Das passt leider zu der neuen Ausstellung im SBB Schmalspurmuseum in Radebeul Ost ([
www.ssb-museum.de]).
Vor allem der zweite Unfall ist gewaltiger Mist.
Einmal vom Schaden her, ich war selbst vor Ort, meine Bilder zeigen allerdings nicht mehr als die von
Rossweiner eingestellten Bilder.
Zum anderen liegt das Verschulden für diesen zweiten Unfall höchstwahrscheinlich auf Seiten des Betreibers, schadet somit dem Ansehen der Schmalspurbahn und wird sich wohl auch auf mögliche Versicherungsleistungen und Schadenersatzzahlungen auswirken.
Mindestens vier Wagen sind im Bereich der Plattformen heftig beschädigt, die betreffenden Drehgestelle stehen neben den Schienen, bei weiteren ist zumindest die Kuppelvorrichtung beschädigt. Ausgenommen des Tenders der Mansfelder Lok in der Bühne des folgenden Waggons, sind aber keine weiteren Wagen
laut MDR ineinander geschoben.
Bei der Radebeuler Planlok (99 1789)
'sieht' der Schaden nicht allzu zu schlimm aus, außer der vorderen und der hinteren Kupplung ist der äußerliche Anschein noch gewahrt. Die Mansfelder Lok, die nicht nach dem offiziellen Fahrplan unterwegs war, sieht sehr böse aus. Der Dampfaustritt und Kommentare von Augenzeugen weisen auf einen Schaden im Bereich der Feuerbüchse hin, die weiteren Schäden sind auf den obigen Bildern zu sehen.
Ursprünglich wollte ich die Zugbegegnung 17:40 Uhr in Friedewald Bad fotografieren. Dort kam nur der etwas verspätete Regelzug von Moritzburg und fuhr nach kurzem Halt etwa 17:47 weiter in den Lößnitzgrund hinab Richtung Radebeul. Der laut Fahrplan bereits wartende Sonderzug, bespannt mit 99 564 war nicht da. Wie
Elbtaler schrieb, stand dieser Zug aufgrund des gestörten Fahrplans durch den ersten Unfall mit dem PKW und den IV K vermutlich noch in Moritzburg.
Dies wissend, hat sich der Zugführer des Regelzuges in Friedewald Bad vielleicht nicht ausreichend über die freie Strecke nach Radebeul vergewissert. Vielleicht ist der von Lok 20 MBB gezogene Zug auch ohne Wissen der Betriebsleitung gefahren. Ist alles Spekulatius und wird von amtlichen Stellen noch von allen Seiten beleuchtet werden.
Andere dazukommende Fotografen berichteten mir währenddessen von einem Zug (welcher gemäß Elbtalers Beitrag wohl als verspäteter Ersatz für eben jenen, vermutlich in Moritzburg stehenden, mit 99 564 bespannten P 3664, von Radebeul eingesetzt wurde), den sie etwa 17:42 zwischen Hp Lößnitzgrund und Friedewald Hp Richtung Moritzburg fahrend, fotografiert hätten.
Daraufhin habe ich meinem Voyerismus-Drang nachgegeben und meinen Rückweg durch den Lößnitzgrund gewählt, wo ich kurz nach den ersten Einsatzkräften ankam. Zu diesem Zeitpunkt war der Zug größtenteils evakuiert (vermutlich vom Zugpersonal) und es wurden später einige (in meinen Augen nicht sehr schwer) Verletzte mit Tragen zu den cirka 200 m entfernt abgestellten Rettungsfahrzeugen gebracht (wo dann einige Verletzte etwas unwürdig im Straßen- bzw. Wegrand abgestellt wurden).
Für die Moralapostel: Ich habe keine Verletzten fotografiert, keinen Rettungskräften im Weg gestanden und meine Bilder nicht an fragwürdige Medien verkauft.
Für Ortskundige: der Zusammenprall ereignete sich etwa 30 m unterhalb bzw. vor dem kleinen Fußweg-Übergang an der ehemaligen Kaisermühle.
Inzwischen werden auf der Internetseite der Radebeuler Traditionsbahn [
www.trr.de] alle morgigen Veranstaltungen abgesagt.
Ich finde das alles sehr bedauerlich und wünsche den Verletzten eine baldige Genesung sowie den beteiligten Vereinen und der SDG den Umständen entsprechend möglichst gut reparable und finanziell erträgliche Schäden, vor allem den Mansfeldern wünsche ich eine Reparaturmöglichkeit ihrer Lok.