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Ansichtskarten aus Alt- Dortmund

geschrieben von: stenkelfelder

Datum: 07.05.16 11:54

Zunächst mal die "Neuen Brücken am Südbahnhof"- aufgenommen zwischen 1929 und 1935 (der heute noch vorhandene Wasserturm wurde 1929 fertiggestellt und die Karte 1936 gestempelt). Die Loknummer dürfte bei starker Vergrößerung als 78 233 zu erkennen sein.
Stationierungs- Spezielisten können das Bild damit vielleicht datieren...
dortmund neue brücken am südbahnhof um 1935.jpg
Hier ein Veruch, die Loknummer zu vergrößern- nicht umwefend, aber ich hoffe, man erkennt was......
78233.jpg

Damit etwas weiter zurück in die Geschichte- Aplerbeck Süd kurz nach der Eröffnung 1912. Alles liegt noch voller Baumaterial, und im Hintergrund qualmt die Aplerbecker Hütte vor sich hin...
bf dortmund aplerbeck süd 1912.jpg
Und schließlich noch ein Sprung ins Jahr 1958. Damals stand die bekannte Himpendahlbrücke noch, wurde aber seit ~1955 nicht mehr regelmäßig befahren (ich kann mich nicht mehr an Züge auf der Brücke erinnern). Der Rheinische Esel war schon abgebaut und durch die Westfalenhallen- Kurve eretzt worden und die alte Bahntrasse wurde als inoffizieller Fußweg Kluse- Buschmühle beneutzt. Damit läßt sich das Foto ziemlich genau auf 1958 datieren, denn der Bahnkörper wurde 1959 an die DHHU verkauft, die ihn als Privatstraße zum Schlackenbrecher der Firma Karl Risch nutzte (das bieb wegen der Staubentwicklung aber nur ein kurzes Zwischenspiel)
himpendahlbrücke do hörde 1958.jpg
Die Häuser im Hintergrund stehen am ehemaligen Hp Kluse in der Märkischen Straße, die liebe Familie XY befand sich zum Zeitpunkt der Aufnahme also schon auf DHHU- Gelände. Der Gitterträger der Brücke wurde 1978/ 79 gesprngt (vielleicht weiß ja jemand das genaue Datum). Die gemauerten Pfeiler stehen noch und sollen jetzt nach Einbeziehung der Halden in den Westfalenpark mit einer neuen Fußgängerbrücke verbunden werden.
In der Dortmunder Lokalpresse werden die Pfeiler übrigens heute als "Brückenköpfe" bezeichnet und die Brücke streng politisch korrekt als das Viadukt. Na ja- die Dortmunder Lokalpresse wird heute schließlich genau wie die Eisenbahnfreunde- Presse vom Funke- Konzern beherrscht! Also hat man sich auch jefällichst politisch korrekt auszudrücken!
"Das" Viadukt ist laut Duden zwar möglich, aber als österreichische Amtssprache gekennzeichnet, und was ist ein Brückenkopf? Die Frage kann Onkel Otto, der Hauptmann der Reserve, am besten beantworten- ein Brückenkopf ist eine vorgeschobene Stellung zur Sicherung von Nachschub- oder (jawoll!) Fluchtwegen. Beide Begriffer haben also mit dem deutschen Eiosenbahnwesen absolut nichts zu tun, und wenn sich die Herren in Essen und Fürstenfeldbruck auf den Kopp stellen!

Re: Ansichtskarten aus Alt- Dortmund

geschrieben von: S&B

Datum: 07.05.16 14:10

Das letzte Bild wirkt geradezu gruselig. Schade.
Grüße
Ulrich

Re: Ansichtskarten aus Alt- Dortmund

geschrieben von: das-jan

Datum: 07.05.16 14:29

Wieso hast Du die Gesichter unkenntlich gemacht?
Was doch für ein Unsinn.

MfG
Jan

Re: Ansichtskarten aus Alt- Dortmund

geschrieben von: Thomas Köpp

Datum: 07.05.16 20:24

Hallo,
danke fürs Einstellen. Falls Du noch mehr von alten Aufnahmen aus Dortmund hast, wäre ich dir für das Einstellen sehr dankbar.
Gruß
Thomas

Soweit nicht anders gekennzeichnet stammen die Fotos von mir und somit liegt das Urheberrecht bei mir.

Falls jemand zu diesem Beitrag Anmerkungen und Korrekturen hat, sind diese willkommen und sogar erbeten.

Meine Beiträge in [www.drehscheibe-online.de]

Thomas Köpp

OT: Funke-Konzern?

geschrieben von: Frank St.

Datum: 07.05.16 20:55

Ähm, Du weißt schon, wer wirklich die Lokalseiten der in Dortmund von Funke vertriebenen Medien produziert? Fängt mit "Len" und hört mit "sing" auf.

Grüße
Frank

Zu meinen Beiträgen:
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Re: OT: Funke-Konzern?

geschrieben von: Ruhrtal

Datum: 08.05.16 09:47

Hi, diesen Hinweis kann ich im Zusammenhang mit dem Dortmund-Beitrag nicht nach vollziehen, sorry. Was willst Du damit sagen?
LG Peter

Re: Ansichtskarten aus Alt- Dortmund

geschrieben von: Markus Heesch

Datum: 08.05.16 10:02

stenkelfelder schrieb:

und die Brücke streng politisch korrekt als das Viadukt.

Ich möchte bezweifeln, dass falsche Rechtschreibung politisch korrekt ist. Im aktuellen Duden ist das Wort allerdings nicht als österreichisch gekennzeichnet:

Via|dukt, der, auch: das; -[e]s, -e [zu lat. via = Straße, Weg u. ductum, 2. Part. von: ducere = führen]:

über ein Tal, eine Schlucht führende Brücke, deren Tragwerk meist aus mehreren Bogen besteht; Überführung (3).

© Duden - Deutsches Universalwörterbuch, 7. Aufl. Mannheim 2011 [CD-ROM].

Re: Ansichtskarten aus Alt- Dortmund

geschrieben von: KBS435

Datum: 09.05.16 18:08

Hallo,

hier ist das erste Bild auch zu finden: [www.eisenbahnbildarchiv.de] . Ich lese ebenfalls 78 233.

Viele Grüße
KBS435

Re: Ansichtskarten aus Alt- Dortmund

geschrieben von: eisenbahnfan rotterdam 1954

Datum: 10.05.16 13:00

das kommentar zu bild no 3 teile ich voll und ganz.
wieso auf ein bild vion fast 60 jahre alt die gesichter unkenntlich machen? seltsam

mfrgr
willem

Re: Ansichtskarten aus Alt- Dortmund

geschrieben von: stenkelfelder

Datum: 20.05.16 14:08

Sicher ist sicher- es könnte ja jemand ankommen und mir unterstellen, ich zeigte hier seinen Onkel Georg und seine Tante Sieglinde bei der Begehung einer Straftat, nämlich Hausfriedensbruch zum Nachteil der Hüttenunion AG bzw. ihrer Rechtsnachfolger. Und dann kommen unsere kleinen schwarzern Freunde, die Herren Abmahn- Advokaten, und halten dioe Hand auf. Diesen Brüdern sollte man von vornherein möglichst wenig Handhaben bieten, und da ist es sicherer, die Mischpoke von vornherein unkenntlich zu machen.
Dafür habe ich noch ein Bild von der Himpendahlbrücke in ihrer Glanzzeit vor 1914 gefunden. Die Aufnahme ist etwa vom Bü des Rheinischen Esels an der Märkischen Straße aus gemacht worden (später Hp Kluse), und zwar mit einem ganz schön langen "Fern- Objektiv".
phönix hörde schlackenbahn brücke.jpg
Bemerkenswert ist hier für den Kenner, daß man die Schlacke hier offenbar nicht flüssig verkippt hat, sondern sie wurde in der Pfanne abgekühlt und dann in ganzen Blöcken abgekippt- eine sehr seltene Arbeitsweise, die ich sonst nur von der "Affi" in Hamburg kenne.