DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 08/01 - Auslandsforum "classic" 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
Bitte unbedingt vor Benutzung des Forums die Ausführungsbestimmungen durchlesen!
Ein separates Forum gibt es für die Alpenländer Österreich und Schweiz - das Alpenlandforum
Zur besseren Übersicht und für die Suche: Bitte Länderkennzeichen nach ISO 3166 Alpha-2 in [eckigen Klammern] verwenden!

[AU] Australien 1995, Teil 2: New South Wales (m27B)

geschrieben von: tokkyuu

Datum: 01.05.08 16:31

Nach dem Bericht über Queensland gibt es nun die Fortsetzung. Von Brisbane, der Hauptstadt von Queensland gibt es, wie schon im ersten Reisebericht beschrieben, eine normalspurige Verbindung mit dem im Süden angrenzenden Bundesstaat New South Wales (NSW). Auf dieser Verbindung gibt es täglich nur einen Zug: ein Tageszug von Brisbane nach Sydney und einen Nachtzug von Sydney nach Brisbane, betrieben von „Countrylink“, der Personenverkehrsgesellschaft für den Fernverkehr in NSW. Am 6. November 1995 fahre ich mit einem australischen Freund um 6.30 Uhr vom Bahnhof Roma Street ab. Der Zug, mit dem wir fahren, trägt eine hellblaue Sonderlackierung zum Gedenken an die 140 Jahr-Feier der australischen Eisenbahnen.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_216.jpg
Das Bild zeigt einen solchen Zug im Süden von Brisbane. Es ist der Abschnitt, auf dem der Zug eine Kapspur-S-Bahnstrecke (Dreischienengleis) benützt.

Unser Zug fährt pünktlich ab, unsere Platznummern sind E37 und E38, das E steht für den Wagen, sie werden mit Buchstaben bezeichnet. Die Landschaft wird südlich von Brisbane immer interessanter und auch hügeliger. Obwohl die Landschaft für uns berggewohnte Österreicher nicht spektakulär ist, windet sich die Strecke teilweise in Kehrschleifen durch die Hügelkette, die die Grenze zum Bundesstaat NSW bildet. Der höchste Punkt ist hier 300 Meter!

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_215.jpg
Unterwegs in dieser Hügelkette überholen wir dieses seltsame Fahrzeug!

Dörfer sucht man vergebens. Es gibt einige Städte, die sind aber weit voneinander entfernt. In NSW müssen wir die Uhren vorstellen, denn in diesem Bundesstaat gibt es eine „Daylight Savings Time“, also Sommerzeit. Unterwegs erreichen wir auch manchmal die Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Die Weiden, die man fallweise sieht, wirken nicht sehr grün. Hier ist es viel trockener als in Europa! Es gibt daher auch viel mehr Schafe als Rinder, obwohl wir unterwegs auch einen Cowboy (auf dem Pferd) mit seiner Herde sehen. Mitunter sieht man sogar verendete Rinder herumliegen, teilweise schon verwest. Die landschaft wirkt fremd, weil die Bäume ganz anders sind als in Europa.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_214.jpg
An allen Stationen der Strecke gibt es einheitliche Stationsschilder in den Farben von „Countrylink“: hellblau/dunkelblau.

Ich habe schon Hunger. Im Lautsprecher wird angesagt, daß man nun das Frühstück abholen kann. Also begebe ich mich zum Speisewagen, der für unsere Verhältnisse sehr billig ist und in dem man warme Mahlzeigen in Papp-Schachteln bekommt. In dieser Schachtel ist eine Folienschachtel eingebaut, die das warme Essen enthält, daneben ist ein Teil, der für die Aufnahme von Papp-Bechern vorgesehen ist. Man wird gebeten, die Pappschachtel aufzubewahren, um sie beim Mittagessen und Abendessen wieder zu verwenden. Nirgendwo auf der Welt habe ich bisher eine derartige Müllvermeidungsstrategie erlebt wie in Australien, auch bei anderen Gelegenheiten. Bei den Sitzen sind wie im Flugzeug Klapptischchen in der Lehne vorhanden. Die Sitze befinden sich alle in Fahrtrichtung, die werden bei den Endbahnhöfen gedreht.

Zurück zum Frühstück: es besteht aus Legham Sandwich und Tee sowie Obstsalat. Kurz nach dem Frühstück wird die Auswahl an Menüs zum Lunch angesagt. „Roasted Lamb“ und etwas weiteres kann ich nicht verstehen – der Dialekt in Australien ist entsetzlich! - , Chicken Curry hingegen schon. Wenig später kommt der Steward durch den Wagen und fragt die Leute, wofür sie sich entschieden haben. Für jedes Menü gibt es eine andersfarbige Karte. Ein bis zwei Stunden später wird man wieder aufgerufen, daß der Wagen E nun sein Essen holen kann. Das Lunch kostete inklusive Getränk 7,90 AUD, das waren damals 64 Schilling. Das Essen schmeckte nicht außerordentlich, aber interessant. Arthur, mein Reisebegleiter, erzählte, daß die Züge eigentlich ein Verlustgeschäft sind. Daher gibt es nur einen Zug pro Tag. Diese Züge sind auch alle platzkartenpflichtig, und es kann sein, daß eine Woche vor Abfahrt bereits alle Plätze ausgebuch sind.

In den Wagen gibt es jeweils zwei Toiletten, eine für Herren, eine für Damen. Am Wagenende gibt es auch einen Trinkwasserspender mit Pappbechern, wo man sich immer bedienen kann. Je nach Region kann das Wasser aber auch sehr chlorhaltig schmecken.

Wie alle Züge in Australien ist auch dieser Zug ein Nichtraucherzug. Daher ist man gnädig und gewährt den Reisenden auch einmal eine Rauchpause. In Taree, 608 km nach Brisbane, bleibt der Zug daher 15 Minuten stehen, und die Rauchmöglichkeit wird auch ausführlich angekündigt. Die Ansage lautet ungefähr so: „Wenn jemand rauchen möchte, so kann er aussteigen und am Bahnsteig rauchen, aber er möge sich nicht zu weit vom Zug entfernen, damit er, wenn das Signal gegeben wird, wieder einsteigen kann.“ Es wird auch eine Begründung angegeben, wieso wir 15 Minuten lang halten: weil wir früh dran sind. Bei allen außergewöhnlichen Vorkommnissen wird auch der Grund genau angegeben.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_213.jpg
Der Halt wird nicht nur zum Rauchen benutzt, sondern von mir auch zum Fotografieren.

Gegen Abend wird das Abendessen angekündigt, und es gibt – o Wunder – die gleichen Menüs wie zu Mittag. Diesmal wähle ich Roasted Lamb. Angeblich ist es das „einzige, was man in Australien essen kann“, wie boshafte Zungen behaupten. Es stimmt: es schmeckt wirklich ausgezeichnet. Es sieht aus wie Rindersaftbraten und man muß gute Geschmacksnerven haben, um zu merken, daß es Lammfleisch ist. Dazu gibt es Fisolen und Kartoffeln sowie Kürbisstücke, ein Gemüse, das ich noch öfter essen werde. Sieht aus wie Karotten. Samt Getränk kostet es 8,80 AUD. Die Dosen (Bier oder Cola oder was auch immer) sind größer als in Europa: 0,375 ml.

Unterwegs sieht man hin und wieder auch Kängurus. 168 km nördlich von Sydney liegt Newcastle, die einzige größere Stadt auf unserer Strecke. Daher wird die eingleise Strecke in der Umgebung dieser Stadt viergleisig und wir halten auch öfter. Allerdings nicht im Kopfbahnhof, sondern weiter draußen, von da gibt es einen Anschluß-Regionalzug in die Stadt. Ab hier ist die Strecke mit 1500 V Gleichstrom elektrifiziert.

Langsam werde ich müde, denn die Sitze sehen zwar gut aus, sind aber unbequem. Außerdem sind die Sitze so eng, daß der Nachbar aufstehen muß, wenn man den Platz verlassen will. Wir steigen schon in Hornsby aus (Vorort von Sydney), weil wir von hier eine S-Bahn (sie heißt in Sydney „CityRail“) nach Epping haben. Von geht es noch 3 km zum Wohnort von Arthur (Carlingford). Meine erste richtig große Bahnfahrt in Australien war voller Eindrücke.

SRA of NSW
SRA of NSW (State Rail Authority of New South Wales) heißt die Bahngesellschaft in NSW. Sie wird meist nur mit SRA abgekürzt. Die Spurweite beträgt 1435 mm. Da für den Fahrgast in erster Linie „CityRail“ (die S-Bahn von Sydney) sowie „Countrylink“ (die Fernverkehrsgesellschaft) sichtbar sind, gibt es nicht viel, was auf SRA hinweist. Das Logo von SRA ziert allerdings die meisten Fahrzeuge (aber nicht die von Countrylink, die ein eigenes Logo haben). Das elektrifizierte Netz von SRA reicht nur etwa 100 bis 150 km von der Stadt in verschiedene Richtungen, hauptsächlich für die S-Bahn aber auch für wichtige Güterstrecken.

Das Farbschema der SRA-Lokomotiven hat sich in den vorhergehenden Jahren zweimal geändert. Man findet also Loks in drei Anstrichvarianten. Die neueste ist dunkelblau mit gelb. Mir fallen zwei E-Lok-Typen auf, sonst gibt es nur Diesellokomotiven.

Ein Kursbuch gibt es nicht, aber Faltblätter im A4-Format. Die Fülle an Fahrplänen täuscht jedoch: die meisten Verbindungen sind Busverbindungen. Nur einige wenige Strecken der vier Regionen von NSW (daher auch vier Faltblätter) werden mit Zügen bedient. Für den Zugverkehr gibt es die XPT (eXpress Passenger Train), das sind Triebwagen mit variabler Wagenanzahl, in so einem sitzen wir, und „Xplorer“-Züge, das sind kurze, vierachsige Dieseltriebwagen, die entweder solo oder paarweise verkehren (für weniger bedeutende Strecken).
Von Sydney gehen nur tägliche 10 Fernzüge ab: 6 XPT und 4 Xplorer. Manche Züge fahren in einer Richtung nur am Tag, in der Gegenrichtung nur über Nacht. Schlafwagen haben die XPT jedoch nicht.

XPT Sydney – Brisbane (987 km) – hin bei Nacht, zurück bei Tag
XPT Sydney – Murwillumbah (935 km) – hin bei Tag, zurück bei Nacht
XPT Sydney – Grafton City (691 km) – Tageszug
XPT Sydney – Dubbo (462 km) – Tageszug
XPT Sydney – Melbourne (961 km) – je ein Tageszug- und Nachtzugpaar
Xplorer Sydney – Canberra (326 km) – 3 Tageszüge täglich
Xplorer Sydney – Armidale ( 579 km) und Moree (666 km) – Tageszug, bis Werris Creek vereinigt geführt.
Auf der letzten Verbindung gibt es zweimal pro Woche auch einen Nachtzug.

Der berühmte „Indian Pacific“ von Sydney über Adelaide nach Perth (zweimal pro Woche) wird von „Australien National“ (AN) geführt und fehlt daher in der Aufstellung.

CityRail
So heißt das S-Bahn-System in Sydney, das ich in den folgenden zwei Tagen kennenlernen werde. Der Großteil des städtischen Bahnnetzes liegt südlich des breiten Paramatta rivers, der den Großraum Sydney in zwei Teile zerteilt. Je näher zum Meer, umso weiter auseinander driften die Stadtteile. Wobei man unter der „Stadt Sydney“ im engeren Sinn nur einen relativ kleinen Bereich bezeichnen kann, weil die äußeren Teile der Stadt in Wirklichkeit eigene Gemeinden sind (ähnlich wie es bei Brüssel der Fall ist). Die letzte feste Querung des Paramatta rivers vor dem offenen Meer ist etliche Kilometer vom Pazifik entfernt, es ist die monumentale „Great Harbour Bridge“, von den Sydneysiders wegen ihres Aussehens liebevoll „Coathanger“ (Kleiderhaken) genannt. Sie ist wirklich sehr imposant. Die Durchfahrtshöe für Schiffe beträgt bei Flut 53 Meter, sodaß Hochseeschiffe durchfahren können zu den dahinter liegenden Hafenanlagen. Die Hohe von der Wasseroberfläche bis zum höchsten Punkt der Bogenbrückenkonstruktion beträgt 134 Meter (bei Flut). Die vier Pylonen sind je 89 Meter hoch. Die Spannweite beträgt 503 Meter, die Rampe am Südende ist 1149 Meter lang! Diese Ausmaße bewirken, daß man die Brücke von zahlreichen Punkten in der Stadt sehen kann. Die Brücke trägt sowohl die Bahnlinie als auch von einer sechsspurigen Straße. Zusätzlich zur 1932 errichteten Brücke gibt es auch einen um 1990 errichteten Straßentunnel. Die Maut ist für Brücke und Tunnel gleich und betrug 1995 2 Dollar.

Die S-Bahn in Sydney ist mit 1500V= elektrifiziert und es verkehren fast ausschließlich Doppelstockzüge verschiedene Bauarten, die bei einem Schönheitswettbewerb nicht einmal die erste Ausscheidung überstehen würden. Die Numerierung ist so kompliziert, daß ich mich nicht näher damit beschäftigt habe. Außerdem gibt es innerhalb einer Baureihe so viele Abarten und Lackierungsvarianten, daß wir uns mit dem Aussehen allein beschäftigen wollen. Einzig die neue Type „Tangara“ fällt besonders ins Auge, die ab 1987 geliefert wurde und von einer englischen Designerin entworfen wurde. Die großen Seitenfenster fallen ins Auge, mein australischer Freund meinte, daß diese eine Schnapsidee seien, wenn man die große Hitze der australischen Sommer kennt. Da nützt selbst die Klimaanlage, die in Australien ja Standard ist, nicht viel. Im Inneren gibt es eine 2+3-Bestuhlung, aber die Wagen sind auch 3034mm breit! Die Sitze kann man in vielen Typen auch in die Fahrtrichtung umdrehen. Die Australier sind besonders stolz, daß diese Fahrzeuge „proudly produced in Australia“ sind. Wie immer, wenn etwas aus dem eigenen Land stammt, was scheinbar häufig nicht der Fall ist.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_212.jpg
Doppelstock-S-Bahnzug von CityRail. Das Emblem ist vorne links oben angebracht.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_211.jpg
Auf diesem Bild ist außer einer anderen Type auch der im Text erwähnte Tangara-Typ zu sehen. Es folgen weitere verschiedene Typen:

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_210.jpg

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_209.jpg

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_205.jpg
Die bauchige Stirnfront kommt von einem Kunststoff-Vorbau. Soll wohl ein Schutz für den Fahrer sein…?

Zwei Aufnahmen der Tangara-Type:
http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_207.jpg

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_204.jpg

In den Wagen ist das Liniennetz auf einer Karte ersichtlich, die Linien werden farblich unterschieden, Linienbezeichnungen gibt es aber keine. Alle Züge sind „patrolled“, wie es überall angeschlagen ist, und zwar sowohl „plain cloths“ als auch „uniformed“. Diese Leute kontrollieren wirklich den ganzen Zug und so traut sich kaum jemand wirklich irgendwie aufzufallen. Es ist auch alles verboten, was man nur verbieten kann: Essen, Trinken, Füße auf die Bänke legen, mit Schüler-Ermäßigungskarten sitzen, wenn Erwachsene da sind. Selbstverständlich ist auch Rauchen verboten, aber auch noch vieles andere mehr. Es gibt T-shirts, auf denen 6 oder 8 Verbote draufstehen in der Art von Verkehrszeichen. Natürlich macht man sich über diese Verbote allgemein lustig. Übrigens werden auch die angedrohten Strafen gleich mitgeliefert: meist 200 $, manchmal auch 500 $. Das Zusammenleben von mehr als 100 Sprach- und Kulturgruppen in diesem Land erfordert scheinbar diese für uns etwas schroff wirkende Abschreckung.

In der Innenstadt macht CityRail eine große Schleife, genannt „City Loop“. Damit ist es möglich, daß die Züge von Süden und Westen nicht kopfmachen müssen in irgendeinem unterirdischen Bahnhof. In der Innenstadt verläuft ein Teil der Strecke unterirdisch. Die wichtigsten Stationen sind Central (zentrale Umsteigestation alle Linien und auch Fernbahnhof) sowie Circular Quay (sprich: sökjula kii, Umsteigestation zu fast allen Fähren). Wie üblich ist Australisch schwer zu verstehen, wenn man es nicht geschrieben sieht.
Die Fahrkarten sind wie in Brisbane nach Entfernungen gestafelt, man muß beim Kauf also angeben, wie weit man fahren will. Es gibt sowohl Magnetstreifenkarten (etwa wie in London), aber auch einfache Papierfetzen, mit denen man neben den automatischen Sperren durchgehen muß, um sie vorzuweisen. Die Fahrkarten werden nach Ende der Fahrt eingesammelt, ich mußte also „May I keep it as a souvenir?“ fragen, um einige zu behalten. Durchgehende Fahrkarten zu Bussen oder den zahlreichen Fähren gibt es keine.

Fähren in Sydney
In Sydney gibt es – entsprechend zur Anlage der Stadt am immer breiter werdenden Paramatta river – zahlreiche Fähren, mit denen man auch über eine Stunde lang unterwegs sein kann. Die Fähren haben Linienbezeichnungen! Und in der Zeit, als es noch Straßenbahnen gab, gab es auch Linien, die per Fähre über den Paramatta übersetzten und am anderen Ende weiterfuhren. Einige Fähren sind „Jetcats“ oder „Rivercats“, also besonders schnelle Boote oder auch Katamarans. Die Frequenz der Fähren variiert je nach Linie und Tageszeit zwischen 20 und 90 Minuten.

Den ersten Tag in Sydney verbringe ich mit Sightseeing. Die am meisten beeindruckenden Objekte sind die schon erwähnte riesige Brücke sowie die berühmte Oper. Aber auch die Fährenfahrten, von denen aus man viel sehen kann, sind beeindruckend.

Der zweite Tag bringt eine Fahrt mit einen Xplorer Triebwagen, der jedoch von CityRail auf einer nicht elektrifizierten Linie betrieben wird.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_202.jpg
Einige Xplorer-Triebwagen werden von CityRail für einen Anschluß-Vekehr in den Vororten verwendet. Triebwagen 2804 in Strathfield.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_203.jpg
Die Stirnfront des Doppeltriebwagens.

Weiteres bringt der Tag eine längere S-Bahn-Fahrt und den Besuch des Straßenbahnmuseums in Loftus. (Ds wäre ein eigener Bericht) Die Fahrzeiten sind wegen der großen Ausdehnung des Siedlungsgebietes recht lang. Die meisten Menschen wohnen hier in Einfamilienhäusern, das braucht natürlich Platz! Auch eine Fahrt entlang der Pazifikküste im Süden von Sydney ist heute vorgesehen und bringt schöne Ausblicke auf Klippen und Landschaft.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_200.jpg
Das Bild zeigt eine typische Anzeigetafel für einen S-Bahn-Zug (nach Sutherland).

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_201.jpg
Auf dem Nachbargleis fährt ein moderner Zug Richtung Zentrum.

Vorletzter Programmpunkt des Tages ist ein Besuch der Central Station. Ein städtischer Bus mit Werbung für Lauda Air fällt mit ins Auge. Unterwegs zum Bahnhof gelingt aus dem S-Bahn-Zug endlich ein halbwegs brauchbares Bild einer Güterzugslok Reihe 86:
http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_194.jpg

Die aktuelle Farbgebung der SRA-Lokomotiven ist dieses Dunkelblau. Man sieht aber noch Loks in den zwei früheren Lackierungsvarianten. Im Stadtgebiet gibt es aber kaum Güterstrecken, sodaß ich es bedauere, nirgends mehr Gelegenheit zum Fotografieren von Güterzügen zu haben.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_196.jpg
In der Central-Station steht dieser XPT von Countrylink. Im Hintergrund sieht man den Turm des Bahnhofsgebäudes, das auch von außen architektonisch sehr ansprechend aussieht, aber aufgrund der lokalen Gegebenheiten schwer zu fotografieren war.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_198.jpg
Bei der Ausfahrt dieses Zuges sehe ich den hinteren Endwagen mit der hellblauen Sonderlackierung.

Mit einer langen Fahrt (etwa eine Stunde) den Paramatta-River entlang, sehr weit landeinwärts mit einem River-Cat (Fähre) kann ich unter anderem Pelikane sehen. Der immer enger werdende Fluß (zum Schluß schmäler als der Donaukanal) wird zum Flüßchen. Wo es nicht mehr weitergeht ist auch der Fährverkehr zu Ende. Mit einem Bus geht es zurück nach Carlingford.

Am nächsten Tag (9. November) ist die Fahrt mit dem Indian Pacific der wirkliche Höhepunkt. Am Vormittag gibt es eine Monorail-Fahrt. Diese Bahn ist eine Art Attraktion, ein Rundkurs berührt das Vergnügungsviertel Darling Harbour und erfüllt somit eine geringe Verkehrsfunktion. Echte Bahnfreaks belächeln diese Bahn jedoch als Spielzeug. Die Dimensionen verstärken diesen Eindruck. Wir starten den Tag mit der S-Bahn Richtung Zentrum. Das folgende Bild zeigt die „Fahrplantafel“. Die Holzblöcke werden so gedreht, daß die Stationen, an denen der Zug halten wird, sichtbar wird.
http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_199.jpg

Da es „Morning peak“ ist, gibt es sogar einen durchgehenden Zug in die Innenstadt (siehe den Hinweis „Central“ auf dem Bild). Die Fahrkarte von hier ist noch eine gute alte Edmonton’sche! Heute steht noch eine Besichtigung des „Coathangers“ auf dem Programm sowie der etwa 350 Meter hohe Sydney Tower. Die Aussichtsplattform ist in 305 Meter Höhe.

Fahrt im Indian Pacific
Das besondere Erlebnis beginnt um 14.42 Uhr. Die Fahrt mit dem Indian Pacific, dem Paradezug in Australien, der von Sydney aus über Adelaide nach Perth in Westaustralien verkehrt. Heute gibt es auch eine den Kontinent von Süd nach Nord durchquerende Bahnstrecke, die allerdings nicht so lang ist.
Die Australier lieben Abkürzungen, daher nennen viele den Zug einfach Ippy! Er steht auf Gleis 1 in der Central Station bereit und ist endlos lang, 22 Wagen, jeder Wagen ist 22,5 Meter lang. Man kann sich gar nicht vorstellen, daß er zwei Tage und drei Nächte 4355 km unterwegs sein wird (ach, was rede ich, Helmut Uttenthaler ist noch viel länger und auch weiter gefahren!). Die Lokomotive befindet sich schon außerhalb des Bahnsteiges, daher kann ich den Zug mit Lok nicht fotografieren. Hinter der Lok folgen zwei Autotransportwagen. Dann folgen Schlafwagen, dann Speisewagen und Sitzwagen, zum Schluß ein Gepäckwagen.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_193.jpg
Zweimal pro Woche verkehrt der Indian Pacific. Auf dieser Tafel sind Zugzusammenstellung und Fahrzeiten angegeben.

Bei den 1.Klasse-Passagieren (Schlafwagen) sind alle Mahlzeiten im Fahrpreis enthalten. Das kostet in der Hochsausion (Juli bis Jänner) bis Perth 1048 australische Dollar, damals etwa 8400 Schilling. In der übrigen Zeit 943 Dollar. In der Holiday-class (Schlafwagen 2. Klasse ohne Mahlzeiten) zahlt man 679 $ in der Hauptsaision, in der Coach-Klasse (2. Klasse Sitzwagen) 320 $. Wir fahren aber nur bis Adelaide (in der Coach Class) und das kostet 120 $.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_191.jpg
Ein Wagen des Indian Pacific.

Bei den Schlafwagen gibt es folgende Varianten:
Delux Compartment: „three-quarter bed“ und ein oberes Bett, Dusche, WC und Waschbecken, handtücher, Stromanschluß, lounge chairs, Garderobe, große Doppelfenster mit Jalousien. Mindestens zwei Personen müssen das Abteil belegen, zum erwähnten Fahrpreis muß ein Zuschlag von 132 $ pro Abteil und Nacht bezahlt werden. So eine Reise wäre was!
First Class Roomettes: Bestehend aus Einzelbettabteilen mit Grderobe, Waschbecken, handtüchern, Stromanschluß, Dusche und WC sind am Wagenende.
First Class Twinettes: Wie oben, aber mit zwei Betten. Zwischen je zwei Abteilen ist Dusche und WC. Auf Anfrage kann man zwei solche Abteile zusammen bestellen.
Holiday Class Twinettes: Bietet ähnliche Ausrüstung wie Rommettes, aber WC und Dusche sind am Wagenende, außerdem ist der Gepäckraum beschränkt.

Sitting Cars:
Das ist die Coach Class. Großraumwagen mit Sitzen in Fahrtrichtung (aber drehbar), Rückenlehne verstellbar, Gepäcksraum am Wagenende und über den Sitzen, Leselampen, Dusche und WC am Wagenende, Speisewagen und Lounge Car dürfen und können nicht benützt werden. Für die Sitzpassagiere ist nur der hintere Teil des Buffet-cars offen (der Rest ist abgesperrt bzw. nur von vorne aus zugänglich). Von hier kann man die Mahlzeiten abholen. Essen muß man am Platz, aber es gibt hier trotzdem keine klappbaren Tischchen in der Lehne wie zum Beispiel im XPT. Man muß sich ein Tischchen vom Wagenende holen, das man dann befestigen kann. Wir stellen unsere Eßschachteln einfach auf den Schoß.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_192.jpg
Unser Wagen ist von außen als „The Ghan“ beschriftet. Normalerweise ist die Route des „Ghan“ von Adelaide nach Alice Springs, aber auch hier in Australien mischt man scheinbar die Wagen durcheinander.

Dining Car: Der Speisewagen ist für Erstklass-Passagiere. Hier gibt es ein „full meal service“ inklusive alkoholischen Getränken. Außerdem ist das Essen wie erwähnt im Fahrpreis inbegriffen. Für Holiday-class-Passagiere gibt es „high quality meals“ im „Matilda’s Family Restaurant. Für Coach-Class-Passagiere abgepackte Menüs ähnlich wie im Flugzeug. Man holt sich sein Packerl (in Kartons) nach der Bestellung vom Buffet-car ab. Man kann unter drei Menüs wählen, die der Zugbegleiter ansagt. Man bekommt dann ein Ticket, das man dann gegen das Essen eintauscht.

Autotransportwagen: Für ein Auto bis 5,5 Meter Länge zahlt man z.B. von Sydney nach Perth 465 $.

Unser Waggon ist Wagen T, der vorletzte. Die Wagen haben interessante Türen, man kann nämlich die obere Hälfte extra aufmachen, und zwar so wie eine Zimmertüre: 90 Grad nach innen. Die untere Hälfe ebenso, oder beide zugleich. Leider sind beide Teile während der Fahrt gut verschlossen, sodaß ich keine Bilder aus der offenen Tür machen kann. Im Wageninneren sind zwei Fernsehmonitore angebracht, aber auf unserer Fahrt waren sie nicht in Betrieb. Sie Sitze wirken auf den ersten Blick bequemer als im XPT – und sie sind es auch.

Fahrt über die Blue Mountains
Unser Zug fährt mit einer Minute Verspätung ab und er quält sich endlos langsam aus dem Gleisgewirr des Bahnhofs. Unsere Lok ist eine Reihe GLP der AN (Australian National). Das ist jene Gesellschaft, die die meisten Interstate-Züge betreibt, vor allem natürlich Güterzüge. Innerhalb Australiens hat man oft den Eindruck, man befindet sich in einem dieser Staaten, nur daß es eben keine Grenzkontrollen gibt. Endlos lange sind die Vororte. Der Zug steigt bis zu einer Seehöhe von 1092 an, um danach im 156 km entfernten Lithgow den ersten Stop hinter den Blue Mountains zu erreichen. Die Landschaft wird immer schöner, je höher wir kommen. Unterwegs passieren wir eine Museumsbahn. Hier war früher einmal die Zig-Zag-Railway. Die alte Strecke über die Berge wurde im Zickzack angelegt und erst später die heute befahrene neue Strecke gebaut. Die Formation der Tafelberge mit den vielen steilen Felswänden wirkt fremdartig. 20 km lang fahren wir oben auf dem Plateau. Diese Bergüberquerung ist also etwas ganz anderes als etwa Semmering oder Arlberg. Man sieht auch keine Täler wie bei uns, sondern eher enge Schluchten. Unterwegs kommt ein Fahrgast auf die Idee, den oberen Teil der Türe mit einem Metallstück zu entriegeln und solcherart gute Bilder zu schießen. Mein Reisebegleiter Arthur paßt auf, daß der Zugbegleiter nicht überraschend aufkreuzt, denn was wir tun, ist natürlich verboten.

In Lithgow gibt es großes E-Lok-Depot. Die elektrifizierte Strecke endet irgendwo hier draußen, wo das sogenannte „Outback“ beginnt. Die fast unbesiedelte riesige innere Ebene Australiens, die sehr häufig Steppen- oder gar Wüstencharakter hat. Vorerst aber geht es noch dürch hügeliges Gelände, das ein wenig an Oberösterreich erinnert. Aber die Bäume mit den Rinden, die aus der Ferne wie Papier wirken und die halbnackten Äste sehen sehr fremdartig aus. Die Blätter sind meist sehr weit oben, die Äste unten kahl.
Im Zuglautsprecher werden viele Ansagen getätigt: wo die Toiletten sind (Damen und Herren getrennt!), daß Rauchverbot herrscht, wann der Zug in der nächsten Station ankommen wird, und natürlich auch das Abendessen. Natürlich verstehe ich dieses Aussie-Englisch nicht. Lasagne war das einzige der drei Menüs, und das wähle ich auch. Das farbige Kärtchen ist also für Lasagne. Dazu nehme ich einen Obstsalat, eine oft und gern gegessene Nachspeise in Australien. Er besteht aus Rock Melon (etwa eine grüne Zuckermelone), Melon (etwa unsere Zuckermelone), Water Melon, Erdbeeren, Weintrauben. Das VB (Victoria Bitter) schmeckt mir von allen in Australien verkosteten Bieren am besten. Aber man muß beim Bestellen achtgeben, daß man nicht vergißt, das Wort „bitter“ deutlich dazuzusagen, sonst bekommt man ein Lager oder Ale (schmeckt wie Wasser oder Limonade). Mit Viibii (VB) kommt man aber auch das Richtige. Das Essen kostet 10,15 $ und für ein Zugsmenü kommt mir das billig vor. Vom Zug aus sieht man immer mehr Känguruhs, aber sie sind zu weit weg, um sie fotografieren zu können. Auch einige Emus lassen sich blicken. Schwärme von Gelbhaubenkakadus gibt es ebenso zu sehen. Die Erde ist meistens rot, manchmal auch grau. Man sieht viele ausgetrockenete Flußtäler, die nur selten Wasser führen. Die Straße, die neben der Bahnlinie verläuft, ist nicht asphaltiert. Wenn man Bahnübersetzungen sieht und an den Kreuzungen Wegweiser, dann sind die Entfernungsangaben fast immer größer als 100 km.
Dann wird es Nacht (gegen 20 Uhr) und wir schlafen bald – und nicht einmal schlecht.

Großer Halt in Broken Hill
In der Früh nähern wir uns der alten Goldgräberstadt Broken Hill. Wir sind noch immer in New South Wales, aber die Zeitzone hier ist bereits die des Bundesstaates South Australia, weil die Stadt wirtschaftlich mehr auf diesen Nachbarstaat ausgerichtet ist. Wir müssen die Uhr um eine halbe Stunde zurückdrehen (denn hier gibt es keine Sommerzeit wie in NSW, sonst wären es eineinhalb Stunden).
40 Minuten beträgt der fahrplanmäßige Halt in Broken Hill. Wir kommen mit einer Stunde Verspätung an und unser Aufenthalt wird auf 35 Minuten gekürzt. Immer noch lang genug, damit alle rauchen können, die von diesem Lasten befallen sind. Es braucht außerdem eine Zeit, bis die Wassertanks nachgefüllt sind, die Vorräte für den Speisewagen erneuert und die Bettwäsche ausgetauscht ist. Im Lautsprecher wird angesagt, daß man aussteigen kann, aber sich nicht zu weit vom Zug entfernen soll. Mit dem üblichen Kurzbesuch zur Hauptkreuzung der Stadt ist also nichts. Bei pünktlichen Zügen ist das ein beliebter „Sport“. Ich interessiere mich sowieso mehr für unseren Zug und kann also endlich Bilder machen.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_190.jpg
Der Gepäckwagen am Schluß unseres Zuges.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_195.jpg
In der Nähe stehen einige Loks der Reihe 80 herum. Die mittlere trägt noch die ursprünglichen Farben von SRA.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_189.jpg
Unser Zug mit der Doppellok (eigentlich zwei Lokomotiven) an der Spitze. Gelb-grün sind die Farben von Australian National. Auch die Autotransportwagen sind zu erkennen.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_188.jpg
Die führende Lokomotive Reihe CLP Nr. 12.

http://www.eisenbahn-bilder.com/bahngalerie15_500/2005_sg_02_187.jpg
Und noch ein Bild unseres langen Zuges.

Das netz der SRA endet hier in Broken Hill. Unser Zug verkehrt – so wie alle Interstate Trains – jedoch mit Loks der AN. Die Loks der AN haben alle Namen. Unsere heißt Ngadjuri, das ist natürlich ein Aboriginal-Namen. Eine große Anzahl von Städten und Orten trägt Aboriginal-Namen, die sehr ungewohnt klingen und wo man als Ausländer nicht weiß, wie man das aussprechen soll. Manche dieser Namen haben sehr seltsame Bedeutungen. Als die Siedler zum Beispiel einen Aboriginal fragten, wie die Gegend hier heiße, hat einer darauf geantwortet: „Verpiß Dich!“ Natürlich in seiner Sprache. Die Antwort wurde zum Ortsnamen gemacht. Und heißt bis heute so.

Der Bahnhof von Broken Hill sieht sehr mickrig aus, aber was soll man von einem Bahnhof erwarten, der pro Woche vier Personenzüge sieht? Auf die Frage nach der Öde hier antwortet mir mein Reisebegleiter, daß die Ankunft des weißen Mannes ein Disaster war. Die Schafe schädigten das Gras bis zu den Wurzeln, sodaß die nackte Erde hervorkam und das Gras (ein ganz anderes Gras als in England) nicht mehr wachsen konnte. Die nackte Erde wieder wurde ein Opfer des Windes. Känguruhs hingegen haben weiche Pfoten und schädigen das Gras nicht. Auch die Einführung von Kaninchen hatte schreckliche Folgen für den Kontinent, weil sie sich wie die Kaninchen vermehrten und jetzt den ganzen Erdteil bevölkern und überall viel Schaden anrichten. Sie passen nicht in das frühere natürlche Gleichgewicht, weil sie hier keine Feinde haben.

Die Weiterfahrt führt durch den Staat South Australia und ist wieder ein anderer Teil dieses Reiseberichtes.
Im Anschluß gibt es noch einige gescannte Bilder:
1. Great Harbour Bridge
2. Linienplan von City Rail
3. Netzplan von CityRail (leider ein Scanfehler dabei)
4. Magnetfahrkarte City Rail
5. Edmonton’sche Fahrkarte
6. Personenverkehrs-Netz von SRA in New South Wales



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:05:02:11:37:27.
Hallo tokkyuu!
Ich wollte mal fragen wie das mit den Kosten für Verpflegung ist? Gibt es eine Preisliste im Netz?
Was kostet ein Bier??!!
Danke für Tipps.
boycie101

Re: [AU] Australien 1995, Teil 2: New South Wales (m27B)

geschrieben von: tokkyuu

Datum: 16.03.10 18:18

boycie101 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo tokkyuu!
>
> Wie sind die Verpflegungskosten? Was kostet ein
> Bier?!
> Schönen Abend noch
> boycie101

Grundsätzlich war Australien nicht teuer. Es ist natürlich schwer, von 1995 auf heute zu schließen. Nicht nur der Wechselkurs kann heute ganz anders sein. Ich habe im Reisebericht nachgesehen, ob ich da was notiert habe. Ich rechne die Preise von damals auf Euro um (aber wie gesagt, man muß bedenken, daß das Preisniveau von 1995 ist):
Essen im Zug inklusive Getränk: 7,90$ (4,65 Euro).
Bahnfahrten sind auch billig gewesen.
20 km Fahrt mit einer Fähre: 4,20$ (2,47 Euro)
28 km Bahnfart in Sydney: 3,00$ (1,77 Euro)
Japanisches Essen (Tempura, Reis, Salat): 8,00$ (4,71 Euro)
Fahrpreis Sydney-Perth im 1.Klass-Abteil: 1048,00$ (617 Euro)
Essen im Indian Pacific: Lasagne, Obstsalat, Bier: 10,15$ (6 Euro)
Frühstück in einem Hotel in Melbourne (Cornflakes, Bacon and eggs, Baked beans, tea, bread, Marmalade (10$) (5,90 Euro)
Zweistunden-Ticket Straßenbahn Melbourne: 2,10$ (1,24 Euro)
Tageskarte für zwei Innenzonen: 4,10$ (2,41 Euro)
Fahrpreis Bahn Melbourne-Sydney (irgendein -30%-Tarif): 68$ (40 Euro)
BigMac bei MD: 2,45$ (1,44 Euro)
Sandwich mit Ei im Zug: 1,60$ (0,94 Euro)


Bier gab es übrigens in 0,675-Liter-Flaschen oder -Gläsern!!! (5$ etwa, 2,94 Euro)
Oder 0,375-Liter-Dosen.

Soviel zu den damaligen Preisen. Im Supermarkt kostete eine Dose ginger Ale (0,375 Liter) nur 0,45 Euro!