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Aus für den Nachtzug nach Berlin !!

geschrieben von: sprinter

Datum: 24.07.09 22:36

Heilbronn.
Die einzige Bahn-Direktverbindung der Region Heilbronn-Franken mit Berlin währte gerade mal zwei Wochen. Der Schlafwagenzug des Touristikunternehmens DNV-Tours, der in den Nächten von Freitag auf Samstag von Stuttgart über Heilbronn und Heidelberg nach Potsdam und Berlin und in den Nächten von Sonntag auf Montag in umgekehrter Richtung verkehrte, ist eingestellt worden.
Inoffiziellen Informationen zufolge war die Auslastung des Zuges katastrophal schlecht, andere Quellen berichten von technischen Problemen. Die Fahrzeiten waren mit rund elf Stunden deutlich länger als die vergleichbarer Nachtverbindungen der Deutschen Bahn. Die ersten Fahrten des Zuges fanden am 24./25. und 26./27. Juni statt.
[www.stimme.de]

MfG
Andreas

Da sagt der Betreiber aber was ganz anderes

geschrieben von: Zuglaufüberwachung

Datum: 24.07.09 22:44

[www.nacht-im-zug.de]

Ob sich da nicht mal wieder ein Pressefritze zu weit aus dem Fenster gelehnt hat? Könnte dann unter Umständen teuer werden



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:07:24:22:50:03.
als der Anbieter auf seiner Homepage?

Dort heißt es ungerührt weiter:
"Sehr geehrte Fahrgäste,

zu unserem großen Bedauern müssen wir vorübergehend auf unser bewährtes Wagenmaterial verzichten. Da wir kurzfristig keine adäquaten Ersatzwagen beschaffen können, müssen wir den Nachtzug an den Verkehrstagen 10.-12.7.09, 17.-19.7.09 sowie den 24.-26.7.09 leider ausfallen lassen. Ab dem 31.7.09 werden wir den Verkehr planmäßig in gewohnter Qualität wieder aufnehmen können.

Wir möchten uns nochmals für die Unannehmlichkeit entschuldigen und würden uns freuen sie dennoch als unseren Fahrgast begrüßen zu dürfen."

Ein Text, der dort seit Anfang Juli 2009 vermerkt wurde.

In der Tat, wenn die Zeitungsmeldung falsch ist, dann dürfte sich die
Heilbronner Stimme GmbH & Co. KG
auf eine Schadensersatzklage vorbereiten können.
Der Zeitungstext ist eindeutig als Fakt formuliert!

Mit freundlichem Gruß an alle konstruktiv mitarbeitenden und alle passiv mitlesenden Forumsteilnehmer
locomotive breath ( oder kurz l.b. ) _________________________________
PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Sed in primis ad fontes ipsos properandum! … Vor allem muss man zu den Quellen selbst eilen! (In Abwandlung von Erasmus von Rotterdam (1511))
Mit der Forderung nach juristischen Schritten muss man aber auch vorsichtig sein.

Oftmals erweisen sich blumige Meldungen der hauseigenen PR-Abteilung als Hinhalte-Taktik
bis die bittere Wahrheit veröffentlicht wird.

Grundsätzlich überrascht mich ein evtl. Scheitern nicht. Die relativ niedrige Auslastung
mancher DB-Nachtzüge hat doch seinen Grund...für solche Start-ups ist die Zeit einfach
im Moment wohl nicht passend.

LG



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:07:24:23:25:08.

In Fahrplanaushängen NZ nicht mehr vorhanden

geschrieben von: Heiko

Datum: 25.07.09 08:14

Hallo,

in Potsdam gibt es seit Mitte Juli 2009 keinen Hinweis mehr auf diesen Nachtzug. Vorher war der Zug mit der Ankunfts- und Abfahrtszeit angegeben. Es wurde Mitte Juli ein neuer Aushang gedruckt. Vielleicht soll der Zug wirklich nicht mehr fahren oder es wurde der Hinweis vergessen, da sich keine Person verantwortlich gefühlt hat, bei den entsprechenden EVU nachzufragen. Die Aussage "Ich bin dafür nicht zuständig" ist eine in Deutschland üblich gewordene Art in vielen Bereichen.

Wie hoch war denn die Auslastung des Zuges? War sie zu gering für weitere Fahrten?

Mit freundlichen Grüßen

Heiko Günther

Da sagt DB-Netz aber was ganz anderes

geschrieben von: Der Schreier

Datum: 25.07.09 10:39

Das passt schon, die Trassen der beiden Züge sind vor ca. 2 Wochen endgültig gestrichen worden.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:07:25:10:40:12.

Vielleicht hätte man ...

geschrieben von: Andreas

Datum: 25.07.09 11:42

Vielleicht hätte man für diesen Nachtzug doch die Route des früheren DB-Zuges via Nürnberg wählen sollen. Auf alle Fälle wäre dann die Fahrzeit nicht so lang gewesen.
Bei einer direkteren Routenführung und schnelleren Fahrzeit wäre der Zug dann evtl. ab Jena aufwärts für manchen "Frühpendler" nach Berlin interessant gewesen. So aber war das Angebot eher auf Urlauber/Freizeitfahrer mit Ziel Berlin ausgelegt. Zu wenig Kundschaft, um solch ein Projekt kostendeckend zu betreiben.

Viele Grüße,
Andreas

Re: Nachtzug Stuttgart - Berlin

geschrieben von: Bernd Mezger

Datum: 25.07.09 11:57

Ich habe mich über das Angebot sowieso gewundert. Wenn ich nur daran denke, wieviel preisgünstige Flugverbindungen morgens nach Berlin bestehen.

Eine Nachtzugverbindung nach Hamburg fehlt! Dort ist auch das Hinterland (z. B. Sylt) da.

Re: Vielleicht hätte man ...

geschrieben von: Kaitsu

Datum: 25.07.09 13:26

Welches Pendleraufkommen? Der Zug fährt Sa früh hin und So abends zurück. Also wenn dann Ausflugsverkehr.GrußKaitsu

Re: Nachtzug Stuttgart - Berlin

geschrieben von: sagichnet

Datum: 25.07.09 13:40

Vor einiger Zeit habe ich einen ähnlichen Beitrag eröffnet und wurde dafür gleich geteert und gefedert ;-)

Was mich noch mehr wundert ist die Tatsache, dass man meiner Meinung erst vor relativ kurzer Zeit neue Pauschalangebote mit Übernachtung in Berlin eingefügt hat.

Auch ich wundere mich, wie man mit diesem Zug kostendeckend arbeiten wollte (Und eh man mir nochmal an die Gurgel geht: Ja, ich wollte eigentlich dieses Wochenende mitfahren, einfach so, ohne das der Zug irgendeinen verkehrlichen Nutzen für mich gehabt hätte!), schließlich sind die Trassengebühren in Deutschland nicht direkt billig und das Fahrzeugmaterial wird es vielleicht auch nicht ganz für Lau gegeben haben. Da ich ehrlich gesagt sehr gerne Nachtzug fahre (Hab mir stattdessen eine Fahrt im CNL 482 mit 103 245 gegönnt ;-)) habe ich mich auch über das Angebot gefreut, als es auftauchte. Was ich als große Probleme für die Kostendeckung betrachte ist die Tatsache, dass pro Richtung nur 1x wöchentlich gefahren wurde, d.h. als Fahrgast war man recht unflexibel, wollte man in beiden Richtungen mit diesem Zug fahren. Da der Betreiber ja (vermute ich mal) auch Geld zum Leben braucht,kann ich mir nicht richtig vorstellen, wie man da preislich kalkuliert hat. Denn bei den Preisen (Im Prinzip waren die Sparpreise immer verfügbar) hätte man doch alleine für die Trassenpreis fast 200 Fahrgäste benötigt, wenn ich mich jetzt nicht völlig verrechnet habe ;-)
Wenn man einen neuen Fernzug anbietet, dauert es doch eine Weile, bis sich das Angebot herumgesprochen hat, so dass die ersten Fahrten doch immer Verlustgeschäfte sein müssen. Naja, ich bin kein Unternehmer und möchte da jetzt auch nicht näher drauf eingehen.

Ich finde es jedenfalls schade, dass sich dieses Angebot schon verabschiedet hat, bevor es sich letztendlich bei den Menschen herumgesprochen hat, um vielleicht doch kostendeckend zu arbeiten.
Bernd Mezger schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ich habe mich über das Angebot sowieso gewundert.
> Wenn ich nur daran denke, wieviel preisgünstige
> Flugverbindungen morgens nach Berlin bestehen.

Und genau deshalb gibt es von Jahr zu Jahr weniger Fern- und Nachtzüge in Deutschland, weil die richtige Ein- und Wertschätzung solcher Angebote abhanden gekommen ist. Wenn wir uns die Klimaschweinerei innerdeutschen Fliegens immer weiter leisten wollen, brauchen wir uns wirklich nicht über zunehmende Wetterextreme wundern. Gerade für die Region Stuttgart wurde doch erst eine deutlich erhöhte Hagelwahrscheinlichkeit gegenüber anderen Ballungsräumen wissenschaftlich erwiesen. Nur zu, macht so weiter - und bezahlt einfach mit eurem dummen Gesicht bei der nächsten Beitragsabrechnung eurer Gebäudeversicherung...

"Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
(aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

Unseriös!

geschrieben von: ehemaliger Teilnehmer

Datum: 25.07.09 17:35

Nicht die Berichterstattung sondern der Laden!

Da ist eine tiefergehende Analyse dann überflüssig.


Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom

blaschke

Kleiner Tip für die Betreiber: Vielleicht hätte man jemand fragen sollen, der sich damit auskennt --> sprich vorab die Pläne in DS-O zu präsentieren... :-)

Re: Unseriös!

geschrieben von: sagichnet

Datum: 25.07.09 17:56

Hallo Jörg,
inwiefern war der Laden unseriös? Du meinst wegen der hier irgendwo schonmal debattierten Frist- oder Lizenzproblemen?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:07:25:17:59:54.

Deswegen unseriös.

geschrieben von: ehemaliger Teilnehmer

Datum: 25.07.09 22:36

Hallo!

Nehmen wir mal folgendes Szenario an: Jemand möchte einen Zug von A nach B fahren. Sinn ist es - zu Recht! - damit Geld zu verdienen.

Dann schätze ich erstmal vorher ab, was für Kosten auf mich zukommen und wieviele Einnahmen ich generieren muss, um Gewinne einzufahren. Danach sehe ich dann, ob die Idee, Geld zu verdienen, überhaupt eine realistische ist oder nicht. Nehmen wir an, diese Rechnung fällt zunächst positiv aus. Dann steige ich in die konkretere Planung ein. Und vor allem mache ich mir klar, dass es quasi IMMER Anlaufverluste geben wird! Wie ich mit denen umgehe und wie ich sie wieder abbaue, darüber muss ich mir ebenfalls VORHER Gedanken machen. Auch informiere ich mich natürlich über den "Markt" für mein Produkt, über die Markt-Zugangsbarrieren und über die Aussichten, Erfolg zu haben. Im konkreten Falle mache ich mir also klar, dass ich fahrkartenverkaufstechnisch ein großes Problem habe, weil ich ein Spezialanbieter sein werde und es mir sehr schwerfallen wird, Fahrgäste vom großen Anbieter DB "rüberzuziehen" - eben wegen der nicht kompatiblen Tarife! Da nutzt auch der Hinweis auf gute Anschlußverbindungen nix, da ich als Fahrgast dafür 2x buchen muss. Es ist also aus meiner Sicht relativ klar, dass die Auslastung gerade am Anfang nur sehr gering sein wird. Allzu billig ist der Preis für die Fahrt nicht, die Fahrzeiten sind - naturgemäß aufgrund vermutlich gebuchter "Billigtrasse" - recht lang und ich habe sogar noch DB-Konkurrenz im Abschnitt Erfurt - Berlin (CNL 1258/1259), welche auch noch schneller ist. Der Kniff, deswegen über Potsdam zu fahren, ist zwar nicht schlecht; fraglich aber, ob deswegen eine nennenswert größere Auslastung zu generieren ist. Außerdem ist der "Nachtzugmarkt" als solcher derzeit - LEIDER! - recht überschaubar.

Gleiches gilt für die Werbung. Ein Zeitungsartikel dazu reicht sicherlich nicht aus. Problem ist doch, die eigene Homepage genügend bekanntzumachen in der Zielregion. Ich kenne nun nicht die genauen Marketingmaßnahmen, ich gehe allerdings davon aus, dass sie recht bescheiden waren - denn man las nirgendwo was von Handzetteln, Prospekten, "Rundschreiben an alle Haushalte", Radio- oder gar Fernsehwerbung etc. etc. Dabei muss mir doch klar sein, dass derjenige, der von Heilbronn nach Berlin will in der Nacht, nicht unbedingt das Angebot von nacht-im-zug kennt. Und auch gar nicht auf die Idee kommt, danach zu suchen. Dass man nicht über die DB-Page buchen kann und es auf der DB-Seite auch keinen großartigen Hinweis geben wird (obwohl es den sogar gab!), sollte auch im Vorfeld klar sein. Auch sollte klar sein, dass durch die schnellere CNL-Verbindung oftmals ein - unattraktives! - Umsteigen ausgewiesen wird.

Nun, auch wenn aber alles trotzdem positiv sehe und meine, ich kann trotzdem Geld verdienen, okay, dann mache ich Werbung. Und starte den Vorverkauf. Dann sehe ich ja, wie meine Idee ankommt. Funzt der Vorverkauf schon gar nicht --> spätestens dann läuten doch alle Alarmglocken. Man hat den Start ja wohl auch verschoben; ursprünglich war wohl ein früherer Termin kommuniziert worden. Allein das ist marketingtechnisch schon ein Fiasko. Appetit machen und dann doch nicht fahren.

Ich werfe den Erfindern nicht vor, dass sie die Idee ausprobieren wollen. Auch begrüße ich sehr, wenn sich jemand im Nachtzugsektor versucht. Auch dass es in beiden Richtungen (also DB-Nachtzug und Nachtzug-DB) keine kompatiblen Fahrkarten gibt und auch niemand den anderen zwingen kann, diese einzuführen, ist nicht allein Schuld der Nachtzugbetreiber. Allerdings muss ich mir des Problems vorab im Bilde sein! Vor allem halte ich es aber für unseriös, offenbar überhaupt keine oder nur geringe Anfangsverluste eingeplant zu haben. Denn warum sonst stelle ich nach einer(!) Woche den Betrieb ein?

Nein, in meinen Augen ist da vorher nicht seriös gerechnet worden! Auch über Lizenz- oder Fristprobleme meines Fuhrparkes muss ich mir doch VORHER AUSGIEBIG Gedanken machen und dafür Sorge tragen, dass es auf diesem Sektor keine Probleme gibt.

Wenn ich mehrere Fahrten mache und ich sehe, der Trend wird nicht besser und ich sehe, dass es mir nicht gelingt, die Auslastung in die richtige Richtung zu drücken, sprich sie steigen zu lassen --> okay, dann habe ich mich verschätzt und nehme das Angebot vom Markt. Dagegen läßt sich auch nichts sagen. Aber das Angebot schon nach einer (!) Fahrt wieder zu streichen, das zeugt meines Erachtens von absoluter Blauäugigkeit, wie an die Sache herangegangen wurde. Wenn ich aber vorab merke, dass das Ganze nicht funktioniert - ja mei, warum mache ich dann eine Fahrt und berichte auf der Homepage vermutlich (!) noch nicht mal korrekt über die vermutliche (!) Einstellung des Projektes. Nicht sehr seriös.

Auch finde ich etwas befremdlich, dass auf der Homepage das "Wir über uns" nicht oben bei den Reitern steht, sondern nur recht klein am Ende der Seite genannt wird. Und wenn ich das anklicke, erfahre ich immer noch nicht, WER GENAU eigentlich dahinter steht. Aber das nur am Rande...

Schöne Grüße von

jörg

Re: Deswegen unseriös.

geschrieben von: sagichnet

Datum: 26.07.09 02:50

Hallo Jörg,
ja da bin auch deiner Meinung, hatte ich ja auch schon mal irgendwo angedeutet (Um wie schon erwähnt geteert und gefedert zu werden, warum ich denn alles kaputtrede ;-)).

Prinzipiell hat man richtig erkannt, dass das Nachtzugnetz in Deutschland total unterentwickelt ist. Ob da nun eine wöchentliche Verbindung, die eigentlich nur für Berlintouristen geeignet ist, das Ideal ist? Immerhin müsste ich dazu noch Montag direkt vom Zug zum Büro, also wahrscheinlich nicht direkt frisch und munter ;-)

Ich bin jedenfalls gespannt, wann es auf der Homepage die offizielle Absage gibt, denn die Buchung funktioniert auch nicht mehr.

Wirklich schade um das Engagement, aber etwas blauäugig war man da schon. Außer größeren Privaten, wie z.B. Veolia oder Arriva, dürfte es wahrschienlich keine Privatbahn schaffen, solch ein Angebot zu stämmen, und selbst Veolia und Arriva dürften momentan andere Probleme als den privaten Fernverkehr in Deutschland haben. Beim Interconnex hat es ja auch eine Ewigkeit gedauert, bis das Produkt gut angenommen wurde. Jetzt scheint er ja recht kostendeckend zu verkehren.

Sowieso bin ich der Meinung, dass der Fernverkehr (Also auch Nachtzugverkehr) in Deutschland ausgeschrieben gehört.

Re: Deswegen unseriös.

geschrieben von: schlafwagenschaffner

Datum: 27.07.09 00:30

sagichnet schrieb:
-------------------------------------------------------

> Sowieso bin ich der Meinung, dass der Fernverkehr
> (Also auch Nachtzugverkehr) in Deutschland
> ausgeschrieben gehört.


Da der Fernverkehr eigenwirtschaftlich betrieben wird, kann man da nix ausschreiben!

Re: Deswegen unseriös.

geschrieben von: Tequila

Datum: 27.07.09 02:56

schlafwagenschaffner schrieb:
-------------------------------------------------------
> sagichnet schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
>
> > Sowieso bin ich der Meinung, dass der
> Fernverkehr
> > (Also auch Nachtzugverkehr) in Deutschland
> > ausgeschrieben gehört.
>
>
> Da der Fernverkehr eigenwirtschaftlich betrieben
> wird, kann man da nix ausschreiben!

Das ist im Moment so. Früher fuhr auch der Nahverkehr "eigenwirtschaftlich", dennoch wird er heute (meist) ausgeschrieben. Nichts ist also für die Ewigkeit festgeschrieben.

Gruß,
Nik

† 14.12.2014: Goodbye, RE 4 Halle - Hannover †
Ich habe nur darauf hingewiesen, dass sich die Heilbronner Stimme im Falle einer
Falschmeldung
auf Schadensersatzforderungen einstellen darf.

Und das passiert dann u. U. entweder von der Firma oder im Zweifel vielleicht
von deren Insolvenzverwalter!

Du schriebst:
"Grundsätzlich überrascht mich ein evtl. Scheitern nicht."

Dem kann ich mich durchaus anschließen.

Aber auch ein Scheitern aufgrund einer falschen Pressemeldung kann gerade bei einem
Startup ein Scheitern auslösen.

Warten wir ab, was wahr ist. Die Zukunft wird es zeigen.

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Ob unseriös oder nicht, wird sich zeigen!

geschrieben von: locomotive breath

Datum: 27.07.09 11:17

Blauäugig trifft sicherlich zu.

Unseriös wird für mich das ganze dann, wenn sich herausstellt, dass die Firma die
Eintellung beschlossen oder faktisch beschlossen hat und dieses der Kundschaft nicht
mitteilt.

In der Tat deutet einiges darauf hin, dass die Firma derzeit auf Tauchstation
gegangen ist, was negative Befürchtungen bestärkt.

Deine Bemerkungen, darüber, wer die Firma ist und dies nicht in der Kopfzeile zu finden
ist, deutet darauf hin, dass du auch die Frima mit marktbeherrschender Stellung in
diesem Segment [www.bahn.de] für unseriös halten musst.

Die Angaben stehen eindeutig und auffindbar auf der Homepage, das ist soweit o.k.

[www.nacht-im-zug.de]
(mit der Ausnahme, dass die USt-ID dort als noch nicht bekannt geführt wird).

Was eher unseriös ist, ist dass die R-VG vorgibt einen Zug zu betreiben, obwohl sie
gar kein zugelassenes EVU sind - was gerade im Sinne der Fahrgastrechte von hoher
Relevanz ist, wie ich in einer früheren Diskussion schon kritisiert habe.

Auch sind die BB der R-VG nicht auf dem Stand der ab 29.07.09 geltenden Fahrgastrechte,
da die Firma ja auch Nahverkehrsdienste anbietet.


Die Reisezug-Verkehrsgesellschaft mbH, Kornwestheim
ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Der Gesellschaftsvertrag datiert vom 15.01.2009.
Gegenstand der Unternehmung ist: Organisation und Durchführung von vorrangig
schienengebundenem Verkehr, vornehmlich zum Zwecke der Personenbeförderung.
Das Stammkapital beträgt 25.000,00 EUR.
Geschäftsführer sind:
* Gerhard Hesse, Gerd, *05.10.1950;
* Thomas Mayer, *30.05.1976;
* Aaron Moser, *04.11.1974,
jeweils mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen
oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen, wobei derzeit
zwei Geschäftsführer gemeinsam handeln müssen.

Quelle dieser Information ist das Unternehmensregister (aus dem elektronischen Bundesanzeiger)

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Managment by Dönerbude

geschrieben von: MichaelM

Datum: 27.07.09 12:20

Hi@All,

das ganze Geschehen erinnert mich irgendwie an das Geschäftsgebaren einer (temporären) Dönerbude
in meiner Heimatstadt:

Wenige Tage vor der Eröffnung wurden 800-1000 Gutscheine für einen kostenlosen Döner unter das Volk
gestreut, nach dem Einlösen der o.g. Gutscheine war der Laden bankrott ...

MM
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