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Die Plettenberger Kleinbahn 50 Jahre danach

geschrieben von: Dennis Mellerowitz

Datum: 23.04.13 01:42


Hallo alle miteinander!

In diesem Teil geht es um die frühere Plettenberger Kleinbahn, bis 1942 Plettenberger Straßenbahn. Seit 1896 bestand sie als Verbindung zwischen der in einem Seitental der Lenne gelegenen Kleinstadt Plettenberg und dem an der Lenne bzw. der Lennetalbahn gelegenen heutigen Plettenberger Ortsteil Eiringhausen. Die ursprünglich nur rund drei Kilometer lange Strecke wurde 1902 um zwei Kilometer ins Elsetal Richtung Herscheid verlängert und ab 1903 rund sechs Kilometer weit ins Oestertal hinein. Angedachte weitere Verlängerungen z. B. Richtung Lüdenscheid oder gar die Elektrifizierung der Bahn kamen nicht zustande.

Hauptgrund für den Bahnbau war der Anschluss der lokalen Industrie an die Staatsbahn, der Personenverkehr hingegen spielte eine eher untergeordnete Rolle und fand hauptsächlich zwischen Stadt und Staatsbahn statt. Doch auch ins Else- und Oestertal hinein wurde der Personenverkehr nach und nach ausgedehnt. In Plettenberg-Oberstadt an der Elsetalbahn befand sich ab 1915 auch ein zweiter Güter-Umladebahnhof zur Staatsbahn neben dem in Eiringhausen, nämlich an der neuen Nebenbahn nach Herscheid gelegen.

Zur Betriebseröffnung standen zwei kleine normale B-Kuppler und einige kurze Personen- und Güterwagen und Rollböcke zur Verfügung. Bald darauf folgten die ersten beiden Kastendampfloks, die das Bild der Plettenberger Kleinbahn prägen sollten. Zwei zwischenzeitlich eingesetzte C-Kuppler bewährten sich aufgrund der engen Radien bzw. der damit verbundenen komplizierten Fahrwerksbauart nicht. Zwischen 1913 und 1927 wurden von Henschel insgesamt sechs schwere zweiachsige Heißdampf-Kastenloks geliefert, die bis auf die erstgelieferte allesamt seitenversetzte Normalspur-Zug und –Stoßvorrichtungen für das Rangieren auf Dreischienengleisen besaßen. 1941 ging ein dieselelektrischer Triebwagen mit Gepäckabteil von BBC/Fuchs in Betrieb, um den Personenverkehr zu rationalisieren, für den ansonsten ohnehin stets eine Handvoll Personenwagen genügte. Im Hinblick auf die nie zustande gekommene Elektrifizierung der Bahn wurden einige Personenwagen bereits als Vorstellwagen mit geschlossenen Bühnen und Scheinwerfern hergerichtet. 1958 wurde der Personenverkehr stattdessen eingestellt und der Triebwagen an die Inselbahn Sylt verkauft, wo er jedoch aufgrund seiner komplizierten Technik nicht mehr zum Einsatz kam und um 1970 herum verschrottet wurde.

Der Güterverkehr hielt sich noch bis 1962. Neben insgesamt rund 30 G- und O-Wagen standen zeitgleich bis zu 55 Rollwagen im Einsatz, die schon früh die anfangs eingesetzten Rollböcke ersetzten. Zur Verdieselung des Güterverkehrs kam es nicht mehr, lediglich eine kleine meterspurige Jung-Diesellok von der Nassauischen Kleinbahn rangierte noch ein paar Jahren auf dem Dreischienengleis in Plettenberg-Eiringhausen, bevor sie nach Togo exportiert wurde und dort verschollen ist. Erhalten geblieben sind insgesamt drei Fahrzeuge der Plettenberger Kleinbahn:

Henschel-Lok Nr. 3’’ von 1927 wurde 1968 vom Deutschen Eisenbahn-Verein gekauft, 1971 nach Bruchhausen-Vilsen überführt und bis 1991 als „Plettenberg“ wieder betriebsfähig restauriert. Im vergangenen Jahr kam die Lok für einen Gasteinsatz bei der Sauerländer Kleinbahn für ein paar Wochen wieder zurück in ihre alte Heimat. Leider habe ich kein besseres, aktuelleres Bild der Lok, so dass diese rund 20 Jahre alte Aufnahme genügen muss: Der abgebildete bärtige Lokführer fuhr die Lok übrigens auch letztes Jahr in Plettenberg, und auch sein Filius ist längst selbst aktiver Museums-Lokführer:

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Über die Inselbahn Juist gelangten zwei vierachsige Güterwagenfahrwerke der Plettenberger Kleinbahn Anfang der 80er Jahre zur Sauerländer Kleinbahn und damit wieder zurück in ihre alte Heimat. Ein Wagen wurde inzwischen als OO-Wagen rekonstruiert, während der andere noch auf seinen Wiederaufbau als GG-Wagen wartet:

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Doch nun zu den Bildern des Verlaufs der früheren Plettenberger Kleinbahn, die am 23. September vergangenen Jahres entstanden. Wir beginnen am Bahnhofsvorplatz von Plettenberg-Eiringhausen. In den Anfangsjahren bis 1907 begannen hier die Personenzugfahrten der Kleinbahn (nach links):

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Schwenk nach links: Die Bahn verließ den Bahnhofsvorplatz auf der Brauckstraße:

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Ein paar Meter weiter der Blick zurück: Die Bahn kam entlang der Straße von rechts und bog vor dem Haus links ab:

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…in die Bachstraße: Niveaugleich überquerten Bahn und Straße gleich darauf die Lennetalbahn. Den Straßen-BÜ gibt es heute nicht mehr:

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Der Blick von der anderen Seite der Staatsbahn auf den Bahnhof Eiringhausen: Hier, gegenüber dem ursprünglichen Personenbahnhof, lag der ursprüngliche Güterbahnhof der Plettenberger Klein- bzw. Straßenbahn. Ab 1907 endeten hier die Personenzüge, und die gefährliche niveaugleiche Kreuzung mit der Staatsbahn konnte entfallen:

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Bis vor wenigen Jahren stand hier noch ein länglicher Güterschuppen. Er musste den neuen Parkplätzen weichen:

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Der Blick in die andere Richtung: Die Bahn fuhr ein kurzes Stück neben der Staatsbahn her und bog dann nach rechts ab:

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Während das ursprüngliche Gütergleis von links einmündete, kam das ursprüngliche Personenzuggleis über die Staatsbahn direkt auf den Betrachter zu:

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Der Blick in die andere Richtung: Geradeaus ging es auf bzw. neben der Straße in Richtung Plettenberg-Stadtzentrum:

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Schwenk nach links: Hier hat die Märkische Eisenbahn-Gesellschaft (MEG) ihr Güterverkehrszentrum. Sie ist das Nachfolgeunternehmen der Plettenberger Kleinbahn und anderer fusionierter ehemaliger sauerländischer Schmalspurbahnen. Die eigenen Gleisanlagen umfassen heute nur noch den ehemaligen Normalspurteil des späteren Umladebahnhofs Plettenberg-Eiringhausen der Plettenberger Kleinbahn. Das auf den Betrachter zuführende Gleis war einst dreischienig und kreuzte im Vordergrund die Straße sowie das meterspurige Streckengleis im 90°-Winkel:

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…um durch ein Tor einen Fabrikanschluss zu bedienen: Die Fabrik und das Tor gibt es schon lange nicht mehr:

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Allerdings hat das Kreuzungsschienenstück mit seinen fünf Schienensträngen überlebt und wurde an anderer Stelle mit einem Rollbock als Denkmal an die alte Kleinbahn aufgestellt:

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Auf dem MEG-Gelände steht dafür diese alte Achse:

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Ein Stück weiter südlich endet die alte Straße in die Plettenberger Innenstadt vor der Feuerwehr bzw. der Auffahrrampe der neuen Brücke über die Staatsbahn. Die Kleinbahn führte weiter geradeaus, und von links mündete die schmalspurige Zufahrt zum späteren, 1904 in Betrieb genommenen Umladebahnhof ein:

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Blick entlang des früheren Bahnhofsgeländes des Umladebahnhofs: Die Gleise lagen bzw. liegen links, das Fabrikgebäude hinten rechts besaß einst ebenfalls einen Gleisanschluss:

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Blick entlang der verbliebenen Normalspur-Gleisanlagen in Richtung Anschluss DB:

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Die Auffahrt zur Staatsbahn:

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Der Blick zurück: Links der kleine Lokschuppen für die Rangierlok. Hinten hinter der Straßenbrücke verlief quer das Streckengleis nach rechts zum Personenbahnhof:

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Ein Flachwagen, beladen mit Stabeisen: Schon zu Kleinbahnzeiten ein typisches Bahnladegut:

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Gleich hinter dem Umladebahnhof überquerte die Bahn auf der alten Lennebrücke zusammen mit der Straße die Lenne (Blick zurück nach Eiringhausen): Kurz vor der Brücke (auf Eiringhausener Seite) lag rechter Hand das ursprüngliche Bw mit Lokschuppen:

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Die Brücke von der Seite: Sie wurde in den 50er Jahren für den Straßenverkehr verstärkt und erweitert, als noch Züge über sie fuhren:

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Der Blick in die andere Richtung: An dem markanten Altbau vorbei ging es weiter stadteinwärts:

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An der Abzweigung des Böddinghauser Wegs (nach links) lag der gleichnamige Haltepunkt der Bahn, die von hinten rechts auf der Straße herankam: Nach links bog hier ein Anschlussgleis u. a. zu einem Sägewerk ab, auf dessen Areal heute eine große Straßenkreuzung der Umgehungsstraße von Plettenberg liegt:

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Der Blick in die andere Richtung: Links neben der Bahnhofstraße ging es weiter stadteinwärts:

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Ein Stückchen weiter: Dicht entlang der Stützmauer unterhalb der Plettenberger Villen schlängelte sich die Bahn unmittelbar neben der Straße auf die Stadt zu:

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Der Blick zurück: Nach links zweigten Gleisanschlüsse ab:

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…z. B. zu dieser Fabrik: Vermutlich entstanden die hier sichtbaren Bauten aber erst nach dem Ende der Bahn:

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Gleich darauf war etwa hier der frühere Haltepunkt Auf der Weide bzw. Bismarckstraße erreicht (Blick stadteinwärts):

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Bald darauf wird die Bebauung dichter (Blick stadteinwärts):

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Der Blick zurück: Die Gleise lagen immer noch rechts am Straßenrand. Auf historischen Aufnahmen der Kleinbahn sind die Villen im Hintergrund gut zu erkennen: Etwa hier lag auch der Haltepunkt Wilhelmstraße bzw. Rathaus bzw. Postamt mit einem Ausweichgleis:

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Ein paar Meter weiter bog die Bahn vor dem markanten Eckhaus nach rechts ab, das mit seinem Balkon auch auf vielen alten Aufnahmen der Bahn zu erkennen ist, während die alte Straße links in die Innenstadt führt. Die Bahn verlief nun anstelle der Straße nach rechts auf das Ufer des Else- bzw. Oesterbachs zu und umfuhr dann an seinem Ufer die Altstadt von Plettenberg:

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Noch mal der Blick zurück: Von den einst abzweigenden zahlreichen Gleisanschlüssen existieren heute keine Reste mehr:

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Blick vom gegenüberliegenden Berghang hinunter in die Stadt: Die Kleinbahn kam von hinten links über den Kreisel auf den Betrachter zu und bog dann vor der heutigen Kreuzung (wo das Rollbockdenkmal steht) nach rechts ab:

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Schwenk nach rechts: Die einst idyllische Trassenführung am Bachufer ist heute völlig verbaut: Zwischen der Sparkasse und dem Real-Markt bog die Bahn wieder nach links ab und folgte der hier in die Else einmündenden Oester. Hier fand sich auch Platz für ein eigenes Umfahrungsgleis der Kleinbahn:

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Am Beginn der früheren Uferstrecke steht heute das Rollbockdenkmal:

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Blick von Rollbockdenkmal zum nahen, früheren Bahnhof Plettenberg-Stadt der Nebenbahn nach Herscheid am Berghang:

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Die Uferpartie an der Else bzw. Oester hat jeden Charme verloren:

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Nach der Umfahrung der Altstadt kam die Bahn aus der Bildmitte kommend auf dem Plettenberger Maiplatz an:

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Nur ein kurzer Blick ist hier auf den ansonsten überbauten und kanalisierten Oesterbach möglich, an dessen rechtem Ufer die Gleise lagen (Blick zurück nach Eiringhausen):

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Der Blick in die andere Richtung: Hier, auf dem Plettenberger Maiplatz vor dem gelben Eckhaus, gabelten sich die Oestertalbahn nach links:

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…und die Elsetalbahn nach rechts: Erst kurz vor Ende der Kleinbahn wurde der unter dem heutigen Platz verlaufende Oesterbach komplett kanalisiert und die kleinbahneigene Blechträgerbrücke entfernt:

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Folgen wir erst einmal der Elsetalbahn: Gleich hinter dem Maiplatz lag in der Kaiserstraße der nächste Halt (Blick Richtung Elsetal):

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Kurz darauf der Blick zurück: Die Bahn kam auf den Betrachter zu und bog im Vordergrund nach links ab in die Straße „An der Lohmühle“:

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Schwenk 90° nach links: Hier lag der Haltepunkt Amtsgericht bzw. Grafweg. Hinten bog die Bahn dann nach links ab in die Herscheider Straße, auf der sie dann fast bis zu ihrem Ende verlief:

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Schwenk weitere 90° nach links: Aus Richtung Innenstadt verlief ein Anschlussgleis geradeaus hinein in den Grafweg, um rund ein halbes Dutzend Industriebetriebe links und rechts neben der Straße anzuschließen:

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Ein kurzes Stück weiter bog das Anschlussgleis nach rechts ab in die Ziegelstraße. Von den alten Gewerbebetrieben ist nicht mehr viel zu erahnen:

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Doch zurück zur Herscheider Straße: Die Bahn kam von hinten rechts aus der Innenstadt. Hier lag einst der Haltepunkt Herscheider Straße mit Verwaltung, wovon aber nichts mehr zu erkennen ist:

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Der Blick in die andere Richtung: Erst 1902 wurde die Strecke ab hier ins Elsetal verlängert und zwängte sich auf der Straße zwischen den Altbauten hindurch:

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Kurz darauf kreuzte an genau dieser Stelle im spitzen Winkel von vorne rechts nach hinten links die Staatsbahnstrecke nach Herscheid die Straße und die Kleinbahn. Die „schwarze Brücke“, so genannt wegen ihrer schwarz gestrichenen Stahlträger, ist erst vor ein paar Jahren entfernt worden. Parallel dazu bog nach links ein Kleinbahngleis zum Umladebahnhof Plettenberg-Oberstadt ab:

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Hinten links ist bereits die frühere Fahrzeughalle der Plettenberger Kleinbahn zu erkennen:

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Blick genau unter der Lage der ehemaligen Staatsbahnbrücke zurück in die Innenstadt: Unmittelbar vor der Brücke lag der Kleinbahn-Haltepunkt Oberstadt:

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Als Reminiszenz an die alte Brücke stehen ein paar Stahlträger in dem folgenden Straßenkreisel:

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Am früheren Umladebahnhof: Rechts lag der frühere Staatsbahnhof Plettenberg-Oberstadt (Blick Richtung Herscheid), dessen Stationsgebäude noch erhalten ist. Links davon, wo die Lkws stehen, lagen die Rollwagenrampen:

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Schwenk nach links: Die frühere Fahrzeughalle der Kleinbahn dient heute dem städtischen Bauhof:

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Die verputzte Front mit den Hallentoren: Links daneben stand noch ein Wagenreparaturschuppen:

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Insgesamt führten vier Gleise in die Halle hinein:

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Der rechte Anbau wurde erst später für den Triebwagen angefügt:

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Doch nun zurück zur Herscheider Straße: Die Bahn passierte hier das Gebäude des Staatsbahnhofs (Blick zurück in die Innenstadt):

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Der Blick ins Elsetal hinein: Sofern die ursprünglich im Stadtzentrum ansässigen Gewerbebetriebe die Zeit überdauert hatten, orientierten sie sich ab den 70er Jahren im Elsetal neu, wo mehr Platz war und weniger Anwohner gestört wurden. Die heutigen Fabriken dürften kaum noch was mit den früheren Kleinbahnanschlüssen zu tun haben:

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Kurz hinter Oberstadt stieg die Strecke auf der Straße steil an:

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In Holthausen der Blick zurück: Hier befand sich die letzte Haltestelle der Kleinbahn im Elsetal:

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Der Blick in die andere Richtung: Das Streckenende führte nach links steil hinab von der Herscheider Straße hinunter in die Else-Bachniederung:

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Unten in der Bachniederung verzweigten sich die Anschlussgleise vor diesem Fabrikgebäude mit Turm, eines überquerte sogar den Bach dahinter:

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Nochmal der Blick zurück:

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Doch nun zurück zum Maiplatz in der Plettenberger Innenstadt: Nach rechts bog die Elsetalbahn ab, nach links die Oestertalbahn, der wir nun folgen werden:

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Die Gleise führten auf der Grünestraße entlang:

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Gleich darauf lag etwa hier, in der Grünestraße, der gleichnamige Haltepunkt der Oestertalbahn (Blick Richtung Oestertal):

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Vor diesem eher gewöhnungsbedürften Fabrikbau münden die Grünestraße (und damit einst auch die Bahn von hinten kommend) und die Lehmkuhler Straße (links) ineinander:

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Der Blick in die andere Richtung: Hier, anstelle des Parkplatzes, lag der Haltepunkt Düppenhaus/Uhlandstraße:

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Die Kneipe mag die frühere Bahnagentur gewesen sein:

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Kurz darauf bog ab 1903 die Oestertalbahn am linken Ufer des Flusses nach rechts ab und überquerte sogleich den Grünebach (schwarzes Loch unter dem Haus): Die frühere Ufertrasse links neben dem Oesterbach ist heute weitgehend überbaut. Ganz links führte bereits ab der Anfangszeit der Kleinbahn ein Gleis weiter auf der Grünestraße aus Plettenberg hinaus:

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Das Anschlussgleis in der Grünestraße führte noch einige hundert Meter weiter bergauf:

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Der Blick zurück nach Plettenberg:

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Ungefähr hier endete das Anschlussgleis Grünestraße bei einer Papierfabrik:

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Das Streckengleis im Oestertal folgte ein längeres Stück dem östlichen Ufer (Blick zurück, Gleise also rechts):

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Der Blick in die andere Richtung: Auch hier haben sich Gewerbebetriebe z. T. bis über den Bach ausgedehnt und somit die Trasse überbaut:

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Hinter Plettenberg blieb die Bahn weiterhin am östlichen Ufer des Bachs (heute Siedlungsstraße oder Spazierweg):

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Der Blick in Richtung Streckenende:

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Kurz darauf befand sich etwa hier der Haltepunkt Oesterhammer (Blick Richtung Streckenende):

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Der Abschnitt durch das Oestertal war der schönste der Plettenberger Kleinbahn. Auch er war einmal zum Wiederaufbau durch die Märkische Museums-Eisenbahn angedacht, aber dann erschien der Standort in Hüinghausen doch geeigneter (Blick zurück nach Plettenberg):

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Der Blick in die andere Richtung: Hier musste der Weg näher an den Bach verlegt werden, um einem Gewerbebetrieb Platz zu machen:

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Dahinter der Blick zurück: Die Bahn kam rechts am Berghang entlang auf den Betrachter zu:

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Der Blick in Richtung Streckenende: Ab hier verläuft der Weg wieder auf der früheren Trasse: Bahntrasse und Bach wurden im Lauf der Jahrzehnte verschiedentlich begradigt.

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Kurz vor Dankelmert näherte sich die Bahn (von hinten rechts kommen) wieder dem Bachlauf (links) an, um ihn auf einer Brücke zu überqueren:

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Der Blick in die andere Richtung: Wo genau die kleine Stahlträgerbrücke mit Mittelpfeiler lag, konnte ich nicht mehr genau lokalisieren. Reste soll es eh nicht mehr geben. Die Bahn überquerte sogleich die parallel verlaufende Landstraße:

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…und lief rechts auf bzw. neben ihr her weiter in Richtung Streckenende:

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In dieser weiten Linkskurve der Straße in Dankelmert befand sich einst der Haltepunkt „Oesterau“: Mitten auf der Straße lag ein Ausweichgleis, nach rechts zweigte ein Anschlussgleis zu einem Schmiedebetrieb ab (Blick Richtung Streckenende):

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Der Blick zurück: Das Gleis lag hier mitten auf der Dorfstraße:

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Noch vor der Oester bog die Bahn nach rechts ab von der Straße: Die Kneipe dahinter mag die ehemalige Bahnagentur gewesen sein:

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Gleich darauf kreuzte die Bahn die Oester auf einer eigenen kleinen Brücke und führte dann am linken Ufer weiter in Richtung Streckenende. Von der Brücke ist nichts mehr zu erkennen. Der nun folgende Abschnitt galt als Privatanschlussgleis der Firma Brockhaus:

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Hinter der katholischen Kirche von Dankelmert kam die Bahn rechts neben der Oester von hinten heran und kreuzte den Fluss im spitzen Winkel nach vorne links. Ob der „Felsen“ vorne im Flussbett Reste eines Pfeilers der Eisenbahnbrücke sind?

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Der Blick in die andere Richtung: Ab hier ist die Bahntrasse wieder als Spazierweg nutzbar. Gleich hinter der Kurve lag der Haltepunkt Lettmecke:

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Die Bahn verlief nun z. T. unmittelbar am Berghang entlang (Blick zurück nach Plettenberg):

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Blick in Richtung Streckenende: Linker Hand befinden sich weitere Wohnhäuser und Gewerbebetriebe:

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Unmittelbar vor Wiesenthal, dem Endbahnhof der Bahn, endet der Trassenweg (Blick zurück nach Plettenberg):

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Der Blick in die andere Richtung: Hier befand sich einst der Bahnsteig von Wiesenthal. Irgendwie erinnert dieser letzte Streckenteil ein wenig an den der KAE von Augustenthal nach Brüninghausen, wo sich dann weiter hinten die Gleise in den Fabrikanschlüssen verloren. Doch anders als im Versetal gab es auf diesem Abschnitt der Oestertalbahn ab 1923 Personenverkehr in vollem Umfang. Die Werksanlagen der noch heute bestehenden Firma Brockhaus befanden sich weiter hinten auf dem abgezäunten Gelände:

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So, das war’s zur Plettenberger Kleinbahn. Im nächsten Teil bleiben wir im Raum Plettenberg und besuchen die frühere Nebenbahn nach Herscheid. Bis dahin viel Spaß mit den Bildern, schöne Grüße,

Dennis.


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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:11:03:23:29:12.
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23.04.13 01:42