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Moin Martin,

toll, daß Du uns hinter die Kulissen blicken läßt. Solche Motive bekommt der "normale" Fotograf nicht vor die Linse. Ich frage mich aber immer noch, ob sich der Aufwand der Rekonstruktion überhaupt gelohnt hat. Mir fällt da in diesem Zusammenhang die Neubekesselung der DB 03.10 ein....

Ich habe die Baureihe 229 nur an zwei Tagen in Norddeutschland vor die Linse bekommen. Es war der letzte Tag, an dem sie einen IC von Kiel Hbf nach Hamburg bespannt hat. Diese Bilder habe ich schon einmal gezeigt, ich habe versucht, die Qualität etwas zu verbessern:

229 106 Kiel Hbf 23.9.1995 IC
229 106 Kiel Hbf 23.9.1995 rv.jpg

229 106 ; 218 430 Hamburg-Altona 23.9.1995
229 106 ; 218 430 Hmb.-Altona 23.9.1995 lv.jpg

229 106 Hmb.-Altona 23.9.1995 rv.jpg

Ein Mal hatte es die 229 auch an die Packeisgrenze verschlagen, wenn auch bei grottigem Wetter. Sie brachte einen 402, der auf einer Ausstellung in DK gezeigt werden sollte, nach Flensburg:

229 113 + 402 ...Bw Flensburg 20.5.1997
229 113 + 402 0.. Bw Flensburg 20.5.1997 rvo.jpg

Vielen Dank für das Einstellen Deines fulminaten Beitrags mit Insiderwissen!

Gruß
Detlef

Re: Eine Lok, viele Fragen...

geschrieben von: Ronny Quaß

Datum: 05.11.15 13:33

Mahlzeit,

erstmal vielen Dank für diese Einblicke des Umbaus. Damals war ja wirklich Aufbruchstimmung und viel Hoffnung da... Super Beitrag!

Um mal kurz was zu nozomi07´s Frage zu schreiben: Ja wie sah es damals aus? Ost-West Strecken waren ohne Fahrdraht. Die 118 hatten nur Dampfheizung und fuhr 120 km/h. Die 119 na ja, da braucht man nicht viel zu schreiben und außerdem hatte sie zum wenig Heizleistung, so daß stets mit zwei Loks gefahren werden mußte. Mit 120 km/h war sie auch zu langsam. Die 132 war für den IC und IR Dienst zu langsam und es gab Probleme mit den Blindströmen. Die DE1024 von MaK war wohl noch nicht serienreif. 218-Doppel war auch nicht das Gelbe vom Ei, wie die DB eingestehen musste. Es mußte also was her.

Schaue auch mal hier rein:
[www.mysnip.de]

Der ganze Triebwagenwahn von heute war damals noch nicht in Sicht. Die Eilzüge im DR Netz hatten noch Längen von 7 - 8 Wagen (zum Beispiel Dresden - Zittau). An den Einbruch im Verkehr hatte damals keiner gedacht, denn es wurde ja anders vollmundig propagiert. Wäre der Verkehr heute noch so, ist die Triebwagenentscheidung fraglich gewesen.
Viele Strecken konnten nur mit 16, 17, 18 Tonnen Achsfahrmasse befahren werden.
Das Modernste war der 628, mit dem man ein bißchen V100 plus Wagen ersetzen konnte.
Somit hat man sich Gedanken gemacht und sich für die Modernisierung entschieden. Die Loks waren ja gerade herum 10 Jahre alt und damit auch nach DDR Regeln noch nicht abgeschrieben (das kam dann später rein).
Was die Zukunft betraf, hätte man sicher noch Einsatzgebiete gefunden, aber man hörte ja immer "Rumänenloks", (obwohl da ja nicht mehr viel davon übrig blieb...). Da gab es im alten Bundesbahnbereich zuviele Vorbehalte. Es dauerte ja auch bis sich manche DR E-Lok Baureihe im Bundesbahnbereich etabliert hatte... Hätte man den Umbau fortgesetzt, wären die Loks heute noch vor Doppelstockzügen im Einsatz, behaupte ich mal.
Also den Umbau als falsch zu bezeichnen, halte ich für falsch. Da was man später entschieden hat, kann und muß man kritisch hinterfragen. Wenn ich heute 4x612 zusammen sehe und rechne wieviele Motoren da drin sind und was das kostet bzw. wenn man eine 4 motorige Lok mit Baggermotoren baut, frage ich mich, was an einer zweimotorigen Diesellok so ganz falsch sein kann.
Das auch mal als Anregungen ein bißchen in alten Eisenbahnzeitschriften von Anfang der 1990iger Jahre zu wälzen, gibt es in mancher Bibliothek. Alles steht auch nicht im Internet...

Grüße Ronny



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:11:05:13:40:36.

Re: Eine Lok, viele Fragen...

geschrieben von: Steffen Hennig

Datum: 05.11.15 13:57

Hallo
Sehr interessante Fotos vom 229er Umbau, die ich so noch nie gesehen habe.
Aber bei der 229 113 hast du irgendwas ducheinander gebracht. Auf Bild 24 zeigst du die Lok im fast fertigen Zustand am 26.3.92. Paar Bilder weiter oben (Bilder 18 u 19) soll dann die Lok auch sein im grundierten Zustand am 15.7.92. Das passt ja irgendwie nicht.
Später im Jahr 1993 bekam sie nach dem schweren Frontalzusammenstoß mit 218 267 den Füherstand der Schrottlok 219 058.
Gruß
Steffen

BR 229

geschrieben von: IR 2334

Datum: 05.11.15 14:20

Danke für die tollen Einblicke in die Zeit der Umbauphase der BR 229.
Mir begegnete meine erste 229 irgendwann im April 1993 vor einem IC nach Berlin in Hamburg Hbf. Hätte ich damals geahnt, dass sie bald darauf von der 218 in Doppeltraktion bzw. 234 abgelöst werden würde, hätte ich mich fototechnisch schon viel eher um diese Baureihe gekümmert. So verging die Zeit bis zum April 2001, wo ich extra für die BR 229 und den IR Rennsteig nach Erfurt gefahren bin. Kurz darauf war dann endgültig Schluss.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:11:05:14:23:01.

Re: Die Baureihe 229 – Umbauloks von Krupp (m. 39 B.)

geschrieben von: GM

Datum: 05.11.15 14:29

Wahnsinn was für ein Aufwand. Da hätte man sie auch einfach wegwerfen und neue bauen können.

Die ungeliebte Rumänin... (mit einem Bild)

geschrieben von: Hubert G. Königer

Datum: 05.11.15 16:58

Lieber Martin,

ganz herzlichen Dank für diesen Beitrag zu einer interessanten Lokbaureihe, die ich selbst nie im Einsatz erlebt habe – weder die originale DR-119 noch die 229. Und einen Extra-Dank für das Sahnehäubchen – die Lokliste mit den Krupp-Umbau-Fabriknummern.

Es ist bekannt, dass die Ursprungslok in der DDR sehr unbeliebt – weil extrem störanfällig – war. Andererseits weiss ich aus Informationen von ehemaligen Mitarbeitern des Herstellers «Uzinele 23 August» (ex Malaxa, FAUR war damals das zuständige Aussenhandelsunternehmen), dass die Zusammenarbeit mit den DDR-Fachleuten beim Bau der 119 nicht gerade einfach war. Die Bukarester konnten sehr wohl dieselhydraulische Lok bauen – allein die LDH 125 wurde von 1967 bis 1991 in 1453 Exemplaren in die halbe Welt geliefert. Bei CFR und BDŽ fahren sie – mehr oder weniger umgebaut – noch immer.

http://666kb.com/i/d3jz7uhkctu0aci02.jpg

Anbei ein Bild der später nicht umgebauten 119 082-6 der DR (U23A 24409/1981, 1992: 219 082-5, ausgemustert 16.07.2001), aufgenommen im Oktober 1985 auf der TIB, Tărgul International Bucureşti – Internationale Ausstellung, in Bukarest. Autor des Bildes war Antonio Bianco.

Viele Grüsse,
Hubert.

http://666kb.com/i/d3suyhxde7atexkr4.jpg 07/01/2015 JE SUIS CHARLIE - 13/11/2015 NOUS SOMMES PARIS - 14/07/2016 NOUS SOMMES NICE

Re: Die ungeliebte Rumänin... (mit einem Bild)

geschrieben von: skl25

Datum: 05.11.15 17:12

Hallo,

das mag stimmen das die LDH 125 erfolgreich war. Nur diese mit den Anforderungen die an die BR 119 gestellt wurden zu vergleichen, finde ich ein wenig weit hergeholt.

Vielen Dank an den Ersteller dieses Beitrages!Ich habe die Leistungen der BR 229 sehr geschätzt..

MfG



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:11:05:17:15:30.

Re: Die Baureihe 229 – Umbauloks von Krupp (m. 39 B.)

geschrieben von: ingo st.

Datum: 05.11.15 17:33

GM schrieb:
-------------------------------------------------------
> Wahnsinn was für ein Aufwand. Da hätte man sie
> auch einfach wegwerfen und neue bauen können.


Der Aufwand war gewollt als Beschäftigungs-/Auslastungsmaßnahme für Krupp.

Gruß

Ingo
Moin, Martin,

wie es bei Krupps in den Hallen aussah, konnte ich in der vergangenen Woche auf Zollern bereits sehen. Nun dieser detaillierte Bericht über den Umbau der U-Boote, beides sehr schön.

Irgendwie haben mir die Maschinen gefallen, obwohl sie ja eher von herber Schönheit waren. Aber sie standen für den Aufbruch der Eisenbahn im damaligen Reichsbahngebiet und brachten sie sicher ein gutes Stück voran. Dass der Glanz dann schnell vorbei gehen kann, musste unsere V200 ebenfalls in noch recht jungen Jahren erfahren, nur nicht gleich mit solchen Konsequenzen.

Vielen Dank fürs Zeigen.

Viele Grüße
Frank

Zu meinen Beiträgen:
- Eisenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]
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- Straßenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]

zur Rekonstruktion von V-Loks

geschrieben von: Frank St.

Datum: 05.11.15 17:45

GM schrieb:
-------------------------------------------------------
> Wahnsinn was für ein Aufwand. Da hätte man sie
> auch einfach wegwerfen und neue bauen können.


Das gälte ja für jede andere Reko-Lok insbesondere aus beiden V100-Familien auch. Scheint sich also doch zu rechnen, auf ansonsten guter Substanz neu aufzubauen.

Grüße
Frank

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229 im Planeinsatz (3 B)

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 05.11.15 18:05


Hey Martin, warum kommt mir das wohl alles so bekannt vor?

Obwohl ich feststellen muss, dass ich nicht oft genug neben Dir gestanden habe, wenn man mal wieder Aufnahmen von der 229 im Werk machen konnte. So einen tollen Beitrag über das Thema hätte ich nicht zusammengebracht. Chapeau!

Dafür habe ich aber zum Glück doch etliche Aufnahmen von der 229 im Planbetrieb machen können.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Diverses/b01-229_171.jpg
Bild 1
Das erste Mal, dass ich eine 229 in freier Wildbahn erlegen konnte, war am 12.09.92 in Hamburg Altona, als die noch brandneue 229 171 zusammen mit einer 232 Lz in den Bahnhof kam und dann ins Bw sägte. Noch trägt die Maschine das DR-Logo und kam wahrscheinlich zur Lokführerschulung nach Hamburg.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Diverses/b02-229_126.jpg
Bild 2
So war’s eigentlich gedacht: 229 126 mit IR2455 bei Lehnstadt Lehnstedt auf der Mitte-Deutschland-Verbindung am 30.03.98.
Wer kennt noch einen IR? Und was die Mitte-Deutschland-Verbindung?


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Diverses/b03-229_126.jpg
Bild 3
Und nochmal die 229 126, jetzt aber bereits am Ende ihrer Nutzungszeit. In Erfurt wurden die Loks jetzt nur noch abgefahren, wie hier vor dem RE16747 am 06.06.01.


Abschließend noch ein Wort zu den Fragen von "nozomi07". Ich weiß nicht, woher wikipedia die Aussage nimmt, dass der Umbau fast so teuer wie ein Neubau gewesen wäre. Wahrscheinlich werden da mangels besseren Wissens mal wieder Äpfel mit Birnen verglichen. Fakt ist, dass sich damals unsere Schwesterfirma MaK intensiv darum bemühte, ihre DE1024 bei der DR an den Mann zu bringen. Nur diese Lok wäre in der Lage gewesen, schwere IC- oder IR-Züge mit 140 km/h in Einzeltraktion befördern. Eine DE1024 war aber eher doppelt so teuer wie der Umbau einer 219 in eine 229. Außerdem glaubte die MaK, mit der Anbahnung des Umbau-Auftrags einen Fuß in der Tür des Kunden DR zu haben. Nur wurden die Karten mit Gründung der DBAG gründlicher neu gemischt, als seinerzeit angenommen.

Schönen Tag noch,
Ulrich B.






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:11:06:09:27:56.

Die Baureihe 229 – Umbauloks von Krupp (m. 39 B.)

geschrieben von: NAch

Datum: 05.11.15 18:52

@ Martin,

mit großem Genuss habe ich diesen Beitrag gelesen.
Nicht nur der Fotos von unüblichen Orten wegen und der vielen Informationen...

Die Antworten sprechen eine deutliche Sprache.

Für mich zeigen die Beiträge auch, wie sich die Wertschätzung ändert.
Damals musste ich mir ggf Bemerkungen anhören, wenn ich eine 119 fotografiere, heute ist sie galeriewürdig: [www.drehscheibe-online.de]
Nun gut, die 95 verschwanden, nachdem sie einigermaßen betriebssicher waren. [www.drehscheibe-online.de]

In einem früheren Beitrag habe ich ein Bild von der Ankunft der neuen 119 im Jahre 1981 gezeigt: [www.drehscheibe-online.de]

Soweit meine Ergänzungen zum Beitrag


Mit Berliner Grüßen

Achim
Link zu allen meinen Bildern in der Galerie: [www.drehscheibe-online.de]
Link zur Beitragsübersicht: (Hinweis: mit der Galerieumstellung zum 08.04.2017 führen einige Galerielinks in den Beiträgen in die Irre)
[www.drehscheibe-online.de]
Link Ottbergen April 1976 , Link Ottbergen Mai 1976

Re: Eine Lok, viele Fragen...

geschrieben von: 219 006

Datum: 05.11.15 20:04

Hallo!

Bei der BR 119 gab es zur Wendezeit einen erheblichen Reperaturstau, es fehlte an Ersatzteilen und Werkstattkapazitäten. Mit der D- Mark konnte man aber nun leichter Teile aus Rumänien beziehen, das Werkstattproblem wurde aber durch Weggang von Arbeitern Ri. West eher noch schlimmer. So suchte man im Westen was, die Wahl fiel auf Krupp, sehr zum Unmut des Raw Chemnitz. Die hätten wohl eine Modernisierung billiger gemacht, der Prototyp 219 158 wurde nicht weiter verfolgt. Die DB hatte sowiso eine Abneigung zu Sechsachsern und dann auch noch 2 Maschinenanlagen. So blieb es bei den 20 Loks.
Dass sie nach nur 8 Jahren abgestellt wurden, war sicher auch Steuergeldverschwendung, man wollte auch die fällige HU vermeiden. Als Alibi wurden ein paar Loks an Tochterfirmen verkauft.
Zur Qualität der 229 kann ich nichts sagen. Mir gibt aber zu Denken, das von 20 Exemplaren 3 nach Brand abgestellt wurden. Auch als 119 waren die meisten der 20 Maschinen wegen Bränden z- gestellt und rosteten jahrelang vor sich hin.
Moin Martin,

ich stimme ein in das Loblied auf Deinen Bericht! Ganz große Klasse, mit absolut sehenswerten, teilweise einmaligen Fotos! Denn wer sonst hat eine 229 auf einer Messdrehscheibe fotografieren können? Bei einigen Fotos kommt mir die Situation aber bekannt vor: ich habe nämlich mit einer kleinen Gruppe am 18.5.92 die Kruppschen Werkshallen besichtigt, unter der Führung von Ulrich Budde! Vielleicht sind wir uns ja damals schon über den Weg gelaufen. Ein Fotografierverbot für Besucher gab es seinerzeit noch nicht, und die Tatsache, dass Du Deine Fotos hier zeigst, ermutigt mich, über kurz oder lang meine wenigen Aufnahmen vom Mai 92 aufzubereiten und bei Gelegenheit auch hier zu zeigen.

Gruß
Klaus

Re: Die Baureihe 229 – Umbauloks von Krupp (m. 39 B.)

geschrieben von: 65 014

Datum: 05.11.15 20:09






Hallo Martin,

danke für Deinen aufschlussreichen Beitrag mit dem Blick hinter die Kulissen.
Ich kann mich noch gut erinnern als der Lokzug hinter140 381 sonntagmorgens
im Essener Hbf ankam.






http://foto.arcor-online.net/palb/alben/48/3347348/3630646431643035.jpg

Ankunft des Lokzuges am 21. November 1990 in Essen Hbf. Hinter 140 381 sind 119 128, 119 126,
119 113, 119 106 und 119 120 eingereiht.




http://foto.arcor-online.net/palb/alben/48/3347348/6365323466326138.jpg

Später hieß es dann samstags immer wieder vom Rücksitz des Autos: „Fahren wir bei Krupp
vorbei?“ Am Werkstor in der Zollstraße musste dann ein Blick ins Gelände geworfen werden. Dabei
entstand im März 1991 das Bild mit 119 120 und 119 171.



Viele Grüße
Werner








//



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:11:05:20:10:28.

Super Beitrag- Danke! (o.w.T)

geschrieben von: 219 006

Datum: 05.11.15 20:14

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Genialer Beitrag. Vielen, vielen Dank dafür. Ja, das Edel-U-Boot wie wir es nannten,War eine zeitlos elegante Lok. Auch die 119. Mit ihren Bullaugen sah sie richtig osteuropäisch aus. Ich War im Raw Chemnitz im Rahmen meiner Schlosserlehre 1 Jahr in der "M 119", der Lokrichthalle an den Lokomotiven eingesetzt.DB Regio hatte 1999 bereits eine Bestellung über einen Probeumbau auf ZWS / ZDS in Auftrag gegeben. 229 120 vom BH Erfurt sollte Baumuster sein. Da jedoch dann die VIEL bestellt worden waren, stornierte DB Regio den Auftrag. Unsere Verkabelungsarbeiten mussten wieder rückgängig gemacht werden. Laut meinem Meister Wäre der Umbau kein großer Akt gewesen, die Loks hatten ja bereits die passende Motorsteuerung.

Rein von der Wartung War aber die 219 besser. Dort hatte man richtig Platz, während in der 229 die Kühlwasserkühler wie in der 118 weit runter gingen und ich mir oft den Kopf anstieß. Auch die 229er Motoren waren keine Neuheit mehr, sie waren bereits seit 1974 erhältlich. Aber die Maschinen waren einfach ein Traum, schade,daß sie so früh sterben mussten.

Gruß, 219 003-1
Hallo Martin,

ein packender Insiderbericht über die Umbaumaßnahmen, der mein ungeteiltes Interesse findet. Die neu entstandene Baureihe 229 habe ich oft in ihrem Einsatzgebiet in Thüringen aufgesucht und überwiegend auf Video festgehalten, speziell auf der Rampe nach Oberhof.

Herzlichen Dank für diese einmalige Dokumentation und die Mitnahme in die Werkshallen sagt


Burkhard aus Mannheim

Re: Eine Lok, viele Fragen...

geschrieben von: 50 3604-1

Datum: 05.11.15 21:34

Zu den 119 Bränden hatte ich vor Jahren ja mal was geschrieben. Da ging das Feuer ja oft von den Drehgestellen aus. Das Raw kam zum Teil mit den Reparaturen gar nicht mehr hinterher so das das Bw Chemnitz aushalf und das Raw nur die Kabelbäume lieferte. Was sich aber nach der Wende bei der 119 auch bemerkbar machte war das es nun Möglichkeiten gab einige Kinderkrankheiten auszumerzen. Speziell denk ich da an die Lüfter, wo die Leitungen ja ständig wegbrachen. Was da Hydraulikschläuche schon ausmachten.

http://www.krawalowa.de/DSO/sig/5036041sig2.png
Danke, Martin, für den persönlichen Anstoß vorhin in K'münster: Natürlich habe ich gleich reingeklickt... Toller Bericht, sehr interessant!

Schöne Grüsse aus Richterich -
Reinhard

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