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 04 - Historische Bahn 

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Liebe HiFo-Gemeinde,

Diesen Monat hatte ich nach vielen Jahren wieder Gelegenheit, zwei Fototage am badischen Teil der Bodenseegürtelbahn Radolfzell-Friedrichshafen-Lindau zu verbringen, was mich angeregt hat, mal im Diaarchiv zu kramen, was ich denn in früheren Jahrzehnten auf dieser Strecke vor die Linse bekommen habe. Diese Aufnahmen, die zwischen 1985 und 2003 entstanden, möchte ich hier in Auswahl zeigen. Da diese Strecke nicht ganz unbekannt ist, hier nur knappe Informationen zur historischen Einordnung: Die badische Bodenseegürtelbahn entstand in drei Etappen: 1867 wurde im Zuge der Strecke nach Meßkirch-Mengen der (heute zweigleisige) Abschnitt Radolfzell-Stahringen eröffnet; 1895 folgte der Abschnitt Stahringen-Überlingen; und 1901 war der noch fehlende Abschnitt bis zur Landesgrenze bei Kluftern und ins württembergische Friedrichshafen fertig. Zwischen Ludwigshafen und Oberuhldingen folgt die Strecke dem Nordufer des Überlinger Sees, dieser besonders fotogene Streckenabschnitt ist im folgenden Bilderbogen - nicht ganz überraschend - überproportional vertreten.

Meine ersten Fototouren an die Strecke unternahm ich im Frühjahr 1985. Der Zugbetrieb wurde zu diesem Zeitpunkt ausschließlich mit lokbespannten Zügen abgewickelt, und auf dem größten Teil der Strecke wurde eilzugmäßig gefahren, d.h. die Stationen Stahringen, Espasingen, Nußdorf, Mühlhofen Ort und Mittelstenweiler, die noch wenige Jahre zuvor im Kursbuch verzeichnet waren, wurden nicht mehr bedient. Lediglich zwischen Friedrichshafen und Markdorf/Mimmenhausen-Neufrach bestand noch ein Rest-Nahverkehr mit Bedienung aller Stationen (außer den schon früh aufgelassenen Hp Friedrichshafen-Strandbad und Seemoos).

Bild 1+2: Ein klassisches Motiv an der Bodenseegürtelbahn ist die Ortslage Sipplingen mit der weithin sichtbaren St.Martin-Kirche. Hier zieht eine 211 einen Eilzug (ich weiß jetzt, es war E3745 Radolfzell-Friedrichshafen, siehe Post von Johannes unten) am Seeufer entlang; 1.4.1985.

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Bild 3: Eine Stunde später passiert eine 218 mit E2167 Freiburg-München den Katharinenfelsen zwischen Sipplingen und Überlingen; 1.4.1985.

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Bild 4+5: Am Nachmittag erreicht 218 289 mit E3394 von Lindau den Bf Überlingen, kreuzt dort den reinrassig ozeanblau-beigen E3399, der aus Kurswagen von Dortmund nach Lindau besteht, und setzt dann seine Fahrt in Richtung Radolfzell fort. Die Ladegleise im Vordergrund liegen heute nicht mehr. Hier wurde zeitweilig ein provisorischer Parkplatz für die nahegelegene Therme betrieben, im Zuge der Arbeiten für die Landesgartenschau 2020 soll auf dieser Fläche aber die Überlinger Bahnhofstraße neu angelegt werden; 1.4.1985.

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Bild 6: Mimmenhausen-Neufrach war von 1905 bis 1990 Abzweigbahnhof einer Nebenbahn nach Salem-Frickingen. Da beide Ortsteile nach Salem eingemeindet wurden, trägt der Bf heute diesen Namen. Hier hat 211 358 mit einem N Friedrichshafen-Überlingen den Bf gerade verlassen; 1.4.1985.

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Bild 7: Östlich des Bf Mimmenhausen-Neufrach, unterhalb des Salemer Ortsteils Leutkirch, entstand diese Aufnahme einer 218 mit E2166, für den das Kursbuch den Laufweg München-Freiburg via Lindau-Basel angibt (daneben gab es im Direktverkehr München-Freiburg ja noch den berühmten "Kleber-Express", der über Sigmaringen und die Höllentalbahn verkehrte); 1.4.1985.

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Bild 8: Die andere unumgängliche Fotostelle an der badischen Bodenseegürtelbahn ist natürlich die Wallfahrtskirche Birnau zwischen Oberuhldingen und Überlingen, hier umgesetzt mit 218 275 vor D2060 Lindau-Straßburg mit Kurswagen (darunter ein Liegewagen) nach Paris-Est. Am rechten Bildrand sieht man den Gutshof Schloss Maurach, dessen Renovierung zu diesem Zeitpunkt gerade begann (heute ist Schloss Maurach ein Tagungszentrum der Landeskreditbank Baden-Württemberg); 1.4.1985.

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Bild 9: 211 358 mit der schon in Bild 6 gezeigten Zuggarnitur als E3746 Überlingen-Radolfzell am Katharinenfelsen bei Überlingen-Spetzgart; 1.4.1985.

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Bild 10: Im letzten Abendlicht durchfährt 211 216 mit E3748 Friedrichshafen-Radolfzell den schon seit vielen Jahren aufgelassenen Hp Süßenmühle zwischen Überlingen und Sipplingen; 1.4.1985.

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Bild 11: Wenige Tage später erreicht 218 275 mit einem E von Radolfzell das westliche Einfahrsignal von Überlingen, das direkt neben der aus dem 9. Jh. stammenden Sylvesterkapelle steht. Das Signal ist heute etwas in Richtung Sipplingen versetzt, der Blick auf Gleis und Kapelle leider weitgehend zugewachsen; 4.4.1985.

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An dieser Stelle ein kurzer Exkurs zu den Überlinger Bahnhöfen: Überlingen hatte von Anfang an zwei Stationen, den Bf Überlingen am Westrand der Innenstadt und die Hst Überlingen Ost. Beide sind durch zwei Tunnel getrennt, die die Strecke am Nordrand der Altstadt in einem tiefen gemauerten Einschnitt kurz freigeben. In diesem Einschnitt wurde 2000 ein Hp eingerichtet, der zunächst Überlingen Mitte und danach einfach "Überlingen" hieß und sich zum neuen "Hauptbahnhof" der Stadt entwickelte. Der bisherige Bf Überlingen, informell, aber nie offiziell auch "Westbahnhof" genannt, der bis heute als Zugkreuzungsbf dient, wurde daraufhin in "Überlingen Therme" umbenannt. Außerdem gab es im Überlinger Ortsteil Nußdorf einen Bf, der Anfang der 1980er Jahre aufgelassen und (vermutlich) 2001 als Hp Überlingen-Nußdorf wiedereröffnet wurde. Mit der Eröffnung der Hp Überlingen(-Mitte) und Überlingen-Nußdorf wurde Überlingen Ost außer Betrieb genommen.

Bild 12: Überlingen Ost liegt unmittelbar am Portal des 615m langen östlichen Überlinger Tunnels und verfügt über ein außergewöhnlich gestaltetes Empfangsgebäude, das zu jenem Zeitpunkt gerade renoviert wurde und heute in privater Hand ist. Warum dieser Hp dieses verspielte EG spendiert bekam, konnte ich leider nicht herausfinden. 218 467 fährt mit einem E Radolfzell-Friedrichshafen ein; 4.4.1985.

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Bild 13: Direkt am Schloss Maurach lag der Hp Birnau-Maurach, der hier von 218 286 und einer Schwestermaschine vermutlich mit E3395 Radolfzell-Lindau durchfahren wird. Der heutige Eigentümer hat das EG des Hp vorbildlich und authentisch erhalten, so dass es bis heute ein attraktives Fotomotiv abgibt; 4.4.1985.

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Bild 14: Zwischen Stahringen und Radolfzell liegt der 255m lange Brandbühltunnel, der hier von 218 418 mit einem E Richtung Radolfzell durchfahren wird. Zu jenem Zeitpunkt wurde der Tunnel renoviert und eingleisig zurückgebaut; vielleicht kann jemand aus dem Forum erklären, warum dieser Rückbau (der die Einrichtung von zwei Überleitstellen nördlich und südlich des Tunnels fällig machte) erfolgte. Damals ahnte vermutlich niemand, dass dieser Streckenabschnitt einmal nicht nur von den Zügen der Bodenseegürtelbahn, sondern auch von im 30-min-Takt verkehrenden "Seehäsle"-Zügen nach Stockach durchquert würde; 4.4.1985.

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Bild 15: 218 275 erreicht mit E2164 Lindau-Basel den Bf Stahringen, der zu diesem Zeitpunkt bereits über Lichtsignale verfügte. Links kommt die Strecke aus Richtung Stockach heran, auf der seit 1996 das "Seehäsle" (erst unter Betriebsführung der Mittelthurgaubahn, dann der SBB, heute der HzL) unterwegs ist; 4.4.1985.

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Bild 16: 218 287 steht mit einem Zug aus Richtung Friedrichshafen (es könnte D2060 sein) in Ludwigshafen. Heute kann man von solch einem "Weitblick" über die Gleisanlagen nur träumen, denn gerade dieser Bahnhof erweckt aktuell eher den Eindruck eine Wildgras-Biotops. Ludwigshafen heißt übrigens erst seit dem 19. Jh. so; zuvor trug die Gemeinde den Namen Sernatingen; 4.4.1985.

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Bild 17: 211 344 mit E3746 Überlingen-Radolfzell bei der Ausfahrt aus Sipplingen; 4.4.1985.

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Bild 18: 218 465 mit E3744 Friedrichshafen-Radolfzell hat soeben den westlichen Überlinger Tunnel durchfahren und erreicht gleich den Bf Überlingen; 20.4.1985.

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Bild 19: Die bereits weit herübergezogene Sonne und viel Ruß lassen kaum erkennen, dass es sich hier um 215 077 handelt, die mit E3745 Radolfzell-Friedrichshafen in den Bf Überlingen einfährt. An der Felswand rechts von der Lok befindet sich die Gedenkstätte für die Häftlinge des KZ-Außenlagers Überlingen, die beim Bau des sog. Goldbacher Stollens (für die Untertageverlegung der Friedrichshafener Rüstungsindustrie) eingesetzt wurden - ein besonders unrühmliches Kapitel Überlinger Geschichte; 20.4.1985.

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Bild 20: 218 275 mit E2164 Lindau-Basel kurz vor dem Nordportal des Brandbühltunnels nahe Stahringen; 20.4.1985.

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Bild 21: Das Streckenstück südlich von Stahringen führt durch eine gefällige hügelige Landschaft, die vielfältige Fotopunkte bietet. Hier zieht eine nicht identifizierbare 218 den E3394 von Lindau Richtung Radolfzell; 20.4.1985.

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Bild 22: 218 285 passiert mit E2166 München-Freiburg das Seeufer zwischen den Überlinger Stadtteilen Goldbach und Spetzgart. Im Hintergrund ist gerade noch die in Bild 11 aus der anderen Richtung gezeigte Sylvesterkapelle sichtbar; 20.4.1985.

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Bild 23: Nur 20 min später folgt D2060 Lindau-Strasbourg, mit dem SNCF-Liegewagen nach Paris hinter der Lok und aufgenommen kurz vor Sipplingen. Den westwärts fahrenden Straßburger Zug habe ich damals immer mit SNCF-Wagenmaterial gesehen, während ich seltsamerweise keine Bilder vom Gegenzug D2061 habe, die SNCF-Wagen zeigen würden, obwohl das lichttechnisch gut hätte klappen müssen - seltsam...; 20.4.1985.

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Bild 24: Fünf Jahre nach den bisher gezeigten Bildern entstand dieser Aufnahme mit der "Lätzchen"-218 286 mit einem Richtung Friedrichshafen fahrenden Zug in Birnau-Maurach; 27.7.1990.

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Bild 25: Ebenfalls im 'Vorbeifahren' auf einer Reise, die anderen Zielen galt, wurde diese lupenrein ozeanblau-beige Eilzuggarnitur auf dem Damm nördlich Stahringen abgelichtet, der heute leider - wie so oft - weitgehend zugewachsen ist. Am linken Bildrand ist die Ortschaft Espasingen zu erkennen; 31.8.1991.

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Die nächste ausgiebigere Fototour an der Bodenseegürtelbahn kam im Sommer 1993 zustande. Die Strecke wurde nun komplett eilzugmäßig und in einer Art Stundentakt bedient, wobei es sich bei den Zuggarnituren um 218-bespannte Wendezüge handelte, die abwechselnd Zugläufe Kempten-Basel und München-Radolfzell abdeckten. Da die 218 stets Richtung Osten hingen, schränkte dies die Fotomöglichkeiten auf die Vormittagsstunden ein.

Bild 26: Eine nicht identifizierte 218 mit minttürkiser Wagengarnitur durchfährt Sipplingen. Am gegenüberliegenden Ufer des Überlinger Sees erkennt man die Ortschaft Bodman sowie erhöht am Berg die Burgen Frauenberg und Altbodman; 22.8.1993.

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Bild 27: Kurz vor Überlingen-Spetzgart und mit Sipplingen im Hintergrund entstand dieses Foto mit 218 397 und einer farblich gut durchmischten Garnitur, unterwegs Richtung Lindau; 22.8.1993.

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Bild 28: 218 414 mit einer Garnitur teilweise aus ebenfalls umlackierten Silberlingen beim Halt in Markdorf; 22.8.1993.

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Bild 29: 218 447 hat mit E3840 von (München-) Lindau pünktlich um 12.20 Uhr den Hp Bermatingen-Ahausen bedient und fährt unter kräftigem Emissionsausstoß weiter in Richtung Radolfzell; 22.8.1993.

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Bild 30: Kurz darauf konnte bei Markdorf, dessen Kirche St. Nikolaus im Hintergrund zu erkennen ist, 218 293 mit E3869 Basel-Lindau(-Kempten) abgelichtet werden; 22.8.1993.

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Bild 31: In der hohen Mittagssonne entstand dieses Bild von 218 448, die E3876 (Kempten-)Lindau-Basel durch den zum Hp rückgebauten Bf Kluftern, die letzte (bzw. erste) auf badischem Gebiet gelegene Station der Strecke, schiebt. Kluftern wurde - wie alle Halte zwischen Friedrichshafen Stadt und Markdorf - zu jenem Zeitpunkt nicht bedient und erst in den frühen 2000er Jahren unter der Bezeichnung Friedrichshafen-Kluftern wiedereröffnet; 22.8.1993.

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Bild 32: Farbrein in der damals aktuellen Regionalbahn-Lackierung präsentiert sich dieser Wendezug, gezogen von einer nicht identifizierbaren 218, der auf dem Damm zwischen Stahringen und Espasingen vor der Kulisse des Bodanrück unterwegs ist; 24.6.1999.

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Bild 33: Am selben Tag entstand an der damals gerade erfreulich vegetationsfreien Sipplinger Seemauer dieses Foto eines Richtung Radolfzell geschobenen Wendezugs. Der See weist einen für den Frühsommer nicht untypischen hohen Wasserstand auf; 24.6.1999.

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Der nächste volle Fototag an der Bodenseegürtelbahn stand im Jahr 2000 an. Zu diesem Zeitpunkt war bereits das bis heute praktizierte Fahrplanschema eingeführt: jede Stunde gab es eine RB Radolfzell-Friedrichshafen, zusätzlich verkehrten im 2-Stunden-Takt RE-Züge in der Relation Basel-Lindau. Die RE wurden mit Neigetriebwagen der BR 611 gefahren, während die RB teils aus 628, teils aber noch aus 218-bespannten Wendezügen bestanden.

Bild 34: Diese Betriebssituation ist auch heute noch umsetzbar, und die 611er tragen noch immer kräftig zur Fahrplan-Instabilität auf der Bodenseegürtelbahn bei: RE18201 Basel-Lindau zwischen Ludwigshafen und Sipplingen; 9.9.2000.

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Bild 35: In den Wendezuggarnituren fanden sich neben den minttürkisen jetzt auch Wagen in roter Lackierung, wie hier bei RB32229 Singen-Friedrichshafen, gezogen von 218 236 am Sipplinger Yachthafen; 9.9.2000.

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Bild 36: Ebenfalls am Sipplinger Seeufer entstand diese Aufnahme von 218 163, die RB32234 Friedrichshafen-Singen in Richtung des Sipplinger Hp schiebt; 9.9.2000.

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Bild 37: 628 267 erreicht als RB32209 Radolfzell-Friedrichshafen den Bf Überlingen. Im Kursbuch war damals die Inbetriebnahme des neuen Hp Überlingen Mitte für den 5.11.2000 angekündigt; 9.9.2000.

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Bild 38: Am späten Vormittag kehrt 218 163 mit ihrer rein minttürkisen Wendezuggarnitur als RB32231 von Singen nach Friedrichshafen zurück, hier wiederum abgepasst am Yachthafen Sipplingen; 9.9.2000.

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Die letzte Gelegenheit zum Fotographieren von lokbespannten Personenzügen auf der Bodenseegürtelbahn hatte ich im Frühsommer 2003.

Bild 39: Eine RB Friedrichshafen-Radolfzell, geschoben von 218 237, führt hier unterhalb des Überlinger Katharinenfelsens direkt an dem damals noch recht neuen Bodensee-Radwanderweg entlang. Am linken Bildrand ist wieder die Ortschaft Bodman erkennbar; 4.5.2003.

http://www.romanistik.uni-freiburg.de/pusch/fotos/alben/17_Bodenseeguertelbahn_1985-2003/Bodenseeguertelbahn_014505.jpg

Bild 40: Die meisten RB-Züge wurden ab jenem Jahr aber mit RegioShuttles der BR 650 gefahren, die zusammen mit den 611ern bis heute das Betriebsgeschehen bestimmen. Dieser Blick vom Katharinenfelsen bei Überlingen hinab auf das Ufer und nach Sipplingen und Bodman ist auch heute noch möglich, allerdings haben sowohl die beiden Bäume im Vordergrund als auch die Bepflanzung entlang des Radwegs mittlerweile so stramme Größen erreicht, dass der Blick aufs Gleis ziemlich eingeschränkt ist; 9.9.2003.

http://www.romanistik.uni-freiburg.de/pusch/fotos/alben/17_Bodenseeguertelbahn_1985-2003/Bodenseeguertelbahn_014508.jpg

Bild 41: Immer wieder schön und bei entsprechendem Beschnitt der Ufervegetation auch gut umsetzbar: der Blick entlang der Seemauer zur Sipplinger Kirche, hier mit 218 237 mit einer RB Radolfzell-Friedrichshafen; 9.9.2000.

http://www.romanistik.uni-freiburg.de/pusch/fotos/alben/17_Bodenseeguertelbahn_1985-2003/Bodenseeguertelbahn_014513.jpg

Bild 42: Dieselbe Garnitur etwa zwei Stunden später als RB Friedrichshafen-Radolfzell am westlichen Vorsignal von Überlingen(-Therme) unterhalb des Katharinenfelsens; 9.9.2003.

http://www.romanistik.uni-freiburg.de/pusch/fotos/alben/17_Bodenseeguertelbahn_1985-2003/Bodenseeguertelbahn_014518.jpg

Ja, und dann sollte es eben fast 13 Jahre dauern, bis es mich vor Kurzem erneut mit der Kamera an diese Strecke zog. Wer an aktuellen Vergleichsaufnahmen (allerdings meist nicht aus denselben Perspektiven - vielfach ist das gar nicht mehr möglich) interessiert ist, sei eingeladen, mein entsprechendes FlickR-Album hier anzuklicken. Ich wünsche allerseits noch einen schönen und fotographisch einträglichen Sommer!

Viele Grüße, Claus



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:07:24:22:34:39.
Hallo Claus,

Vielen Dank für diese perfekte bidliche Umsetzung der Bodenseegürtelbahn.

VG
Yves

sehr schön, vielen Dank

geschrieben von: eurosprinter

Datum: 24.07.16 13:57

Hallo Claus,

vielen Dank für deinen überaus sehens- und auch lesenswerten Bericht mit schönen Fotomotiven und den dazu geschriebenen Hintergrundinformationen. Da hast du dir ja mächtig Arbeit gemacht, das sollte hier auch nicht unerwähnt bleiben!
Und hier sieht man auch mal wieder, wie unser Hobby doch Spaß machen kann, wenn man nach Jahren oder vielleicht über Jahre die Veränderungen der Infrastruktur beobachten und entsprechend dokumentieren kann.
Ich bin gerne 'mitgereist', auch auf deiner Flickr-Seite habe ich mich gerade umgesehen. Toll.
Es sind zwar nur 650er und 611er unterwegs, aber schön in Szene gesetzt haben auch diese Fahrzeuge ihren 'Reiz' ;-)
Und du brauchst dann wenigsten nicht sagen, 'warum habe ich die Dinger damals bloß nicht fotografiert' :-)

auch dir noch einen motivreichen und 'ergiebigen' Fotosommer

schöne Grüße
Hans-Jörg

Dankeschön (m1B)

geschrieben von: RR

Datum: 24.07.16 16:20

Hallo Claus,

herzlichen Dank für dieses Feuerwerk brillianter Aufnahmen!

Offensichtlich war ich zur gleichen Zeit in der Region unterwegs, das Gespann aus Bild 13 begegnete mir ebenfalls am 04.04.1985 in Friedrichshafen:

286 Friedrichshafen 1985.jpg

Gruß Reiner



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:07:24:16:21:51.
Hallo Claus,

vielen Dank für deinen informativen und sehenswerten Beitrag aus einer Gegend, in die ich bis heute leider kaum gekommen bin!

Zu Bild 19: da es 218 077 ja nicht gab, ist vermutlich 215 077 (oder doch 218 477?) gemeint?

Gruß

NWK
Ein ganz vorzüglicher Beitrag aus einer Gegend, die ich ab und an auf dem Weg von Zürich nach Nürnberg durchquere - auch der schönen Aussichten wegen. Vielen Dank für die Zeitreise und die Erläuterungen (von den schönen Bildern ganz zu schweigen)!

Viele Grüsse,
Matthias

Ludwigshafen - da war noch was (m1B)

geschrieben von: Jörn

Datum: 24.07.16 19:27

Auch ich danke dir für diesen Bilderbogen aus einer Zeit, da ich die Region noch nicht kannte. Inzwischen habe ich große Teile der Strecke selbst schon besucht, aber du hast mit deinen vielen Informationen so manche Wissenslücke gestopft. Meine Fotos beschränken sich - von wenigen Ausnahmen abgesehen - auf 611 und 650.

Darf ich ergänzend ein Foto aus Ludwigshafen anhängen? Es ist aus dem Jahr 2006. Natürlich war das Hafengleis damals längst von der Strecke abgehängt.

http://666kb.com/i/daxnu04j6w6doeby8.jpg

Gruß
Jörn.
Hallo Claus,

vielen Dank für Deinen Bilderbogen von der Bodenseegürtelbahn mit schönen Zügen, die auch in meinem 'Heimatbahnhof' Lindau zu sehen waren...

Erlaube mir ein paar Anmerkungen:
- Die Bilder 1 und 2 zeigen meines Erachtens nicht den E 3395, es muss sich um einen anderen Eilzug handeln. Gegen den E 3395 spricht, dass die Zuglok des 3395 in Lindau auf den 3394 wechselte. Den 3394 zeigst Du auf den Bildern 3 und 4 mit 218 289. Zudem war der 3395 bis Friedrichshafen (samstags bis Lindau) mit zwei 218ern bespannt, siehe Dein Bild 13 vom 04.04.1985.
- Bild 3 zeigt sicher den E 2167 Freiburg-Lindau-München, Zugbildung: Dm 903, 2x Bn, ABn, Bn.
- Bild 24 zeigt den D 2163 Freiburg-Lindau-München, denn das war der einzige Zug in dieser Relation, der einen Dms mitführte.
- Bild 25 müsste ein Zug E 38xx Lindau-Basel sein, die ab 1991 im ungefähren 2-Stunden-Takt verkehrten.

Grüße aus dem Süden!

Johannes Padberg

Meine Beitragsübersicht
Danke für den Hinweis - ein Einzoomen in den Originalscan bestätigte deine Vermutung: es handelt sich um 215 (!) 077.

Viele Grüße, Claus
Hallo Johannes,
Ich bin schwer beeindruckt von deinem Detailwissen über die Zugläufe und -zusammenstellungen auf der Strecke vor mehr als 30 Jahren! Und muss zugeben, dass ich die Dokumentation der Zugnummern u.ä. immer sträflich vernachlässigt habe... So, wie du es sagst, muss es dann gewesen sein: der mit 211 bespannte Zug auf Bild 1+2 ist E3745 Radolfzell-Friedrichshafen, und der Zug in Bild 3 ist E2167. Wenn E3395 samstags doppelt bespannt war, muss das der Zug gewesen sein, der mir vorher bei Ludwigshafen vor die Linse kam. Ich hatte das Bild nicht in meinen Beitrag aufgenommen, weil es schlecht beleuchtet ist, liefere es hier jetzt aber noch nach. Vielen Dank für die Hinweise und beste Grüße,
Claus

Bodenseeguertelbahn_001836.jpg
Klasse....einfach Klasse.

Das lässt mich zurück erinnern in Richtung Ende der 90er als man als Kind sehr gerne mit den mit 218er Zügen dort rumgedieselt ist.

Seit die Triebwagen aufkamen macht es leider keinen Spaß mehr.

Heute sehe Ich die Strecke mehr vom Fahrrad oder Auto aus.....

Vielen Dank fürs zeigen !



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:07:25:02:25:19.
Vielen Dank Claus,

für die wunderbaren Bilder meiner "alten Heimat". Wir haben bis 1985 oberhalb des Überlinger Westbahnhofs gewohnt und ich hatte immer einen tollen Ausblick auf das Betriebsgeschehen. Vielleicht bin ich auch deshalb 1981 zur DB gegangen und habe meine Ausbildung rund um Überlingen gemacht.
Was wir damals dort im Bahnhof noch für einen Personalbestand hatten: Dienststellenvorsteher, Stellvertreter mit Abrechnungs- und Güterkasse, Fahrdienstleiter, Weichenwärter, Schalterbeamte, Gepäck- und Expressgutarbeiter und Schrankenwärter in Überlingen Ost. Der Fahrdienstleiter war mit seiner roten Mütze und natürlich tadelloser Dienstkleidung eine Respektperson besonders wenn er Richtung Friedrichshafen den Abfahrauftrag (Zp 9)mit der grünen Kelle gab. Später wurde es immer weniger und heute gibt es nur noch Fahrdienstleiter und Weichenwärter im Bahnhof und ein kleines Reisezentrum am Haltepunkt.
Von 1986 bis etwa 2001 arbeitete ich als Fahrdienstleiter in Espasingen, Salem und am Ende Markdorf. Wenn ich bedenke was wir damals noch für einen Fahrkartenumsatz hatten, insbesonders in Markdorf. Auch in Espasingen verkauften wir noch Fahrkarten obwohl kein Zug mehr hielt (bis etwa 1987). Gut der Zugverkehr war dünner als heutzutage obwohl Anfang der 1990er Jahre ein Taktfahrplan kam. Heute sind alte Schalter geschlossen und es gibt keinen "gemischten Dienst" mehr. Als letzte Netzagentur wurde meines Wissens Salem geschlossen.

Es grüßt aus Oberschwaben

Norbert von der Donautalbahn
Werter claus_pusch!
Zuerst einmal danke für die eindrucksvollen zeitgen. Bilder einer schönen deutschen Eisenbahnstrecke, welche ich sehr gut kannte. Zu Deiner Frage zum Brandbühltunnel muß bemerkt werden, dass die Strecke Basel-Friedrichshafen Gbf zum Lü-Netz gehört(e?). Infolgedessen musste das Profil überall ausreichend sein. Der Br.-Tunnel liegt aber im Bogen, was wegen der Überhöhung ein größeres Profil an der Innenseite erfordert. Der Tunnel durfte bereits eine zeitlang vor der Sanierung nur mit 70 Km/h befahren werden mit der Begründung "kinematische Begrenzungslinie". Nach der Sanierung und der neuen Betonauskleidung war der Tunnel endgültig zu eng für 2 Gleise und für Lü-Sendungen sowieso. Daher wurde nur noch ein Gleis in der Mitte verlegt, was wieder den notwendigen Lichtraum verschaffte. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die in der Mitte des Tunnel genau unter der Raststätte Brandbühl gelegene Sprengkammer zu gemauert. Urprünglich wurde über eine Gleisverschlingungung anstatt der 2 Überleitweichen diskutiert, wobei es aber dann zum Weicheneinbau kam. Am südl. Tunnelmund befand sich bis 1973 die Blockstelle Rehbösch, verbunden mit dem Schrankenposten am heutigen Bü. Mal einfach gesagt. Gruß Fritzle.
Vielen Dank für den tollen Beitrag!
Bilder von den Bauarbeiten am Brandbühltunnel sehe ich zum ersten Mal überhaupt.

Zum Hintergrund des Umbaus auf Eingleisigkeit: Der Tunnel war sanierungsbedürftig und man entschied sich für die Billiglösung, eine Betonschale mit stark verringertem Querschnitt einzuziehen.
wolhau schrieb:
Zum Hintergrund des Umbaus auf Eingleisigkeit: Der Tunnel war sanierungsbedürftig und man entschied sich für die Billiglösung, eine Betonschale mit stark verringertem Querschnitt einzuziehen.

Wobei sich diese "Billig-Lösung" hier ja richtig aufgedrängt hat, ein wirklicher Bedarf für zwei Gleise an dieser Stelle war ja nicht wirklich erkennbar, vor allem wenn man bedenkt, wie stark man den Abschnitt zwischen Stahringen und Friedrichshafen in diesem Zeitraum rückgebaut hat. Im weiteren Verlauf der Strecke hatte man dann nach den Rückbauten Abschnitte von bis zu 10 km ohne Kreuzungsmöglichkeit, da sind einige hundert Meter Eingleisigkeit um den Tunnel im Vergleich kein Hinderniss.
Verwunderlich ist eher, dass ausserhalb des Tunnels das zweite Gleis bleib, die 2 Güterzüge am Tag nach Stockach machten sicher nicht eine so viel bessere Infrastruktur als am Rest der Strecke nötig...
Heute ist man natürlich froh um das verbliebene zweite Gleis wegen den Zügen nach Stockach, aber das war damals nicht absehbar, der Personenverkehr nach Stockach (zuletzt 4 Zugpaare werktags) war wenige Jahre vor de Tunnelarbeiten eingestellt worden.

Auch sehr froh wäre man natürlich, wenn man an der Bodenseegürtelbahn damals mehr Kreuzungsbahnhöfe erhalten hätte, immerhin gibt es nun mit Manzell seit ein paar Jahren wieder einen mehr.

Gruss

Florian



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:07:27:17:52:20.
Herzlichen Dank für diesen Beitrag erster Klasse! Speziell die E-Züge der 1980er sind mir aus eigener Er-Fahrung noch in Erinnerung.

Es mag sein, dass mich meine Erinnerung da trügt, ich meine aber, in den frühen 1980ern seien diese Züge selten einmal sogar mit MDyg und Vorkriegs-Eilzugwagen gelaufen. Es mag aber sein, dass es sich da um Wunschdenken handelt - ich hatte damals leider weder eine Kamera noch das nötige Wissen und Interesse bezüglich Zugbildung und Wagen. Was hab' ich da nicht alles verpasst... :-(

Zu dem zeitweise deutlichen Mangel an Begegnungsmöglichkeiten noch ein Link zu einer Betriebstörung aus 2003, die den Bf Markdorf zeitweilig faktisch zum Hp degradierte: [www.redrockrail.com] - ein wenig Schadenfreude stand da durchaus im Raume.

Danke nochmal und herzliche Grüße!
Boscho Gutsch

PS: Nach Einrichtung des Hp Überlingen-Mitte haben wir übrigens gerne mal über die einzige U-Bahn am Bodensee gewitzelt. ;-)
Liebe HiFo-Aktiven,

Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen zu meinem Bilderbogen und für die Infos rund um das Thema "Rückbau Brandbühltunnel". Ich möchte noch etwas zum Hp Überlingen Ost nachschieben: dort war ich zum ersten Mal 1980, als sich meine eisenbahnfotographische Ausrüstung auf Mutters Fotoapparat beschränkte, mit dem ich Negativfilme belichtete. Also ist nichts Zeigenswertes herausgekommen. Grund für meinen Ausflug nach Überlingen Ost war aber sowieso ein anderer: damals baute ich an einer Modellbahnanlage, wegen des begrenzten Platzes in meinem Zimmer im Maßstab Z. Ich hatte irgendwo ein Bild des Hp Überlingen Ost gesehen und kam auf die (wahnwitzige) Idee, diesen nachzubauen. Vor Ort habe ich Maß genommen (mehr Augen- als richtiges Maß) und einige Gebäudefotos gemacht, und zu Hause habe ich dann die Straßen- und gleisseitige Fassade auf Millimeterpapier gezeichnet. Allerdings war das dann auch alles, was vom Vorhaben des Nachbaus realisiert wurde, und die Modellbahnerei habe ich ziemlich schnell wieder aufgegeben... Allerdings hat die Zeichnung alle Umzüge seither mitgemacht und überlebt, so dass ich sie neulich in einem Ordner unversehrt wiedergefunden habe. Ich hänge sie hier an. Vielleicht weiß jemand aus dem Forum noch mehr zu diesem Hp; vor allem würde mich interessieren, weshalb er dieses so ganz anders gestaltete EG bekommen hat. War das wegen der Nähe zur historischen Altstadt, so dass man den Hp auch historisierend gestalten wollte? (Dann hätte Birnau-Maurach eigentlich ein barockes Gebäude bekommen müssen...) Oder hat da ein einflussreicher Honoratior, der in der Nähe residierte, nachgeholfen?

Viele Grüße von Claus

Bf_Ueberlingen-Ost_Skizze.jpg
Kleine Bemerkung dazu: Freilich war diese Strecke mit Reisezügen etwas schwächer belegt als heute. Dagegen war der Güterzugverkehr bedeutend. Jeder Kreuzungsbahnhof hatte damals jedoch noch seine Berechtigung und Notwendigkeit. In Bermatingen-Ahausen fand sogar jahrelang ein Personalwechsel statt. Allein nach Stockach fuhren damals zeitenweise 3 Üg, z.T. paarig, z.T. mit Lz-Vor- oder Rückleistung. In der Relation Radolfzell-Gbf-Friedrichshafen-Gbf-Ulm-Lindau-Reutin verkehrten mehrere DG, dazu auf Teilstrecken Ng und Üg teilweise mit Kleinlok. Von Friedrichshafen aus wurde die MTU bedient, die Awanst Kluftern jedoch von Radolfzell aus. Zusätzlich kamen noch Sondergüterzüge, Milchzüge, Umleiter und IVECO-Züge mit den dazugehörigen LG dazu, so dass die Strecke gut ausgelastet war, der nunmehr eingleisige Brandbühltunnel sich als Engpass erwies und der Betrieb um die davor und dahinter erhaltene 2-Gleisigkeit heilfroh war. Ab 900 t (?) mussten Gz zwischen Espasingen und Stahringen Schub erhalten. In Stahringen war dafür extra ein Stumpen zwischen den damals noch vorhandenen Gl. 2 und 3 vorhanden. Der neugotische Bf Überlingen-Ost war vor seiner Aufgabe einst Bf, dann Awanst. hernach Hpu. Mal einfach gesagt. Gruß Fritzle

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