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Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 28.02.16 18:06


Bevor wir unsere große Dampf-Rundreise mit HS und MvK durch Großbritannien fortsetzen, erst noch die Links auf die bisherigen Teilbeiträge:

- Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 1 Dover – Folkstone – Ashford – Tonbridge – Doncaster – York – Nottingham – Retford – Darlington.
- Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 2 Carlisle – Glasgow – Carlisle - Oxenholme.
- Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 3 Bath – Bournemouth – Eastleigh.

Im ersten Teil findet sich auch eine Streckenkarte von British Rail, auf der die Reiseroute im Detail eingezeichnet ist.

Vorab aber noch ein kurzer Nachtrag zum Bild 37 des letzten (3.) Teilbeitrags, wo bei der SDJR 40634 ein interessantes Detail am Tender zu sehen ist, das nicht unerwähnt bleiben sollte. Zuerst noch einmal das Bild:

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b37-40634.jpg
Bild 37
Am Tender, direkt hinter dem Aufstieg zum Führerhaus, ist dort etwas zu sehen, was auf den ersten Blick wie ein kleines Kästchen aussieht, in Wirklichkeit aber eine Aufnahmevorrichtung für den "Token" ist. Der Token ist eine zwar altertümliche, aber zuverlässige Form der Sicherung des Zugbetriebs auf eingleisigen Strecken. Ein Zug darf nur auf die Strecke, wenn er ein spezielles Signalmittel, das es nur ein einziges Mal gibt, an Bord hat, Dieses Teil wird also immer hin und hergefahren. In der weiterentwickelten Form des Token kann dieses Teil vom fahrenden Zug mit bis zu 40 mph aufgenommen werden, wozu eben jene Vorrichtung am Tender dient. Die genaue Funktion ist sehr schön in diesem Film zu sehen (etwa bei Minute 1): Somerset & Dorset Days

Am Ende des dritten Teils hatten wir bereits angedeutet, dass die Rundreise durch Großbritannien mit Eastleigh ihrem Ende zuging. Jetzt stand noch eine Woche London auf dem Programm. Hier liefen alle Strecken zusammen, hier waren alle Regions von British Rail vertreten. Und da das Fotografieren in den Kopfbahnhöfen nicht so ganz einfach war, konzentrierten sich HS und MvK darauf, die diversen Bws in der Hauptstadt abzuklappern. Los ging‘s am 18.06.60 mit dem Bw 70A Nine Elms, dem größten Bw der ehemaligen Southern Railway. Den unproblematischen Zutritt ermöglichte eine Einladung des RCTS (The Railway Correspondence and Travel Society), eine Vereinigung britischer Eisenbahnfreunde, mit denen unsere beiden Reisenden in Briefkontakt standen.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b59-34094.jpg
Bild 59
Das Bw Nine Elms teilte sich zusammen mit Eastleigh die Boat-Train Bespannungen nach Southampton (s. Teil 3, Bild 56), und so war es keine Überraschung, hier zahlreiche Bulleid Pacifics der West Country Class anzutreffen. Zunächst die 34094, "Mortehoe", eine West Country in der stromlinienverkleideten Ursprungsausführung.
Unten auf der Rauchkammertür ist hier gut die Plakette "70A" zu erkennen, der Code für das Bw Nine Elms, also quasi das Bw-Schild. Wir hätten es schon längst einmal erwähnen sollen, dass alle Bws von British Rail einen aus einer zweistelligen Zahl und einem Buchstaben bestehenden Code besitzen, der üblicherweise als kleine Plakette vorn auf den (Dampf-) Loks angebracht war.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b60-34042.jpg
Bild 60
Und nun eine rebuilt West Country, die 34042, "Dorchester", vor ihrer direkten Nummernschwester 34041, "Wilton" in der Ursprungsausführung. Nachdem aus der anfänglichen "Blechkiste" eine richtige Lok geworden ist, sieht man jetzt auch , dass die Maschine mit einem Doppelschornstein ausgestattet ist den großen (runden) Schornstein - äußeres Zeichen dafür, dass die Maschine mit fünffach Lemaitre Blasrohr ausgerüstet ist.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b61-31760.jpg
Bild 61
Neben dem modernen Kram hatte Nine Elms aber natürlich auch einige ältere Semester zu bieten: Von 1914 stammt diese 2’B No. 31760 der Class L, die zum Zeitpunkt der Aufnahme am 18.06.60 immerhin noch gut ein Jahr Betriebsdienst vor sich hatte. Die 30.000er Nummer zeigt an, dass wir es mit einer Maschine der früheren Southern Railway zu tun haben. In der Seitenansicht fällt wieder einmal das kleine Führerhaus auf, das dem Personal kaum mehr zu bieten hatte als einen notdürftigen Regen- und Windschutz.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b62-32563.jpg
Bild 62
Noch ein paar Jahre älter ist 32563, Class E4, mit Baujahr 1901.
Diese Maschine hat insofern einen interessanten Lebenslauf, als sie zwischen 1917 und 1919 Dienst in Frankreich beim ROD (Railway Operation Division) tat.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b63-30905.jpg
Bild 63
Kaum zu glauben, aber noch 1930 wurden solche 2’B Personenzugloks neu für die Southern Railway gebaut. Abgesehen von der archaischen Achsfolge macht die 30905 aber einen durchaus modernen Eindruck. Der Drilling(!) gehört zur School Class und hört auf den Namen "Tonbridge".

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b64-73084.jpg
Bild 64
Für die Neubaulok 73084 "Tintagel" der Class 5 blinzelt sogar einmal kurz die Sonne durch die Wolken und beleuchtet dabei auch schön das außenliegende Triebwerk mit Walschaerts- (= Heusinger-) Steuerung. Im Schwingenhalter integriert ist der Antrieb für eine oberhalb der Kreuzkopf-Gleitbahn liegende Schmierpresse – wieder eine höchst eigenwillige Konstruktion.

Damit war der Besuch im Bw Nine Elms beendet und die beiden zogen weiter zum nächsten BR Shed: Hither Green, Shed Code 73C, ebenfalls ein Bw der Southern Region im Londoner Süden.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b65-31923.jpg
Bild 65
Aus Hither Green ist nur ein Bild zeigenswert, und zwar das der mächtigen 1’C2‘ Tenderlok 31923, Class W ex SR.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b66-60029.jpg
Bild 66
Zum Abschluss des Tages, dem 18.06.60, wurde kurz der Bahnhof Kings Cross Station aufgesucht, um dort noch einen ganz besonderen Zug aufzunehmen. Und wie erwartet wird der "Elizabethan" mit einer A4 bespannt. Gerade setzt der LNER Renner 60029 "Woodcock" zurück an den Zug und präsentiert sich dabei im besten Licht vor der Bahnhofshalle. Das Bild des ausfahrenden Zuges gibt es später noch zu sehen.

Am Sonntag, dem 19.06.60, standen hauptsächlich Besuche bei einigen Brieffreunden der RCTS auf dem Programm, so dass an diesem Tag lediglich einige Aufnahmen bei der Anreise zum Treffpunkt im Londoner Westen entstanden.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b68-5934.jpg
Bild 68
Im Bahnhof Ealing Broadway enden die Central und die District Line der Londoner U-Bahn (London Transport) oberirdisch in einem Gemeinschaftsbahnhof mit British Rail. Hier wurde am Vormittag des 19.06.60 die Hall Class 5934 "Kneller Hall" ex GWR auf den Film gebannt.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b69-5040.jpg
Bild 69
Kurz darauf traf aus der Gegenrichtung die Castle Class 5040 "Stokesay Castle" mit einem Zug nach aus London Paddington Station ein.

Nach den beiden Südbahn-Bws Nine Elms und Hither Green sollte am Montag das große Bw Old Oak Common (Shed Code 81A) in der Western Region besucht werden. Der besondere Kick dabei war, dass für dieses Bw wegen Umbauarbeiten keine Erlaubnis seitens der BR Pressestelle vorlag, die sich ansonsten sehr kooperativ gezeigt hatte. Zum Glück kannte man über die RCTS einen englischen Eisenbahnfreund, der in O.O.C. arbeitete und der sich bereit erklärte, die beiden durch eine Hintertür heimlich ins Bw zu schleusen und kurz herumzuführen.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b70-6966.jpg
Bild 70
Als erste Lok wurde eine modified Hall No. 6966 mit dem Namen "Witchingham Hall" auf den Film gebannt. Dahinter ist noch die 5932 "Haydon Hall" zu sehen, eine Hall Class der Ursprungsbauart. Wie user <03 1008> bereits in einer Zuschrift zum letzten Teil schrieb, unterscheidet sich die modified Hall von der älteren Hall Class durch eine abgeänderte Rahmen- und Zylinderkonstruktion, äußerlich erkennbar an den bis zur Pufferbohle durchlaufenden Wangen des Blechrahmens.
Die bestens gepflegte Maschine zeigt die typischen Merkmale der GWR Konstruktionen: Glatter, konischer Kessel ohne Dom, Sicherheitsventil unter Messinghaube vor dem Stehkessel, Belpaire Stehkessel, Außentriebwerk mit innenliegender Steuerung und ein Kupferring unter dem Schornsteinkranz. Dazu eine reichhaltige Verzierung mit polierten Messing-Guss-Schildern. Grün lackiert, mit schwarzer Rauchkammer und roter Pufferbohle, bietet sie ein sehr harmonisches und elegantes Erscheinungsbild – eine englische Dampflok wie aus dem Bilderbuch.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b71-6012.jpg
Bild 71
Auf den ersten Blick einen recht modernen Eindruck macht die King Class 6000, hier 6012 "King Edward VI", Baujahr 1928.
Schaut man allerdings etwas genauer hin, stellt man fest, dass die Radsätze des Vorlauf-Drehgestells vorne außen- und hinten innengelagert sind – du meine Güte, die britischen Ingenieure schreckten aber auch vor nichts zurück ;-))
Der Grund für diese höchst ungewöhnliche Bauweise dürfte im Raumbedarf für die Innenzylinder des Vierlings liegen, der als Vorläufer der Castle Class die leistungsfähigste Schnellzuglok der GWR darstellte.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b72-6008.jpg
Bild 72
Und gleich noch eine King Class mit dem verrückten Vorlauf-Drehgestell: No. 6008 "King James II".
Ausnahmsweise fehlt hier einmal die Messinghaube über dem Sicherheitsventil, welches dadurch offen sichtbar wird, ebenso wie die beiderseits davon liegenden Kesselspeiseventile.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b73-6120.jpg
Bild 73
Die GWR Tenderloks der Class 6100 könnte man als gewissermaßen als britische Version der deutschen BR 64 bezeichnen. Hier die 6120 im Bw Old Oak Common am 20.06.60.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b74-5066.jpg
Bild 74
Perfekt im Licht stand "Sir Felix Pole" alias 5066, eine Maschine der Castle Class, die als Weiterentwicklung der Kings anzusehen ist.
Auch hier wieder schön zu sehen sind die typischen Merkmale der GWR Loks, selbst der Kupferring am erst später nachgerüsteten Doppelschornstein fehlt nicht.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b75-5034.jpg
Bild 75
Auch 5034 gehört zur Castle Class, was man hier direkt am Namen "Corfe Castle" ablesen kann. In der etwas spitzeren Ansicht von vorn erkennt man, dass wir es hier mit einem Vierling zu tun haben.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b76-6980.jpg
Bild 76
Im Vergleich zu den bisher gezeigten Dampfern macht die 6980 "Llanrumney Hall" einen etwas heruntergekommenen Eindruck. Dabei haben wir es hier mit einer relativ modernen Maschine zu tun, die mit Baujahr 1947 erst kurz vor der Verstaatlichung an die GWR geliefert wurde und zur Klasse der modified Halls gehört (siehe auch Erläuterungen zu Bild 70).

Neben den Reisezugloks gab es in Old Oak Common auch diverse Rangierloks zu sehen. Das waren durch die Bank C-Kuppler mit Pannier-Tank; eine Bauart, der wir schon ganz zu Beginn der Reise im Bw Folkestone begegnet sind (Bild 2).

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b77-9710.jpg
Bild 77
Da war zunächst die 9710, eine Lok der Class 5700, die sogar über eine Kondens-Einrichtung verfügte, um damit die Tunnelstrecken im Londoner Stadtgebiet befahren zu können.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b78-9412.jpg
Bild 78
Die modernere Ausgabe der Class 5700 ist die Class 9400, von der sich No. 9412 (ohne Kondenseinrichtung) zeigte. Mit einem Dienstgewicht von 55 t zählte sie damals zu den schweren Rangierloks bei BR.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b79-1500.jpg
Bild 79
Übertroffen wird sie noch von der Class 1500 von 1949, einer erst nach der Verstaatlichung beschafften schweren Rangierlok mit 60 t Dienstgewicht. Lok No. 1500 ist der Erstling dieser Baureihe, von der insgesamt nur 10 Stück gebaut wurden. Als einzige der gezeigten Rangierloks besaß die Class 1500 ein außenliegendes Triebwerk.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/England/b80-2875.jpg
Bild 80
Die einzige Güterzugmaschine, die unsere beiden Fotografen in Old Oak Common antrafen, war die 2875, Class 2800. Mit der Achsfolge 1’D zählte sie schon zu den "großen" Loks für den Güterzugdienst, der in der Masse noch bis zuletzt mit C- und D-Kupplern bewältigt wurde.

Mit dieser Aufnahme wurde die privat organisierte Fototour durch das Bw Old Oak Common erfolgreich abgeschlossen und man verließ das Gelände so, wie man hergekommen war, nämlich still und heimlich durch die Hintertür. Wofür Brieffreundschaften (in einer Zeit weit vor dem Internet) doch alles gut waren …

Aber noch war der Tag ja nicht zu Ende. Wie es weiterging, auch die restlichen Tage der dreiwöchigen Reise, sehen wir dann im letzten Teil dieser Beitragsserie.

Einen schönen Tag noch,
Herbert S. und Ulrich B.






6-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:02:29:16:29:53.

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 28.02.16 18:32

Hallo Herbert und Ulrich,
ich sitze wieder mit offenem Mund vor dem Bildschirm, danke fürs Zeigen!
Eines habe ich noch nicht verstanden: Welchen Vorteil hat eine Kondenslok auf Tunnelstrecken?
Viele Grüße
Stefan

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/6638303363633862.jpg http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/3338386331616233.jpg

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: kentishman

Datum: 28.02.16 18:35

Nocheinmal Danke!

Zur "Schools" class: sie war ursprünglich für die Strecke von Tonbridge nach Hastings gebaut, wo bis in die 80er das Lichtraumprofil besonders klein war.
Sie waren aber bessere Loks als die zeitgenössische 2'C-Loks der Southern, und waren zB für die schnellste Züge nach Bournemouth (vor den Bullied Pacifics) benutzt.

2'B-kuppler waren auch zur Zeit für die LNER und LMSR gebaut, aber nicht für erstrangige Schnellzüge geplant!

Die L Class (31760 bei Nine Elms) war für die SECR kurz vor dem 1. Weltkrieg gebaut, die letzte 10 sogar bei Borsig, deswegen waren sie "Germans" benannt!

Zu Foto 69: der Zug kommt VON Paddington.

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 28.02.16 18:45

sehr schön!

Die GWR Maschinen erfreuen mein preußisch geschultes Auge doch sehr. Und Lok 1500 spielt ja in der gleichen Liga wie Henschels Minister Stein / C550

RUHRKOHLE - Sichere Energie

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: Pörtingsiepen

Datum: 28.02.16 18:45

Hallo miteinander !

Mal wieder einer toller Beitrag.

Einzige Ergänzung zu Bild 65:
Die class W der ehem. Southern Railway ist eine 3-Zylinder Lok.
Die zwei(!) Gegengewichte pro Rad der Treibachse zeigen dies deutlich.

Gruß
Dirk S.

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 28.02.16 18:48

Stefan Motz schrieb:
-------------------------------------------------------

> Welchen Vorteil hat eine Kondenslok auf Tunnelstrecken?

Starke Reduktion der störenden Abgase auf den langen Tunnelstrecken, die schelcht durchlüftet werden konnten.

RUHRKOHLE - Sichere Energie

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: London Underground

Datum: 28.02.16 19:03

Hallo,

die Loks wurden hauptsächlich für die Güterbahnhöfe auf der Widened Lines verwendet diese Bahnlinie ist parallel im Verlauf der Metropolitan und war wie diese für Loks mit Tripcock Sicherheitsequipment ausgestattet.
Smithfield als Beispiel, der Güterbahnhof diente dem Smithfield Meat Market den es übrigens noch heute gibt.

Jedoch hatten die späteren LT Pannier (bis 1971 für Bahndienstzwecke eingesetzt) gar keine Kondenseinrichtung und sind dennoch durch den Met-Tunnel gefahren.

Gruß Dennis

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: Thomas Splittgerber

Datum: 28.02.16 19:15

Lieber Ulrich, lieber HS!

Auch der 4.Teil aus GB Super fantstisch!

Mit herzlichen Dank von
thomas.splittgerber, berlin

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: Benno

Datum: 28.02.16 19:25

Danke für diese super Bilder. Und dann auch noch in Farbe.

Eine Frage kommt bei mir auf:

Warum haben bei den Briten so viele Lokomotiven eine innenliegendes Triebwerk? Verkompliziert das nicht unnötig die Wartung?

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960,

geschrieben von: Zp9b an Gleis 9 3/4

Datum: 28.02.16 19:31

Joachim Leitsch schrieb:
-------------------------------------------------------
>
> Starke Reduktion der störenden Abgase auf den
> langen Tunnelstrecken, die schelcht durchlüftet
> werden konnten.

Nicht wirklich; die Abgase bleiben unverändert, man sieht sie halt nicht so deutlich

Zum "verrückten Vorlauf-Drehgestell" der "Kings"

geschrieben von: 03 1008

Datum: 28.02.16 19:36

Hallo Herbert, hallo Ulrich,

ganz herzlichen Dank für die neue Folge!

Ein paar Anmerkungen zu den GWR Kings: Laut O.S. Nock: The GWR Stars, Castles & Kings entstanden die "Kings" u. a., weil die Southern mit den "Lord Nelsons" eine zugkräftigere 2'C als die "Castles" entwickelt hatte. (Da die ersten "Castles" vor den "Kings" entstanden, kann man sie wohl nicht als Weiterentwicklung der "Kings" bezeichnen.) Einer der Tricks zur Erreichung einer höheren rechnerischen Zugkraft bestand darin, die Treibraddurchmesser der "Kings" kleiner als bei den "Castles" zu wählen (6' 6" statt 6' 8½"). Da die Innenzylinder in einer Ebene mit der Mitte der Treibachse liegen sollten, wurde es sehr schwierig, sie unterzubringen, ohne mit den Lagern und der Federung des vorderen Drehgestellradsatzes in Berührung zu kommen, zumal es mit den Drehgestellen der "Castles" auch schon zu Problemen gekommen war, die man fälschlicherweise auf zu schwache Rahmenwangen zurückgeführt hatte. Deshalb wurde dieses "verrückte Vorlauf-Drehgestell" konstruiert, dessen Bauweise auf diesem Foto

[commons.wikimedia.org]

gut zu erkennen ist. Warum man dann nicht gleich ein komplettes Außenrahmen-Drehgestell gewählt hat, ist wieder eine andere Frage.

Viele Grüße, Helmut



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:02:28:21:13:02.

Re: Zum "verrückten Vorlauf-Drehgestell" der "Kings"

geschrieben von: Pörtingsiepen

Datum: 28.02.16 19:48

Bei einem Drehgestell komplett mit Aussenrahmen wäre es wohl zwischen Drehgestellrahmen und Aussenzylindern eng geworden.
Interessant die Abfedernung der vorderen Achse im Drehgestell mit Blatt- und Spiralfedern; so etwas gibt es sonst wohl nur bei Reisezugwagen.
Die Spiralfedern sind nachträglich eingebaut worden, nachdem es zu einer folgenschweren Entgleisung gekommen war.
Als Ursache stellte sich die zu harte Federung (mit nur Blattfedern) der ersten Achse im Drehgestell heraus.
Einziger konstruktiver Fehler an einer sonst sehr guten und leistungsfähigen Lok von 'Gods wonderful railway'.

Cheers
Dirk S.

GWR "Shirtbutton"

geschrieben von: Littorina

Datum: 28.02.16 19:52

Herzlichen Dank für den wunderbaren Bilderreigen.

Zu Bild 66: Über den "Elizabethan" ist 1954 ein Dokumentarfilm gedreht worden. Wer bei den einschlägigen Suchmaschinen "Elizabethan Express" eingibt, wird umgehend fündig und kann sich an fantastischen Aufnahmen und einem etwas poetisch angehauchten Filmkommentar erfreuen.

Zu Bild 73: Die Maschinen der 6100 Class waren vor allem im Großraum London eingesetzt. Daher ließen sie sich sie vom Einsatzprofil her vielleicht eher mit unserer T18 vergleichen, während die kleineren Schwestern der 4500 Class und 4575 Class ("Small Prairies") als klassische Nebenbahnmaschinen vielleicht stärker der 64er ähnelten - ich mag mich da aber auch täuschen.

Zu Bild 77: Auf dem Wassertank der 9710 ist doch tatsächlich zwölf Jahre nach der Verstaatlichung noch das alte Great Western-Logo "Shirtbutton" zu erkennen - Honi soit qui mal y pense...

Gruß,
Michael

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: oseYannis

Datum: 28.02.16 19:54

Einfach nur ein Traum!
DANKE.
Yannis

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: las1

Datum: 28.02.16 20:07

Vielen Dank für die Fleißarbeit,
sagenhafte Bilder und noch dazu in Farbe.
der Hammer ist die makellose A4 für den Elizabethan.
Danke

Jürgen aus Franken

Danke Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: Dieter Buddrus

Datum: 28.02.16 20:14

Ich danke für das Zeigen der Aufnahmen. Und natürlich staune ich besonders über die beiden 2'B Loks. Kein Wunder: denn während in Deutschland sogar die zumeist sehr flinken und eleganten 2' B 1' schon allesamt vor 1930 verschwanden, bauten die glühenden Verehrer von gekochten Wildschein in Pfefferminzsoße sogar noch mal neue 2' B Maschinen und das für Hauptstrecken. Das ist halt schwer zu verdauen. Und dazu die teilweise sehr kleinen Führerhäuser ... . Aber wer Fanatiker von Kropfachsen ist, der verdaut auch so etwas ... .

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für Deine Gesundheit verbleibt Dieter

1. edel sei der Mensch, hilfreich und gut
2. ein Freund, ein guter Freund - das ist das Beste was es gibt auf der Welt
3. wahr sind auch die Erinnerungen, die wir mit uns tragen; die Träume, die wir spinnen, und die Sehnsüchte, die uns treiben.

Re: GWR "Shirtbutton"

geschrieben von: groningen

Datum: 28.02.16 21:12

Und dabei war das Shirtbutton Logo schon zu ende der GWR Zeit nicht mehr aktuell.

Gruss Christian

Ein paar Schornstein-Korrekturen!

geschrieben von: Sir Nigel Gresley

Datum: 28.02.16 23:33

Einwandfreie Fotos - herzlichen Dank.

Sämtliche Bulleid Pazifiks, also "West Country"/"Battle of Britain" und "Merchant Navy" waren nicht mit Doppel-Schornstein ausgerüstet, sondern mit siebenfach Lemaitre Blasrohr und damit einfach runde Schornstein mit große Durchmesser. Auch waren einige "Schools", einige Qs und sämtliche Q1s so ausgerüstet.

Sämtliche GWR Personzugloks hatten einen Kupferring (nicht Messing) unter dem Schornsteinkranz.

Ich freue mich auf weitere Fotos von dieser "Jagd"!

Dick

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: Pollofan

Datum: 29.02.16 08:07

Auch ich habe diesen vierteiligen Ausflug nach Großbritannien genossen. Erstaunlich was es damals noch für Dampflok Oldtimer im regulären Diensten gab. Man meinte mitunter ein Museum hat seine Tore geöffnet und seinen Expoten etwas Auslauf gegönnt.
Was ich allerdings etwas vermisse, da doch recht viele Bahnbetriebswerke besucht worden sind, die typischen Ringlokschuppenansichten. Oder gab es das bei der BR so gar nicht?
Bin schon gespannt auf den letzten Beitrag.

Gruß der Pollofan

Wunderbare Bilder – aber eine kleine Korrektur zum "Token"

geschrieben von: Pericoloso Sporgersi

Datum: 29.02.16 08:37

Es gab für einen eingleisigen Abschnitt durchaus mehrere Token. Dadurch war (und ist) es möglich, Züge nacheinander in der gleichen Richtung abzufertigen. Auf den Stellwerken an beiden Enden des Abschnitts befindet sich je ein "token apparatus" (einfach mal googeln), in beiden zusammen muss sich stets die gesamte Menge an Tokens befinden, um die Fahrstraße einzustellen. Ein Token wird dann entnommen und dem Lokführer als Autorisierung übergeben.

Danke für den Bilderbogen!

Re: Ein paar Schornstein-Korrekturen!

geschrieben von: 03 1008

Datum: 29.02.16 09:28

Hallo,

besten Dank für den Hinweis, aber m. W. hatten die Bulleid-Pacifics ein Lemaitre Blasrohr mit "nur" fünf Öffnungen, vgl. etwa hier: [www.semgonline.com].

Viele Grüße, Helmut

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: Pörtingsiepen

Datum: 29.02.16 11:12

Pollofan schrieb:
-------------------------------------------------------
> ...
> Was ich allerdings etwas vermisse, da doch recht
> viele Bahnbetriebswerke besucht worden sind, die
> typischen Ringlokschuppenansichten. Oder gab es
> das bei der BR so gar nicht?
> ...

Eher weniger.

Gruß
Dirk S.

Re: Ein paar Schornstein-Korrekturen!

geschrieben von: Sir Nigel Gresley

Datum: 29.02.16 11:24

Hallo Helmut,

Fünffach ist richtig! Auch erwähnenswert ist das die GWR "1500 Class" - ganze 10 Stück - waren die einzige GWR-loks mit aussensteuerung!

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: Klaus Groß

Datum: 29.02.16 11:29

Hallo Ulrich, hallo Herbert,

ich bin wieder restlos fasziniert von Eurem fulminanten Bericht. Und jetzt habt Ihr auch verraten, woher die Informationen stammen, die zu einer dermaßen erfolgreichen Tour unabdingbar waren, nämlich von Kontakten mit englischen Eisenbahnfreunden. Die Vielfalt der aufgenommen Loks ist nämlich schlicht überwältigend! Und: ist sie nicht ein Traum, die A 4 in der Sonne auf Bild 66? Ich bin sonst kein Freund von Stromlinienloks, aber in die A 4 habe ich mich schon als Grundschüler aufgrund eines Fotos der "Mallard" in dem Buch "Junge, das ist Tempo" verliebt!

Irgendwie animiert mich Euer Bericht zu einem Vergleich der Lokomotiventwicklung in D und GB. Es gibt Gemeinsamkeiten, z.B. die, dass es, von Ausnahmen abgesehen, bis ganz zum Schluss keine größeren Schnellzugloks (die P 10 rechne ich ´mal nicht dazu) als Pacifics gegeben hat, und, dass in beiden Ländern sehr viele 2´C unterwegs waren. Da beginnen aber auch schon die Unterschiede: in GB sind die nämlich über 30 Jahre länger gebaut worden als in D. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass es in GB sehr viele kleinere Loks mit Mehrzylindertriebwerk gegeben hat, wie die V2 oder die "Schools" (ja, ich habe mittlerweile auch wieder gelernt: mit "h"). Und an deutsche Zweizylinderloks aus dem 20. Jh. mit Innensteuerung oder gar Innentriebwerk kann ich mich überhaupt nicht erinnern!

Ich bin gespannt auf den letzten Teil!

Gruß
Klaus



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:02:29:16:16:13.

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: martin welzel

Datum: 29.02.16 17:14

Moin Herbert und Ulrich,

wieder einmal habt ihr die "Welt des HiFo" zu Recht in Staunen versetzt! Wer kann schon von sich behaupten, Farbdias aus UK von 1960 selbst gemacht zu haben! Immerhin kennen wir nun jemanden, der das mal gemacht hat, und der uns auch noch seine Schätze zeigt!
;-))

Ich danke euch wieder einmal ganz herzlich für eure perfekte Zusammenarbeit, ohne die wir nichts zu sehen bekommen hätten! Da freue ich mich schon auf den nächsten Teil!

Bei Old Oak Common habe ich gleich mal in meinen Fotoliste geschaut, wann ich denn dort gewesen bin. Das war am 17.12.2002, als ich im Rahmen einer Dienstreise das Depot besuchen konnte - lächerliche 42 Jahre später ;-))

Bis Mittwoch in alter Frische,

Martin

Wieder mal absolute Spitze! (o.w.T)

geschrieben von: ICE

Datum: 29.02.16 19:08

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: Zum "verrückten Vorlauf-Drehgestell" der "Kings"

geschrieben von: Peter

Datum: 29.02.16 19:43

Hallo!

Pörtingsiepen schrieb:
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> Einziger konstruktiver Fehler an einer sonst sehr
> guten und leistungsfähigen Lok von 'Gods wonderful
> railway'.

Eine solche krude Kosntruktion ("Egal, wie's aussieht - es funktioniert...") ist wohl der Grund dafuer, dass die GWR unter britischen Enthusiasten eben oftmals eher als "Gas Work Railway" denn "God's Wonderful Railway" verspottet wird. ;-)

Dir Dank fuer die gute Erklaerung - und dem Einsteller vielen Dank fuer einen weiteren Klasse-Bericht!

Gruss aus der Pfalz

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind.
Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: Peter

Datum: 29.02.16 19:50

Hallo!

Pollofan schrieb:
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> Was ich allerdings etwas vermisse, da doch recht
> viele Bahnbetriebswerke besucht worden sind, die
> typischen Ringlokschuppenansichten. Oder gab es
> das bei der BR so gar nicht?

Ringlokschuppen sind mir aus GB nicht bekannt - zumindest erinnere ich mich nicht, welche (in Natura oder auf Fotos) gesehen zu haben.

Was es oft gab, waren Rechteck-Schuppen, in denen dann mehrere Loks hintereinander auf parallelen Gleisen (also z. B. 2x2 oder 2x3) abgestellt waren.
Und in York gab es eine in einem quadratischen Schuppen liegende Drehscheibe (heutiges NRM - [www.nrm.org.uk] ).

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind.
Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: Olaf Ott

Datum: 29.02.16 20:10

Hallo ihr Zwei!

Ich kann mich Martins Worten nur anschließen.

Ihr erschließt mir die britische Dampflokzeit fundamental.


Viele Grüße und Dankeschön!

Olaf Ott

Roundhouse

geschrieben von: Littorina

Datum: 29.02.16 20:46

Peter schrieb:

> Ringlokschuppen sind mir aus GB nicht bekannt -
> zumindest erinnere ich mich nicht, welche (in
> Natura oder auf Fotos) gesehen zu haben.

Sie waren zwar eher die Ausnahme, aber es gab durchaus welche, z.B. in Guildford (Surrey) oder im schottischen Inverness.

Fotos z.B. hier (bitte jeweils runterscrollen bis ca. Seitenmitte, VORSICHT VIELE FOTOS):

[www.davidheyscollection.com]

[www.davidheyscollection.com]

Wer in puncto British steam auf den Geschmack gekommen ist, dem sei diese Website wärmstens empfohlen.

Und eine waschechte Rotunde steht in Camden:

[www.roundhouse.org.uk]

Gruß,
Michael



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:02:29:20:54:56.

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: blackmoor_vale

Datum: 29.02.16 23:00

Man denkt ja, es gibt keine Steigerung mehr.
Aber dieser Teil war wieder ganz besonders. Zuerst der Link zum Video. Wunderschöne Bilder von der Somerset & Dorset Joint Railway, einer Kult-Railway für britische Bahn-Fans. Die Szene mit dem Token-Apperat ist sehr interessant.

Und dann Bild 77. Eine GWR 5700 mit dem Shirtbutton Logo der GWR. Das wurde nur bis 1942 verwendet. Also 18 Jahre später noch nicht umgezeichnet-super.

Danke wiederum für den schönen Bericht, beste Grüße

Torsten

Britische Bahn Forum: [75355.homepagemodules.de]

Re: Zum "verrückten Vorlauf-Drehgestell" der "Kings"

geschrieben von: Sir Nigel Gresley

Datum: 01.03.16 01:33

Manche britische Eisenbahnfans meinen deutsche Dampfloks wegen ihre außenliegenden Rohren und Leitungen (bird's nests) krude zu sein! Ich auch, aber ..........

Dick

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960,

geschrieben von: 52 2006

Datum: 01.03.16 11:31

Zp9b an Gleis 9 3/4 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Joachim Leitsch schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> >
> > Starke Reduktion der störenden Abgase auf den
> > langen Tunnelstrecken, die schelcht durchlüftet
> > werden konnten.
>
> Nicht wirklich; die Abgase bleiben unverändert,
> man sieht sie halt nicht so deutlich

Nein, das stimmt nicht. Bei dieser Abdampfkondensation, vergleichbar mit der Bauart Kirchweger in Deutschland, wird ein großer Teil des Zylinderabdampfes in der Rauchkammer abgefangen und durch dicke Rohre in die Wassertanks zurück geleitet. Dabei kondensiert ein Teil des Dampfes wieder zu Wasser, wärmt dabei das Speisewasser auf, und was noch aus dem Wasser rausblubbert wird über einen zusätzlichen Schornstein, der auf allen drei abgebildeten Maschinen vor dem Führerhaus zu sehen ist, ins Freie geleitet. Wieviel Dampf kondensierte, und wieviel noch ins Freie gelangte, ist mir aber nicht bekannt.

kondensierte Grüße, Stefan

http://www.stefan-matthaeus.homepage.t-online.de/52KON-1.gifhttp://www.stefan-matthaeus.homepage.t-online.de/52KON-2.gifhttp://www.stefan-matthaeus.homepage.t-online.de/SAR25sm.gif
Kondenslok.de + Kondenslok/Keretapi-Forum + Industrial Railways of Indonesia SIG (fc)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.

? zum Video über den "Elizabethan"... (Wassernehmen)

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 01.03.16 15:07

Bei etwa Minute 10 wird während der Fahrt Wasser genommen. Was passierte eigentlich, wenn der Heizer den Rüssel "vergaß" oder nicht schnell genug wieder hochkurbelte?


@ Ulrich und Herbert: Ganz großes HiFo. Ja, die Engländer sind schon ein putziges Völkchen. Wer sonst käme auf die Idee per Gesetz auf der falschen Seite zu fahren oder sich im Unterhaus die Köpfe einzuschlagen? Wenn ich mir aber diese Konstruktionen so ansehe, wird mir vieles klarer... ;-)))


Schade, dass beim nächsten Mal schon wieder Schluß ist.



Bis neulich - natürlich im HiFo

Rolf Köstner

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: Stefan Hinder

Datum: 01.03.16 18:58

Hallo Ulrich,

erst sehr spät bin ich auf deine Beitragsserie über Dampfloks in Großbritannien 1960 aufmerksam geworden. Ein wirklich faszinierender Bilderbogen! Beeindruckend die Typenvielfalt, die durch das Erbe der "großen vier" Bahngesellschaften Englands entstanden ist, und die vielen außergewöhnlichen Konstruktionen, die du ja auch treffend hervorhebst. Mir persönlich gefallen (mit einigen "Ausreißern") die meisten britischen Dampflokomotiven recht gut - neben den nach dem Krieg entstandenen Neubaudampfloks vor allem die Entwürfe der früheren "Southern Railways", z. B. die "Schools Class" von Bild 63.

Viele Grüße,
Stefan

Re: Dampfparadies Großbritannien 1960,

geschrieben von: andreas +

Datum: 01.03.16 20:51

52 2006 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Zp9b an Gleis 9 3/4 schrieb:
> --------------------------------------------------
> > Nicht wirklich; die Abgase bleiben unverändert,
> > man sieht sie halt nicht so deutlich
>
> Nein, das stimmt nicht. Bei dieser
> Abdampfkondensation, ....

Bei so einem Nutzernamen ("52 2006") sollte man schon zwischen Abgas und Abdampf unterscheiden können.

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960, Teil 4 (21 B)

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 01.03.16 20:58

Moin Ulrich!

Es fällt mir wirklich schwer, diese und die davor liegenden Folgen so zu kommentieren, wie ich sie dem Zusammenbruch nahe, aufnehme. Das aus einer Zeit vor nunmehr deutlich mehr als 50 Jahren eine so schöne Reise nebst vorzüglichen Aufnahmen hir im HiFo präsentiert werden kann, ist schon sensationell!

Dafür meinen besten Dank dem Autor bzw Beitragsersteller sowie dem edlen Bildspender!

Herzliche Grüße
Helmut

Re: Mit HS unterwegs – Dampfparadies Großbritannien 1960,

geschrieben von: Sir Nigel Gresley

Datum: 02.03.16 02:45

Quatsch! - Der "zusätzliche Schornstein" ist tatsächlich bekleidung für die Sicherheitsventile, wie auf sämtliche GWR Loks. Nur die 9700-Serie loks, ganze 11 Stuck, wie die hier gebildete Nr.9710, hatten Kondenseinrichtungen; oder meinst du das Blech hinter die zwei Pfeife, um Abdampf zu ableiten von den Führerhausfenstern. Diese 11 Loks waren damals die einzige Kondensloks in GB überhaupt.

Dick