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Eine Geschichte zum 4. Advent (viel Text, m. 4 B.)

geschrieben von: Rolf Schulze

Datum: 21.12.14 16:13

Hallo zusammen,


gleich vorab: Diese Story hat mit der Adventszeit eigentlich nur soweit etwas zu tun, als sie sich am 20.12.1975, dem Samstag vor dem 4. Advent, ereignet hat. In diesem Jahr liegt der 4. Advent übrigens auf gleichen Kalendertag wie 1975. Eigentlich wollte ich sie deshalb auch gestern – am 20.12. – posten, aber es hat dann doch die Zeit nicht gereicht.

Im übrigen hoffe ich, dass mein etwas ausführlicher Erzählstil nicht als zu langatmig empfunden wird.

Es ist Samstag, der 20. Dezember 1975. Noch vier Tage bis Weihnachten, am Vortag hatten die Weihnachtsferien in Hessen begonnen. In Frankfurt am Main war zwar trocken, aber recht kühl, der Wetterbericht prognostizierte etwas Schnee für die Folgetage. (Was tatsächlich stimmen sollte.) Also insgesamt kein sehr gemütliches Wetter.

Ich war mit Kamera und Stativ in der Packtasche meines Rennrads zum Hbf geradelt, um Nachtaufnahmen vom E 523 zu versuchen, der Frankfurt um 19.47 h mit Ziel Wien verließ, und der in dieser Zeit planmäßig von einer 1042 der ÖBB bespannt wurde. In diesen Tagen war ich recht häufig auf dem Hbf und im Bw 1, nachdem ich im Sommer 1975 endgültig – viel zu spät - auf Dias umgestiegen war, waren es die altfarbenen Elloks, speziell die Frankfurter 110, die ich gern vor die Linse nahm.

Dieser Abend auf dem Frankfurter Hauptbahnhof sollte ein erlebnisreicher Abend werden.

Ich hatte etwas mehr Zeit mitgebracht, etwa halb sieben traf ich am Hbf ein, ich wollte auch den D 654 noch sehen, und hoffte, eine Frankfurter 110 davor zu finden. Erfreulicherweise wurde er sehr zeitig bereitgestellt, die Planabfahrt war um 19.05h. Die Zuglok, die Frankfurter 110 109-6, hatte zwar in jüngerer Zeit eine HU mit Neulack erhalten, und war nicht akut bedroht, in den türkis/beigen Farbtopf zu fallen, aber ihr Anblick freute mich dennoch sehr, denn Frankfurt besaß nicht allzu viele 110er der ersten Bauserie. Während ich mit Stativ und Kamera hantierte, informierten mich die Lautsprecherdurchsagen über die Abfahrt mehrerer Sonderzüge für Gastarbeiter und Neckermann-Reisen, die mehrheitlich von Gleis 19 abfuhren. Hm, das würde ich mir später ansehen.


Bild 1: 110 109-6 mit dem D 654 auf Gleis 10: http://www.traktionswandel.de/objekte/pfeilunten.gif

http://www.traktionswandel.de/pics/foren/hifo/1975-12-20_E17-16_110109-6_BwFFM-1_D654_FFM-Hbf_1000.jpg

Meine Aufnahmen waren bereits 10 Minuten vor der Abfahrt getätigt, sicherheitshalber mit unterschiedlichen Belichtungszeiten. Ich baute gerade ab, da ertönte ein Ruf vom dritten oder vierten Wagen des D-Zuges in meine Richtung: „He, willste Dir‘n Bier verdienen?“ Auf dem menschenleeren Bahnsteig war niemand, den der Rufer, ein DSG-Mann, meinen könnte. Ach ja, doch: ich war ja da.

Ich entschied mich, nachzufragen, wie ich mir dieses Bier verdienen könnte.

Es stellte ich heraus, dass der Mann vom DSG-Service ein Problem hatte: Nicht nur der Servicewagen musste noch in den Zug, sondern auch diverse Kisten mit Vorräten – und der zweite Mann, der ihm dabei hätte helfen sollen, war nicht erschienen. Das konnte natürlich nicht angehen, dass die Reisenden des D 654 am Vorabend der 4. Advent auf Verpflegung verzichten müssten. 6 Minuten vor der Abfahrt begannen wir also mit der Verladung vom Bahnsteig in das entsprechende Abteil im Wagen, und nach 4 Minuten Knochenarbeit war alles dort, wo es hingehörte. Ein glückliches Gesicht, ein hastiges „Danke“ und eine Flasche „DSG-Personalbier“ waren der Lohn dieser Aktion – und warm war mir auch geworden.

Nachdem der D 654 Frankfurt Hbf pünktlich und mit DSG-Bordservice verlassen hatte, saß ich nun mit meinem Personalbier auf dem Bahnsteig. Die Ansagen für die Sonderzüge wiederholten sich mit neuen Varianten. Während ich gerade noch überlegte, dass heute wohl ein erhöhter Lokbedarf bestehen würde, rollten zwei 103er und 110 210-2 an das gegenüberliegende Bahnsteigende, alle drei aufgebügelt und mit Lokführern besetzt. Offensichtlich war es im Gleisvorfeld etwas eng geworden. Das war mir dann erneut ein Foto wert.


Bild 2: 110 210-2 vom Bw Frankfurt(M)-1 und zwei 103er am Bahnsteig Gleis 9: http://www.traktionswandel.de/objekte/pfeilunten.gif

http://www.traktionswandel.de/pics/foren/hifo/1975-12-20_E17-17_110210-2_BwFFM-1_103_103_FFM-Hbf_1000.jpg

Um 19.34h lief der D 523 mit der Dortmunder 112 499-9 etwas vor Plan ein. Zuvor waren im Gleisvorfeld die Österreicher schon mit einem Postwagen im Gleisvorfeld erschienen, und schnell setzte sich 1042.579 von der Zfl Wien West an der Zug. Zwar konnte ich mich für den orangen Anstrich der ÖBB nie erwärmen, aber so mit erleuchtetem Führerstand und Schneeresten von der Hinfahrt an der Front war der Anblick der Lok schon beeindruckend. Überraschenderweise waren sie zu dritt auf dem Führerstand.

Bild 3: 1042.579 mit E 523: http://www.traktionswandel.de/objekte/pfeilunten.gif

http://www.traktionswandel.de/pics/foren/hifo/1975-12-20_E17-18_OeBB-1042-579_ZflWienWest_E523_FFM-Hbf_1000.jpg

Die Österreicher waren auch etwas irritiert, fotografiert zu werden, wenn ich die auf mich gerichteten Blicke richtig deutete, aber man fand schnell den Schalter für die Führerstandsbeleuchtung. Ich wartete natürlich die Abfahrt ab, in der Hoffnung, die 112 auch noch fotografieren zu können, aber der Lokführer war ein Routinier und rollte so langsam vom Prellbock zum Signal vor, bis er „zwei Helle“ (Sh 1) sah, und kam nicht mehr zum Halten.

Eigentlich sehnte ich mich jetzt nach einem gemütlichen Abendessen zuhause, die Kälte hatte sich wieder von unten nach oben durch die Kleidung gezogen, und bis dahin hatte ich noch eine gute halbe Stunde auf dem Fahrrad vor mir.

Ein wohlbekannter Geruch lenkte mich von diesem Gedanken ab. Es roch nach Dampflok.

Konnte das sein? Im Dezember 1975, in Frankfurt? Nein, das konnte nicht sein! Nicht doch.

Ich roch aber eindeutig Kohlefeuer.

Die Sonderzüge! Ja, der Geruch wehte von der Nordseite herüber.

Da würde doch nicht etwa...?

Vergessen waren Kälte und Hunger. Ich stürzte zur Unterführung. Im Laufen entschied ich mich, auf dem Bahnsteig 20/21 wieder ans Tageslicht zu kommen, dort würde der Blick zu Gleis 19 über den Postbahnsteig besser sein. Was nur bedingt zutraf, denn auf Gleis 20 stand eine andere - kürzere - Wagengarnitur.

Nun, weder meine Nase noch meine grauen Zellen hatten Unrecht. Auf Gleis 19 stand keine Dampflok. Aber ein Nachtreisezug von Neckermann, gebildet aus alten blauen ISG-Schlagwagen aus der Vorkriegszeit. Und – es war unübersehbar – jeder Wagen hatte eine eigene Kohleheizung! Deftige Rauchwölkchen qualmten aus kleinen Schornsteinen an den Wagenenden in die Bahnsteighalle. Das hatte ich auch noch nie gesehen.

Ich weiß, jetzt werdet ihr mich in Gedanken steinigen und vierteilen wollen – ich habe den Bahnsteig nicht mehr gewechselt und diesen Zug, diese Wagen, nicht fotografiert. Lediglich als die Zuglok, die Frankfurter 110 164-1, aufgebügelt zusammen mit einem Packwagen von 260 552-5 an den Zug gedrückt wurde, habe ich in diesem Moment mein Stativ ausgerichtet und ausgelöst. Denn auch das war ungewöhnlich.

Bild 4: 260 552-5 hat 110 164-1 und einen Packwagen an den Schlafwagenzug gedrückt: http://www.traktionswandel.de/objekte/pfeilunten.gif

http://www.traktionswandel.de/pics/foren/hifo/1975-12-20_E17-21_110164-1_260552-5_beideBwFFM-1_FFM-Hbf_1000.jpg

Schuld an den nicht mehr getätigten Aufnahmen waren allerdings auch die Ereignisse, die sich jetzt überschlugen.

Die Lautsprecher verkündeten erneut, dass der Sonderzug nach Genua um 20.05 h von Gleis 19 abfahren würde. Noch 7 Minuten. Unvermittelt stürzten jedoch mehrere Eisenbahner zum dritten Wagen, einem dieser herrlichen Vorkriegs-Schlafwagen, und riefen durcheinander. Einer kroch unter das hintere Drehgestell und begann lauthals zu fluchen. Jetzt trat ein Anderer zwischen Wagen drei und vier und kuppelte ab, fluchte ebenso. Dann brüllte er „Vorziehen!“. Ein anderer brüllte „Aber mit Volldampf!“

Niemand zog vor. Jetzt stand einer beim Lokführer der 110 164-1 und erklärte ihm das anscheinend notwendige Rangiermanöver. Von hinten ertönte derweil „Das ist ein Scheißbahnhof, den könnt‘ ich grad‘ in die Luft sprengen!“

Offensichtlich war der dritte Wagen schadhaft und musste ausgesetzt werden. Und offensichtlich hätte das bekannt sein sollen.

Der Lokführer schaltete schließlich auf und zog mit den ersten drei Wagen vor. Es folgten wilde Pfiffe mit der Trillerpfeife am Bahnsteig. Der Lokführer deutete die Pfiffe als Notsignal und brachte die Lok und die drei Wagen ohne erkennbaren Bremsweg zum Stehen. In den Wagen ging es plötzlich turbulent zu.

Der Zugführer war nicht ganz grundlos der Meinung gewesen, dass man mit dem Wagen nicht auch die Fahrgäste aussetzen sollte. Er stürzte also in den dritten Wagen, und erklärte diesen die Situation, offenbar mit einer gewissen Dringlichkeit. Mitsamt ihrem kompletten Bettzeug – Kissen und Decken - stürzten sich die Insassen auf den Bahnsteig. Ich sah es nur von der anderen Seite. Später stellte ich fest, dass man das Bettzeug einfach auf einem Gepäckkarren aufgetürmt hatte.

110 164-1 verschwand mit den drei Wagen in der Dunkelheit des Gleisvorfeldes. Unter der altehrwürdigen Halle des Frankfurter Hauptbahnhofes standen nur noch ebenso altehrwürdige Schlafwagen und verbreiteten den Geruch von Kohlefeuer. Einen Moment lang schien die Zeitmaschine rückwärts zu laufen…

Aber das Krisenmanagement (wie man heute sagen würde) der DB lief auf Hochtouren. 260 552-5 brachte einen DB-eigenen 1. Klasse Wagen als Ersatz, ich weiß heute nicht mehr, ob es wenigstens ein Liegewagen war. Die Fahrgäste bestiegen ihn, natürlich mitsamt ihrem - vermutlich nicht mehr ganz weißen - Bettzeug. Geraume Zeit später setzte sich auch 110 164-1 mit den intakten zwei ersten Wagen wieder vor den Zug.

Bremsprobe! Jetzt könnte der Zug eigentlich abfahren.

Aber irgendjemand stellte fest, dass der neue Wagen kein Wasser für die Toilettenspülung an Bord hatte. Auch sonst war wohl nicht alles gerichtet. Angestachelt von den Neckermann-Reisebegleitern, deren Nerven blank lagen, betrat jetzt die Bahnhofsaufsicht die Bühne und hielt den niederen Diensträngen (Rangierer, Wagenmeister, Zugvorbereiter – was auch immer sie waren) eine Standpauke. Mit dem Ergebnis, dass plötzlich ein Rangierer – ein italienischer Gastarbeiter - mit einer Schlauchrolle auftauchte und zum Hydranten am Postbahnsteig eilte.

Der Postbahnsteig war inzwischen voll von „Verantwortlichen“. Neckermann-Reisebegleiter, Bahnhofsaufsicht, Zugführer, usw., was auch die Reisenden mitbekommen hatten, die sich inzwischen aus der Schockstarre gelöst hatten, und jetzt schimpfend an den Fenstern standen. Als besagter Rangierer jetzt, zum Hydranten eilend, über den eigenen Schlauch stolperte, erweckte er ungewollt Heiterkeit, und stand plötzlich im Mittelpunkt des Geschehens.

Er rappelte sich auf, erreichte den Hydranten und hatte es bald geschafft, den Schlauch dort und am Wagen anzuschließen und kurbelte am Hydranten. „Du musst mehr essen, Amigo, dann schaffst Du’s!“ und ähnliche wohlmeinende Kommentare – natürlich auch mit Bezug auf seine Herkunft und sein vermutetes Hauptnahrungsmittel - der Eisenbahner rundum folgten. Sie konnten bei ihm nur wenig zur Motivation beitragen, aber die „lieben Kollegen“ ließen nicht locker. Dann bekam er auch noch eine kurze Dusche, als der erste Toilettentank gefüllt war und er den Schlauch entfernte. Klatschnass, und unter dem Gejohle der „Kollegen“ - „Los, Amigo, jetzt aber Laufschritt!“ – schleppte er mit stoischer Ruhe und mit jenem stolzen Habitus in den Bewegungen, den nur Südeuropäer in den Genen haben, den Schlauch zum anderen Wagenende, und die beschriebenen Vorgänge wiederholten sich. Anschließen des Schlauches, Kurbeln am Hydranten, Gejohle. Von „offizieller“ Neckermann-Seite kam dann noch der Zwischenruf „Ja, was ist denn, schau‘n sie doch mal auf die Uhr!“ Auch der Bahnhofsvorstand meinte kurz darauf, noch ein wenig Autorität zeigen zu müssen, womit „Amigo“ dann auch von dieser Seite noch sein Fett weg bekam. Das Wasser strömte trotzdem nicht schneller in den Tank.

Alles hat einmal ein Ende, und so war auch der zweite Toilettentank irgendwann gefüllt und „Amigo“ verschwand so plötzlich, wie er erschienen war. Der Zug wurde endlich abfahrbereit gemeldet, das Abfahrsignal folgte unmittelbar, der Lokführer schaltete auf und der Zug verschwand in der Nacht. Die für die Bahnsteigdurchsagen verantwortliche Dame am Mikrofon konnte nicht ganz mithalten, und verkündete über dem nun leeren Gleis die Abfahrt des Sonderzuges nach Genua und wünschte eine angenehme Reise.

Ich hatte diese kleine Begebenheit seinerzeit in einem Brief an einen Freund erzählt, und aus der Tatsache, dass er diesen Brief bis heute aufbewahrt hat, ergab sich, dass ich sie euch heute hier so detailliert erzählen konnte.

Damit wünsche ich Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch!

Grüße
Rolf





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:12:21:16:15:20.
Guten Abend Rolf,

danke für diese herrliche Geschichte! Ich persönlich lese so etwas sehr gerne; es macht die Vergangenheit gerade im Zusammenhang mit den Fotos so lebendig. Und amüsant ist es obendrein auch noch...

Frohe Festtage und einen guten Rutsch wünscht das

Bw Hildesheim

Re: Eine Geschichte zum 4. Advent

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 21.12.14 17:41

Hallo Rolf,
da werden eigene Erinnerungen wach, einerseits an den Kohlenfeuer-Geruch, dessen Ursache ich in einem Speisewagen im Stuttgarter Hbf fand, andererseits ans Wassertank-Auffüllen mit Schlauch-Schleppen und unfreiwilliger Dusche.
Danke für diesen - auch schön bebilderten - Beitrag!
Viele Grüße und schöne Weihnachten!
Stefan

Was für eine Geschichte!
Und absolut unwiederholbar, denn mir fällt nicht ein, welcher von den vielen Verantwortlichen und Diensteifrigen heute überhaupt noch vor Ort wäre.... .

Vielen Dank Rolf, ich wünsch dir schöne Feiertage!
Bernhard

Re: Eine Geschichte zum 4. Advent (viel Text, m. 4 B.)

geschrieben von: 798610

Datum: 22.12.14 08:48

....egal den ganzen Unbilden zum trotz...man hat es hinbekommen!...nicht zuletzt geschuldet einer betriebsorientierten Personalstärke und der, wenn auch mit ärgerlichen Untertönen versehenen Kommunikation, man sprach miteinander! Wir fliegen mittlerweile zum Mars - ob in heutiger Zeit so eine Aktion noch möglich wäre?

schöner Bericht!

Danke

interessierte Grüße Herr U.!

Re: Eine herrliche Geschichte zum 4. Advent !

geschrieben von: Reinhard Gumbert

Datum: 22.12.14 09:34

Was für eine Geschichte, wunderbar erzählt! Mitte-der-Siebziger-Jahre-Szenerie pur! Der nicht fotografierten Bilder bedarf es nicht, ich habe alles genau vor Augen.

Danke, Rolf, für die erlebenswerten Lese-Minuten!

...und auch Dir recht schöne, stimmungsvolle Weihnachtstage und dann einen kraftvollen Start ins neue Jahr, mit stets fester Gesundheit!

Schöne Grüße aus Aachen -
Reinhard

alte Gesichter..

geschrieben von: Peter Bäuchle

Datum: 22.12.14 09:35

Morsche Rolf

na da hätte ich gerne neben Dir gestanden. Schön erzählt, denn man ist " gleich mitten drin".

Auf Bild 3 sind die beiden "zusätzlichen" Herren (mitte und rechts) keine Eisenbahner, es sind die leider schon vor langer verstorbenen Vereinsmitglieder der FRANKFURTER EISENBAHN und NAHVERKEHRSFREUNDE: Erst.W. Hirsch und Walter Kress (liebe Grüße nach "oben"..).

Ein 1.Klasse-Wagen als Ersatz für einen Schlafwagen ? Tolle Idee - Liegewagen der Ersten gabs bei der DB nicht, also Sitzwagen. Ob der wirklich gute Komfort dieses Aüm das Trostpflaster für den Ausfall des Schlafwagens gedacht war? Sicher hätte man nicht weniger schlecht gelegen, nur mit der Waschgelegenheit am nächsten Morgen hätte es eine kleine Schlange geben können.

Dir schönes Fest und guten Rutsch- bis Feber..
Peter

Wenn man etwas pflegt, dann wartet man es.
Wir machen das anders: wir warten bis es kaputt ist !


Freiheit hört da auf, wo soziale Verantwortung der egoistischen Vorteilsnahme untergeordnet wird !

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Re: Eine Geschichte zum 4. Advent (viel Text, m. 4 B.)

geschrieben von: e32

Datum: 22.12.14 13:41

Bahngeschichten, die früher alltäglich waren, aber es konnte immer geholfen werden. Heute unmöglich.