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Anderthalbdecker satt: Minden-Ravensberg 1987 Teil 2




Zunächst noch einmal der Link zum 1. Teil:

Anderthalbdecker satt: Minden-Ravensberg 1987 Teil 1 (m21B)



Bevor es hier mit den „Rucksackbussen“ weitergeht, möchte ich mich zunächst für eure Reaktionen auf meinen Beitrag bedanken, mit dem ich ja wohl voll in Schwarze getroffen habe. Ja, es ist eine Wiederholung aus dem Februar 2007. Allerdings sind die Bilder schon seit 2008 nicht mehr online. Da ich immer wieder angeschrieben werde, ich solle doch den oder anderen Beitrag wieder hochladen, habe ich mir die Mühe gemacht, die Bilder neu zu scannen und in größerem Format zu präsentieren.



Ich habe jetzt anhand der geposteten Informationen die Fahrzeugliste noch einmal ergänzt.

Wgn. 76,             M.A.N - Büssing/Ludewig (AERO)  VG 16      Bj. 1974
Wgn. 86,             M.A.N - Büssing/Ludewig (AERO)  VG 16      Bj. 1974
Wgn. 88, 89, 90  M.A.N/Vetter                                     SG 220    Bj. 1978      VÖV-Front  
Wgn. 91, 93        M.A.N/Ludewig (AERO)                   SG 220    Bj. 1976      Stülb-Front  2-türig (vorn/mitte)
Wgn. 94, 95, 97  M.A.N/Ludewig (AERO)                   SG 220    Bj. 1976      Stülb-Front  3-türig (vorn/mitte/hinten)

Hat mich selbst ein wenig verwundert, dass die Fahrzeuge noch so jung waren. Hätte selbst etwa so vier/fünf Jahre draufgelegt.


Wie ich schon im ersten Teil angedeutet hatte, gefielen mir die Ludewig (AERO) – Aufbauten besser als die Vetter-Kreationen, was vor allem an der gefälligeren Stülb II ähnlichen Frontgestaltung, der Bügelfalte im Aufbau und den Falttüren lag. Da wirkte die VÖV-Front und die gerade Frontscheibe des Vetter-Aufbaues, sowie die Schwenktüren, doch etwas bieder.

Bild 22: Beginnen wir zunächst mit den beiden zweitürigen M.A.N/Ludewig (AERO) SG 220. Wagen 91 ist am 30. September 1987 gerade auf dem Betriebsgelände angekommen:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/3231613565326531.jpg

Bild 23: Deutlich ist zu erkennen, dass im hinteren, abgesenkten Teil, die vierflügelige Tür fehlt:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/3665356238626435.jpg

Bild 24: Über den Grund, warum einige Wagen aus dieser 76-er Beschaffung zwei bzw. dreitürig geliefert worden sind, kann ich nur spekulieren. Vielleicht wurde von Herford
aus, im Gegensatz zu Minden, nicht mehr mit Schaffner gefahren, so dass die 2-Türer für Herford und die 3-Türer für Minden bestimmt waren? Oder waren die 2-Türer in
erster Linie für die Überlandlinien bestimmt und die 3-Türer für den Mindener Stadtverkehr? Wer kann Licht ins Dunkel bringen?

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/3930663833653033.jpg

Bild 25: Neben den Wagen 86 trug auch Wagen 93 eine Ganzreklame. Hier präsentiert er sich auf dem Betriebshof:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/6432653862303235.jpg

Bild 26: Jetzt wollen wir mal zwei direkte Vergleiche ziehen. Zunächst präsentiert sich uns der M.A.N/Ludewig (AERO) SG 220 neben dem M.A.N-Vetter SG 220, Wagen 89...
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/6138653436623430.jpg

Bild 27: ... und hier präsentieren sich zwei Fahrzeuge desselben Herstellers nebeneinander. M.A.N-Büssing/Ludewig (AERO) VG 16, Wgn. 86,
von 1974 und der bereits teilstandarisierte M.A.N/Ludewig (AERO) SG 220, Wgn. 93, von 1976:

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/3363353133356238.jpg

Bild 28: Am 08. Oktober 1987 verlässt Wgn. 93 den Zentralen Omnibusbahnhof in Minden:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/3636336431376431.jpg

Bild 29: Wagen 94 war am 30. September 1987 seit dem Vormittag ununterbrochen im Mindener Umland unterwegs und kam erst am späten Nachmittag auf den Hof. Er
machte von allen 1 ½-Deckern den besten Eindruck, auch wenn ihm ein Teil des Zierrahmens abhanden gekommen war. Auf diesem Bild ist auch zu erkennen, wie gut
diesen Fahrzeugen die 3. Tür stand:

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/3935643635353139.jpg

Bild 30:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/6433343939386332.jpg

Bild 31: Am 08. Oktober 1987 war auch er in Porta Westfalica-Hausberge Markt anzutreffen:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/3165323337353864.jpg

Bild 32: Der eine Woche zuvor „rostsanierte“ Wagen 95 (siehe Teil 1) kommt am 08. Oktober 1987 während eines Regenschauers auf den Betriebshof gefahren:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/3133653036616134.jpg

Bild 33: „Raser sind schneller....am Baum, ...am Ende, ...im Graben, usw.“ war eine Kampagne der Verkehrswacht in den achtziger Jahren. Neben großflächigen Plakaten
warben auch öffentliche Verkehrsmittel i.d.R. auf älteren Fahrzeugen, deren Seitenwände ob der kurzen Restzeit nicht mehr an potentielle Werbekunden vermietet werden
sollten/konnten, für diese Kampagne. Wagen 97 der Verkehrsbetriebe Minden-Ravensberg, war ebenfalls dazu auserkoren und mit diversen Folien versehen:

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/6139356338373662.jpg

Bild 34:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/3233383035626634.jpg

Bild 35:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/6334383939656365.jpg

Beim letzten Bild ist rechts neben der hinteren Tür der Aufstieg zum Schaffnerplatz zu erkennen.


Ich kann mich noch daran erinnern, wie in der ersten Hälfte der sechziger Jahre in Osnabrück noch mit Schaffnerbetrieb gefahren wurde. Alle Busse (Stadtwerke Osnabrück fuhren damals nur BÜSSING) hatten damals drei Türen. Neben der hinteren war der Schaffnerplatz, sowohl in den 1 1/2-Deckern, als auch in den Solo-Wagen. Daher war hinten der Einstieg (meistens vierteilige Falttür), Ausstieg war vorne (zweiteilige Falttür) und in der Mitte (vierteilige Falttür). Links und rechts neben den Türen waren länglich-abgerundete Schildchen "Einstieg" (grün) und "Ausstieg" (rot) angebracht. An der Decke waren an mehreren Stellen jeweils drei Druckknöpfe installiert. Mit einem konnte der Schaffner, der gelegentlich auch durch den Bus ging, die Türen schließen, der zweite diente zur Verständigung mit dem Fahrer und der dritte war schließlich der Haltewünsch für den Fahrgast, was auch entsprechend an den Knöpfen vermerkt war. Wir Kinder reichten natürlich noch nicht bis zur Decke und mußten daher andere Fahrgäste bitten, für uns zu drücken. Daher saßen wir auch von vornherein im Oberdeck, weil die Knöpfe dort erreichbar waren. Mit Aufgabe des Schaffnerbetriebes wurde in der Regel die hintere Tür stillgelegt und der Einstieg auf die vordere Tür beim Fahrer verlegt. Entsprechend wurden die Knöpfe für den Schaffner stillgelegt. Als dann die Entwerter kamen, konnte sowohl vorne, als auch in der Mitte eingestiegen werden. Später bei den Gelenkbussen auch hinten.

Bild 36: Die Verkehrsbetriebe Minden-Ravensburg (VMR) fuhren noch in den achtziger Jahren in den Stoßzeiten mit Schaffner. Dazu waren u.a. in einigen M-B O 305 G ein
Schaffnerplatz - wenn ich mich recht erinnere im Auflieger neben dem Gelenk - vorhanden. Auch diese Wagen besaßen neben den Türen kleine Schilder, die je nach Betriebs-
art umgelegt werden konnten. Hier steht ein solcher Bus, der Wgn. 208 am 30. September 1987 auf dem Betriebshof in Minden:

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/3934373130633132.jpg

Bild 37: Hier sehen wir den ebenfalls so ausgestatteten Wagen 209 von der Fahrerseite:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/6133383131643961.jpg

Recht erstaunlich, dass sich diese Betriebsart hier so lange behaupten konnte. Anscheinend hat man die Personalkosten geringer eingeschätzt, als die Verluste durch Schwarzfahrer.

Bild 38: Beschließen möchte ich diesen Rückblick in eine vergangene Zeit mit der Parade auf dem Betriebshof am 08. Oktober 1987. Wagen 94, 91, 93
(alle M.A.N/Ludewig(AERO) SG 220), Wagen 86 (M.A.N-Büssing/Ludewig(AERO) VG 16) und Wagen 90 (M.A.N/Vetter SG 220) haben sich noch einmal
aufgestellt, um den Fotografen zu verabschieden:

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/6558464/3531346462383734.jpg

Es sollte ein Abschied ohne Wiederkehr sein.


Bis neulich - natürlich im HiFo

Rolf Köstner


Dieser Beitrag erscheint auch im Straßenbahn-Forum (Strafo)


Wussten Sie eigentlich, dass man FRÜH Kölsch auch noch nach 9.00 Uhr morgens trinken darf?

Impfen - find ich gut!

Leute, die glauben, daß die Corona-Impfung ihre DNA verändern könnte, sollten das als Chance begreifen! (Dieter Nuhr)




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:01:13:17:49:38.
Hallo Rolf,

für mich als ehemaligem Busfahrer (1986-2000) ein toller Beitrag!
Kann mir bitte jemand erklären, warum bei den Anderthalbdeckern die dritte Achse mit Trilex-Felgen ausgestattet waren?

Gruß
Werner

Edit Aha, wurde im 1. Teil schon beantwortet!





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:08:04:12:19:58.
Hallo Rolf!

Solange ich mit diesen Bussen fuhr, ca. bis 1972 auf der Linie von Bad Oeynhausen Richtung Herford über Gohfeld - Löhne, wurde mit dreitürigen Busseen und Schaffnerbetrieb gefahren.

Schon pappsatt? Ergänzung! (m4B)

geschrieben von: Die Lorenmagd

Datum: 04.08.15 12:29

Hallo Rolf!

Besten Dank für die Auffrischung des Themas!

Ein paar Eränzungen:

Die späten MAN-Anderthalbdecker hatten die Typenbezeichnung "SG 220 F" und die MAN-interne Bauartnummer "296". Die hierzulande normalen Gelenkbusse vom Typ "SG 220" hatten die Bauartnummer "194".
Bauartnummern im 200er Bereich nutzte MAN gerne für Bodengruppen und abweichende Sondertypen.

Vor gut 23 Jahren erzählte mir Wolf-Dietmar aka 55 4630, er habe im Raum Oer-Erkenschwick einen Anderthalbdecker im Einsatz als Bergarbeiterbus gesehen.
Dem Tipp wurde umgehend nachgegangen.
Ich nahm ein paar Bilder von Anderthalbdeckerbussen mit und klapperte sämtliche Zechenstandorte der Gegend ab und fragte jeweils den Pförtner nach diesen komischen Bussen.
Bei Ewald Fortsetzung 1/2/3 hatte ich Erfolg. Es war der 29.10.1992 und Ewald Fortsetzung hieß seit wenigen Tagen, genauer seit dem 1.10.1992 Bergwerk Blumenthal/Haard.

http://www.kluse23.de/a0/vmr23.jpg

http://www.kluse23.de/a0/vmr24.jpg

Es war der ehemalige VMR-Wagen 90, den kurz zuvor die Firma Möbius aus Herne übernommen hat.

Damit es die Bergleute etwas bequemer hatten, baute man Reisebussitze ein:

http://www.kluse23.de/a0/vmr28.jpg


Und zum Abschluß VMR 126 von innen:

http://www.kluse23.de/a0/vmr54.jpg


Aleksandra grüßt!
Mensch Rolf!

Du überrascht mich fast täglich auf's Neue. Was Du nicht alles fotografiert hast. Manchmal denke ich, eine solche Weitsicht konnte man doch nicht haben. Obwohl ich absolut kein Kenner der Szene bin, ein absolut interessanter und gut bebilderter Beitrag.


Herzlichen Dank und viele Grüße aus Betzdorf
Bruno
Danke für die aufnahmen!
Die bilder "22" und "23" sind identisch. Soll das so sein?

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Wussten Sie eigentlich, dass man FRÜH Kölsch auch noch nach 9.00 Uhr morgens trinken darf?

Impfen - find ich gut!

Leute, die glauben, daß die Corona-Impfung ihre DNA verändern könnte, sollten das als Chance begreifen! (Dieter Nuhr)

? Anderthalbdecker in Hanau - Suche

geschrieben von: Frankfurter

Datum: 05.08.15 07:37

Sehr schön!

Und wenn jetzt jemand tatsächlich noch ein Bild eines Hanauer Anderthalbdeckers hätte, wäre das fantastisch. Von dieser Kindheitserinnerung habe ich leider noch nie ein Bild gesehen.


Noch en Gude,
Manfred

! Anderthalbdecker in Hanau - Fund

geschrieben von: Die Lorenmagd

Datum: 05.08.15 08:11

Hallo Manfred!

So haben sie ausgesehen, die Hanauer Anderthalbdecker.

Es waren vier Stück von 1961, die die Wagennummern 36 bis 39 trugen, ausgemustert im Jahr 1973.

Das Bild ist ein Werkfoto von Ludewig.

http://www.kluse23.de/a0/Scannen0003.jpg

Glückauf!

Aleksandra

Anderthalbdecker: Die KVB in Köln hatte auch 130 Stück davon ...

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 05.08.15 11:07

.
... und in einem von denen bin ich das erste und letzte Mal beim Schwarzfahren erwischt worden.

November 1973 - abendlicher Berufsverkehr Linie 38 - wir Schulkameraden setzten uns natürlich nach ganz oben, ganz nach hinten.
Und dann kam der Kontro - und ich hatte meinen Schülerfahrtausweis vergessen - für einen 13-jährigen taten die fälligen 10 DM ziemlich weh .....

Ansonsten fand ich die Anderthalbdecker ziemlich gut. Oft bin ich von Köln-Mülheim bis Opladen Bahnhof auf der Linie 52 mitgefahren.
Kaum angekommen, gings einmal rund ums Aw Opladen, dann durch die immer offene Lokeinfahrt, um mich den Objekten der Bierde nähern zu können.
Und zu fotografieren. Das Aussengelände des AWs war ein einmaliger Anziehungspunkt, und wenig später auch die heiligen Hallen (waren ja nicht angeschlossen).

Das andere Ende der Linie 52 war Porz a. Rh. und somit war das Bw Gremberg von K-Mülheim schnell und gut zu erreichen.
Leider war die Anderthalbdecker-Herrlichkeit gegen Ende 1974 in Köln vorüber. ( Nummernreihe K-VK 601-730 )
Hier mal ein Link über die Verbreitung der Ludewig-Anderthalbdecker auf westdeutsche Verkehrsbetriebe: [www.anderthalbdecker.com]

Ein weitere Favorit zum gerne Mitfahren waren die Magirus-Deutz Saturn III, Nummerrehe K-VK 400 ff ( wieviele 400er gab es eigentlich ? )
Das Motorengeräusch war einmalig. Hier im Link auf eine beendete Auktion:[www.ebay.com]

Gruß, Wolfgang
.

Anderthalbdecker mit Frage...

geschrieben von: TransLog

Datum: 05.08.15 11:49

Hallo,

vielen Dank für diese interessanten Busbilder, die für mich als Berliner etwas exotisch wirken.

Frage: Warum nicht gleich "richtige Doppeldecker" einsetzen? Weshalb diese Zwitterkonstruktion?

Anderthalbdecker bieten z.B. gegenüber Gelenkbussen den Vorteil der kurzen Fahrzeuglänge in engen Kleinstädten oder an kurzen Haltestellen, aber der Doppeldecker nutzt diese Vorteile noch mehr.

Lag es an zu wenig Fahrgästen? Zu hohes Eigengewicht? Zu hoher Verbrauch?


Gruß, Ulrich

Re: Anderthalbdecker mit Frage...

geschrieben von: Peter

Datum: 05.08.15 12:00

Hallo!

TransLog schrieb:
-------------------------------------------------------
> Frage: Warum nicht gleich "richtige Doppeldecker"
> einsetzen? Weshalb diese Zwitterkonstruktion?
>
> Anderthalbdecker bieten z.B. gegenüber
> Gelenkbussen den Vorteil der kurzen Fahrzeuglänge
> in engen Kleinstädten oder an kurzen Haltestellen,
> aber der Doppeldecker nutzt diese Vorteile noch
> mehr.

Ein Aspekt war wohl auch die Bauhoehe.
Ein Anderthalbdecker war ja nur im hinteren (motorlosen) Bereich so niedrig, dass es fuer zwei Decks mit (maessiger) Stehhoehe reichte.
Bei einem Doppeldecker, der ja auch den Motor ueberbauen muss, wird's da etwas enger. Hinzu kommt, dass die Rucksackbusse eben teilweise normalhoch (also recht bequem) waren, waehrend die Doppeldecker eben komplett eingeschraenkt sind.

Und: viele Rucksackbusse waren Umbauten auf alten Fahrgestellen - ob das fuer die Statik eines Doppeldeckers gereicht haette?

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

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Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.

Re: ! Anderthalbdecker in Hanau - Fund - Danke!

geschrieben von: Frankfurter

Datum: 05.08.15 16:51

Vielen Dank dafür!

Wir hatten damals Verwandte im Hanauer Lamboyviertel und besuchten sie alle paar Monate. In Frankfurt fuhren wir von Eschersheim Bahnhof mit der Straßenbahnlinie 8 bis zum Schweizer Platz und liefen zum Südbahnhof, denn Sonntag nachmittags fuhr keine direkte Trambahn und so ein paar Meter zu Fuß bringen keinen um. Von Frankfurt Süd, weil billiger als vom Hauptbahnhof, ging es dann mit Sonntagsrückfahrkarte mit einem Bummelzug, natürlich mit Dampflok, zum Hanauer Hauptbahnhof, nur echt mit dem alten Empfangsgebäude. In Frankfurt Süd wurden die Fahrkarten oft von einem einarmigen Sperrenbeamten mit seinem speziellen pedalbedienten Knipser gelocht. Per Bus ging es in Hanau zum Friedensplatz und von dort mit dem "Doppeldecker" nach Lamboy zu Kaffee und Kuchen. Dieses letzte Stück war für mich immer der Höhepunkt der Reise. So was kannte ich aus Frankfurt nicht. Ich mußte einfach immer ins Hochdeck. ;-)


Noch en Gude,
Manfred
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Ob bei einer Einzelachse eventuell auch noch der Platz (seitlich) eine Rolle spielt, ist mir nicht bekannt.
Hallo Rolf,

interessante Bilder, obwohl Busse nicht mein Spezialgebiet sind. In Duisburg ist die DVG früher auch mit solchen Anderthalbdeckern gefahren. Habe sogar ein Modell davon.

Grüße vom sonnigen Niederrhein
Martin

"Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten."
Hallo,

erstmal Rolf einen Superdank an die beiden tollen Berichte über die Anderthalbdecker von Minden-Ravensberg.

Mehr mal das Fahrgefühl mit einem Büssing Anderthalbdecker erleben möchte, dem weise ich auf meine Sonderfahrt am 3.10.2015 hin.

Anlass der Fahrt ist der fünfzigste Geburtstag vom Heinrich am 10. Juli 2015. An diesem Tag 1965 wurde er bei der Vestischen Straßenbahn in Betrieb genommen und fährt nun seit 5 Jahren in Braunschweig auf Stadtrundfahrt und Sonderwagen. Auch unser kleiner Büssing würde dieses Jahr noch fünfzig Jahre alt, jedoch ist dieser im Moment nicht einsatzbereit.

Termin ist der Samstag, 3. Oktober 2015

Start: 11 Uhr am Hauptbahnhof - Dauer 4 Stunden

Ende am Hauptbahnhof bzw. Innenstadt

Mindestteilnehmerzahl 20 - Maximal 25 Personen

erreichen der Teilnehmerzahl: Stichtag 15. September 2015

Fahrpreis 30,00 €

Die Fahrkarte kann direkt über meinen Shop ([www.region-im-modell.de]) bestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Jens

Danke der Bilder.....

das muss bestimmt ein merkwürdiges Fahrgefühl mit diesen Radiergummirädern der dritten (Halb-)Achse gewesen sein! Ein guter Lenker spürt das mit seinem Allerwertesten ;-)

aus Erfahrung sprechend

Herr U.
Hallo Rolf,

zu:
Zitat:
Über den Grund, warum einige Wagen aus dieser 76-er Beschaffung zwei bzw. dreitürig geliefert worden sind, kann ich nur spekulieren. Vielleicht wurde von Herford
aus, im Gegensatz zu Minden, nicht mehr mit Schaffner gefahren, so dass die 2-Türer für Herford und die 3-Türer für Minden bestimmt waren? Oder waren die 2-Türer in
erster Linie für die Überlandlinien bestimmt und die 3-Türer für den Mindener Stadtverkehr? Wer kann Licht ins Dunkel bringen?

Die Dreitürer waren für Leute mit Kinderwagen einfacher zu benutzen. Der Schaffner war hinten bereits vor Ort und konnte bei Bedarf helfen. Bei Einmannbetrieb hätte der Fahrer helfen müssen. Dabei hätte er sich beim Dreitürer unverhältnismäßig weit von seinem Fahrerplatz und auch der Kasse entfernen müssen.

Gruß,
Lutz