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Hallo HiFo!

Es ist Montag Abend und Zeit für meinen wöchentlichen Beitrag. Diesmal aber weniger mit "fahrbarem Material" als mehr mit dem "Drum-herum".

Wie es Euch bestimmt nicht entgangen ist, ist mein "Steckenpferd" der Bochumer Verein mit allen seinen "Eisenbahn-relevanten" Baustellen.
Nun - der BV hat 1926 die Westfälischen Stahlwerke übernommen. Also gehört - selbstverständlich - auch die Vorgeschichte dieses Werkes zur "Großbaustelle Bochumer Verein".

Erstaunlich ist eigentlich, was alles nicht bekannt ist... Daher bin ich für jede weitere Information - und Biilder ! - dankbar!


Und los gehts:




Die Westfälischen Stahlwerke


Historie

Die Westfälische Stahlwerke AG war im Jahre 1889 von Heinrich Köhler gegründet worden, der das Unternehmen rund 15 Jahre als Generaldirektor geleitet hat. Heinrich Köhler war für den BV kein Unbekannter. In den 1860er Jahren hatte er bis 1869 das Bessemerwerk des Bochumer Vereins geleitet. 1870 engagierte er sich bei der Errichtung der Firma „Neues Stahlwerk Daelen, Schreiber & Co.“. Bevor diese im Jahr 1889 als „Werk Stahlindustrie“ zum BV kam, schied er aus und gründete die Westfälische Stahlwerke AG, in der vor allem Eisenbahnmaterialien – insbesondere Radsätze, Federn, Weichen u.ä. hergestellt wurden.



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Abbildung 1 - Die Westfälischen Stahlwerke aus der Vogelperspektive [Mathieu 1939] ungefähr zur Jahrhundertwende. Der Blick geht aus der östlichen Ecke des Betriebsgeländes nach Westen. Im Vordergrund verläuft die Kohlenstraße. Das alleinstehende große Gebäude gegenüber dem Werk war die Hauptverwaltung der Stahlwerke. Die üppigen Gleisanlagen im Bildhintergrund gehören zu einem "Werkstätten-Bahnhof", der im Messtischblatt von 1894 ausgewiesen ist. Er lag an der Bahnstrecke Bochum-Essen. Interessanterweise taucht der Werkstätten-Bahnhof auf späteren Plänen nicht mehr auf. Interessant wäre zu wissen: Wieso es ihn gab und zu welchen „Werkstätten“ er gehörte.


Nachdem das Werk sich in den ersten Jahren gut entwickelte, kam es ab etwas 1900 ins Straucheln. Investitionen, die durch die schlechte Ertragslage nicht ausgeglichen werden konnten, belasteten die Bilanz. Im Laufe des ersten Weltkriegs kam das Werk dann schließlich zur oberschlesischen Bismarckhütte, die sich so die zum Werk gehörenden Siegerländer Erzgruben sicherte. Die Stahlwerke hingegen wurden direkt wieder verkauft und gelangten – nach einer Zwischenstation bei den Rombacher Hüttenwerken – 1926 zu den Vereinigten Stahlwerke, bei deren Neugliederung die Fabrik dann dem BV zugewiesen und als „Werk Weitmar“ geführt wurde. [Däbritz 1934, S. 425/426]



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Abbildung 2 – Zum Vergleich die gleiche Blickrichtung einige Jahre später. Die Zeichnung zeigt die Luftansicht des Werkes rund um 1910. Im Gegensatz zum vorherigen Bild sieht das Firmenareal schon viel "aufgeräumter" aus. Obwohl diese Ansicht bestimmt zeichnerisch „geschönt“ ist, ist das 1905 beschlossene und bis 1907 umgesetzte Ausbauprogramm deutlich erkennbar. Die fünf Schornsteine - davon der dritte mit Krempe Wasserbehälter - markieren die neuen Siemens-Martin-Öfen. Ungefähr so dürfte das Werk zum Zeitpunkt der Übernahme durch den BV ausgesehen haben. [Wikipedia; Fotograf: Willi Roerts, Hannover]



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Abbildung 3 – Ein Ausschnitt aus dem Messtischblatt von 1935 mit Angabe der Standorte für die Luftbilder (Abb. 1 & 2) und der beiden nachfolgenden Ansichtskarten (Abb. 4 & 5)



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Abbildung 4 – Die Westfälischen Stahlwerke um 1900. Der Blick geht entlang der Kohlenstrasse gen Süden auf das Werksgelände. Am linken Bildrand ist das Verwaltungsgebäude der Stahlwerke zu erkennen. Interessant ist die Gestaltung des Bahnübergangs über die Hauptbahnstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn von Essen nach Bochum mit dem Wärterhaus, den drei Läutewerken, der Verladerampe hinter dem Wärterhaus und den Fußgängern, die trotz geschlossenen Schranken den Bahnübergang überqueren. [Ansichtskarte Slg. Chr. Dahm]



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Abbildung 5 – Fast der gleiche Blick, aber einige Jahre später. Wenn man genau hinschaut, erkennt man im Hintergrund fünf nebeneinander stehende Schornsteine, von denen der mittlere einen Krempe Wasserbehälter trägt. Wir befinden uns also nach der Erneuerung des Werkes, ab ca. 1910. Warum hat eigentlich keiner der Fotografen mal auf einen Zug im Vordergrund gewartet? [Ansichtskarte Slg. Chr. Dahm]




Produktion

Das Werk Weitmar arbeitete innerhalb des BV in erster Linie als Schienenwalzwerk. Das Hüttenwerk verfügte über ein Siemens-Martin-Stahlwerk von sieben Öfen, mehrere schwere und mittlere Walzenstraßen, eine Federnfabrik, ein Radreifen- und Scheibenwalzwerk, Vergütungsanlagen, eine Stahlgießerei, Hammerwerke, Weichenbauanstalten und alle dazugehörigen Hilfsbetriebe. [Däbritz 1934, S. 441]

Die Jahreserzeugung erreicht 210.000 Tonnen Rohstahl, die in dem Walzwerk vornehmlich zu Rillenschienen für Straßenbahnen weiter verarbeitet oder an Konzernwerke verschickt werden. Die Leistungsfähigkeit der Weichenfabrik, in der Weichen und Kreuzungen für Staats- und Straßenbahnen hergestellt werden, betrug 8.000 Tonnen. [HuS 1927]



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Abbildung 6 – Weichenanlage in Verbundstahl mit Blockherzstücken für die Hessische Eisenbahn-Gesellschaft Darmstadt. [Hüttenzeitung 1934, Heft 17, S. 4; Slg. Chr. Dahm]



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Abbildung 7 – Weichenanlage, vollständig ineinanderhängend, in Verbundstahl mit Blockherzstücken für Straßenbahn Frankfurt a.M. [Hüttenzeitung 1934, Heft 17, S. 4; Slg. Chr. Dahm]



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Abbildung 8 – Weichenanlage [Foto: Topp; Hüttenzeitung 1939, Heft 12, S. 3; Slg. Chr. Dahm]



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Abbildung 9 – Doppelte Kreuzungsweiche für die Deutsche Reichsbahn [Foto: Kurt Ksinsik; Hüttenzeitung 1939, Heft 12, S. 4; Slg. Chr. Dahm]




Anschlussbahn

Zur Versorgung des Walzwerkes mit eigenen Stahlblöcken wurde eine neue Verbindungsbahn mit einer Länge von 2,2 km gebaut (- in der Karte die Nummer „10“). Sie zweigte ungefähr am Kreuzungspunkt mit der Bergisch-Märkischen Strecke nach Wattenscheid von der ehemaligen Verbindungsbahn zum Schacht 3 der Zeche Marianne ab und führte parallel zur Reichsbahnstrecke zum Werk Weitmar. Um vom Gussstahlwerk zum neuen Werk Weitmar zu gelangen musste man also einmal im großen Bogen gegen den Uhrzeigersinn um das komplette Werk des Bochumer Vereins herum fahren. Der Vorteil war, dass man so einerseits gleichzeitig immer auch das Werk Höntrop beliefern konnte und andererseits den langwierigen und kostspieligen Transport per Reichsbahnwagen über den Bochumer Hauptbahnhof vermied.

Mit dem Bau der Bahn wurde, da sich der Ankauf der notwendigen Grundstücke sehr verzögerte, ausgehend von den Westfälischen Stahlwerken und auf deren Grundstücken, Anfang Oktober 1926 begonnen. Die erste Probefahrt fand am 6. Dezember 1926 statt. Im Anschluss daran wurde die Bahn termingemäß dem Betriebe übergeben. [HuS 1927b]



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Abbildung 10 - Bahnanschlüsse des Bochumer Vereins [Däbritz 1934]. Obwohl die Entfernung zwischen der Gussstahlfabrik und dem neuen Werk Weitmar überschaubar war, wählte man den Anschluss an die Stichstrecke zur Zeche Marianne. Man vermied so den langwierigen und kostspieligen Transport per Reichsbahnwagen über den Bochumer Hauptbahnhof.




Werkbahn

Zum Verkehr innerhalb des Werkes war ein Eisenbahnnetz von 12 Kilometer Normal- und 7 Kilometer Schmalspurgleis vorhanden. Schmalspurwagen transportierten den angelieferten Schrott zu den Öfen und brachten die fertigen Stahlblöcke zum Walzwerk [HuS 1927].

Zu den eingesetzten Werklokomotiven liegen leider so gut wie keine Informationen vor. Die einzige bisher nachgewiesene Lok ist eine Schmalspur-Diesellok von Deutz, die im Lieferverzeichnis von Deutz aufgeführt ist:

Deutz (23307/1939), OME117 F, 600 mm
06.07.1939 gel. an Wilh. Schreiber, Bremen, für Bochumer Verein, Werk Weitmar, Walzwerk Adjustage, Bochum [Merte 2012]




Quellen

Däbritz 1934DÄBRITZ, WALTHER: Bochumer Verein für Bergbau und Gusstahlfabrikation in Bochum. Neun Jahrzehnte seiner Geschichte im Rahmen der Wirtschaft des Ruhrbezirks. Verlag Stahleisen m.b.H., Düsseldorf 1934
HuS 1927HÜTTE UND SCHACHT (Hrsg.): Unsere Abteilung Westfälische Stahlwerke. (Der Bochumer Verein XXXXII). In: Hütte und Schacht. Werks-Zeitung des Bochumer Vereins. 4. Jahrgang (1927), Nr. 3, S. 5-6
HuS 1927bHÜTTE UND SCHACHT (Hrsg.): Verbindungsbahn Bochumer Verein - Vereinigte Stahlwerke. In: Hütte und Schacht. Werks-Zeitung des Bochumer Vereins. 4. Jahrgang (1927), Nr. 9, S. 5-6
Mathieu 1939MATHIEU, B.; DAUBEN, H.: Fünfzig Jahre Werk Weitmar. Der Ausbau im letzten Jahrfünft. In: Hüttenzeitung. Werks-Zeitung des Bochumer Vereins. 16. Jahrgang (1939)
Merte 2012MERTE, JENS: Lokomotivfabriken in Deutschland. CD-ROM. Version 12.005. Himmelpforten 2012






Über sachdienliche Hinweise würde ich mich freuen!



Besten Gruß

Christian




PS.: An alle später Lesenden: Erfahrungsgemäß antworten die meisten Leser innerhalb der ersten 24 Stunden auf einen Forumsbeitrag. Gelesen wird er aber auch noch Wochen später. Ich freue mich natürlich auch noch nach Tagen, Wochen, Monaten über jede Rückmeldung, Anregung und Kritik!

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und zu meiner Internetseite über die KED Elberfeld, Essen und Cöln und deren Vorläufern ...




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:05:26:20:37:52.
Sehr interessanter Bericht, danke fürs Zeigen!

Freundliche Grüße
Wolfgang
ich schieb dem Skyliner schon mal ein dickes Federkissen über die Tastatur, daß er keine Beule bekommt!

Danke Christian für diese schöne Übersicht über das Werk Weitmar (oder auch Rombacher Hütte geannnt) und den fundierten Text. Der mittlere Schlot des SM-Stahlwerkes hat keine Krempe, sondern trägt einen Wassernehälter (ich glaube, das war eine Bauart der Fa. Klönne, Dortmund).

edit fipptühler

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:05:26:12:37:32.
Danke, Joachim, für die Vorwarnung. Werk Weitmar!!! Als Kind habe ich mit meinem Vater beim Abbruch zugesehen und ich kann mich auch noch gut an die Verbindungsbahn nach Höntrop erinnern. Vage kommt da noch ein Bild hoch: vorne eine Dampflok und eine E-Lok, hinten zwei E-Loks und dazwischen heiße Brammen, die man einfach so auf die Holzböden der Flachwagen gelegt hatte (die dann auch prompt teilweise in Flammen standen). Und dieser Zug kroch eben noch so gerade den Einschnitt herauf. Auch immer wieder schön der Bahnübergang an der Engelsburger Strasse, wo unsere Strraßenbahn jedesmal anhalten musste. Dass sowas nie fotografiert wurde... In den 80er Jahren standen die Hallen leer und waren problemlos zugänglich - der Anfang meiner Industriekultur-Begeisterung.

Besten Dank für den Beitrag!
Glückauf, Christoph

Klasse! Danke! Ergänzender Link

geschrieben von: Die Lorenmagd

Datum: 26.05.15 17:13

Hallo Christian!

Danke für Deinen geschichtlichen Abriß!

Der Link führt zum Eintrag des Verwaltungsgebäudes des Werkes Weitmar in der Bochumer Denkmalliste, Standort Kohlenstraße:

[www.bochum.de]

Aleksandra grüßt!
Hallo zusammen!

Danke für die positiven Rückmeldungen. Bei so einem Spezialthema ist man ja nicht gerade "massentauglich".

@Joachim: Danke für den Hinweis. Ich wußte nicht, was das für ein "Ding" ist... Nun ja, jetzt weiß ich es... Und, Du hast völlig recht: Wasserbehälter der Firma Klönne aus Dortmund passt: [www.albert-gieseler.de]

Übrigens hat die Firma auch die Brücken 4 und 6 der Erzbahn vom Rhein-Herne-Kanal zum Bochumer Verein gebaut.


Anderes Thema, ich habe mir gerade das Messtischblatt noch einmal angesehen: Es sieht so aus, als würde auf der Südseite von der Knoopstraße und der Kohlenstraße aus jeweils eine Straßenbahnlinie oder eine Wirtschaftsbahn auf das Werksgelände führen. Mein Vater hat mir das für nach dem II.WK bestätigt, aber auch die Karte von 1921 zeigt die Bahnlinien.
Weiß da jemand etwas zu?

Grüße!

Christian

http://abload.de/img/signatur26pu08.jpgZu meinem HiFo-Inhaltsverzeichnis: Vor 100 Jahren in...

und zu meiner Internetseite über die KED Elberfeld, Essen und Cöln und deren Vorläufern ...
Chr. Dahm schrieb:
-------------------------------------------------------
> Anderes Thema, ich habe mir gerade das
> Messtischblatt noch einmal angesehen: Es sieht so
> aus, als würde auf der Südseite von der
> Knoopstraße und der Kohlenstraße aus jeweils eine
> Straßenbahnlinie oder eine Wirtschaftsbahn auf das
> Werksgelände führen. Mein Vater hat mir das für
> nach dem II.WK bestätigt, aber auch die Karte von
> 1921 zeigt die Bahnlinien.
> Weiß da jemand etwas zu?

Im Hinterkopf schlägt da das Register Güterstraßenbahn an. Näheres, wenn ich zu Hause ins entsprechende Buch schauen konnte.

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.
Auf Bild sechs ein recht altes Strassenverkehrszeichen, das runde Schild mit Pfeil und fünf schwarzen Punkten: Gesperrt für Fahrzeuge aller Art.

MfG
Seit 1917 Kohlelieferungen per Straßenbahn von Constantin VIII/IX in Riemke. S.56f. in genannten Buch mit Planskizze.

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.
... und dann so etwas ...

Einen herzlichen Dank an Christoph für den Hinweis auf das Buch [W.D.Reimann: Straßenbahn und Güterverkehr zwischen Rhein, Ruhe und Wupper. Berlin 2004]. Auf besagter Seite 56 findet sich eine sehr ausführliche Beschreibung der Kohlenanlieferung per Straßenbahn. Aber der Hammer ist eigentlich ein Nebensatz. Es heißt dort:

Da das Verbindungsgleis in der Friedrichstrasse anfangs ohne Oberleitung war, musste hier zunächst eine Dampflok der Stahlwerke (Nr. 20, Esslingen Nr. 2286) die Beförderung übernehmen.

Uuups, das heißt, dass es nicht nur 19 andere Loks gegeben haben dürfte... Nein, es heißt auch, dass wir nun eine Dampflok der Westfälischen Stahlwerke kennen. Es handelt sich um die:

Esslingen (2286/1888), Kastenlok, Bn2t, 1000 mm
neu an Filderbahn Stuttgart "HOHENHEIM 5"
1915 a, verkauft an Baufirma [Merte 2012]
vor 1917 an Westfälische Stahlwerke, Lok Nr. 20 [Reimann 2004]

Das ist höchst spannend, da sonst keine Dampfloks bekannt sind. Es müssen aber - die Lok hat ja die Nr. 20 - wahrscheinlich 19 andere existiert haben.

Die Werkbahn-Bestände bringen doch immer wieder Überraschungen....


Super! Danke!

Christian

http://abload.de/img/signatur26pu08.jpgZu meinem HiFo-Inhaltsverzeichnis: Vor 100 Jahren in...

und zu meiner Internetseite über die KED Elberfeld, Essen und Cöln und deren Vorläufern ...
Chr. Dahm schrieb:
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> Uuups, das heißt, dass es nicht nur 19 andere Loks
> gegeben haben dürfte... Nein, es heißt auch, dass
> wir nun eine Dampflok der Westfälischen Stahlwerke
> kennen.

Jou, da das aber gar nicht in meinem Horizont liegt, hatte ich das glatt überlesen.

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.
Nabend Christian,

erst einmal möchte ich sagen, herzlichen Dank für das Einstellen dieses Beitrags.

Da sich meine Kindheit zwischen Weitmar, Linden & Dahlhausen abspielte, ist für mich das Thema Rombacher Hütte neben meinem eigentlichen Steckenpferd Zeche Hasenwinkel auch ein sehr begehrtes Thema, zu dem ich schon mehrfach versuchte weitergehende Information zu bekommen. Allerdings bin ich dabei noch nie auf die Details gestoßen, an denen du uns gerade in diesem Beitrag teilhaben lässt. Von daher habe ich diesen Beitrag regelrecht verschlugen...

Beste Grüße ins Tal der Wupper
Manuel