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 02 - Allgemeines Forum 

Diskussionen, Fragen und Antworten zum Thema Eisenbahnen in Deutschland, soweit diese nicht Bestandteil der übrigen Foren sind wie Neuigkeiten, Betriebsstörungen, Fahrzeiten, Sichtungen, Museumsbahnen, Straßenbahnen, Wagen und historische Themen.
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Guten Abend,

In Königswinter wird in den kommenden Tagen das alte Bahnwärterhaus an der Drachenfelsstraße abgerissen.
In Zukunft soll dort eine neue Bahnunterführung gebaut werden, diese ist schließlich seit fast 30 Jahren in Planung.
Für die Bauarbeiten soll in den Nächten von Montag - Freitag die Bahnstrecke von 00:50 Uhr bis 05:00 Uhr gesperrt werden.
Anfang April will die Stadt Königswinter mit der DB ein verbindlichen Zeitplan festgelegt werden.

Hier der Link: [ga.de]


Mit Freundlichen Grüßen
Tim
Der Niederkasseler schrieb:
Guten Abend,

In Königswinter wird in den kommenden Tagen das alte Bahnwärterhaus an der Drachenfelsstraße abgerissen.
In Zukunft soll dort eine neue Bahnunterführung gebaut werden, diese ist schließlich seit fast 30 Jahren in Planung.
Für die Bauarbeiten soll in den Nächten von Montag - Freitag die Bahnstrecke von 00:50 Uhr bis 05:00 Uhr gesperrt werden.
Anfang April will die Stadt Königswinter mit der DB ein verbindlichen Zeitplan festgelegt werden.

Hier der Link: [ga.de]


Mit Freundlichen Grüßen
Tim
Da geht einfach so ein Stück Bahngeschichte weg, wer braucht die Unterführung? Der Bahnübergang reicht doch völlig aus.
Einfach nur traurig und pietätlos dieses Bauwerk zu vernichten.
Aber die Eisenbahn hat keine Lobby.
Dazu noch ein paar Fakten.


Das Bahnwärterhaus war nicht mehr besetzt, sondern durch ein Container paar meter weiter ersetzt worden, da die Technik alt und defekt war.

Zudem führt die Straße zur Drachenfelsbahn, einem beliebten Touristenziel was im Sommer zu langen Staus vor geschlossenem BÜ geführt hat. Besonders wenn mehrere Züge kurz hintereinander fuhren, was auf der Rechten Rheinseite aufgrund der Güterzüge durchaus vorkam/vorkommt.

Auch wenn ich dies teile, und nicht für Abriss alter Bahntechnik bin. Hier macht es durchaus Sinn, das Haus abzureißen und durch eine Unterführung zu ersetzen. Obwohl ich das Läuten vom BÜ dort sehr vermissen werde.
[www.youtube.com]

Mit Freundlichen Grüßen
Tim
Obgleich ich immer eine Lanze für den Denkmalschutz breche, kann ich an dieser Stelle jetzt keinen
nennenswerten Verlust ausmachen bei diesem schmucklosen Funktionsbau.
Das Video auf YT zeigt eine eher brachiale Erscheinung, die nun wirklich keine optische Aufwertung des Umfeldes darstellt.

Eine andere Frage ist die grundsätzliche beim Bau von Unterführungen:
müssen hohen Beträge im Volumen mehrerer Millionen Euro ausgegeben werden, nur damit die Autofahrer
nicht mal warten müssen ?
Für Fußgänger und Fahrradfahrer könnte man ja mit verhältnismäßig geringeren Kosten eine Unterführung anlegen,
die zudem diese Verkehrsarten attraktiver macht.
Von daher würde ich den PKW entsprechendes Warten resp. Umwege zumuten und den BÜ ersatzlos wegfallen lassen.

Mit welcher Leichtigkeit in Deutschland alljährlich immense Summe aufgewendet werden, um BÜ´s zu schleifen,
wird sich mir nie erschließen.
Für so viele dringend erforderliche Anliegen unserer Gesellschaft fehlt es hinten und vorne an Geld und Einsatzkräften -
man kann eine lange, lange Liste aufmachen an dieser Stelle.

Millionen und in der Summe Milliarden für den Bau von Unterführungen sind seltsamerweise immer vorhanden -
über die Priorisierung in der deutschen Politik kann man sich nicht genug wundern....




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2021:02:22:12:11:36.
Der Niederkasseler schrieb:
Dazu noch ein paar Fakten.

Das Bahnwärterhaus war nicht mehr besetzt, sondern durch ein Container paar meter weiter ersetzt worden, da die Technik alt und defekt war.

Zudem führt die Straße zur Drachenfelsbahn, einem beliebten Touristenziel was im Sommer zu langen Staus vor geschlossenem BÜ geführt hat. Besonders wenn mehrere Züge kurz hintereinander fuhren, was auf der Rechten Rheinseite aufgrund der Güterzüge durchaus vorkam/vorkommt.

Auch wenn ich dies teile, und nicht für Abriss alter Bahntechnik bin. Hier macht es durchaus Sinn, das Haus abzureißen und durch eine Unterführung zu ersetzen. Obwohl ich das Läuten vom BÜ dort sehr vermissen werde.
[www.youtube.com]

Mit Freundlichen Grüßen
Tim
Was für ein Land. Ich bin wahrlich kein Ordnungsfanatiker, empfinde das Erscheinungsbild des ersten Regionalzugs aber dennoch als schlimm. Ansonsten halte ich die Hochstraße im Hintergrund für sehr störend. Das Bahnwärterhaus mag kein ausgesprochenes Kleinod sein, aber ein Abriß? Für eine sich sicher vollkommen harmonisch ins Ortsbild einfügende Unterführung?

Vom Einzelfall losgelöst, würde ich mir einen viel sensibleren Umgang mit dem kulturellen Erbe (wozu auch so ein Bahnwärterhaus gehört) wünschen.

Wartezeit schlappe 3 Minuten bis zum Zug?

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 22.02.21 19:13

0:14 Erster Glockenschlag
3:36 Zug schiebt seine Nase ins Bild

Ist das dort immer so? Da verstehe ich den Wunsch nach einer Unterführung, zumal es dort eine hohe Zugdichte gibt. Um so gruseliger ist es dann, wenn es bis zur Verwirklichung Jahrzehnte dauert.

Gruß, Olaf
(,“)
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_/\_

♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
19.08.2024, Medien zitieren AR-Mitglied: "Kontrollverlust bei der DB diagnostiziert, Fahrpläne werden nur noch geschätzt"

Weg mit der Bruchbude!

geschrieben von: ccar

Datum: 22.02.21 22:46

Moin,

Turbo Tobi schrieb:
Da geht einfach so ein Stück Bahngeschichte weg (...)
Einfach nur traurig und pietätlos dieses Bauwerk zu vernichten.
Bitte? Wir sind uns einig, dass wir von diesem Gebäude reden?

Eb-Bahnübergang Straßenseite-030720 (2).JPG

Also, selten habe ich über ein zum Abriss anstehendes Bahngebäude weniger getrauert als in diesem Fall.
Das Provisorium mit Bahnübergangs-Schranken und Baustellen-Absperrungen in Königswingter, das von diesem heruntergkommenen Schrankenposten überragt wird, ist nun wahrlich kein architektonisches Highlight. Ich könnte spontan unzählige Bahngebäude aufzählen, deren Erhalt mit mehr bedeuten würde.

Gruß
Christoph

Re: Weg mit der Bruchbude!

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 22.02.21 22:59

Ich kann da auch kein "kulturelles Erbe" erkennen. Vor und nach 0,5l Augustiner Hell nicht.

Gruß, Olaf
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19.08.2024, Medien zitieren AR-Mitglied: "Kontrollverlust bei der DB diagnostiziert, Fahrpläne werden nur noch geschätzt"

Re: NRW: Abriss des Bahnwärterhäuschens in Königswinter.

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 23.02.21 08:50

Moin!

Wann wurde der Schrankenposten geschlossen?

Euer
Burkhard

Re: Wartezeit schlappe 3 Minuten bis zum Zug?

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 23.02.21 08:54

Alibizugpaar schrieb:
Ist das dort immer so?
Ich hatte mehrere Jahre lang einen BÜ der rechten Rheinstrecke auf einem täglichen (Rad-)Weg. Schranke unten war Standard, und es folgte dann meist mehr als ein Zug. Erlebtes Maximum, ohne dass die Schranke zwischendurch wieder hochging: 8

Im Übrigen ist die Beseitigung von BÜs auf Hauptstrecken auch eisenbahnseitig sinnvoll, sind sie doch nun mal eine Quelle für Betriebsstörungen...

Nicht über jedes Stöckchen springen

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 23.02.21 19:48

Moin Christoph,

der Turbo-User zeigt mitunter trollhafte Anwandlungen. Wahrscheinlich hat er nur gelesen "Bahn" und "Abriss", und schon wird unreflektiert das Klagelied angestimmt. Oder er kannte die Bruchbude und wollte mit der Reaktion nur provozieren.

Viele Grüße

Heiko

Quo vadis, 605? / Abschied von der 218 im Fernverkehr / Letzte Ostseeflirts bekommen neue Heimat / Ankunft unbestimmt verspätet: der Coradia max / Das alles (und noch viel mehr) jetzt in DREHSCHEIBE 353. Viel mehr wert, als sie kostet!

Wobei ...

geschrieben von: Exil-Stuttgarter

Datum: 23.02.21 19:58

... die Bude so schlecht ist, daß sie schon fast wieder gut ist.
Fehlen eigentlich nur noch 'n paar brennende Mülleimer Typ "Bronx" davor.

Viele Grüße aus dem Exil

Die Bruchbude vor 19 Jahren...

geschrieben von: OT112

Datum: 27.02.21 18:40

Moin,
ich räume gerade ein bisschen in meinem Archiv auf, da fallen mir doch tatsächlich 2 Bilder von dem Übergang in die Hand, äh auf den Bildschirm:

https://live.staticflickr.com/65535/50986234447_efeb449f20_c.jpg
2002-022000 by Olaf Tampier, auf Flickr

https://live.staticflickr.com/65535/50986126166_4d3aef94b9_c.jpg
2002-022001 by Olaf Tampier, auf Flickr

ich würde sagen, gerade letzteres Bild ist ein historisches Dokument. Die Schranken - weg, das Häuschen - bald weg, das Hotel - weg. Die Frau links - weg (wer immer das auch war).

Ich war als Kind in den 70ern dort mal mit meinen Eltern und einem Sonderzug, an genaueres kann ich mich nicht erinnern. Aber etwas muss hängen geblieben sein, sonst hätte ich den Übergang so nicht in 2002 fotografiert. Irgendwie schade drum, aber so ist das nun mal. Erhaltenswert finde ich die Hütte auch nicht.

Gruß

Olaf

Re: Die Bruchbude vor 19 Jahren...

geschrieben von: Dirk Möller

Datum: 28.02.21 10:32

Hallo,

beim Anblick der Bilder fällt mir ein Satz von "Adolf Tegtmeier" ein: "Schönheit ist heilbar!".

Gruß
Dirk Möller

Wo wir Deutschen hindenken, wächst kein Gras mehr (Kurt Tucholsky)
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