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Gedankenspiel (nicht ganz ernst gemeint)...

geschrieben von: 103 215-0

Datum: 13.08.07 15:21

Die Idee zu folgendem Gedankenspiel kam mir, als ich heute in den News las, daß der Autoreisezugverkehr immer mehr vor die Wand gefahren wird, weil er angeblich wie auch der Nachtreiseverkehr unwirtschaftlich ist.

Also hier nun das Gedankenspiel:

Nehmen wir mal an, die Deutsche Bahn AG hätte es nicht mit dem Bahnverkehr zu tun sondern mit Erdbeerkuchen. Was wird gemacht?

Zunächst wird das Produkt Erdbeerkuchen ganz genau untersucht und dann in seine verschiedenen Bestandteile aufgeteilt.

Das Ergebnis: Primär gibt es den Boden und die Erdbeeren. Also wird ein Geschäftsbereich "Erdbeeren" und ein Geschäftsbereich "Boden" gegründet.

Der Geschäftsbereich "Erdbeeren" stellt fest, daß das geschmacksgebende eigentlich die Erdbeeren sind, die sich auch am besten vermarkten lassen. Der Tortenguß ist dagegen eher unbeliebt, weil er dick macht, also überlegt man rasch, ihn wegzulassen.

Der Geschäftsbereich "Boden" hat in der Zwischenzeit festgestellt, daß dieser primär wiederum aus Mehl, Backpulver, Eiern und einigen unwirtschaftlichen Bestandteilen besteht, die man möglichst weglassen sollte. Eier allein haben nicht viel mit Kuchen zu tun, es ist wirtschaftlicher, sie an die Mayonnaiseindustrie zu verkaufen, anstatt sie selbst zu verwenden. Dem Vorstand des Geschäftsbereiches "Boden" gefällt die Idee, man kann es ja mal ohne Eier probieren, die Kunden werden sich schon dran gewöhnen. Backpulver allein betrachtet ist relativ teuer und der Anteil am Unternehmensgewinn ist minimal; man sollte also diesen Geschäftszweig einstellen. Bleibt noch das Mehl, das muß sein.

Am Ende gibt es nur noch in Mehl gewälzte Erdbeeren, die sich sehr schlecht verkaufen lassen. Also widmet man sich einer neuen Geschäftsidee und gibt das Unternehmen Erdbeerkuchen auf, weil es erwiesenermaßen unwirtschaftlich ist.


Viele Grüße
Christoph

Re: Gedankenspiel (nicht ganz ernst gemeint)...

geschrieben von: trixi123

Datum: 13.08.07 15:37

Hallo

Schönes Gedankenspiel, denke aber das man dieses auf so ziehmlich jedes größeres Unternehmen beziehen kann.

Mfg

klasse :-D

geschrieben von: Anita

Datum: 13.08.07 15:46

Du hast aber vergessen, dass dabei Methoden der Programmierung und der Statistik zum Einsatz kommen.

Mehr von der Erdbeerkuchen-AG

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 13.08.07 17:45

"Am Ende gibt es nur noch in Mehl gewälzte Erdbeeren, die sich sehr schlecht verkaufen lassen. Also widmet man sich einer neuen Geschäftsidee und gibt das Unternehmen Erdbeerkuchen auf, weil es erwiesenermaßen unwirtschaftlich ist."

Für die Entwicklung einer Vorgehensstrategie wird eine Task-Force "the better Strawberry" gegründet, die paritätisch mit mehreren Mitgliedern renommierter Industriebetriebe und Unternehmensberatern sowie einer Quotenfrau besetzt ist. Ein Bäcker oder ein Lebensmittelchemiker sind jedoch nicht darunter.

Nach mehreren Klausurtagungen in einem zum Vier-Sterne-Hotel umgebauten mecklenburgischen Landhaus kommt man zu dem Ergebnis, dass neben dem Geschäftsfeld Erdbeerkuchen auch die bislang dem Konzern gehörende Unternehmensbäckerei sowie die Landwirtschaft aufgegeben bzw. verkauft werden soll, weil diese ohne das Geschäftsfeld Erdbeerkuchen nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben seien. Kooperationen mit anderen Geschäftsfeldern zur besseren Auslastung der Bäckerei werden wegen der schwierigen bilanztechnischen Darstellung in der Gewinn- und Verlustzuweisung abgelehnt. Gleichzeitig soll die Anzahl der Kuchenverkaufsstellen um 43%, die Mitarbeiterzahl - selbstverständlich sozial verträglich - um 32% reduziert, dafür aber der Kuchenversand via Internet ausgebaut werden. Dort sollen die Backwerke 2 Euro günstiger als im personen bedienten Verkauf angeboten werden. Abschließend wird noch eine Steigerung der Konzernumlage für alle Geschäftsfelder sowie eine Erhöhung der Vorstandsbezüge beschlossen. Die Idee eines Beraters aus der Luftfahrt, wonach die Kunden ihre Kuchen am Bildschirm online bestellen und zu Hause selbst ausdrucken, wird hingegen wegen technischer Probleme abgelehnt.

Der Verkaufserlös aus Bäckerei und Landwirtschaft wird für einen neuen Unternehmensauftritt mit einem aufwändigen neuen Cororate Identity genutzt. Alle Türen der Verkaufsstellen müssen in den nächsten zwei Wochen einheitlich in rot-gelb lackiert werden.

Die Pressesprecherin erklärt den enttäuschten Kunden, dass man statt des Erdbeerkuchens doch lieber den Butterkuchen aus dem gleichen Konzern essen solle, der schmecke ebenso gut. Leider ist durch den Verkauf der Unternehmensbäckerei der nun extern einzukaufende Backvorgang nicht nur geringfügig teurer geworden, vielmehr treten durch das verloren gegangene Know-how und die geografische Lage der neuen Bäckerei längere Lieferzeiten ein. Mitunter erhalten die Kunden ihren Butterkuchen erst mit zwei Tagen Verspätung. Wer einen Kuchen mit überzogenem Haltbarkeitsdatum erwirbt, erhält einen Antrag auf einen Gutschein über eine Packung Kekse. Diese können jedoch nur in den Verkaufsstellen (die mit den rot-gelben Türen) eingelöst werden, was wegen des reduzierten Filialnetzes (s.o.) zunehmend mit Schwierigkeiten verbunden ist.

Die folgende Quartralsbilanz weist einen Umsatzrückgang von 17% aus. Die Fachzeitschrift "Backe, backe, Kuchen" merkt dazu an, dass dies neben dem Qualitätseinbruch primär eine Folge der Schließung fast jeder zweiten Verkaufsstelle und die Konzentration auf den Online-Versand sei. Die Hauptklientel der Kuchenkäufer seien nun einmal ältere, das Leben genießende Menschen, die den persönlichen Kontakt in der Filiale schätzen und oft über gar keinen Internet-Zugang verfügen. Die Erdbeerkuchen AG bestreitet diese These, macht "interne Umstrukturierungen" dafür verantwortlich und senkt den Preis für Online-Kuchen nochmals um 50 Cent. Außerdem sollen nun noch weitere Filalen geschlossen werden.

Die Erdbeerkuchen AG erwirbt derweil in Burkina Faso eine Badewannenstöpsel-Fabrik. Auf Nachfrage gibt sie zwar zu, dass Badewannenstöpsel nur sehr bedingt etwas mit dem Kerngeschäft des Unternehmens zu tun haben, doch als Global Player müsse man heutzutage auf allen Märkten der Zukunft präsent sein.

Heiko

während der Meetings und Konferenzen...

geschrieben von: rhein-ruhr

Datum: 13.08.07 18:01

....ist es dann die passende Gelegenheit das dort beliebte Spiel: Bullshit-Bingo zu spielen.
[de.wikipedia.org]

Re: Mehr von der Erdbeerkuchen-AG

geschrieben von: bunsenbrenner

Datum: 13.08.07 18:04

Die Idee eines Beraters aus der Luftfahrt, wonach die Kunden ihre Kuchen am Bildschirm online bestellen und zu Hause selbst ausdrucken, wird hingegen wegen technischer Probleme abgelehnt.


Ich fall vom Stuhl *LOOOL*

Hoffentlich findet die Erdbeerkuchen AG Eingang in die nächste Printausgabe.

PS: Gerüchten zufolge wurde bereits der Abbau des Anschlußgleises zur Stöpselfabrik weltweit ausgeschrieben..

*grööööl*! *vor lachen am boden wälz*!

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 13.08.07 18:31

Fortsetzung des Szenario: Die Deutsche Bahn AG wird auf die Erfolge der "Erdbeerkuchen AG" als Global-Player aufmerksam. Es kommt zu einer Verschmelzung im Badewannenstöpselgeschäft. Schließlich wird die "Erdbeerkuchen AG" aufgekauft. Harti verkleidet sich als Erd-Beere und Sucki als Mehlhörnchen. Sie moderieren gemeinsam eine Kochsendung zur besten Sendezeit im Fernsehen, denn das ist ja sowas von in zur Zeit. Gleichzeitig kann man durch geschicktes Einbringen pseudofachlicher Sülze die Volksmeinung über die Lokführergewerkschaft im eigenen Sinne beeinflussen, während man nebenbei noch das Honorar für die Sendung einsackt. Allerdings kommt man nicht umhin, auch das bereits erwähnte Produkt Butterkuchen konzern-intern auf den Prüfstand zu stellen. Eine jüngst stattgehabte Erhöhung der Butterpreise von 0,79 €/Stück auf 1,19 €/Stück rechtfertigen zunächst eine Verdopplung des Butterkuchenpreises. Da es außerdem noch immer Kunden gibt, die ihren Kuchen partout nicht online bestellen und ausdrucken wollen, wird die telefonische Bestellung auf 4,99 €/min verteuert. Gleichzeitig verändert man die Bestellzeiten auf 3:30 Uhr - 4:15 Uhr und von 22:45 Uhr - 23:15 Uhr. Das Ergebnis der Deutsche Bahn Erdbeerkuchen AG sinkt um 22% vor Steuern. DB Zeitarbeit freut sich über zusätzliche Bäcker, die in 7 Monaten zum Lokführer ausgebildet werden. So ist die Durchfall-Quote nicht nur beim Kuchen extrem hoch. Als ob diese Probleme nicht schon genügen, so wird auch eine Korruptionsaffäre bei der DB Badewannenstöpsel AG ruchbar. Ausgerechnet ein gewisser Herr Hansen soll das geheime Tagungshotel, in dem die Tarifverhandlungen mit der GDL stattfinden, mit verbilligten Luxus-Badewannenstöpseln bestochen haben.
Weitere Meldungen folgen in den Tagesthemen...

http://www.holgerkames.de/Bilder/CIMG2207.jpg
"Ein' feste Burg... "




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2007:08:13:18:32:12.

Vielen Dank für den Link

geschrieben von: Flachschieber

Datum: 13.08.07 20:56

werde ich gleich morgen in einer Besprechung verteilen !

Re: *grööööl*! *vor lachen am boden wälz*!

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 13.08.07 21:51

Ihr seid Klasse!

Mit soooonen Hals von der Arbeit beim Badewannenstöpsel- und Butterkuchen-Vertreiber gekommen - aber jetzt geht's mir wieder gut.
Irgendwie erinnert mich das ganze etwas an die neuesten Neuigkeiten aus Stenkelfeld...

Weiter so Jungs, denn Lachen ist gesund! Auch wenn's nur der Galgenhumor ist...

Grüße vom Bahner

Seid Ihr bescheuert...

geschrieben von: 50622

Datum: 13.08.07 21:56

...solch einen Thread ohne jegliche Vorwarnung herauszugeben?

Habt Ihr kein Mitgefühl mit dem Zwerchfell Euerer Mituser???

Zitat:
So ist die Durchfall-Quote nicht nur beim Kuchen extrem hoch.

Ich schmeiß mich weg...

Danke Jungs, Ihr seid großartig...

Ich kann nicht mehr...einfach nur "gröööl"
50622

Erdbeerkuchen-AG (E-AG)

geschrieben von: Olaf Stecker

Datum: 13.08.07 22:39

Und da immer mehr verprellte Erdbeerkuchen-Fans vor den wenigen gelb-roten Türen der Erdbeerkuchen-Bestellbüros verärgert ihre Fäuste geballt in Richtung Himmel strecken, versucht die E-AG wenigstens die "besseren Kunden" in der Warteschlange mit Erfrischungstüchern und einer kleinen (extern eingekauften) Praline bei Laune zu halten. "Bessere Kunden", das sind die, die ihren Kuchen immer mit einem Hupfen Schlagsahne extra bestellt haben. Das sind die wahren Genießer und die muß man sich auch als Global-Player warm halten. Man sagt, diese Erfrischungstuch- und Pralinenaktion würde bereits an einigen "Kuchen-mit-Sahne-Fans" probeweise getestet. Die vorangegangene Aktion "Erfrischungstuch und Badewannenstöpsel" kam nicht so gut an. Die E-AG zeigte sich absolut erstaunt - regelrecht überrascht, worüber die Erdbeerkuchen-Fans so alles meckern können. Die Pressesprecherin der E-AG zeigte sich den Medienvertretern gegenüber ein wenig resigniert: "Deutschland ist eben ein schwieriger Markt". Das ehrgeizige Pro-jekt "Erdbeerkuchen mit Sahne" zu Hause am PC bis 10 Minuten vor dem Verzehr bequem selber auszudrucken sei in keiner Weise "ad acta" gelegt, man stehe noch in Verhandlung mit der Telekom. Die moderne "Hot-Spot"-Technologie erlaube es Hungrigen auch unterwegs kurzfristig an Fruchtkuchen zu gelangen. "Wir arbeiten nur noch an technischen Details, z.B wie man die flüssige Sahne in das CD-Einschubfach bekommt ohne den Laptop dafür ankippen zu müssen – das ist noch nicht ganz so komfortabel wie wir uns das vorstellen." Den Sahne-Fans versprach sie weiter, daß die "Verkaufsstellen ComfortPlus" weiter ausgebaut würden. Unter Vorlage des "Erste-Sahne-Ausweises" könne man in exclusiver und gediegener Atmosphäre an den Erdbeerkuchen zurück denken und sich in aller Ruhe auf das Butterkuchenessen vorbereiten. Auf vielfachen Wunsch denke man übrigens über eine kleine Ergänzung in der Produktpalette nach. Viele Nostalgiker sind vom Erdbeerkuchen nicht ganz abzubringen, da gibt es wohl bald ein neues Premiumprodukt: Butterkuchen mit einer Deko-Erdbeere. Ein Raunen geht durch den Saal, es kommt eben alles mal wieder.....



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2007:08:13:22:42:19.

Reaktion aus Beerlin

geschrieben von: Hannover960

Datum: 13.08.07 23:56

Flachtümpel: Entscheidender Schritt zur Umsetzung der Ernährungsreform II

Bundesweinkabinett billigt Gesetzesentwurf zur Bäckereiprivatisierung

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Das Bundesweinkabinett hat heute den Gesetzesentwurf zur Privatisierung der Deutschen Back AG beschlossen. "Damit sind wir einen entscheidenden Schritt weiter bei der Umsetzung der Ess-Reform II. Die 1994 getroffene Entscheidung für ein unternehmerisch ausgerichtetes Konditorsystem bekommt mit der Eröffnung der Möglichkeiten des Kapitalmarktes eine neue Dimension", sagte Bundesverzehrminister Wolfrahm Flachtümpel heute in Berlin.

Das Gesetz zur Kapitalprivatisierung müsse sicherstellen, dass der Bund seiner verfassungsrechtlichen Gemeinwohlverpflichtung nachkommen kann. Der Staat habe eine Verantwortung für die Backkultur, gerade deshalb würden Kuckenbleche und Backöfen beim Bund bleiben. "Selbst das Brötchennetz bleibt beim Bund. Kein Investor erhält Zugriff auf nur einen Dressierbeutel oder eine Spritztülle. Der Bund behält immer die Mehrheit der Aktien. Der Konzern bleibt integriert mit Beeren und Boden erhalten", sagte der Minister.

Das Privatisierungsgesetz soll durch eine Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung ergänzt werden. Für die kommenden 15 Jahre werde der Bund jährlich bis zu 2,5 Milliarden Euro für Investitionen zum Erhalt eines schlanken Tortengusssurrogats bereitstellen. "Die Geschmacksqualität werden wir dabei genau im Auge behalten", so Flachtümpel. Nach dem Gesetz solle die DB AG die Bewirtschaftung und Betriebsführung der Bäckereien und Konditoreien zunächst für 15 Jahre wahrnehmen. Zudem könne die Deutsche Back AG die Backofeninfrastrukturunternehmen bilanzieren.

"Wir wollen eine starke Deutsche Back AG. Dazu brauchen wir weiter eine hochmotivierte Mitarbeiterschaft und Kapital, um in Backöfen und Badewannenstöpselmaschinen investieren zu können. Unser Ziel: Wir wollen pünktliche Tortendiagramme und bessere Kaffeservic zu vertretbaren Preisen. Wir wollen auch in kleinen Ortschaften und Unternehmensstandorten das organisierte Erbrechen. Und wir wollen die rund 230.000 Arbeitsplätzchen der Deutschen Back AG sichern", so Flachtümpel.

(Vgl. auch: [www.bmvbs.de]

Re: Erdbeerkuchen-AG (E-AG)

geschrieben von: 218 908-2

Datum: 13.08.07 23:58

Olaf Stecker schrieb:
-------------------------------------------------------
> Unter Vorlage des
> "Erste-Sahne-Ausweises" könne man in exclusiver
> und gediegener Atmosphäre an den Erdbeerkuchen
> zurück denken und sich in aller Ruhe auf das
> Butterkuchenessen vorbereiten.

Wie geil, ich schmeiß' mich weg :D


(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2007:08:14:00:07:32.

die E-AG...

geschrieben von: 103 215-0

Datum: 14.08.07 00:07

Die neuen sogenannten Museums-Erbeeren auf dem Butterkuchen kommen beim Premiumpublikum gut an, dennoch wird aber eine Ergänzung geplant: Um den VIPs unter dem Premiumpublikum etwas noch exquisiteres zu bieten, wird die goldene E-AG-Card eingeführt, die man allerdings nur erhält, wenn man pro Tag mindestens 15 Stücke Kuchen mit Sahne in einer Verkaufsstellen ComfortPlus gegessen hat. Mit der goldenen E-AG-Card erhält man Zugang zu einem von den Verkaufsstellen ComfortPlus durch eine Glaswand abgetrennten Hyperexklusivraum, in dem sogar Tischdecken ausliegen. Der Hyperexklusivbereich wird allerdings erst mal nur testweise in einigen Verkaufsstellen ComfortPlus eingeführt, darunter der in Hamburg.

Die Bürgerinitiative "Die Kuchen-User" hat unterdessen ganz andere Probleme. Zwar begrüßt sie weiterhin das Weglassen von Tortenguß als große Innovation, sie mahnt aber immer wieder in Pressemitteilungen, Interviews aber auch in ihrem Weblog an, den Teig des Kuchens wieder mit Eiern zu machen, da alles andere Stückwerk ist. Von der Unternehmensleitung der E-AG wird dies aber mit dem zu starkem Kostendruck zurückgewiesen, da sonst Arbeitsplätze in Gefahr wären.

Der Geschäftsbereich "Boden" hat in der Zwischenzeit festgestellt, daß man das kostenintensive Weizenmehl durch ebenso effizientes aber deutlich billigeres Reismehl aus Fernost ersetzen kann. Das noch massenhaft gebunkerte Weizenmehl wird einfach zu kleinen Würfeln gepreßt und kostengünstig an einen Brennstoffhersteller in Opladen verkauft, die diese wiederum kostengünstig nach Fernost exportiert.

Leider steigen aber durch die verstärkte Nachfrage nach Milchprodukten aus China die Butterpreise. Die E-AG gibt eine Studie bei mehreren Kucheninstituten renommierter Universitäten in Auftrag, die herausfinden soll, ob sich der Butterkuchen in Zukunft auch mit Margarine herstellen läßt und dennoch sein Markenrecht an der Bezeichnung "Butterkuchen" behalten darf. Es gibt einen Rechtsstreit durch alle Instanzen, am Ende siegt jedoch die Ökonomie und auch der Europäische Gerichtshof stimmt zu, daß Butterkuchen in Zukunft wahlweise mit Butter aber auch mit der deutlich kostengünstigeren Margarine hergestellt werden darf.

Konzernüberlegungen, die Museumserdbeere durch eine Dauerkirsche zu ersetzen, stoßen noch auf vehementen Widerstand des Geschäftsbereichs "Erdbeeren", der dies aus technischen Gründen in den nächsten Jahren nicht für realisierbar hält. Die Lösung kann nur in einem Outsourcing des Geschäftsbereichs "Erdbeeren" zur "Erdbeeren der E-AG GmbH" und dem anschließenden Verkauf an amerikanische Großinvestoren liegen, um dann mit finanziellen Beihilfen der EU die "Kirschen der E-AG GmbH" zu gründen, die fortan die Dauerkirschen liefert. Und dann kommt der große Überraschungscoup mit dem niemand gerechnet hat: Die E-AG stellt ihren ersten Kirschkuchen vor!

Viele Grüße
Christoph





3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2007:08:14:00:11:41.

Re: die E-AG...

geschrieben von: bunsenbrenner

Datum: 14.08.07 00:26

103 215-0 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Und dann kommt der große
> Überraschungscoup mit dem niemand gerechnet hat:
> Die E-AG stellt ihren ersten Kirschkuchen vor!

Insider berichten mittlerweile von einer weiteren, allerdings geheim gehaltenen Unternehmensgründung innerhalb der E-AG. Im Zusammenhang mit dem neuen Erfolgsmodell "Kirschkuchen" betrat auch ein neues Unternehmen der nun schon zum Konzern aufgestiegenen E-AG die Global-Player-Plattform: die E-Steinbrecher GmbH. Dieser Unternehmenszweig kümmert sich nach intensiven Brainstormings mit renomierten Unternehmensberatern ausschließlich um die kostenoptimierte weltweite Verwertung der Kirschkerne.

Dem Vernehmen nach sollen erste Lieferverträge mit einem als Mobility-Erdbeer-Bahn operierenden Konzern zur Lieferung von Kirschschotter bereits unter Dach und Fach sein und den wenigen verbliebenen Zügen des Konzerns ein völlig neues Fahrgefühl vermitteln. Weitere Verwendungsmöglichkeiten des Kirschschotters werden gegenwärtig von einem externen Arbeitskreis geprüft und in ferner Zukunft im Rahmen eines Kirschgipfels interessierten Fachleuten präsentiert.



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2007:08:14:00:47:34.

Re: die E-AG...

geschrieben von: Hannover960

Datum: 14.08.07 00:31

bunsenbrenner schrieb:
> Weitere
> Verwendungsmöglichkeiten des Kirschschotters
> werden gegenwärtig von einem externen Arbeitskreis
> geprüft und in ferner Zukunft im Rahmen eines
> Kirschgipfels interessierten Fachleuten
> präsentiert.

Im Rahmen eines Modellprojektes wurde der Kirschschotter schon mal zwecks Lärmdämmung (beim Draufbeissen) mit Schlagsahne verschäumt!

Es macht echt mal Spaß DSO zu lesen *lach* ;-))) (oT)

geschrieben von: 35 1113-6

Datum: 14.08.07 12:09

fast nüscht

Beste Grüße aus Leipzig
Martin


"Schaut zu den Sternen und nicht hinab auf Eure Füße. Seid neugierig, und wie schwer auch immer das Leben scheinen mag, so gibt es doch immer etwas, das ihr tun und worin ihr erfolgreich sein könnt. Es kommt darauf an, nicht aufzugeben." (Stephen Hawking)
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