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Falls ihr also ältere Berichte noch anschauen wollt, geht am besten über diese Seite.

Im untenstehenden Teil geht es um zwei Tage Slowakei, wir bewegen uns von Kosice im Osten nach Zvolen, dem Ort mit dem brillantesten BW der Slowakei.
Die beiden Orte verbindet die Südstrecke von West nach Ost in der Slowakei, welche durch sehr abwechslungsreiche Landschaft führt. Verkehr ist eher mau, es gibt 3 Fernverkehrszugpaare und ein bisschen Regionalverkehr, welcher aber meist mit Büchsen gefahren wird … aber seht selber.




Tag 86: Donnerstag, 16.08.2007, Kosice – Tornala, 173 km

[maps.google.de]

Auf den ersten Brillenbespannten Zug aufgestanden fing unser Tag heute relativ spät an. Erst um 9 losgefahren, getankt und etwas zu essen gekauft, passierte eine 750 mit dem R802 „Gemeran“ unsere Stelle etwas nördlich von Slavec. Ein Überfoto gleich am Anfang, nicht schlecht ;-).

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754 003 mit dem R Gemeran kurz hinter Slavec auf dem Weg nach Zvolen

;-). Gut gelaunt fuhren wir gleich zum Bahnhof von Roznava um den dortigen Schalterbeamten nach Güterzügen zu fragen. Unglücklicherweise störten wir diesen gleich beim Abwasch und er gab uns mehr oder weniger zu verstehen, dass er nicht wirklich Auskunft geben wollte. Aufgrund einer Zugmeldung, die gleich rein kam als wir da standen, war uns klar, dass in wenigen Minuten ein Güterzug aus Zvolen durchrauschen musste. Nichts wie los zum Auto und schleunigst eine Stelle mit Licht anfahren. Als wir davonbrausten, durchfuhr der Gz mit den beiden 751er den Bahnhof bereits und uns war klar, dass wir dem Ding nicht hinterherkamen. Auf eine Kreuzung hoffend fuhren wir trotzdem wieder in Richtung Kosice und bogen beim Bahnhof von Lipovnik von der Hauptstrasse ab. Ein Blick in den Bahnhof zeigte und einen wartenden Kreuzungszug. Ojeoje, jetzt muss es schnell gehen ;-). Es kreuzte eine einzige Lok den Güterzug und wir fuhren etwas westlich des Bahnhofes an eine Brücke für den wartenden Gz. Dieser setzte sich jedoch ziemlich zackig in Bewegung und fuhr uns gleich vor der Nase durch, ohne abgelichtet zu werden. Sch…. Ok und nun? Genau, es sollte ja noch ein Gz aus Zvolen kommen. Wieder umgekehrt und durchs Dörfchen gefahren fanden wir eine Überstelle, gleich etwas oberhalb des Tunnelportals. Verflixt, wir sahen die Wagen des Zuges glich noch unter uns durchfahren als wir die Stelle erreichten. Und jetzt? Genau, ab zum Bahnhof Lipovnik und nach Nakladni (oder wie man das schreib) fragen. Der Beamte sprach nicht schlecht Englisch und er meinte nur 5min. Natürlich kam der Zug auch noch in die Richtige Richtung und wir hinterließen auf dem Bahnhofsvorplatz nur noch eine Staubwolke. Wieder durchs Dörfchen hindurch gefahren und den Berg hochgerast sahen wir abermals nur die letzten Wagen des Zuges. Kreuzefix, wollte den heute nichts klappen?!?!. Ziemlich verärgert blieben wir nun an der Stelle stehen und liessen die beiden Schienenbusse fotolos durchfahren. Von hier oben war eh nix zu machen, da dieses restlos in der weiten Landschaft untergingen!. Als der 2. Schienenbus in den Rücken fuhr, war am Horizont eine Dieselwolke und eine lange Schlage aus Wagen zu erkennen. Gz. Endlich. Nach rund einer Stunde warten liess sich das vorhin 2x verpatzte Motiv wiederholen. 2 Dieselloks schleppten einen langen Zug in Richtung Kosice.

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Güterzug mit zwei 751 kurz vor dem Tunnel bei Lipovnik

Reichlich viel Fotos davon gemacht, fuhren wir nun weiter. Kurz vor dem Dörfchen Jovice verlief die Bahn auf einer ebenen Fläche durchs Tal. Hier stellten wir uns an eine nette Stelle und warteten ab. Brille sollte bis zum Abend keine mehr kommen und für einen Schienenbus wollten wir etwas näher am Gleis stehen. Pünktlich kam das erste Exemplar aus Kosice als Os6404. 812 mit Beiwagen in der „Mittleren Lackierung“. Das heisst weder alt noch neu.. irgendwas mittendrin, 812er Lack halt..

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Büchsenzug als Os6404 nach Roznava aus Kosice kommend bei Jovice

Rund eine halbe Stunde später fuhr uns 812 020 alias Os6407 aus Plesivec in den Rücken. Glücklicherweise allein, so dass ein Nachschuss gut möglich war. Da wir noch einen Güterzug hier abwarten wollten, liessen wir den Os6409 aus Westen ebenfalls in den Rücken fahren. Leider mit Beiwagen macht dieser nicht so viel her, doch war es uns mehr oder weniger egal. Den als der 81 2er an uns vorbeigefahren war, war am Horizont schon ein längerer Güterzug auszumachen. Es folgte 751 073 zusammen mit einer Schwestermaschine und einem langen Güterzug. Toll.

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751 073 + Schwesterlok ziehen einen für die Strecke typischen Güterzug bei Jovice nach Westen

Endlich konnten wir den sonnigen Platz verlassen und etwas neues suchen. Diese neue Position fanden wir gleich im Dorf Jovice selber, diesmal zum Glück im Schatten! Hier ging kurz vorm Bahnhof eine Strassenbrücke über die beiden Geleise und ein schattiger Platz unter einem Baum lud zum warten ein. So passten wir den nächsten Schienenbus aus Plesivec ab. Wenige Minuten später durcheilte die 754 069 denselben Platz und wurde bei bestem Sonnenlicht abgelichtet.

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812er mit einem neulack Hänger bei Jovice

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754 mit einem R von Presov nach Zvolen bei Jovice

Nun war wieder Zeit für einen Standortwechsel. Da die nächste Brille mit einem Eilzug aus Zvolen bald kommen würde, liess die Sonne nur einen Querschuss zu. Eine passende Möglichkeit dafür war bei der Ortschaft Gemerska Hörka zu finden. Hier standen wir auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel und schossen den 5 Wagenzug mit 754 003 in die Quere. Da die Sonne für diese Stelle noch nicht stimmen würde, war einem abermaligen wechseln nichts im Wege. So fuhren wir auf die gegenüberliegende Seite und versuchten da einen Standpunkt zu finden. Nichts da und wir vermasselten einen Güterzug mit 751 056 zünftig.

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754 mit dem R aus Presov in der nähe von Gemerska Hörka

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754 mit einem Gegenzug aus Zvolen nach Presov nahe Gemerska Hörka

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751 056 mit einem Kesselzug nach Westen bei Gemerska Hörka

Hätten wir doch für diesen schönere Stellen gefunden, hätten wir es gewusst. Egal, nun war schon bald wieder Büchsenzeit. Doch wo fuzzen? Auf dem Weg weiter nach Süden trafen wir kurz vor Tornala auf die Station Gemerska Panica welche sogar noch besetzt war. Einzige Arbeit des „Bahnhofvorstandes“ war das heben und senken der Schranke. Signale hatte er keine, war doch nur 1 Gleis vorhanden. Leider war das hübsche Bahnhofsgebäude nicht umzusetzen und so sassen wir ein wenig hinter der Station im Dickicht.

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Eine 810er Büchse verlässt den Haltepunkt Gemerska Panica gen Tornala

Es folgte ein Schienenbus mit alter Lackierung welche allerdings noch sehr frisch wirkte. Gleich darauf kam dessen Gegenzug, welchen wir noch ein wenig weiter nach der Station Querschossen.

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810er Büchse auf dem Weg nach Roznava bei Gemerska Panica

Hmm.. und jetzt? Ein Blick zur Sonne liess ein jähes Ende des Tages vorhersehen. War es auch schon bald 19 Uhr und die Hügel doch etwas höher als gedacht. Kurz noch zum Haltepunkt um nach einem letzten Güterzug gefragt, stellte sich das Schienenbusbild doch nicht als Abschlussbild heraus. Es sollte in 30 Minuten noch ein Güterzug nach Kosice folgen. Ob dafür das Licht noch reicht? Wir stellten uns an die Brücke gleich vor Tornala und warteten ab.

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Wäre der Zug nach exakt theoretischen 30 Minuten gekommen, wir hätten noch Licht gehabt. Die praktischen 45min reichten jedoch nicht mehr und der Zug und die Landschaft blieben im Schatten des Schleiers in welchem die Sonne mittlerweile verschwunden ist. Schade, währe es doch ein netter Ganzzug mit 736er gewesen. Zufrieden über den Tag fuhren wir dann nach Tornala, wo sich auch ein Campingplatz befinden sollte. Auch hier wurden Miethäuschen angeboten und auf unsere anfrage gab es sogar noch etwas billigeres. In einem größeren Haus, es erinnerte an russische Plattenbauten, waren einige Zimmer welche gemietet werden konnten. Eine Nacht kostete satte 300 Kronen, was 15 SFr entsprach. Da kann nichts brauchbares sein. Naja, ok, die „Höhle“ war auch nicht mehr als 15 Franken wert, doch schlafen konnte man im Bett. Nach einer Dusche und mal wieder frischen Klamotten gings in das Dörfchen, wo wir beim Durchfahren eine Pizzaria entdeckt haben. Hmm.. Pizza konnte man den Teigfladen mit Beilage nicht nennen. Mehr einem Kaugummi ähnelnd stillte jedoch aus dieses Essen unseren Hunger und bei einem abschliessendem Bier liessen wir den Tag noch einmal Revue passieren. Trotz Pech am Morgen im grossen und ganzen ein erfolgreicher Tag. Gn8




Tag 87: Freitag, 17.08.2007, Tornala – Zvolen, 250 km

[maps.google.de]

Obwohl unser Zimmer in Tornala eine verdammte höhle war schliefen wir recht gut und verliessen es erst zu dem Zeitpuntk wo wir mussten, der erste Brillenzug nach Kosice zwang uns aus dem Bett. Sein erscheinen um kurz nach 8 Uhr machte ein zeitiges an der Stelle stehen zur Pflicht, und einen brillanten Zug wollten wir auf keinen Fall sausen lassen, sind es ja nicht wirklich viele ;) Nördlich von Tornala erlegten wir den Zug dann mit einem Zement oder Kieswerk im Hintergrund, kam recht nett eigentlich.

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754 mit einem R nach Presov etwas nördlich von Tornala

Dann fuhren wir zurück wieder weiter gen Zvolen ... diesmal aber nicht durch das Dorf Tornala sondern über die, wie wir rausgekriegt haben, Vignettenpflichtige Dorfumfahrung welche relativ neu zu sein scheint. Da fanden wir dann schon das nächste must have Motiv, der nächste Brillenzug gegen 11 bot sich zwar dafür an, aber natürlich hofften wir noch auf einen Güterzug welcher da viel netter mit einer Fabrik und Wohnanlagen im Hintergrund kommt. So stellten wir unsere Karre unter die Brücke in den Schatten und setzten uns eben in diesen. Den obwohl der Tag noch nicht alt war brannte die Sonne schon wieder so stark vom Himmel das der Schweiss bei jeder "anstregung" nur so runter lief, dazu kam der keinwind gerade "richtig" *schwitz*. Für einen Triebwagen, welcher als erstes kam, wollte Daniel nochmals hinter das Dorf fahren um ihn mit einem alten Bahnhof abzulichten, ich meinerseits blieb auf der Brücke für alle Fälle, falls doch noch ein Güterzug kommen sollte, man weiss ja nie. Der Triebwagen kam dann, bei mir ein 812 vor einem 810er, beim Daniel nur noch der 812 :)

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812 und 810 als Os nach Tornala am Dorfeingang

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812er nach Roznava aus Tornala kommend beim Haltepunkt Gemer

Zum Glück dachte Daniel mit und fuhr noch schnell zum Bahnhof um zu fragen wann die nächsten Güterzüge kommen, denn die immerzu anwesenden Bahnangestellten haben sich ja gestern als meist recht hilfsbereit erwiesen. Auch dieser war es und verriet uns das JETZT und kurz vor dem Personenzug noch ein Güterzug kommen sollte. Jetzt verpasste Daniel, ich hingegen welcher noch auf der Brücke stand räumte den Zug ab. Leider war er aber nicht mit richtigen Loks sondern nur mit so Rangierhobeln - 736 - daher, aber in der Vollsonne.

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736 Doppeltraktion mit einem gemischten Güterzug bei Tornala

Was mittlerweile nicht mehr selbstverständlich war. Den am Himmel machte sich Schleier breit und einige Wolken meinten auch sich noch dazu gesellen zu müssen. Was dann prompt beim Brillenzug in Form von DUNKEL auswirkte. Der Güterzug welcher noch hätte kommen müssen kam dann leider von hinten, da hat sich der Mann an der Station dann wohl vertan, halb so schlimm. Die Stelle war aus dem Licht langsam und eigentlich hatten wir auch alle schon gesehen was da lang kommen kann, also fuhren wir mal weiter der Strecke entlang gen Zvolen. Wir kamen aber nur wenige Kilometer weit bis zu einem Abzweigbahnhof mit dem Namen Lenartovce. Da zweigt die KBS 160 von einer Strecke nach Ungarn ab, es gibt sogar noch ein wenig Personenverkehr in der Ecke, und dieser wird mit einen superschönen Triebwagen gefahren. Der ist aber von der Ungarischen Eisenbahn, es sind zwar auch 14m auf zwei Achsen, aber die Front ist etwas anders. Da der da auch sowieso rumstand machten wir natürlich noch ein Foto davon.

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Bzmot 401 steht in Lenartovce, ab da geht eine Strecke nach Ungarn rüber

Es standen zudem rum, zwei Dieselloks der Baureihe 742 und eine 751 "Knubelnas" - wobei die 742 irgendwie komisch sind. Es scheinen keine Staatsbahn Loks zu sein, denn eine war angeschrieben mit "www.lokotranslowakia.sk" und die andere mit "Cechomor" ... und wir dachten in diesem Land gibts keine Privatbahnen. Wenn man aber schonmal an einen Bahnhof steht und begafft wird von den anwesenden Eisenbahnern bietet es sich an nochmals kurz nach dem Stand der Güterzüge zu fragen. Und wieder standen wir wieder vor dem Problem das wir nicht verstanden wurden ;) Wir wurden dann von der Dame des Hauses herein gebeten, wir konnten uns setzen, und sie versuchte uns auf Slowakisch irgend etwas zu erklären. Zeiten von Güterzügen wusste sie aber keine, oder sie hat uns nicht verstanden ... obwohl wir sogar mit Zeichnen versucht haben ihr klar zu machen was wir wollen- Wir sind ihr dann wohl etwas zu schnell abgehauen und sie kam sogar noch nach und fragte woher wir sind und wohin wir gehen ect. :D
Dann begann für uns die Fahrt zum nächsten grösseren Eisenbahnknoten, Filakovo. Auch da zweigt eine Strecke nach Ungarn ab welche wohl auch noch ein bisschen Güter generiert. Auf dem Weg in das Dorf nahmen wir noch einen Schienenbus mit welcher aber leider an einem BÜ bei Blhovce entlang der Strecke total im Schatten kam, obwohl es dahinten in den Bergen wieder etwas offener war mit der Sonne.

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810 413 passiert den Westlichen BÜ von Blhovce

Wir schauten mal in das Kursbuch und stellten fest das in wenigen Minuten eine Brille Filakovo gen Zvolen verlassen sollte, da dieses Kaff nicht mehr weit weg war wollten wir uns die Brille schnappen, was Zeitlich kein Problem war. Nach ein paar missglückten Streckenranfahrten zur Stellensuche fanden wir auf einer Strassenrbrücke etwas ansprechendes für die Brille mit den zwei Wagen welche kurz darauf in der Halbsonne angefahren kam.

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754 mit einem Regio von Filakovo nach Zvolen kurz hinter Filakovo

Etwas später dann sollte noch eine Brille aus der Gegenrichtung kommen, Platzerl dafür gab es nur einen, den Bahnhof von Filakovo, welcher sogar noch eine chice Einfahrt mit einem Stellwerk hat. Im Bahnhof selber stand dann sogar noch eine 751 abgestellt welche just als wir eingetroffen sind begonnen hat zu Rangieren . sonst war nix los und bis auf ein paar Rangierloks nix rumgestanden. Die Einfahrt von der Brille rückte näher und wir stellten uns an die Einfahrt ... aber von weitem war schon klar das da keine Brille auf uns zu zog, es war ein Sinobus samt Beiwagen, welcher also auch hier in den Plänen der Brillen unterwegs ist.

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751 in blau im Bahnhof von Filakovo

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812 064 mit einem hübschen Hänger im Bahnhof von Filakovo

Wieder waren wir an einem Bahnhof und wieder versuchten wir dem FDL die nächsten Güterzüge zu entlocken, er verstand was wir wollten und gab Auskunft, der nächste sollte in 5min kommen. Wieder so knapp! Also nix wie raus, weit kamen wir aber nicht, den der DorfBÜ beim Bila war schon geschlossen und alternativen gab es keine. Der Zug kam aber dann mit einer Rangierlok 736, was uns nicht weiter berührte. Da machte und schon mehr der Triebwagen sorgen welcher eben aus Filakovo ausgefahren ist auf die Strecke nach Kosice, diesen wollten wir noch an einer sehr ansprechenden Stelle welche wir beim hinfahren entdeckt haben. Kurz hinter dem Dorf Sid standen wir dann an der Stelle bereit um der Kiste aufzulauern, welche wir auf der Fahrt dahin wieder überholt hatten. Die Kiste kam dann aber leider ohne Beiwagen und zu allem Überfluss sogar noch im Schatten daher. Da freuten wir uns schon eher auf den nächsten Zug aus dem Licht, den das sollte eine Brille sein laut ULP .. *sabber*. Zur Planzeit kam sogar die Sonne hervor, aber kein brillanter Zug. Es waren wieder einmal 28m auf 4 Achsen ... ein Neulack 810 und der wohl versiffteste Beiwagen im altlack welcher noch aufzutreiben war in der Republik. Eine Brille wäre zweifellos netter gewesen.

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Büchsenzug auf dem Weg nach Filakovo kurz vor der Ortschaft Sid

So sahen wir uns dann genötigt noch länger an der Stelle auszuharren und einen Güterzug abzuwarten, war zwar nix angekündigt, aber da kommt schon irgendwann mal etwas. Es kam dann auch, gegen 16:30 der Güterzug von hinten welchen wir lange zuvor bei der Einfahrt in Filakova zugeschaut haben. Aber er kam zum Glück nicht mit dem Rangierdiesel sondern mit der 751 welche im Bahnhof stand und am Rangieren war als wir da waren. Der Zug war aber im Gegenlicht und einer aus der richtigen Richtung wäre schon nicht schlecht gweh. So warteten wir weiter und keine 15min später kam er dann, mit zwei 751 bespannt und mit einer relaiv langen Wagenschlange hinten dran. Schnell war auch klar, dieser Zug eignet sich als Taxi in Richtung Zvolen, die Idee hatten wir aber der Zug dann anscheinend nicht, er blieb bis in die Abendstunden hinein verschollen

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Güterzug mit zwei 751 gen Filakovo kurz vor der Ortschaft Sid

Davon wussten wir aber noch nix und fuhren frohen Mutes vorbei an Filakovo und Lucenec immer in Richtung Zvolen und Tagesendziel. Ein Regio welcher mit einer Brille bespannt sein sollte zwang uns dann unsere "Verfolgung" welche so ja keine war zu unterbrechen und uns zu stellen was auch mehr oder weniger gelang. Der Zug war dafür hübsch, er bestand aus einer Brille und zwei Wagen, einem roten und einem hellgrünen, beide unversaut und noch recht satt im Lack.

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754 mit einem Os aus Zvolen gen Filakovo kurz vor Filakovo

Wo der Güterzug wohl bleibt fragten wir uns, und gingen sofort zur nächsten Station um das zu erfragen. Wieder wurden wir nicht verstanden und ohne Zeit zogen wir von dannen, zur nächsten Station um es da wieder zu probieren. Dem FDL da kam es gerade recht das er jemand fand zum unterhalten, es war nämlich gerade eine Zugspause und er laberte uns eine ganze weile voll, und das obwohl er genau wusste das wir kein einziges Wort verstanden. Wir verstanden nur das bald ein Lokzug nach Zvolen kommen soll .. was wir ihm glaubten und dafür an die Strecke fuhren. Aber bald kommen stimmte nicht und ein Lokzug war es auch nicht, nach 45min warten kam dann ein richtiger Güterzug mit einer 751 vor einer 736 bespannt. Das Foto wurde daher nicht wirklich brauchbar, da ich mich auf eine einzelne Lok ausgerichtet habe.

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751 und 736 mit einem Ganzzug bei dem Haltepunkt Podrecany

Der letzte Zug für diesen Tag, es war der R von Kosice, erlegten wir dann noch im nichtlicht im Bahnhof von Mytna.
Dann war die Zeit reif um in Zvolen, dem wohl bekanntesten BrillenBW-Ort, eine Nächtigungsmöglichkeit zu finden. Am Lokalen Zeltplatz wurden wir schnell fündig und bezogen für etwa 20 CHF die Nacht ein Hüttenteil mit zwei Betten drin. Nach dem Abendessen in einem Restaurant neben dem Platz liessen wir es uns nicht nehmen um noch kurz den Bahnhof von diesem Zvolen anzuschauen. Gelohnt hat es sich nicht, da kaum was los war ... so liefen wir kurz darauf die 2km wieder zurück zum Platz um da, nach dem schreiben dieser Zeilen, erschöpft ins Bett zu fallen.




Das war er also schon wieder … und es waren die ersten und letzten Güterzugbilder aus der Slowakei für diesen Urlaub. Im nächsten Teil geht es um eine ausgedehnte Bahnfahrt durch Slowenien und um einen Tag im Paradies, ehe wir nach Deutschendorf / Poprad wechselten (ich benutze eigentlich niemals Deutsche Ortsnamen, aber Deutschendorf find ich geil ;))

Bei Fragen einfach losschiessen, da ich vor etwa genau 2 Wochen wieder an der Strecke war kann ich noch ein wenig weiterhelfen falls jemand Fahrzeiten oder so will, weil die sind recht berechenbar ;)

En Gruess aus der Schweiz

Nil


Ps. Erste Bilder vom aktuellen Urlaub gibt es unter folgendem Link.
Wir waren 3 Wochen im Osten unterwegs, ein Bericht dazu folgt selbstverständlich auch hier im Forum, aber fragt bitte nicht wann ;)

[www.bahnpics.com]

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...

Merci! (o.w.T)

geschrieben von: Ulf Kutzner

Datum: 16.09.08 17:09

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Hallo Nil,

wenn ich das richtig sehe, hast Du also bald drei Reiseberichte von drei verschiedenen Touren hier parallel laufen ;-)
Aber das ist schon gut so. Auch diesmal wieder nette Bilder und interessanter Text. Schön, dass Du diesen "Altbericht" noch weiter führst.

Viele Grüße,
Jan

Nil schrieb:

> Im untenstehenden Teil geht es um zwei Tage
> Slowakei, wir bewegen uns von Kosice im Osten nach
> Zvolen

Wunderschöne Bilder von einer Strecke, über die hier bis jetzt kaum was zu lesen war. Ich bin auf der Rückfahrt aus Sibirien mit dem bekannten City-Star-Ticket dort lang gefahren. Leider kann man das Angebot im Personenverkehr bis auf die wenigen durchgehenden Schnellzüge mehr oder weniger komplett vergessen. Sehr beeindruckend fand ich den Anstieg aus Richtung Kosice zum Scheiteltunnel vor Roznava. Vorher konnte man noch den Verlauf der ehemaligen Strecke nach Tornanadaska in Ungarn gut erkennen. Die Gegend um Plesivec hatte ich mal vor Jahren im Winter besucht, als dort auf den ganzen Nebenbahnen der Personenverkehr eingestellt wurde. In Lenartovce zweigt wohl eher die Strecke nach Kosice von der Strecke Filakovo-Miskolc ab. Vom Zug aus war auch in der Ferne der ungarische Bahnhof Banreve gut zu erkennen, dahin müsste es auch mal eine Verbindungskurve gegeben haben (bzw. war das wohl sogar der ursprüngliche Streckenverlauf). Jesenske-Filakovo fährt der Zug eher gemütlich durch ein kurvenreiches Tal. Interessant ist die Einfädelung in Filakovo. Es gibt eine direkte Verbindung auf die Strecke Richtung Zvolen unter Umgehung des Bahnhofes Filakovo. Die Personenzüge hingegen schwenken erst nach Süden und münden dann nach Durchfahrung einer 180-Grad-Kurve in den Bahnhof Filakov ein, wobei es da neben dem gezeigten hübschen Stellwerk noch ein weiteres solches gibt.