DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

Neuigkeiten über Eisenbahnen in Deutschland aus den Bereichen Betriebsgeschehen, Verkehrspolitik, Verkehrsunternehmen, Infrastruktur und Fahrzeugindustrie. Allgemeine Themen und Fragen gehören in das » Allgemeine Forum, Betriebsstörungen in das Forum » Betriebsstörungen.
Neu bei Drehscheibe Online? » Hier registrieren!  Zum Ausprobieren und Üben steht das » Testforum zur Verfügung!
Seiten: 1 2 3 4 5 6 All Angemeldet: -

Herr Nagl: bei Personen im Gleis langsam weiterfahren

geschrieben von: Anton24

Datum: 30.08.26 19:37

Der InfraGo Vorstandsvorsitzende plädiert in einem schon am 10.08.2026 veröffentlichten Gespräch mit Herrn Tobias Richter (früher TRI CEO), hier:[www.instagram.com] dafür, mit 40-50 Km/h weiterzufahren, sofern es sich bei den Personen um Erwachsene handelt.

Bei Kindern im Gleis sollten Züge weiterhin anhalten, so Nagl. Für eine solche Regelung müsste eine Verordnung auf Bundesebene geändert werden.
Bislang halten Züge bei der Meldung, dass sich Personen im Gleis befinden, in der Regel vorsorglich an. Die Strecke wird in solchen Fällen gesperrt, bis die Bundespolizei sie wieder freigibt, was zu erheblichen Verspätungen im Zugverkehr führt. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung wurden im vergangenen Jahr mehr als 6.600 Mal Personen im Gleis gemeldet.

Siehe auch entsprechende Meldung im DLF, [www.deutschlandfunk.de] und Artikel in der SZ: [www.sueddeutsche.de], der dort gleich eine Kommentarlawine (für SZ-Verhältnisse) ausgelöst hat.

Re: Herr Nagl: bei Personen im Gleis langsam weiterfahren

geschrieben von: FEG514

Datum: 30.08.26 19:41

Das Spiel kann man noch weiter treiben:

Gegenstände im Gleis? Mit 40 km/h weiterfahren.
Signalstörung? Mit 40 km/h weiterfahren.
Belegtes Gleis? Mit 40 km/h bis zum Zug im Gleis weiterfahren.
Weichenstörung? Mit Hand sichern und dann mit 40 km/h weiterfahren.
Defekte Brücke zwischen Leichlingen und Opladen? Mit 10 km/h weiterfahren.

Ich bin froh, dass endlich die Erkenntnis kommt, dass Fahren statt Stehen wieder im Vordergrund stehen muss, so wie früher bei der Bundesbahn.

Man sollte allerdings bedenken, dass die Sperrung auch von den Polizeibehörden gefordert werden könnte.


Anton24 schrieb:
Der InfraGo Vorstandsvorsitzende plädiert in einem schon am 10.08.2026 veröffentlichten Gespräch mit Herrn Tobias Richter (früher TRI CEO), hier:[www.instagram.com] dafür, mit 40-50 Km/h weiterzufahren, sofern es sich bei den Personen um Erwachsene handelt.

Bei Kindern im Gleis sollten Züge weiterhin anhalten, so Nagl. Für eine solche Regelung müsste eine Verordnung auf Bundesebene geändert werden.
Bislang halten Züge bei der Meldung, dass sich Personen im Gleis befinden, in der Regel vorsorglich an. Die Strecke wird in solchen Fällen gesperrt, bis die Bundespolizei sie wieder freigibt, was zu erheblichen Verspätungen im Zugverkehr führt. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung wurden im vergangenen Jahr mehr als 6.600 Mal Personen im Gleis gemeldet.

Siehe auch entsprechende Meldung im DLF, [www.deutschlandfunk.de] und Artikel in der SZ: [www.sueddeutsche.de], der dort gleich eine Kommentarlawine (für SZ-Verhältnisse) ausgelöst hat.

Re: Herr Nagl: bei Personen im Gleis langsam weiterfahren

geschrieben von: LIW

Datum: 30.08.26 19:45

Langsamfahrt (40 km/h) oder Fahren auf Sicht müssten doch fast immer gehen?

Re: Herr Nagl: bei Personen im Gleis langsam weiterfahren

geschrieben von: FEG514

Datum: 30.08.26 19:46

Herre Elk schrieb:

Man sollte allerdings bedenken, dass die Sperrung auch von den Polizeibehörden gefordert werden könnte.


Wer sagt, dass man eine "Polizeibehörde" darüber überhaupt informieren muss?

Gerade Behörden sind froh, wenn man ihnen keine Arbeit macht. Das gilt auch für die Polizei.
Sehr gut, dass diese immer weiter überbordende Vollkaskomentalität ein kleines Bisschen bekämpft werden soll.
Allerdings fände ich es auch besser, wenn auch bei Kindern im Gleis nicht pauschal angehalten werden muss, sondern auch weitergefahren werden sollte, ggf. mit weniger als 40 km/h.


FEG514 schrieb:
Herre Elk schrieb:

Man sollte allerdings bedenken, dass die Sperrung auch von den Polizeibehörden gefordert werden könnte.


Wer sagt, dass man eine "Polizeibehörde" darüber überhaupt informieren muss?

Gerade Behörden sind froh, wenn man ihnen keine Arbeit macht. Das gilt auch für die Polizei.
Es kann aber auch sein, dass eine Privatperson jemanden im Gleis beobachtet und dann den Notruf wählt.

Ziemlich genau vor drei Jahren .. mit Link

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 30.08.26 20:02

Anton24 schrieb:
Der InfraGo Vorstandsvorsitzende plädiert in einem schon am 10.08.2026 veröffentlichten Gespräch mit Herrn Tobias Richter (früher TRI CEO), hier:[www.instagram.com] dafür, mit 40-50 Km/h weiterzufahren, sofern es sich bei den Personen um Erwachsene handelt.

Bei Kindern im Gleis sollten Züge weiterhin anhalten, so Nagl. Für eine solche Regelung müsste eine Verordnung auf Bundesebene geändert werden.
Bislang halten Züge bei der Meldung, dass sich Personen im Gleis befinden, in der Regel vorsorglich an. Die Strecke wird in solchen Fällen gesperrt, bis die Bundespolizei sie wieder freigibt, was zu erheblichen Verspätungen im Zugverkehr führt. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung wurden im vergangenen Jahr mehr als 6.600 Mal Personen im Gleis gemeldet.

Siehe auch entsprechende Meldung im DLF, [www.deutschlandfunk.de] und Artikel in der SZ: [www.sueddeutsche.de], der dort gleich eine Kommentarlawine (für SZ-Verhältnisse) ausgelöst hat.
Bereits drei Jahre zuvor:

>> klick mich, ich bin ein Link <<

Grüsse, Krischan.

"Mich über Dinge aufregen, die mich ärgern, regt mich zusätzlich auf, weil es mich im Grunde ärgert, dass es mich aufregt!"

(Unbekannt)





LIW schrieb:
Langsamfahrt (40 km/h) oder Fahren auf Sicht müssten doch fast immer gehen?
Eher nicht, ich glaube kaum dass ein Einsatzleiter Einsatzkräfte unter diesem Umstand in Gleisnähe lässt. Denn was machen die Einsatzkräfte wenn sie die Person auf der anderen Gleisseite auffinden und die eigenen Vorschriften (zurecht) das betreten der Gleise ohne Sperrung verbietet? Längst nicht jede Einsatzkraft hat eine eisenbahnspezifische Ausbildung.
KarlsruherModell schrieb:
Allerdings fände ich es auch besser, wenn auch bei Kindern im Gleis nicht pauschal angehalten werden muss, sondern auch weitergefahren werden sollte, ggf. mit weniger als 40 km/h.



Nein, du weißt nicht wie Kinder reagieren, daher ist es nur richtig, wenn bei Kinder im Gleis die Strecke gesperrt wird.

Re: Herr Nagl: bei Personen im Gleis langsam weiterfahren

geschrieben von: jsbach

Datum: 30.08.26 20:28

Zu diesem Thema gibt §3 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) erschöpfend Auskunft.

Zitat
Absatz (1)
[...] Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann. [...]

Zitat
Absatz (2a)
Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.

Was man im Straßenverkehr fordert muß einerseits ja wohl auch im Schienenverkehr gelten, darf andererseits auch nicht überzogen sein.
(1) bedeutet, daß pauschale Geschwindigkeitsangaben überhaupt nicht gehen.
(2a) Kann man dem Lokführer sicher mitteilen, daß es sich um Personen mit Einschränkungen handelt? Vermutlich nicht, also muß er immer davon ausgehen, daß dies der Fall ist.

Was hat dieses Thema eigentlich mit der Infrastruktur zu tun?

Wie wird das andernorts gehandhabt?

geschrieben von: MichiS

Datum: 30.08.26 20:37

Hallo zusammen,


wie die meisten anderen hier halte ich diese Forderung für berechtigt und das vorgeschlagene Vorgehen für sinnvoll.

Darüber hinaus würde mich interessieren, wie das in unseren Nachbarländern gehandhabt wird. In Österreich und der Schweiz habe ich noch nie eine Streckensperrung wegen "Personen im Gleis" o.ä. erlebt.


Schöne Grüße
Michi

Re: Ziemlich genau vor drei Jahren .. mit Link

geschrieben von: svenni

Datum: 30.08.26 20:40

wird sicher wieder 3 Jahre dauern: es ist doch so, dass niemand dafür Verantwortung übernehmen will für den Fall, dass doch mal etwas passiert.

Forderung der Polizei

geschrieben von: TWA

Datum: 30.08.26 20:40

>>> Man sollte allerdings bedenken, dass die Sperrung auch von den Polizeibehörden gefordert werden könnte.

Dann muß man den Polizeibehörden einen rechtssicheren Rahmen geben, mit dessen Hilfe sie dann auch mal auf eine Sperrung verzichten können.
Ich halte die Denkrichtung von Herrn Nagl für gut.
Sperrungen sollten eher die Ausnahme als die Regel sein.

Kinder wären eher ein Argument dafür, ausnahmsweise zu sperren. Als Ausgleich kann man Kinder vielleicht aber auch häufiger schnell erwischen, da sie eher länger im selben Bereich spielen?

Mich würde mal interessieren, bei wieviel Prozent aller eigegangenen Hinweise auf Personen im Gleis die (Bundes-)Polizei am Ende wirklich Personen im Gleisbereich antrifft. Die meisten sind doch sicher längst über alle Berge? In manchen Fällen waren die gemeldeten Gleisgänger in Wirklichkeit auch ein, zwei Meter vom Gleis entfernt oder haben nur einen illegalen Bahnübergang benutzt oder existierten vielleicht auch gar nicht.

Re: Ziemlich genau vor drei Jahren .. mit Link

geschrieben von: LoneStarr27

Datum: 30.08.26 20:55

svenni schrieb:
wird sicher wieder 3 Jahre dauern: es ist doch so, dass niemand dafür Verantwortung übernehmen will für den Fall, dass doch mal etwas passiert.
Könntest bitte Du und einige andere Diskutanten erst mal einen Blick ins gültige Regelwerk werfen, bevor ihr hier in die Tasten haut?

Infrastruktur

geschrieben von: TWA

Datum: 30.08.26 21:03

>>> Was hat dieses Thema eigentlich mit der Infrastruktur zu tun?

Wer sperrt normalerweise ein Gleis?
Wenn sich nicht alles geändert hat, dann macht das noch immer der Fahrdienstleiter.
Der Fahrdienstleiter ist normalerweise ein Mitarbeiter eines Eisenbahninfrastrukturunternehmen.

An wen wenden sich Polizei und Feuerwehr normalerweise, wenn sie eine Gleissperrung haben wollen?
An das Eisenbahninfrastrukturunternehmen.


>>> Zu diesem Thema gibt §3 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) erschöpfend Auskunft.

Die Eisenbahn hat es in Deutschland in den letzten 189 Jahren schon geschafft, eigene Regeln für solche Fälle aufzustellen. Da ist es nicht notwendig, auf einen anderen Verkehrsträger zu schauen, für den es in Deutschland erst seit 117 Jahren Gesetze gibt.
423 252-6 schrieb:
KarlsruherModell schrieb:
Allerdings fände ich es auch besser, wenn auch bei Kindern im Gleis nicht pauschal angehalten werden muss, sondern auch weitergefahren werden sollte, ggf. mit weniger als 40 km/h.



Nein, du weißt nicht wie Kinder reagieren, daher ist es nur richtig, wenn bei Kinder im Gleis die Strecke gesperrt wird.
Und deshalb sollte man bei Kindern eben etwas langsamer fahren.
Darüber hinaus würde ich mal die These aufstellen, dass Kinder verdammt schnell wegrennen werden, wenn ein Zug (langsam) ankommt und der Lokführer mal gewaltig auf die Hupe drückt.
FEG514 schrieb:
Das Spiel kann man noch weiter treiben:

Gegenstände im Gleis? Mit 40 km/h weiterfahren.
Signalstörung? Mit 40 km/h weiterfahren.
Belegtes Gleis? Mit 40 km/h bis zum Zug im Gleis weiterfahren.
Weichenstörung? Mit Hand sichern und dann mit 40 km/h weiterfahren.
Defekte Brücke zwischen Leichlingen und Opladen? Mit 10 km/h weiterfahren.

Ich bin froh, dass endlich die Erkenntnis kommt, dass Fahren statt Stehen wieder im Vordergrund stehen muss, so wie früher bei der Bundesbahn.
Also bis auf die Brücke und belegtes Gleis könnte ich dir da sogar zustimmen. Bei Brücken kommt es auf den Zustand an, bei belegten Gleisen könnte man es anders regeln, dass bspw. ein Zug auf Sicht bereits nachrücken darf, wenn der vorrausfahrende Zug dabei ist, abzufahren. Das könnte je nach Situation die Zugfolge ein wenig erhöhen.

Re: Herr Nagl: bei Personen im Gleis langsam weiterfahren

geschrieben von: FEG514

Datum: 30.08.26 21:26

Kursbuchstrecke schrieb:
bei belegten Gleisen könnte man es anders regeln, dass bspw. ein Zug auf Sicht bereits nachrücken darf, wenn der vorrausfahrende Zug dabei ist, abzufahren. Das könnte je nach Situation die Zugfolge ein wenig erhöhen.
Automatische Einschaltung des Zs 7 - das gab es mal u.a. in Stuttgart Hbf (tief).
Seiten: 1 2 3 4 5 6 All Angemeldet: -
Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Kontakt | Impressum
(c) 2026 - Arbeitsgemeinschaft DREHSCHEIBE e.V.