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Quelle: [www.echo-online.de]

Bahn sucht Gespräch mit Kommunen
ICE-Trasse: Zeit drängt, wenn Finanzierung gesichert sein soll


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GESPRÄCHSPARTNER: Bahnchef Hartmut Mehdorn (rechts), Darmstadts Oberbürgermeister Walter Hoffmann (Mitte) und Landrat Alfred Jakoubek wollen bei den Planungen zur ICE-Neubaustrecke im Dialog bleiben. Im Landratsamt in Kranichstein erläuterten sie am Mittwoch, wie die Zusammenarbeit von Unternehmen, Land und Kommunen organisiert sein wird. (Foto: Karl-Heinz Bärtl)

DARMSTADT. Bei der Planung der ICE-Neubaustrecke zwischen Frankfurt und Mannheim will die Deutsche Bahn mit den betroffenen Kommunen zusammenarbeiten. Am Mittwoch konstituierte sich im Darmstadt-Dieburger Landratsamt in Darmstadt-Kranichstein der Projektbeirat.

In dem Gremium sollen Landkreise, Städte und Gemeinden die Möglichkeit erhalten, noch vor dem Planfeststellungsverfahren Vorschläge zu den Planungen zu machen. Zudem informierte die Bahn 200 Vertreter der Kommunen über den Stand des Milliardenprojekts.

Im Fokus steht der Lärm. Alle Bürgermeister erwarten ausreichende Maßnahmen, um ihre Bevölkerung vor einer Mehrbelastung zu schützen. Offen ist noch, wo die vielerorts geforderten, aber teuren Tunnel gebaut werden können. Nach Angaben von Bahnchef Hartmut Mehdorn gibt es noch keine „Vorfestlegungen“.

Kommunalpolitiker bewerteten das Treffen unterschiedlich. In Darmstadt gab es Enttäuschung, weil viele Fragen offen geblieben seien. Im Kreis Darmstadt-Dieburg begrüßten Bürgermeister die Beteiligung am Projektbeirat.

Doch drängt die Zeit. Um die Finanzierung zu sichern, forderte der Staatssekretär im hessischen Verkehrsministerium, Klaus-Peter Güttler (SPD), schnelle Lösungen. Die ICE-Strecke soll 2017/18 in Betrieb gehen.

[ wog | 20.6.2007 | Echo Online GmbH ]
Quelle: [www.echo-online.de]

Kommentar
Zurück zum Konsens


Die ICE-Neubautrasse zwischen Frankfurt und Mannheim ist in den Anliegerkommunen im Landkreis Darmstadt-Dieburg derzeit nicht gerade beliebt. Vor allem Einwohner in Weiterstadt, Griesheim und im Pfungstädter Stadtteil Eschollbrücken befürchten noch mehr Lärmwellen, die sich über ihre Orte verbreiten. Seit Monaten hagelt es zudem Kritik, weil sich die Bürgermeister schlecht informiert sehen und den neuesten Planungsstand meist aus dem ECHO erfahren. Wegen der Konsens-Trasse gibt es viel Dissens.
Aber gerade den kann sich niemand erlauben. Denn Streit kostet Zeit. Und die haben weder Bahn noch Region, wenn sie die ICE-Strecke bauen und über Darmstadt führen wollen: Sollten die Verfahren zu lange dauern, gerät offenkundig die gesamte Finanzierung in Gefahr. Also muss die Bahn aufs Tempo drücken. Und vor allem möglichst wenigen Kommunen einen Grund zur Klage liefern.

Der schnellste Weg zur Hochgeschwindigkeitsbahn führt somit nur über einen möglichst breiten Konsens. Dabei müssen alle Kommunen und nicht nur Darmstadt das Gefühl vermittelt bekommen, ernst genommen zu werden.

Die Informationsveranstaltung vom Mittwoch, der eine Initiative der Landräte von Darmstadt-Dieburg und der Bergstraße vorangegangen ist, war der erste Schritt. Wichtiger aber noch ist der Projektbeirat. Damit haben alle betroffenen Landkreise, Städte und Gemeinden ein Forum, um ihre Vorstellungen artikulieren zu können.

Jetzt kommt es darauf an, ob es gelingt, eine für das Milliardenprojekt nützliche Diskussion zu führen. Das heißt: Die Bedenken und Anregungen müssen wertfrei diskutiert werden können und wenn möglich Eingang in das anstehende Planfeststellungsverfahren finden. Daran, ob das gelingt, wird sich zeigen, ob Bahnchef Mehdorns Interesse an einem konstruktiven Dialog ernst gemeint war. Und nur dann kann die gesamte Region zum Konsens zurückfinden.

[ Wolfgang Görg | 21.6.2007 Echo Online GmbH ]

Wie schaut es denn mit der Finanzierung aus?

geschrieben von: locomotive breath

Datum: 21.06.07 12:59

Hab ich da was verpasst?
Aus welchen Quellen ist denn jetzt, bzw. ab wann Geld für die Finanzierung da?

Mit freundlichem Gruß an alle konstruktiv mitarbeitenden und alle passiv mitlesenden Forumsteilnehmer
locomotive breath ( oder kurz l.b. ) _________________________________
PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Sed in primis ad fontes ipsos properandum! … Vor allem muss man zu den Quellen selbst eilen! (In Abwandlung von Erasmus von Rotterdam (1511))
Quelle: [www.echo-online.de]

„Nur mit Tunnel“
ICE-Trasse: Bergsträßer Landrat überreicht Positionspapier an Bahnchef Mehdorn


KREIS BERGSTRASSE. Der Bergsträßer Landrat Matthias Wilkes (CDU) hat der Deutschen Bahn AG ein Positionspapier zur geplanten ICE-Strecke durch Südhessen überreicht. Wilkes traf gestern in Darmstadt mit Bahnchef Hartmut Mehdorn zusammen. Zentrale Forderung aus dem Kreis Bergstraße ist, dass die Trasse entlang der Autobahn 67 im Raum Langwaden, Lorsch und Einhausen in einem mindestens zehn Kilometer langen Tunnel geführt wird, um Einflüsse auf Mensch und Natur gering zu halten. In dem Positionspapier wird daran erinnert, dass zunächst eine Trasse entlang der A 5 ausgewiesen wurde. Lorsch und Einhausen werden vor dem Hintergrund der neuen Pläne als „Nadelöhr“ bezeichnet.
Bisher sei nicht berücksichtigt worden, dass der Unesco-Geopark Bergstraße-Odenwald geschützt werden muss.

Zum Schutz von Bebauung, Bevölkerung und Natur sei die Untertunnelungen langer Streckenabschnitte notwendig. Entlang der A 67 wird ein Tunnel gefordert, der im Jägersburger Wald nördlich von Langwaden beginnt und „deutlich hinter der Rastanlage Lorsch“ endet. Ein solcher Tunnel müsse in bergmännischer Bauweise ausgeführt werden.

Das Grundwasserproblem müsse so gelöst werden, dass weder eine Verunreinigung des südhessischen Wasserreservoirs erfolgt, noch Grundwasserabsenkungen einerseits oder Vernässungen andererseits eintreten.

Landrat Wilkes rechnet vor, dass durch den Bau eines Tunnels auf den Neubau von Autobahnbrücken verzichtet werden kann, allein dadurch würden fünf Millionen Euro gespart, die in einen möglichst langen Tunnel investiert werden könnten.

[ ai | 21.6.2007 | Echo Online GmbH ]

Edit: Überschrift geschrumpft



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2007:06:21:13:13:27.
Quelle: [www.rnz.de]

ICE-Neubaustrecke: Bahn drückt aufs Tempo

(dpa) Bei Planung und Bau der ICE-Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim will die Deutsche Bahn AG aufs Tempo drücken. "Die Strecke wird gebraucht, die Verkehre wachsen", sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn gestern in Darmstadt. Gleichzeitig versprach er, die Sorgen in den betroffenen Kommunen vor einer steigenden Lärmbelastung zu berücksichtigen: "Wir wollen das so Ressourcen schonend wie überhaupt möglich machen." Aus Geldgründen könne man aber sicher nicht alle glücklich machen, deshalb müsse man Kompromisse finden: "Die beste Lösung wäre natürlich, dass wir kurz hinter Frankfurt in einem Tunnelloch verschwinden und kurz hinter Mannheim wieder auftauchen. Aber diese Lösung kann man nicht bezahlen." Die Trasse soll 2017 inBetrieb genommen werden.

Die 85 Kilometer lange Strecke wird heute täglich von 650 Zügen befahren. Bis 2015 rechnet die Bahn mit einem Anstieg von 30 Prozent auf über 900 Züge. Deshalb tue es weh, dass die Trasse auch bei schneller Planung und Umsetzung erst 2017 fertig gestellt werden könne. "Das ist sehr weit weg", sagte Mehdorn.

Die ICE-Trasse soll zweigleisig entlang der A 5 und A 67 gebaut werden. Damit will die Bahn die Lärm- und Umweltbelastung gering halten. Der Landrat des Kreises Bergstraße, Matthias Wilkes, forderte die "Untertunnelung langer Streckenabschnitte", um unter anderem den Unesco-Geopark Bergstraße-Odenwald zu schützen. Bislang sind sieben Kilometer Tunnel eingeplant.

[ Copyright (c) rnz-online ]

Man kann's auch übertreiben

geschrieben von: Linie 8 muss wieder her

Datum: 21.06.07 14:46

verkehrsplaner schrieb:
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> Bisher sei nicht berücksichtigt worden, dass der
> Unesco-Geopark Bergstraße-Odenwald geschützt
> werden muss.
>
> Landrat Wilkes rechnet vor, dass durch den Bau
> eines Tunnels auf den Neubau von Autobahnbrücken
> verzichtet werden kann, allein dadurch würden fünf
> Millionen Euro gespart, die in einen möglichst
> langen Tunnel investiert werden könnten.

Man kann's auch übertreiben und Landrat Wilkes war für populistische Übertreibungen schon immer gut. Welche Gefahren gehen von einer Neubaustrecke auf einen Geopark aus? Wackelt da mal ein Stein?

Und mit fünf "eingesparten" Millionen für Autobahnbrücken könnte man villeicht gerade mal 100 m zusätzlichen Tunnel bauen, das ist gerade 1% von den geforderten 1o km.

http://www.abload.de/img/linie8nw3if1.jpg
Aus der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar
Veröffentlichungen und Forenbeiträge

Nicht nur das!

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 21.06.07 15:00

Offenbar vergessen insbesondere ortansässige Politiker gerne, daß sie sich im Oberrheingraben befinden, einer bisweilen feuchten Gegend.
So lassen die Karten vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie nichts gutes vermuten in Sachen Baukosten solcher »Partikularinteressen«:
[www.hlug.de]

Und es geht ja auch nicht nur um die Einmalinvestition der Baukosten. Ist ein in Grundwasser erstelltes Bauwerk nicht auch ein wenig teurer im Unterhalt?
Gibt es bspw. Zahlen zum Tunnel Forst an der NBS Mannheim–Stuttgart im Vergleich zu anderen Tunneln dieser Strecke?





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2007:06:21:15:08:25.
Zur Frage der Finanzierung habe ich in dieser Zeitungsmeldung was gefunden :

Quelle: [www.wiesbadener-kurier.de]

[...]

Mehdorn betonte, dass die "große Frage des Budgets" noch unsicher sei. "Wir haben zwar allerhöchste Priorität auf deutscher und europäischer Ebene, aber die Budgets der Bundesregierung für den Verkehr sind sehr beschränkt und die Finanzierung muss noch geklärt werden." Der Staatssekretär im hessischen Verkehrsministerium, Klaus-Peter Güttler (SPD), sprach von einer "sehr kritischen Situation": "Wir haben eine dramatische Unterfinanzierung des Bundesverkehrswegeplanes und erwarten, dass dies bei den Entscheidungen der Bundesregierung zum Haushalt 2008 korrigiert wird." Die Trasse stehe in Konkurrenz zu mindestens acht Projekten im Schienenbereich. "Wir haben den Ehrgeiz, schnell voran zu kommen, damit wir überhaupt eine Chance zur Realisierung haben."

[...]

[ Copyright: Wiesbadener Kurier ]

Re: Nicht nur das!

geschrieben von: ulrich

Datum: 21.06.07 20:46

Hat der Landrat denn nicht auch gefordert, dass die parallel zur zukünftigen NBS laufende A67 natürlich auch in den Tunnel muss. Oder haben wir da die Formel: Eisenbahn=Lärm=schlecht, Autobahn=Fortschritt=gut.

Ulrich