Die große Osterreise 1971, deren Verlauf ich in der „Vorschau“ schon skizziert habe ( [
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Osterreise 1971 (1) – deutsch-französisches Dampflokrennen und Wendezüge an der Saar - [
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Wir bleiben noch beim Dienstag, 6. April 1971. Kurz vor Mittag verließen wir die Strecke Sarreguimenes-Hanweiler=B.Rilchingen-Saarbrücken Richtung Trier. Noch immer trübe Wettersuppe, und die Stimmung im braven R4 „Idefix“ war wohl eher gedämpft: Der Morgen war grandios, doch jetzt dürfte auch das Wetter noch endlich besser werden!?!
So gondelten wir also eher gelangweilt über die noch sparsam ausgebaute B 51 gen Nordwesten, die heutige Saar-Autobahn A 620 gab es ja noch lange nicht. Durch Völklingen, ohne Besuch bei meiner Verwandtschaft: da hätte es zwar bestimmt leckere Lyoner-Wurscht gegeben, und Kaffee & Kuchen und, und; doch es wäre uns an der Trierer Schiene einiges durch die Lappen gegangen. Also weiter, durch Bous und Saarlouis. Unterwegs irgendwo 050 207 mit Kabinentender und 050 951 notiert, ohne Bilder.
Nicht bemerkt haben wir, daß erstere 50 eine Turbospeisepumpe hatte. Und ebenso unbemerkt blieb auch, daß UIrich Budde – welcher Zufall! – just an diesem Tag ebenfalls an der Saar unterwegs war und morgens im Bahnhof Saarlouis P 2817 mit 023 047 fotografiert hatte ( [
www.drehscheibe-online.de] ). Wir sind einer zufälligen Begegnung dadurch aus dem Weg gegangen, wie Ulrich mir im Vorfeld dieses HiFo-Beitrags schrieb, dass er und sein Begleiter W.B. sich nach dem trüben Tagesbeginn in Saarlouis nach Lebach verdrückt haben, wo das Wetter dann glücklicherweise relativ schnell wieder "brauchbar" wurde. Von da aus ging’s bei ihnen abends noch an die Saargemünder Strecke, da Übernachtung in JH Saarbrücken.
Zurück zu Bernward Glöckler und mir. In Dillingen schauten wir ins Bw. Auch hier keine Fotos, aber immerhin den Dampflokbestand abgeschrieben, der sogar noch eine 094 umfaßte:
(Scan 1)
Als es draußen grummelte, endlich auch wieder ein Foto:
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Die Saarbrücker 053 091 wuchtete einen Gag Saar-abwärts. Enttäuschte Notiz in der Kladde oben: „Normal-Tender!“ Warum bloß hatte die 50 3091 keinen Wannentender mehr?! - Von der unter heutiger Sichtweise längst ebenfalls bemerkenswerten VT 98-Einheit rechts nahmen wir natürlich keine Notiz. „Diesel-Kram.“ Auch mein Compagnon Bernward Glöckler aus Stuttgart, ganz rechts im Bild, hatte nur Sinn für die 50er.
Weiter auf der B 51 durch Bettingen und Merzig fast bis nach Mettlach. Normale Menschen biegen hier ab nach Oscholz, zur berühmten Mettlacher Saarschleife. Doch so normal waren wir nicht, sondern postierten uns lieber bei Besseringen am weniger touristischen, 1195 Meter langen Mettlacher Tunnel, wo uns um 12.45 Uhr diese Fuhre auf ihrem Weg zum AW Trier vor die Kameras fuhr:
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Der Mannheimer 051 922 hatte man in Dillingen noch die Dillinger z-Lok 051 682 (siehe oben im Bw-Bestand in der Kladde) angehängt.
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Unbemerkt begann hier bei mir die „Hochkanteritis“, leider: denn die verbannte rechts und links völlig unnötig viel zeitgenössisches „Klimbim“ aus dem Bild...
Weiter, durch Mettlach, in die nördliche Ausfahrt des Städtchens, das nicht nur wegen der nahen Saarschleife bekannt, sondern zumindest unseren Müttern, Partnerinnen und Ehefrauen dem Namen nach auch wegen der Porzellan-Manufaktur von Villeroy und Boch ein Begriff ist. Vor der Werkskulisse erwischten wir die Saarbrücker 023 101 mit P 4847 nach Saarhölzbach:
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Erneut „hochkant“! …auf Kosten der alten Werksanlagen mit dem Flüßchen Saar. Wie schade.
Wenig später schon kam die Lok mit gleichem Park, nun aber als P 4361 zurück und rollte mit gerade wieder geschlossenem Regler unter dem Mettlacher Einfahrsignal an uns vorbei:
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Der Fotopunkt auf der Fels-Nase bei km 47,5 gefiel uns. Die Sonne kämpfte sich endlich auch mühsam durch die Aprilwetter-Wolkenpakete, es wurde wohlig-warm. …und wir dösten so dämlich vor uns hin, daß ich 023 096 mit P 4855 nach Saarhölzbach (-Trier?) nur per Nachschuß erwischte:
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Kein Zweifel: Der Heizer hatte schon gute Arbeit geleistet!
Apropos Hochkanteritis:
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Solche unsinnigen Auswüchse kann sie haben!
Dank Photoshop und Schneidewerkzeug wird dann aber doch noch ein halbwegs gescheites Bild daraus:
(20.1)
Wir sehen die Ehranger 044 178 mit Erzzug (Berichtigung: Ganzzug, evtl. Autoteile für Ford Saarlouis) Richtung Süden, Dillingen.
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…und weil zur Hochkanteritis jetzt offenbar auch noch künstlerische Anwandlungen über mich kamen, dieser „Trotz-allem-Nachschuß“:
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Wir gondelten weiter gen Mosel und Trier, und bei Taben, gleich hinter dem auch heute noch existierenden markanten Steinbruch, überholte uns die Ehranger 044 562:
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Hier ist die Elektrifizierung schon in Arbeit, wie der Arbeitszug links und die nagelneuen Masten rechts zeigen. – Ach, der Käfer? Nein, das ist nicht der „Idefix“, das wißt Ihr doch inzwischen schon. Es dürfte hier vielmehr der blankgeputzte Augenstern des diensthabenden Tabener Fahrdienstleiters sein, denke ich.
Da wir ja ebenso wie die 44 nach Norden wollten, bot sich auf der hier oben recht verkehrsarmen Bundesstraße 51 die Verfolgung an. So gelang uns bei Serrig gerade noch das nächste Bild von dem Erzzug mit der „562“, bevor uns die Ehranger Schwester 044 274 im Gegenlauf störend ins Schußfeld geriet:
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Weiter ging’s gen Trier.
Doch – uups!? Hat Co-Pilot Bernward Glöcker falsch gefranst?
(25.1)
Der Berichterstatter guckt auch nochmal nach: Nix Ägypten – das muß ganz weit weg sein!
(25.2)
Nebenbei: So reiste man früher auf Dampflok-Tour – adrett gekleidet in Rollkragenpulli und Sakko!
Ach so, die Auflösung noch: In Wiltingen / Saar entdeckten wir diese Dorfstraße „In Ägypten“, die Google Maps auch heute noch so ausweisen.
Doch Spaß beiseite – in Karthaus wurde es nun ernst. Und ich weiß auch, wer jetzt angesichts der „38 3156 Bw Landau/Pf.“ einen Schnaps zum Trösten braucht:
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Die Schöne aus – zuletzt – Tübingen hatte ihre letzten Schienen-Meter fast hinter sich, mit zahlreichen Leidensgenossinnen, wie meine „Karthaus-Liste“ vom Tage belegt:
(Scan 2)
Der Crailsheimer Schildermaler – längst uns allen hier im HiFo ein fester Begriff, aber wohl noch immer nicht identifiziert!? – hinterließ auch heuer wieder seine ungelenken Grüße auf dem großen Karthauser Lokfriedhof:
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Der Tag ging zur Neige, doch die Motivideen gingen uns noch lange nicht aus. 086 178 ex Bw Saarbrücken:
(28)
Lange Schrott-Reihen vor der Kulisse des Klosters Karthaus:
(29)
Das in den Jahren 1670 - 1830 erbaute ehemalige Karthäuser Kloster wurde durch die Wirren der französischen Revolution zerstört, die Ruinen 1855 von den Franziskanerinnen erworben und in Anlehnung an die barocken Baupläne wieder aufgebaut – so berichtet’s Wiki: [
www.konz.eu]
Uns aber interessieren die Lok-Reihen noch mehr, zumal hinter der unfallbeschädigten Goslaer 086 179 ein Sonderling aus Heilbronn, die 064 079 mit ihren außenliegenden Lampen hervorlugt:
(29.1)
Das Licht wurde schließlich immer weniger, reichte aber noch zu einem Karthäuser Frühlingsgruß an der Ulmer Todeskandidatin 051 405…
(30)
…bevor wir den Tag am Bahnhof mit einem Piktogramm „Kart.haus“ fotografisch beschlossen:
(31)
Die Kladde allerdings verrät, daß uns auf der nun folgenden Fahrt entlang der Mosel gen Koblenz noch mehr erwartete.
(Scan 3)
Bis Klotten, schon am Unterlauf der Mosel, sollten wir noch kommen – und dann versagte der brave Idefix seinen Dienst: „- Karren verreckt -“, so überliefert’s die Kladde. Ich weiß nicht mehr, was defekt war. Jedenfalls mußten wir nun ad hoc eine Übernachtung in dem Weindörfchen an der unteren Mosel suchen. Und wir fanden eine: mit durchgelegenem Ehebett und schon benutztem Bettzeug… Ekel! Aber was sollten wir machen!? Tapfer standen wir’s durch – und trieben uns noch bis spät am Abend am Bahndamm herum: Die Kladde verrät als letztes noch um 22.26 Uhr einen Güterzug mit 044 670 nach Trier.
Wie’s am nächsten Tag, am 7. April, weiter ging, verrät die Kladde auch. Doch mehr erst in der nächsten Folge – in zwei Wochen. Bis dahin:
Schöne Grüße aus Aachen –
Reinhard Gumbert
Hier geht's zu Teil 3 "Mosel satt: Eller" - [
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Hier die vollständige Link-Sammlung aller Berichtsteile zur Osterreise 1971:
Vorschau – Bild-Nr. 1 – 9a: [
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Osterreise 1971 (1) – deutsch-französisches Dampflokrennen und Wendezüge an der Saar - Bilder 1 – 13: [
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Osterreise 1971 (2) – an der unteren Saar und in Karthaus – Bilder 14 – 31: [
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Osterreise 1971 (3) – Mosel satt: Eller – Bild-Nr. 32 – 49: [
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Osterreise 1971 (4) – Mosel satt: Bullay, Neef und Pünderich – Bild-Nr. 50 – 64: [
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Osterreise 1971 (5) – Mosel satt: Bullay und „zwei Seiten der 001 150“ - Bild-Nr. 65 – 74: [
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Osterreise 1971 (6) – Mosel satt: normale Kost in Bullay, Neef und Bengel – Bild-Nr. 75 – 90: [
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Osterreise 1971 (7) – Mosel Rest: Mayen, KoMo und Winningen – Bild-Nr. 91 – 104: [
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Osterreise 1971 (8) – Karfreitag in der Marsch - Bild-Nr. 105 – 121: [
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Osterreise 1971 (9) – Hindenburgdamm I - Bild-Nr. 122 – 142: [
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Osterreise 1971 (10) – Hindenburgdamm II - Bild-Nr. 143 – 164: [
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Osterreise 1971 (11) – Lehrte, Ottbergen - Bild-Nr. 165 – 169: [
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Osterreise 1971 (12) – Eutingen/Umgebung I - Bild-Nr. 170 – 185: [
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Osterreise 1971 (13) – Eutingen/Umgebung II - Bild-Nr. 186 – 203: [
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Osterreise 1971 (14) – Eutingen III / Viadukte Freudenstadt - Bild-Nr. 204 – 219: [
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Osterreise 1971 (15) – Talhausen b. Rottweil - Bild-Nr. 220 – 235: [
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Osterreise 1971 (16) – Eutingen / Umgebung IV - Bild-Nr. 236 – 248 [
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Osterreise 1971 (17) – Horb / Umgebung I - Bild-Nr. 249 – 267: [
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Osterreise 1971 (18) – Horb / Umgebung II - Bild-Nr. 268 – 281: [
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Osterreise 1971 (19 und Ende) – Horb / Eutingen - Bild-Nr. 282 – 301: [
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Edit 13.06.2017: Link-Liste eingestellt
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:06:13:11:35:23.