt einen Aufenthalt von mindesten drei Tagen in der Region, und diese planten wir auch so ein.
Da am Montag das Wetter sicher gut sein würde entschlossen wir uns nach Kroatien zu fahren, Daniel hatte noch gar keine GM's der HZ und ich selber war da auch schon "länger" nicht mehr und einige Stellen mussten noch erledigt / besucht werden.
Nach dem Aufstehen um dem Frühstück um 7 Uhr waren wir aber etwas verdutzt, dichter Nebel lag über der Ebene und draussen war es sehr sehr, sehr sehr frisch ;) Gegen oben meinten wir aber blau zu erkennen, was hoffen lies das der Nebel nicht ganz so dicht ist und sich mit zunehmendem Sonnenschein sicherlich auflösen wird.
Wir fuhren dann von über Ormoz nach Kroatien rüber, und machten noch vor dem Zoll wieder die Erfahrung dass man den Nahverkehr in Slowenien lieber nicht fotografiert. Am Bahnhofs BÜ welcher geschlossen war kreuzte nämlich ein erster schön eingesauter Regiotriebewagen unsere müden Gesichter - scheusslich!
Am Zoll selber rollten wir nach dem zeigen der ID flott und ohne Komplikationen rein nach Kroatien. Und das obwohl man Daniel nach Nachfrage auf der Schweizer Botschaft in Kroatien noch mitgeteilt hat das eine ID zur Einreise nicht reicht und mindestens ein Reisepass nötig wäre. Da ich aber bisher niemals nach einem Reisepass gefragt wurde glaubten wir nicht daran und probierten es so, mit erfolg wie man sieht.
Unser erstes Ziel in Kroatien war die Linie von Zagreb nach Varazdin, es ist ein Regiopiste welche im einem etwa 2h Takt von Regionalzügen befahren wird, diese sind meist aus GM und drei bis vier Wagen gebildet, also sehr fotogen. Einige Triebwagenleistungen waren zwar auch dabei, aber mit denen muss man wohl leben. Der erste Zug des Tages war zugleich auch der Starzug der Strecke, der EC Maestral von Zagreb nach Budapest, obwohl es eine direktere Strecke gibt fährt der da lang - warum auch nicht ;)
Nebst der Standartkomp. welche aus Sitzwagen besteht hat der Zug in der Saison auch Wagen aus Split am Zug und einen nach Moskau, diese nach bzw. von Split täglich und diesen nach bzw. Moskau nicht täglich, aufgrund der Bemerkung im Kursbuch war es uns aber nicht möglich zu eruieren wann er nun fährt und wann nicht :).
Für den Zug hatte ich aber noch eine Stelle im Kopf etwas Südlich von Varazdin nahe von Sveti Ilija. Ohne weitere Umwege und direkt fanden wir die Stelle und stellten uns hin, viel Sucherei hätte die Uhr auch nicht erlaubt, den nach kurzem warten kam der Zug in einer beachtlichen Länge. Nebst drei Kroatischen Wagen an der Zugspitze waren drei Ungaren Wagen im Zug und zum Schluss kam noch mal ein Kroatischer Wagen - Russe war leider keiner mit bei.

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2044 mit dem Fernverkehr \"Maestral\" nach Budapest kurz vor Varazdin

Die Stelle war erledigt und wir mussten uns für die nächsten Züge etwas neues suchen. Es solle je ein Zug pro Richtung folgen in einem relativ dichten Abstand. Für diesen aus Varazdin hatten wir eine Stelle am anderen Ende der Kurve gesehen, für diesen aus Zagreb mussten wir noch etwas finden, waren aber sicher ebenfalls am anderen Kurvenende etwas zu finden.
Ich versuchte derweil den Tagesablauf von „damals“ (Frühjahr 07) zu rekonstruieren und meinte nach dem Maestral einen Triebwagen nach Varazdin erlegt zu haben - was die Möglichkeit von einem Nachschuss auf gelassen hätte. Das war aber gar nicht nötig, als wir im Dorf unseren Wagen parkten und die Stellen anschauten war klar das man auch den Zug aus Zagreb prima schiessen konnte.
Dafür notwendig war eine kleine Wanderung in einem Weinberg, da aber gerade ein Bauer damit beschäftigt war vor dem Berg etwas Gras mit der Sense zu erlegen waren wir unsicher ob wir da wirklich rauf wollen. Als der wirklich nette Herr aber mit seinen Gesten zu verstehen gab das es kein Problem ist und wir für gute Fotos nur weiter rauf sollen waren wir erleichtert und auf dem Weg "nach oben" ;) Er kannte wohl Fotografen, was angesichts der Stelle von seinem Hügel runter auch nicht verwunderlich ist.
Anstatt des von mir vorhergesagten Triebwagens kam dann zum Glück ein GM bespannter Regio, und die Lok war wie schon beim Maestral richtig rum - was gar nicht so selbstverständlich ist hier. Anders als z.B auf der Likabahn verhält es sich mit den Loks hier nicht so strikt, da unten sind die Loks eigentlich immer gleich gestellt, also lange Nase nach Süden. Hier oben hingegen ist es wild durcheinander gewirbelt, mal so, mal so ... man kann also Glück oder Pech haben, wobei man meistens Pech hat natürlich ;) Nicht aber so an diesem Morgen, also bisher mal nicht zumindest ;)

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2044 007 mit einem Regio von Zagreb nach Varazdin bei Sveti Ilija

Für den Regio aus Varazdin stellten wir uns dann wie geplant hin und warteten, wobei uns da Schleier am Himmel das warten etwas vermiesten, es war eine Lotterie. Allgemein war das Wetter in Richtung Kroatien eher schlecht, hingegen in Richtung Slowenien sehr gut, Wolkenlos - wir befanden uns so direkt an der Trennkannte vom schlechten Wetter und es war mal hell, mal dunkel.
Als der Zug, wieder mit einer GM richtig rum kam, schien ab voll die Sonne. Uhh, wenn wir mal nicht das ganze Glück für den Tag verbrauchen ;)

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2044 mit einem Regio nach Zagreb bei Sveti Ilija vor der Kullise von Varazdin

Weiter waren dann wieder zwei Züge im Kursbuch vermerkt, wieder jeweils einer pro Richtung. Für die fuhren wir etwas weiter rein nach Kroatien bis etwas nördlich von Novi Marof an eine Schotterpiste nach Krusljevec, da sollte was möglich sein war ich mir sicher.
Aber Lichttechnisch nur für den Zug von Varazdin, der aus Zagreb kam mit etwas Frontschatten, was wir aber in kauf nahmen ... hätten wir aber gewusst das an dem Zug eine der letzten grünen GMs der Kroaten hängt hätten wir wohl anders gedacht ;)
Die Lok kam aber auch richtig rum was immerhin teilweise etwas Licht in den Frontkanten möglich machte, anders rum wäre einfach eine schwarze Wand auf uns zu gefahren.
Für den Zug aus Varazdin stellten wir uns dann an die gefunden Stelle auf einer Schotterpiste und erlegten diesen richtig im Licht, es war dann auch das erste Foto mit einer GM falsch herum - Daniel ist das auch relativ egal, mich stört es halt immer noch ein wenig ;)

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2044 012 mit einem Regio nach Zagreb zwischen Krusljevec und Novi Marof

Nun war erstmal eine kleine Zugspause angesagt, welche genutzt wurde zum Einkaufen in einem Supermarkt in Novi Marof, Kroatische Kuna hatte ich noch vom letzten Urlaub, insofern waren wir da bestens versorgt. Mit vollen Einkaufstüten verliessen wir den Supermarkt wieder in Richtung Podrute, da gibt es mit einer Kirche ein nettes Motiv welches mir ebenfalls noch fehlte, was die Motivation da hin zu fahren enorm steigerte.
Da angelangt mussten wir aber auf der anderen Talseite noch etwas Höhe gewinnen, ein Berg war da, also immer hoch. Es ist ein etwas komischer Berg, künstlich irgendwie und er besteht mehr aus Schlamm als aus Felsen oder Erde. Er liegt auch direkt neben einer gut bewachten Firma welche wohl irgend etwas mit dem Berg zu tun hat. Wir schossen dann aber kurz nach unserer Ankunft den Regio an der gewünschten Stelle mit einer GM und wollten gerade wieder verduften als unten auf dem grossen Platz einer auftaucht welcher uns runter winkte. Da haben wir wohl seinen heiligen Berg betreten, oder er hat angst das uns bei zu langem Aufenthalt neue Arme und Beine wachsen? ;)
Er wollte uns aber nur runter haben von seinem Berg, den er suchte das Gespräch nicht und wir verdufteten Wortlos, will er nicht, wollen wir nicht, so einfach ist dass!

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2044 mit einem Regio von Zagreb nach Varazin vor der Kirche von Podrute

Der nächste Zug fuhr dann wieder in Richtung Zagreb, ein ewiges hin und hier hier ;) Dafür fuhren wir weiter nach Süden und fanden nächst dem Bahnhof Budinscina eine nette Stelle wo wir uns hinstellen wollten. Nach einer guten Stunde des wartens kam der Zug dann auch, wieder mit der grünen Lok welche diesmal natürlich mit der langen Schnauze voraus kam - egal.

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2044 007 mit einem Regio nach Zagreb bei vor Budinscina

Für den nächsten Zug aus Zagreb blieb uns nicht viel Zeit, er sollte in Budinscina kreuzen mit dem Zug nach Süden und kurz danach bei uns sein .. so wechselten wir fix nach Podrute hoch um die Kiste an einer mir bereits bekannten Stelle zu erlegen. Der Hund des Hauses in unserem Rücken war zum Glück angekettet, Lärm machte er trotzdem genug ... er verstummte erst als wir nach dem Foto wieder davon liefen. Das Foto ist leider etwas getrübt durch eine verschmierte Triebwangendoppeleinheit welche nach Norden rollte, da wir aber mit den Kisten gerechnet haben hält sich unsere Enttäuschung in Grenzen.

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7121 als Regio von Zagreb nach Varazdin bei Podrute

Der nächste Zug sollte ebenfalls nach Norden rollen, gefolgt von einem Gegenzug und einem weiteren nach Varazdin, einem Schnellzug aus Zagreb welcher Wagentechnsich wieder etwas Abwechslung bieten sollte. Den ersten, noch ein Regio, nach Varazind erlegten wir dann auf der Gegenseite vom Dreckhügel bei der Firma, diesmal natürlich ohne das uns jemand weg haben wollte da. Einzig eine Mamuschka kam verwundert zu uns und fragte wohl was wir da tun, sie zeigte dann auch rüber auf die Firma mit dem Dreckhaufen und plapperte was von "security" ect. - irgend etwas scheint es mit der Firma doch auf sich zu haben.

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2044 als Regio von Zagreb nach Varazdin bei Podrute

Der Zug kam und wir wechselten für den Gegenzug nur wenige 100m weiter hinter die nächste Kurve, wo die Front bereits wieder angestrahlt wurde - dank dem abenteuerlichen Streckenverlauf um die Hügel herum.

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2044 006 mit einem Regio nach Zagreb aus Varazdin kommen bei Podrute

Bei dieser Stelle wie auch schon bei der vorherigen und auch der am morgen für den Maestral stören relativ viel Büsche das Bildwerk, die waren letztes Jahr noch nicht da, was mich etwas erschreckt, wir die Strecke von der Bahn nicht mal wieder frei geschnitten geht da bald massiv weniger als noch in diesem oder dem letzten Jahr.
Nach dem Zug welcher uns erfreulicherweise eine GM richtig herum bescherte wechselten wir fix für den Schnellzug, welchen wir wieder in der nähe von Krusljevec auf der Schotterpiste erlegten.

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2044 mit einem Schnellzug aus Zagreb auf dem Weg nach Varazdin bei Krusljevec

Nun wollten wir weg von dieser Strecke, ein GM bespannter IC lockte uns an die direkte Strecke von Koprivnica nach Varazdin. Der IC kommt aus Zagreb und fährt die Ecke da über Koprivnica warum auch immer. 100% sicher ob es eine GM ist war ich mir aber nicht, innerlich stellte ich mich schon auf einen ICN, auch wenn es nirgends vermerkt war.
Wir suchten uns dann kurz hinter Varazdin an der Landschaftlich eher langweiligen Strecke nach Koprivnica eine nette Stelle für den Zug, im Licht kommt er eh, die Strecke verläuft gut nach Westen .. Im letzten Dorf vor Varazdin, es nennt sich Donji Kucan fanden wir am allerletzten BÜ eine nette Situation. Dank eines Häuslebauers welcher seinen Aushub neben die Strecke schüttete standen wir auch gute 3m höher als normal, was bei der plätte gar nicht verkehrt ist.
Kurz nach unserer Ankunft rollte dann auch ein Triebwagen mit etwas Verspätung nach Varazin, nett, den damit hatten wir nicht mehr gerechnet.

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2008/08.08.25%20Varazdin/DSC_9360k%20copy.jpg

7121 035 als Regionalzug von als Regio nach Varazdin bei Donji Kucan

Der IC kam dann jedoch pünktlich und bestehend aus einer GM falsch rum und einer 3 Wagen Komp. mit den neuen IC Wagen daher. Dummerweise meinten beim IC eine Menge Leute mit aus Bild zu müssen, beim Regio war es kein einziger – aber ist doch normal!

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2044 004 mit einem IC aus Zagreb nach Varazdin kurz vor Varazdin bei Donji Kucan

Es war nun 18 Uhr, das Licht war ideal, aber schon relativ tief, es gab nur noch einen Möglichen Zug welchen man möglicherweise im Licht erwischt. Den Regio von Varazdin nach Zagreb welcher um ca 19 Uhr auf der Strecke ist. Am BÜ bei Sveti Ilija stellten wir uns hin und warteten mal, ob die Sonne überhaupt hält bis zur Durchfahrt des Zuges. Sie hielt und strahlte prächtig tief ... eine GM wäre nett ... aber es kam "nur" ein Triebwagen.

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7121 als Regio nach Zagreb bei Sevti Ilija

Die fortgeschrittene Stunde wurde genutzt um in Varazdin noch zu Essen, ein paar Kuna mehr verdonnern sollte nicht schaden, auch wenn ich immer noch davon habe jetzt. Nach dem Essen schauten wir uns noch den Bahnhof an und wollten da den „gegen Maestral“ in der blauen Stunde erlegen. Er schien aber viel Verspätung zu haben, den auch 30min nach seiner Planankunft kam er nicht, nur ein Güterzug aus seiner Richtung rollte ein ... es darauf schliessen lässt das er länger nicht kommt. So fuhren wir ohne Foto zurück in unser Hotel.
Wieder über die Grenze wo wir am wieder geschlossenen BÜ bei Ormoz noch einer GM mit Kistenzug zuschauen durften. Im Hotel genehmigten wir uns noch ein lecker Bier ehe wir ins Bettchen fielen, top motiviert für den nächsten Tag. Den so wie an diesem Tag konnte es sehr gerne weitergehen.




Das wars … nicht schlecht, auch wenn die Gegend ja durch einen anderen User hier schon recht gut abgerast wurde die letzten Wochen.
Ich hoffe es hat gefallen .. weitere Teile folgen sobald fertig, es geht dann ein Tag nach Hodos und einen ins Savatal, und das alles bei prima Wetter!

Grüsse an dieser Stelle an: Den Blockwärter und Oli, ohne diese ich die Gegend da unten nicht kennen würde und an die Fabrik da bei Podrute, wir leben noch ;-)


En Gruess aus der verschneiten Schweiz
Nil

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...
Vielen Dank für die wunderschönen Bilder. Naja, Qualität ist man von Dir ja gewohnt! Warst ja ganz in meiner Nähe! Ich nehme an, Du hattest eine Fotogenehmigung für Kroatien.
Freue mich schon auf die Fortsetzungen.
Hoi,

>>Ich nehme an, Du hattest eine Fotogenehmigung für Kroatien.

Was? Nein ... hatte ich noch nie in Kroatien, braucht man sowas? :-)
Wurde bisher nirgends darauf angesprochen .. und das obwohl wir häufig unter den Augen von Eisenbahnern und Polizei unsere Kameras im Einsatz hatten.

Den Ball mit dem Dank spiele ich gleich noch zurück für eure Spanientour!

En Gruess

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...
Hallo Nil,

kommt mir ja alles irgendwie verdächtig bekannt vor ;-)
Aber nette Bilder, und mit der Lokstellung ja ganz schön durcheinander. Ist aber vielleicht besser als sonst, wo in der Regel nur Nordfahrer richtig standen.

Viele Grüße,
Jan

Nil schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hoi,
>
> >>Ich nehme an, Du hattest eine Fotogenehmigung
> für Kroatien.
>
> Was? Nein ... hatte ich noch nie in Kroatien,
> braucht man sowas? :-)
> Wurde bisher nirgends darauf angesprochen .. und
> das obwohl wir häufig unter den Augen von
> Eisenbahnern und Polizei unsere Kameras im Einsatz
> hatten.

Nun, es gibt und gab ja auch noch mehr Berichte aus Kroatien, da wurde häufig geschrieben, daß man die Fotogenehmigung sehen wollte. Erstaunlich, daß man die von Dir nicht verlangte.
Ich muß dir jetzt mal "Herzlichen Dank" sagen für deine interessanten Berichte und die herrlichen Bilder. Das sind (nachdem ich deinen ersten Osteuropa-Urlaub fast geballt gelesen habe) lange Nächte geworden...
Ich finde übrigens, daß die GM mit der langen Schnauze voran für mich mehr nach "vorwärts" aussehen, also richtig herum... Ist das wirklich der hintere Vorbau?
Freue mich auf die folgenden Teile!
Gruß aus Berlin.

https://abload.de/img/2005.12.08felix2wzjkf.jpg Mein HiFo-Inhaltsverzeichnis
Wir werden dich nie vergessen!
Zitat:
Ich finde übrigens, daß die GM mit der langen Schnauze voran für mich mehr nach "vorwärts" aussehen, also richtig herum... Ist das wirklich der hintere Vorbau?
Das ist ohnehin reine Betrachtungsweise, je nachdem ob man her von der Dampflok- oder der modernen Fraktion kommt. Die kurze Front nach vorne ist aber für das Lokpersonal sicher angenehmer, da man auch sieht, was vor einem passiert. Deshalb unverständlich, dass auch Pärchen eingesetzt werden, wo die Loks mit den kurzen Fronten gekuppelt sind.
Da ich wirklich keine Ahnung habe - wie sehen die Führerstände aus? Wenn nämlich analog DR-V60 nur ein Pult da ist in Richtung langer Vorbau würde das das Kuppeln der kurzen Enden erklären... Da ich schon mit V60 mehr als 100 km rückwärts gefahren bin könnte ich das verstehen... :-)

https://abload.de/img/2005.12.08felix2wzjkf.jpg Mein HiFo-Inhaltsverzeichnis
Wir werden dich nie vergessen!
Na ja, wenn, dann wird der Pult jedenfalls Richtung KURZEM Vorbau gedreht sein.

Dass die Loks nicht gedreht werden bzw sogar die kurzen Enden beim Päärchen gekoppelt werden, ist ja eine typische Balkan-Spezialität. In Griechenland oder dem Heimatland der Lokfamilie (USA) kommen die langen Kühler voraus bestenfalls bei kurzen Übergabe-Zügen zum Einsatz. Ansonsten hast Du immer die kurze Nase vorn. Die um Längen bessere Sicht wurde ja schon genannt.

Optisch finde ich die lange Nase zwar "erträglich" - die lässt sich auf dem Balkan ja auch nicht immer vermeiden. Schöner sieht die Lok dennoch von der Seite mit dem "Gesicht" her aus. Aber das ist meine persönliche Ansicht...

Viele Grüße,
Jan