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Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, 40er Jahre

geschrieben von: Pikes_Peak

Datum: 02.04.14 10:27

Ein Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, Zuglaufschild Bremen, in den 40ern.

Wer weiß was dazu?
Unfall-DSO.jpg

Re: Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, 40er Jahre

geschrieben von: Enno

Datum: 02.04.14 11:09

Zum Ort kann ich nichts sagen. Aber die Dampflok im Hintergrund weckt bei mir Assoziationen zur sächsische I TV, BR 98.0. Könnte also in Sachsen sein.

Beste Grüße Enno http://www.abload.de/img/bornsignaturvef1.jpg http://www.abload.de/img/_dsc4941.2403pp3g.jpg Bild anklicken
Liste meiner Schmuddel-Beiträge auf DSO



Re: Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, 40er Jahre

geschrieben von: m38902687-1

Datum: 02.04.14 11:38

Hypothese: Nicht umsonst wurde der Gestängeantrieb von Weichen in Hauptgleisen frühzeitig schrittweise durch die heutigen Systeme ersetzt. Gruß Fritzle.

Re: Betriebsunfall im Reichsgebiet

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 02.04.14 13:48

Hallo,

ich würde auf die Jahre auf 1928 - 1930 tippen: Der vordere Wagen ist ein preuß. ABC4ü; dessen Wagen-Nr beginnt mit Hannover 23 xxx. Dieses ist eine Nummer aus dem Plan 1924 - 1930.
Ab 1930 gab es neue Nummern, welche bis zur UIC-Nummer ihre Gültigkeit behielten.

Schürzenwagen.

Re: Betriebsunfall im Reichsgebiet

geschrieben von: TWA

Datum: 02.04.14 13:59

Ich erkenne dort "Hannover 25 035", was ein BC4ü (Nummernplan 1921) sein müßte.

Re: Betriebsunfall im Reichsgebiet

geschrieben von: mueku68

Datum: 02.04.14 14:25

Hallo,
im Buch "Katastrophen der deutschen Bahnen", Band 2, finde ich einen Hinweis auf ein Unglück am 20.06.1929.
Danach entgleisten die letzten 5 Wagen des D 93, Köln-Altona, zwischen Munster und Osnabruck vermutlich infolge Gleisverwerfungen.
Könnte es sich evtl. dabei um diesen Zug mit Kurswagen nach Bremen handeln?
Gruß Horst

http://www.muekubahn.de/fotos/signatur.jpg

Re: Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, 40er Jahre

geschrieben von: LiteraD

Datum: 02.04.14 15:03

Die beiden letzten Schnellzugwagen ordne ich Württemberg als Herkunft zu. Auch der Personenzug im Hintergrund spricht Württemberg an.
Wäre also eher im Ländle zu verorten.

Gruß
LiteraD

Re: Betriebsunfall im Reichsgebiet

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 02.04.14 15:22

Hallo Schürzenwagen!

Ich würde sagen, die ersten 2 Ziffern sind 25 xxx.
Schau mal das Aussehen der zweiten, und der letzten Zahl an.
Von daher ist die von TWA genannte Nummer wohl zutreffender

Gruß!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:04:02:15:24:48.

Re: Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, 40er Jahre

geschrieben von: Dampffrosch

Datum: 02.04.14 15:26

Auch die Fernmeldefreileitung ist württembergisch.
Grüße aus dem Nibelungenland
Horst

Re: Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, 40er Jahre

geschrieben von: S&B

Datum: 02.04.14 15:39

>>Hypothese: Nicht umsonst wurde der Gestängeantrieb von Weichen in Hauptgleisen frühzeitig schrittweise durch die heutigen Systeme ersetzt.<<

Nun ja- bei dem mir bekannten System (Saxby) mußte eine spitz befahrene Weiche geriegelt sein- immer, auch bei Rangierbetrieb. Und oft genug ging der Riegel nicht rein- also mit der Brechstange raus...

Grüße
Ulrich



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:04:02:15:41:08.

die Weiche

geschrieben von: TWA

Datum: 02.04.14 16:21

Das Gestänge sehe ich auch, aber ich kann keine weiteren Stangen sehen, die zu anderen Weichen u.ä. führen.
Die Stange führt zu einem Kasten, der eine Umlenkung enthalten dürfte.
Der Schatten am rechten Rand dürfte zu einem Stellwerk gehören.

Interessant ist, daß die Weiche Stahlschwellen hat.
Ich habe ein bißchen Schwierigkeiten, unter den vielen Schienenstücken die Zungen zu identifizieren. Möglicherweise wurden einige Stücke dort im Zuge von Bauarbeiten abgelegt, möglichewrweise wurden sie beim Unfall dort hin transportiert.

Was mich etwas irritiert, ist die sehr magere Ausstattung im Hintergrund.
Ich sehe nur ein Hauptsignal, daß sich an die Ecke des dritten Wagen anschmiegt.
Ansonsten sehe ich nur einen Schüttbahnsteig mit einigen Lampenmasten, ein Empfangsgebäude ist nicht sichtbar.
Auch wenn die Weiche stark beschädigt ist, habe ich eher das Gefühl, daß der Zug auf dem Nachbargleis fuhr, also auf den Photographen zu kam.


Meine Vermutung: Das Bild zeigt
- einen Bahnhof an einer zweigleisigen Strecke,
- die Strecke führt durch eine hügelige Gegend,
- der Bahnhof liegt in Ost-West- bis Südost-Nordwest-Ausrichtung
- das Empfangsgebäude liegt auf der Nordseite,
- der Bahnhof dürfte nur ein oder zwei Überholungsgleise auf der Nordseite gehabt haben.
- eine Entgleisung, bei der eine spitzbefahrene Weiche eine Rolle spielt:
Z.B. Geschwindigkeiten und/oder Signale nicht beachtet, oder die Fahrstraßenfestlegung aufgehoben und die Weiche umgelegt, oder Bruch des Weichenverschluß und diese hat sich durch die Erschütterungen selber unter dem Zug umgelegt.

Re: Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, 40er Jahre

geschrieben von: Lüderitz

Datum: 02.04.14 17:27

Württemberg würde ich auch meinen. Die vordere Lok erkenne ich als eine wü. T5. Die Lok dahinter schaut wegen der hochliegenden Wasserkästen nach einer wü. T9/ pr. T9.3 aus.

Re: Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, 40er Jahre

geschrieben von: m38902687-1

Datum: 02.04.14 17:28

Das sieht sehr stark nach Bf Ummendorf 1929(?) aus. Gruß Fritzle.

Re: Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, 40er Jahre

geschrieben von: mueku68

Datum: 02.04.14 18:12

Hallo,
ich glaube wir kommen der Sache näher.
"Am 23.6. entgleiste D135 bei Ausfahrt Ummendorf, Str Friedrichshafen-Ulm, auf einer Weichenverbindung wegen Mißachtung der La und zu hoher Geschwindigkeit (31V)" Quelle H.J.Ritzau, "Katastrophen der deutschen Bahnen", Band 2.
Gruß Horst

http://www.muekubahn.de/fotos/signatur.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:04:02:18:16:33.

Re: Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, 1928

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 02.04.14 18:43

Hallo,

Der Unfall war im Juli 2007 hier im Forum schon einmal Thema ---> [www.drehscheibe-foren.de]

Re: Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, 40er Jahre

geschrieben von: Lüderitz

Datum: 02.04.14 19:05

Nein, Ummendorf paßt nicht. Die Wagenreihung des verunglückten Zuges ist bekannt und zudem müßte er dann auf dem im Bild besetzten Gleis gefahren sein.

Re: Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, 40er Jahre

geschrieben von: 7904

Datum: 02.04.14 19:42

mueku68 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo,
> ich glaube wir kommen der Sache näher.
> "Am 23.6. entgleiste D135 bei Ausfahrt Ummendorf,
> Str Friedrichshafen-Ulm, auf einer
> Weichenverbindung wegen Mißachtung der La und zu
> hoher Geschwindigkeit (31V)" Quelle H.J.Ritzau,
> "Katastrophen der deutschen Bahnen", Band 2.
> Gruß Horst


Hallo,

und hier ein paar mögliche Vergleichsbilder:

[www2.landesarchiv-bw.de]

Sind auch im oben von Gerd Böhmer genannten Beitrag verlinkt!


Viele Grüße vom
exElsterwerdaer

Matthias



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:04:02:19:48:02.

Re: Betriebsunfall im Reichsgebiet

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 02.04.14 22:16

Hallo @Schorse & @TWA,

Die Nummer von TWA haut nicht hin, denn das wäre dann ein ABC4ü-29. Der Nummernplan welcher die Länderbahnnummern ablöste, wurde 1924 eingeführt und 1930 durch einen neuen Plan ersetzt.

Schürzenwagen

Re: Betriebsunfall im Reichsgebiet

geschrieben von: Jens N.

Datum: 03.04.14 00:53

Hallo Schürzenwagen,

die von TWA genannte Nummer Hannover 25 035 wäre theoretisch ein BC4ü, also kein ABC4ü. Die Nummer dürfte aber aus einem anderen Grund nicht stimmen: Im Umzeichnungsplan von 1930 (ff) konnte ich auf die Schnelle bei den BC4ü der Rbd Hannover als höchste "alte" Nummer Hannover 25 013 entdecken (Korrekturen sind gern gesehen). Selbst unter Einbeziehung möglicher Umbeheimatungen im Zeitraum 1924 bis 1931 ist mir da die Differenz zu groß.

Die Nummer des Wagens auf dem Foto ist nicht einwandfrei zu entziffern, ich meine aber ebenfalls Hannover 25 xxx erkennen zu können, vielleicht Hannover 25 005 (-> 15 758 Han, BC4ü Pr 09a) oder Hannover 25 006 (-> 15 778 Han, BC4ü Pr 09a). Und auch wenn es auf dem Skizzenblatt der Bauart BC4ü Pr 09a nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, so passt auch die Bauart der Drehgestelle zu diesen beiden Wagen (Schwanenhals; auf dem Skizzenblatt nur anhand des Drehgestellachsstands und der etwas anderen Ausschnitte erkennbar).

Viele Grüße
Jens

PS: Da sich die Umzeichnung der Wagen im Großteil bis 1933/34 hinzog (die Vollzugsmeldung kam - so ich es richtig in Erinnerung habe - gar erst 1936/37), könnte prinzipiell auch noch ein Zeitpunkt nach 1930 in Frage kommen. Ich persönlich würde aber auch eher zu Ende der 20er Jahre tendieren.


Edit: Hinweis zu den Drehgestellen ergänzt



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:04:03:01:16:50.

Re: Betriebsunfall im Reichsgebiet

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 03.04.14 08:59

Hallo Jens,

wie alt bist Du eigentlich, daß Du Dich an Umzeichnungsvorgänge aus den 1930er erinnern kannst? ;-)
Es gab in Hannover kein 25035. Ein akkurates Ergebnis wäre hilfreich, ich mag kein heiteres Nummernraten ...

Schürzenwagen.

heiteres Nummernraten?

geschrieben von: TWA

Datum: 03.04.14 09:30

>>> Ein akkurates Ergebnis wäre hilfreich, ich mag kein heiteres Nummernraten ...

Wo liegt Ihr Problem?
Daß es nicht der 25035 ist, ist nicht einfach zu erkennen, aber nachvollziehbar, aber daß es nicht ein 23... sein kann, ist sehr eindeutig zu erkennen. Er liefert doch plausible Möglichkeiten, die zu dem Bild passen, daß würde ich nicht wirklich als "heiteres Nummernraten" bezeichnen.
Wenn Sie einen eindeutigen Nachweis für die 4. und 5. Zahl liefern können, dann könnten wir uns einem "akkuraten" Ergebnis nähern.

Re: heiteres Nummernraten ...

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 03.04.14 13:25

Hallo,

mein "Problem" ist, daß ich nicht über einen hochauflösenden Bildschirm verfüge. Daher meine Bitte um eine genaue Idendifizierung .....
Daß ich dann sehr gut weiterkomme, verdanke ich den Bestandslisten der deutschen Eisenbahnverwaltungen.

Schürzenwagen.

Re: heiteres Nummernraten ...

geschrieben von: OttoBahn

Datum: 03.04.14 14:36

Ich habe mal ein wenig rumgespielt und da ist folgendes bei rausgekommen
http://s1.directupload.net/images/140403/4pzrzq8u.jpg

Otto Bahn

Re: heiteres Nummernraten ...

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 03.04.14 17:06

Ah Ha!
Bleiben also: 25 025, 25 035, 25 055, 25 065, 25 085.
Weiter:
Beide Wagen haben noch ein "Sprengwerk" zwischen den Drehgestellen. Also Wagen der Länderbahnbauart (beide, sichtbaren Wagen übrigens!).
Der letzte Wagen hat übrigens ganz klar das Preussische Regeldrehgestell. Die Wartungsklappen der Gleitlager an den Achsen sind deutlich zu sehen.
Da Direktion "Hannover" sichtbar ist, kann es eigentlich nur ein "Preusse" sein.
Schwanenhalsdrehgestelle, Sprengwerk, alter Nummernplan (1921, 25 001 - 25 999 = BC4ü-) lassen daher (für mich) nur einen D-Zugwagen, BC4ü-Pr., nach altem Nummernplan zu.
Nach Nummernplan von 1930 übrigens, ist 25 001 - 25 999 = B4i-xx. Und das kann anhand der sichtbaren Klassenbezeichnungen schon nicht stimmen.
Demnach ist das Foto dann allerdings vor 1930 aufgenommen worden.
Nun lasst uns weiter rätseln.
Ich hol mal den "Konrad" ("Die Reisezugwagen der deutschen Länderbahnen Band 1: Preussen") hervor, und suche nach so einem Wagen, mit Sprengwerk und Schwanenhalsdrehgestellen.
Bis demnächst, auf dieser Welle?!

P.S.:
Im "Konrad" im Bilderanhang, Bild 124 oben rechts), ist der BC4ü-pr.16, "04 300" zu sehen. Das scheint zu passen. Alle von mir erwähnten Stichpunkte treffen hier zu.
Allerdings hat er noch die KPEV Nummer und Anschriften.
Ein BC4ü-pr.16, gebaut nach Musterblatt "Ia 5 b II"

2x Ergänzungen eingefügt



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:04:03:17:26:20.

... die Nummern 25055, 25065 & 25085 scheiden aus, da nie vergeben .... (o.w.T)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 03.04.14 17:59

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Nummernplan 1930: Der Plan ist das eine, die Zeit bis zur Umzeichnung ist das andere.

Konkret: Die Cid Wü 05 50172-50174 erhalten 1931 im RAW Cannstatt eine neue Inneneinrichtung. Die Wagen werden neu als Wü 04 40266-40268 Stg geführt. Schauen wir diese Nummern im Plan nach, sehen wir alt aus, denn es gibt sie nicht.
Aber der Aufnahmezettel der Wagen wurde mit der Notiz versehen.

Weiter mit Wü-Wagen: PPü 8590 wird 1923/1926 zu 90 027 Stg, als solcher im Plan zu 107 676 Stuttgart.
Der Aufnahmezettel sieht so aus: Aus 90 027 Stg wird 90 004 Reg. Fänden wir zufällig ein Unfallbild des 90 004 Reg, hülfe der U-Plan nicht weiter, da es den Wagen entweder nicht gäbe oder einen anderen Wagen aufzeigte.

Also: Bitte ruhig bei solchen Diskussionen umgehen, jedes Ding hat mehrere Seiten.

MfG
LiteraD

Re: Betriebsunfall im Reichsgebiet

geschrieben von: Jens N.

Datum: 03.04.14 19:20

Hallo Schürzenwagen,

> wie alt bist Du eigentlich, daß Du Dich an
> Umzeichnungsvorgänge aus den 1930er erinnern
> kannst? ;-)

Gerade Dir sollte bewusst sein, dass das eigene Alter damit nichts zu tun hat. Es gibt Akten zur Umzeichnung und denen lässt sich entnehmen, dass diese ein Weilchen dauerte. Hinzu kommt, dass man den Zeitpunkt der Verteilung des Nummernplans von 1930 nicht mit "dem" Datum des Umzeichnungsplans verwechseln sollte. Tatsächlich wurde der Umzeichnungsplan erst später und vor allem schrittweise fertiggestellt. Und die nachfolgende Umzeichnung war dann auch nicht innerhalb weniger Wochen erledigt.

> Es gab in Hannover kein 25035.

Lies Dir bitte meinen Beitrag noch einmal genau durch. Ich habe ja eben gerade diese Nummer in Zweifel gezogen. Gleichwohl ist der Wagen auf dem Bild kein ABC4ü, die 25 am Anfang der Nummer ist klar zu erkennen.

> Ein akkurates Ergebnis wäre hilfreich, ich
> mag kein heiteres Nummernraten ...

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal den Unterschied zwischen einer Diskussion und Raten unterstreichen. Und an der Diskussion hast Du ja ebenfalls teilgenommen.


Nichts für ungut
Jens

Re: heiteres Nummernraten ...

geschrieben von: F64098

Datum: 03.04.14 19:29

SCHORSE schrieb:
-------------------------------------------------------

> Demnach ist das Foto dann allerdings vor 1930
> aufgenommen worden.

Ja, im Juni 1928 in Ummendorf.
Ich dachte, die Frage wäre längst geklärt??

MfG

Frank
Hallo LiteraD,

> Nummernplan 1930: Der Plan ist das eine, die Zeit
> bis zur Umzeichnung ist das andere.

Das ist völlig richtig. Wobei die genannten Beispiele nicht so unerklärlich sind, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.

> Konkret: Die Cid Wü 05 50172-50174 erhalten 1931
> im RAW Cannstatt eine neue Inneneinrichtung. Die
> Wagen werden neu als Wü 04 40266-40268 Stg
> geführt. Schauen wir diese Nummern im Plan nach,
> sehen wir alt aus, denn es gibt sie nicht.
> Aber der Aufnahmezettel der Wagen wurde mit der
> Notiz versehen.

Die Daten für die zwei- und dreiachsigen Durchgangswagen liegen mir zwar nicht vor, weswegen ich auch nichts zur Nichtexistenz im Umzeichnungsplan sagen kann. Bei Stg 40 226 bis Stg 40 268 handelt es sich jedoch um Nummern nach dem Nummernplan von 1923 (Gruppe 40 001 bis 49 000: C3i und Ci). Geht man davon aus, dass die neue Inneneinrichtung keine 4.-Klasse-Sitze mehr besaß, so ergibt die Umzeichnung auch Sinn. Man müsste also im Umzeichnungsplan und den späteren Ergänzungen (!) nachsehen, ob sich im Bereich der C3i und Ci diese Wagen wiederfinden.
Es gibt weitere Beispiele u. a. für Umbeheimatungen, bei denen noch 1931 neue Nummern gemäß Nummernplan von 1923 vergeben worden sind (z. B. Ks 10 002 -> im Spätsommer 1931 an Rbd Frankfurt/M: Frt 10 006 -> 10 372 Frt; ist so - ohne die Jahreszahl 1931 - übrigens im Umzeichnungsplan vorzufinden). Das hat damit zu tun, dass die Erstellung des Umzeichnungsplans schrittweise geschah und längere Zeit in Anspruch nahm.

> Weiter mit Wü-Wagen: PPü 8590 wird 1923/1926 zu
> 90 027 Stg, als solcher im Plan zu 107 676
> Stuttgart.
> Der Aufnahmezettel sieht so aus: Aus 90 027 Stg
> wird 90 004 Reg. Fänden wir zufällig ein
> Unfallbild des 90 004 Reg, hülfe der U-Plan nicht
> weiter, da es den Wagen entweder nicht gäbe oder
> einen anderen Wagen aufzeigte.

Dass sich einige Umbeheimatungen mit der Aufstellung des Nummernplans überschnitten haben, ist unbestritten. Auch ist der Plan bei weitem nicht fehlerfrei. Das sollte immer bedacht werden. Nichts desto trotz ist der Umzeichnungsplan eine gute Quelle. Wenn auch nicht die ultimative ...

Viele Grüße
Jens
Lüderitz schrieb:
-------------------------------------------------------
> Nein, Ummendorf paßt nicht. Die Wagenreihung des
> verunglückten Zuges ist bekannt und zudem müßte er
> dann auf dem im Bild besetzten Gleis gefahren
> sein.


Ich würde aber behaupten das der Wagen genau hier: [www2.landesarchiv-bw.de] zu sehen ist.
Die Diskussion ist interessant, man kann es drhen und wenden wie man will, ich lese immer "25035" ?

MfG

"Weiss jemand ob DR Kesselwagen auch durch die BRD gefahren sind. Von Güterwagen weiss ich, dass sie auch in der BRD unterwegs waren, aber Kesselwagen ?"
Aus: [www.stummiforum.de]
(:-O???)
meine aktuelle Hymne: [www.youtube.com]

Re: heiteres Nummernraten ...

geschrieben von: Jens N.

Datum: 03.04.14 21:04

Hallo SCHORSE,

> Bleiben also: 25 025, 25 035, 25 055, 25 065, 25 085.

Nachdem Schürzenwagen bereits bestätigt hat, dass es nie einen Hannover 25 035 gab, können diese Nummer sowie alle höheren ausgeschlossen werden (der Nummernplan von 1923 war Direktionsbezogen).
Um zu veranschaulichen, weswegen ich auch bzgl. der Nummer Hannover 25 025 skeptisch bin, seien an dieser Stelle die im Umzeichnungsplan von 1930 (ff) enthaltenen Hannoveraner BC4ü aufgeführt:
Han 25 001  ->  15 740 Han  |  BC4ü Pr 09a  |  Musterblatt Ia 5b
Han 25 002  ->  15 741 Han  |  BC4ü Pr 09a  |  Musterblatt Ia 5b
Han 25 003  ->  15 742 Han  |  BC4ü Pr 09a  |  Musterblatt Ia 5b
Han 25 004  ->  15 757 Han  |  BC4ü Pr 09a  |  Musterblatt Ia 5b
Han 25 005  ->  15 758 Han  |  BC4ü Pr 09a  |  Musterblatt Ia 5b
Han 25 006  ->  15 778 Han  |  BC4ü Pr 09a  |  Musterblatt Ia 5b
Han 25 007  ->  15 779 Han  |  BC4ü Pr 09a  |  Musterblatt Ia 5b
Han 25 008  ->  15 780 Han  |  BC4ü Pr 09a  |  Musterblatt Ia 5b
Han 25 009  ->  15 781 Han  |  BC4ü Pr 09a  |  Musterblatt Ia 5b
Han 25 010  ->  15 815 Han  |  BC4ü Pr 11   |  Musterblatt Ia 5b
Han 25 011  ->  15 994 Han  |  BC4ü Pr 14   |  Musterblatt Ia 5bII
Han 25 012  ->  15 995 Han  |  BC4ü Pr 14   |  Musterblatt Ia 5bII
Han 25 013  ->  15 996 Han  |  BC4ü Pr 14   |  Musterblatt Ia 5bII
Schwanenhalsdrehgestelle basaßen - laut Skizzenblatt - alle oben genannten Wagen. Wenn es einen Wagen Han 25 025 gegeben haben sollte, müssten vor Aufstellung des Umzeichnungsplans mindestens zwölf weitere BC4ü bei der Rbd Hannover beheimatet gewesen sein. Diese zwölf Wagen müssten zudem nach 1923/24 nach Hannover gekommen und alle vor 1931 wieder abgegeben/ausgemustert worden seien (ergibt sich aus der durchgehenden Nummerung und der Tatsache, dass der Wagen 15 996 Han der jüngste vorhandene BC4ü war). Die Beurteilung, wie wahrscheinlich das ist, möchte ich jedem selbst überlassen.


> Der letzte Wagen hat übrigens ganz klar das
> Preussische Regeldrehgestell.

Ich kann beim letzten Wagen die Bauart der Drehstelle nicht ausmachen. Beim vorletzten sind es tatsächlich Regeldrehgestelle, aber eher keine preußischen. Meines Erachtens ist es ein württembergischer D-Zugwagen (wie bereits zuvor von anderer Seite in der Diskussion geäußert). Die Bauart des Langträgers und die Form der Haltestangen unterhalb der Fenster sind ziemlich charakteristisch.


> Da Direktion "Hannover" sichtbar ist, kann es
> eigentlich nur ein "Preusse" sein.

Zwar ist die Vermutung hinsichtlich des Preußen korrekt. Was die Länderbahnherkunft angeht, war die Welt 1928 aber schon nicht mehr ganz so eindeutig.


> Nach Nummernplan von 1930 übrigens, ist 25 001 -
> 25 999 = B4i-xx. Und das kann anhand der
> sichtbaren Klassenbezeichnungen schon nicht
> stimmen.
> Demnach ist das Foto dann allerdings vor 1930
> aufgenommen worden.


Die Schlussfolgerung ist insofern falsch, als dass sich die Umzeichnung mehrere Jahre hinzog.

> Im "Konrad" im Bilderanhang, Bild 124 oben
> rechts), ist der BC4ü-pr.16, "04 300" zu sehen.
> Das scheint zu passen. [...]
> Ein BC4ü-pr.16, gebaut nach Musterblatt "Ia 5 b
> II"

Das ist ein Einzelgänger und wird im Umzeichnungsplan von 1930 bei der Rbd Köln geführt (-> Köl 25 008 -> 15 976 Köl). Die von Dir vorgebrachten Kriterien treffen auch auf die preußischen Bauarten BC4ü Pr 09a, BC4ü Pr 11 und BC4ü Pr 14 zu.

Viele Grüße
Jens

D 135 führte Kurswagen nach Bremen

geschrieben von: 628Vorserie

Datum: 03.04.14 21:18

Hallo!

Ein bisschen Fahrplananalyse zur Ummendorf-Theorie brachte zu Tage, dass D 135 wohl Kurswagen nach Bremen führte, was die Ummendorf-Theorie recht aussagestark bestätigen dürfte.

D 135 hatte im Kursbuch Bayern rechts des Rheins Sommer 1928 zwar "nur" die Laufwegangabe "Vorarlberg-Bodensee-Frankfurt/Hamburg/Köln/Paris" (damals war es üblich in die Laufwegsangabe auch Kurswgaen und teilweise sogar Anschlussbezieheungen aufzunehmen, die Angabe beschreibt also eher welchen Verkehrsströmen der Zug dienst) in den Jahren davor und danach führte der Zug in dieser Lage explitzit Kurswagen nach Bremen, das Bayernkursbuch 1928 führt im Kurswagenverzeichnis leider nur bayerische Züge auf, D 135 deshalb nicht. Planankunft in Biberach wäre 14:09 gewesen.

D 135 selber lief

Friedrichshafen Hafen 12.48
Friedrichshafen Stadt 13.02
Ravensburg Staatsbahnhof 13.21
Aulendorf 13.48
Biberach 14.10
Ulm an 14.42 ab 14.57
Göppingen 15.52
Stuttgart Hbf an 16.28 ab 16.45
Bietigheim 17.13
Bruchsal 18.12
Heidelberg Hbf an 18.40 ab 19.02
Weinheim 19.25
Bensheim 19.40
Darmstadt Hbf 20.06
Frankfurt (Main) Hbf an 20.33
weiter kann ich ihn leider nicht nachverfolgen

1927 hatte der Zug noch D 4 geheißen und führte laut Reichs-Kursbuch Durchlaufende Wagen 1.-3.Klasse Friedrichshafen-Altona und 2.-3. Klasse Friedrichshafen-Bremen

1934 heißt er dann D 175 und hat die "Laufwegangabe" Vorarlberg - Bodensee - Stuttgart - Heidelberg - Frankfurt - (Ludwigshafen) - Bremen und Hamburg-Altona, auch hier schweigt das Bayernkursbuch leider wieder über die genauen Kurswagen.

Markus

http://histoliga.de/fahrplangeschichten/gepflegtereise.png

Re: D 135 führte Kurswagen nach Bremen

geschrieben von: F64098

Datum: 03.04.14 22:19

628Vorserie schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo!
>
> Ein bisschen Fahrplananalyse zur Ummendorf-Theorie
> brachte zu Tage, dass D 135 wohl Kurswagen nach
> Bremen führte, was die Ummendorf-Theorie recht
> aussagestark bestätigen dürfte.

Wenn man das Bild im ersten Beitrag mit diesem [www.landesarchiv-bw.de] vergleicht, paßt im Bereich des Umlenkkastens auch noch das kleinste Detail.
Das ist zweifellos Ummendorf 1928.

MfG

Frank

Re: Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, 40er Jahre

geschrieben von: m38902687-1

Datum: 03.04.14 23:33

Lüderitz schrieb:
-------------------------------------------------------
> Nein, Ummendorf paßt nicht. Die Wagenreihung des
> verunglückten Zuges ist bekannt und zudem müßte er
> dann auf dem im Bild besetzten Gleis gefahren
> sein.

Der Zug kam ja von dem mittlerweile auf dem Bild als besetztes Gleis zu erkennenden Gleis. Er wurde wegen Bauarbeiten in das Gegengleis übergleitet und entgleiste dabei wegen zu hoher Geschwindigkeit im Weichenbereich. Die Fotos entstanden natürliche längere Zeit nach dem Unfall. Man kann sich ausmalen, wie lange der Fotograf Kugler nach Erhalten der Unfallmeldung bei damaligen Straßen- und Bahnverhältnissen von Sigmaringen nach Ummendorf brauchte. Unterdessen ist das unversehrte Gleis 2 (?) bereits wieder genutzt. Allerdings wäre ein Blick in die damals gültige FV interessant, betreffs des Aufstecken des Falschfahrsignales und der Ausstellung von Befehlen auf vorliegenden Bahnhöfen. Beim Halt vor Einfahrt in das Gegengleis zwecks Befehlsübergabe und Falschfahrsignalisierung wäre es bei der Wiederanfahrt sicher nicht zu der Entgleisung gekommen. Vielleicht weiß ein anderer mehr. Mal einfach gedacht. Gruß Fritzle.

Re: Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, 40er Jahre

geschrieben von: Lüderitz

Datum: 04.04.14 07:10

Matthias Muschke schrieb:

> Ich würde aber behaupten das der Wagen genau hier:
> [www2.landesarchiv-bw.de]
> om.php?bestand=2350&id=593700&screenbreite=768&scr
> eenhoehe=1004 zu sehen ist.
> Die Diskussion ist interessant, man kann es drhen
> und wenden wie man will, ich lese immer "25035" ?
>
> MfG

Stimmt genau. Es sind einige Details auszumachen, die keinen Zweifel aufkommen lassen. Ich habe mich von einem veröffentlichten Unfallbericht mit Lageskizze täuschen lassen. Darin sind lediglich fünf Wagen angegeben mit der Reihenfolge Pw4ü, ABC4ü, Mitropa 705 und noch zwei CCü. Den Bildern nach wissen wir jetzt, daß dem Speisewagen nun mindestens drei Wagen folgten.

Der Ort und das Datum des Unfalles ist nun geklaert. Mich interessiert die Quelle des im Ursprungsbeitrag gezeigten Bildes. Denn dieses Bild ist nicht aus der Serie des Landesarchivs.
Gruesse aus DXB

Re: Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, 40er Jahre

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 09.04.14 12:40

Ummendorf.

Lokführer hatte Weisung wegen Bauarbeiten über 40er-Weichen ins Gegengleis zu fahren "vergessen" und befuhr die Ablenkung mit etwa 100.
Auf der Weiche entgleiste zunächst nur das Vorlaufdrehgestell der Lok, welches sich dann aber unter die Lok schob und diese entgleisen ließ.
Aufgrund der starken Verformung der Weiche bei der zu schnellen Überfahrt entgleisten die restlichen Wagen.

Einer der Wagen kam auf der umgestürzten 18 zu liegen.
Da an der Lok ein Dampfrohr gebrochen war, strömte Dampf in den Wagen und verbrühte mehrere Fahrgäste zu Tode.

Man erkennt nicht nur die zerstörten Weichen im Vordergrund sondern auch die leichte Kurve in der der Bahnsteig Ummendorf liegt.

Re: Betriebsunfall wohl im Reichsgebiet, 40er Jahre

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 09.04.14 12:46

m38902687-1 schrieb:
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Allerdings wäre ein Blick in die damals
> gültige FV interessant, betreffs des Aufstecken
> des Falschfahrsignales und der Ausstellung von
> Befehlen auf vorliegenden Bahnhöfen. Beim Halt vor
> Einfahrt in das Gegengleis zwecks Befehlsübergabe
> und Falschfahrsignalisierung wäre es bei der
> Wiederanfahrt sicher nicht zu der Entgleisung
> gekommen. Vielleicht weiß ein anderer mehr. Mal
> einfach gedacht. Gruß Fritzle.

Und genau diese Vorschriften ließen es (unter bestimmten Bedingungen) zu, den Befehl am letzten HALTE-Bahnhof auszuhändigen um besonders schnellfahrende Züge nicht "aufzuhalten".

Die FV "sind mit Blut geschrieben" und der Lokführer ist "der Erste an der Unfallstelle"!

Nach Aussage des Zugführers wurde rekonstruiert, dass der Lokführer noch Sekunden zuvor realisiert haben musste , was er vergessen hatte und Schnellbremse einleitete, was natürlich sich nicht auswirken konnte.