geschrieben von: gastronomie1916
Datum: 04.05.26 23:15
geschrieben von: Lovcen
Datum: 04.05.26 23:50
Ich hoffe nur, dass der Zugbegleiter nicht noch dafür einen Rüffel bekommt.Wahrscheinlich kriegt er ne Belobigung für die gute Fahrgastinfo...
geschrieben von: bollisee
Datum: 05.05.26 00:49
Moin,Wenn die Strecke dann gesperrt ist, dann bemerken wenigstens viele Menschen das miserable Bahnmanagment.
am vergangenen Sonntag blieb ein RE 2 (?) zwischen Regensburg und München liegen.
Die Fahrgäste evakuierten sich augenscheinlich selbst:
[www.merkur.de]
Grundsätzlich gilt zwar, dass die Fahrgäste sich bei einer Betriebsstörung nicht selbst retten dürfen, da dies als gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr gewertet wird. Da hier aber die Fahrgäste einfach über die Wiese davongelaufen sind, der Betrieb nicht gefährdet war, wiegt das Rechtsgut der Freiheitsberaubung höher als das Rechtsgut des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr zumal durch den Ausfall der Klimaanlage die Gesundheit beeinträchtigt wurde. Bei einem Gerichtsverfahren hätte die Deutsche Bahn extrem schlechte Karten diese Fahrgäste wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr verurteilen zu lassen.
sofern die Oberleitung nicht betroffen ist, machen wir das künftig immer so. Das klappt offenbar auch in Eigenverantwortung ganz gut,aha - prima, dass klappt bestimmt ganz gut, wenn der Zug auf weiter Flur stehenbleibt und die Reisenden aussteigen und eine Stunde oder länger zur nächsten Ortschaft tippeln müssen. Möglicherweise fährt dort kein Bus oder Taxi. Aber vielleicht ein Bauer mit seinem Trecker auf der Ladefläche.
Vollstes Verständnis mit den Fahrgästen, hätte ich genauso gehandhabt. Wieso es im Jahre 2026 weiterhin keine schnell funktionierenden Evakuierungen gibt verstehe ich nicht. Sowas passiert doch ständig? Und jedes Mal passiert stundenlang nixIch finde es ja fast schon erstaunlich dass laut Artikel seitens der DB Pressestelle keine Ermahnung / Drohung gegenüber den flüchtigen Fahrgästen erfolgt ist
Lovcen schrieb:Besonders schön, wenn daraufhin wegen Personen im Gleis die Strecke gesperrt werden muss. Auch für andere, selbst nicht gestörte Züge.sofern die Oberleitung nicht betroffen ist, machen wir das künftig immer so. Das klappt offenbar auch in Eigenverantwortung ganz gut,aha - prima, dass klappt bestimmt ganz gut, wenn der Zug auf weiter Flur stehenbleibt und die Reisenden aussteigen und eine Stunde oder länger zur nächsten Ortschaft tippeln müssen. Möglicherweise fährt dort kein Bus oder Taxi. Aber vielleicht ein Bauer mit seinem Trecker auf der Ladefläche.
Oder auch ein längerer Waldspaziergang soll recht anregend sein. Und wenns im Zug heiß ist, dann auch draußen. Obwohl...... im Wald ist ja dann angenehm kühl.
Ihr könnt das also gerne so machen und ich warte lieber die offizielle Rettung ab, hoffentlich mit einem Schienenfahrzeug im unwegsamen Gelände.
Ach ja, wie macht ihr das mit 4 Meter hohen Schallschutzwänden in bewohnten Gebiete? Und wie so oft, Türen nicht öffnen lassen in den Mauern? Schwellenhopsen zum nächsten Bahnhof?
Lovcen schrieb:Ein Blick auf Googlemaps klärt schnell, wie weit der nächste Ort und die nächste Straße entfernt sind. Und so ganz unwegsam dürfte das Gelände nicht gewesen sein, wenn Fahrgäste selbst mit großem Koffer und Fahrrädern aussteigen.sofern die Oberleitung nicht betroffen ist, machen wir das künftig immer so. Das klappt offenbar auch in Eigenverantwortung ganz gut,aha - prima, dass klappt bestimmt ganz gut, wenn der Zug auf weiter Flur stehenbleibt und die Reisenden aussteigen und eine Stunde oder länger zur nächsten Ortschaft tippeln müssen. Möglicherweise fährt dort kein Bus oder Taxi. Aber vielleicht ein Bauer mit seinem Trecker auf der Ladefläche.
Oder auch ein längerer Waldspaziergang soll recht anregend sein. Und wenns im Zug heiß ist, dann auch draußen. Obwohl...... im Wald ist ja dann angenehm kühl.
Ihr könnt das also gerne so machen und ich warte lieber die offizielle Rettung ab, hoffentlich mit einem Schienenfahrzeug im unwegsamen Gelände.
Lovcen schrieb:Die Türen von Schallschutzwänden lassen sich per Definition von der Gleisseite aus öffnen, das sind nämlich offizielle Fluchtwege. Und es kann auch den Tf erwischen, der schnell von seiner brennenden Lok weg muss.sofern die Oberleitung nicht betroffen ist, machen wir das künftig immer so. Das klappt offenbar auch in Eigenverantwortung ganz gut,Ach ja, wie macht ihr das mit 4 Meter hohen Schallschutzwänden in bewohnten Gebiete? Und wie so oft, Türen nicht öffnen lassen in den Mauern? Schwellenhopsen zum nächsten Bahnhof?
So sicher wäre ich mir da nicht.In § 315 StGB steht folgendes:
Es ist schon verwunderlich, dass der Freistaat für den aktuellen Verkehrsvertrag bis zu 50 Jahre alte Dieselloks überhaupt zugelassen hat.Diese sind allerdings vertraglich nur zwischen Hof und Regensburg zugelassen. Zwischen Regensburg und München muss fahrleitungsgebunden die Traktion erfolgen (BR 146 oder BR 111).
Ganz allgemein: es fehlt ein Rettungskonzept für alltägliche Zwischenfälle. Auch im DSO geistern diese Horrorgeschichten herum, liegengebliebener Zug inzwischen von funkensprühenden Oberleitungsfetzen, Zug, der mit einem entgleisten Tankwagen kollidiert, etc.Aufpassen mit den Begrifflichkeiten: Eine Evakuierung ist eine zeitkritische Maßnahme zum Verlassen eines Gefahrbereiches im Sinne der Selbstrettung. Über die Durchführung einer Evakuierung darf das Zugpersonal ohne Anwesenheit von Notfallmanager, Feuerwehr oder Polizei entscheiden und dafür in direkter Rücksprache mit den zuständigen Fahrdiensten eine Gleissperrung veranlassen.
Hier wäre es einfach gewesen: wenn der Lokführer merkt, dass nichts mehr geht, einen Notruf absetzen, und dann reicht es, wenn 5-6 Polizisten, Feuerwehrleute etc. den Zug absichern, die Leute geordnet aussteigen lassen, dass niemand auf das Gegengleis läuft, unter den Zug krabbelt etc.
Natürlich hilft das nicht den körperlich eingeschränkten Fahrgästen. Aber selbst für die wird die Situation angenehmer, wenn alle aussteigen, die aussteigen können. Auf dem Gegengleis könnte dann sogar Fahren auf Sicht angeordnet werden.
Es scheint kein Notfallkonzept für solche "einfachen" Fälle zu geben, wo man keinen Notfallmanager oder sonstige Techniker vor Ort braucht, und eine Evakuierung "strassenseitig" möglich ist. Ist denn wenigstens ein batteriebetriebenes Megaphon an Bord (vielleicht eines in der Lok und eines im Steuerwagen), damit sich das Zugpersonal bei Stromausfall verständlich machen kann?
Ein Blick auf Googlemaps klärt schnell, wie weit der nächste Ort und die nächste Straße entfernt sind. Und so ganz unwegsam dürfte das Gelände nicht gewesen sein, wenn Fahrgäste selbst mit großem Koffer und Fahrrädern aussteigen.
Im nächsten Ort gibt es wenigstens Leitungswasser aus dem Wasserhahn. Und eine Strecke von knapp 2 Kilometern sollte für den Normalbürger zu Fuß zu bewältigen sein.
Da ich von "allgemein" und nicht explizit von diesem Fall geschrieben hatte..... 2 Kilometer für Ältere oder sonst körperlich eingeschränkte Personen könnte ein Problem sein.
Zitat:
Die Türen von Schallschutzwänden lassen sich per Definition von der Gleisseite aus öffnen, das sind nämlich offizielle Fluchtwege. Und es kann auch den Tf erwischen, der schnell von seiner brennenden Lok weg muss.
Soweit die Theorie. Schön öfter gesehen, dass Unrat oder größere Abfälle oder auch alte Reifen, Sperrmüll im Schwenkbereich lagen oder standen bzw. einfach nur zugekrautet war.
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