DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 08/01 - Auslandsforum "classic" 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
Bitte unbedingt vor Benutzung des Forums die Ausführungsbestimmungen durchlesen!
Ein separates Forum gibt es für die Alpenländer Österreich und Schweiz - das Alpenlandforum
Zur besseren Übersicht und für die Suche: Bitte Länderkennzeichen nach ISO 3166 Alpha-2 in [eckigen Klammern] verwenden!
Hallo Welt

Allgemein Informationen findet ihr hier: [www.bahnpics.com]

Alle Berichte und die ganzen Galerien findet ihr auch auf [www.bahnpics.com]
Falls ihr also ältere Berichte noch anschauen wollt, geht am besten über diese Seite.

So, es geht noch um die letzten Stunden in Norwegen welche leider nicht ganz so toll verliefen wie wir uns es gewünscht hätten. Dafür war der erste Tag in Schweden welcher dann folgt gar nicht schlecht ;-)



Tag 31: Samstag, 23.06.2007, Fausek - Björkliden, 449 km
Nach dem leider etwas miesen Ende von gestern, wollten wir heute früh für den fuhr er in Fauske erst um 8:30 ab. So stellten wir unseren Wecker gestern Abend auf 7:30.. doch um 7:40 tropften heute morgen dicke Regentropfen aufs Zeltdach. Grmbl, Grund genug um sich umzudrehen und nochmals eine Runde zu schlafen. Nach unruhigen Stunden, hörte der Regen dann gegen 11 Uhr auf und wir krochen aus unseren Schlafsäcken. Frisch machen, Frühstücken und das Sonnengetrocknete Zelt zusammenfalten. Voller Freude auf den Tagzug, welcher gegen 12:50 am Damm sein sollte, fuhren wir los und suchten eine Stelle. Leider ging dies nicht ganz ohne nasse Füsse.. den die Gegenseite von Gestern war ein wenig Sumpfiger. Egal.. das Foto entschädigte dafür. Pünktlich und sogar leicht von der Sonne angestrahlt erschien die DI4 mit Wagenzug und wummerte an unseren Linsen vorbei. Ein schöner Abschied von der mächtigen Lok.

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2007/Norwegen/07.06.23%20Fauske/DSC_6770k%20copy.jpg

Ein letztes mal eine Di4 im Urlaub, bei Nordiv mit Zug 472 nach Süden

Laut aus Deutschland zugeschickten Infos war der OBAS- Zug mit DI3 als nächstes auf dem Plan, hier oben konnte uns das niemand bestätigen, war ja niemand hier, … und so suchten wir eine dafür passende Stelle. Schnell fanden wir einen würdigen Platz und warteten. Rund eine Stunde nach „Plan“ warteten wir immer noch.. und so wurden unsere Vermutungen, dass der Zug nicht mehr fährt, immer grösser. Hatte dies doch ein Stationsvorstand in Mjosen behauptet. Schade.. doch wir hatten heute ja noch einen weiten Weg vor uns. So ging es zurück ins Auto. Glücklicherweise warfen wir vor Abfahrt nochmals einen Blick auf die Grafik, welche doch in rund einer Stunde ein Güterzug aus der richtigen Richtung ankündigte. Was ist schon eine Stunde.. und so sahen wir uns kurze Zeit später wieder an der vorherigen Stelle. In der Hoffnung auf Sonne im Wolkendach, warteten wir an der Fjordküste und brachten die Zeit mit Handyspielen um die Runden. Wir hörten das Wummern und Gepfeife das Class schon, als die Sonne durchs Wolkenmeer brach und die Strecke im vollen Sonnenlicht beleuchtete. Geil, welch ein Glück. Leider hatten wir uns zu früh gefreut, den ca. 30sec vor erscheinen der Lok war auch wieder vorbei mit dem Schauspiel. Die Wolken vermochten das Loch wieder zu stopfen und so war kein bisschen Sonne auf der Diesellok. ABER, wie das erste Foto von einer CargoNet Class66 vor 2 Jahren welches wir machen konnten war auch das letzte.. Stockdunkel. Sogar die gleiche Lok war's - 66401.

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2007/Norwegen/07.06.23%20Fauske/DSC_6778k%20copy.jpg

Und die letzte Class, 66 401 mit nem Güter bei Nordvik nach Bodö

Geärgert gingen wir zurück zum Auto und fuhren zurück nach Fauske. Kurz etwas Essbares gekauft, fuhren wir los in Richtung Narvik. Wir wollten ein letztes mal Pölser mampfen, das letzte mal im Urlaub wohl und suchten uns zu diesem zweck natürlich einen Narvesen. Etwas irritiert stellten wir dann aber fest, dass das Pölserfest zu Ende war und die für einen Pölser wieder „Norwegische“ Preise verlangten ;-). Aber der Pölser musste sein und als er genüsslich verzerrt war ging es zuerst dem Fjord entlang, ehe wir durch etliche Stockdunkle Strassentunnels, welche man hier Bekanterweise mit Scheinwerferlicht befahren muss, am späteren Abend die Fähre erreichten. Da wir den ganzen Tag ausser dem einen Pölser noch nichts richtiges Gegessen hatten, fuhren wir kurz vor der Fähre noch einen ICA an, in welchem wir auch noch Getränke kauften, in Ahnung auf die Preise in Abisko. Auf der Fähre, welche uns auf die andere Fjordseite bringen sollte, wirkten die Hot Dogs im Bordrestaurant dann doch leckerer als der gekaufte Potetsalat.. und so blieb dieser für morgen übrig. Nach weiteren 150km durch die Fjordlandschaft und die Hafenstadt Narvik erreichten wir gegen halb 9 wieder Schweden und kurz davor den Nördlichsten Punkt unserer Reise bisher. Da wir mehrer Tage in der Region bleiben wollten, sahen wir vor eine Hütte zu mieten. So fuhren wir in Richtung Björkliden weiter, ehe wir kurz nach dem Bahnhof Vassijaure etwas seltsames entdeckten. Ein Bauzug mit Diesellok stand im Bahnhof.. also schnell gewendet und nix wie hin. Kaum beim Bahnhof angekommen, kam ein etwa 30 jähriger Typ aus einer kleine 3er Wandergruppe auf uns zu und quatschte uns mit Schwedisch voll. Auf die bitte hin dies in Englisch zu formulieren, lachte er und begann wieder von neuem. Schnell konnte er uns erklären, dass sie hier ein kleines Problem hatten. Den Zug knapp verpasst, vom Bus nichts wissend, waren sie nun hier in Vassijaure und hatten keine Möglichkeit mehr zu ihrem Zelt in Abisko T zu gelangen. Ob es nicht irgendwie möglich sei.. ihnen zu helfen. Da die nächste Möglichkeit für die Wanderer wirklich erst am Folgetag gegen Mittag war hier wegzukommen, blieb uns netten Schweizern natürlich nichts anderes übrig, hätten Sie doch sonst eine Nacht auf der ach so bequemen Bahnhofsbank verbringen müssen. Da unser Auto jedoch ein bisschen zu klein war, und unsere Gepäckkisten die Rückbank füllten, mussten wir zuerst abladen gehen und wieder nach Vassijaure zurückfahren. Wir versprachen wiederzukommen, knipsten kurz die T43 und fuhren weiter in Richtung Osten. Zuerst nach Björkliden, zu den wohl unter Bahnfans hier bekannten Cabins. Leider überschritt hier der Preis unsere Vorstellung um das doppelte. Die Dame an der Rezeption bot uns noch den Campingplatz, welcher zu den Cabins gehöre an, doch wir wollten zuerst noch die Möglichkeiten in Abisko anschauen. In Abisko angekommen, riskierten wir auch zuerst einen Blick in die Unterkunft von vor 2 Jahren, welche mittlerweile zur Abisko Lodge wurde. Leider war hier alles ausgebucht und voll, währe sie wahrscheinlich eh zu teuer gewesen. Im Dogs Camp, gleich neben dem Bahnhof, fanden wir eine riesen Unordnung neben dem Haus vor. Der Eingang war kaum zu finden und die Rezeption unauffindbar. So latschten wir doch voll in der Meinung, auf die Rezeption zu stossen, in die im EG befindliche Wohnung herein und trafen auf eine Indische Familie beim Abendessen. Jetzt war uns auch klar, woher die vielen Schuhe vor der Tür kamen ;-). Rezeption fanden wir auch im oberen Stock keine, lediglich auf Gäste des Dog Camps, welche uns die Sauna verwiesen, wo wir den Besitzer sicher finden werden. Aufgrund des nicht wirklich seriös wirkenden Eindruckes des ganzen fuhren wir dann jedoch davon, in der Hoffnung im Touristcenter einen Platz in der Jugendherberge zu bekommen. Da hatte die Rezeption bereits geschlossen, doch brachten wir es hin, dass ein Mitarbeiter uns sagen konnte, dass alles total ausgebucht war. Grmbl. Naja, wieder zurück nach Björklinden. Da hatte ich bei der Dorfausfahrt noch etwas von einer Jugi gelesen. Mal da nachschauen. Gleich neben dem Gammelgardenhotel fanden wir auch eine Eingangstür zum Youth Hostel.. doch diese war geschlossen. Hatten wir uns bereits mit dem Campingplatz angefreundet, öffnete die Dame des Hauses die Tür und wir konnten mit Händen und Füssen klarmachen, dass wir eine Bleibe für die nächsten 5 Nächte benötigten. Auch relativ voll, fand sie jedoch noch ein 2er Zimmer für 4 Nächte.. das muss passen. Der Preis wollte auch stimmen, sogar etwas weniger als wir uns vorgestellt hatten. Nun hiess es Kisten raus.. und wieder hoch nach Vassijaure, wo die andern noch warteten. Jens, so hiess der Kerl, welcher uns gefragt hatte, schien wohl nicht mehr an unsere Rückkehr geglaubt zu haben, waren doch wieder rund 1.5h vergangen. So zeigte er sich überglücklich und erklärte, dass sie ausgerechnet heute das Zelt auf dem Campingplatz gelassen hatten. In Abisko T angekommen, fragte er nach seinen Schulden. Wir dachten eher an 50SEK, da es ja wirklich nur ca. 60km Fahrt waren.. doch er steckte ein 500er hin und fand nur „Take it“. Hmm..war doch etwas mehr als wir erwartet hatten, doch schien er dies angebracht. Hurtig ging es nach Björkliden zurück um das Auto wieder einzuräumen und endlich unter die Dusche zu kommen. Schnell verging die Zeit, und ein Blick auf die Uhr zeigt mir 2 Uhr früh an.. und draussen ist es hell, es könnte 4 Uhr Nachmittags sein. Hoffen wir auf einen erfolgreichen Tag morgen. Gn8




Stützpunktbericht Björkliden:

Björkliden liegt am östlichen Teil der Schwedischen Erzbahn, zwischen Abisko und Riksgänsen gelegen. Im Ort gibt es ein (teures) Hotel, zwei Herbergen und ein Campingplatz welcher auch Hutten vermietet (gehört zum Hotel), wir sind da ausnahmsweise in einer Herberge abgestiegen, zu günstigen Konditionen. Im Sommer ist das da oben wegen dem nahe gelegenen Nationalpark ein Wandergebiet, im Winter tummeln sich die Skifahrer an den hängen der rundherum liegenden Berge. Was an der Erzbahn so los ist muss man wohl kaum erklären, aber ich mach's trotzdem ;) Es gibt die bekannten Erzzüge welche etwa in einem 2h Takt verkehren und von IORE und den Dm3 Loks gezogen werden. Zu den Zügen gibt es noch Kistenzüge aus Norwegen nach Narvik, die Arctic Rail Express sowie Wagenladungsverkehr der Schweden (bis Narvik). Alles in allem kriegt man pro Tag wenn's gut läuft eine hand voll nichtErzzüge ab, wenn's schlecht läuft nur einen oder sogar gar keinen (sehr unterschiedliche Verkehrstage). Bespannt sind diese Züge jedoch alle mit Rc, was sie leider nicht interessanter macht. Neu auf der Erzbahn dürften die Autozüge von Drammen sein welche von der OBAS mit El13 geführt werden. Verkehrszeiten und Tage gibt es aber keine regelmäßigen, nachfragen ist auch nicht möglich da kein Personal vorhanden ist an der Bahn. Es bleibt also nichts anderes übrig als hoffen und warten. Der Personenverkehr ist schwach, es gibt zwei Tägliche Zugpaare welche unter der Fuchtel von Connex.se (Veolia) laufen, es sind Schwedische Garnituren mit RC Loks welche nach und nach ein eigenes Farbschema erhalten.


Tag 33: Sonntag, 24.06.2007, Björkliden - Björkliden, 101 km
Guten morgen, guten morgen, guten Morgen Sonnenschein, diese Nacht blieb dir verborgen … STOP! Nacht? Wo .. hier? Pha, im Winter vielleicht, nicht aber in diesen Tagen. Hell war es draussen, die ganze Nacht, die ganze! Mitternachtssonne und so ein quatsch … aber wir wollen doch schlafen. Unser Problem hier in dem Kämmerchen, es gibt nur Vorhänge, und die sind nicht wirklich Lichtfest, so ist's halt immer ein bisschen Hell hier ;)Eigentlich wollten wir … ach, man kann sich jetzt denken was kommt, immer die selbe Leier halt ;) Es wurde wieder nach 11:00 bis wir aus den (sehr bequemen) Federn gekrochen sind. Wobei das Wetter eigentlich mehr von uns erwartet hat .. war es doch draussen Bombig! Sonne, Sonne und äh, Sonne. Wir standen auf dem Balkon und ich fragte so, wann kommt eigentlich der Nachtzug nach Narvik? Es rauschte in dem Moment, wir schauten uns an und nickten, das isser ;) Also nix wie raus, frisch gemacht hatten wir uns schon, rein ins Auto und ab nach Vassijaure. Bahnhofsmotiv umsetzen – gute Idee, nur kam die 2h zu früh. Den das Licht passte noch hinten und vorne nicht, so war nicht nur die Lokfront der Connex Lok im SJ Lack und der T43 dunkel, sondern auch das ganze Bahnhofsgebäude *würg*.

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2007/Schweden/07.06.24%20Vassjaure/DSC_6787k%20copy.jpg

Rc6 1327 mit Zug 94 von Stockholm auf dem Weg nach Narvik im Bahnhof von Vassijaure

Für den Tag oder mindestens mal die nächsten Stunden beschlossen wir hier in der Gegend zu bleiben, zwischen Vassijaure und Katterjak, hier kannten wir uns etwas aus von unserer Wintertour und hier gibt es n paar nette Motive. So ging's zurück zum Wagen und erstmal auf einen Parkplatz um unsere Togtider zu aktualisieren. Den in Ausgedruckter Form waren wir bloss im Besitz einer alten Grafisk Tidtabell, die neue war bloss in Digitaler Form vorhanden. Schnell war aber das passende geändert und notiert das es los gehen kann. Der Plan ist ja nicht schlecht, ganz schön voll … im vergleich zur Nordlandsbahn ist hier ja der Bär los, oder die Bären. Aber es gibt ein Verkehrsloch und dies zur besten Tageszeit, dem morgen. Von 3 bis 11:00 rollt praktisch nix … IDEAL! Besser könnte es nicht liegen, am Nachmittag dann ist normale Zugsdichte, in etwa ein Zug pro Stunde und Richtung. Ein erster Erzzug kündigte sich langsam an und wir mussten uns Stellen. Ein Tunnel hinter dem Bahnhof gen Westen stellten wir uns auf einen Berg und warteten mal ab .. Sonne war viel da, aber schien sie nicht mehr ganz alleine am Himmel, Wolken leisteten ihr Gesellschaft. Während der Mitgeschleifte Potetsalat und das Getränk im Schnee lagen um zu kühlen rollte der erste Erzzug an .. mit Iore. Aber, wie das halt nun mal so ist, war die Sonne just in dem Augeblick weg. Nur ganz weit hinten mit viel Tele erwischten wir die Kiste bei der Tunnelausfahrt.

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2007/Schweden/07.06.24%20Vassjaure/DSC_6790k%20copy.jpg

Sonnenpech beim ersten Erzzug des Tages, bespannt mit einer IORE bei Vassijaure

Die Lok war in einem etwas erbärmlichen Zustand. Der nach Narvik stehende Lokteil war zwar sauber, aber total ausgeblichen im Lack. Der hintere war einfach saudreckig, wie eigentlich alle anderen Loks hier auch von der LKAB, schade! Der Zug war durch, der nächste aber praktisch schon am anrollen. 50min Pause, ein klacks für Nord- und Bergenbahn fotografen, gönnte uns die Bahn. Dieser Zug, nun mit Dm3 (eh besser) kam voll im Licht und mit einem winkenden Lokführer an uns vorbei gerollt …

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2007/Schweden/07.06.24%20Vassjaure/DSC_6805k%20copy.jpg

Mehr Glück hatten wir anschliessend bei einer Dm3 mit Erzer bei Vassijaure

Endlich da ist es wieder, dieses Malmban Fieber! Mehr davon! Kriegten wir auch, aber erst nach einem kleinen Fussmarsch. Hinter dem Bahnhof von Katterjak stellten wir uns an eine Stelle welche wir ebenso im Winter schon mal gemacht haben. Es kam auf dem Weg dahin noch überraschend eine IORE welche wir irgendwie versaut haben. An der Stelle dann kam nebst einem IORE Zug noch ein Kistenzug mit GreenCargo RC und ein P-Zug, mit einer Connex RC und 4 Wagen – der Zug von Lulea nach Narvik.

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2007/Schweden/07.06.24%20Vassjaure/DSC_6812k%20copy.jpg

IORE 111 \"Katterat\" mit einem Erzer zwischen Vassijaure und Katterjakk

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2007/Schweden/07.06.24%20Vassjaure/DSC_6817k%20copy.jpg

Rc4 1275 von GreenCargo mit einem ARE zwischen Vassijaure und Katterjakk

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2007/Schweden/07.06.24%20Vassjaure/DSC_6822k%20copy.jpg

Rc6 1331 im Neulack mit Zug 96 zwischen Vassijaure und Katterjakk

Ich erlaube mir zudem hier einen kleinen Einschub, wie im Text erwähnt waren wir an der Stelle schon mal, damals sah es aber etwas … anders aus ;)
Die digitale Nachbearbeitung lässt etwas zu wünschen übrig, aber ich war noch Jung :-P

http://www.bahnpics.com/nil/05.03.16_LKAB/DSC03196.jpg

eben uns, den Gleisen und den Zügen waren noch weitere Gäste anwesend .. eine Menge davon, eine grosse Menge! Mücken, Stechfiecher, Schnacken, Plagegeister! Nachdem die uns eine weile genervt haben drehten wir den Spiess kurzerhand um – Wettkillen. Klingt übel, ist es für die Mücken auch, lenkt aber ab! So wurden die fiecher von Jägern zu gejagte. Das die schier unzähligen Mücken welche wir in etwa einer Stunde der Zugspausen erlegt haben einen nicht zu benennenden Bruchteil der gesamten Population darstellt ist egal, einzig der erfolg zählt – es gibt weniger davon ;) Nach diesen oben drei genannten Zügen war die Stelle eigentlich gesehen und wir strebten noch etwas weiter in Richtung Vassijaure der Bahn entlang. Hinter einem Sendemast mit Haus neben einem See entdeckten wir noch eine Stelle für den nächsten Erzzug. Der Zug kam dann, wieder mit Dm3 *schlabber* nach Narvik gefahren .. in der Sonne versteht sich.

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2007/Schweden/07.06.24%20Vassjaure/DSC_6837k%20copy.jpg

Dm3 1229 mit einem Erzer zwischen Vassijaure und Katterjakk auf dem Weg nach Narvik

Es war nun Zeit, viel Zeit bis zum nächsten Zug. Und wir mussten zugeben, die Stellen gehen uns langsam aus. Mit diesem „Problem“, sofern man es so nennen will, waren wir bisher nie konfrontiert hier an der Strecke. Bei beiden Besuchen musste man ab 18:00 mit dem Licht nix mehr wollen .. und nun stehen wir hier und könnten eigentlich 24h durchfuzzen, nur wo? ;) Björnfjell, der erste Bahnhof in Norwegen und Grenzstation, schwirrte irgendwie in unseren Köpfen herum, ob man da was machen kann? Wer nicht schaut kriegts nicht raus, also husch nach Björnfjel gefahren und geschaut. Der Bahnhof ist nicht wirklich zu gebrauchen, eigentlich gar nix da oben will die Bahn praktisch immer im Lawinenschutztunnel ist. Trotzdem kommen die Züge im netten Abendlich, mitnehmen! Einer davon, ein Erzzug nach Narvik mit IORE erwischten wir am Portal des Bahnhoftunnels nach Westen hin.

http://www.bahnpics.com/nil/Urlaub%2007/Schweden/07.06.24%20Vassjaure/DSC_6845k%20copy.jpg

IORE 103 \"Lulea\" verlässt die Galerie hinter dem Bahnhof von Björnfjell gen Narvik

Für einen weiteren Erzzug und einen ARE wollten wir uns weiter in Richtung Narvik was suchen. Doch mit den Tunneln da ist das so eine Sache, es ist voll damit – nix zu machen. Einzig eine grosse Kurve kurz hinter dem Bahnhof war nett genug um uns zumindest etwas zu begeistern. Nach einer kleinen Rodungsaktion hätten die Züge kommen müssen. Die Sonne war noch stark und gepasst hat sie auch noch. Der ARE liess sich Zeit, viel Zeit … auch nach über 60min Plan kam er nicht. Auch ein Erzzug welcher 30min nach dem ARE hätte kommen müssen kam nicht .. nix kam. Auch nicht der Erzzug von Narvik welcher hätte kommen müssen. So war es dann das die Sonne um 22:30 so schwach und so weit rum war das wir gingen … schade! Nach über 2h warten kam nix und tat sich nix. Als wir am weglaufen war, es war sooo klar, kam der ARE daher. Mit GreenCargo Lok und einem .. Messtriebwagen im hinteren Zugteil. Bei der SBB nennt man die Kiste Roger1000 .. vom Kasten her war es genau dasselbe einfach anders lackiert und von Jernbanverket ( Norwegen). Janu, was solls … so fuhren wir, immer noch in der Sonne, an unserem Hotel vorbei nach Abisko, Lapporten stelle anschauen. Sie war sogar noch ein wenig im Licht und ein Zug mit Licht stand auch im Bahnhof .. der kommt bestimmt gleich! Ein Sprint und wir standen an der Stelle, nur Zug kam keiner – obwohl der da steht. Auch nach 20min kam er nicht und das Esig rein in den Bahnhof war zu, also keine Kreuzung .. merkwürdig. Nach 24:00 bereits fuhren wir mal zum Bahnhof um uns das ganze aus der nähe anzuschauen. Es stand da eine SJ RC (nix GC) mit einer NOHAB hinten dran, vor einem Schienenzug. Bauzug … ohje! Bedeutet selten was gutes … Es war, nun eben bereits um 0:irgendwas immer noch Licht auf den Loks, Mitternachtssonne sei dank. Wie wir da so standen und die Loks anschauten gesellte sich ein Deutscher Herr zu uns, ein Kölner … der uns schon ein paar mal gesehen habe. Er ist auch hier für das eine Hobby und wir verquatschen uns ein bisschen. Es war spät und Zeit fürs Bett. Wir verabredeten inoffiziell mit dem Deutschen für den Morgen in Vassijaure .. mal schauen ob er kommt. Wetter ist immer noch gut, hoffen wir das es so bleibt hier *bibber*




Das war es, der nächste Teil, ich will nix versprechen, folgt wohl so in ein bis zwei Wochen – ich kämpfe gerade etwas mit der Motivation …
Es wird dann natürlich etwas vertieft um die Erzbahn geben, an welcher wir noch einige Tage weilten.

Ich hoffe dieser Teil hat schon mal bissle gefallen und Lust auf mehr gemacht.
Es sei an dieser Stelle gegrüsst: Rudi und bereits mal Woife, Frank und seinen Kollegen – auch wenn die erst im nächsten Teil auftauchen ;-)

Gruss aus der Schweiz
Nil

Übersicht über meine Reiseberichte in diesem Forum (nicht nachgeführt): [www.drehscheibe-foren.de]

Leben und Leben lassen ...
Sind Euch Erzzüge mit (amerikanischer) Janneykupplung untergekommen? Angeblich will man darauf umstellen, weil sie höhere Zugkräfte als die Willisonkupplung (SA3) ermöglichen soll. Zwar aufgrund der Konstruktion nur schwer vorstellbar, aber man hat sich hoffentlich was dabei gedacht.

Falk