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Hallo Zusammen,

nachdem im ersten Teil noch ein Einzelwagen zu sehen war, ist im Merkbuch Wagen die Wagengattungsnummer 18 vom 5teiligen Doppelstockgliederzug belegt... angegebene Baujahre 1957 und 1959 in Görlitz.


http://www.die-spreewaldbahn.de/spezial/939d/DV939dx0018xS1-ber3.jpg

http://www.die-spreewaldbahn.de/spezial/939d/DV939dx0018xS2-ber3.jpg

http://www.die-spreewaldbahn.de/spezial/939d/DV939dx0018xS3-ber3.jpg

Viel Spaß beim lesen.

Sven.

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Teil 1: Merkbuch Wagen (DV 939d) Wagengattungs-Nr. 17 (DGre)

Meine Beiträge Merkbuch Wagen (DV 939d der DR): [www.drehscheibe-online.de]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:02:09:18:53:30.
Hallo
Super klasse!
Freue mich schon auf die weiteren Teile!


Nun zu den Fragen:

:)

1.)
Warum befindet sich der Wagenübergang am Ende des Gliederzuges im (vermeintlichem) Oberstock? Warum muss man extra 5 Stufen hoch steigen?
OK; der zwischen 2 Gliederzügen eingereihte Büfettwagen ist auch Doppelstöckig, aber warum hat man den Übergang nicht nach Standard ausgeführt und wäre im Büfettwagen dann über Stufen auf die obere Etage gekommen. Alleine nur aus den Zeichnungen vom Gliederzug und Büffetwagen (detaillierter kenne ich den Zug nicht) ist der Wagenübergang unsinnig. Ich bin immer davon ausgegangen, dass der DoSto-Zug, wie die heutigem Superliner der amerikanischen Amtrak oder die DoSto-IC der SBB, ein (zumindest an den Endwagen) durchgängiges Oberdeck besaßen. Oder gab es noch andere DoSto-Varianten, die den hochliegenden Wagenübergang besser ausnutzten?

2.)
Der Büffetwagen (aus dem vorherigem Thread) hatte keine Sitzplätze, wenn ich's richtig gesehen habe. Hat der Gliederzug (an einem Wagenende) dem Büffetwagen zugeordnete Sitzlandschaften? Sind damit die/das Mitropa-Abteil/e gemeint? Wieviele Bistro-Sitzplätze gab es pro Gliederzug? Oder sollte alles am Platz verspeist werden?


Auf jeden Fall die Serie fortsetzen!
Zitat:
Warum befindet sich der Wagenübergang am Ende des Gliederzuges im (vermeintlichem) Oberstock? Warum muss man extra 5 Stufen hoch steigen?

Meine Gedanken dazu im Moment sind folgende... der Zug war zunächst als Gliederzug wie hier gezeigt, konzipiert und gebaut. Denn der Büfett-Wagen kann als Ergänzung betrachtet werden und kam im nachhinein hinzu. Eventuell spielt auch die konstruktive Entwicklung der Fahrzeuge ein Rolle... wenn jemand mehr oder es besser weiß.. immer her damit.

Hinzu kommt auch die (die im Eingangsbeitrag nicht erwähnte) Wagengattungsnummer 500 Gattung D(e), also 4achs. Doppelstock-Gepäckwagen... den hätte ich beinah unterschlagen. Es sind dann somit 9 und nicht 8 Teile :) Die Wagengattungsnummer 500 zeige ich als nächstes, da sie wohl konstruktiv zu den bisher genannten beiden Fahrzeugen gehört.

Sven

Meine Beiträge Merkbuch Wagen (DV 939d der DR): [www.drehscheibe-online.de]
Die Gepäckwagenh waren einstöckig, trotz der hochliegenden Wagenübergänge. Die Doppelstockgliederzüge waren als Fernbahneinheiten konzipiert, die Buffettwagen gehörten von Anfang an dazu. Bei diesen liegt die durchgehend begehbare Ebene eben um diese fünf Stufen erhöht. Mit Regelwagenübergängen hätte man in den Buffettwagen ein Platzproblem gehabt. Vorgesehen waren im Fernverkehr zwei DGBe-Einheiten mit dazwischengestelltem Buffettwagen. Bislang war auch davon die Rede, dass der Dieselgeneratorsatz den gesamten Zug mit Energie versorgte, weil die nur zwei Achsgeneratoren in den Enddrehgesellen etwas schwach ausgefallen waren. Interessanterweise ist im Merkbuch davon nicht die Rede. Andere Wagen mit hochliegenden Übergängen gab es nicht und bei den DGBge von 1970 wurden wieder Regelübergänge vorgesehen. Diese Einheiten waren aber nicht mehr für den Fernverkehr vorgesehen, außerdem war jeder Mittelwagen um ein Abteil verkürzt worden. Die DGBe von 1957 hatten bei 200% Besetzung selbst auf Hauptbahnen ein Problem mit den Achslasten der Zwischenwagen.
Fernbahneinsätze mit zwei DGB-Einheiten und Buffettwagen habe ich mit Baujahr 1962 nicht mehr erlebt. Lange können diese Einsätze also nicht gedauert haben.

Falk



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:02:10:01:44:23.
Frage zu "Betriebstechnische und konstruktive Hinweise: Der Zug wird im Binnenverkehr eingesetzt."

Sind diese Züge fahrplanmäßig nie auch ins (benachbarte) Ausland gekommen? Zumindest ein Sonderzug-Einsatz 1958 nach Wien zu den "Weltfestspielen der Jugend und Studenten" ist mir bekannt. Während der Dauer der Spiele stand eine Garnitur in der Abstellgruppe des Wiener Franz-Josephs-Bahnhofs abgestellt.

Gruß aus Wien

"Ohne Skepsis und Zweifel würden wir heute noch glauben, die Erde wäre eine Scheibe".
"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."

(Immanuel Kant)
Moin

Auf der Zeichnung ist ein Mitropa Abeil eingezeichnet war das nur vorgesehen oder gab es das wirklich und gibt es Bilder vom Mitropa Abteil?

Bf. Zingst

Die Darßbahn lebt
Gab es. Im Unterstock der Endwagen gab es dafür lange, aber schmale Tische. Am Anderen Ende der Einheit hatten zumindest einige der Einheiten an derselben Stelle über drei Fenster einen Gepäckraum mit Regalen auf den Sitzgestellen. Die Rohre in den End- und Mittelwagen, an denen die Sitze aufgehängt sind, gehören zur tragenden Struktur. Sie sind deshalb auch nicht auszubauen. Die Wagenkästen sind maximal leichte selbsttragende Röhren aus dünnen Blechen und Abkantprofilen. Das war auch der Grund für die relativ kurze Lebensdauer der DGBe. Mit Winkelhebeln ähnlich denen der der Talgo-Mittelwagenlaufwerke, nur hier in den Dachschrägen der Zwischenwagen liegend, wurden diese zwischen den Mittelwagen vertikal und horizontal winkelhalbierend geführt. Das gab es in dieser Form nur bei den Doppelstockgliederzügen. Leider habe ich davon kein Bild. Es gab nur mal eine schematische Zeichnung in einem Eisenbahnjahrbuch. Weiß der Geier, in welchem.

Falk
Moin Falk,

Danke für die Info. Ich habe die DGB Wg nur noch kurz im Pendelverkehr nach Lubmin gesehen da war die beste Zeit der Wg wohl schon vorbei. EB Jahrbücher gab es doch nicht so viele wenn dann müsste die Skizze in den ersten zwei Jahrzehnten des EB Jahrbuches sein.

Bf. Zingst

Die Darßbahn lebt



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:02:12:10:06:58.
<<< Fernbahneinsätze mit zwei DGB-Einheiten und Buffettwagen habe ich mit Baujahr 1962 nicht mehr erlebt. Lange können diese Einsätze also nicht gedauert haben. >>>


Berlin-Aue Berlin fuhr noch ende der 60´er Jahre mit zwei Einheiten.
In Post und Gex Zügen wahren die Packwagen auch rellativ lange zu sehen.
Da führ sowieso fast alles was beladen werden konnte und entsprechend schnell war.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!