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http://farm3.static.flickr.com/2027/2319641896_38462ba49f_o.jpg
Es geht gen Osten in Richtung der aufgehenden Sonne - eine Dampflok im BW
Bago (Pegu) wartet am Morgen auf ihren Einsatz (24.12.2007).


Dieser Beitrag soll der erste in einer Reihe über die Eisenbahn in Myanmar (Burma) sein. Daher erst einmal ein paar allgeimeine Informationen über Myanmar (Burma):

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4b/Myanmar-CIA-map-German.png

Mit einer Fläche von 676.578 km² ist Myanmar (Burma) das größte Land Südostasiens und damit knapp doppelt so groß wie Deutschland, hat aber nur schätzungsweise 55 Mio. Einwohner. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts war Burma ein Teil der englischen Kronkolonie Indien, 1937 wurde es eine eigenständige Kronkolonie. Im Zweiten Weltkrieg eroberten die Japaner weite Teile Burmas, gegen Ende des Krieges eroberten britische Truppen Burma wieder zurück. Zahlreiche Proteste und Unruhen zwangen die Briten dazu, Burma bereits 1948 in die Unabhängigkeit zu entlassen. Die demokratische Regierung hatte jedoch von Beginn an Probleme, die schwelenden Konflikte und Bürgerkriege zwischen den einzelnen Volksgruppen des Vielvölkerstaats einzudämmen.

http://farm4.static.flickr.com/3156/2319614006_a8aa8ba0ff_o.jpg
In Myanmar gibt es viele Kinder und ein Ausländer ist natürlich immer eine
Attraktion. Diese Kinder spielen auf dem Güterbahnhof in Bago.


1962 übernahm Militärchef Ne Win die Macht und verordnete Burma den "Weg zum buddhistischen Sozialismus" was unter anderem zu einer völligen Abschottung des Landes führte. Wachsende wirtschaftliche Probleme und die Verarmung weiter Teile der Bevölkerung führten 1988 zu Protesten, die aber gewaltsam vom Militärregime niedergeschlagen wurden. Machthaber Ne Win musste seinen Hut nehmen und seine Nachfolger öffneten das Land etwas, behielten die brutale Unterdrückung der eigenen Bevölkerung aber bei und benannten Burma in Myanmar um. In meinen Berichten werde ich bei Städtenamen daher immer den aktuellen Namen verwenden und den Namen aus der englischen Kolonialzeit in Klammern setzen. In jüngster Vergangenheit kam das Land wieder in die Schlagzeilen, nachdem friedliche Proteste gegen eine 500%ige Erhöhung der Benzinpreise wiederum brutal niedergeschlagen wurden.

http://farm3.static.flickr.com/2339/2319595782_4454ce09af_o.jpg
Mit Volldampf ist dieser Zug am 22.12.2007 bei Waw in Richtung Bago (Pegu)
unterwegs. Weitere Bilder dieses Zuges gibt es in späteren Beiträgen.


Bis zur Machtübernahme der Militärs war Myanmar (Burma) das reichste Land Südostasiens und der weltgrößte Reisexporteur. Heute ist Myanmar (Burma) eines der ärmsten Länder der Welt und kann seinen Eigenbedarf an Reis gerade so noch selbst decken. Neben Reis und anderen Agrarprodukten wie Holz (insbesondere Teak) ist Myanmar (Burma) auch sehr reich an Bodenschätzen. Neben Edelsteinen gibt es auch jede Menge Öl, Gas und Gold. Aufgrund des Wirtschaftsembargos der EU und der USA handelt Myanmar (Burma) hauptsächlich mit China, Thailand, Indien und weiteren asiatischen Staaten. Insbesondere China investiert viel in die Infrastruktur des Landes, um besseren Zugriff auf die Bodenschätze sowie um einen strategischen Zugang zum Indischen Ozean zu bekommen.

http://farm3.static.flickr.com/2331/2318767817_5a7acdd60b_o.jpg
Diese Brücke über die Zufahrt zum BW in Mokepalein zeigt sehr deutlich,
dass die Engländer den Bau großer Teile des Eisenbahnnetzes während der
Kolonialzeit veranlassten.


Das ausschließlich meterspurige Netz der Myanmar Railways umfasst mittlerweile über 5.000km, damit ist das Netz eines der größten, vielleicht sogar das größte Meterspurnetz der Welt. Die erste Eisenbahn in Burma fuhr 1867 zwischen Yangon (Rangun) und Letpadan, 1877 wurde die Strecke bis Pyay (Prome) verlängert. Rückgrat ist jedoch die Hauptstrecke von der ehemaligen Hauptstadt Yangon (Rangun) in die zweitgrößte Stadt Mandalay, die Eröffnung dieser Strecke erfolgte 1889. Knapp 400km dieser Strecke sind sogar zweigleisig ausgebaut, auch das sieht man bei Meterspurbahnen äußerst selten. Später wurde die Strecke im Norden bis nach Myitkyina, im Süden bis nach Ye (Yay) verlängert.

http://farm3.static.flickr.com/2106/2319577502_a13cfda6c6_o.jpg
Dieser Wasserkran am Bahnhof von Mokepalein ist noch immer im Einsatz,
auch wenn es immer weniger Dampfloks gibt.


Richtung Osten und Westen zweigen jeweils Nebenstrecken ab. Die Bahnen wurden durch den Staat gebaut und dann von der Burma Railways Company Ltd. geleast, die damit auch für den Betrieb zuständig war. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs war der Ausbau des Netzes größtenteils abgeschlossen und hatte eine Länge von über 3.000km, geplante Anschlüsse an das indische und chinesische Eisenbahnnetz wurden jedoch nicht realisiert. Erst im Zweiten Weltkrieg erhielt das burmesische Netz durch die Todeseisenbahn, die durch den Film "Die Brücke am Kwai" weltberühmt wurde, Anschluss an das thailändische Eisenbahnnetz. Allerdings wurde die Strecke wie weite andere Teile des Netzes im Krieg stark beschädigt und anschließend abgebaut.

http://farm4.static.flickr.com/3005/2319685012_b368863883_o.jpg
Ein Ausschnitt aus dem "Goods Tariff" der "Burma Railways" aus dem Jahre 1957.
Damals wurden auch noch Elefanten mit der Bahn transportiert, allerdings nur,
wenn sie nicht höher wie 5' 30'' sind. Das Lichtraumprofil in Burma hat eben auch
seine Grenzen!


Burma war im Zweiten Weltkrieg unter den Ländern Südostasiens am schlimmsten von Zerstörungen betroffen. Der Eisenbahnverkehr kam praktisch zum Erliegen, da fast alle Brücken gesprengt wurden. Erst durch internationale Hilfe konnte das Netz wieder langsam instand gesetzt werden. Noch Ende der fünfziger Jahre waren einige Strecken noch nicht wieder befahrbar. Erst Ende der achziger Jahre begann man mit dem Bau einiger kleinerer Stichstrecken. Seit den neunziger Jahren gibt es Jahrespläne, die einen massiven Ausbau des Eisenbahnnetzes vorsehen. Das Regime konnte mit einigen Volksgruppen, die sich seit Jahrzehnten im Bürgerkrieg mit der Regierung befanden, Frieden schließen. Als "Belohnung" gab es dafür Eisenbahnstrecken. Zudem wurden Lücken im bestehenden Netz geschlossen.

http://farm3.static.flickr.com/2135/2319609986_831bc74b45_o.jpg
Die Güterzüge im Süden befördern vor allem Steine und Kies. Be- und Entladen
werden sie von Hand in kleine LKWs wie auf dem Bild, die zum Standard in Myanmar (Burma) gehören.


Der Ausbau der Eisenbahn erfolgt allerdings auf dem Rücken der Bevölkerung. Für die Strecken werden Landbesitzer ohne Entschädigung zwangsenteignet und für den Bau wird die umliegende Bevölkerung zwangsverpflichtet. Meistens muss jede Familie über Jahre hinweg Familienmitglieder (darunter wohl auch Kinder) für den Bau abstellen. Aktuell werden zwei Strecken gebaut, die auf kurz oder lang die Westküste Myanmars (Burmas) mit der chinesischen Grenze verbinden werden. Neben wirtschaftlichen Interessen hat China auch ein sehr hohes strategisches Interesse an einer Eisenbahnverbindung von Südchina direkt an den Indischen Ozean.

http://farm3.static.flickr.com/2313/2319686294_5f5444bd5d_o.jpg
Nicht nur Elefanten, sondern auch Opium wurde 1957 noch befördert. Damals
war Burma noch größter Opium-Produzent der Welt, heutzutage hat Afghanistan
diese Rolle übernommen. In den ehemaligen Anbaugebieten am Goldenen Dreieck
werden heute lieber synthetische Drogen hergestellt. Ob es dafür heutzutage
offizielle Beförderungstarife gibt, entzieht sich meiner Kenntnis


Bis vor einigen Jahren war Myanmar (Burma) ein Dampfparadies. Da insbesondere die Hauptstrecken recht gut ausgebaut sind, waren hier mit die größten Meterspurdampfloks der Welt unterwegs. Auf den Gebirgsstrecken verkehrten sogar 20m lange Garratts! Seit den 50er Jahren wird aber immer mehr auf Diesel umgestellt (u.a. Loks von Krupp und Alsthom), so dass nur noch im Süden Myanmars (Burmas) ölgefeuerte Dampfloks vor Güterzügen eingesetzt werden. Dies ist wohl dem ehemaligen Chef der Myanma Railways zu verdanken, der ein großer Dampf-Fan sein soll. Mittlerweile gibt es aber einen neuen Chef, der nicht viel von Dampf hält. Mangels Alternativen werden die Dampfloks noch gefahren und so gut es geht gepflegt.

http://farm3.static.flickr.com/2354/2318762071_297b952744_o.jpg
Diese alte Lok, abgestellt im BW Mokepalin, gehörte zur einst sehr
umfangreichen Dampflokflotte Myanmars (21.12.2007).


Der Zustand der Eisenbahninfrastruktur ist im Vergleich zur restlichen Infrastruktur im Lande noch recht gut. Insbesondere die Bahnhöfe werden sehr gut gepflegt und in Schuss gehalten. Auf den Hauptstrecken kann man angeblich bis zu 80km/h schnell fahren, auf den Nebenstrecken sind die Züge weitaus langsamer unterwegs. Die Züge fahren ziemlich zuverlässig und relativ pünktlich. Zugausfälle oder Verspätungen von mehreren Stunden sind eher selten.

http://farm4.static.flickr.com/3107/2318793199_68fb8bbe5c_o.jpg
Der Express-Zug Yangon (Rangun) - Mandalay fährt am Spätnachmittag des 2
2.12.2007 in den Bahnhof Bago (Pegu) ein. So sieht ein typischer Personenzug
in Myanmar aus.


Reisen mit dem Zug macht sehr viel Spaß. Es ist weitaus bequemer im Vergleich zu uralten Bussen, die über die Schlaglochpisten holpern. Als Tourist bekommt man in jedem Bahnhof Fahrkarten für alle Züge, die in Gebiete fahren, zu denen Touristen Zutritt haben. Bezahlt werden müssen die Tickets in Dollar. Pro 100km bezahlt man in der Holzklasse ca. 2$, in der ersten Klasse 4-5$. Einheimische zahlen nur einen Bruchteil.

http://farm4.static.flickr.com/3043/2319607838_dc31dbbd47_o.jpg
Der Gegenzug Mandalay - Yangon (Rangun) macht sich am Vorweihnachtsabend
2007 in Bago (Pegu) auf den letzten Abschnitt nach Yangon (Rangun) auf.


So, das soll es erst einmal für den ersten Beitrag gewesen sein. Ich hoffe, dass mein Beitrag gefällt und ein bisschen Interesse für dieses Land und seine Eisenbahn weckt. Im nächsten Beitrag gebe ich dann einen detaillierten Überblick zu den einzelnen Strecken Myanmars. Zudem habe ich im Weiteren die folgenden Themen geplant:

* Bahnhöfe
* Signale
* Rollendes Material
* Dampflokportraits
* Verfolgungstouren von Dampfzügen
* Einblick in die Dampf-Betriebswerke
* Eine Fahrt auf der spektakulären Gebirgsstrecke von Mandalay nach Hsipaw

http://farm4.static.flickr.com/3078/2318817395_a7bfa3dc19_o.jpg
Ein kleiner Ausblick auf die folgenden Beiträge: Kurzportraits über Dampfloks wie diese und ...
http://farm4.static.flickr.com/3209/2319594140_c60acbffa7_o.jpg
Verfolgungsfahrten von Güterdampfzügen wie hier auf der Strecke von Mokepalin nach Bago (Pegu) kurz nach Waw.

Weitere Infos zu Myanmar (Burma) und den dortigen Eisenbahnen gibt es auch unter den folgendne Links

* Wikipedia
* Englischsprachige Seite zur Geschichte der burmesischen Eisenbahn
* Irrawaddy.org, eine von Exil-Burmesen herausgegebene Zeitung, darunter aktuell auch ein interessanter Fotobeitrag über die Eisenbahn in Myanmar

http://farm3.static.flickr.com/2007/2318831947_5dc94c8ef0_o.jpg
Mit Volldampf mache ich mich jetzt an die Erstellung der nächsten Beiträge!

Edit: Bildlinks angepasst



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:12:21:15:13:53.
Hallo Florian,

wir drei, Du, Roni und ich heben hier die Asien-Quote, jeder 'sein' Land, das ist Klasse! Dein Beitrag über Myanmar gefällt mir, und du scheinst dir einiges vorgenommen zu haben! Chapeau, und ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

kondensierte Grüße, Stefan

https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?099,file=190387
Kondenslok.de + Industrial Railways of Indonesia SIG (fc)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.

Wow!

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 09.03.08 18:45

das verspricht eine hochinteressante Serie zu werden - ich bin gespannt.

Re: Wow!

geschrieben von: tokkyuu

Datum: 09.03.08 18:58

Wir freuen uns schon auf ein Kennenlernen eines ziemlich unbekannten Landes. Daß hier die Eisenbahn sozusagen gut entwickelt zu sein scheint, hätte ich nie vermutet. Wäre schön, wenn auch ein Netzplan mal im Bericht vorkäme.

Ich freue Mich auf die Fortsetzung

geschrieben von: Nachtzugnutzer

Datum: 09.03.08 19:35

Hallo Florian,
ich habe letztes Jahr mal versucht im Internet etwas über Infrastruktur und Loks herauszufinden. Bin leider nicht weit gekommen. Mich interessieren dabei vor Allem die "neueren" (Diesel-)Loks und Entwicklungen unter dem Einfluss Chinas.
Umso mehr freue ich mich, dass hier nun ein Beitrag erscheint. Falls Du noch weitere Links kennst (gerne auch auf Englisch) würde ich mich sehr freuen.
Auf die weiteren Teile der Serie werde ich gespannt warten.

Grüße Nachtzugnutzer

Re: Ich freue Mich auf die Fortsetzung

geschrieben von: Flo1979

Datum: 09.03.08 22:27

Schönen Guten Abend allerseits,

es freut mich, dass mein Beitrag so gut ankommt. Ich arbeite mit Hochdruck an den weiteren Beiträgen. An diesem bestehenden Beitrag habe ich jetzt nochmal die Auflösung der Fotos vergrößert.

@Stefan
Ich bin schon seit langer Zeit ein stiller Bewunderer deiner hervorragenden (Bild-)Beiträge aus Indonesien. Leider habe ich es auf meinen Südostasienreisen bisher noch nie bis nach Indonesien geschafft. Indonesien, China und Myanmar: drei Länder, die alle in Asien liegen, aber (zumindestens eisenbahntechnisch) vollkommen verschieden sind.

@tokkyuu
Je mehr ich mich mit den Eisenbahnen in Myanmar beschäftige, desto faszinierender wird das Thema. Immer wieder entdecke ich Neues. In meinem nächsten Bericht wird es einen auf Google Earth basierenden Netzplan geben. Auch die einzelnen Strecken werde ich dann etwas ausführlicher beschreiben.

@Nachtzugnutzer
Ja die Informationslage zu den Eisenbahnen in Myanmar ist im Internet wirklich äußerst mau. Die meisten Informationen habe ich in Myanmar durch direktes Nachfragen und den Erwerb alter Bücher bekommen. Daher bin ich bis zu den Jahren 1920 ganz gut informiert. Folgenden Link kann ich noch empfehlen. In diesem Forum werden aktuelle Informationen zu den Eisenbahnen in Myanmar gepostet. Meistens stammen sie aus den staatlichen Medien, z.B. der Zeitung "New Light of Myanmar" und triefen nur so von Propaganda. Auch die Wahrheit der Informationen sollte man kritisch hinterfragen.
China engagiert sich momentan beim Ausbau der Eisenbahninfrastruktur, so z.B. beim Bau der neuen Brücken in Mawlamyaing und Sagaing oder den neuen Strecken von Katha nach Bhamo sowie von Pakokku nach Kyangin. Rollendes Material aus China habe ich bis jetzt noch nicht gesehen. Dieselloks stammen hauptsächlich von Krupp, Alsthom oder Hitachi. Vor nicht allzu langer Zeit hat Myanmar aber eine Option auf den Erwerb zahlreicher Dieselloks der Indian Railways erworben. Die werden dort durch Umspuren von Meterspur auf Breitspur freigesetzt. China hat vor allem strategische Interessen, denn eine Eisenbahnlinie von Südchina quer durch Myanmar würde China Zugang zum Indischen Ozean verschaffen. Einen U-Bootstützpunkt vor der Westküste Myanmars hat China bereits. Die burmesische Militärregierung kauft in China lieber Waffen statt Eisenbahnen ein.
Hallo!

Vielen Dank für diesen sehr schönen und interessanten Bericht, freue mich schon auf die nächsten Teile! :-)

Kleiner Tipp: Mit etwas Bearbeitung könnte man vor allem aus dem Gegenlicht-Brückenbild noch einiges mehr herausholen.

lg, Roni - [raildata.info] - Folge auf Twitter: [twitter.com] - Meine DSO-Reportagen Teil 2 (neueste): [www.drehscheibe-online.de] - Teil 1 (2005 bis 06/2019): [www.drehscheibe-online.de]
http://raildata.info/raildatabanner1.jpg

Re: Ich freue Mich auf die Fortsetzung

geschrieben von: Wahldresdner

Datum: 11.03.08 13:22

Noch eine Anregung: Mach daraus doch einen Artikel in der Wikipedia. Es gibt schon für einige Länder Artikel zum jeweiligen Eisenbahnwesen, Myanmar/Burma gehört noch nicht dazu. Und nach deinem bisherigen Text zu schließen, bin ich auch optimistisch, dass Du das in guter Qualität hinbekommst.
Gruß,

Viele Grüße,
Wahldresdner

--
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

Re: Ich freue Mich auf die Fortsetzung

geschrieben von: Nachtzugnutzer

Datum: 11.03.08 21:20

Danke schonmal für den Link. Auch wenn die Artikel etwas langatmig sind, lässen sich doch ein paar Informationen herausfiltern. Zum Beispiel:
Zitat:
The state-owned Myanma Railways was established on April 1 1989 to succeed the former Burma Railways Corp. In 1999 MR had 201 diesel locomotives, and a further 88 were on order. Up to 1987 the main suppliers were Alsthom, Krupp and various Japanese companies, but since then orders have been placed with China owing to Myanmar's lack of access to hard currency. An exception was a 2000 barter deal in which rice was exchanged for 10 Alco YDM4 Co-Co locomotives made surplus by the regauging of metre-gauge lines in India.
Es würde mich mal interessieren, wieviele von denn ganzen Maschinen bei etwa 70 Zügen am Tag im Einsatz sind.

Grüße Nachtzugnutzer

Re: Ich freue Mich auf die Fortsetzung

geschrieben von: Flo1979

Datum: 12.03.08 20:49

Grundsätzlich muss man bei Zahlen aus der jüngeren Vergangenheit immer vorsichtig sein. Myanmar ist ein Militärregime mit einer gut geölten Propagandamaschine. Da die Züge meist sehr lange Laufwege haben und nicht allzu schnell unterwegs sind, kann man davon ausgehen, dass pro Zug auch mindestens eine Lokomotive benötigt wird. Schwere Güterzüge oder Züge hinauf in das Shan-Gebirge werden durchaus mit Doppeltraktion oder sogar drei Loks gefahren. Loks, die nur herumstehen, sieht man ganz selten. Allerdings kann man davon ausgehen, dass in den Ausbesserungswerken viele Loks auf Revision und Ersatzteile warten. Gerade für die Dieselloks aus Frankreich und Deutschland bekommt man aufgrund des Wirtschaftsembargos wohl kaum noch Ersatzteile.
Sehr schöner Appetitanreger, war 2003 selbst in Burma und freue mich schon sehr auf Deine Fortsetzung.