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Es folgt Tag 100 + 101.
In diesen Teil fahren wir an den letzten Punkt unseres Urlaubs, Tisnov … da verbrachten wir die folgenden Nächte ehe wir uns auf den Weg nach hause machten. Etwa in zwei Teilen wird es soweit sein.
Am Tag 100 konnten wir aber noch mal ein wenig abräumen, es war der letzte wirklich Sonnige Tag des Urlaubs! Wir waren da nochmals an der CD Rollbahn um Cesk Trebova.




Tag 100: Donnerstag, 30.08.2007, Holice – Holice, 120km

[maps.google.de]

Nach dem gestrigen Stellensuchen hatten wir uns für heute die Gegend um Czek Trebova vorgenommen.
Um Zeitig dahin zu kommen rasselte unser Wecker bereits um 7 Uhr das erste mal.. doch daraus wurde nichts. Mit einem Blick aus dem Fenster wurden wir schlagartig wieder in unsere Betten zurück gezwungen. Draußen war alles komplett bewölkt und von Sonne keine Spur zu sehen. So stellten wir unsere Handys auf „immermalwiederläuten“ und blieben noch eine Weile unter unseren Bettdecken liegen. Da wir unser Fass gegen 10 Uhr verlassen haben mussten, zwangen wir uns dann kurz nach 9 Uhr raus und fuhren als erstes einmal zum örtlichen „Plus“.
Dort sahen wir uns nach einer Alternative zu den Sandwichs von gestern um, doch fanden wir nicht wirklich was brauchbares. Ausser einem Schockodrink und einer Milchschnitte kauften wir da nichts ein und versuchten unser Glück nochmals bei der „Fleisch-Wurst-Käse-Firma“ von nebenan. Der Verkäuferin waren wir wohl in Erinnerung geblieben, als wir gestern ohne etwas zu kaufen aus dem Laden geflüchtet sind. Mit einem Breiten lächeln bemerkte sie uns zur Tür hineinlaufen und wie es der Zufall wollte, genau Sie war es welche uns in der Schlange bedienen durfte. Mit nackten Fingern zeigten wir auf die Backwaren, welche wir gerne gehabt hätten.. und siehe da.. wir kriegen was wir wollen =). Endlich hats geklappt mit der Bäckerrei *stolz*.
Mit gefüllten Tüten fuhren wir nun los an die Strecke, den gucken beim Essen will man ja schliesslich auch. Der Himmel lichtete sich unterdessen immer mehr und es zeichnete sich ein Sonnentag ab. Nahe Janoviky fanden wir an einem BÜ eine Ideale stelle und spachtelten auf dem Bahndamm unsere Backwaren. Ein prächtiges Frühstück =). Nebenbei knipsten wir noch einen Regio und einen Expresszug, bespannt mit einer 162er.

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162er mit einem bunten R aus Prag bei Janoviky

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Super City von Prag nach Ostrava bei Janoviky

Danach entschlossen wir mal nach Ceska Trebova zu fahren, in der Hoffnung auch dort auf gutes Wetter zu stoßen. Da die Sonne wohl noch auf der „falschen“ Gleisseite sein dürfte für unsere Stelle, suchten wir uns erst eine alternative.
Kurz hinter der Brücke wurden wir fündig und verpassten gerade einen südwärts fahrenden Güterzug. Kein Problem, den in Kürze sollte der nächste Fernverkehrszug kommen. Das Licht schien schon arg spitz, doch wollten wir diesen noch abwarten. So blieben wir kurz im frisch gemähten Gras hocken. Eine orange Lackierte Lok liess uns dann hochschrecken. Vor dem R führte eine noch unbekannte, meiner Meinung nach scheußlich aussehende 151er mit Werbelackierung. Iiii!

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151 019 mit einem EC aus Prag kurz vor Ceska Trebova

Naja, werden wir heute bestimmt nochmals irgendwo kriegen, da waren wir uns sicher. Wenige Minuten nach dem R folgte ein Güterzug, welcher mit einer 123er bespannt war.
Nett, doch das Licht war jetzt auf der Seite total weg. So schnell kann die Sonne drehen ;-). Für uns hiess dies Wechsel. Kurz hinter der Brücke der Neubaustrecke zwischen Ceska Trebova und Dlouha Trebova verlief die Bahn in einer weiten Linkskurve und einem Einschnitt weiter. Ideal, denn da würde die Sonne schon stimmen. Schnell war eine Stelle gefunden, doch mit den Zügen sollte es nicht ganz klappen. Lange kam überhaupt nichts, ab und zu ein Regio oder ein Fernverkehrszug. Mit den Güterzügen waren wir jedoch irgendwie im klinsch. Ständig rollten uns welche in den Rücken.. von vorne wollte jedoch keiner kommen.
Wir beschlossen hier auf den EC Hungaria zu warten, welcher bald erscheinen sollte. Kurz vor diesem war uns doch das Glück noch hold und ein Güterzug rollte durch. Leider nicht total angestrahlt, doch wenigstens mit etwas Sonne. Bespannung war natürlich eine 123er.


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163 245 mit einer roten Schnauze und einem Regio bei Ceska Trebova

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123 mit einem Güterzug nach Osten bei Ceska Trebova

Wenigstens erschien dann auch der Hungaria in der totalen Sonne. Sehr speziell war dessen Bespannung heute. Wie alle ausländischen Fernverkehrszüge wurde auch dieser von einer slowakischen Lok bespannt. Es handelte sich hierbei um die 350 001, welche wir schon in der Tatra vor einigen Zügen erlegen konnten. Mit ihrem rot-weis-rotem Kleid passte sie ideal zu den Ungarischen blauen Wagen aus Berlin.

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ZSSK 350 mit dem EC Hungaria nach Budapest bei Ceska Trebova

Nach diesem Zug war die Sonne auch schon im vorderen Bereich der Kurve passend und wir gingen ein Stück weiter in Richtung Brücke. Leider wollte die Stelle uns beiden nicht so toll gefallen wie die letzte und nach wenigen Zügen gings ganz zur Brücke vor. Hier boten sich einen Vielzahl von Motiven. Einmal nahe, einmal weit weg, irgendwo in der Mitte oder ganz oben bei der Strasse. Neben einem Schienenbuskonvoi, welche wohl überführt wurde, waren auch hier die nicht im Kursbuch stehenden Züge dünn gesäht. Wir knipsten was kam und wollten bis zum Vindobona hier bleiben.
Glücklicherweise gingen alle Fotos im vollen Sonnenlicht ab und der Vindobona kam so bunt daher, wie gestern. Sogar die beiden total versifften Ösiwagen waren dieselben wie gestern.
Nach dem Vindobona folgte noch ein IC sowie ein SC nach Ostrava. Sehr zu unserem Glück war der IC mit der Post 151er der CD bespannt, welche wir schon von unserer Zugsfahrt in Slowenien kannten.

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ZSSK 350 mit dem EC Vindobona nach Wien bei Ceska Trebova

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Post 351 mit einem R nach Ostrava bei Ceska Trebova

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Super City nach Ostrava bei Ceska Trebova

Von der Stelle genug, bot sich jetzt an ins Orlici Tal zu wechseln.
Ein Blick ins Kursbuch hielt uns jedoch noch hier. Wenn wir jetzt wechselten würden wir einen EC verpassen, doch nach diesem hätten wir genug Zeit. Also harten wir nochmals gute 30min aus um einen nachfolgenden EC sowie einen RT Express zu fuzzen. Bei diesem handelte es sich um einen „privat“ geführte Stundentaktverbindung aus Prag nach Ostrava. Wagenmaterial sowie Zuglok war CD, deshalb ist es auch = CD??
Nach diesen beiden letzten Fotos hier bei der Brücke brachen wir auf uns fuhren in Richtung Norden. Kurz bei der Tanke vorbei da unser Auto auch wieder mal Durst hatte und dann über die kleine Nebenstrasse ins Dörfchen Bezpravi. Ausser einem Bahnhof und einigen Touristen lebte hier wohl keiner mehr, doch die Regios hielten noch schön im Stundentakt.
Wir parkierten unser Auto etwas östlich und gingen zu fuß an die gestern Rekognoszierte Stelle. Die Strohballen lagen noch genau so wie gestern und konnten schnell umgekippt werden. Wie gestern festgestellt wuchs im Bahnbereich eine Menge Kraut, welches direkt ins Fahrgestell lampen würde. Zeit war reichlich vorhanden und so rückten wir diesem mit unserer Rasenschere zu leibe.
Ein Rasenmäher währe wohl angebrachter gewesen, war die zu schneidende Fläche doch recht gross. Nach rund 30min arbeit waren die beiden nötigen Mastabstände frei gelegt und ein Testzug konnte kommen. Zu unserem Ärger forderte das Krautschneiden doch noch sein Tribut und 2 Güterzüge rollten uns vor der Nase durch. Weiters fuhr uns noch ein älter wirkender Regionaltriebzug in den Rücken, welcher wohl überführt wurde. Schade, währe toll gewesen die Kiste. Zurück auf unserem Strohballen warteten wir auf den demnächst erscheinenden R.
Es entpuppte sich, dass wir volle arbeit geleistet hätten und die Lok mehr oder weniger ohne Kraut machbar war. Einzig ein Stromkasten im hintern Lokteil war noch im Weg, doch diesen konnten wir ja schlecht abmontieren ;-). So folgte anschliessend noch der SC nach Ostrave und eine DB-Zugsgarnitur nach Österreich.


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ZSSK 351 mit einem EC aus Deutschland bei Bezpravi

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CD 151 mit einem Zug nach Österreich bei Bezpravi

Nun war auch hier Schluss. Es blieb noch eine Stelle offen, welcher ein bekannter uns heute morgen per SMS mitgeteilt hatte. Etwas westlich des Haltepunktes sollte ein grosser Baumstrunk ideal als Standpunkt dienen. Dies tat er tatsächlich auch, auch war das Motiv gar nicht schlecht, doch leider war die Stelle nach 11 Uhr am Morgen aus dem Licht. Also für morgen merken, den wir hatten bereits vorher beschlossen, für den Abend nochmals in die Fläche zu fahren um einige Abendbilder zu knipsen und nochmals eine Nacht im Fass zu pennen. Da die Schatten hier im Tal bereits allgegenwärtig waren, fuhren wir anschließend direkt wieder zurück in die Nähe von Zamberek. Hier schossen wir von einem BÜ aus einen SC sowie einen EC aus Krakow, welcher zu unserer Freude wieder mit der morgigen orange lackierten 151er kam. Nach einem im Blockabstand folgenden Güterzug hatten wir jedoch genug von dieser Stelle und wechselten eine Haltestelle weiter, wo sich hinter dem Bahnhof ein Hügel als idealer Fotopunkt anbot. Leider war Zeitlich bedingt das Licht schon sehr schwach und unsere Schatten reichte locker 100m den Hügel hinunter. So war nach einem geschossenen Regio auch hier schluss für heute und es konnte zurück in unser Fass gehen.

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123 mit einem Güterzug nach Westen bei Zamberek

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Regionalzug im letzten Büchsenlicht bei Zamberek

Bei der Rezeption taten wir uns wieder einmal sehr schwer mit der Sprache, den die Dame dort konnte weder Englisch noch Deutsch. Wir brachten ihr mit Händen und Füssen bei, dass wir gerne diese Nacht Strom hätten, da unsere Handys und Computer danach dursteten. Auch wollten wir gerne nachfragen, ob in den größeren Bungalows ein Bad mit dabei war, was unser Fass natürlich nicht verfügte. Leider war dieses auch in den größeren Bungalows nicht zu haben, da nur die für uns unbezahlbaren Appartements eines verfügten. Nichts desto trotz bezogen wir wieder unser heute Morgen verlassenes Fass und zogen eine Kabelrolle vom Campingverteiler durchs Fenster hinein. Nach einem ausgiebigen Mal, serviert von einem hübschen Mädel in der urchigen, verrauchten Campingbeiz (jaa, das Mädel tat uns beinnahe leid hier arbeiten zu müssen) sitzen wir nun nach einer sehr kurzen (die erste Dusche welche seit Norwegen wieder nach Münzen schrie) hier im Fass und beenden den Tag mit nochmaligen durchschauen der Fotos von heute.




Tag 101: Freitag, 31.08.2007, Holice – Pfedklasteri, 146 km

[maps.google.de]

Wir haben fest mir Sonne gerechnet, als wir heute früh um 7:00 das erste mal den Kopf aus unserem Saftfass gestreckt haben, aber nix war, es war zugezogen und sah finster aus. Das war das Kommando, weiterratzen und zwar sofort! Die Akkus können bestimmt auch noch ein paar Minuten am Strom vertragen ;)
Es wurde dann kurz vor 10:00 bis wir uns aus dem Fass getraut haben um uns frisch zu machen und los zu fahren. Wetter hat sich bis dahin nicht verbessert, eher im gegenteil ... es begann dann auf dem Weg gen Süden sogar leicht zu Regnen.
Ziel heute war die KBS 250 zu erreichen, das ist eine mit Wechselstrom elektrifizierte Haupstrecke welche von Cesk Budjovice (in de Mitte des Landes) nach Breclav (an der Grenze zu Österreich) führt. Wenn man sich die Strecke auf der Karte anschaut müsste man meinen, das hier eine ganze Menge Verkehr drüber läuft, tut es aber nicht ;) Der Internationale und Nationale "schnelle" Fernverkehr fährt anstatt direkt über die 250er "oben" rum über die KBS 010, man muss dazu sagen das "da oben" auch mehr Menschen leben, was diese Lenkung des Verkehrs begreifen lässt. Güterverkehr ist soll auf der 250er eine ganze menge los sein ... hat man uns erzählt, aber wie viel Glück wir mit dem Güterverkehr hier in den Ländern haben dürfte ausreichend bekannt sein. Interessant sind auch vor allem die eingesetzten Baureihen, es sind neben den allgegenwärtigen Knödelpressen auch noch ältere anzutreffen, z.B die Br230. Was wir aber bis jetzt von den Loks her gesehen haben sind die äußerlich in einem erbärmlichen zustand .. grauenhaft! Ziel war heute irgendwo in der nähe von Tisnov eine Übernachtungsmöglichkeit für die nächsten zwei Nächte zu finden, damit wir morgen einen vollen Tag Strecke haben können.
So weit Südlich an der Strecke wollen wir uns positionieren da hier einerseits das sehr bekannte Viadukt von Dolni Lucky liegt und andererseits es auch sonst eine reizvolle Gegend sein soll.
Nach einen Einkauf beim Plus, beim selben wie schon die letzten zwei Tage, fuhren wir ohne halt bis Policika, wo wir beim Überqueren eines BÜs vor dem Bahnhof eine Diesellok gesichtet haben. Sie gehörte zur Baureihe 730 und war das 7 Exemplar davon, eigentlich nicht spezielles ... aber die Lackierung ist witzig, ob die alle so sind? Lackiert ist sie wie die Büchsen der Br810, rot / baige / rot ... schaut bei einer Lok irgendwie komisch aus. Da es regnete waren die Fotos sehr schnell im Kasten und wir sassen wieder im Auto um weiter an unser Etappenziel zu kommen.

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Je näher wir dem Tisnov kamen je besser wurde das Wetter, man konnte auch schon vermehrt blaue Löcher sehen am Himmel. Wer jetzt aber denkt "jetzt haben die schon wieder einen Sonnentag", der irrt ... die blauen Löcher wurde dann im verlaufe auch immer wieder weniger bis sie ganz verschwunden waren.
In Tisov suchten wir erstmals vergebens einen Campingplatz welcher auf unserer Karte eingetragen war. Irgendwo in der Stadt, auf der suche nach einer Pension, standen wir dann vor einer Infotafel wo die Übernachtungsmöglichkeit aufgelistet waren, also arbeiteten wir uns da mal durch bis wir etwas finden, dachten wir.
Adresse 1 war mit 1000 Kronen pro Nacht etwas Teuer, Adresse zwei fanden wir nicht, die Gegend sah aber alles andere als einladend aus .. und bei Adresse drei gingen wir gar nicht erst fragen, sah zu Edel aus, was auch die Lage am grossen Dorfplatz verspricht. Eine Adresse vier fanden wir, obwohl nicht verzeichnet, ebenfalls in der Altstadt, eine Pension welche günstige Preise versprach, aber fragen konnten wir nicht da erst in 2h wieder jemand "zuhause" sein sollte, laut Zettel an der Türe. So beschlossen wir mal da zu fragen, falls nix frei wäre aber sonst für die 1000 Kronen pro Nacht absteigen würden - ist ja auch nicht die Menge Geld. Wir gaben zudem der Sonnen nun noch zwei Stunden Zeit sich zu beweisen, wir fuhren deshalb nach dem Einkauf von einem Mittagessen bei einem Penny Markt (sehr Deutsch angehaucht hier alles) in Richtung des grossen Viaduktes wo wir Essen und warten wollten.
Weit kamen wir nicht, bereits im ersten Dorf hinter Tisnov, es hiesst. Predklasteri, fuhren wir an einer Pension vorbei welche schmuck ausschaute von aussen.
Also wenden und mal fragen ob was frei ist und ob es was kostet. Die Bedienung vom Restaurant welches im Erdgeschoss liegt schaute auf die Frage ob sie deutsch oder englisch spricht verdutzt, verschwand dann und holte die, etwas Deutsch sprechende Chefin. Es sei was frei, koste 600 Kronen die Nacht ohne Frühstück, das sei nochmals 70. Gekauft, so leben wir jetzt hier für 720 Kronen pro Nacht mit Frühstück an einem idealen Standpunkt und in einem wirklich netten Zimmer. Wir meldeten uns dann gleich noch fürs Abendessen an und verschwanden gen Viadukt, es war schon kurz vor 13:00 Uhr und bis 14:00 wollten wir der Sonne eine Chance geben, ansonsten EISENBAHNFAHREN.
Das Viadukt und eine Stelle war schnell gefunden und wir spachtelten mal unser Essen und warteten, es vergingen lange Minuten aber nix kam ... auch die Sonne nicht. Um 14:00 dann brachen wir ab, die Sonne und die Züge wollten heute nicht, so bliebt nur eins, Zugfahren, was sich anbietet damit mal noch sieht wohin wir die nächsten Tage so kommen. Als Route haben wir uns eine Rundreise zusammengeschustert, sie führte von Tisnov mit einem Os nach Brno, von da mit einem R nach Jihlava über die KBS 240, ab da mit einem Os nach Havlickuv Brod über die KBS 225 und dann zum Schluss wieder mit einem R zurück über die KBS 250 nach Tinsov. Fahrtzeit etwas über 4h, die Strecke etwas über 250km lang und die Verbindungen ideal. Wartezeit an den Bahnhöfen jeweils nicht über 15min, was zwar schön ist wenn der Fahrplan eingehalten werden kann, aber nicht so schön ist wenn das nicht der Fall ist.
Wir fuhren dann aber erstmal zum Bahnhof und trafen auf etwas was es bei uns schon lange nicht mehr gibt, Parkplätze ohne nix, ohne Ticketautomat, ohne doofe blaue Zone, einfach Parkplätze zum Parken von Autos .. wie es sich gehört. Die Dame am CZ Schalter verstand, obwohl wir sie nicht verstanden, schnell was wir wollten nachdem wir ihr die Runde aufgezeichnet haben und verkaufte uns die Tickets, zu dem sensationell günstigen CZ Inlandstarif. Für die Fahrt haben wir pro Kopf um die 210 Kronen bezahlt, das sind etwas über 10 CHF - für 4h Zugfahren und gegen die 250 Tarifkm!
Wir bestiegen dann unseren Os im Bahnhof nach Brno welcher kurz darauf auch zur Planzeit den Bahnhof verlies. Doch schon der erste Anschluss in Brno begann zu wackeln als wir bei der Ausfahrt aus einem Bahnhof abrupt gestoppt haben, zum Glück war der Fehler bzw. die gezogene Handbremse schnell gefunden und weiter ging die Fahrt .. nach Brno welches wir mit etwa 5min Verspätung erreichten.
Der Anschlusszug (R nach Plzen) war nach einiger Sucherei auch gefunden und wurde bestiegen, doch auch hier ging es nicht Planmäßig los. Er fuhr und fuhr nicht bis unsere Abgangsverspätung gegen die 10min betragen hat, soweit nichts schlimmes. Aber wegen Verlegung von Kreuzungen, was immer zu unserem Nachteil war, wuchs die Verspätung bis wir in Jihlava ankamen auf gut 25min an, der Anschluss (wäre 7 min gewesen) war damit natürlich weg .. und mit dem Anschluss auch der nächste Anschluss zurück nach Hause.
Nach Havlickuv Brod kamen wir dann ohne Probleme mit einem Region eine Stunde später, ab da fuhr dann auch, nach wiederum 30min warten, ein Regio weiter, aber nur bis Zdar n. Srz. ... da hiess es dann wiederum 30min warten auf den R nach Brno, Ankunft in Tinsov war somit genau 2h später als eigentlich geplant. Um 21:10 ... zwei Dinge waren daran gar nicht so toll. 1. Auf dem Streckenteil wo es richtig interessant gewesen wäre um rauszuschauen wo es Stellen gibt sind wir in der Dunkelheit durch gefahren und 2. hatten wir Angst nix mehr zum Essen zu kriegen bei uns im Restaurant. Problem 1 müssen wir morgen halt dann mit dem Auto erledigen .. Problem 2 verging als die Bedienung uns die Karte mit den warmen Mahlzeiten vor die Nase setzte *phuuu* ;)
Unterwegs, hauptsächlich auf Wechselstromstrecken(mit Ausnahme der 240er) haben wir eine ganze Menge Loks gesehen, 230er ect. .. und alle waren sie, mit sehr wenigen Ausnahmen, in einem wirklich schäbigen Zustand (äusserlich), da stand zB eine Lok rum mit einem Rev Datum von diesem Jahr, die sah aber von aussen Schrottreif aus, vom ursprünglichen Lack war nicht mehr viel zu sehen, alles ist vom Rost und vom Gammel zerfressen. Da schaut die Dampflok welche wir in Schweden erlegt haben besser aus als einige von diesen Loks. Aber trotzdem wünschen wir uns für morgen so eine Lok vor einem Güterzug, die sind so @#$%& das sie schon fast wieder goil sind ;)

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2007/Tschechien/07.08.31%20Brno/DSC_1425k%20copy.jpg

Was wir uns auch noch geben vielleicht ist die KBS 251, sie führt von Zdar nach Tinsov "hinten" rum und es hängt kein Faden. Alle Züge die wir gesehen haben heute waren für uns neu, es fahre da anscheinend Dieselloks mit Büchsenwagen, schaut ulkig aus :D Nun sitzen wir im Zimmer hier und hören alle paar Minuten ein Zug drüben vorbei rollen, das dürften viele Güterzüge sein, ist schon klar warum die jetzt rollen, damit morgen nix mehr da ist was kommen kann. :/




So, hat lange gedauert bis zu diesem Teil.
Die letzten zwei schaff ich auch noch …. Fragt nur nicht wann, bin in einer „Formkriese“ beim Einstellen der Beiträge ;)

En Gruess
Nil

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:11:23:11:39:31.

Re: [EU 07] - Teil 48: CD KBS 010 und Transfer nach Tisnov

geschrieben von: anony

Datum: 23.11.08 01:35

Nil schrieb:
-------------------------------------------------------
> ZSSK 351 mit dem EC Hungaria nach Budapest bei
> Ceska Trebova
>
> ZSSK 351 mit dem EC Vindobona nach Wien bei Ceska
> Trebova

Es gibt keine 351, das sind 350er.

> Post 351 mit einem R nach Ostrava bei Ceska
> Trebova

CD 151 014, wenn ich mich nicht irre.

> CD 351 mit einem Zug nach Österreich bei Bezpravi

Grün-weiße Lok -> also 150 oder 151.

> Ziel heute war die KBS 250 zu erreichen, das ist
> eine mit Gleichstrom elektrifizierte Haupstrecke

Die KBS 250 ist aber eine 25 kV 50 Hz-Wechselstrom-Strecke...

> Unterwegs, hauptsächlich auf Gleichstromstrecken
> (mit Ausnahme der 240er) haben wir eine ganze
> Menge Loks gesehen, 230er ect.

...demzufolge sind das auch Wechselstromloks.

Gruß
anony

Re: [EU 07] - Teil 48: CD KBS 010 und Transfer nach Tisnov

geschrieben von: Nil

Datum: 23.11.08 11:40

Hoppla,

da hab ich etwas mit ZSSK und CD Baureihen durcheinander gebracht - ist verbessert ;)

Danke und Gruss
Nil

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