Hallo,
Interessant, welch globige Gestaltung des Mischvorwärmers unser hiesiges Lichtraumprofil noch zulässt.
Eine Gemeinsamkeit sehe ich hier zwischen DR und DB: Bei beiden hat sich der MV ausgerechnet auf der
44er nicht lange gehalten.
Bei anderen BRn blieb er hingegen bis zur Ausmusterung jahrelang im Einsatz,
So z.B. von der 99er über die 65er, 23er, 50er, 03er, ja selbst bei der 01 nutzte man den MV, die ja von
der Kesselgröße her mit der 44er vergleichbar ist.
Was grenzte die 44er von den anderen BRn ab, dass beide Bahnverwaltungen die "Nudelrolle" auf der 44er
ließen.
Vor allem sind mir bei der DR in diesem Zusammenhang keine Versuche mit MV & 44er bekannt.
Kannte man die Versuchsergebnisse der DB, denn trotz der deutschen Teilung pflegten einige Verantwortliche
auf beiden Seiten offensichtlich enge Kontakte, und hat sich keine Vorteile mit 44er und MV versprochen?
Auf die Frage an einem bekannten Lokführer und 44er-Kenner aus Staßfurt, warum die 44er nicht rekonstruiert
wurde, sagte er mir:"Das brauchte man nicht, die Lok war halt schon gut."
War die 44er auf Grund der hohen Stückzahl und langen Beschaffungszeit und der damit gewonnenen Erfahrungen
wirklich so ausgereift, dass es durch einen modernen Ersatzkessel einfach keine nennenswerten Verbesserungen
gegeben hätte?
Der Umbau auf Öl- und Kohlenstaubfeuerung waren eigentlich die aufwendigsten Umbauten, die in größerer
Zahl realisiert wurden.
Man denke hier als Vergleich nur an den aufwendigen Umbau vieler BRn, der nah an einen Neubau heran kam
(z.B. BR 01.5)
Gruß, Dirk