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Vor 50 Jahren - Ende des Dampfbetriebs beim Bw Essen Hbf



Der Fahrplanwechsel zum Sommerfahrplan am 22. Mai 1966 war für mich ein ganz besonderer Planwechsel. Auf den Wochentag genau vor 50 Jahren (der 22. Mai war wie in diesem Jahr ein Sonntag) erreichte der Traktionswechsel den Direktionsstandort Essen. Etliche Dampfleistungen waren schon in den Vorjahren durch die fortschreitende Elektrifizierung weggefallen und nun sollten V100 des Bw Wuppertal-Steinbeck bis auf wenige Ausnahmen alle weiteren Personenzugleistungen im Essener Bereich übernehmen.

Über Nacht verlor das Bw Essen Hbf bis auf ein paar Kleinloks alle Fahrzeuge. Vorbei war die Zeit der Wendezüge mit den Baureihen 65 und 78, ebenso verloren die preußischen G8.1 (Baureihe 55.25) ihre Rangier- und Übergabeleistungen. Mich stimmte dieser Planwechsel absolut traurig, die Fahrt zur bzw. von der Schule sollte nun statt mit einer 65 oder 78 mit einem „Erdnussröster“ wie die V100 stattfinden. Damals war das für mich unvorstellbar. Wenn es denn wenigsten noch eine Ellok gewesen wäre, hätte ich mich noch damit anfreunden können.

Andererseits war dies der Zeitpunkt, dass ich noch nicht ganz 14jährig damit begann, Eisenbahnen zu fotografieren. Der Abschied von der Dampflok in Essen war sozusagen auch ein Neuanfang. Für eine paar Baureihen war es jedoch schon zu spät, 39 und 50.40 habe ich nicht mehr vor die Linse bekommen, und was mich besonders ärgert, die Hagener 03.10 habe ich auch verpasst, obwohl diese erst zum Winterfahrplan 1966/67 abgestellt wurden. Aber der Informationsfluss zu jener Zeit war überaus spärlich. Erst wenig später bestellte ich meinen ersten, noch im Umdruckverfahren hergestellten EK, der die neuesten Meldungen aber auch nur mit Verzögerung bringen konnte. An das Internet mit DSO war damals noch nicht zu denken. Die beste und schnellste Informationsquelle war immer noch der Buschfunk, denn der direkte Austausch mit Personalen und anderen Eisenbahnfreunden hat viele kaum langfristig planbare Fotos ermöglicht.

Doch wie kam es nun zu meinen ersten Fotos? Mein Vater begann ungefähr mit meiner Geburt bei der Deutschen Bundesbahn und bekam nach dem Güterzugdienst in Bochum-Dahlhausen eine Planstelle beim Bw Essen Hbf. In den letzten 6 Jahren des dortigen Dampfbetriebs fuhr er dann als Reservelokführer (so was gab es auch einmal) und Lokführer auf der 65 014. Sechs Jahre mit fast ständigem Dienst auf einer Lok waren für ihn doch erinnerungswürdig, so dass er im Frühjahr 1966 damit begann, Fotos seiner Dampflokzeit anzufertigen. Kurz vor dem Planwechsel durfte ich dann an einem datumsmäßig nicht mehr feststellbaren Sonntag noch einmal von Essen nach Düsseldorf mit fahren. Früh morgens ging es zum Dienstbeginn in das östlich vom Essener Hbf gelegene Bahnbetriebswerk. Nach dem Vorbereitungsdienst, bei dem ich nur zuschauen konnte, sollten auch noch ein paar Fotos gemacht werden. Da mein Vater zusammen mit „seiner“ Lok aufs Bild wollte, sollte ich die Aufnahmen machen. Verschlusszeit und Blende wurden eingestellt, dazu gab es noch einige Anweisungen zum Standort – ich hatte meine ersten eigenen Dampflokfotos gemacht. Danach ging es mit der Lok zur Abstellanlage West an der Schillerstraße, wo sich 65 014 mit der Rauchkammer an den Zug aus drei Pärchen dreiachsiger Umbauwagen (B3y, AB3y, BD3y) sowie einem vierachsigen Steuerwagen (BD4ymf) setzte. Tender voraus ging es zum Essener Hbf, wo der Zug aus dem heutigen Gleis 11 (damals noch Gleis 12) in Richtung Düsseldorf abfuhr. So aufgeregt wie ich damals war, kann ich mich kaum noch an die Einzelheiten der Fahrt erinnern. Fotos sind dabei keine mehr entstanden, knapp 20 Jahre später bin ich dann ein letztes Mal mit meinem Vater von Essen über Kettwig nach Düsseldorf gefahren. Die V100 hatte sich als Ersatz der 65 nicht bewährt und knapp zwei Jahre später wurde daher der elektrische Betrieb mit E41-Wendezügen als S-Bahn aufgenommen. Auch der 420 war inzwischen abgelöst worden und so fanden die Hinfahrt auf einer 111 und die Rückfahrt auf einem Bxf-Steuerwagen statt. Über diese Fahrt habe ich bereits im Januar 2014 berichtet: 1985 – Winterfahrt mit S6 von Essen nach Düsseldorf

Damit es nicht zu langweilig wird, folgen nun erst einmal Bilder. Um den Beitrag in einer überschaubaren Größe zu halten, habe ich mich dazu entschlossen, in diesem Beitrag nur die Bilder zur Baureihe 65 zu zeigen. Fotos der weiteren Baureihen werde ich dann in einem zweiten Teil folgen lassen. Eine genaue Datierung der Bilder ist nicht mehr möglich, sie sind jedoch zwischen März 1966 und dem Planwechsel entstanden.



Bild 1
https://up.picr.de/48063147ud.jpg



Bild 2
https://up.picr.de/48063149gw.jpg

Werfen wir zuerst einen Blick auf die Anlagen und die Lage des Bw Essen Hbf. Im Gegensatz zu einer damals nicht mehr bestehenden älteren Anlage direkt südlich am Essener Hbf finden wir es im Nordwesten des östlich gelegenen Rangierbahnhofs. Da inzwischen alle Gebäude dem Erdboden gleich gemacht wurden, ist es heute lediglich an der Unterführung der Burggrafenstraße noch halbwegs zu verorten. Nach einer Aufstellung vom 28. Dezember 1946 verfügte das Bw über 2 Rundschuppen und drei (!) Drehscheiben (2 x 20 m und 1 x 23 m). Möglicherweise ist dabei die Drehscheibe im Gleisdreieck am Hbf mitgezählt worden, da auf dem Bild und dem Plan eindeutig nur zwei Drehscheiben zu erkennen sind.


Bild 3
https://up.picr.de/48063150be.jpg

An einem trüben Märztag wurde 65 015 auf einem offenen Schuppenstand vor dem Verwaltungsgebäude des Bw Essen Hbf aufgenommen. Die Lok entstammt aus der zweiten Serie (65 014 – 65 018) und war seit ihrer Abnahme im Januar 1956 hier stationiert


Bild 4
https://up.picr.de/48063152wj.jpg

Aus der ersten Lieferung der Baureihe 65 von 1951 waren die beiden letzten Maschinen 65 012 und 65 013 in Essen beheimatet. Beide Maschinen waren ursprünglich an die BD Wuppertal geliefert worden und hatten schon Stationierungen in Letmathe und Fröndenberg hinter sich. Diese Lokomotiven waren am Oberflächenvorwärmer und der Dachform mit Lüfteraufsatz leicht zu erkennen. 65 013 steht hier in ähnlicher Position wie die vorher gezeigte 65 015 auf dem letzten Gleis vor dem Verwaltungsgebäude. Im Hintergrund ist außerdem noch das charakteristisch über Eck stehende Doppelstrebengerüst von Schacht Emil der Zeche Wilhelm Emil in Essen-Frillendorf zu sehen.[Ich bin mir nicht sicher, ob die Angaben zur Zeche korrekt sind und würde mich über Ergänzungen freuen.]


Bild 5
https://up.picr.de/48063153gt.jpg

Diese Gesamtansicht der 65 014 mit meinem Vater auf dem Führerstand ist sozusagen mein erstes bewusstes Lokomotivfoto. Ob ich die väterlichen Fotoanweisungen richtig umgesetzt habe, vermag ich nicht zu sagen, allerdings wäre das Foto ohne abgeschnittenen Wasserturm einfach besser.


Bilder 6 und 7
https://up.picr.de/48063155ko.jpg


https://up.picr.de/48063156uq.jpg

Als Erinnerung an die Dienstzeit meines Vaters auf der 65 014 entstanden die Bilder 6 und 7.


Bild 8
https://up.picr.de/48063158xk.jpg

Einmal in Fotolaune entstand in der tief stehenden Morgensonne diese Gegenlichtaufnahme der 65 014. Damals war es sicher meiner Unerfahrenheit zuzuschreiben, dass das Foto entstand. Später habe ich lange Zeit derartige Motive als nicht lohnend empfunden.


Bild 9
https://up.picr.de/48063159qy.jpg

Fertigmeldung zur Fahrt durch den Essener Hauptbahnhof zur Übernahme des Wagenparks in der Abstellanlage West.



Bild 10
https://up.picr.de/48063161tp.jpg

Wie eingangs beschrieben, habe ich von der Fahrt nach Düsseldorf keine Bilder gemacht. Dem damaligen „Pfiff-Club“-Gedanken entsprechend habe ich aber bereits alles Erdenkliche gesammelt, was mit Eisenbahn zu tun hatte. Dazu zählte auch der letzte Dienstplan meines Vaters, den ich erst vor einiger Zeit aus einer verstaubten Kiste wieder ausgegraben habe.


Anhand des obigen Dienstplanes sind die Schichtenfolge und die gefahrenen Leistungen gut ersichtlich. Dargestellt ist nur die erste Seite mit den werktäglichen Plänen. Auf die weitere Abbildung der Samstags- und Sonntagspläne mit den Abweichungen sowie der Aufstellung der Dienst- und Ruhezeiten habe ich verzichtet. Aus den Kopfzeilen ist u.a. ersichtlich, dass für vier 65 zwölf Personale aus Lokführer und Reservelokführer oder formlos geprüften Triebwagenführer erforderlich waren. Dass keine Heizer eingeplant waren, beruht darauf, dass beim geschobenen Zug ein Reglerberechtigter auf der Lok sein musste, der die per Hagenuk-Befehlsgerät aus dem Steuerwagen übertragenen Fahrbefehle ausführen durfte.

An den linken Rand hat mein Vater die Abfahrtszeiten der Züge von Essen-Dellwig Ost nach Essen eintragen, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Neben den stündlichen Fahrten Essen – Düsseldorf findet man auch Züge nach Kettwig und Bottrop, wobei letztere normalerweise mit einer 78 gefahren wurden. In den Jahren davor waren auch Leistungen nach Hagen, Remscheid-Lennep über Wuppertal enthalten.


Bild 11
https://up.picr.de/48063162gp.jpg

Ein weiteres Dokument des „Pfiff-Club“-Jüngers ist der vom 30. Mai 1965 gültige Buchfahrplan 1E der Bundesbahndirektion Essen u. a. mit den Zügen Essen – Düsseldorf.

Auf der abgebildeten Seite 46 finden wir die Nachmittagszüge von Düsseldorf nach Essen mit der kürzesten Fahrzeit von 49 Minuten für N 2179. Die Höchstgeschwindigkeit der 65 von 85 km/h wurde „voll ausgereizt“. Mit einer höheren Geschwindigkeit wäre wohl eine etwas kürzere Fahrzeit möglich gewesen, da u. a. die Abstände zwischen Ratingen Ost und Hösel sowie Kettwig und Essen-Werden doch recht groß waren. Die ersatzweise eingesetzten 78 (preuß. T18) hatten als Höchstgeschwindigkeit 100 km/h, die auf der Strecke auch zulässig gewesen wäre. Allerdings war deren Beschleunigungsvermögen weitaus geringer, so dass sie meist ein Umbauwagenpärchen weniger am Zughaken hatten.

Der Fahrzeitvergleich zu den heutigen S-Bahnzügen zeigt, dass diese bei 120 km/h und drei zusätzlichen Halten im Düsseldorfer Raum 42 Minuten benötigen. Von Essen-Stadtwald bis Essen Hbf benötigen die S-Bahnen lediglich eine Minute weniger. Seit Einsatz der 422 werden die Zeiten auch recht stabil eingehalten, in der letzten Zeit des Einsatzes der x-Wagenzüge mit 143 war im Berufsverkehr die Ankunftszeit in Essen eher nur ein Richtwert.


Zum Planwechsel wurden die sieben Essener 65 zum Bw Limburg (Lahn) abgeben. Letztes Betriebswerk für die 65er war das Bw Aschaffenburg, wo 65 018 als letzte Essener Maschine bis Ende 1972 im Einsatz stand. Sie blieb als einzige ihrer Baureihe erhalten und fand zunächst im DDM in Neuenmarkt-Wirsberg eine neue Heimat.

1981 ging sie zunächst als Leihgabe an die SSN (Stoom Stichting Nederland), die sie 1984 wieder betriebsfähig aufarbeitete. Nach Ablauf der Fristen 1993 wurde die Lok abgestellt und später einer Hauptuntersuchung im Aw Meiningen zugeführt. Seit dem 3. Mai 1998 ist sie wieder einsatzbereit in Rotterdam. Nach knapp 17 Jahren in DB-Diensten fährt 65 018 nun schon 28 Jahre in den Niederlanden. Inzwischen ist die Lok mehrfach in der alten Heimat gewesen und hat dabei auch einige der ursprünglichen Planstrecken befahren. Aus der Zeit nach den DB-Einsätzen möchte ich abschließend drei Aufnahmen zeigen. Dass davon nur eines die HiFo-Kriterien erfüllt, möge man mir verzeihen.


Bild 12

https://up.picr.de/48063164uh.jpg


Nachdem 65 018 bei SSN wieder in Betrieb genommen worden war, nutzte ich am 16. Mai 1985 die Gelegenheit zu einigen Aufnahmen. Mit einem Sonderzug aus Bm-Wagen der DB überquert sie bei Tiel einen der „seltenen“ niederländischen Wasserläufe.


Bild 13
https://up.picr.de/48063165ar.jpg

2007 gab es wohl die einmalige Gelegenheit, alle DB-Neubaudampflokreihen nebeneinander fotografieren zu können. Am 30. April versammelten sich vor dem Schuppen in Bochum-Dahlhausen 10 001, 23 023, 65 018, 66 002 und 82 008.


Bild 14
https://up.picr.de/48063166bi.jpg

Selbst in Belgien war 65 018 mittlerweile zu Gast. Auf der Strecke (Dinant – Yvoir) – Evrehailles – Spontin – Ciney der chemin de fer vallée du bocq kommt sie uns am 12.8.2012 mit einem Zug aus belgischen Wagen bei Purnode entgegen. Man darf wohl sagen, 65 018 ist mittlerweile weder eine deutsche noch eine niederländische, sondern eine europäische Lokomotive.


Damit möchte ich meinen ersten Teil zum Dampfende im Bw Essen Hbf abschließen, der zweite Teil folgt - wenn ich die Zeit dazu finde - in Kürze.

Ich wünsche allen noch ein schönes Wochenende
Werner



Hier der Link zum zweiten Teil: Vor 50 Jahren - Ende des Dampfbetriebs beim Bw Essen Hbf (Teil 2 mit 13 Bildern)




edit: 2022 überarbeitet und 2024 Bilder erneut eingefügt



//



7-mal bearbeitet. Zuletzt am 2024:06:17:10:27:41.
Hallo Werner,

vielen Dank für diesen sehr persönlichen und wirklich interessanten Bericht und die wunderschönen Fotos. Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung.

Ein schönes Wochenende wünscht mit freundlichen Grüßen aus Großbritannien

W - D Upphoff

https://s20.directupload.net/images/user/240727/temp/3ldwrpvr.webp https://s20.directupload.net/images/user/240727/temp/x72uj4sn.webp https://s20.directupload.net/images/user/240727/temp/obcmx4a6.webp East Croydon Station
Meine HiFo-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]
0ec3ab62.l.jpgDas ist die Zeche Königin Elisabeth.Den Schacht den man sieht ist Schacht Emil.Der andere Schacht war ein Malakowturm und hieß Wilhelm.Hier auf den Foto Schacht Wilhelm



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:05:21:06:29:58.
Hallo Werner,

besten Dank für den klasse Beitrag! Leider habe ich die Essener 65er (und 78er) viel zu wenig beachtet, weil die Loks immer "falsch herum" an den Zug gekuppelt waren. Hier ein Foto "Deiner" 65 014 bei der Anfahrt in Hösel im Februar 1965:

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/811364/6662633535653564.jpg


(Das Bild habe ich vor einigen Jahren schon einmal gepostet.)

Bis die Tage, Helmut
Werner, mit diesem Beitrag hast Du auch bei mir große Erinnerungen geweckt! Im Südviertel groß geworden, kann ich mich noch gut an die Dampfzüge und das kurze V100 Intermezzo erinnern, wiewohl ich beim Fahrplanwechsel des Traktionswandels gerade 5,5 Jahre alt war!

Bild 4 ist natürlich für mich der Knaller; das sehr offensichtliche und charakteristische Gerüst hast Du ja schon korrekt zugeordnet; diese Anlage hatte ich schon mal etwas Näher vorgestellt ( [www.drehscheibe-online.de] ). Wenn man genau hinschaut, wird man hart neben der Speisepumpe ein weiteres Gerüst erkennen - dies ist die Schwester-Schachtanlage Hubert der Zeche Königin Elisabeth.

RUHRKOHLE - Sichere Energie

seit dem 24.II.2022 bittere Wahrheit in Europa
Werner,

danke für den richtig schönen Bildbericht mit sehr interessanten Zeitdokumenten.

Gruß

Ronald
Hallo Werner,

als Essener bin ich hellauf begeistert von Deinem Bericht.

Freundliche Grüße

Uwe

Freundliche Grüße
Uwe

[lowa.lima-city.de]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:05:21:13:12:49.
Hallo Werner

Vielen Dank für Deinen sehr schön erzählten und ebenso illustrierten Bericht aus der letzten Zeit des Bw Essen. Du erinnerst mich damit an meine eigenen Besuche dort, wo ich, genau so wie Ihr das Bild 3 gemacht habt, auch eine 65er aufgenommen habe, allerdings die 016.

Du erwähnst, dass die 65er nach Limburg "gingen". Auch die 78er des Bw Essen fanden zum Teil noch anderweitige Verwendung, nämlich im Hamburger Vorortdienst. So habe ich im August 1967 auf der Strecke von Hamburg=Bergedorf nach Büchen u.a. die ehemaligen Essener 78 204, 248, 252 und 509 gesehen und auch teilweise fotografiert. Bei anderen Bw's der BD Essen gab es hingegen keinen Übernahme-Bedarf der 78er vom Bw Essen, denn diese anderen Bahnbetriebswerke beendeten auch ihren 78er-Einsatz. Ich war z.B. am 22.05.1966 im Bw Wesel, welches bis zu diesem Tag auch 78er hatte, u.a. die 007 und die 235. Das Bw Wesel wurde allerdings, wenn ich es recht in Erinnerung habe, gleichzeitig auch aufgelöst.

Viele Grüße

Wolf-Dietmar
Hallo Werner,

vielen Dank für den tollen Bericht. Ich habe ihn mit großem Interesse gelesen und genossen.


Viele Grüße aus Betzdorf
Bruno

Zu den 78ern

geschrieben von: 03 1008

Datum: 21.05.16 15:12

Hallo Wolf-Dietmar,

<Bei anderen Bw's der BD Essen gab es hingegen keinen Übernahme-Bedarf der 78er vom Bw Essen, denn diese anderen Bahnbetriebswerke beendeten auch ihren 78er-Einsatz.<

Die meisten Essener T 18 wurden allerdings zunächst in den "Fernen Osten" der BD Essen umstationiert:

so z. B. 78 246, 440, 459, 507, 509, 510 und 516 bis 21. bzw. 22.05.1966 Bw Essen Hbf danach Bw Paderborn.

Viele Grüße, Helmut

Re: Zu den 78ern

geschrieben von: 55 4630

Datum: 21.05.16 15:44

Hallo Helmut

Danke für die korrigierende Ergänzung. Ich hatte meine Ausführungen aus der Erinnerung heraus gemacht und dabei an Paderborn nicht gedacht. Gemeint war auch mehr, dass im eigentlichen Ruhrgebiet der 78er-Einsatz weitgehend zu Ende war. Wurden die Loks eigentlich in Paderborn wirklich benötigt oder lediglich "zwischengelagert"?

Viele Grüße

Wolf-Dietmar



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:05:21:15:46:15.

Re: Zu den 78ern

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 21.05.16 16:45

Lieber Werner Wolke!

Vielen Dank für die 78 Aufnahmen und der Skizze des Bw Essen Hbf.

Nach dem EK Buch BR 78 zu urteilen, scheint ein Einsatz in Paderborn auch nur als Ersatz von V 100 erfolgt zu sein.
Immerhin haben 2 Loks aus dem Bw Essen Hbf. bis heute überllebt, 78 246 im DDM in Neuenmarkt-Wirsberg und nicht weit weg 78 510 im Bw Lichtenfels.
Die 78 459 gehörte zu den letzten 78 er des Rottweil, die ich selbst nur noch als Z Lok in Rottweil vorgefunden hatte.

Toll, da war ich auch dabei, die Parde im DGEG Bw Bochum Dahlhausen mit allen DB Neubauloks, die Prof. Dr. Wolfgang Fiegenbaum mit Helfern organisiert hatte.
In Belgien war ich wg. 65 018 auch schon.

Frage hierzu: Wo ist der schöne Fotostandpunkt von der 65 018?


Es grüßt herzlich
thomas.splittgerber, berlin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:05:21:16:59:06.
Vielen Dank für die (sehr erfolgreichen) Bemühungen und den tollen Beitrag.
Insbesonders die Bilder des ehem. Bw's sind für mich interessant, war dies doch alles vor meiner Zeit.

Gruß
Dirk S.

Ein in jeder Hinsicht vorbildlicher Beitrag!

geschrieben von: ICE

Datum: 21.05.16 18:52

Hallo Werner,

schön geschrieben, dazu die vielen Dokumente und exzellente Fotos aus der Zeit der alten Nummern. Schön auch die Bilder der 65 018 und der DB-Neubau-Lokparade.
Vielen Dank für die Mühe!

Helmut (ICE).
Sehr schöner Beitrag. Bild Nr.6 hat mir am besten gefallen.
Die Neubaulok Parade ist auch klasse.

Die 65 018 kenne ich als Gastlok im Museum Bo-Dahlhausen – schön das sie immer noch fährt.

Gruß
Andreas
Hallo

ein wirklich begeisternder Beitrag! Ich bin großer Fan dieser Loks uns im speziellen dieser Wendezüge. Ich würde mich freuen, wenn im nächsten Beitrag nicht "nur" Loks zu sehen wären, sondern auch etwas mehr von den Zuggarnituren und den Steuerwagen.

Modelltechnisch habe ich mich in den letzten Monaten viel mit den Wendezügen beschäftigt. Hier habe ich den Wendezug als Modell nachgestellt und einige Verbesserungen an der BR65 von Fleischmann vorgenommen: [ondrup.blogspot.de]

Auf dem letzten Fremotreffen in Cloppenburg hat die Garnitur einige Kilometer gemacht.
http://patrick.thwoditsch.de/cloppenburg2016/original/16cloppenburg112.JPG

Schöne Grüße
Patrick

Der Bahnhof Ondrup ist jetzt im Web: [www.ondrup.blogspot.com]
Hallo Werner,

das ist ein rundum gelungener Bericht, mit persönlichen Erinnerungen, "Altpapier" und Fotos, um die ich Dich beneide, weil mir nicht nur in Essen, sondern überhaupt aktive 65er durch die Lappen gegangen sind.

Gruß
Klaus

Edit: Rechtschreibkorrektur



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:05:22:20:07:36.
Hallo zusammen,


zunächst möchte ich mich für die umfangreiche und positive Resonanz auf meinen Beitrag bedanken. Die Anregungen und Hinweise werde ich in den zweiten Teil zum Bw Essen Hbf einfließen lassen. Interessant ist auch der Vorgriff auf die Baureihe 78, die neben der 65 zumindest in der letzten Phase des Dampfbetriebs die dominierende Baureihe im Essener Hbf war. Um jedoch Essener 65er und 78er vor Zügen zeigen können, müsste ich auf Aufnahmen von Freunden zurückgreifen. Wie bereits geschrieben, sind dies meine ersten Aufnahmen gewesen und als Jugendlicher hat man noch nicht dieselben Vorstellungen von Eisenbahnbildern wie kurz vor dem Ruhestand. Für mich standen in der Anfangsphase die Lokomotiven vollkommen im Vordergrund.

@Helmut: Danke für das schöne Bild „meiner“ 65 014 in Hösel. Ich habe es genau studiert, aber der Mann am Regler ist nicht mein Vater, das wäre dann die vollkommene Überraschung gewesen. Gleichzeit macht mir das Bild deutlich, was ich alles verpasst habe. Dass die Loks „verkehrt“ vor dem Zug standen, hat mich nie gestört, ich kannte es ja gar nicht anders. Andererseits hatte das auch seinen Grund. Laut Erklärung meines Vaters konnte dadurch beim geschobenen Zug das Personal am Regler während der Fahrt besser an der Signalbeobachtung teilnehmen. Der in letzter Zeit manchmal genannte Grund, dass die Lok mit dem führenden Drehgestell ruhiger lief, ist eher eine Vermutung. Die Lok lief vorwärts wie rückwärts gleichermaßen ruhig. Das dürfte auch für die 78 gegolten haben, denn die hätte dann ohne weiteres auch „richtig“ vor dem Zug stehen können, denn in beiden Richtungen lief ein Drehgestell voraus.

@Joachim und Fritz 333: Eure Hinweise zum Schacht Emil ergänzen sehr gut meine bisherigen Kenntnisse. Ich kann mich noch gut an das Fördergerüst erinnern. Ganz in der Nähe der Anlage wohnte ein Schulkamerad von mir, bei dem wir uns zeitweise (so um 1968) zum Lernen trafen. Aus dem Fenster konnte man das Fördergerüst wunderbar bestaunen, aber ich bin leider nie auf die Idee gekommen, davon ein Foto zu machen.

@Thomas Splittgerber: Deine Frage auf den schönen Standpunkt für das Foto der 65 018 bezieht sich sicher auf das Bild aus Belgien. Die Aufnahme ist an der genannten Strecke zwischen Purnode und Dorinne entstanden. Zwischen den beiden Stationen verläuft die Strecke durch ein romantisches Tal und durchquert dabei drei Tunnel. Die Aufnahme ist vor dem mittleren Tunnel entstanden.

Demnächst werde ich am zweiten Teil weiterarbeiten, einige aus Euren Hinweisen gewonnene Gedanken werde ich dabei noch berücksichtigen.

Bis dahin viele Grüße
Werner



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:05:22:14:37:29.
Hallo Werner,

netter Beitrag. Gefällt mir! Zum Betriebswerk gibt es im Nrw-Landesarchiv Rheinland Digitalisate:

[www.archive.nrw.de]

und dann nahezu bis ans Ende der Liste gehen.

Auf der linken Seite lassen sich auch andere Bahnhöfe auswählen. Zu Frintrop gibt es (leider nur) Stellwerke.

Schönen Sonntag
Ansgar
Hallo Ansgar,

danke für die Hinweise. Damit komme ich auch bei Essen-Frintrop wieder ein Stückchen weiter.

Viele Grüße
Werner
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